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In der durchaus bewegten Geschichte des Schwarzwald-Marathon, einem der ältesten deutschen Marathonläufe mit dem ersten Start 1968, spielt Klaus Banka eine bedeutsame Rolle. Der passionierte Marathonläufer mit einer 1979 in Kandel gelaufenen Bestzeit von 2:25:23 Stunden und einigen Starts in seiner Heimat Bräunlingen, gründete mit einigen Marathonfreunden 2001 die LSG Schwarzwald-Marathon. Und wollte den "im Siechtum befindlichen Marathon", wie die Badische Zeitung einmal über den vor dem Aus stehenden Landschaftsmarathon im südlichen Schwarzwald formulierte, zu neuem Leben erwecken.

"Der Impresario", so titelte die Badische Zeitung den mit großem Engagement den 2001 als Gründungsmitglied und Vorsitzenden der LSG Schwarzwald-Marathon e.V. durchstartenden Klaus Banka. Denn er hatte Erfolg. In seiner Vorstandschaft bis 2012 konsolidierte der LSG-Vorsitzende den Marathon und entwickelte ihn zu einer stabilen Größe in der deutschen Marathon-Landschaft, die primär durch die Stadtmarathonläufe geprägt war. Selbstbewusst warb er bei vielen Laufmessen landauf landab für "seinen" Marathon. Und trat sogar 2012 als Gastgeber der Jahrestagung von German Road Races (GRR) auf, die in Bräunlingen mit den Größen der Szene mit Berlin, Hamburg, München, Duisburg und Paderborn tagte. GRR-Vorsitzender Horst Milde ehrte bei dieser Gelegenheit Klaus Banka für dessen jahrelanges erfolgreiches Engagement für den Schwarzwald-Marathon.
Seine Erfahrungen als Marathonläufer brachte er als Sportfachverkäufer im nahen Freiburg an die stetig wachsende Laufkundschaft und warb zugleich für den Schwarzwald-Marathon. So holte er 2011 mit Marthel van der Berge die 1968 als erste Frauensiegerin des Marathons ebenso wieder zurück nach Bräunlingen wie die vierfache Siegerin Liane Winter. Treffend zur 44. Auflage des Schwarzwald-Marathons wurde mit Stefanie Doll ein "Schwarzwälder Mädel" Siegerin.
"Klaus war ein Macher", gestand Pit Jenniches, zusammen mit Bankas Freund und dem Technik-Verantwortlichen Willi Brugger langjährige Sprecher des Marathons, "der den Job, den der damalige Bürgermeister Jürgen Guse ihn angetragen hatte, mit viel Herzblut ausführte. Kritisch, aber auch sehr kreativ als Organisator " Nach internen Querelen übernahm zunächst Thomas Schneider und ab 2014 Frank Kliche den LSG-Vorsitz und damit auch die Leitung des Schwarzwald-Marathon, der aktuell fast 3000 Finishern über alle Wettbewerbe vorweisen kann.
Klaus Banka lebte mit gesundheitlichen Problemen zurückgezogen in Bräunlingen. Mit seiner Frau Elfriede hatte Klaus mit Saska und Tobias zwei sportbegeisterte Kinder. Anfang März verstarb Klaus Banka im Alter von 75 Jahren mit einem Herzinfarkt.
Ein Nachruf von Wilfried Raatz im März 2026 - Foto 2009 © LaufReport
Archiv
Von Wolfgang W. Schüler
Wir blicken zurück: Im September 2021 wurde Prof. Dr. Alexander Weber vom Forum für Sportgeschichte, dem Förderverein für das Sportmuseum Berlin, mit dem Horst-Milde-Award ausgezeichnet. Gewürdigt wurde Webers "lebenslanges, vorbildliches Wirken als Laufpionier' und Geburtshelfer' der modernen Laufbewegung in der Bundesrepublik Deutschland". Die Laudatio hatte der Sportwissenschaftler Dr. Detlef Kuhlmann, Professor der Universität Hannover und selbst gestandener Läufer, gehalten. Am Samstag, dem 28. Februar 2026 kam für Dr. Alexander Weber eine weitere Auszeichnung hinzu: Der Verband der Lauftherapeuten (VDL) verlieh ihm die Ehrenmitgliedschaft. "Ohne dich", so sprach der 1. Vorsitzende Klaus Assenmacher in einer feierlichen Stunde im Rahmen der VDL-Mitgliederversammlung 2026, "würde es weder uns Lauftherapeuten noch unseren Verband geben." In der Tat - man muss es nicht mehr ausführen: Webers Forschungen zur psychosozialen Gesundheit durch Laufen ab Beginn der 1980er Jahre, die Gründung des von ihm fortan geleiteten Deutschen Lauftherapiezentrums (DLZ) im Jahre 1988 wie auch die Ausbildung von Lauftherapeuten ab 1991 - sie haben hierzulande den Boden für die Einführung und Etablierung der Lauftherapie bereitet und diese, flankiert durch Webers unzählige Schriften, Vorträge und Workshops in Fach- und Läuferkreisen bekannt gemacht. Wer heute Lauftherapie sagt, dem genügen zur Erklärung häufig ein paar Stichworte.
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| Prof. Dr. Alexander Weber (rechts) wird von Klaus Assenmacher (Mitte) und Dirk Herres (links), Vorstand des Verbands der Lauftherapeuten, die Ehrenmitgliedschaft verliehen - Foto © Wolfgang W. Schüler |
Bewusst hatte der Verband der Lauftherapeuten Bad Lippspringe in Ostwestfalen zum diesjährigen Tagungsort gewählt. Man kehrte dorthin zurück, wo vor gut 30 Jahren die Verbandsgründung erfolgt war und wo der Diplom-Psychologe und Pädagoge Dr. Alexander Weber, emeritierter Professor der Universität Paderborn und mittlerweile 88 Jahre alt, wohnt. Zwischen den versammlungsüblichen Berichten und Aussprachen und den Planungen zukünftiger Vorhaben eines Vereins erfolgte nicht nur die Ehrung. Jene anwesenden Mitglieder, die an anderen Instituten, welche im Gefolge des DLZ entstanden waren, ihre Lauftherapie-Ausbildung absolviert hatten, nutzten die Gelegenheit des Kennenlernens von Prof. Weber dazu, zahlreiche Fragen zu den Anfängen zu stellen, die der Geehrte gerne beantwortete. Dessen Wirkung kommentierte eine Anwesende, Monika Schäfer aus Aachen, so: "Ich bin sehr froh, dass ich heute bei dem VDL-Treffen dabei war und Prof. Weber kennenlernen konnte. Das gibt mir wieder Energie, meine Herzensangelegenheit, die Kurse als Lauftherapeutin, weiterzuführen."
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| Prof. Dr. Alexander Weber (rechts) stellt
sich den Fragen der Anwesenden. Links der 1. Vorsitzende des VDL Klaus Assenmacher - Foto © Wolfgang W. Schüler |
Beitrag von Wolfgang W. Schüler vom 3. März 2026
Zum Portrait Prof. Dr. Alexander Weber im LaufReport HIER
Der Schweizer Laufmarkt hat im Jahr 2025 ein Wachstum von rund 9 % verzeichnet, das durch rekordverdächtige Teilnehmerzahlen bei verschiedenen Laufveranstaltungen im ganzen Land unterstrichen wird. Bei 550 Laufevents klassierten sich rund 600'000 Finisher.
Die Anmelde- und Finisherzahlen bei Schweizer Lauf-Events entwickeln sich nach dem Rekordjahr 2024 weiterhin sehr erfreulich. Eine Auswertung der Teilnehmerzahlen der grossen Schweizer Laufveranstaltungen zeigt für das Event-Jahr 2025 eine Zunahme von rund 9 Prozent gegenüber 2024. Mit rund 600'000 Zieleinläufen an 550 Laufevents kamen so viele Läuferinnen und Läufer wie noch nie ins Ziel. Das Wachstum hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht abgeschwächt, weil mehrere Veranstaltungen ausverkaufte Startfelder meldeten.
Top-Events treiben das Wachstum
Die 20 grössten Schweizer Laufevents vereinten 2025 insgesamt 317'785 Finisher und legten im Vergleich zum Vorjahr um 8.6 Prozent zu. Die Top 50 verzeichneten 420'074 Zieleinläufe.
Das Wachstum verteilte sich über die ganze Schweiz, wobei vor allem grosse City-Events den Hauptharst des Wachstums und der Anzahl Zieleinläufe darstellen. Erwähnt sei hier beispielsweise die Escalade in Genf von Anfang Dezember, welche 59'572 Anmeldungen und das erste Mal über 50'000-er Marke übertraf (50'364 Finisher). Nie sind an einem Schweizer Laufevent mehr Teilnehmende mitgelaufen.
"Der Schweizer Laufmarkt entwickelte sich auch 2025 dynamisch. Diverse Veranstalter berichteten von grosser Nachfrage und Wartelisten für freie Startplätze", sagt Andreas Grüter, Geschäftsleiter der Swiss Runners.
Trend bei langen Distanzen hält an
Wie bereits im Vorjahr bleiben längere Distanzen gefragt. Bei den fünf grossen Schweizer Marathons in Zürich, Genf, Lausanne und Luzern sowie beim Jungfrau-Marathon waren 2025 insgesamt 16'934 Personen über 42.195 Kilometer im Ziel - das entspricht einem Plus von rund 35 Prozent gegenüber 2024 (12'513). Den grössten Marathon-Zieleinlauf verzeichnete 2025 der Generali Genève Marathon mit 4'252 Finishern über die Marathondistanz. Gleichzeitig zeigt sich: Das Durchschnittsalter auf der Marathon-Distanz sinkt weiter.
Auch die Halbmarathondistanz (rund 55'000 Finisher, ohne Bergläufe) weist ein starkes Wachstum auf und nahm gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent zu. Der grösste Schweizer Halbmarathon 2025 war der Greifenseelauf mit 7'452 Finishern. Beim neu konzipierten Grand Prix von Winterthur wurde 2025 kein Halbmarathon angeboten; der Bremgarter Reusslauf führte diese Distanz im Vorjahr erstmals im Programm.
Stabilisierung auf hohem Niveau - Ausblick 2026
Die positive Entwicklung stimmt Swiss Runners, den Dachverband der grossen Schweizer Laufveranstaltungen, für die Laufsaison 2026 zuversichtlich. Die Buchungsstände per Mitte Februar sind erfreulich, erste Events melden bereits ausverkaufte Startfelder.
Swiss Runners rechnet für 2026 mit einem leicht abgeschwächten Wachstum von 5 bis 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Immer mehr Events erreichen ihre Kapazitätsgrenzen und können aus Qualitätsgründen nicht zusätzliche Startende zulassen", sagt Andreas Grüter, der neben seinem Engagement bei Swiss Runners auch Geschäftsleiter des Luzerner Stadtlaufs ist.
Am 5. Swiss-Running FORUM Ende März in Magglingen diskutiert die Lauf-Community neue Wege zur Weiterentwicklung des Laufsports in der Schweiz. Geplant ist unter anderem eine Diskussion zu Eventgrösse, Wachstumspotenzial und kreativen Ansätzen, um die hohe Nachfrage besser zu bedienen.
Mit dem Swiss Runners Ticket an den Start
Die Läuferinnen und Läufer profitieren auch im Jahr 2026 bei 24 ausgewählten Laufevents von einer kostenlosen Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr von ihrem Schweizer Wohnort zum Veranstaltungsort und zurück. Mit der ökologischen Anreise leisten die Teilnehmenden einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Organisation der Schweizer Laufveranstaltungen.
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Die 20 grössten Schweizer Laufevents 2025 in der Übersicht |
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Laufevent
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Finisher
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| Course de l'Escalade |
50364
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| 20KM de Lausanne |
32725
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| Grand-Prix von Bern ¦ GP Bern |
32241
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| Zürcher Silvesterlauf |
21603
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| Generali Genève Marathon |
20934
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| Zürich Marathon |
15619
|
| SOLA-Stafette Zürich |
15470
|
| Morat-Fribourg |
14298
|
| Luzerner Stadtlauf |
14171
|
| Greifenseelauf |
12661
|
| SwissCityMarathon - Lucerne |
12359
|
| Lausanne Marathon |
11951
|
| Schweizer Frauenlauf Bern |
11152
|
| Basler Stadtlauf |
10361
|
| Hallwilerseelauf |
8203
|
| Auffahrtslauf St. Gallen |
7800
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| Wings for Life World Run |
7351
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| Kerzerslauf Swiss Season Opening |
6451
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| Les Balexert 20KM de Genève |
6080
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| Sierre-Zinal |
5991
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Seit 2016 setzt sich Swiss Running, ein Joint Venture zwischen Swiss Athletics und Swiss Runners, für einen pulsierenden Laufsport in der Schweiz ein. Gemeinsam mit Swiss Athletics betreibt Swiss Runners die Online-Plattform www.swiss-running.ch, welche als zentrale Anlaufstelle für News und Informationen rund um den Schweizer Laufsport dient und mit dem LaufGuide einen umfassenden Rennkalender anbietet. Ein zentrales Anliegen ist die gemeinsame Marktbearbeitung im In- und Ausland, etwa durch Branchenlösungen wie das Swiss Runners Ticket oder durch gezielte Kommunikationsmassnahmen zur Förderung des Laufsports. Der Verein Swiss Runners wurde 1994 gegründet und zählt heute 59 Mitgliedsveranstaltungen. Swiss Runners vertritt die Interessen des Breitensports sowie der Veranstalter. Swiss Athletics ist der Fachverband für die Leichtathletik in der Schweiz mit Hauptsitz im Haus des Sports in Ittigen b. Bern. Der Verband fördert den Spitzensport genauso wie den Nachwuchs und setzt sich für die Breitenentwicklung ein. Als offizieller Partner des Bundesamts für Sport (BASPO) trägt Swiss Athletics die Verantwortung für die Leiter- und Trainerausbildung in der Leichtathletik im Programm Jugend und Sport (J+S) sowie für die Fachausbildung der Leiter Running und Trailrunning & Berglauf im Erwachsenensport (esa). |
Verein Swiss Runners Medienmitteilung, 17. Februar 2026
von Dr. Dr. med. Lutz Aderhold
Vor dem Oberlandesgericht Dresden endete der Streit um den Zusammenstoß einer Spaziergängerin mit dem Teilnehmer eines Laufevents mit einem Vergleich. Doch das OLG gab zuvor einen wichtigen Hinweis: Teilnehmer eines Laufevents dürfen sich grundsätzlich auf ausreichende Sicherheitsvorkehrungen seitens des Veranstalters verlassen und haften demnach nicht (OLG Dresden vom 15.10.25, Az. 13 U 510/25).
Die verunfallte Frau war während des Zwickauer Stadtlaufs mit ihrem Hund spazieren und kollidierte mit einem Teilnehmer des Laufs, stürzte und brach sich das Handgelenk. Deshalb klagte sie sowohl gegen den Sportverein als Veranstalter des Events als auch gegen den Teilnehmer, mit dem sie kollidiert war und verlangte 4.000 Euro Schmerzensgeld.
Das Landgericht (LG) Zwickau sah in erster Instanz weder ein Verschulden beim Veranstalter noch beim Laufteilnehmer. Dagegen wehrte sich die Frau mit der Berufung zum OLG Dresden, denn aus ihrer Sicht hatte das LG einen wichtigen Aspekt verkannt: Der Veranstalter hätte weitreichendere Sicherheitsvorkehrungen treffen müssen.
Das machte sich für die klagende Frau nun bezahlt. Der Sportverein zahlte ihr im Rahmen eines Vergleichs das begehrte Schmerzensgeld in Höhe von 4.000 Euro, womit wiederum sämtliche Forderungen - also Schmerzensgeld und die Haftung für alle eventuell noch entstehenden Folgeschäden - abgegolten sind.
Zuvor hatte das OLG Dresden in der mündlichen Verhandlung nämlich zum Ausdruck gebracht, dass nach seiner vorläufigen Rechtsauffassung der Veranstalter wohl Verkehrssicherungspflichten verletzt haben dürfte. Konkret hätte er ein Absperrband anbringen sowie an der Kreuzung zwei statt nur einen Ordner einsetzen müssen. Diese Maßnahmen, die der Veranstalter nicht beachtet habe, gingen nämlich mit der städtischen Genehmigung für den Stadtlauf einher.
Die klagende Frau treffe gleichwohl ein Mitverschulden, so das OLG, weil ihr nicht entgangen sein könne, dass in der Innenstadt ein Laufevent durchgeführt wurde. Kein Verschulden treffe hingegen den am Unfall unmittelbar beteiligten Läufer. Grundsätzlich entschied das OLG nämlich, dass sich der Teilnehmer eines Events darauf verlassen können müsse, dass der Veranstalter ausreichende Sicherheitsvorkehrungen trifft.
Beitrag von Dr. Dr. med. Lutz Aderhold im LaufReport veröffentlicht am 18.12.2025
Public Health Index (PHI): Prävention und Gesundheitspolitik - Neu: Rubrik Medizin und Sportwissenschaft von Dr. Dr. med. Lutz Aderhold im LaufReport!
Esther Pfeiffer gewinnt die Wahl vor Fabienne Königstein - Amanal Petros bei den Männern vorn
Esther Pfeiffer und Amanal Petros sind die Läuferin und der Läufer des Jahres. Gewählt wurden die beiden von der Online-Community laufen.de und den unter dem Dach von German Road Races organisierten Laufveranstaltungen.
Beide wurden am Freitagabend zum Auftakt der vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und laufen.de unterstützten Jahrestagung von German Road Races (GRR) in Bremen ausgezeichnet. GRR ist die Interessensgemeinschaft der Laufveranstaltungen im deutschsprachigen Raum.
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| v.l.: Jan Fitschen, Sascha Wiczynski, Esther Pfeiffer, Fabienne Königstein, Kristin Behrens und Christian Zeyfang |
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Bei den Profiläuferinnen gewann Esther Pfeiffer in der Abstimmung unter den Mitgliedern der Online-Community laufen.de und den bei GRR organisierten Laufveranstaltungen mit 52 Punkten deutlich vor Marathonläuferin Fabienne Königstein (MTG Mannheim/34 Pkt.) und Hindernisläuferin Gesa Krause (Silvesterlauf Trier e.V./31 Pkt.). Für die Punktwertung wurden die prozentualen Anteile an den Stimmen der laufen.de-Mitglieder und der GRR-Veranstaltungen addiert. Insgesamt wurden bei den Wahlen mehr als 20.000 Stimmen abgegeben. Die Ehrung in Bremen übernahmen Kristin Behrens aus dem DLV-Vorstand, Sascha Wiczynski vom GRR-Präsidium und Bremens Sportamts-Chef Christian Zeyfang. Moderiert wurde der Abend von Jan Fitschen, Ex-Europameister über 10.000 Meter. |
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| Esther Pfeiffer |
Bei den Männern wurde der deutsche Halbmarathonrekordler Amanal Petros (Hannover 96) wie bereits 2023 und 2024 zum Läufer des Jahres gekürt. Für Amanal Petros ist die Auszeichnung vor allem Lohn für seine sensationelle Leistung bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio. Bei schwierigen Bedingungen und mit nur drei Hundertstelsekunden Rückstand auf den Sieger gewann er WM-Silber im Marathon. "Ich freue mich sehr, zum dritten Mal in Folge gewählt worden zu sein", erklärte Amanal Petros in einer Live-Schalte nach Kenia, wo er sich derzeit auf den Valencia-Marathon vorbereitet. Am 7. Dezember will er sich dort den deutschen Rekord zurückholen, den er vor einem Jahr an gleicher Stelle an Samuel Fitwi verloren hat, der damals 2:04:56 Stunden gelaufen war und die alte Bestmarke von Amanal Petros um eine Sekunde unterboten hatte.
Dieses Jahr war Amanal Petros bereits im April als erster Deutscher den Halbmarathon in weniger als einer Stunde gelaufen. Beim Generali Berliner Halbmarathon verbesserte er mit 59:31 Minuten seinen eigenen deutschen Rekord um 38 Sekunden. In der Wahl zum Läufer des Jahres setzte er sich jetzt mit 86 Punkten überlegen gegen seinen Marathonkollegen Hendrik Pfeiffer (Düsseldorf Athletics/35 Pkt.) durch. Auf den weiteren Plätzen folgen die Bahnspezialisten Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen/19 Pkt.), Mohamed Abdilaahi (Cologne Athletics/16 Pkt.) und Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig e.V./15 Pkt). Der deutsche Marathonrekordler Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier e.V.) kam mit 13 Punkten auf Rang fünf.
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| Vergabe des #gemeinsammehrbewegen-Preises an den Brustkrebslauf Dorsten |
Neben dem Läufer und der Läuferin des Jahres 2025 wurden noch weitere Preise in unterschiedlichen Kategorien vergeben: Der von DATEV unterstützte #gemeinsammehrbewegen-Preis für besonderes soziales Engagement im Laufen ging an den Brustkrebslauf Dorsten um die Initiatoren Prof. Dr. Khadijeh Mohri, Andreas Schilasky und Dr. Ali Abdali. Die drei bezeichnen sich selbst als: "Drei Musketiere - wir holen das Geld von den Reichen und geben es den Kranken", sagte Andreas Schilasky, nachdem die drei den mit 1000 Euro dotierten Preis von Petra Pillipp (Head of Brand Communication DATEV) und laufen.de-Chefredakteur Christian Ermert erhalten hatten. Aber natürlich sind noch weitaus mehr Menschen beteiligt, die ehrenamtlich dafür sorgen, dass der Lauf stattfindet und eine riesige Erfolgsgeschichte ist: Bereits 124.000 Euro wurden gesammelt.
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| Tristan Kaufhold zum dritten Mal Nachwuchsläufer des Jahres |
Als Nachwuchsläufer des Jahres wurde wie bereits 2023 und 2024 Tristan Kaufhold (SSC Hanau-Rodenbach) ausgezeichnet. Der 19jährige Tristan Kaufhold feierte Erfolge auf Strecken von 1500 Meter bis zehn Kilometer, mit und ohne Hindernisse. Er holte zahlreiche vordere Platzierungen in DLV-Bestenlisten, gewann zwei DM-Titel und war zum dritten Mal in Folge der Sieger der R5K-Serie.
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Auch beim weiblichen Nachwuchs verteidigte die Nachwuchsläuferin des Jahres von 2024 ihren Titel. Julia Ehrle wurde zum zweiten Mal in Folge gekürt. Der Lohn für eine Saison, in der die U20-Läuferin von der LG farbtex Nordschwarzwald im Berglauf, Crosslauf und auf der Bahn Medaillen sammelte. Und das, obwohl sie dieses Jahr erst 18 wurde und noch ein Jahr in der U20 startberechtigt ist. Bei der U20-EM lief sie über 5000 Meter zu Bronze. Und Ende September holte sie bei den Berglauf-Weltmeisterschaften sogar Gold. Fünf Goldmedaillen bei Deutschen U20-Meisterschaften (3000 m Halle und Freiluft, 5000 m Freiluft, 10 km Straße, Berglauf) sowie Bronze in der Erwachsenen-Wertung im Berglauf machten die Medaillen-Sammlung perfekt. |
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| Julia Ehrle |
Der GRR-Preis fürs sportliche Lebenswerk ging an den ehemaligen Mittelstreckler Karl Eyerkaufer. In den 1960er-Jahren gewann er fünf deutsche Meistertitel über 1500 Meter, wurde Dritter bei der Universiade und lief bei Hallen-Europameisterschaften auf Rang vier. Nach seiner sportlichen Karriere war er 20 Jahre Landrat des Main-Kinzig-Kreises. Seine Sportreisen auf allen Kontinenten prägten sein soziales Engagement für diejenigen, die "nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen". Mit seiner Unterstützung wurden nach dem Tsunami von 2024 mehr als fünf Millionen Spendengelder für die betroffenen Menschen in Südostasien gesammelt. Seit der Gründung 1989 engagiert er sich zudem in der Stiftung Kinderzukunft und ist heute noch Beiratsvorsitzender. Spektakulär war 1967 seine Fluchthilfe für den 1000-Meter-Weltrekordler Jürgen May, der im umgebauten Kofferraum eines Autos aus der DDR über Ungarn in die Bundesrepublik flüchtete.
Als Nachwuchstrainer des Jahres zeichnete GRR Jörg Riethues von der LG Brillux Münster aus. Der GRR-Preis für Organisatoren von Laufveranstaltungen ging an den Spreewaldmarathon, und einen Preis für besonderes Engagement erhielt Michel Descombes, der als passionierten "Lauf-Clown" aus Frankreich seit 1988 bei zahlreichen Laufveranstaltungen mit wechselnden Kostümierungen mit Frankreich-Bezug für Spaß sorgt: Mal als französischer Spaßpräsident, mal als Obelix oder als Asterix, Clochard, Can-Can-Tänzerin, Eiffelturm oder Napoleon.
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| Michel Descombes |
Neu in diesem Jahr war bei den Wahlen der Läufer des Jahres eine Spendenaktion in Kooperation mit Plan International. Alle Teilnehmenden konnten bei der Stimmabgabe eine Spende abgeben, die dabei hilft, im westafrikanischen Ghana das menschliche Grundbedürfnis nach sauberem Wasser und Toiletten zu erfüllen. Dabei kamen insgesamt 3015 Euro zusammen, mit denen sogenannte Tippy-Taps finanziert werden: Das sind Wasserkanister und Seife, die in Schulen und Gesundheitszentren maßgeblich dazu beitragen, die Wasser-, Sanitär- und Hygienesituation zu verbessern und Krankheiten besonders bei Kindern effektiv vorzubeugen.
Auszug der GRR Pressemitteilung vom 23.11.2025
Fotos © Heinfried Maschmeyer
Nachdem der Wiesbadener Wolfgang W. Schüler am Vormittag des 24. August 2025 noch für den (Berufs-) Verband der Lauftherapeuten (VDL) beim 26. Kölner Halbmarathon des Leichtathletik-Teams Deutsche Sporthochschule gestartet war und in seiner Altersklasse AK 65 eine persönliche Bestzeit erzielt hatte, wurde ihm am Abend desselben Tages durch eben diesen Verband eine besondere Überraschung zuteil. Die Gesprächsverabredung, die der 1. Vorsitzende Klaus Assenmacher, der unweit von Köln lebt, mit Schüler getroffen hatte, diente insgeheim nur einem Zweck: ihm die Ehrenmitgliedschaft des Verbands zu verleihen. Eine solche Ehrung hatte es in der 30jährigen Verbandsgeschichte zuvor noch nicht gegeben.
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| Verleihung der Ehrenmitgliedschaft durch Klaus Assenmacher (links) an Wolfgang Schüler (rechts) Foto: privat |
Der am Deutschen Lauftherapiezentrum (DLZ) von 1993 bis 1994 ausgebildete Lauftherapeut Wolfgang Schüler ist Gründungsmitglied des Verbands der Lauftherapeuten (*1994) und seit Jahrzehnten für diesen aktiv. Dies wie auch Schülers großes Schrifttum, mit der er die Lauftherapie insgesamt befördert hat, wurde durch die Ernennung zum Ehrenmitglied anerkannt.
Der Verband der Lauftherapeuten ist aus dem 3. Ausbildungskurs am Deutschen Lauftherapiezentrum hervorgegangen, dem seinerzeit ersten Ausbildungsinstitut für Lauftherapie in Deutschland. Als Hafen von heute an verschiedenen Stätten ausgebildeten Lauftherapeuten setzt er sich für die gesundheitspolitische Anerkennung der Lauftherapie und für die Praxisinteressen seiner Mitglieder ein. Damit auch in Zukunft die Freude der Lauftherapeuten an ihrer Tätigkeit zu ihrem Recht kommt und die Hilfe diejenigen bestmöglich erreicht, für die sie bestimmt ist.
VDL-Beitrag im August 2025
Der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover steht ein äußerst sportliches Jahr 2026 bevor. Vor den "Finals", bei denen vom 23. bis zum 26. Juli die Deutschen Meisterschaften in aktuell mindestens 23 Sportarten ausgetragen werden, macht schon am 12. April der ADAC Marathon mit den Deutschen Marathon-Meisterschaften 2026 den Auftakt zur Medaillenjagd; das haben am Wochenende der Veranstalter eichels zusammen mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband DLV, dem Niedersächsischen Leichtathletik-Verband NLV und der Stadt Hannover am Rande der "Finals" in Dresden bekannt gegeben.
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| Präsentierten im Rahmen der "Finals" in Dresden die Deutschen Marathon Meisterschaften 2026, die am 12. April 2026 im Rahmen des ADAC Marathon in Hannover ausgetragen werden: v. l. Idriss Gonschinska, Vorstandsvorsitzender DLV; NLV-Präsident Uwe Schünemann; Belit Onay, Oberbürgermeister Landeshauptstadt Hannover und Race-Direktorin ADAC Marathon, Stefanie Eichel |
"Wir freuen uns, nunmehr schon zum dritten Mal in Folge das Vertrauen geschenkt bekommen zu haben, diese Titelkämpfe ausrichten zu dürfen und sehen das als große Wertschätzung und Anerkennung unserer Arbeit an", erklärte Race-Direktorin Stefanie Eichel stolz: "Wir werden alles dafür tun sowohl den Aktiven als auch den Fans an der Strecke würdige und großartige Meisterschaften zu präsentieren."
"Hannover ist ohne Zweifel eine echte Sportstadt", sagt Idriss Gonschinska, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Leichtathletik-Verbands: "Wir sind überzeugt, dass Hannover einen würdigen Rahmen für nationale Titelkämpfe bieten wird, und freuen uns auf eine sportlich hochklassige, faire und stimmungsvolle Meisterschaft im Herzen Niedersachsens."
Für Oberbürgermeister Belit Onay ist die erneute Vergabe der Titelkämpfe an Hannover "ein toller Erfolg für den Veranstalter, aber auch eine große Wertschätzung für die Stadt, über die wir uns sehr freuen."
Auch der NLV-Präsident ist stolz, erneut Gastgeber der DM sein zu dürfen: "Die Professionalität und die mit viel Empathie durchgeführten Meisterschaften in diesem Jahr haben den Ausschlag für die erneute Vergabe an eichels und den NLV gegeben", erklärte Uwe Schünemann: "Für die niedersächsische Leichtathletik ist das eine große Chance und Motivation. Der ADAC Marathon wird die Laufszene in unserem Land weiter beflügeln."
Im letzten Jahr hatten sich Amanal Petros und Domenika Mayer die Titel in der niedersächsischen Landeshauptstadt sichern können; 2025 verteidigte Mayer ihren Titel, während bei den Männern der deutsche Rekordhalter Samual Fitwi zu Gold rannte.
Pressemitteilung ADAC Marathon Hannover vom 6.8.2025
Alle großen Trierer Laufveranstaltungen finden ab sofort unter einem Dach statt. Das ist das Ergebnis der Verschmelzung des Vereins Trierer Stadtlauf mit dem Silvesterlauf Trier e.V., die im Hotel Weis in Mertesdorf vollzogen wurde. Die komplett anwesenden Vorstände beider Vereine stimmten der Verschmelzung einstimmig zu. Beurkundet wurde dieser Schritt vom Trierer Notar Dr. Peter Wirth. Aufnehmender Verein ist der zu den rheinland-pfälzischen Leichtathletik-Spitzenklubs zählende Silvesterlauf Trier, auf den der Stadtlauf-Verein rückwirkend zum 1. Januar 2025 übertragen wird. Als geschäftsführender Vorstand des Silvesterlauf Trier e.V. waren kürzlich Hans Tilly, Norbert Ruschel und Ferdinand Kordel bestätigt worden. Vom Verein Trierer Stadtlauf ist Hendric Griese in den erweiterten Silvesterlauf-Vorstand aufgerückt.

"Es ist ein sporthistorischer Schritt für Trier. Es wächst zusammen,
was zusammengehört", kommentierte Silvesterlauf-Vorstandssprecher
Hans Tilly das Prozedere, zu dem die Sportfunktionäre Michael Maxheim (Vizepräsident
des Sportbundes Rheinland), Wolfram Braun (Beauftragter für Laufveranstaltungen
im Leichtathletik-Verband Rheinland-Rheinhessen) und Marco Marzi (Vorsitzender
des Stadtsportverbandes Trier) in das 4-Sterne-Haus im Ruwertal gekommen waren.
Das Weinhotel mit seinem Inhaber Herbert Weis, ehemals selbst passionierter
Marathonläufer, ist bereits seit Jahrzehnten Partner und Sponsor der beiden
Trierer Laufveranstalter. Maxheim, Braun und Marzi begrüßten die
Verschmelzung unisono als "sinnvolle Bündelung der Kräfte im
traditionsreichen Trierer Laufsport".
Nico Klein, Vorsitzender des Trierer Stadtlauf, sprach von "den nennenswerten
Synergieeffekten, die uns das Zusammengehen bringt". Spürbar sei dies
bereits bei der Organisation der jüngsten Events gewesen, zuletzt beim
39. Trierer Stadtlauf. Klein wirkt bereits seit Oktober 2024 auch als Vorstandsbeauftragter
des Silvesterlauf-Vereins in der Nachfolge von Berthold Mertes, der mit seinem
zwischenzeitlich verstorbenen Freund Christoph Güntzer 1990 die Silvesterlauf-Veranstaltung
und 2002 den Silvesterlauf-Verein ins Leben gerufen hatte. Silvesterlauf-Gründer
Mertes schob 2024 den Verschmelzungsprozess an und war ebenfalls nach Mertesdorf
gekommen. Er ist weiterhin ehrenamtlich als Silvesterlauf-Renndirektor und Koordinator
für den Spitzensportbereich tätig.
Der Verein Silvesterlauf Trier organisiert im Jahresverlauf nunmehr insgesamt
sechs Veranstaltungen mit in der Summe 15.000 Teilnehmern; nächstes Großereignis
ist das 24. Volksbank Trier Eifel-Flutlichtmeeting im Trierer Moselstadion am
Dienstag, 2. September - als Generalprobe für die Leichtathletik-WM in
Tokio (13.-21.09.). Aktuell zählen drei Aktive des Silvesterlauf-Vereins
zur Weltklasse: die Hindernislauf-Spezialistinnen Gesa Krause und Olivia Gürth
sowie Marathonläufer Samuel Fitwi. Für seine mehr als 300 größtenteils
aktiven Mitglieder deckt der Silvesterlauf-Verein die ganze Palette des Sports
vom Kinderturnen über Lauf- und Walkingtreffs, Rückenschule, Parasport
bis hin zu inklusiven Bewegungsangeboten ab. Zudem engagiert er sich auch international
in der Förderung talentierter Läuferinnen und Läufer aus dem
rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda sowie in der Organisation von
Jugendaustauschprojekten.
Alle Veranstaltungen des Vereins im Jahresverlauf im Überblick:
SWT-Kinderleichtathletik-Sportfest (jeweils im Februar), Bitburger 0,0%-Firmenlauf
(jeweils am Vorabend von Christi Himmelfahrt), Trierer Stadtlauf (jeweils am
Sonntag des Altstadtfestes Ende Juni), 24. Volksbank Trier Eifel-Flutlichtmeeting
(2. September 2025), 5. Edith Lücke-Frauenlauf (14. September 2025), 36.
Bitburger 0,0%-Silvesterlauf (31. Dezember 2025).
Medien-Information Nr. 6/2025 des SILVESTERLAUF TRIER e.V. vom 21.7.2025
Ausdauernd sind nicht nur die Aktiven, auch Probleme der Zeitangaben halten sich hartnäckig. Dabei ist die Vorgabe des Regelwerks (IWR) hierin eindeutig. Unter Technische Regeln (TR 19), auf Seite 109 der IWR heißt es:
TR 19.24.5 Für alle Läufe sind alle nicht mit Null endenden Zeiten auf die nächsthöhere ganze Sekunde aufzurunden (z.B. ist 2:09:44,3 Stunden mit 2:09:45 Stunden) und so zu erfassen. Es folgt die Anmerkung: Die offizielle Zeit ist die Zeit, die zwischen dem Startschuss aus dem Startrevolver (oder dem synchronisierten Startsignal) und dem Erreichen der Ziellinie durch den Läufer/Geher (Bruttozeit) vergangen ist. Die Zeit, die vom Überqueren der Startlinie bis zum Erreichen der Ziellinie vergangen ist (Nettozeit), kann diesem bekannt gegeben werden, wird aber nicht als offizielle Zeit berücksichtigt.
Neben den Internationalen Wettkampf-Regeln heißt es bei den nationalen Bestimmungen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes: Die Statistiker können die festgestellten Nettozeiten in die Bestenlisten mit aufnehmen (Einzel- und Mannschaftsergebnisse). Die Platzierungen und die Siegerehrung richten sich ausschließlich nach den Bruttozeiten, die Mannschaftswertung nach den Nettozeiten. Die Mannschaftswertungen werden durch die Addition der Nettozeiten ermittelt. In den Ergebnislisten sind die Brutto- und Nettozeiten aufzuführen.
Walter Wagner, 21. April 2023
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Das ihm zugeschriebene "Sammeln" von Läufen mochte er als Wort nicht, wenn wieder einmal von der aktuellen Zahl seiner Marathons berichtet wurde, die er für sich akkurat auflistete und die ihm Einträge ins "Guinness-Buch der Rekorde" bescherten. Von 1995 bis 2011 wurde er darin als Weltrekordhalter geführt. Als erster Mensch hatte er im Jahr 2000 zudem tausendmal die 42,195 km (und mehr) zurückgelegt, ein Ertrag aus gut 25 Laufjahren. |
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Foto zeigt v.r. Horst Preisler und Wolfgang W. Schüler
bei einer Begegnung am Vortag des Gutenberg Marathon Mainz 2010
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Zum Nachruf von Wolfgang W. Schüler im LaufReport HIER
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Dokumentarfilmer Michael Schwarz traf Läufer Horst Preisler:
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Videoinstallation Lebenslauf jetzt preisgekrönt Als Preisler die Anfrage erreichte, ob er bereit sei, an einem solchen Projekt mitzuwirken, war sein erster Gedanke: Klar, so kann ich doch jungen Menschen helfen, ein solches Projekt zu gestalten. Zum Beitrag von Wolfgang W. Schüler im LaufReport klick HIER |
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Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat sich Silke Hippler mit dem Thema auseinandergesetzt. "Zur Prävalenz der primären Sportsucht im Marathonsport - eine Online-Befragung" so lautet der Arbeitstitel und auch LaufReport-Leser waren vor Wochen angehalten, an der Befragung teilzunehmen. Mit der Auswertung der Befragung schließt die Arbeit. Eine kurze Zusammenfassung ist ihr voran gestellt. Das Thema weckt aber sicher das Interesse von Läuferinnen und Läufern soweit, dass man es nicht beim Lesen der Zusammenfassung belässt. |
Zum Beitrag von Silke Hippler im LaufReport klick HIER
Bei Langstrecken-Wettbewerben wie Halbmarathon- oder Marathonläufen bestehe kein höheres Risiko, eine Herzattacke zu erleiden als im sonstigen Leben. Dies wurde jetzt im Rahmen einer Langzeit-Studie in den USA festgestellt, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde (Cardiac Arrest during Long-Distance Running Races).
In die Untersuchung flossen die Daten von 10,9 Millionen Läuferinnen und
Läufern ein, die zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 31. Mai 2010 an Marathon-
und Halbmarathonläufen in den USA teilgenommen hatten. In diesem Zeitraum
erlitten 59 Teilnehmer einen Herzstillstand, 42 davon starben. Von den 59 Betroffenen
waren 51 Männer, wobei anzumerken ist, dass in den USA der Frauenanteil
bei Halbmarathon- und Marathonläufen deutlich höher liegt als in Europa;
teilweise sind dort in etwa gleich viele Frauen wie Männer am Start solcher
Veranstaltungen.
Dies bedeutet, dass Herzattacken bei Laufwettbewerben nicht häufiger auftreten
als im normalen Leben. "Die Tatsache, dass es sich dabei in der Regel um
sportlich aktive Menschen handelt, die auch sonst einen überdurchschnittlich
gesunden Lebensstil pflegen, spielt insofern eine untergeordnete Rolle, als
einerseits familiäre Dispositionen (Herzerkrankungen bei Eltern, Geschwistern
und nahen Verwandten) und andererseits unerkannte Vorerkrankungen (z.B. koronare
Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck) eine wichtige Rolle
spielen", erklärte Dr. Lars Brechtel, medizinischer Direktor des BMW
BERLIN-MARATHON.
Im Vergleich mit der Studie aus den USA liegt die Häufigkeit für schwere kardiale Zwischenfälle beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON und beim BMW BERLIN-MARATHON, den beiden größten deutschen Laufveranstaltungen ihrer Art, im Vergleichszeitraum zwischen 2000 und 2011 leicht höher. Dies begründet sich einerseits bereits mit dem Hinweis der Autoren, dass die Häufigkeit in ihrer Studie möglicherweise unterschätzt wird, weil nicht alle Zwischenfälle erfasst werden konnten. Auch unterscheidet sich die Geschlechterverteilung der Teilnehmer in den USA deutlich von der in Europa. Während in Berlin ca. 75% der Teilnehmer Männer sind (diese tragen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Zwischenfälle in sich), gehen in den USA etwa gleichviele Männer wie Frauen an den Start. So waren auch in den vergangenen Jahren bei den beiden Berliner Großveranstaltungen ausschließlich Männer von derartigen Vorfällen betroffen.
Auffallend ist, dass das zugrunde liegende Krankheitsspektrum deutlich unterschiedlich ist. Während in den USA insbesondere die hypertrophe Kardiomyopathie - eine genetisch bedingte Herzerkrankung - in ca. der Hälfte aller Fälle für die schweren kardialen Zwischenfälle verantwortlich gemacht wurde, stehen in Berlin typischerweise die Fälle mit Minderdurchblutung des Herzens bedingt durch eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße und die daraus folgenden Herzinfarkte im Vordergrund.
Gegenüber den USA ist die Überlebenschance bei schweren kardialen Zwischenfällen in Berlin jedoch besser, was durch die gute medizinische Versorgungsstruktur und die präventiven Bemühungen des Medical Teams von SCC EVENTS erreicht wird.
Auffallend ist, dass ein Drittel der betroffenen Läufer in den USA in den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf bereits kardiale Symptome aufwies. 17% hatten zudem eine positive Familienanamnese, 10% Anzeichen einer viralen Infektion in den letzten zwei Wochen vor dem Vorfall. Somit wäre eine weitere Reduktion der Zwischenfälle möglich, wenn entsprechende Screening-Angebote wie der PAPS-Test (Persönlicher Aktivitäts- und Präventions-Screening-Test) und entsprechend daraus resultierende sportärztliche Untersuchungen konsequent genutzt werden würden. Ebenso sollte auf einen Start bei Vorliegen eines Infektes in den Wochen vor dem Rennen verzichtet werden.
Der PAPS-Test ist seit Jahren in den Anmeldeprozess bei allen Veranstaltungen von SCC EVENTS integriert und gibt den Teilnehmern erste Hinweise auf ein möglicherweise individuell erhöhtes Risiko. Sportmedizinische Voruntersuchungen können durch diesen Test nicht ersetzt werden. Sie sollten vielmehr von jedem Läufer eigenverantwortlich vor einer Teilnahme an Laufveranstaltungen wahrgenommen werden.
SCC-Pressemitteilung von Thomas Steffens vom 18.01.2012
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