22.11.25 - 31. Kalmit-Berglauf Maikammer

Keine Glättegefahr beim Aufstieg zur Kalmit

von Wilfried Raatz 

Informationen zum Lauf 2026 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE?

 

Es war ein perfekter Tag in der Pfalz! Aber für wen? Für Leander Fink? Für Jonas Lehmann? Für Charlotte Baßler? Für den TV Maikammer? Richtig. Aber nicht nur für diese genannten, sondern eigentlich für die meisten der 400 Finisher.

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Denn es war kalt, strahlendblauer Winterhimmel in einer reizvollen Schneelandschaft (zumindest im oberen Streckenteil) und eine in der Kürze der Zeit bestens präparierte Strecke. Um es auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen: Der Kalmit-Berglauf 2025 war mit der 31. Auflage wieder einmal ein würdiges Finale des Pfälzer Berglauf-Pokals.

Der Kalmit-Berglauf ruft
Nichts für reine Asphalt-Cowboys:
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Doch nehmen wir einen Schritt nach dem anderen. Wie schon eine Woche zuvor am Potzberg präsentierte sich Leander Fink in brillanter Form. War schon sein Streckenrekord am Potzberg Beleg seiner aktuellen Top-Verfassung. In Maikammer, mit winterlichen Temperaturen gewiss ideale Bedingungen für die einen, eine Herausforderung bei leichten Minusgraden für die anderen, brannte der 24jährige Mediziner ein wahres Feuerwerk ab. Der verdiente Lohn: Seine Siegerzeit von 30:54 bedeuteten "natürlich" auch hier Streckenrekord, dies alles vor dem Hintergrund, dass die neue Strecke 8,3 km und 505 Höhenmeter misst.

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Auf der früheren Traditionsstrecke über 8,1 km bei gleicher Höhendifferenz war Thomas Gregers 29:52 das Maß der Dinge. Es ist müßig zu diskutieren, welcher Kursrekord qualitativ besser ist. Vielleicht ist ein salomonisches Urteil die vernünftigste Lösung dieser Frage.

Keine Glättegefahr beim Aufstieg zur Kalmit

Der Allroundläufer des TV Alzey lief vom Start am Marktplatz weg ein einsames Rennen. Immer vor Augen dabei seine Siegerzeit aus 2024 von 31:22 Minuten. Seine Vorliebe gilt derzeit allerdings dem Straßenlauf mit aktuell starken Verbesserungen vor allem auf der 10 km-Distanz. Da kommen ihm gewiss die zum Ende der diesjährigen Serie anstehenden straßenbetonten Bergläufe gerade recht - die Ergebnisse lassen kaum Wünsche offen. Ein kleiner "Makel" bleibt jedoch bei Leander Fink und seinen Berglauf-Auftritten in diesem Jahr in der Pfalz, denn ihm fehlt der für den Gesamtsieg erforderliche vierte Wertungslauf, nachdem er beim Donnersberglauf, beim Potzberg-Berglauf und nun beim Kalmit-Berglauf so eindrucksvoll dominierte.

Mit dem Donnersberglauf hat Leander übrigens noch eine "Rechnung" offen, was ein flotter Auftakt in die Pfälzer Berglauf-Saison 2026 bedeuten würde. Da im kommenden Jahr, nach dem Rückzug des Rietburg-Berglaufs in Edenkoben, nur noch fünf Wertungsläufe in der Serie anstehen, von denen drei gewertet werden, stellt sich nun für Leander Fink eine neue Situation dar….

Auch an der Kalmit läuft Leander zum Streckenrekord Mit der Startnummer 2 auf Rang zwei: Jonas Lehmann
Belebendes Element: Triathlet Holger Körner mischt auf Anhieb im Berglauf mit

Dies könnte freilich zum Nachteil für Jonas Lehmann gereichen, denn der Heltersberger liebt eher technisch anspruchsvolle Läufe als Parcours, bei denen selbst Carbon-Laufschuhe ungeahnte Vorteile bringen (können). Den Triumph jedenfalls genoss Jonas, der als klarer Zweiter in 32:17 Minuten den ehedem schon sicheren neunten (!) Pokal-Gesamtsieg gewann. Ob er unter dieser veränderten Konstellation auch noch für den zehnten Seriensieg gefeiert werden kann? Warten wir das gewiss spannende Jahr 2026 einmal ab.

Als Zweiter zog der frühere Nationalmannschaftsläufer ein zufriedenes Fazit: "Ich bin mit dem Rennverlauf, der Zeit und der Platzierung sehr zufrieden. Das war alles in allem das Maximum dessen, was heute möglich war!" Und gab unumwunden zu: "Leander war ja wie zu erwarten direkt enteilt. Ich bin die ersten drei Kilometer zusammen mit Holger Körner gelaufen, Lennart Nies war schon gleich ein kleines Stück zurück, sodass es auch keine Überraschungen beim Pfälzer Berglauf-Pokal geben würde!"

Dritter im Berglauf-Pokal wird Tobias Fischer Eric Nies kämpft Ultra David Schneider (304) im Duell mit Triathlet Axel Büchler

Jonas lief mit leichtem Vorsprung die gesamte Strecke zur Kamit hinauf, im Schlepp der erstmals mitmischende Holger Körner, der eine erstaunlich starke Rolle bis ins Ziel hinein abgab. "Ich musste das Tempo bis zum Schluss hochhalten, um Holger auf Distanz zu halten!" Der im großen Tross der Karlsruher Lemminge angereiste Triathlet und 70,3 WM-Starter gab als Dritter mit 32:42 Minuten eine starke Premierenvorstellung beim Kalmit-Berglauf ab. Hinter Holger Körner kamen mit Lennart Nies (33:43) und Tobias Fischer (34:04) die Zweit- und Drittplatzierten der Pfälzer Berglauf-Serie ins Ziel. Auf Rang vier bereits der mit Abstand jüngste Bergläufer der Spitze, Christoph Hörter vom TuS Framersheim mit 21 Jahren.

Mit 21 schon eine konstante Größe im regionalen Berglauf: Christoph Hörter wird Pokalvierter und Sieger M20 Alexander Barnsteiner wird Pokalfünfter und M50-Sieger Alexander (59) und Lukas (389) laufen unter die Top 20

Weitere Mastersläufer sicherten sich die nächsten Plätze mit Alexander Barnsteiner (M50) und Marcel Job (M40) und natürlich ihrer Wertungsklasse. Auf Rang 21 der Gesamtwertung taucht mit Leo Lattke von der TSG Deidesheim bereits der U18-Sieger auf, gefolgt auf Rang 30 vom gleichaltrigen Bjarne Hörter.

Frauensiegerin Charlotte Baßler im Windschatten von Dominik (222) und Martin (397) Kampf um Rang zwei bei den Frauen zwischen Sarah Schmitt (300) und Andrea Meyer (223)

Eine klare Angelegenheit wurde der Kalmit-Berglauf für die 24jährige Charlotte Baßler, in der Tagesswertung Rang 25 in 38:41 Minuten, deutlich vor den dicht hintereinander einlaufenden Andrea Meyer (43:20) und Sarah Schmitt (43:26). Charlotte hatte bereits schon zweimal an ihrem "Lieblingsberg" gewinnen können. Und diesmal sogar trotz der winterlichen Bedingungen mit einer um eine Minute besseren Endzeit. Und dies trotz einiger Missgeschicke vor bzw. während des Rennens. Dank der 255 Punkte beim letzten Wertungslauf konnte sie somit das schwächere Ergebnis von Bad Dürkheim streichen und überholte dadurch die bis zum Finale noch führende Simone Raatz. Die beiden leistungsstärksten Läuferinnen der Gesamtserie trennten final nur drei Punkte. Die W45.Mastersläuferin hatte über die gesamte Saison zunehmend stärkere gesundheitliche Probleme und trat an der Kalmit nicht mehr an. Damit endete die mit sechs Pokalsiegen in Folge brillante Serie. Pokal-Dritte wurde Natascha Hartl als Tagesvierte am Kalmit-Gipfel. Eva Katz gewann als Gesamtfünfte die W40, Marion Raab als Sechste die W50.

Die Pokal-Dritte Natascha Hartl im Aufstieg zur Kalmit Zahlenspiel: Eva Katz wird Tagesfünfte, gewinnt die W45 und hat die Startnummer 407 Marion Raab wird W50-Schnellste

Bei den Mannschaften führt derzeit kein Weg am gastgebenden TV Maikammer vorbei, die sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen Pokalsieger wurden. Auch in dieser Wertung wird es 2026 eine Veränderung geben, denn künftig wird es statt getrennten Mannschaftswertungen für Männer und Frauen nur noch eine Mixed-Teamwertung geben.

Zwei Jungspunde prächtig schnell unterwegs: Leo Lattke (197/ U18) und Elias Glas (96/ U16) Alexander (59) und Lukas (389) laufen unter die Top 20Die Badener Marco Wagner (343) und Julian Lüttel (206) gegen die Pfälzer Philipp Ullrich (383) und Marko Martin (074)
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Bericht von Wilfried Raatz
Fotos: Henning Schneehage/ Dieter Wieg (1)

Ergebnisse www.br-timing.de Infos www.tv-maikammer.de

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