8.11.25 - 49. Limes-Winterlaufserie Pohlheim - 1. LaufSerien-Auftakt sorgt für gute Stimmung |
| von Helmut Serowy |
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Mit der Bezeichnung "Limes-Winterlaufserie" erinnern die Organisatoren der Winterlaufserie - deren Strecken durch die Feldgemarkungen zwischen Watzenborn-Steinberg, Grüningen und Holzheim führen - an markante historische Ereignisse. Immerhin befand sich auf diesem Gebiet der nördlichste Punkt der römischen Grenzbefestigung rechts des Rheins. |
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| Start zum Auftakt-Rennen der Limes-Winterlaufserie über 10 km | Läufe werden auch zum Genießen genutzt |
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Um ihren Machtbereich zu schützen und die landwirtschaftlich interessante Wetterau in den römischen Besitz zu integrieren, begannen die Römer unter Kaiser Domitian (83 bis 85 n. Chr.) mit der Errichtung ihrer Grenzbefestigung - des Limes. Zirka 150 Kilometer des Limes laufen durch Hessen - davon 23,4 Kilometer durch den Landkreis Gießen. Durch die Großgemeinden Pohlheim, Langgöns, Linden, Lich und Hungen verläuft der nördlichste Streckenabschnitt des obergermanisch-rätischen Limes. Im heutigen Kreisgebiet haben die Römer neben Limeswall und -graben 26 Wachtürme, sechs Kleinkastelle und zwei Kastelle errichtet. Etwa um 260 n. Chr. gaben die Römer das Gebiet auf und zogen sich auf die linke Rheinseite zurück.
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In der Gemarkung Pohlheim führt der obergermanisch-rätische Limes durch die Stadtteile Holzheim, Grüningen und Watzenborn-Steinberg sowie Garbenteich. An dem 18,1 Kilometer langen Grenzwall konnten durch archäologische Untersuchungen zehn Turmstellen und zwei Kleinkastelle nachgewiesen werden. |
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In der Grüninger Gemarkung ist noch oberhalb der Straße in Richtung Watzenborn-Steinberg auf einem Hügel mit einem Durchmesser von 18,90 m das alte Fundament eines früheren römischen Wachturm zu erkennen. Neben dem historischen Turmfundament hat die Heimatvereinigung Schiffenberg im Jahre 1967 einen römischen Steinturm mit davor liegendem Wall, Graben und Palisadenzaun nachgebaut.
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| Lang zieht sich die Läuferschlange durch die Gemarkung | Die Läufer des Mittelfeldes sind schwungvoll unterwegs |
Neben der Landstraße zwischen Grüningen und Langgöns ist am Limes-Wanderweg ein weiteres Zeugnis der römischen Vergangenheit zu erkennen: Reste eines Limes-Walles sowie eines Kleinkastell. Bei diesem Kleinkastell handelte es sich vermutlich um eine Straßen- und Zollstation. Das Kastell wurde zwischen 1988 bis 1991 ausgegraben und restauriert. Nebel waberte beim Auftakt der 49. Limes-Winterlaufserie in Pohlheim nicht nur über der römischen Geschichte, sondern auch über den Laufstrecken. Dennoch herrschten gute Laufbedingungen für die 309 gemeldeten Starter. Die Organisatoren zeigten sich hochzufrieden mit Ablauf und Teilnehmer-Resonanz: "Ein gelungener Auftakt - sportlich stark, gut organisiert und mit hervorragender Stimmung. Das macht Lust auf die weiteren Läufe der Serie". Nach dem 10-km-Einstieg folgen im Januar der 15-km-Lauf (der zugleich für die Laufserie um den Mittelhessen-Cup 2026 gewertet wird) sowie im Februar der Halbmarathon.
Um 14 Uhr startete der Pohlheimer Bürgermeister Andreas Ruck vor der Adolf-Reichwein-Sporthalle in Watzenborn-Steinberg den 10-km-Lauf der 49. Limes-Winterlaufserie Pohlheim. Obwohl sich den Läufern auf ihrer Runde zahlreiche Steigungen in den Weg stellen, setzte sich mit Mathias Schneider vom TeaM TriranhaS und Moritz Weiß von der LGV Marathon Gießen schnell ein Duo vom Feld ab. Der Vorjahres-Zweite Mathias Schneider steigerte sich auf 33:20 min und holte sich diesmal den Sieg. Der in Pohlheim bereits oft erfolgreiche Moritz Weiß gewann nach 33:45 min als Zweiter die M30.
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| Mathias Schneider gewinnt das 10-km-Rennen | Als Zweiter siegt Moritz Weiß in der M30 | Trailspezialist Benjamin Löw holt sich Bronze | Der Vierte, Philip Scharck, gewinnt erneut die M35 |
Der Berg- und Traillauf-Spezialist Benjamin Löw (Trailbuddies Hessen) lief nach drei Kilometern auf den dritten Rang nach vorne und hielt diese Position mit 35:25 min bis zum Ziel. Der M30-Zweite war mit seiner Leistung hochzufrieden. "Nach den Bergläufen möchte ich in der nächsten Zeit auf flacheren Strecken meine Grundschnelligkeit verbessern", gab er einen Einblick in seine weitere Planung. Philip Scharck von der LGV Marathon Gießen verteidigte seinen vierten Platz. Mit 36:36 min lag er wieder in der M35 in Front und hielt damit den auf Platz fünf einkommenden Timo Biedenkapp vom TV Saasen (37:08 min) in Schach.
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| Souverän in der M50: Markus Schraub | Stefan Kopp stürmt zum Erfolg in der M60 | Auf dem Weg zum nächsten Serien-Erfolg in der M70 ist Harald Schick (488) | Die M75 gewinnt Alfred Baur |
Max Vor vom TV Haiger schaffte mit 38:28 min als Sechster den dritten Rang in der M30 und setzte sich im Duell mit dem M50-Dominator Markus Schraub vom TSV Krofdorf-Gleiberg (38:35 min) im Finish durch. Sichere Klassensiege verbuchten in der M40 und in der M45 Felix Bußmann vom TuS Dahle 04 (39:08 min) und Matthias Däfler (Y-Runners, 40:48 min). In der M55 und der M60 waren Jens Möbus (42:06 min) und Stefan Kopp (42:48 min) vom TSV Krofdorf-Gleiberg erfolgreich unterwegs. Volker Walch hatte mit 47:46 min die M65 unter Kontrolle.
Harald Schick vom Lauf-Treff Biebertal - M70-Seriensieger 2024/25 - setzte mit einem weiteren überlegenen Klassen-Sieg nach hervorragenden 47:20 min die Pflöcke für eine Titelverteidigung. Alfred Baur vom TV Wetterfeld übernahm mit 55:21 min die Spitze in der M75.
Bei den hessischen Marathonmeisterschaften setzte Verena Goldfuß vom TSV Krofdorf-Gleiberg ihre starke Form der letzten Monate zu einer Steigerung um acht Minuten auf 2:52:17 Stunden und den Gewinn des Hessenmeister-Titel der Frauen um. Beim 10-km-Lauf in Pohlheim feierte das Moderatoren-Duo Markus Bourcarde und Sven Schnitker von den Running Voices sie nach 39:25 min erneut als klare Siegerin. Flott unterwegs war auch die Gesamt-Zweite und W40-Siegerin Jana Schütt von Blau-Gelb Marburg. Die W40-Zweite der hessischen Marathon-Meisterschaften mit Bestzeit von 3:05:29 Stunden erreichte nach 44:53 min das Ziel.
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| Zu W45-Gold läuft Kerstin Schmitz | Bettina Zenelji führt die W55 an | In der W60 liegt Bärbel Camara vorne | Auf Siegkurs in der W70 ist Petra Schladitz |
Vom vierten auf den dritten Rang verbesserte sich Laura Bareth vom TSV Krofdorf-Gleiberg. Mit 45:13 min holte sie zudem Silber in der Frauen-Hauptklasse. Dahinter freuten sich Magdalena Fritsch von der TSG Leihgestern mit 46:33 min und Lena Köhler mit 47:24 min über ihre Erfolge in der W35 und der W30. Kerstin Schmitz vom RVW Gambach (48:16 min) gewann die W45. Joana Peralta (52:47 min) lag in der W50 vor Kerstin Nissel (Wetzlar, 52:57 min). Bettina Zenelji vom Team Naunheim feierte nach ihrem Vizemeister-Titel bei den hessischen Marathonmeisterschaften in der W55 in Pohlheim nach 52:06 min den Klassensieg. Erfolgreich waren zudem in der W60 Bärbel Camara vom TSV Cappel (56:31 min), in der W65 die durch eine Verletzung ausgebremste Birgit Zöllner vom Lauf-Treff Roßbachtal (1:14:49 Stunden) und in der W70 Petra Schladitz vom TV Kesselbach (56:21 min).
Zwei Steigungen bremsen auch die Starter über 5 Kilometer bei der Limes-Winterlaufserie in Pohlheim etwas ein. Den bei allen drei Serien-Veranstaltungen angebotenen Lauf hatte bei der 49. Auflage der vereinslose Sina Sobhani mit 16:47 min unter Kontrolle. Die weiteren Medaillen-Ränge sicherten sich Luis Graulich von der LGV Marathon Gießen in 17:23 min und Fynn Behle mit 17:59 min.
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| Das 5-km-Rennen dominiert Sina Sobhani | Silber holt sich Luis Graulich | Fynn Behle folgt als Dritter |
Den vierten Platz erreichte der letzte Serien-Sieger Daniele Dentico in 19:26 min vor dem erneut schnellsten M60-Starter Michael Regina vom TV Waldstraße Wiesbaden, der mit 19:44 an seine vorhergehenden Leistungen anschloss. Bereits auf den Plätzen sieben und acht landeten die Schüler der U12 und der U14 - Mats Siegfried von der LG Wettenberg (20:27 min) und Max Dietrich von der LG Langgöns-Oberkleen (21:09 min).
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| Überlegene 5-km-Siegerin wird Jana Jasmin Stumpp | Die schnellste W45-Läuferin, Simone Dietrich, freut sich über Silber | Bronze gewinnt Jessica Walker |
Jana Jasmin Stumpp von der LGV Marathon Gießen - Zweite der Serie 2024/25 - siegte zum Auftakt der aktuellen Winterlauf-Serie mit 22:17 min souverän. Um die weiteren Podestplätze rangelte sich ein Quartett. Die schnellste W45-Läuferin Simone Dietrich von der LG Langgöns-Oberkleen hatte letztlich mit 25:27 min als Zweite die Nase knapp vor Jessica Walker (25:37 min). Auf den Plätzen vier und fünf trennte Marie Geus vom VfL Neustadt (25:37 min) und Christin Heimann (25:38 min) lediglich eine Sekunde.
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Zeitgleich mit den Läufern wurden auch die Walker auf die 5-km-Strecke geschickt. Die Männer führte Jürgen Viehl vom Treiser LWT in 32:34 min vor Detlef Eckhardt vom TV Weifenbach (33:42 min) und Michael Welsch von den Griedelbacher Läufern (35:11 min) an. Stark präsentierte sich als Gesamt-Schnellste die Frauen-Siegerin Jessica Caplan mit beachtlichen 32:25 min. Erneut die Plätze zwei und drei erreichten Eva Maria Mombour-Neunzerling vom LC Eschenburg (36:15 min) und Ines Seifried vom Wiesecker Kanu-Club (40:07 min).
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Bericht und Fotos von Helmut Serowy Ergebnisse my.raceresult.com & Infos www.turnverein07.de Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER |
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