23.11.25 - 42. Goldbacher Winter-Crosslaufserie - 4. Lauf

Entscheidungen treten sich Bahn

von Thomas Disser 

 

Ist denn scho wieder Halbzeit? Frei nach der weihnachtlichen Fragestellung einer Fußball-Legende trifft das an einem winterlich-kalten Sonntagmorgen in Goldbach zu. Zwar kommt auch Weihnachten schon in großen Schritten näher. Aber es können noch zweimal große oder kleine, am besten flotte Laufschritte beim Kult-Cross-Spektakel an der Edelweisskapelle absolviert werden.

Jetzt ist erstmal Nummer vier von acht wertungsrelevanten Läufen des 42. Goldbacher Wintercross dran.

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Glühwein-Wetter

Orga-Chef Günther Wenzel und sein eingespieltes Team können erneut staubfreie Laufbedingungen vermelden. Trotz herrlichem Sonnenschein ist es anders, die Temperatur ist um gefühlt 20 Grad niedriger als vor einer Woche. Damals gab es außer Tee auch Glühwein, für den war es allerdings zu warm. Dafür passt das Glühwein-Angebot heute perfekt.

Prof. Johannes Tegelkötter (re.) schwingt heute die Startflagge zum Lauf der Technischen Hochschule Aschaffenburg, links Susanne Anders vom Orga-Team des TV Goldbach Kalt-Start über 10 Kilometer
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Nun die erste echt winterliche Ausgabe mit Frostbeulengefahr. Gut haben es die Helfer am Tee-Kocher, der wohlige Wärme spendet. Und die Läuferinnen und Läufer bewegen sich zumeist genug, um dieser Gefahr vorzubeugen.

Wieviel werden es wohl heute sein, die sich aus dem warmen Bett mühen, um bei ordentlichen Minusgraden zur Edelweisskapelle zu pilgern? Dem Autor fällt es jedenfalls heute schwerer als sonst. Aber trocken und sonnig, das lockt ja schon zum Aufbruch nach Goldbach. Und die schönen Laufkilometer sowieso.

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Knapp 500 Laufhelden sind es am Ende, prima. Stabile Teilnehmerzahlen bisher zwischen 550 und 570, dazu noch sportliche Leistungen wie die Einstellung des Streckenrekordes durch Marius Abele beim Wintercross-Auftakt. Summa summarum deutlich über 2000 Zieleinläufe zur Halbzeit.

Knapp 500 Läuferinnen und Läufer trotzen den Minusgraden Kurz wird heute selten getragen

Minus 7 Grad beim heutigen Start. Zwar sind die crossigen Passagen hartgefroren und dadurch sehr gut laufbar. Nur, welche Leistungen sind bei derart niedrigen Temperaturen möglich?

Erfahrene Goldbach-Wintercrosser und auch -Einsteiger lassen mit ihren Leistungen aufhorchen. Beispiel Nummer eins ist Laufkamerad Alexander Ott von der LG Seligenstadt. Er schafft mit 40:44 Minuten heute sogar eine neue "Goldbach-Bestzeit" und gewinnt zum dritten Mal nacheinander die M40. Auch der M45-Sieger Danny Sternkopf von der LuT Aschaffenburg ist in 39:22 Minuten so schnell wie noch nie an der Edelweisskapelle. Damit nicht genug, auch Christian Hufgard, M50-Gewinner von der TSG Mainaschaff holt sich in 40:54 Minuten eine neue Streckenbestzeit.

Fliegen ins Ziel in neuer persönlicher Streckenbestzeit: Danny Sternkopf (1.M45)… … Alexander Ott (1.M40) … … Christian Hufgard (1.M50) … … und Manfred Schott (1.M55)

Auch Manfred Schott, M55-Starter vom LuT Aschaffenburg, gewinnt seine AK ebenso in neuer Streckenbestzeit von 41:34 Minuten. Besonders bemerkenswert, da der Spartathlon-Finisher von 2023 ansonsten eher ultralange und ultratrailige Strecken bevorzugt. Nach seinem ersten schnellen sub3-Marathon in Frankfurt hat er nun auch Lust auf Wintercross, und das sehr erfolgreich.

Halbzeit-Favoriten

Der Tagessieger Marius Abele vom Paradieschen Team, ebenso wie viele weitere Laufhelden ungewohnt warm angezogen, läuft heute 34:33 Minuten bis zur Zielankunft an der Edelweisskapelle. Nun hat er drei Tagessiege bei vier Austragungen auf dem Konto. Ein Lauf fehlt wegen eines Kurzausfluges zum Athen-Marathon. In dessen Programm fand auch ein Zehner statt, bei dem Marius auf Platz 2 unter fast 14.000 Finishern lief. Die direkte Konkurrenz beim 42. Wintercross ist jedoch zu weit weg und es läuft wohl auch auf einen weiteren Seriensieg für Marius Abele hin. Aber warten wir's ab.

Die Sonne lacht die Läufer an, wärmt aber nicht wirklich Herbstlaub-Lauf

Mark Scheuring von der TSG Kleinostheim erreicht wie bereits in der Vorwoche Platz zwei, diesmal in 36:58 Minuten. Knapp dahinter Jan Herzog von der TSG Mainaschaff, der in diesem Jahr erstmals beim Wintercross unter die Top3 läuft, in 37:02 Minuten erneut auf dem dritten Platz. Mark und Jan festigen damit auch ihre Platzierungen 1 und 3 bei der Long-Distance-Wertung, wo jeder der acht Wertungsläufe bestritten werden muss. Aber noch ist erst Halbzeit, und bis zum Finale ist noch einiges zu laufen.

Wenn das Führungsfahrrad in Sicht kommt, ist der Sieger Marius Abele nicht weit Zweiter Mark Scheuring Dritter Jan Herzog

Bei den Damen enteilt Kerstin Bertsch vom SSC Hanau-Rodenbach einmal mehr der Konkurrenz. Diesmal in 39:55 Minuten, was für sie Goldbach-Saisonbestzeit und der vierte Sieg in Folge bedeutet. Sie kann damit schon am nächsten Sonntag die Top5-Wertung, bei der fünf Starts erforderlich sind, für sich entscheiden. In der Long-Distance-Wertung führt sie ebenso, da sie bisher bei jedem Lauf dabei war. Auf Rang zwei läuft Tages-Starterin Nadja Heiniger, ebenfalls vom SSC Hanau-Rodenbach, in 41:23 Minuten. Platz drei für Lea Blandamura vom Paradieschen Team in 41:38 Minuten.

Siegerin Kerstin Bertsch Zweite Nadja Heininger Dritte Lea Blandamura Zwar die ältesten, aber bei weitem nicht die langsamsten Teilnehmer: v.l. Rosi Eser (Jg. 1951) und Norbert Gündling (Jg. 1940), der heute erstmals überhaupt in langer Hose und Ärmel-Shirt unter dem Trikot in Goldbach startet. Kalt wars!
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So lacht eben nicht nur die Sonne, sondern auch die Laufhelden, die ihre sonntägliche Sporteinheit bei Eiseskälte, aber mit viel Elan absolvierten. Und der anschließende Finisher-Tee oder auch Glühwein wärmt nicht nur von innen, sondern auch die klammen Finger, die so mancher Laufheld nicht oder in zu dünne Handschuhe gepackt hat. Die anschließende heiße Dusche in der TV-Halle, der Kaffee mit wieder einmal tollem Kuchenangebot im Vereinsheim, schließen den sportlichen Sonntagvormittag gut aufgewärmt ab.

Schon wieder Halbzeit beim 42. Wintercross in Goldbach. In diesem Jahr dürfen die Läuferinnen und Läufer noch zweimal sonntags früh raus und zur Edelweisskapelle pilgern. Erst danach gehen Günther Wenzel und sein Team in die verdiente Weihnachtspause. Die letzten drei Läufe starten im neuen Jahr. Zweimal mit und zu guter Letzt am 18. Januar ohne Serienwertung. Dafür mit ebenso viel Laufspass und der anschließenden Siegerfeier. Garantiert.

Bericht und Fotos von Thomas Disser

Infos & Ergebnisse www.wintercross.de

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