Banner anklicken - informieren & anmelden

SwissRunners: Stellungnahme zum Bundesratsentscheid vom 14.4.2021

Die Schweizer Laufsportveranstaltungen stellen erfreut fest, dass mit den Lockerungen per 19. April Laufsport in grösseren Gruppen möglich ist. Erhofft hätten sie sich aber auch grösseren Freiraum für die Durchführung von Laufwettkämpfen. Studien und Erfahrungen von grossen Versammlungen und Veranstaltungen in der Schweiz und im Ausland haben gezeigt, dass die Gefahr einer Virusübertragung im Freien sehr gering zu sein scheint. Neue Ansätze im Ablauf der Veranstaltungen und moderne Technologien ermöglichen zudem, dass auch in der heutigen Lage Laufveranstaltungen im Freien relativ sicher durchgeführt werden könnten.

Für die körperliche und seelische Gesundheit ist Sport äusserst wichtig. Mit unseren Veranstaltungen bieten wir über 300'000 Schweizerinnen und Schweizern an über 500 Laufveranstaltungen im Land Gelegenheit, ihre sportliche Fitness zu testen. Seit Ausbruch der Pandemie fanden nur einige wenige davon statt. Fast alle Veranstalter mussten ihre Anlässe 2020 streichen und konnten nur dank der Unterstützung aus dem Stabilisierungspaket des Sports ihr Überleben sichern. Auch im Jahr 2021 wurden bislang alle Veranstaltungen abgesagt, beziehungsweise in den Herbst verlegt. So möchten in diesem Jahr im September und Oktober doppelt so viele Veranstaltungen stattfinden wie in früheren Jahren.

Die Laufsportbegeisterten trainieren auf solche Zielwettkämpfe hin. Ihnen fehlen aber im Moment verbindliche Angebote. Auch wir Veranstalter erwünschen uns eine Darlegung von Szenarien für den Fortgang von 2021. Der Bundesrat hat zu den gestrigen Entscheidungen keinen Ausblick in Szenarienform mitgegeben. Somit ist ungewiss, wie es mit Breitensport und Veranstaltungen in diesem Jahr weiter gehen soll. Für die Planung und Organisation einer Laufveranstaltung werden sechs bis neun Monate Vorbereitungszeit benötigt. "Auch in der Pandemie arbeiten die Veranstalter intensiv daran, wieder selbsttragende Organisationen zu werden, die keine Hilfsgelder brauchen. Dazu entwickeln die Veranstalter Ideen für neue oder angepasste Formate. Eine national abgestimmte Darlegung von Szenarien vom schlimmsten bis zum bestmöglichen Szenario würde aber helfen, nicht auf "falsche Pferde" zu setzen und damit Kosten und auch Hilfsgelder zu sparen", so Andreas Csonka Präsident der Swiss Runners.

Eine gewisse Hilfestellung für die Szenarienentwicklung bieten verschiedene Erfahrungsstudien aus dem In- und Ausland. Die Gesellschaft für Aerosolforschung (https://www.info.gaef.de/positionspapier) stellt in einem Positionspapier fest: "Die Übertragung der SARS-CoV-2 Viren findet fast ausnahmslos in Innenräumen statt. Übertragungen im Freien sind äußerst selten und führen nie zu ‚Clusterinfektionen', wie das in Innenräumen zu beobachten ist."

Unter diesen Vorzeichen ist es schwer verständlich, dass Trainings in Innenräumen von Fitnesscentern grundsätzlich wieder erlaubt sind, aber sogar Kleinstveranstaltungen im Running-bereich bis auf weiteres verboten bleiben.

In den Niederlanden und in England führen Behörden und Wissenschaftler Versuche durch, wie Veranstaltungen verschiedenster Ausprägung wieder sicher stattfinden und den Menschen einen Weg aus dem Lockdown bereiten können.

Die Schweizer Laufsportveranstalter gehen aktiv voraus und möchten auch in der Schweiz solche Versuche unterstützen und dazu Pilotveranstaltungen organisieren. Swiss Runners hat neue Veranstaltungskonzepte entwickelt, welche unter garantierter Einhaltung von vorgegebenen Mindestabständen auch mehreren tausend Läuferinnen und Läufern die Teilnahme an Laufsportevents ermöglichen können. Dabei ist es mit Hilfe von Crowd Management Ansätzen und modernster Zeitmesstechnologie möglich, Personenströme so zu regeln, dass Starts über mehrere Stunden verteilt werden können. Damit kann auch das An- und Abreiseverhalten der Teilnehmenden gesteuert werden, ohne dass es zu grossen Personenansammlungen kommt. Entsprechende Konzepte durfte Swiss Runners vor Monatsfrist einer interdisziplinären Expertenrunde des BAGs vorstellen. Swiss Runners sucht nun Lösungen mit Bund, Kantonen und Gemeinden, dass obige Pilotversuche in Form von "echten" Laufveranstaltungen mit mindestens 1000 Teilnehmern zeitnah durchgeführt werden können. "Laufsportveranstaltungen sind Teilnehmer-Veranstaltungen und müssen unterschiedlich zu Zuschauer-Sport betrachtet werden. Es wird Zeit, dass wir einen Schritt vorwärts wagen, um Erfahrungen sammeln zu können und den Menschen auch eine sportliche Perspektive zu geben. Was im Wintersport funktionierte, wird auch im Sommersport möglich sein.", lässt sich Reto Schorno, Geschäftsführer der Swiss Runners und Veranstalter des SwissCityMarathon - Lucerne zitieren.

Swiss Runners fördert den Breitensport, insbesondere im Bereich Running und Walking, und vertritt die Interessen des Breitensports und der Laufveranstalter. Dem 1994 gegründeten Verein gehören 41 Laufveranstaltungen an - darunter 16 der Top 20 in der Schweiz. Insgesamt nehmen jährlich 300'000 Läuferinnen und Läufer an den Running Events von Swiss Runners teil. Die gemeinsame Marktbearbeitung im In- und Ausland und die Werbung für den Laufsport ist ein zentrales Anliegen der Interessengemeinschaft. Swiss Runners betreibt zusammen mit Swiss Athletics die online Plattform www.swiss-running.ch, wo alle News und Informationen des Schweizer Laufsports vorhanden sind. Dank der Zusammenarbeit zwischen SBB RailAway und den Swiss Runners ist seit dem 1. Januar 2017 bei 18 Laufsportveranstaltungen die An- und Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr aus der ganzen Schweiz im Startgeld inbegriffen.

Stellungnahme des Vereins Swiss Runners vom 15. April 2021

"Mr. Albmarathon" Erich Wenzel ist tot

 

Am vergangenen Mittwoch, 24. März 2021, ist Erich Wenzel im Alter von 75 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Der ideenreiche Laufpionier prägte die Schwäbisch Gmünder Laufszene. Er gründete und organisierte den Gmünder Volkslauf, der zum Gmünder Stadtlauf wurde, und den Gmünder 12-Stunden-Lauf. Mit seiner Idee und der jahrzehntelangen Organisation des Albmarathon Schwäbisch Gmünd schuf er ein international herausragendes Lauferlebnis. Der Albmarathon war zunächst 44 km lang und wurde später auf 50 km erweitert. Eine besondere Herausforderung der Streckenführung dabei ist, dass über alle Drei Kaiserberge gelaufen wird. Bei aller Anerkennung erbrachter Spitzenleistungen, galten seine Aufmerksamkeit und sein Handeln immer auch den Freizeitsportlern. Erich Wenzel war dem Laufsport immer selbst treu geblieben und startete noch in seinen Siebzigern bei Ultramarathons. Der Verbeugung des DJK Schwäbisch Gmünd vor seinem Lebenswerk und seinen Verdiensten um den Laufsport schließen wir uns an und sind in Gedanken bei Erich und seinen Hinterbliebenen.

Erich Wenzel bei seiner Teilnahme am Gmünder Stadtlauf im März 2018

Für LaufReport, Walter Wagner

Paderborner Osterlauf Meldung

Bundesweite Läuferumfrage zeigt was Läufer wirklich wollen

Mit seiner bundesweiten Läuferumfrage erhofft sich der SC Grün-Weiß Paderborn als Veranstalter des Paderborner Osterlaufes, wichtige Erkenntnisse über die Stimmung der Läuferinnen und Läufer in Corona Zeiten zu erhalten.

Bekanntlich fiel der Paderborner Osterlauf 2020 der Corona-Pandemie zum Opfer und auch in diesem Jahr mussten die Verantwortlichen um Grün-Weiß Präsident Wolfgang Krenz die traditionsreiche Veranstaltung absagen.

In zahlreichen Gesprächen, Workshops und Arbeitsgruppen haben wir alle Möglichkeiten und Optionen durchgespielt, wie unter Corona Zeiten Laufveranstaltungen überhaupt verantwortungsbewusst durchgeführt werden können, so Wolfgang Krenz. Daher war es nahliegend, im Rahmen einer Umfrage näheres über die Motivation der Sportler unter Corona-Bedingungen und ihre Meinung zu virtuellen Läufen zu erfahren.

Über 5.000 Osterläuferinnen und Osterläufer wurden per Mail angeschrieben und die Befragung in diversen Social-Media-Kanälen, sowie Fachmedien verbreitet. Vom 18.12.2020 bis 03.01.2021 wurde die Online-Befragung mit 25 Fragen durchgeführt.

Laut Osterlauf Organisationsleiter Christian Stork haben sich mehr als 2.200 Läuferinnen und Läufer aus Deutschland an der Umfrage beteiligt, 750 davon aus dem Kreis Paderborn.

Die Altersstruktur der Teilnehmer liegt zwischen 12 bis 86 Jahre, verteilt auf 60% männlich und 40% weibliche Teilnehmer*innen.

Die nebenstehende Grafik zeigt, dass die Teilnehmer sich auf fast alle Bundesländer verteilen, was wiederum auf das bundesweite Interesse und die Beliebtheit des Osterlaufes hindeutet.

Jonathan Völkner, Projektleiter der Onlinebefragung der seit über 5 Jahren im Osterlaufbüro tätig ist, ist von dem Ergebnis der Umfrage mehr als begeistert. Er hat die Online-Befragung im Rahmen seines Masterstudiums im Bereich Sport, Organisationsentwicklung und Management begleitet und ausgewertet.

Die Ergebnisse auszugsweise im Einzelnen:

Das Fazit der Online-Befragung ist lt. Organisationsleiter Christian Stork klar formuliert:

Die Läuferinnen und Läufer möchten wieder auf die Straße. Da dies aber nicht möglich ist, haben wir für Ostern und für die nächsten Monate eine virtuelle Laufserie geplant, nicht nur für "SoloLäufer", sondern auch für Teams. Wir fordern aber auch, dass es nicht wieder pauschale Absagen von Laufveranstaltungen geben darf, sollten die Veranstalter schlüssige Hygienekonzepte vorlegen.

Es ist wichtig, auch die Läufer abzuholen, die aktuell Motivationsprobleme haben. Es ist genau so wichtig, passende Angebote für virtuelle Läufe zu vergrößern und somit den Läuferinnen und Läufern noch mehr Möglichkeiten zu bieten, sich in der aktuell schwierigen Situation körperlich und geistig fit zu halten. Die Impfungen müssen schneller von statten gehen, denn die Menschen brauchen Perspektiven.

Wenn es die Inzidenzwerte zulassen, werden wir unser Bestes tun, Läuferinnen und Läufer auf die Straße zu bringen und somit einen besonderen Präsenzlauf anzubieten, führt Stork weiter aus.

Freuen dürfen sich dieses Jahr aber alle Laufsportfreunde auf eine Neuauflage des OsterSOLOLaufes: die OsterSOLO-LAUFSERIE. Die Serie wird aus 12 digitalen Laufevents bestehen und soll die Läuferinnen und Läufer bis zum Paderborner Osterlauf 2022 vor neue Herausforderungen stellen. Tolle Aktionen, Sponsoren, Ranglisten, Sonderpreise, monatliche Urkunden und eine ganz außergewöhnliche Serien-Medaille erwartet die Teilnehmer, verspricht Osterlauf Marketingleiter Jan Braun.

Pressemeldung SC Grün-Weiß Paderborn vom 12.2.2021

Text: Thomas Lippe - www.paderborner-osterlauf.de

Laufveranstaltungen sind per se risikoarm und bereit fürs Comeback

"Laufveranstaltungen sind per se risikoarm und bringen umfassend positive Wirkungen für die Gesundheit. Deshalb sind sie ein Teil der Lösung. Die Bedeutung von Aktivsportveranstaltungen muss von der Politik und ihren Experten viel stärker berücksichtigt werden", sagt Wolfgang Konrad, Veranstalter des Vienna City Marathon.

In Österreich ist bei rund 100 im Jahr 2020 nach Covid-19 Regeln durchgeführten Laufevents kein Fall einer Covid-19 Übertragung bekannt. Eine Studie des japanischen Leichtathletik-Verbandes an 787 Läufen mit nahezu 700.000 aktiven Läuferinnen und Läufern im Sommer und Herbst 2020 verzeichnete nur einen einzigen Fall einer Covid-19 Übertragung. "Wir sind als professionelle Organisatoren bereit, unsere Events auf sichere Weise durchzuführen. Als größter Laufveranstalter Österreichs bleiben wir an diesem Thema dran und sind ein Partner für einen optimistischen und verantwortungsvollen Weg", so Wolfgang Konrad.

Dass die Wahrscheinlichkeit für Infektionen im Freien extrem gering ist, untermauern Untersuchungen von Prof. Dr. Wolfgang Schade, Abteilungsleiter Faseroptische Sensorsysteme am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) in Goslar (Deutschland). In seinen Messungen zeigt er, dass die Aerosol-Konzentration im Freien im Abstand von 1,5 bis 2 Metern zu einer anderen Person unter 20 µg/cm³ und damit im Bereich des natürlichen Untergrunds liegt.

... weiter geht es HIER 

VCM Medien-Info vom 3.2.2021 - Foto © VCM / Michael Kvick

+++ PRESSEMITTEILUNG INDOOR MEETING KARLSRUHE 2021 +++

INDOOR MEETING Karlsruhe: Weltklasse-Meeting auch in schwierigen Zeiten

Er hat es schon wieder getan. Erneut präsentierte Ausnahme-Stabhochspringer Renaud Lavillenie Karlsruhe und dem INDOOR MEETING eine Flugshow vom Allerfeinsten und stellte seinen eigenen Meeting-Rekord, der aus dem Jahr 2016 datiert, ein. 5,95 Meter im ersten Versuch hieß es für den Franzosen, für den Karlsruhe auch ohne Fans ein gutes Pflaster ist. "Gewöhnlich bekommen wir hier in Karlsruhe eine sehr gute Stimmung geboten, das war heute etwas anders. Aber hier in Karlsruhe ist immer eine ganz besondere Atmosphäre", sagte der Franzose im Anschluss an seinen Wettkampf. "Jeder von uns Athleten möchte Top-Leistungen abliefern, als Geschenk an die Organisatoren", so Lavillenie weiter.

Renaud Lavillenie - Foto © Andreas Arndt

Weltklasse-Leistungen bekam Karlsruhe 2021 genügend geboten. Insgesamt acht Weltjahresbestleistungen, vier Landesrekorde sowie zwei Meetingrekorde lauteten das Fazit. Neben Renaud Lavillenie stellte auch die Portugiesin Auriol Dongmo einen neuen Meetingrekord auf. Sie gewann den Kugelstoß-Wettbewerb der Frauen mit 19,65 Meter was neben Meetingrekord auch Weltjahresbestleistung und Landesrekord zum Auftakt der World Athletics Indoor Tour bedeutete. Auch die dreimalige Weltmeisterin von Berlin und amtierende Weltmeisterin über die 200 Meter Dina Asher-Smith zeigte sich beim INDOOR MEETING in Topform und stellte mit ihrem Finallauf von 7,08 Sekunden gar ihre persönliche Bestleistung in der Halle ein. "Ich habe mich sehr über meine heutige Leistung gefreut und das nicht erwartet", sagte die Britin nach ihrem Sieg. Am Ende siegte sie vor Orlann Ombissa-Dzangue und Ajla del Ponte.

60m mit Sprint - Foto © Andreas Arndt

Eine Riesenüberraschung durften man hingegen bei den 400 Meter erleben, als Marvin Schlegel vom LAC Erdgas Chemnitz in einer Zeit von 46,61 Sekunden über die zwei Stadionrunden eine starke Konkurrenz um Oscar Husillos sowie den mehrfachen Welt- und Europameister in der Halle Pavel Maslak hinter sich ließ. "Ich bin hierher gereist mit der Prämisse, einfach mein Bestes zu geben und noch mal an die Zeit von letztem Mal ranzulaufen. Dass es jetzt zum Sieg reicht, ist mega geil", sagte der 23-Jährige nach seinem Rennen. Mit Katharina Trost entschied ebenfalls eine deutsche Athletin ihren Wettkampf für sich. Sie siegte über die 1.500 Meter in einer Zeit von 4:12,02 Minuten und damit Weltjahresbestleistung vor Winnie Nanyondo aus Uganda.

Sowohl die 3.000 Meter der Frauen als auch der Männer standen beim INDOOR MEETING Karlsruhe 2021 ganz im Zeichen der Kenianer. Bei den Frauen war es am Ende mit der Kenianerin Beatrice Chepkoech die Weltrekordhalterin über die 3.000 Meter Hindernis im Freien, die sich mit ihrem Sieg in 8:41,98 Minuten die volle Punkteausbeute für das Ranking der World Athletics Indoor Tour sicherte. Der Meetingsieger der 3.000 Meter bei den Herren hieß wie im vergangenen Jahr Bethwell Birgen, der mit seiner Zeit von 7:34,12 Minuten seine Zeit aus dem Vorjahr um mehr als vier Sekunden unterbot.

Schnelle Zeiten boten beim INDOOR MEETING Karlsruhe auch die Hürdensprinter. Bei den Männern war es der U20-Weltrekordler Wilhelm Belocian aus Frankreich, der in pfeilschnellen 7,49 Sekunden siegreich war. Etwas überraschend fiel hingegen das Ergebnis bei den Frauen aus. Hier verwies die Finnin Nooralotta Neziri in 7,92 Sekunden unter anderem die WM-Vierte Tobi Amusan, Hallen-Europameisterin Nadine Visser sowie mit Elvira Hermann die Freiluft-Europameisterin auf die Plätze zwei, drei und vier. Unglaubliche 8,18 Meter standen am Ende auf der Anzeigentafel für den Weitsprung-Ausnahmekönner und Hallen-Weltmeister von 2018 Juan Miguel Echevarria, der bereits mit seinem ersten Sprung des Abends die Gewinnerweite erreichte. Den Dreisprung der Frauen entschied mit Liadagmis Povea ebenfalls eine Athletin aus Kuba. In Weltjahresbestleistung von 14,54 Metern sicherte sie sich den Rang auf dem Gewinnerpodium. Der Brite Elliot Giles gewann die 800 Meter in einer Zeit von 1:45,50 Minuten, Lokalmatador Christoph Kessler von der LG Region Karlsruhe belegte mit persönlicher Bestleistung Rang sechs.

60m mit Sprintsiegerin Dina Asher-Smith - Foto © Andreas Arndt

"Wir haben unglaubliche Leistungen unserer Athletinnen und Athleten gesehen. Man hat gemerkt, dass diese nach so langer Wettkampfpause hungrig waren", sagte Sportdirektor Alain Blondel nach dem 37. INDOOR MEETING Karlsruhe und zieht damit eine durchweg positive Bilanz. "Karlsruhe hat wieder beste Werbung für die internationale Leichtathletik gemacht. In sieben Ländern weltweit waren wir heute zwei Stunden live zu sehen", fügt er hinzu. Dem kann sich Martin Wacker, Meetingdirektor und Geschäftsführer der ausrichtenden Karlsruhe Marketing und Event GmbH nur anschließen: "Dieses Meeting geht in die Geschichte ein. Wir haben mit der Durchführung des Meetings unter diesen Voraussetzungen ein Zeichen für die Leichtathletik gesetzt und hoffen, dass wir diese Erfolgsgeschichte 2022 gemeinsam wieder mit unseren Fans in der Halle fortsetzen können."

Weiter geht es mit der World Athletics Indoor Tour am 9. Februar im französischen Liévin, bevor es über Boston (13. Februar), Torun (17. Februar) am 24. Februar zum Tour-Abschluss nach Madrid geht.

www.meeting-karlsruhe.de

Pressemitteilung INDOOR MEETING KARLSRUHE 2021 vom 30.1.2021

Presseinformation Hygienekonzept für Laufveranstaltungen

Durchführung von Laufveranstaltungen unter Corona-Bedingungen - wie geht es weiter?

Anlässlich der corona-bedingten Absage der Jahrestagung von German-Road-Races (GRR), der Organisation, der bundesweit über 80 Laufveranstalter von Marathon- und Straßenläufen in Deutschland und dem europäischen Ausland angehören, wurden nun bereits mehrfach digitale Abendworkshops veranstaltet. Gestern wurde der digitale Workshop von zwei Vertretern des Orgateams vom Volksbank-Münster-Marathon geleitet: Dr. Ralph Schomaker, Rennarzt beim Volksbank-Münster-Marathon und Vorsitzender von Münster-Marathon e.V. Michael Brinkmann, selbst Vorstandsmitglied bei German-Road Races, die sich als Stimme des Laufsports in Deutschland versteht.
Eindrucksvoll berichtet Dr. med. Ralph Schomaker (Facharzt im ZfS - Zentrum für Sportmedizin, Münster) von seinen medizinischen Erfahrungen mit der Corona-Pandemie, insbesondere mit dem Blick auf Laufveranstaltungen in diesem Jahr. Man habe im Jahr 2020 viel über die Ausbreitung des Virus gelernt, so sind folgende Denkanstöße sehr wichtig:

Auch müsse man an Schnelltests denken, die ggf. ordnungsbehördlich vorgegeben sein könnten. Auch der Umgang mit Geimpften, die im Jahresverlauf immer mehr werden, müsse sorgfältig geprüft und abgewogen werden. Kritisch sei auch der Status "Großveranstaltung" - da diese Bezeichnung eine gewisse politische Brisanz und Schlagwortcharakter hätten.

Michael Brinkmann von Münster-Marathon e.V. und Markus Frisch vom Köln Marathon hatten ihr seinerzeit beim DLV und der Staatskanzlei NRW eingereichtes Hygienekonzept für Laufveranstaltungen in Deutschland, was stadionferne Veranstaltungen betrifft, nunmehr anhand eigener Erfahrungen aber auch Erfahrungen aus dem Kreis der GRR-Mitglieder mit vielen Interessenten Inputs, wie Brinkmann sagt, nun auf den neuesten Stand gebracht.

"Endlich konnten wir auch den Umgang mit Zuschauern" regeln, auf die eine derartige Veranstaltung nicht verzichten kann, denn sie sind der Motivator für jeden Läufer, insbesondere für Marathonläufer", so Michael Brinkmann, der in einer Präsentation das neue Hygienekonzept vorstellte. "Wir konnten auch auf Erfahrungen zurückgreifen von bereits durchgeführten Herbstveranstaltungen, aber auch von den Kollegen aus der Schweiz", schwärmt Brinkmann von der Bedeutung, die eine Mitgliedschaft für einen Veranstalter bei GRR hat. "Die Gemeinschaft fungiert als richtige Familie, sagen doch viele Frühjahrsveranstalter ihre Veranstaltung schweren Herzens ab, gehen aber nicht in den Herbst, um die Herbstveranstalter nicht in eine Konkurrenzsituation zu bringen", so Brinkmann.

Das fertige neue Hygienekonzept, Version 1.1, geht noch in dieser Woche an den Deutschen Leichtathletikverband und anschl. an die Staatskanzlei NRW, deren Verantwortliche für den Sport in NRW bereits Konzepte vieler anderer Sparten vorliegen hat. Auch der DLV freut sich über die gute Zusammenarbeit mit GRR, hatte der DLV bisher doch nur ein Konzept für Stadionveranstaltungen entwickelt und greift gern auf die Arbeit von GRR zurück, um nun auch das überarbeitete Hygienekonzept für Laufveranstaltungen "draußen" - im Sprachgebrauch "stadionferne Veranstaltungen" bundesweit nutzen zu können.

GRR-Pressemitteilung von Vorstandsmitglied Michael Brinkmann vom 19.1.2021

Wie ist es um den Laufsport in der Pandemie bestellt?

German Road Races (GRR) legt die Auswertung der Blitzumfrage vor - Virtuelle Laufevents nur ein schwacher Ersatz - 90 % der Veranstalter hoffen auf 2021.

Auf ein beachtliches Interesse unter den deutschen Laufveranstaltern ist die in der zweiten Novemberhälfte von German Road Races (GRR) durchgeführte Blitzumfrage "Wie steht es um den Laufsport in der Pandemie? Wie greift die staatliche Hilfe bei den Laufveranstaltern?" gestoßen. Die Auswertung stützt sich dabei auf 11 % der knapp 2000 angeschriebenen Veranstalter mit insgesamt 486 Events und 764.000 Teilnehmern (in 2019). Besonders rührig waren darunter die GRR-Mitglieder, die zu einem Drittel geantwortet haben und dabei auf 315.000 Teilnehmer bei 110 Events verweisen konnten.

Für 63 % der Laufveranstalter sind die Events die Haupteinnahmequelle, unter den GRR-Mitgliedern machen die Einnahmen bei den Läufen sogar 90 % aus. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Laufveranstaltungen für 2/3 der Organisationen (Verein, unterschiedliche Gesellschaftsform) die wichtigste Einnahmequelle sind. Besonders gravierend "schlagen" die Absagen bei den GRR-Mitgliedern zu buche, denn 75 % der Läufe (mit 80 % der Gesamtteilnehmer) mussten ausfallen. In der Gesamtauswertung liegt die Rate bei 44 % (mit 78 % der Gesamtteilnehmer).

Besonders rührig waren die GRR-Mitglieder mit einem virtuellen Laufangebot. 40 % der GRR-Mitglieder konnten ein virtuelles Rennen anbieten, immerhin ein Viertel der sonst gewohnten Teilnehmer nahmen dieses Angebot auch bereitwillig an. In der Gesamtbefragung lag der Anteil an virtuellen Laufangeboten allerdings bei lediglich 18 Prozent (mit einem deutlich geringeren Interesse/ 16 %).

Im Laufjahr 2020 nahmen über 24.000 Läufer ein reales Event-Angebot an, darunter 14.500 bei GRR-Veranstaltungen. Damit ließen sich mit realen und virtuellen Laufangeboten 20 % der Teilnehmer aus dem Jahr 2019 begeistern, was einem Umsatzverlust von 80 Prozent gleichkommt. Die Tatsache, dass lediglich 3 % an realen Läufen an der Startlinie standen, ist vor allem auf die Hygienebestimmungen der Länder und Kommunen zurückzuführen, die eine größere Beteiligung ausgeschlossen hatten.

Als besondere Einschränkungen bei der Durchführung einer Laufveranstaltung wurde die Teilnehmer-Limitierung genannt, zudem aber auch die Ausweitung der Startphase in kleinere Wellen oder Startblöcke. Weitere, allerdings nachvollziehbare Einschränkungen waren unter anderem die Sperrung für Zuschauern im Start- und Zielbereich und der verlängerte Helfereinsatz aufgrund des geänderten Startmodus. Als Gründe für eine abgesagte oder untersagte Veranstaltung wurden viele Aspekte genannt, darunter das Verbot von Großveranstaltungen, die nicht umsetzbaren Hygiene- und Abstandsauflagen, die fehlende Wirtschaftlichkeit aufgrund der Auflagen oder die gesundheitliche Gefährdung für Läufer und Helfer.

Über zwei Drittel der befragten Veranstalter haben keine Hilfe bei einer staatlichen oder kommunalen Stelle beantragt, nicht zuletzt, weil keines der offerierten Hilfsprogramme "passend" war. Bei den beantragten Unterstützungen ragen das Kurzarbeitergeld (13 %), die Soforthilfe für Kleinunternehmer und Solo-Selbständige (9 %), die Überbrückungs-hilfen des BMWI (5 %) sowie Hilfen der jeweiligen Landessportbünde (8 %) heraus. Nicht beantragt wurden von den Veranstaltern Liquiditätshilfen der Landesbanken. Zumindest erfreulich ist die Unterstützung für die Lauf-Veranstalter, die eine Hilfe beantragt haben, denn 91 % der Anträge wurden positiv beschieden.

Nach Einschätzung der Veranstalter reichen die beantragten bzw. vorhandenen finanziellen Mittel für die Vorbereitung der Events zumindest für sechs Monate, bei knapp 10 % der Veranstalter sind jedoch die Mittel spätestens in drei Monaten aufgebraucht. Erschwerend kommt gewiss hinzu, dass bereits gezahlte Meldegebühren ins Jahr 2021 transferiert wurden, sodass diese bei einer Neuauflage der Veranstaltung fehlen werden. Während die Hälfte der Veranstalter bereits 2021 mit wirtschaftlichen Auswirkungen rechnet, ist der Anteil unter den GRR-Mitgliedern mit 62 % deutlich höher.

Doch unter den Veranstaltern besteht eine überwältigende Bereitschaft, mit bisherigem Konzept oder veränderten Abläufen auch 2021 wieder an den Start gehen zu wollen. Bei 92 % aller Veranstalter besteht das "Prinzip Hoffnung", wenngleich auch alternative Formen wie virtuell oder Wechsel der Veranstaltungsform denkbar wären. Die Motivation für die Planung einer Laufveranstaltung ist aber auch in der Zusage von Sponsorengelder begründet, hier ist eine Unterstützung von 65 % der bisherigen Sponsoringbeträge zugesichert. Aufgrund des Ausfalls bzw. der Reduzierung des Laufangebotes der terminierten Veranstaltung wurden 2020 nur bei einem Fünftel der Veranstalter die Sponsorengelder ausgezahlt, über die Hälfte erhielt keine oder nur eine geringe Unterstützung.

"Natürlich blicken wir mit großer Sorge auf die Entwicklung der Pandemie in den ersten Monaten des Jahres 2021 und damit auch auf die Möglichkeit einer Durchführung von Läufen. Die GRR-Blitzumfrage zeigt uns natürlich sehr deutlich, dass viele Laufevents in einem Höchstmaß gefährdet sind, wenn wir nicht in Kürze zu einer gewissen Normalität zurückkehren können", zeigt sich Horst Milde als Vorsitzender der Interessens-gemeinschaft German Road Races (GRR) e.V. in einem Höchstmaß besorgt um den Fortbestand der breit gefächerten Veranstaltungskultur. "Eine weiter anhaltende Durststrecke können die Laufevents nicht verkraften, zumal man bislang das Laufjahr 2020 weitgehend noch mit Eigenmitteln bestritten hatte. Wenn die finanzielle Unterstützung für Laufevents nur in einem geringeren Maße möglich ist, dann fürchte ich, dass es eine größere Anzahl schon 2021 nicht mehr geben wird! Beindruckt hat mich auf jeden Fall der Mut und die Zuversicht bei den Laufveranstaltern, mit dem bisherigen Konzept bzw. veränderten Abläufen in die Planung für 2021 zu gehen!"

GRR Presseinformation vom 18.12.2020

6.12.2020 Valencia 40. Trinidad Alfonso Marathon und Halbmarathon

Schnellster Halbmarathon aller Zeiten

Amanal Petros läuft deutschen Marathonrekord

Deborah Schöneborn und Richard Ringer empfehlen sich für Olympia

Mit einem Budget von um die 5 Millionen Euro wurden die stark besetzten Rennen zum erhofften Saisonhöhepunkt im zu Ende gehenden Jahr, das von Veranstaltungsabsagen geprägt war. Der Valencia Marathon war das Sprungbrett für die Qualifikation zu den auf 2021 verschobenen Olympischen Spielen in Tokyo. Das ausschließlich für die Elite auf einem Alternativkurs ausgetragene Rennen fand in der Stadt an der Mittelmeerküste bei sehr guten Bedingungen statt und schrieb Leichtathletikgeschichte.

Nach nur 57:32 Minuten lief der 24jährige Kenianer Kibiwott Kandie als Sieger ins Halbmarathonziel. Wird seine Leistung ratifiziert, löst er Geoffrey Kamworor, den seit 15.9.2019 mit 58:01 min Führenden der Weltbestenliste ab. Auch die drei Nächstplatzierten blieben unter 58 Minuten. Jacob Kiplimo aus Uganda wurde in 57:37 min Zweiter vor den Kenianern Rhonex Kipruto in 57:49 min und Alexander Mutiso in 57:59 min. Bester Europäer wurde der Schweizer Julien Wanders in 59:55 min auf Rang 8.

Mit dem schnellsten Halbmarathon-Debüt gewann Genzebe Dibaba das Frauenrennen in 1:05:18 h. Hinter der Äthiopierin folgte Sheila Chepkirui aus Kenia in 1:05:39 h vor Dibabas Landsfrau Senbere Teferi, Dritte in 1:05:51 h. Mit 1:07:26 h war die US-Amerikanerin Emily Sisson auf Rang 5 beste Nichtafrikanerin.

Dass auch der Marathonrekord wackeln könnte, das wollte niemand ausschließen. Tatsächlich lief eine große Gruppe an der Spitze, die aber immer hinter den Zwischenzeiten des Weltrekordlaufs von Berlin zurück blieb und den Rückstand kontinuierlich anwachsen ließ. Dennoch schien lange eine Zeit unter 2:03 Stunden erreichbar. Das bessere Ende aus dem auf ein Quartett geschrumpften Führungspulk hatte Evans Chebet, der in 2:03:00 h seinen Landsmann Lauwrence Cherono auf der Zielgerade um vier Sekunden distanzierte. Birhanu Legese aus Äthiopien folgte in 2:03:16 als Dritter. Die ersten Sechs blieben unter 2:05-Stunden.

Etwas mehr Aufmerksamkeit hätte Amanal Petros wahrlich verdient gehabt, der auf dem wegen Corona beinahe publikumsfreien Kurs kurz hinter dem spanischen Rekord laufenden Ayad Lamdassem (2:06:35 h - Rang 12) in 2:07:18 h als Sechzehnter einlief und damit Arne Gabius als nationalen Rekordhalter mit 2:08:33 h ablöste. Richard Ringer schaffte bei seinem Marathondebüt in 2:10:59 h auf Anhieb die Olympia-Norm. Philipp Pflieger lief in 2:12:15 h persönliche Bestzeit, verpasste aber die Olympianorm. Ein zwischenzeitlich sich als falsch herausstellender Coronapositiv-Test hatte ihm um ein Haar die Teilnahme gekostet und störte seine Anreise erheblich.

Peres Jepchirchir siegte bei den Frauen in 2:17:16 h vor Joyciline Jepkosgei in 2:18:40 h. Den kenianischen Doppelsieg konnte Helalia Johannes aus Namibia in 2:19:52 als Dritte nicht verhindern. Zeineba Yimer und Tigist Girma aus Äthiopien verpassten in 2:19:54 h und 2:19:56 h das Podest. Deborah Schöneborn verbesserte sich auf 2:26:55 h und könnte damit ihr Olympiaticket gelöst haben. Zwillingsschwester Rabea schaffte dahinter in 2:28:42 h ebenfalls die vom DLV geforderte Olympianorm.

Leider erreichten die Deutschen Anja Scherl und Tom Gröschel nicht das Ziel. Im Frühjahr 2021 wird es voraussichtlich noch weitere Möglichkeiten geben die Norm zu erfüllen und sich mit einer schnelleren Zeit um einen der bereits vergeben Plätze im DLV Team zu empfehlen.

6.12.20 - 40. Valencia Marathon mit Halbmarathon
Marathon Männer
Rk. Name Verein Zeit
1
EVANS CHEBET KEN 2:03:00
2
LAUWRENCE CHERONO KEN 2:03:04
3
BIRHANU LEGESE ETH 2:03:16
4
AMOS KIPRUTO KEN 2:03:30
5
REUBEN KIPROP KEN 2:04:12
6
CHALU DESO GELMISA ETH 2:04:53
...16 Amanal Petros (TV Wattenscheid 01) GER 2:07:18 Std. (DR)
...36 Richard Ringer (LC Rehlingen) GER 2:10:59 (Olympia-Norm)
...47 Philipp Pflieger (LT Haspa Marathon Hamburg) GER 2:12:15 (pB)
DNF Tom Gröschel (TC Fiko Rostock) GER
-

6.12.20 - 40. Valencia Marathon mit Halbmarathon
Marathon Frauen
Rk. Name Verein Zeit
1
PERES JEPCHIRCHIR KEN 2:17:16
2
JOYCILINE JEPKOSGEI KEN 2:18:40
3
HELALIA JOHANNES NAM 2:19:52
4
ZEINEBA YIMER ETH 2:19:54
5
TIGIST GIRMA ETH 2:19:56
6
DEGITU AZEMIRAW ETH 2:19:56
...12 Deborah Schöneborn (LG Nord Berlin) GER 2:26:55 (Olympia-Norm)
...17 Rabea Schöneborn (LG Nord Berlin) GER 2:28:42 (Olympia-Norm)
DNF Anja Scherl (LG Telis Finanz Regensburg) GER

6.12.20 - 40. Valencia Marathon mit Halbmarathon
Halbmarathon Männer
Rk. Name Verein Zeit
1
KIBIWOTT KANDIE KEN 0: 57:32 (WR)
2
JACOB KIPLIMO UGA 57:37
3
RHONEX KIPRUTO KEN 57:49
4
ALEXANDER MUTISO KEN 57:59
5
PHILEMON KIPLIMO KEN 58:11
6
KELVIN KIPTUM KEN 58:42
7
BRAVIN KIPKOGEI KIPTOO KEN 59:37
8
JULIEN WANDERS SUI 59:55
9
CARLOS MAYO ESP 1:00:06

6.12.20 - 40. Valencia Marathon mit Halbmarathon
Halbmarathon Frauen
Rk. Name Verein Zeit
1
GENZEBE DIBABA ETH 1:05:18
2
SHEILA CHEPKIRUI KEN 1:05:39
3
SENBERE TEFERI ETH 1:05:51
4
DORCAS TUITOEK KEN 1:07:18
5
EMILY SISSON USA 1:07:26
6
BRENDA JEPLETING KEN 1:08:47
7
MARIA JOSE PEREZ MORENO ESP 1:12:57

GRR-Auszeichnungen 2020 für Melat Kejeta & Simon Boch

German Road Races zeichnet herausragende Leistungen einer außergewöhnlichen Saison aus - Innovativer Preis an den Laufszene Events-Macher André Egger (Dresden) - GRR-Award für Sportliches Lebenswerk an Doppel-olympiasieger Waldemar Cierpinski - Virtuelle Jahrestagung ersetzt Treffen der Laufveranstalter

Seit 2004 ehrt German Road Races (GRR) e.V. im Rahmen der Jahresmitgliederversammlung herausragende Leistungen. Die feierliche Überreichung ist dabei stets einer der Höhepunkte beim dreitätigen Treffen der Laufveranstalter. 2020 ist jedoch alles anders, der Lockdown zur Eindämmung des Corona-Virus bedingt anstelle der Tagung in Brilon eine virtuelle Versammlung. Dennoch hält der Vorstand der Interessengemeinschaft der Laufveranstalter an dieser angesehenen Tradition fest und wird am Samstag in einer Liveschaltung einige Preisträger im Interview präsentieren.

Für herausragende Leistungen in einer verkürzten Laufsaison zeichnet GRR dabei als "Straßenläufer des Jahres" Melat Yisak Kejeta (Laufteam Kassel) und Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg) aus. Melat gewann bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften im polnischen Gdynia in einem begeisternden Rennen die Silbermedaille mit einem neuen deutschen und europäischen Rekord in 1:05:34 Stunden (siehe Beitrag im LaufReport). Die 24jährige gebürtige Äthiopierin wird vom Kasseler Trainer-Urgestein Winfried Aufenanger betreut, der nicht zuletzt aber auch wegen seiner seit über vier Jahrzehnten engagierten und überaus erfolgreichen Tätigkeit beim PSV Grün-Weiß Kassel und seit 2018 beim neu gegründeten Laufteam Kassel den GRR-Trainerpreis erhält. Mit Simon Boch wird ein überaus trainingsfleißiger Läufer aus dem derzeit erfolgreichsten deutschen Vereinsteam bei der LG Telis Finanz Regensburg ausgezeichnet, dessen steile Karriere im "Corona-Jahr 2020" mit großen Leistungssprüngen auf Distanzen über 10 km und Halbmarathon einen vorläufigen Höhepunkt fand. Als beste Nachwuchsläufer zeichnet GRR Anneke Vortmeier (ASV Duisburg) und Paul Specht (VfL Sindelfingen) aus, die damit in die Fußstapfen der längst in der Aktivenklasse für Spitzenleistung sorgenden Alina Reh, Konstanze Kloster halfen, Gesa Felicitas Krause und Katharina Heing bzw. Patrick Karl, Markus Görger und Elias Schreml treten.

Für sein Sportliches Lebenswerk wird der Hallenser Waldemar Cierpinski (siehe Portrait im LaufReport) ausgezeichnet, der mit den beiden Marathon-Olympiasiegen in Montreal (1976) und Moskau (1980) legendär wurde und nach seiner Aktivenzeit mit der Leitung des Mitteldeutschen Marathons und seines angesehenen Sportgeschäfts mit dem Laufsport eng verbunden geblieben ist.

Gründungsvater des vor allem im süddeutschen Raum überaus beliebten Trollinger-Marathon Heilbronn ist Gustav Jenne, der mit inzwischen 84 Jahren die sportliche Leitung der 8000 Teilnehmer starken Laufveranstaltung am Neckar in jüngere Hände gibt. Als Veranstalter der Fleiner Crossläufe und Leichtathletik-Kreisvorsitzender und damit Ausrichter zahlreicher deutscher Leichtathletik-Meisterschaften hat er sich zudem einen exzellenten Namen gemacht und wird anlässlich der Jahresmitgliederversammlung 2020 mit dem " GRR-Organisatorenpreis" ausgezeichnet.

Mit einem ausgeklügelten Hygiene- und Abstandskonzept und einer Reihe von realen Laufveranstaltungen vorrangig im ostdeutschen Raum hat sich André Egger und seine Agentur Laufszene Events GmbH als Hoffnungsträger der stark beeinträchtigten Laufszene verdient gemacht und dabei mit dem Invitational Run im Dresdner Schlossgarten den Boden für eine Vielzahl der herausragenden Zeiten bundesdeutscher Eliteläufer bereitet. Fast 10.000 Läufer gingen bei realen Läufen in die Rennen, zudem 17.000 bei zahlreichen virtuellen Laufangeboten. Exzellente Belege, dass es der GRR Innovations-Preisträger verstanden hat, mit ausgefallenen Ideen, besonderem Weitblick und Augenmaß gerade auch für den Breiten- und Freizeitsport eine sportliche, wettkampfnahe Betätigung zu bieten.

Als weitere Schwerpunkte neben der Ehrung der GRR-Preisträger 2020 beinhaltet die zweieinhalbstündige virtuelle Jahresmitgliederversammlung den Bericht des Vorstandes, den Finanzbericht und die Etatplanung für 2021. Am Nachmittag findet zudem ein Video und Telefon-Workshop zur Situation der Laufveranstalter in der Corona-Pandemie statt. Der GRR-Vorstand wird hierbei auf die Förderprogramme von Bund und Ländern ebenso eingehen wie auch auf die Gespräche mit der Politik über mögliche Unterstützungen für den Laufsport. In den Folgewochen sind weitere virtuelle Workshops zu aktuellen Themen terminiert.

Weitere Informationen zur Situation gibt es online unter www.germanroadraces.de oder per E-Mail unter office@germanroadraces.de

GRR-Presseinformation vom 25.11.2020

Petition für die Rettung der Läufe gestartet

Unterstützung von Alina Reh und Philipp Pflieger

 

Die Corona-Pandemie hat so gut wie alle Läufe und Events gestoppt, die Veranstalter und Vereine bangen um ihre Existenz und Zukunft. Viele weitere Unternehmen sind im Hintergrund abhängig von solchen und natürlich auch jeglichen anderen Events in den Bereichen Sport und Kultur, zum Beispiel Medaillen, Zeitnahme, Messen, Security, Technik oder Absperrungen. Hier steht eine gesamte Branche auf der Kippe.

Damit diese bedrohliche Situation auch von der Politik wirklich verstanden und wahr genommen wird, setzt die Interessengemeinschaft der deutschen Straßenlaufveranstalter German Road Races (GRR) e.V. jetzt auf eine Petition: Save The Events - Rettet unsere Läufe. "Wir brauchen jede Stimme, um den Laufsport zu retten", sagt Horst Milde, der GRR-Vorsitzende.

Der Aufruf zur Abgabe der Stimme unter www.openpetition.de/petition/online/save-the-events-o-rettet-unsere-laeufe erhält prominente Unterstützung. Deutschlands Topläufer Alina Reh und Philipp Pflieger machen sich dafür stark - weitere werden folgen.

"Als Profisportler bin ich meist relativ nah dran an den Organisatoren großer Laufveranstaltungen und fühle dementsprechend mit ihnen in der derzeitig schwierigen Situation. Hinter diesen Veranstaltern stehen aber auch noch eine ganze Menge weiterer Dienstleister die durch die aktuelle Corona-Krise um ihre Existenz fürchten müssen und natürlich fühle ich mich auch diesen verbunden", sagt Philipp Pflieger. Der deutsche Top-Marathonläufer, der für LT Haspa Marathon Hamburg startet und seinen zweiten Marathon-Olympiastart anstrebt, fügt hinzu: "Es wird höchste Zeit, dass sich auf Bundes- und Landesebene endlich intensiv mit dieser Problematik beschäftigt wird, denn ansonsten wird das gravierende Folgen haben für die Laufszene wie wir sie kannten. Deswegen begrüße ich diese Initiative und unterstütze sie gerne."

Ohne Lauf-Veranstaltungen wäre Alina Reh vielleicht nie zum Laufsport gekommen. Die Europameisterschafts-Vierte über 10.000 m des SSV Ulm, die ihr großes Potenzial im Straßenlauf bereits mehrfach bewiesen hat, sagt: "Nicht nur wir Sportler trauern der Absage von vielen Straßenläufen nach, sondern vor allem die Veranstalter dieser Läufe trifft es hart. Vereine und viele Unternehmen, die an solchen Events hängen, bangen um ihre Zukunft und Existenz. Laufsport verbindet und ist der einzige Sport bei dem Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Leistungsniveaus an der gleichen Startlinie stehen und die gleiche Strecke bewältigen. Gerade Kinder kommen bei Straßenläufen das erste Mal in Kontakt mit dem Laufsport und können sich gegenseitig messen. So hat auch bei mir alles begonnen. Durch Bambini- und Schülerläufe habe ich die Freude am Laufen gefunden und bin erst dann zur Leichtathletik gekommen. In diesem Sinne brauchen wir viele Stimmen, um die Zukunft des Straßenlaufes und somit die Zukunft des Läufernachwuchses sowie die läuferische Bewegung in der Gesellschaft zu retten. Bitte unterstützt alle diese Initiative."

Der GRR-Vorsitzende Horst Milde und Cecilia Wenig, die Initiatorin der Petition, erklären gemeinsam: "Hier steht ein Sport auf der Kippe, der einmalig ist: Breitensportliche Läufer und Läuferinnen verschiedenster Nationen, Kulturen und Religionen starten gemeinsam mit Eliteathleten in einem Rennen. Integration und Zusammengehörigkeit sind Grundpfeiler der Veranstaltungen, hinzu kommt die enorm wichtige präventiv-medizinische Bedeutung des Laufsports, auch durch die Kinder- und Jugendläufe sowie Walking- und Nordic-Walking-Gruppen. Wer Läufe als Zuschauer erlebt, wird motiviert, selbst diesen gesunden Sport zu betreiben. Diese Entwicklung hat über Jahrzehnte dazu geführt, dass alleine in Deutschland viele Millionen diesen Sport heute betreiben. Doch in der Krise gibt es für den Laufsport keine Lobby. Die Politik muss sich endlich genauer mit dieser Krise beschäftigen und aktiv nach Lösungen suchen."

Bereits mehrfach hat sich German Road Races für die Einrichtung eines Finanz-Hilfsfonds für Veranstalter eingesetzt, der für viele Organisatoren überlebensnotwendig ist. Auch nach drei Monaten ist hier noch nichts passiert.

Race News Service Pressemitteilung der German Road Races vom 27.7.2020
Foto © www.photorun.net

Ich möchte der OÖ. Leichtathletik etwas zurückgeben

4-facher Olympiateilnehmer Günther Weidlinger ist neuer Präsident des
OÖ. Leichtathletik-Verbandes

Beim, auf Grund der Corona Pandemie verschobenen, 73. Verbandstag des OÖ. Leichtathletik-Verbandes wurde der 4-fache Olympiateilnehmer und mehrfache Österreichische Rekordhalter Günther Weidlinger einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Gemeinsam mit einem verjüngten und erfahrenen Team will Weidlinger in den nächsten Jahren die oberösterreichische Leichtathletik gemeinsam mit den Mitgliedsvereinen gestalten. "Als Athlet habe ich viel von der organisierten Leichtathletik bekommen, das will ich als Präsident zurückgeben", schildert Günther Weidlinger seine persönliche Motivation im Rahmen der Wahl.

Oberösterreich ist das Leichtathletik Bundesland Nummer 1

 

Gemeinsam mit den Mitgliedsvereinen soll sich der OÖLV in den nächsten Jahren noch breiter aufstellen und stärker in den Regionen mit den Vereinen zusammenarbeiten. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Leichtathletik in Oberösterreich lebt und auch auf Weltklasse-Niveau mithalten kann. "Wir wollen das Potential der oberösterreichischen Leichtathletik nutzen, sichtbarer werden und weiterhin das Leichtathletik Bundesland Nummer 1 bleiben", gibt Weidlinger die Richtung vor. Unterstützt wird er dabei von einem erfahrenen und jüngeren Team. Stefan Bachl, Peter Hiller, Philipp Albert und Armin Kraml sind als Vize-Präsidenten in den nächsten drei Jahren für die Bereiche Sport/Infrastruktur (Bachl), Finanzen/Personal (Hiller), Öffentlichkeitsarbeit (Albert) und Kampfrichterwesen (Kraml) verantwortlich und bringen damit ihre Erfahrungen und persönlichen Kompetenzen ein. Mit Cathina Jo Ahrer (Lehrreferat) und Nikolaus Franzmair (Athletenverterter) konnten zwei aktive Athleten für den Vorstand gewonnen werden.

Günther Weidlinger 2019 beim 10er des Wolfgangseelaufs - Foto © LaufReport

OÖ Mehrkampf-Kompetenzzentrum als Zentrum der Leichtathletik
Um auch in Zukunft international mitmischen zu können wird in den kommenden Jahren von Seiten des Landes OÖ kräftig in die oberösterreichische Leichtathletik investiert. Im Zentrum steht hier klar das OÖ Mehrkampf-Kompetenzzentrum in Linz. Aktuell wird dort die Freiluftanlage komplett neu errichtet. Oberösterreich verfügt in Kombination mit der direkt benachbarten Trainingshalle in Zukunft damit über die modernste Leichtathletikanlage Österreichs. "In den kommenden Jahren wollen wir das Mehrkampf-Kompetenzzentrum schrittweise ausbauen und beispielsweise vermehrt Fortbildungen für Athleten und Trainer anbieten", so der für Sport zuständige Vize-Präsident Stefan Bachl.

OÖLV mit zusätzlicher WO/MAN-POWER und neuer Adresse
Als eine seiner ersten Maßnahmen wird der neue Vorstand sein hauptamtliches Team im Büro des OÖLV ausbauen und kommt damit den laufend zunehmenden Anforderungen und Aufgaben entgegen. "Wir wollen, dass der Linz, 25. Juni 2020 Oberösterreichische Leichtathletik-Verband als Servicedienstleister unseren Vereinen zur Seite steht. Daher ist es mir wichtig, mit entsprechender Personalressource in unserem Büro eine Servicestelle zu schaffen", begründet Günther Weidlinger diesen Schritt, der mit Unterstützung durch das Sportland OÖ gesetzt werden soll. "Wir sind froh und dankbar, dass wir bei unseren Vorhaben immer auf offene Ohren und die Unterstützung des Landes Oberösterreich und Sportlandesrat Markus Achleitner zählen können."

Ebenfalls neu ist ab Juli die Adresse des OÖLV. Auf Grund der Entwicklungen um das Stadion auf der Gugl ist der OÖLV gezwungen ein neues Büro zu beziehen. Glücklicherweise konnten dafür Räumlichkeiten im Gebäude der Sportunion OÖ in der Wieningerstraße 11 in Linz gefunden werden. "Der ideale Platz für unser Büro - in direkter Nähe zu unserer Trainingshalle und der neu entstehenden Freiluftanlage", freut sich Weidlinger über die neuen, modernen Räumlichkeiten.

Zur Person - Günther Weidlinger

Medieninformation Oberösterreichischer Leichtathletik-Verband von 25.6.2020

Trailrunning im Saarland

Trails zwischen Mosel und Saar

Im Freizeitangebot des Saarlandes sind ab sofort auch Trailrunning-Touren enthalten. Insgesamt vier mögliche Trails im Naturpark Saar-Hunsrück stehen den Läufern dabei zur Auswahl. Trailrunning bezeichnet das Laufen oder Joggen abseits asphaltierter und gekennzeichneter Gehwege. Trailrunner sind auf kleinen Pfaden inmitten der Natur unterwegs, ob Schotter-, Wiesen- oder Waldweg. Die unterschiedlichen Untergründe der Strecken fordern das Koordinations- und Reaktionsvermögen sowie die Ausdauer.

Die Trails des Saarlandes verlaufen überwiegend auf den Wegen und Pfaden der örtlichen Premiumwanderwege im Dreiländereck und sind daher auch für Einsteiger geeignet.

Die Tour "Auf den Trails der Römer" führt auf ca. 5 Kilometer durch den Meeswald an der römischen Villa Borg. Die ebenfalls bei Perl gelegenen und etwa zehn Kilometer langen Touren "Trailtour durch Weinberge mit tollen Aussichten ins Dreiländereck" oder "Trailtour vom Schlossberg zu den Schützengräben" bieten hingegen eine kleine Herausforderung. Die knapp 26 Kilometer lange Tour "Auf den Spuren der Geschichte rund um den Schwarzbruch" bei Mettlach lässt die Trailrunner einen Blick auf die Saarschleife werfen und auf einige interessante Relikte vergangener Tage stoßen.

Alle Trails sind in die bestehende Saarland-Touren App integriert worden. Die Saarland Touren App ist ein nützlicher digitaler Begleiter für alle in der Natur Aktiven. Das Herzstück der App sind die stufenlos zoombaren topografischen Karten im Maßstab 1:25.000 und der Zugriff auf die umfangreiche Touren-Datenbank der Tourismus Zentrale Saarland. Die integrierte GPS-Positionsanzeige zeigt den eigenen Standpunkt an und ermöglicht als Navigator eine sichere Orientierung auf allen Wegen. Die App steht kostenlos im Google Play Store und im Apple AppStore zum Download bereit.

Weitere Informationen unter www.urlaub.saarland

Pressemitteilung der Tourismus Zentrale Saarland vom 29. Mai 2020

News-Mitteilung der German Road Races (GRR):

Vielen deutschen Läufen droht das Aus, GRR fordert erneut Rettungsfonds

Die German Road Races (GRR) schlagen Alarm: Rund einem Drittel der deutschen Laufveranstalter droht aufgrund der im Zuge der Coronavirus-Krise abgesagten Rennen das Aus. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Vereinigung der Straßenlauf-Veranstalter durchführte. GRR fordert daher das Bundes-Innenministerium erneut auf, über einen Rettungsfonds entsprechende Gelder zur Verfügung zu stellen, um die Veranstalter vor der Insolvenz zu bewahren und die Läufe zu erhalten. Benötigt wird nach Berechnungen der GRR eine Summe von 4,5 Millionen Euro. Damit könnten etwa 500 Laufveranstaltungen gerettet werden.

Aus der GRR-Umfrage ging hervor, dass 70 Prozent der Veranstalter nur ein bis zwei Läufe pro Jahr organisieren. Da die Pandemie die Veranstalter in der Lauf-Hochsaison zwischen März und Mai trifft, erleiden viele einen kompletten Einnahmeausfall.

Die befragten Veranstalter gaben an, dass ihnen aufgrund der Absagen ein Umsatzschaden von 11,4 Millionen Euro entstanden ist. Bei einer Hochrechnung auf alle Straßenläufe kommt GRR auf 90 Millionen Euro Umsatzausfall. Der Schaden für die Veranstalter wird von den Befragten insgesamt auf 36 Millionen Euro geschätzt. Rund ein Drittel der Veranstalter gibt an, in absehbarer Zeit Existenzprobleme zu bekommen, falls es keine weiteren Hilfen gibt. Bei der Umfrage wurde offensichtlich, dass für viele Organisatoren die bisherigen Bundes-Hilfen nicht ausreichen oder auch gar nicht erst greifen, weil die Organisationsformen durch das Raster fallen.

"Wir müssen davon ausgehen, dass in den nächsten Monaten jede Laufveranstaltung abgesagt werden muss. Aufgrund der Situation gibt es zudem kaum Anmeldungen für die noch nicht abgesagten Rennen im Herbst", sagt Horst Milde, der GRR-Vorsitzende und jahrzehntelange Chef des Berlin-Marathons. "Ohne zusätzliche Hilfsprogramme in Form von Zuschüssen können die kleinen und mittleren Laufsportveranstalter dieses Krisenjahr wirtschaftlich nicht überleben."

Race-News-Service Mitteilung vom 28.4.2020

Carlos Lopes lief vor 35 Jahren Marathonweltrekord

Heute, 20. April 2020, vor genau 35 Jahren gelang es dem Portugiesen Carlos Lopes als erstem Menschen die 2 Stunden 8 Minuten Marke bei einem Marathon zu unterbieten. Der nun 73jährige Langstreckenläufer, Marathon-Olympiasieger von Los Angeles 1984, verbesserte am 20.4.1985 in Rotterdam den inoffiziellen Marathonweltrekord des Briten Steve Jones, gelaufen am 21.10.1984 in Chicago, von 2:08:04 h auf 2:07:12 h. Knapp drei Jahre hatte der Rekord von Alberto Lopes Bestand, dann schaffte, wiederum in Rotterdam, der Äthiopier Belayneh Dinsamo in 2:06:50 h den Sprung unter 2:07 Stunden und hielt sich über zehn Jahre an erster Stelle der ewigen Bestenliste. Erst am 20. September 1998 gelang dem Brasilianer Ronaldo da Costa in Berlin in 2:06:05 h die Marathondistanz noch schneller zu absolvieren.

Reiht man Carlos Lopes Weltrekord in die weltweite Bestenliste von 2019 ein, stünde er an 81. Stelle. 97 Mal wurde allein im letzten Jahr schneller gelaufen. In der ewigen Liste der gelaufenen Marathonzeiten nimmt er den 629. Rang ein und ist an der 282. Stelle der schnellsten Marathonmänner aller Zeiten.

20.4.20 wawa

Zurich Maratón de Sevilla am 23.2.2020

In den Blickpunkt rückte der Marathon in Andalusien, weil Hendrik Pfeiffer und Anja Scherl sich dort für die Olympischen Spiele in Japan qualifizieren wollten. Dass dies beiden gelang, sei vorweg genommen.

Es siegte der Äthiopier Mekuant Ayenew Gebre in 2:04:46 h vor dem Kenianer Barnabas Kiptum in 2:05:05 h und Regasa Bejiga, ebenfalls Äthiopien, in 2:06:24 h.

Hendrik Pfeiffer vom TV Wattenscheid 01 unterbot als 28. in 2:10:18 h die Olympianorm von 2:11:30 h deutlich.

Bei den Frauen gab es ein enges Rennen, das Juliet Chekwel aus Uganda in 2:23:13 h für sich entscheiden konnte. Es folgten Gada Bontu Bekele in 2:23:39 h und Sifan Melaku als Dritte in 2:23:49 h, beide aus Äthiopien.

Anja Scherl wurde Neunte in 2:28:25 h und unterbot ebenfalls klar die Olympiaquali von 2:29:30 h. Maude Mathys, die dreifache Schweizer Berglauf-Europameisterin, wurde 14. und steigerte sich auf 2:30:41 h, verpasste aber das geforderte Olympialimit.

Ergebnisse unter https://www.zurichmaratonsevilla.es/

wawa/23.2.2020

eDreams Mitja Marató de Barcelona am 16.2.2020

Starke Resultate

Innerhalb von nur 16 Sekunden waren die ersten 6 Plätze vergeben. Es siegte der junge Kenianer Victor Chumo in 59:58 min. Zeitgleich in genau 60 Minuten folgten Stephen Kissa aus Uganda und Moses Koech aus Kenia. 60:06 min wurden für den Eritreer Abrar Osman gestoppt. Als Fünfter kam Tesfahun Akalnew aus Äthiopien in 60:10 min vor Mande Bushendich aus Uganda (60:14 min) ins Ziel. Bester Euopäer war der Brite Ben Connor in 1:01:34 h auf Rang 8.

Für die deutschen Läufer lohnte sich die Reise ins mediterrane Katalonien. Einige nutzten die guten Bedingungen um sich für die Teilnahme an den Europameisterschaften zu empfehlen, wo im Olympiajahr zum zweiten Mal bei einem Halbmarathon anstelle eines Marathons die Titel vergeben werden, und für neue persönliche Bestzeiten. Der beste Deutsche, Amanal Petros, Elfter in 1:02:18 h, erbrachte mit diesem Ergebnis den geforderten Leistungsnachweis für seine Olympianominierung über Marathon.

Glänzend aufgelegt präsentierte sich Simon Boch in 1:02:31 h als Dreizehnter. Samuel Fitwi kam hinter dem Österreicher Thimon Theuer zeitgleich in 1:02:34 h auf Rang 16. Mit Philipp Pflieger als 19. in 1:02:50 h blieben gleich vier Deutsche unter 63 Minuten. Weitere sehr gute Ergebnisse erbrachten Tobias Blum in 1:03:19 h, M40-Sieger Konstantin Wedel in 1:03:28 h und Simon Stützel in 1:03:29 h.

Ashete Bekere siegt in 1:06:37 h bei den Frauen

Asnakech Awoke sorgte in 1:07:04 h für einen äthiopischen Doppelsieg im Frauenrennen. Dorcas Kimeli aus Kenia wurde in 1:07:10 h Dritte. Hinter der dritten Äthiopierin und U23-Besten Roza Dereje (1:08:38) kam mit Charlotte Arter in 1:10:01 h eine Britin auf Rang 5. Sechste und beste der zahlreichen starken deutschen Läuferinnen war Alina Reh in 1:10:08 h.

Die Zwillinge Deborah und Rabea Schöneborn liefen 1:11:37 h bzw. 1:11:40 h auf Rang 8 und 9. Zeitgleich in 1:11:40 h kam Miriam Dattke als Zehnte ins Ziel. Laura Hottenrott blieb in 1:11:56 h noch unter 62 Minuten. Domenika Mayer lief in 1:13:10 h ebenso persönliche Bestzeit wie Thea Heim in 1:13:26 h.

Die Liste der Zieleinläufe umfasst 18.568 Einträge.

Alle Ergebnisse https://edreamsmitjabarcelona.com/resultados/2020/

wawa/16.2.2020

39. Osaka Women´s Marathon am 26.1.2020

Katharina Steinruck läuft 2:28:48 h

Mit dem Top-Ergebnis von 2:28:48 h beendete Katharina Steinruck den Osaka Women´s Marathon am 26.1.2020 auf Rang 14. "Wir haben im Vorfeld alles richtig gemacht", freute sich Katrin Dörre-Heinig, Marathon-Bundestrainerin, persönliche Trainierin von Katha und 4x Gewinnerin dieses Marathons am Sonntagmorgen. Schrecksekunde nach 26 km als eine Kontrahentin "Katha" touchierte, ein Oberschenkelkrampf war die Folge. "Alles ging gut, super."

Der internationale Frauenmarathon in Osaka, ein World Athletics Gold Label Rennen, war für die japanischen Läuferinnen ein Qualifikationswettbewerb für die Olympischen Spiele. Es gewann Mizuki Matsuda , die nach 2:21:47 h die Ziellinie im Yanmar Stadium erreichte. Mimi Belete (Bahrain) wurde in 2:22:40 h Zweite. Es folgten die Äthioperinnen Sintayehu Lewetegn (2:23:03) and Meskerem Asefa (2:23:31).

Vor zwei Jahren begann die Marathonkarriere der 24jährigen Matsuda mit einem Sieg an gleicher Stelle in 2:22:44 h. Bei der japanischen Marathonmeisterschaft im September, wo sich die beiden Ersten direkt für die Olympiateilnahme qualifizierten, wurde sie Vierte. Sie hofft nun auf den noch freien dritten Startplatz im Nationalteam. Rei Ohara, ihre vermutlich größte Konkurrentin um das Olympiaticket wurde in 2:28:12 Dreizehnte. Die letzte Gelegenheit Matsuda den Platz streitig zu machen ist beim Nagoya Frauenmarathon am 8. März. Matsuda räumte ein, dass sie auf eine bessere Zeit gehofft und eine Verbesserung des Nationalrekords als Ziel hatte. Den hält seit 2005 Mizuki Noguchi mit 2:19:12 h, gelaufen in Berlin.

26.01.2020 Walter Wagner

Katharina Steinruck vor ihrem Start beim Osaka Women´s Marathon

Klares Saisonziel für Katharina Steinruck, geb. Heinig, sind die Olympischen Spiele in Tokyo und ihre Teilnahme am nach Sapporo verlegten olympischen Marathonlauf.

"Katha", die die Olympianorm bereits im Oktober in Frankfurt erfüllt hat, kann in Osaka den noch geforderten Leistungsnachweis erbringen, Halbmarathon in einer Durchgangszeit von 1:13:30 h bzw. eine Marathonendzeit von 2:32:00 h. Ihr Ziel ist es aber im Bereich ihrer persönlichen Bestzeit von 2:27:26 h zu laufen. Diese Zeit gar zu unterbieten würde ihre Chance auf die Olympiateilnahme zementieren.

Weitere Bewerberinnen um die beiden freien Plätze hinter Melat Kejeta vom Laufteam Kassel, die mit ihrer Zeit von 2:23:57 h von einer sicheren Teilnahme an den Spielen für Deutschland ausgehen kann, werden bei diversen Frühjahrsmarathons versuchen die Olympianorm von 2:29:30 h zu erfüllen.

Katharina Steinruck ist gesund. Bundestrainerin und Mutter Katrin Dörre-Heinig, die in ihrer Karriere viermal in Osaka gewann, berichtete heute aus Japan: "Die Aufregung ist wieder fürchterlich. Sorgen mache ich mir am meisten darum, ob Katha zum gemeinsamen Laufen Mädels findet, denn der Großteil geht den Marathon für 2h20 an. Alleine Laufen, wäre übel." Katharina Steinruck trifft am Sonntag auf 13 Gegnerinnen mit besseren Vorleistungen.

24.01.2020 Walter Wagner - Foto © Robert Steinruck

Titelverteidiger Robbie Simpson gewinnt erneut den Jungfrau-Marathon

Titelverteidiger Robbie Simpson (GBR) gewinnt erneut den Jungfrau-Marathon
Robbie Simpson sicherte sich beim traditionsreichen Jungfrau-Marathon erneut den Sieg. Der Schotte blieb mit 2:59:29 Stunden unter der Drei-Stunden-Marke und distanzierte den Marokkaner Abdelhadi El Mouaziz um 2:35 Minuten und den Kolumbianer William Rodriguez Herrera um 2:47 Minuten. Bei den Frauen siegte Simone Troxler (Chardonne) vor Theres Leboeuf (Aigle) und Sara Willhoit (GBR).

Robbie Simpson kennt die Strecke, die von Interlaken auf die Kleine Scheidegg auf 2061 m.ü.M. führt, in- und auswendig. Bei seiner fünften Teilnahme kam der Titelverteidiger aber erst am Schluss auf Touren. Bis Kilometer 38 führte ein Trio mit El Mouaziz, dem Eritreer Petro Mamu und Rodriguez Herrera. El Mouaziz, der schon die Marathons in London und New York gewinnen konnte, debütierte bei der 27. Austragung in Interlaken. Knapp vier Kilometer vor dem Ziel drehte Simpson auf und hängte in einem unglaublichen Finish seine Konkurrenten ab. "Ich habe mich heute gar nicht so gut gefühlt. Erst am Schluss ging es für mich auf. Deshalb freut mich dieser Sieg umso mehr", so Simpson.

Von den 4000 Läuferinnen und Läufern, die in Interlaken von der fünffachen OL-Weltmeisterin Judith Wyder auf die Strecke geführt wurden, klassierte sich der Zürcher Stephan Wenk als bester Schweizer im sechsten Rang. Der 36-Jährige, der dieses Jahr bereits den Swissalpine-Marathon gewann und beim "Eiger Ultratrail" Zweiter wurde, war mit seiner Platzierung mehr als zufrieden: "Ab Kilometer 10 habe ich mich immer wohler gefühlt und es lief mir wirklich sehr gut. Das Wetter spielte für mich heute keine grosse Rolle. Trotzdem fehlte mir ganz am Schluss die Substanz und ich büsste noch zwei Plätze ein. Meine Zeit von 3:05:23 Stunden ist mein bestes Resultat überhaupt", freute sich der erschöpfte Wenk.

Eine "superglückliche" Siegerin

Von der Atmosphäre auf den 1829 Höhenmetern schwärmte Simone Troxler, die Favoritin und Siegerin bei den Frauen. "Es war einfach ein wunderschönes Erlebnis. All die Glocken, Alphörner und so vieles mehr - es war genial." Die Waadtländerin gab im vergangenen Jahr ihr Debüt am Jungfrau-Marathon und ist auch eine starke Strassenläuferin, wie sie 2018 mit Rang 2 am Lausanne-Marathon bewies. Die Strecke auf die Kleine Scheidegg verlangte der 23-Jährigen alles ab. "Ich musste ab Wengen sehr leiden. Die Kälte war krass und ich hatte Krämpfe. Ich wusste wirklich nicht, wie ich da noch den Berg hochkommen soll und es war auch mental schwierig, weil ich das Feld allein anführte", gab Troxler zu. Mit ihrer Zeit von 3:36:13 Stunden war sie trotz aller Schwierigkeiten nur drei Minuten langsamer als im Vorjahr. Auf dem zweiten Platz klassierte sich Theres Leboeuf aus Aigle mit einem Rückstand von 1:34 Minuten.

Grosse Herausforderung mit dem Wetter

Der Kälteeinbruch und Schneefall der vergangenen Tage stellte das Organisationskomitee vor grosse Herausforderungen. "Wir haben auf der Strecke dank grossartigen Helfern den Schnee weggeräumt und wir wussten, dass wir mit etwas Regen und viel Nebel zu kämpfen haben würden", sagte OK-Präsident Toni Alpinice. Sein Team hat in den letzten Stunden unermüdlich daran gearbeitet, dass alle Läuferinnen und Läufer im Ziel auf der Kleinen Scheidegg ankommen. "Wir haben über 5000 Wärmefolien bereitgestellt und zusätzlich dafür gesorgt, dass wir noch mehr warme Getränke verteilen konnten".

Populäre Rennen auf der Höhematte in Interlaken

Am Tag vor dem grossen Marathon nutzen jeweils etliche Para-Athleten die Möglichkeit, ihre Schnelligkeit unter Beweis zu stellen. So dominierte einmal mehr die Pararace-Meile Marcel Hug vor Beat Bösch und Heinz Frei. Bei den Frauen siegte Manuel Schär vor Sandra Graf.

Jungfrau-Minirun und Mini-Marathon - die Rennen für alle

Kurz nach 15 Uhr machten sich auch die Kleinsten auf zu ihren Rennen. Der Jungfrau-Minirun in Kategorien von MuKi und VaKi bis zu den U16-Kids stösst immer auf viel Interesse. Ein Erlebnis war bestimmt nicht nur der Lauf. Vielen Kindern wurden die Medaillen vom ehemaligen Weltcup-Skirennfahrer und Weltmeister Marco Büchel übergeben.

Resultate Männer und Frauen HIER

Pressemitteilung Jungfrau Marathon 2019 vom 7.9.2019

13.-19. Mai 2019 - ISF-World Schools Championship in Split/Kroatien

 

Inzwischen ist wieder Alltag für die Schüler-Weltmeisterinnen aus Magdeburg. Täglich also Schule, Training, vielleicht mal ein Stadtbummel, aber immer den Fokus gerichtet auf die Doppelbelastung von Ausbildung und Leistungssport. Die sechs Mädchen, die vor einem Monat den Titel der ISF-World Schools Championship gewonnen haben, fallen im Schülergewusel am Magdeburger Sportgymnasium nicht weiter auf.

Das große Plakat im Eingangsbereich weist jedoch auf den großen Erfolg der sechs Leichtathletinnen hin, und auch die Besucher im Sekretariat sehen den großen "Pott" auf dem Empfangstresen. Dieser "erzählt" von der großartigen Leistung der Sportgymnasiastinnen im kroatischen Split und ihrem Goldcoup.

» ...zum Beitrag von Almuth Steinhoff im LaufReport HIER

IAAF, ITRA und WMRA beschließen neue Partnerschaft

Gemeinsame Weltmeisterschaften im Berglauf und Trailrunab 2021

Die Leichtathletik-Familie wächst beständig weiter und expandiertdabei auf neue Gebiete. So wird 2021 ein bedeutender Meilenstein fürden Trail- und Berglaufsport mit der Einführung der "IAAF WorldTrail and Mountain Running Championships" gesetzt - das Ergebniseiner einzigartigen Partnerschaft zwischen der IAAF, der ITRA und derWMRA.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz im Vorfeld des Ultra Trail du MontBlanc (UTMB) in Chamonix verkündeten die International Trail RunningAssociation (ITRA) und die World Mountain Running Association (WMRA),dass sie sich mit dem globalen Leichtathletik-Dachverband zusammen tunund damit den Beginn einer neuen Ära für zwei der weltweit größtenLauf-Gemeinden einläuten werden.

IAAF-Präsident Sebastian Coe sagte dazu, dass Laufen die natürlichsteSache der Welt sei und man die Menschen überall in der Welt dazuermutigen wolle, in jener Umgebung zu laufen, die ihnen die meiste Freudebereitet.

Als globale Organisation sei es für die IAAF wichtig alle Läuferunter einem gemeinsamen Dach zusammen zu bringen. Und dieser Prozess würde2021 mit der Ausrichtung einer kombinierten Trail- und Berglauf-Weltmeisterschaftunter der Ägide des Weltverbandes einen weiteren entscheidenden Schrittnach vorne machen. Es sei ein neues und faszinierendes Gebiet und manfreue sich darauf Langstreckenläufern vollkommen neue Möglichkeitenzu bieten, um in spektakulären Umgebungen und auf herausforderndenStrecken miteinander zu konkurrieren, wie sie traditionelle Trail- undBerglaufveranstaltungen nun einmal aufweisen.

Mit dem neuen Abkommen werden die beiden Organisationen offizielle technischePartner der IAAF und werden neben der International Association of Ultrarunning(IAU) - einem weiteren beratenden Partner des Leichtathletikweltverbandes- daran arbeiten das Trail- und Berglaufen weltweit zu entwickeln, zuverbreiten, zu fördern und damit auf ein völlig neues Niveauzu heben.

Diese einzigartige Partnerschaft bringt alle Formen des Laufens, einesder Kernelemente der Leichtathletik unter einen gemeinsamen Schirm. Eckpfeilerdieser Kooperation soll die neue im Zweijahresrhythmus veranstaltete Trail-und Berglauf-WM sein, die 2021 erstmals ausgetragen wird. Aktuell werdendie beiden Weltmeisterschaften im Trail-und Berglaufweltmeisterschaftenjährlich ausgetragen und von der ITRA und der WMRA eigenständigorganisiert.

Für die Berglauf-Gemeinde erklärte WMRA-Präsident JonathanWyatt, dass man begeistert sei, ein Teil dieser großartigen Initiativezu sein, mit der man die Weltspitze im Trail-und Berglauf bei einem Ereigniszusammen bringen könne.

ITRA-Präsident Michel Poletti meinte Trailrunning sei eine weltweitboomende Disziplin, die entsprechende internationale Aufmerksamkeit genausoverdiene wie die Topathleten, die sie betrieben. Deswegen sei das Partnerschaftsprojektmit der IAAF ein wichtiger Schritt für diesen Sport. Es sei ein Weg,das Wissen und die Fähigkeiten aller Beteiligten zu kombinieren unddie eigenen Erfahrungen zu teilen.

Die Organisation der "IAAF World Trail and Mountain Running Championships"zusammen mit der WMRA würde laut Poletti eine glänzende Zukunftversprechen, in der jede Disziplin ihre Identität bewahren und zudemdie Werte für die man stehe hochhalten könne, nämlich Authentizität,Respekt und Fair-Play.

Ruth Croft, Weltklasse-Trailläuferin aus Neuseeland, meinte, dassdie neue Partnerschaft eine gute Sache sei, weil auch die Sportler selbstTeil eines Rennes sein wollten, bei dem alle Topathleten im Zweijahresrhythmuszusammen kämen. Das neue Konzept wäre absolut notwendig gewesen,um diesen Sport voran zu bringen.

Es mache ihn wirklich neugierig, endlich einmal alle Topläufer ineinem Rennen zu vereinen, ergänzte Jim Walmsley, Elite-Trailläuferaus den USA.

In den kommenden Monaten wollen ITRA, WMRA und IAU eng mit der IAAF zusammenarbeiten, um die Details der neuen Weltmeisterschaften festzulegen undzudem neue, ebenfalls im Zweijahresrhythmus ausgetragene Kontinentalmeisterschaftenzu kreieren, die ein weiterer Bestandteil der neuen Expansionsstrategiezur Ausdehnung des Trail- und Berglaufens in neue Bereiche sein sollen.

Ralf Klink übersetzte diese IAAF Pressemitteilungvom 28.8.2018

Lauf-Wahl leicht gemacht....

Lauftermine bei Lauftreff.de

Im Laufkalender unseres Berliner Partners Lauftreff.de sind weit über 5000 Volkslauf-Veranstaltungen aufgelistet.

Besonderer Service der LaufReport-Partnerseite Lauftreff.de sind ausgereifte Suchmaschinen zur effektiven Auswahl geeigneter Laufveranstaltungen. Die Auswahlangaben sind jeweils verlinkt zu weiteren Infos bzw. zur Veranstalter-Homepage sowie zu verhandenen Laufankündigungen im LaufReport. Die Daten werden laufend aktualisert und auf den neuesten Stand gebracht.

Sportsucht im Marathonsport

 

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat sich Silke Hippler mit dem Thema auseinandergesetzt. "Zur Prävalenz der primären Sportsucht im Marathonsport - eine Online-Befragung" so lautet der Arbeitstitel und auch LaufReport-Leser waren vor Wochen angehalten, an der Befragung teilzunehmen. Mit der Auswertung der Befragung schließt die Arbeit. Eine kurze Zusammenfassung ist ihr voran gestellt. Das Thema weckt aber sicher das Interesse von Läuferinnen und Läufern soweit, dass man es nicht beim Lesen der Zusammenfassung belässt.

Zum Beitrag von Silke Hippler im LaufReport klick HIER

Das Medical Team von SCC EVENTS informiert

Bei Langstrecken-Wettbewerben wie Halbmarathon- oder Marathonläufen bestehe kein höheres Risiko, eine Herzattacke zu erleiden als im sonstigen Leben. Dies wurde jetzt im Rahmen einer Langzeit-Studie in den USA festgestellt, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde (Cardiac Arrest during Long-Distance Running Races).

In die Untersuchung flossen die Daten von 10,9 Millionen Läuferinnen und Läufern ein, die zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 31. Mai 2010 an Marathon- und Halbmarathonläufen in den USA teilgenommen hatten. In diesem Zeitraum erlitten 59 Teilnehmer einen Herzstillstand, 42 davon starben. Von den 59 Betroffenen waren 51 Männer, wobei anzumerken ist, dass in den USA der Frauenanteil bei Halbmarathon- und Marathonläufen deutlich höher liegt als in Europa; teilweise sind dort in etwa gleich viele Frauen wie Männer am Start solcher Veranstaltungen.
Dies bedeutet, dass Herzattacken bei Laufwettbewerben nicht häufiger auftreten als im normalen Leben. "Die Tatsache, dass es sich dabei in der Regel um sportlich aktive Menschen handelt, die auch sonst einen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil pflegen, spielt insofern eine untergeordnete Rolle, als einerseits familiäre Dispositionen (Herzerkrankungen bei Eltern, Geschwistern und nahen Verwandten) und andererseits unerkannte Vorerkrankungen (z.B. koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck) eine wichtige Rolle spielen", erklärte Dr. Lars Brechtel, medizinischer Direktor des BMW BERLIN-MARATHON.

Im Vergleich mit der Studie aus den USA liegt die Häufigkeit für schwere kardiale Zwischenfälle beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON und beim BMW BERLIN-MARATHON, den beiden größten deutschen Laufveranstaltungen ihrer Art, im Vergleichszeitraum zwischen 2000 und 2011 leicht höher. Dies begründet sich einerseits bereits mit dem Hinweis der Autoren, dass die Häufigkeit in ihrer Studie möglicherweise unterschätzt wird, weil nicht alle Zwischenfälle erfasst werden konnten. Auch unterscheidet sich die Geschlechterverteilung der Teilnehmer in den USA deutlich von der in Europa. Während in Berlin ca. 75% der Teilnehmer Männer sind (diese tragen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Zwischenfälle in sich), gehen in den USA etwa gleichviele Männer wie Frauen an den Start. So waren auch in den vergangenen Jahren bei den beiden Berliner Großveranstaltungen ausschließlich Männer von derartigen Vorfällen betroffen.

Auffallend ist, dass das zugrunde liegende Krankheitsspektrum deutlich unterschiedlich ist. Während in den USA insbesondere die hypertrophe Kardiomyopathie - eine genetisch bedingte Herzerkrankung - in ca. der Hälfte aller Fälle für die schweren kardialen Zwischenfälle verantwortlich gemacht wurde, stehen in Berlin typischerweise die Fälle mit Minderdurchblutung des Herzens bedingt durch eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße und die daraus folgenden Herzinfarkte im Vordergrund.

Gegenüber den USA ist die Überlebenschance bei schweren kardialen Zwischenfällen in Berlin jedoch besser, was durch die gute medizinische Versorgungsstruktur und die präventiven Bemühungen des Medical Teams von SCC EVENTS erreicht wird.

Auffallend ist, dass ein Drittel der betroffenen Läufer in den USA in den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf bereits kardiale Symptome aufwies. 17% hatten zudem eine positive Familienanamnese, 10% Anzeichen einer viralen Infektion in den letzten zwei Wochen vor dem Vorfall. Somit wäre eine weitere Reduktion der Zwischenfälle möglich, wenn entsprechende Screening-Angebote wie der PAPS-Test (Persönlicher Aktivitäts- und Präventions-Screening-Test) und entsprechend daraus resultierende sportärztliche Untersuchungen konsequent genutzt werden würden. Ebenso sollte auf einen Start bei Vorliegen eines Infektes in den Wochen vor dem Rennen verzichtet werden.

Der PAPS-Test ist seit Jahren in den Anmeldeprozess bei allen Veranstaltungen von SCC EVENTS integriert und gibt den Teilnehmern erste Hinweise auf ein möglicherweise individuell erhöhtes Risiko. Sportmedizinische Voruntersuchungen können durch diesen Test nicht ersetzt werden. Sie sollten vielmehr von jedem Läufer eigenverantwortlich vor einer Teilnahme an Laufveranstaltungen wahrgenommen werden.

SCC-Pressemitteilung von Thomas Steffens vom 18.01.2012

Dokumentarfilmer Michael Schwarz traf Läufer Horst Preisler:

Videoinstallation „Lebenslauf“ – jetzt preisgekrönt

Als Preisler die Anfrage erreichte, ob er bereit sei, an einem solchen Projekt mitzuwirken, war sein erster Gedanke: „Klar, so kann ich doch jungen Menschen helfen, ein solches Projekt zu gestalten.“ Zum Beitrag von Wolfgang W. Schüler im LaufReport klick HIER

 

© copyright
Die Verwertung von Texten und Fotos, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne Zustimmung der LaufReport.de Redaktion (Adresse im IMPRESSUM) unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.

Datenschutzerklärung