28.12.25 - 47. Spiridon Mainova Silvesterlauf Frankfurt/Main

Teilnahmerekord unter strahlender Wintersonne

von Jörg Engelhardt 

Mit 2720 Zieleinläufen auf allen angebotenen Strecken, bei 3471 Anmeldungen, erlebt der Frankfurter Silvesterlauf den höchsten Teilnahmezuspruch in seiner langen Geschichte.

 

Seit 1979 gibt es in Frankfurt einen Silvesterlauf. Über seine lange und traditionsreiche Geschichte stand in der Vergangenheit auf den LaufReport-Seiten schon einiges zu lesen. Dass er schon seit nicht nur Jahren, sondern Jahrzehnten Hessens größter Silvesterlauf ist, wurde in den vergangenen Jahren schon oft genug erwähnt. Das Attribut Deutschlands größter Silvesterlauf zu sein, wurde zuletzt dem Silvesterlauf von Werl nach Soest in Nordrhein-Westfalen zugesprochen. Dort wurden vor Jahresfrist mehr als 8000 Finisher auf der 15 Km langen Punkt-zu-Punkt-Strecke gezählt.

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47. Spiridon Mainova Silvesterlauf: herrliches Winterwetter, Anmelderekord beim Hauptlauf, über 1000 Zieleinläufe allein bei den Frauen sowie Finisherrekord bei den Kinderläufen
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Eine Zahl, die die größte hessische Laufveranstaltung am Jahresende erwartungsgemäß nicht erreichen konnte. Dennoch wurde der letztjährige Teilnahmerekord, der insgesamt 2650 Zieleinläufe in allen Wettbewerben erfasste, bereits wieder übertroffen.

 

Den Grund dafür, dass die Veranstaltung heute, wie auch der noch größere Halbmarathon, der im kommenden Frühjahr am 22. März gemeinsam mit der Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften über die Bühne gehen wird, in den letzten Jahren nach Ende der Corona-Pandemie stetig wachsen konnte, sieht der Vorsitzende des veranstaltenden Vereins Spiridon Frankfurt, Dr. Michael Spreng, in der Zusammenarbeit mit der Darmstädter Veranstaltungsagentur Eventpower: "Ohne die Zusammenarbeit mit Eventpower könnten wir aus eigener Kraft die stetig steigenden Melde- und Finisherzahlen nicht bewältigen. Die ganzen technischen und organisatorischen Voraussetzungen, die dafür notwendig sind, könnten wir allein durch ehrenamtliche Mitarbeit unserer engagierten Mitglieder überhaupt nicht erfüllen."

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Ob vor, während oder nach dem Lauf, frisch gebackene Waffeln fanden großen Anklang bei Groß und Klein

Dabei ist, und darauf legt der Vorsitzende des größten hessischen Ausdauersportvereins wert, der Lauf immer noch eine vereinseigene Veranstaltung. Denn ohne den großen Helferstab aus den vereinseigenen Reihen wäre die Vielfalt der zu erledigenden Aufgaben nicht zu erbringen. Die Hybridlösung, die jahrzehntelang vereinseigenen Veranstaltungen durch die Zusammenarbeit mit einer professionellen Veranstaltungsagentur am Leben zu halten und zudem auch noch weiter zu entwickeln, hat sich aus der Sicht des Vorsitzenden und der übrigen Vorstandsmitglieder bewährt und wird trotz anfänglicher Skepsis langjähriger Club-Mitglieder längst nicht mehr in Frage gestellt. Denn dafür verliefen die letzten Auflagen der beiden Laufveranstaltungen viel zu erfolgreich. Obwohl sowohl der Silvesterlauf als auch der Halbmarathon schon in völliger Eigenregie die größten ihrer Art in Hessen waren, sind sie nunmehr nochmals gewachsen.

 

Der heutige Silvesterlauf, der anders als andere Silvesterläufe grundsätzlich am letzten Sonntag des Jahres ausgetragen wird und eben nicht am Silvestertag selbst, zieht mittlerweile über Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hinaus, auch Regiostars aus anderen Bundesländern an. Diesmal zum Beispiel mischte sich Fabian Bock vom Berliner SV 1892 unter die überwiegend aus Hessen und den bereits erwähnten Nachbarbundesländern, die von Frankfurt aus allesamt deutlich weniger als 100 Kilometer entfernt liegen, unter die Schar der Laufbegeisterten aus der näheren, wie auch weiteren Umgebung der Main-Metropole.

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Pokale für alle drei Ersttplatzierten der beiden Nachwuchsläufe über 2 km und 4 km stehen für die schnellsten Mädchen und Jungen aller Altersklassen bereit

Keine Frage: Der Frankfurter Silvesterlauf hat selbst bei Spitzenläuferinnen und -läufern aus anderen Bundesländern erheblich an Ansehen gewonnen. In den beiden vergangenen Jahren war das Geschwisterpaar Julia und Lukas Ehrle, das sowohl im Berglauf als auch auf der Straße und Bahn auf große internationale und nationale Erfolge verweisen kann, ein gutes Beispiel hierfür. Fabian Bock, der zwischen den in der Region ansässigen Favoriten den Hecht im Karpfenteich verkörperte, war in diesem Jahr ein weiteres Beispiel. Zwar waren die erzielten Siegerzeiten nicht mehr ganz so schnell wie in den letzten beiden Jahren, dennoch konnten auf der schnellen 10-Km-Strecke wieder Ergebnisse erzielt werden, die beim Gros der zahlreichen Silvesterläufe in Deutschland so noch nie zustande gekommen sind.

 

Zum zweiten Mal nach der erfolgreichen Premiere vor 12 Monaten, ging auch diesmal wieder der Bambinilauf ohne Zeit- und Ergebniswertung über die Bühne. Bei diesem Programmauftakt gab es sogar den größten Zuwachs an Teilnehmenden zu verzeichnen. Hier stieg die Anzahl der Mädchen und Jungen von 21 auf 68. Ein satter Zuwachs also, der den Lauf wohl endgültig im Veranstaltungsprogramm etabliert haben dürfte. Doch der erste Wettbewerbslauf war wie immer der 2 km Schülerlauf, der den Altersklassen U7-U12 vorbehalten war.

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Ohne Zeit- und Platzierungswertung laufen die Kinder beim Bambinilauf ins Ziel Zudem feiern Dinosaurier-reitende Schlussläufer ihre Premiere bei den Jüngsten im Tagesprogramm

2 km Schülerlauf

73 Mädchen und 109 Jungen sorgten bei der 29. Auflage für das größte Starterfeld aller Zeiten. Bei den Mädchen sollte einmal mehr eine Läuferin aus dem scheinbar unerschöpflichen Talentebrunnen des SSC Hanau-Rodenbach nicht zu besiegen sein. Lena Baumgart hatte den Rest des Feldes zu jeder Zeit unter Kontrolle. Nach 8:17 min. war sie im Ziel und konnte sich als Siegerin feiern lassen. Die ebenfalls in der Region, aber gerade auch bei dieser Veranstaltung schon oft auf Spitzenplätzen zu findende Leonie Stockmar (SC Steinberg) hatte schon einen recht großen Rückstand und belegte nach 8:30 min. den zweiten Platz. Das Podium in der Gesamtwertung konnte Charlotte Tappen (SC Oberursel Tri-Kids) komplettieren. Für sie wurde eine Endzeit von 8: 42 min. registriert.

 

Alle drei Erstplatzierten gehören der WK U12 an. Weitere Altersklassensiege gab es für Jordan Moises (SSC Hanau-Rodenbach - WK U10, Alicia Weis (TSG Niederhofheim - U11), Lara Sophie Haas (TV Seeheim - WK U9), Lisa Bender (Eintracht Frankfurt - WK U8 und Clara Vogel (TG Schwanheim - WK U7).

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Lucas Heber vom Tria-Team Bruchköbel/ SSC Hanau-Rodenbach gewinnt unangefochten den 2 km langen Schülerlauf Lena Baumgart vom SSC Hanau-Rodenbach siegt bei den Schülerinnen über 2km

Bei den Jungs konnte Lucas Heber (Tria-Team-Bruchköbel / SSC Hanau-Rodenbach) einen überzeugenden Sieg herauslaufen. Nach 7:35 min. blieb für ihn die Uhr stehen, was neben dem Gesamtsieg auch den Sieg in der Altersklasse MK U12 zur Folge hatte. Der zweitplatzierte Carlos Wewerka (Enjoylife - gesund und vital) durfte dann nach 7:53 min. neben dem zweiten Gesamtplatz auch den Sieg in der WK U11 perfekt machen. Das Podium bei den Jungs komplettierte Rafael Herrmann (SC Oberusel Tri-Kids), der seinen Lauf nach 7:58 min. ins Ziel brachte und damit auch in der MK U11 den zweiten Platz einnahm.

Außerdem gab es Altersklassensiege für Toni Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach (MK U10), Anton Wenzel (TV Preungesheim - MK U9) sowie Manuel Naurath (Frankfurt am Main - MK U8) und Matteo Siegmund (Frankfurt am Main - MK U7).

4 km Schülerlauf

Johanna Bertsch vom SSC Hanau-Rodenbach war bei den Mädchen in der Gesamtwertung die klare Nummer 1. Als sie nach 16:16 min. den Zielstrich überquerte, war von den übrigen Mädchen im Feld lange nichts zu sehen. Natürlich war sie damit auch in der WJ U13 nicht zu schlagen. Spannender als der Kampf um den Sieg verlief die Auseinandersetzung um die Plätze 2 und 3. Hier kamen Aria Weis (TSG Niederhofheim) und Ida Troge (SC Oberursel Tri-Kids) mit exakt gleicher Brutto- wie auch Nettozeit ins Ziel. Für beide wurde 17:58 min. als Endzeit erfasst. Das Lebensalter gab den Ausschlag zugunsten von Aria Weis, die wie die Gesamtsiegerin auch der Altersklasse WJ U13 angehört. Ihr wurde der zweite Gesamtplatz zuerkannt. Ida Troge landete auf dem Bronzerang, durfte sich aber über den Sieg in der WJ U15 freuen. Weitere Altersklassensiege gab es für Nora Daraz (SG Enkheim - WJ U16) und Mailin Seelig (TG Sachsenhausen 04 - WJ U14).

Johanna Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach) ist schnellste Schülerin über 4 km Aria Weis (562) von der TSG Niederhofheim und Ida Troge (590) vom SC Oberursel Trikids kommen zeitgleich ins Ziel. Aria wird wird Zweite und siegt in der U13. Ida wird Dritte bei den Mädchen und freut sich über den U15-Sieg

Beim Lauf der Jungs konnte sich Yuuki Manavski vom Offenbacher Vorstadtclub OSC Rosenhöhe den Sieg erlaufen. Mit einer Endzeit von 14:33 min. hatte er keine Konkurrenz zu fürchten. Er gehört der MJ U15 an, die er natürlich auch gewann. Der zweite Platz wurde von Felix Boch (TuS Laubach) eingenommen, der sich mit der Endzeit von 15:07 zudem zum Sieger in der Altersklasse MJ U16 kürte. Den letzten freien Platz auf dem Siegerpodest der Gesamtwertung nahm Felix Domas (LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain) in Beschlag, der nach 15:13 min. den 2. Platz in der MJU16 ins Ziel bringen konnte. Ebenfalls mit Siegen in ihren Altersklassen konnten Keanu Müller (SC Oberusel TriKids - MJ U13) und Malte Bohrer (ebenfalls SC Oberusel TriKids - MJ U14) glänzen.

Yuuki Manavski (OSC Rosenhöhe) sorgt für den Sieg eines Offenbachers beim 4 km langen Schülerlauf Stolz präsentieren einige Siegerinnen und Sieger in den Altersklassen der beiden Schülerläufe ihre gewonnen Pokale

31 Mädchen und 50 Jungs konnten diese sportliche Herausforderung erfolgreich meistern.

10 km Hauptlauf

Mit 1002 Frauen und 1387 Männern im Ziel war der längste Lauf des Tages natürlich auch wieder der Teilnahmestärkste. Allerdings war das Feld im Elitelauf, der Punkt 12 Uhr genau fünf Minuten vor dem Rest des Feldes auf die Reise ging, diesmal zumindest bei den Männern nicht ganz so stark besetzt wie vor 12 Monaten. Damals konnte Marc Tortell von den Karben Athletics in 29:29 min. einen neuen Streckenrekord aufstellen. Eine ähnlich starke Siegerzeit sollte allerdings erwartungsgemäß nicht zustande kommen.

Dennoch waren mit Patrick Andres (LG Bischofsheim-Ginsheim) und Yihun Fantahun Gezahign (TuS Kelsterbach) zwei Top-Athleten aus dem an das Frankfurter Stadtgebiet grenzenden Landkreis Groß-Gerau am Start. Beide haben in der jüngeren Vergangenheit schon des Öfteren die heiß begehrte 30-Minuten-Marke auf dieser Distanz geknackt. Als weitere schon überregional ins Blickfeld geratene Spitzenläufer waren Fabian Bock vom Berliner SV 1892 und dem mit großen nationalen und internationalen Erfolgen auf verschiedenen Ultralauf-Distanzen versehene Florian Neuschwander (PTSV Rosenheim) mit von der Partie. Allerdings sind beide noch nie in ihrem Läuferleben unterhalb der 30-Minuten-Marke geblieben. Selbiges gilt auch für Simon Bong, der zwar immer noch für den Hamburger Renommierclub LT Haspa Marathon Hamburg an den Start geht, aber schon seit längerer Zeit aus beruflichen Gründen in Frankfurt ansässig ist. Große Erfolge hatte er vor allem auf der Halbmarathondistanz zu verzeichnen.

Zu Beginn haben Fabian Bock (92) und Florian Neuschwander (5009) erst einmal die Führung im 10 km Hauptlauf übernommen. Patrick Andres (59) und Yihun Fantahun Gezahign (638), direkt dahinter, werden später den Sieg unter sich ausmachen. Der am Ende der Spitzengruppe laufende Simon Bong (halb verdeckt) läuft noch auf den vierten Platz vor Karl Hempel sichert sich den Sieg in der M35 und wird zudem Frankfurter Kreismeister

In der Tat konnten Florian Neuschwander, der bis vor einigen Jahren auch mal für den gastgebenden Verein Spiridon Frankfurt die Laufschuhe geschnürt hat, und auch Simon Bong, das Tempo der beiden favorisierten Läufer recht lange mitgehen. Der bereits erwähnte Fabian Bock konnte den beiden Führenden sogar noch ein ganzes Stück länger folgen, sollte aber, bislang mit einer persönlichen Bestzeit von 30:45 min. ausgestattet, die er im Sommer diesen Jahres in seiner Heimatstadt Berlin erzielt hat, noch ein ganzes Stück zurückfallen. Dennoch gelang es ihm zumindest die beiden Mitverfolger auf recht komfortable Distanz zu halten. In der Endabrechnung hatte sich sein Ausflug in die Main-Metropole auf jeden Fall ausgezahlt. Denn der dritte Platz bei einem sehr renommierten Silvesterlauf war ihm nicht zu nehmen und mit der Endzeit von 30:43 min. (netto) konnte er seine persönliche Bestzeit nochmals, wenn auch nur um 2 Sekunden, unterbieten. Jetzt steht eine persönliche Bestzeit von 30:43 min. zu Buche, was mit ein Garant dafür sein dürfte, dass sich auch künftig andere Regiostars aus weiter entfernten Bundesländern auf den Weg nach Frankfurt machen, um hier eine neue persönliche Bestzeit zu erzielen. Die schnelle Strecke gibt das gerade bei einem Bilderbuchwetter wie diesmal auf jeden Fall her.

Patrick Andres kürt sich nach seinem dritten Platz vor zwei Jahren und dem undankbaren vierten Platz im letzten Jahr, zum Sieger des 47. Spiridon Mainova Silvesterlauf Frankfurt. Zudem unterbietet er als einziger Läufer die 30 Minuten Marke Yihun Fantahun Gezahign, belegt wie vor 12 Monaten, den zweiten Platz

Spannend blieb es im Kampf um den Tagessieg, denn Yihun Fantahun Gezahign und Patrick Andres belauerten sich ständig. In der zweiten Rennhälfte konnte der letztjährige Zweite Yihun Fantahun Gezahign, dem Dritten des Jahres 2023 und Vierten der letztjährigen Auflage, Patrick Andres, davoneilen. Doch am Ende hatte der Sieger des Mainzer Halbmarathons im Jahre 2023 dann doch die besseren Reserven und machte auf dem letzten Kilometer den Tagessieg klar. Nach 29:59 min. konnte er das Zielband durchbrechen und sich zum Sieger der diesjährigen Auflage küren. Mit diesem Ergebnis bleibt zum dritten Mal in Folge der Sieger des Frankfurter Silvesterlaufs unter der Schallmauer von 30 Minuten. Yihun Fantahun Gezahign, der im vergangenen Jahr seinen heutigen Bezwinger schlagen konnte, musste diesmal wieder mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen. Für ihn wurde eine Endzeit von 30:04 min. ermittelt. Eine Zeit, die in früheren Jahren an gleicher Stelle sicher noch zu einem souveränen Sieg geführt hätte.

Für die weite Anreise aus Berlin belohnt sich Fabian Bock mit dem dritten Platz Florian Neuschwander (PTSV Rosenheim) gewinnt als 5. die M40

Auch im Kampf um den undankbaren vierten Platz ging es fast bis zum Ende noch ziemlich spannend zu. Simon Bong behielt mit der Endzeit von 31:05 min. das bessere Ende für sich, während der nach 31:08 einkommende Florian Neuschwander mit seinem fünften Gesamtplatz zumindest noch den M40-Sieg feiern konnte.

Als Höhepunkte im kommenden Jahr nennt der heutige Tagessieger seine Teilnahme an den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften, die ja in unmittelbarer Nähe zum heutigen Austragungsort vom gleichen Veranstalter ausgerichtet werden. Auch eine Teilnahme am Kraichgau-Triathlon 70.3 hat er ins Auge gefasst. Mit seiner derzeitigen Form scheint er für beide Vorhaben schon ziemlich gut gerüstet zu sein.

Bei den Frauen ging es weit weniger spannend zu. Denn zu überlegen war Triathlon-Staffel-Weltmeisterin Annika Koch (TuS Griesheim), die im vergangenen Jahr den Lauf in 33:59 min. ziemlich eindrucksvoll gewonnen hatte. Heute fehlte ihr ein bisschen die starke Konkurrenz, so dass sie ihr Rennen in immer noch sehr guten 34:43 min. kontrolliert zu Ende brachte.

Zum zweiten Mal in Folge gewinnt Annika Koch den Spiridon Mainova Silvesterlauf Frankfurt. Der neben ihr einlaufende Niederländer Gert-Jan Wetzelaer wird Zweiter in der M35 Jana Uderstadt wird im Frauenrennen erneut Zweite. Außerdem wird sie den Sieg in der W30 mit nach Hause nehmen

Auch hier kam es zu einem Déjà-vu Erlebnis, denn wie schon zuvor bei den Männern, wurde die Vorjahreszweite wieder Zweite. Jana Uderstadt (DSW 12 Darmstadt Triathlon) lieferte sich mit Kerstin Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach) einen spannenden Kampf um den zweiten Platz. In der Tat kamen beide mit einer Nettozeit von 36:02 min. ins Ziel. Jana Uderstadt, die erneut auch die W30 gewann, wurde mit 36:03 brutto der zweite Platz zugesprochen, während Kerstin Bertsch (36:05 brutto) mit dem unangefochtenen W35-Sieg das Rennen einmal mehr mit einem Podiumsplatz abschloss.

Die heutigen Erfolge ihrer Kinder dürften ihr ohnehin wieder viel Freude gemacht haben. Denn neben Tochter Johanna, die den 4 km Lauf gewann und Sohn Toni, der im 2 km Lauf die Altersklasse MK U10 gewann, war auch der etwas ältere Emil in der Altersklasse MK U11 erfolgreich. Er konnte sie zwar nicht gewinnen, stieg aber als Dritter in seiner Altersklasse bei der anschließenden Siegerehrung ebenfalls auf das Podest.

Knapp hinter Dennis Mahle vom TV Maikammer aus der Pfalz, läuft Kerstin Bertsch einmal mehr auf das Siegerpodest. Sie komplettiert das Podium in der Frauenkonkurrenz Auf Platz 7 im Gesamteinlauf sichert sich Anna Herzberg von Spiridon Frankfurt, wie zuvor schon ihr Partner Karl Hempel bei den Männern, den Frankfurter Stadtmeistertitel

Leonie Gieser (LC Olympia Lorsch) sicherte sich den vierten Platz mit einer Endzeit von 36:17 min. Während nach ihr Johanna Mankell (VfL Marburg) in 37:10 min. den fünften Platz erzielen konnte.

Der Frankfurter Silvesterlauf hat mit teilweise spannenden Rennverläufen und einer einmal mehr sehr gekonnten Organisation seine bisherige Erfolgsgeschichte fortgeschrieben. Wieder war die Veranstaltung vorzeitig ausgebucht. Beim kommenden Frankfurter Mainova Halbmarathon waren die mehr als 12.000 Startplätze sogar schon kurz nach Öffnung des Anmeldeportals vergriffen. Die nächste Bewährungsprobe lässt nicht allzu lange auf sich warten und dieses Mal wird nicht nur - so wie heute - ein neuer Teilnehmerrekord zu vermelden sein, nein es werden auch noch Deutsche Meister in der Gesamtwertung wie in den Altersklassen gekürt.

Das Podium der Frauen im 10 km Lauf: 2. Jana Uderstadt, Siegerin Annika Koch und 3. Kerstin Bertsch Das Podium der Männer: 2. Yihun Fantahun Gezahign, Sieger Patrick Andres und 3. Fabian Bock
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Keine allzu leichte Aufgabe für das fleißige Organisations- und Helferteam sowie die Veranstaltungsagentur Eventpower, aber sicherlich auch eine, trotz aller Mühen, sehr schöne. Der Frankfurter Mainova Halbmarathon wird ein würdiger Gastgeber für die Deutschen Meisterschaften sein. Davon kann man nach dem Silvesterlauf ausgehen.

Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt

Ergebnisse & Infos www.spiridon-silvesterlauf.de

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