7.12.25 - 28. Kölner Nikolauslauf

Ausgelassene Stimmung und "Top-Zeiten"

von David Bieber 

 

Claudia Schneider klingt zufrieden, wenn auch ihr die Strapazen noch anzumerken bzw. anzuhören sind. Die Geschäftsführerin des ausrichtenden Leichtathletikteam der Deutschen Sporthochschule Köln (LT DSHS) kommt gerade vom Nikolauslauf im Kölner Stadtwald.

Mit ihrem zupackenden Team hat sie soeben die 28. Auflage gestemmt. Viel Arbeit war das. Die Anstrengungen haben sich aber gelohnt. "Wir sind glücklich, dass alles gut verlief", sagt Schneider.

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Zahlreiche Zuschauer, vor allem viele Eltern von mitlaufenden kleinen Nikoläusen, erkennbar an den roten Mützen, säumten am Morgen den Start- und Zielbereich an der Kitschburger Straße im weitläufigen Stadtwald im Kölner Westen. "Die Stimmung war wieder einmal unschlagbar", freut sich Claudia Schneider gegenüber LaufReport.

Der Start- und Zielbereich des Kölner Nikolauslauf liegt an der Kitschburger Straße im Kölner Stadtwald. Hier starten die "Top-Läufer"
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Das LT der DSHS Köln verzeichnete 4786 Anmeldungen. Eine große Zahl nur für einen Nikolauslauf. Die meisten Läufer zählte der "Funrun" mit genau 3100 Voranmeldungen. Im "Toplauf" waren 1375 Läufer angemeldet. Der Rest, 311 Läufer, waren junge Lauftalente.

Ende Oktober vermeldete das Team um Schneider, dass "aufgrund der bereits sehr hohen Anmeldezahlen die Zielzeit im Toplauf von bisher 50 auf 55 Minuten" erweitert werde. Damit wollte man den "Toplauf" über zehn Kilometer auch für reine Hobbyläufer schmackhaft machen. Mit Erfolg.

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Am schnellsten über zehn Kilometer lief am relativ milden Sonntagmorgen in Köln der Leverkusener Max Nores. Der Athlet vom TSV Bayer 04 Leverkusen siegte in herausragenden 30:43 Minuten. "Lokalmatador" Alois Ebel, Milers Colonia 2020, kam als Zweiter ins Ziel. Die Uhr blieb bei 31:11 Minuten stehen. Jannis Tigler von der LG Aachen komplettiere das Podium in 31:22 Minuten.

Vor dem Start des Kinderlaufs… Nach erfolgtem Startschuss…

Bei den Frauen gab es ebenfalls "Top-Zeiten". Sarah Schäperklaus siegte in 34:56 Minuten. Die junge Läuferin vom Marathon-Club Menden ließ keine Zweifel aufkommen, wer bei den Frauen das Rennen macht. Dahinter lief Therese Schuhenn vom ASV Köln in 36:22 Minuten ins Ziel. Annasophie Dress von Bayer Leverkusen wurde dahinter in 36:32 Minuten starke Dritte.

"Das waren alles sehr gute Zeiten, bravo", sagt Claudia Schneider nach dem Lauf. Berücksichtigt man die teils eckige "Rundstrecke" - sie ist DLV-vermessen und somit bestenlistenfähig, aber alles andere als schnurrgerade - erscheinen die Zeiten noch stärker.

 

Den sogenannten Funrun über zehn Kilometer gewann Till von Bracht in 38:22 Minuten. Der Läufer, der für eine Krankenkasse an den Start ging, distanzierte klar Joe Poppe von "ToE Running Club" in 42:49 Minuten auf Rang zwei und den für eine Versicherung laufenden Kai Eschweiler, 43:19 Minuten, auf Rang drei.

Jana Tissen siegte bei den Frauen. Ihre Zeit im Ziel: 46:11 Minuten. Hinter der vereinslosen Läuferin kam Karin Beckers-Rütten von der Laufschule Rur-Activ in 46:59 Minuten ins Ziel. Olesia Liubinetska wurde in 47:01 Minuten und damit nur zwei Sekunden hinter Beckers-Rütten Dritte.

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Die Sieger des "Top-Laufs" Die Siegerinnen des "Top-Laufs"
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Der Clou beim Funrun ist, dass die Läufer nach jeder Runde à 3,4 Kilometer, die erste ist etwas länger als die beiden anderen, entscheiden können, ob sie weiterlaufen oder rechts ins Ziel einbiegen. Laura Roch von Fairtrade Deutschland optierte für zwei Runden und lief nach 6,7 Kilometern in 33:46 Minuten ins Ziel. Carolin Schöpe, vereinslos, wurde in 34:36 Minuten Zweite und Kristin Meier, vereinslos, in 34:45 Minuten Dritte

Josef Pauli, ebenso ohne Verein, siegte locker in 28:52 Minuten vor dem vereinslosen Yannick Lotter in 31:15 Minuten und vor Luca Schäfer. Der Läufer von TuS Königsdorf A2 verlor im Schlusssprint hauchdünn gegen Lotter. Nur eine Sekunde trennten beide.

3,4 Kilometer und damit nur eine Runde lief Annika Benz. Die "ASVerin" aus Köln siegte in 14:20 Minuten vor Nicole Scheffer, ohne Verein, 18:12 Minuten, und Caroline Höller von Pilates Köln-Junkersdorf in 18:40 Minuten.

Bei den Männern war Diego Gündüz Benito von "Caspar, Melchior & Bald-Da" in 12:46 Minuten am schnellsten. Houd Mdaini von der TFG 1878 Köln-Nippes sicherte sich in 14:32 Minuten Platz zwei. Dritter wurde Marco Johan Kuhlen in 16:34 Minuten.

Der Austragungsort, der Stadtwald, wurde am Ende des 19. Jahrhunderts geschaffen, er liegt im Kölner Stadtbezirk Lindenthal und ist eine riesige Parkanlage mit einem Wildgehege, Weihern und Wasserkanälen sowie mit Sport- und Spielplätzen und einem weitverzweigten Wegenetz. Die Grünanlage ist ein beliebtes linksrheinisches Naherholungsgebiet.

Bericht von David Bieber
Fotos © LT DSHS Köln

Ergebnisse www.frielingsdorf-datenservice.de
Info koelner-nikolauslauf.de

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