6.11.22 - Goldbacher Winter-Crosslaufserie - 1. Lauf

Günther W. versus Günther J. - Was haben beide gemeinsam?

von Thomas Disser 

 

Sie treiben seit vielen Jahren ein schweißtreibendes Spielchen mit ihren Teilnehmern. Wobei dies bei Herrn J. sitzend im TV und für den Kopf passiert. Bei Herrn W. ist laufend im Wald der ganze Körper einzusetzen. Bei dem einen gibt es mit etwas Glück Geld zu gewinnen. Da ist mir das sichere Läuferglück in Goldbach lieber. Widmen wir uns Herrn W., also Günther Wenzel, der guten Seele der Goldbacher Winter-Crosslaufserie. Natürlich in Verbindung mit seinem eingespielten Team. Wintercross ist eben keine One-Man-Show.

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Startschuss zur 39. Winter-Crosslaufserie Herbstlauf vom Feinsten
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Nach nur wenigen Regentropfen in den letzten Tagen ist die Strecke beim Serienstart perfekt zum Laufen. Dazu die Lieblingstemperatur für schnelle Zeiten und schöne Herbstsonne. Besser kann es nicht laufen. Vielleicht sogar enttäuschend für die Matsch-Fans. Die kommen sicher auch noch auf ihre Kosten.

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Alle Infos rund um den Lauf rund um den Baum Der erste Startschuss der Serie 2022-23 knallt für Walking

444 Finisher zum Auftakt sprechen für sich, das sieht nach zurückkehrender Stärke aus. 580 Teilnehmer sind für die gesamte Serie gemeldet. Die werden sich mehr oder weniger gleichmäßig über die neun Laufsonntage verteilen. Fünf Starts werden für die Hauptwertung "Top5" gebraucht. Allerdings gibt es auch besonders fleißige, die die "Long Distance"-Wertung mit allen Läufen schaffen. Wobei mit "allen Läufen" die ersten acht Austragungen gemeint sind. Der neunte und letzte Lauf ist schon traditionell wertungsbefreit und nur zum Spaß. Wobei, Spaß sollte an sich bei jedem Lauf dabei sein.

Streckenrekord-Inhaberin Veronika Ullrich wird die W50 gewinnen Warm-Up in der Herbstsonne bis zum Startschuss Siegerlächeln schon vor dem Start: Maja Severloh (3011) gewinnt und Lea Blandamura (30) wird Zweite

Um 8:40 Uhr werden die Walkerinnen und Walker auf die Strecke geschickt. Nun füllt sich der Platz um Start und Ziel merklich. Die Freude auf den ersten Lauf-Start an der Edelweisskapelle ist spürbar. Die Goldbacher Läuferfamilie versammelt sich wieder, nach ewig langer und heißer Sommerpause. Wegen der recht frischen Temperaturen steht man aber nicht herum, sondern legt die ersten Warmlaufkilometer zurück. Oder stellt sich zumindest zum Plausch in die herrliche Herbstsonne ein paar Meter vor der Startlinie.

Schnelle Athleten in erster Reihe: von links Lukas und Marius Abele, Alexander Wolf (9), Maja Severloh, Lea Blandamura, Niklas Lentzkow (4), Veronika Ullrich (22), Marc Scheuring (weißes Shirt), Silas Schmidt (6), Martin Schwarzkopf (93)

Mit den üblichen Lauf-Kult-Hits und kurzem Feuerwerk schickt Günther Wenzel die Athleten auf die Strecke. Das Feld beeindruckt schon optisch mit der großen Anzahl an Startern, es dauert eine Weile bis sich die Laufhelden auf der Strecke entzerren. Ein tolles Bild!
Sogar einige Fans finden sich auf der Waldstrecke. Allerdings mit großem Bezug zur Laufszene. Wie zum Beispiel Günther Guderley, dem Chef des Aschaffenburger Citylaufes, der seinen Hund nicht nur zufällig an der Strecke Gassi führt. Er kennt die meisten der Laufenden sowieso persönlich.

444 Finisher - sind noch unterwegs Vorfahrt für Läufer

Nicht nur die Zuschauer an der Strecke sehen die Spitzengruppe, die dem Feld vorauseilt. Durch das Begegnungsstück nach Kilometer 1 respektive 2 sind die schnellsten Läufer auch für viele des Hauptfeldes zu sehen. Die Gebrüder Abele vom Paradiesischen Team/SSC Hanau-Rodenbach sind wie erwartet vorne. Marius wird nach guten 34:09 Minuten das Ziel erreichen, sein Bruder Lukas in 34:34 Minuten. Der dritte Platz geht an Mark Scheuring von der TSG Kleinostheim in 36:02 Minuten.

Die Steigung bis Kilometer 1 treibt den Puls nach oben Die Spitze hat Gegenverkehr Der Sonne entgegen

Bei den Damen sind die gleichen Vereinsfarben wie bei den Herren auf Platz eins und zwei zu sehen. Maja Severloh gewinnt bei ihrem ersten Start in Goldbach in 41:45 Minuten vor Lea Blandamura in 42:54 Minuten. Die beiden U20-Starterinnen haben erst kürzlich bei der Berglauf-DM in Berchtesgaden gute Platzierungen erreicht. Maja wurde dort sogar mit der Silbermedaille in ihrer Altersklasse belohnt. Fabienne Bachmann aus Leidersbach wird in Goldbach Dritte. Ihre Zielzeit beträgt 45:42 Minuten.

Die Streckenrekorde sind diesmal nicht in Gefahr. Aber das kann ja noch kommen in der laufenden Serie. 2016 schraubte Solomon Merne Eshete die Bestzeit der Herren auf 33:06 Minuten. Der Damen-Rekord steht schon seit 2010 bei 37:13 Minuten, aufgestellt von Veronika Ullrich. Sie ist auch heute am Start und erklärt, von der damaligen Form weit entfernt zu sein. Das ist zwölf Jahre später auch erlaubt. Aber die Freude am Laufen dürfte eher noch größer als damals sein, und für einen souveränen AK-Sieg reicht es allemal.

Im Ziel warten schon …
… Günther Wenzel (Mitte) und seine Crew

Der Platz bei Start und Ziel füllt sich erneut, immer mehr Läuferinnen und Läufer kehren von der schönen Laufstrecke zurück und werden von Günther Wenzel im Ziel begrüßt. Der heiße "Cross-on-Edelweiss-Tee" sorgt für die nötige Wärme, um noch einige Zeit mit den Lauffreunden zu plaudern. Anschließend lohnt sich der Weg zur TV-Halle. Nicht nur zum Warmduschen. Auch für das feine Kuchenbuffet, das heuer wieder angeboten wird. Dreimal wird es das " Après-cross" in dieser Saison geben. Sehr schön.

Herbstlauf beim Auftakt der Goldbacher Winter-Crosslaufserie Tee-Plausch ist Kult
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Nächsten Sonntag startet der zweite Lauf an der Edelweisskapelle. Meine Vereinskameraden und ich freuen sich schon darauf. Auch wenn wieder der innere Schweinehund mit frühem Stellen des Weckers am Sonntagmorgen besiegt werden muss. Ist diese Hürde erstmal geschafft, wird man sicher mit einem großartigen Lauf-Vormittag belohnt. Der Rest des Sonntages bleibt ja noch zur Erholung oder demnächst zu vorweihnachtlichen Aktivitäten.

Das Team um Günther Wenzel hat wie gewohnt gute Arbeit für die Läuferschar geleistet. Sollte man das eigentlich jedes Mal erwähnen? Ja, das sollte man. Es darf nicht selbstverständlich werden, dass Ehrenamtliche ihre Freizeit - in diesem Fall neunmal ihren Sonntagmorgen - für andere zur Verfügung stellen. Ohne alle die anderen Termine, die zum Wintercross in der Vor- und Nachbereitung gehören. Nächsten Sonntag werde ich meinen inneren Schweinehund daran erinnern.

Bericht und Fotos von Thomas Disser

Infos & Ergebnisse www.wintercross.de

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