21.11.21 - Darmstadt-Cross

Starker U20-Nachwuchs sorgte für die Höhepunkte

Cross-Parcours mal anders herum

von Constanze & Walter Wagner 

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Spät im Jahr wurden terminlich sehr geballt die nationalen Titel auf den Straßenlauf-
distanzen von 10 km über Halbmarathon bis Marathon vergeben. Nun lockt mit den Europameisterschaften in Dublin noch ein internationales Ereignis im Cross. Für das Nationalteam nominiert zu werden, ist heiß begehrt. Qualifizieren konnten sich die Läuferinnen und Läufer der U20 dafür in Darmstadt. Doch musste man Platz 1 oder 2 unter den deutschen Teilnehmenden erreichen.

 

Keine leichte Aufgabe, zumal sich die Crème de la Crème des Nachwuchses vielzählig eingefunden hatte. Die weiteren Entscheidungen des umfangreichen Programms standen medial etwas im Schatten der beiden wichtigen Qualifikationsrennen.

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Beim Darmstadt-Cross standen die Qualifikationen für die Cross-Europameisterschaften in Dublin
der U20-Juniorinnen und Junioren im Fokus
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Rund 21 Monate nach dem ersten Lockdown ist die Laufszene von geordneten terminlichen Abläufen weiter entfernt als je zuvor. Mit Beginn der kälteren Jahreszeit hat die Pandemie sich nun doch ganz anders entwickelt, als von der Politik erhofft.

 

Einlasskontrollen bei der 3G-Veranstaltung verminderten das Risiko sich auf dem Wettbewerbsgelände zu infizieren. Für den veranstaltenden ASC Darmstadt ein enormer Zusatzaufwand. Dass in diesem Jahr die Sporthalle in der Darmstädter Heimstättensiedlung wegen Eigenbedarfs nicht zur Verfügung stand, die Rot-Weißen hatten zeitgleich ein Heimspiel, war leicht zu verschmerzen, es musste ja sowieso alles draußen stattfinden. Glücklicherweise kam Petrus den Sportlern mit guten Wetterbedingungen entgegen.

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Geschickt ging die Organisation der Konfrontation mit dem Fußballspiel aus dem Weg, verlegte die Verpflegung vor das Vereinsheim des Musikzugs Darmstadt und eben auch das Start-Ziel-Areal in die Nähe. Um nicht ziemlich direkt in die "Kamelbuckel" zu laufen, wurde der Kurs gedreht und man lief entgegengesetzt, auf dem nun schon traditionellen Crosslauf-Gelände im Südwesten Darmstadts. Noch immer sind die Jahre auf der Lichtwiese am anderen Ende der Wissenschaftsstadt in aller Munde, wo es so manches hochklassige Kräftemessen im Cross zu bestaunen galt. Die nun 36jährige Veranstaltungschronik umfasst große Namen, die nicht selten als Nachwuchsprotagonisten beim Darmstadt Cross für erste Aufmerksamkeit sorgten.

Die als "Kamelbuckel" bezeichneten Erdwälle auf dem ansonsten flachen, komplett einsehbaren Crossparcours waren mitunter entscheidend für die Tagessiege und die Platzierungen

 

Dabei lässt sich kaum besser als im Gelände die Entwicklung jüngster Talente auf ihrem weiteren Weg verfolgen, denn beinahe für jedes Alter gibt es ein Angebot. Cross laufen ist obendrein Körperschule und bringt Bahn- und Straßenläufer, Kurz-, Mittel- und Langstreckler zusammen. Da stellt sich die Frage, wer mit den erzwungenen Rhythmuswechseln besser zurechtkommt, sich die Kräfte so einteilt, dass es noch für den letzten Antritt ins Ziel reicht, die entscheidende Taktik durchsetzen kann.

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In den Qualifikationsläufen musste alles zusammen passen und aufgehen, um am Ende ein Ticket für die irische Hauptstadt am 12. Dezember zu lösen. Doch eine Chance bleibt auch jenen noch, die in Darmstadt das Ziel verfehlten, denn am kommenden Wochenende werden beim Cross in Pforzheim weitere Europameisterschaftsplätze vergeben.

WJ U20

Gemeinsam starteten über 4200 Meter die weibliche Jugend der U18 und U20 sowie Frauen open und Frauen Masters W35 bis W65, also alles ab Jahrgang 2002. Längst ist die Unsicherheit aufgrund von Veranstaltungsabsagen Gewohnheit, denn ob in Pforzheim noch gelaufen werden darf, ob die Europameisterschaft in Dublin tatsächlich stattfinden kann oder die Bestform zur Deutschen Meisterschaft im Cross am 18. Dezember in Sonsbeck gezeigt werden kann, muss sich zeigen. Jetzt galt es erst einmal in Darmstadt in etwas mehr als einer Viertelstunde das Beste aus der Situation zu machen.

Im Rennen der weiblichen Jugend U20 & U18 wurde auch um die U20-Qualifikationen für die Cross-Europameisterschaften gekämpft Jasmina Stahl (1433) und Johanna Pulte (342) bestimmten im entscheidenden Rennverlauf das Wettpampfgeschehen

Mit Paula Marschner von HSG Turbine Zittau, setzte sich eine der Jüngsten im Feld gleich mal ein paar Meter ab, doch allzu lange ließ man sie nicht gewähren. Sofia Benfares vom LC Rehlingen war letztlich doch die Stärkste U18-Läuferin und kam in 15:47 auf Gesamtrang 7 ins Ziel. Kira Weis (KSG Gerlingen) in 16:00 und Danika Slits (Athlétisme Viseu Genève) in 16:06 waren die weiteren Platzierten in der U18. Paula Maschner wurde in 16:12 Vierte.

Einer Einführungsrunde von knapp 1300 Metern folgten drei große Runden. Zwei Runden waren noch zu laufen, als aus einer neunköpfigen Spitzengruppe die Siegerin noch immer nicht auszumachen war. Johanna Pulte von der SG Wenden machte viel Druck. Dahinter reihten sich die Läuferinnen ein, verbesserten ihre Position oder vielen zurück. Mal riss eine kleine Lücke hinter Pulte, Benfares und Jasmina Stahl von Hannover 96, doch das war nie vorentscheidend. Buckel hoch, Buckel runter, mehr Einsatz in der Kurve, das glich sich noch alles aus.

Jasmina Stahl von Hannover 96 holt sich auf der Zielgeraden den Sieg vor Johanna Pulte von der SG Wenden
Auf Platz drei läuft die Schweizerin Livia Wespe (STV Eschenbach) Platz 4 erreicht Anneke Vortmeier (346) vom ASV Duisburg, hier noch hinter der 5. Mia Jurenka vom VfL Sindelfingen

In der letzten Phase des Rennens hatte Jasmina Stahl die meisten Körner aufgespart und setzte sich klar in 15:41 durch, gefolgt von Johanna Pulte (15:44) und
Livia Wespe vom TSV Eschenbach, ebenfalls 15:44, womit die Eidgenossin aus der Nähe von Zürich eventuell bereits in Dublin eine Revanche anstreben kann. Jasmin Stahl startet auch in Pforzheim. Die Strecke in Darmstadt habe ihr gut gelegen und das Rennen viel Spaß gemacht, gab die Tagesschnellste bei der kleinen Zeremonie bekannt, auf die mit Abstand und Einschränkungen nicht gänzlich verzichtet wurde.

6. gesamt und 6. der U20 wird die U20-Europameisterin über 3000m Hindernis Olivia Gürth (Diezer TSK Oranien) Die Deutsche 10km U18-Meisterin Sofia Benfares vom LC Rehlingen folgt als schnellste in der U18 auf Platz 7 Coronabedingt gab es nur eine kleine Siegerehrung. Die Siegerin Jasmina Stahl und drittplatzierte Livia Wespe freuen sich über ihre Qualifikation für die Cross EM

Auf ein besseres Ende in Pforzheim muss Anneke Vortmeier vom ASV Duisburg hoffen, die ebenfalls in 15:44 min Vierte wurde, eigentlich alles richtig gemacht hatte, aber noch kein Ticket für Dublin lösen konnte. Noch in der gleichen Sekunde folgte Mia Jurenka vom VfL Sindelfingen als Fünfte ins Ziel. Bisher keine Überraschungen, denn die genannten Damen sind schon reichlich dekoriert, zählen zur absoluten nationalen Nachwuchsspitze im Laufsport und sind bereits bei internationalen Meisterschaften gestartet. Olivia Gürth vom Diezer TSK Oranien hat sogar bereits einen Europameistertitel auf der Habenseite, in der U20 über 3000m Hindernis. Den Cross in Darmstadt bezeichnete sie als ihren Saisonstart, als Sechste kam sie nach 15:47 ins Ziel und wird in Pforzheim mit neu gemischten Karten ihre Teilnahmechance fürs Europachampionat suchen.

3. Lauf - Weibliche Jugend U20 (EM-Qualifikation) und U18 - 4200 m
  Weibliche Jugend U20 Weibliche Jugend U18
Platz Name Verein Zeit Name Verein Zeit
1
Jasmina Stahl Hannover 96 15:41 Sofia Benfares LC Rehlingen 15:47
2
Johanna Pulte SG Wenden 15:44 Kira Weis KSG Gerlingen 16:00
3
Livia Wespe STV Eschenbach 15:44 Danika Slits Athlétisme Viseu Genève 16:06
4
Anneke Vortmeier ASV Duisburg 15:44 Paula Marschner HSG Turbine Zittau 16:12
5
Mia Jurenka VfL Sindelfingen 15:44 Carolin Hinrichs VFL Löningen 16:17
6
Olivia Gürth Diezer TSK Oranien 15:47 Bianca Böhnke VFL Waiblingen 16:33

MJ U20

Den jungen Männern blieben 6600 Meter um ihre Besten auszumachen. Im Startfeld waren die Männer open und die Masters von M40 bis M70 und älter. Für die U18 gab es einen eigenen Lauf, doch Lukas Ehrle von der LG Brandenkopf wollte den Vergleich mit den Älteren und war damit nicht allein. Platz 11 blieb für den Deutschen Berglauf-Vizemeister und U20 Berglauf- sowie U18 Meister über 10 Kilometer Straße.

Im Rennen der männlichen Jugend U20 übernahm Benjamin Dern lange die Führungsrolle Zum Ende hin übernahme der Schweizer Ali Abdi Salam die Spitze des Rennens

Von Beginn an drückte Benjamin Dern vom LAZ Birkenfeld aufs Tempo und dem wollte zunächst niemand folgen. Der Schnellstart entsprach dem Plan des über 5000m Stärksten. Es war Ali Abdi Salam vom LC Uster, der das Heft des Handels übernahm an Dern vorbeizog und auf den beiden letzten der fünf Runden das Rennen klar dominierte. Nach 22:10 Minuten hatte er den Sieg davon getragen. Mo Farah sei sein großes Vorbild, so der ebenfalls aus Somalia stammende Tagessieger, der zwar seit fünf Jahren in der Schweiz lebt und große sportliche Ziele verfolgt, aber sich trotz des fließenden Schwyzer Deutsch mangels Staatsangehörigkeit nicht für die Europameisterschaft qualifizieren kann. "Es war super, die Strecke war flach und ich habe alles gegeben", war sein Fazit.

Ali Abdi Salam vom LC Uster gewinnt schließlich das U20 Rennen vor ... ... dem 5000 m-Meister Benjamin Dern vom LAZ Birkenfeld und Kurt Lauer (1855) vom LAZ Ludwigsburg Hamza Hariri von der LSG Eschweiler folgt auf Rang 4 vor Marco Sietmann von der LG Brillux Münster und dem Schweizer Léo Lädermann

Benjamin Dern setzte sich im Finale in 22:14 noch deutlich vor Kurt Lauer vom LAZ Ludwigsburg, der in 22:15 Dritter wurde. Lauer fand, es sei ein sehr starkes Rennen gewesen, das ihm alles abverlangte. Als zweitplatzierter Deutscher freute er sich über das Erreichen des Qualifikationsplatzes. Einen fünften Rang bei den U20-Europameisterschaften kann er über 3000 m Hindernis schon vorweisen. Hamza Hariri von der LSG Eschweiler, Jahrgang 2004, kam in 22:22 auf Rang 4, eine halbe Sekunde vor dem ebenfalls mit 22:22 gelisteten Marco Sietmann (LG Brillux Münster). Léo Lädermann (CHP Genf) wurde in 22:23 Sechser und kam vor Lokalmatador Christoph Schrick (22:25) vom veranstaltenden ASC Darmstadt ins Ziel. Im offenen Lauf setze sich Roman Freitag vom Erfuter LAC gegen Julian Beuchert (LAZ Mosbach/Elztal) durch, beide mit 22:47 notiert.

Das offene Männerrennen, gemeinsm mit der U20 gestartet, gewinnt Roman Freitag vorm Erfurter LAC im Spurt gegen Julian Beuchert (1901) vom LAZ Mosbach/Elztal Die Vereinskollegen von der TSG 78 Heidelberg Marcus Imbsweiler (M50) und Florian Kienle (M45; 1754) gewinnen jeweils ihre Altersklasse Werner Krause vom TuS Lindenholzhausen ist in der M65 siegreich

5. Lauf - Männliche Jugend U20 (EM-Qualifikation), Männer offen, Masters - 6600 m
  Männliche Jugend U20 Männer offen, Masters
Platz Name Verein Zeit Name Verein Zeit
1
Ali Abdi Salam LC Uster 22:10 Roman Freitag (1. MO) Erfurter LAC 22:47
2
Benjamin Dern LAZ Birkenfeld 22:14 Julian Beuchert (2. MO) LAZ Mosbach/Elztal 22:47
3
Kurt Lauer LAZ Ludwigsburg 22:15 Karim El Malki (M40) ASC Darmstadt 25:00
4
Hamza Hariri LSG Eschweiler 22:22 Marcus Imbsweiler (M50) TSG 78 Heidelberg 26:55
5
Marco Sietmann LG Brillux Münster 22:22 Florian Kienle (M45) TSG 78 Heidelberg 27:32
6
Léo Lädermann CHP Genf 22:23 Werner Krause (M65) TuS Lindenholzhausen 36:19
7
Christoph Schrick ASC Darmstadt 22:25  
8
Maximilian Wyss STB Leichtathletik 22:32  

MJ U18 - 4300 m

Da Nachwuchsläufer dieser Altersklasse den Vergleich mit den U20ern suchten und sozusagen hochgemeldet hatten, erfüllte dieses Rennen nicht ganz die Erwartungen von weiter angereister Trainer. Elf Platzierte kamen über drei Minuten verteilt ins Ziel. Freilich blieb der Ausgang an der Spitze dramatisch. Schlussendlich war es Joshua Kühn vom Zehlendorfer TSV der das imaginäre Zielband nach 14:47 min zerriss. Für den ein Jahr älteren Darmstädter Moritz Göttler vom Triathlon Team DSW blieb in 14:48 Platz zwei. Heiß umkämpft dahinter der letzte Platz auf dem Siegerpodium, den Noel Freder von VfL Altenstadt in 14:57 vor Simon Quint vom Post-Sportverein Trier in 14:59 holte.

Post-Sportverein Trier Trainer Marc-André Kowalinski verfolgt das Rennen seiner zwei Athleten im U18 Rennen, hier in Führung liegend der spätere 4. Simon Quint
Joshua Kühn vom Zehlendorfer TSV gewinnt im Spurt das U18 Rennen vor Moritz Göttler vom Triathlon Team DSW DA Noel Freder vom VfL Altenstadt läuft auf Rang Drei

Jason Ufer von der HSG Turbine Zwickau, Fünfter in 15:22, entschuldigte sich sehr sportlich bei Jan Gerth, dem er versehentlich früh im Rennen die Schuhkappe heruntergetreten hatte. Das passiert, nahm Jan vom Post Sportverein Trier diese gern an. Bis der feste Knoten endlich gelöst und der Schuh wieder am Fuß war, waren allerdings die Messen gesungen. Als Vorletzter beendete er das Rennen, in dem er in der Top5 zu erwarten war, so Trainer Marc-André Kowalinski.

16. Lauf - Männliche Jugend U18 - 4300 m
Platz Name Verein Zeit
1
Joshua Kühn Zehlendorfer TSV
14:47
2
Moritz Göttler Triathlon Team DSW DA
14:48
2
Noel Freder VfL Altenstadt
14:57
4
Simon Quint Post-Sportverein Trier
14:59
5
Jason Ufer HSG Turbine Zittau
15:22
6
Jan Friedrich Büscher T.V.Westfalia 07 Epe
15:31

Cross-Challenge Frauen und Juniorinnen (U23) - 5500 m + 1250 m
Cross-Challenge Männer und Junioren (U23) 6100 m + 1250 m

Mit besonderem Trainingseffekt waren die Rennen der Männer und Frauen, jeweils auch der U23, ausgeschrieben, die sich erst in Pforzheim für die EM qualifizieren können. Einer Langstrecke von 5500 m bzw. 6100 m bei den Männern folgte nach kurzer Pause eine lange Sprintdistanz von 1250 Metern. Eine echte Dramatik blieb dabei allerdings auf der Strecke, denn zum einen waren die Läufe sehr überschaubar besetzt und zum anderen die Qualitäten und Zeitvorsprünge eindeutig.

Vera Coutellier vom ASV Köln gewinnt die Cross-Challenge Frauen und Juniorinnen vor Kim Bödi (1913) vom VfL Sindelfingen und Lisa Oed (1911) vom SSC Hanau-Rodenbach Alicia Koßmann von der SG Leutershausen folgt auf Platz 4. Die 23jährige steht vor dem Abschluss ihres Mastersstudiums in Biologie und schließt nicht aus, bis zur Promotion zu verlängern

Bei der Frauen-Challenge hatte sich Vera Coutellier einen Vorsprung von einer knappen halben Minute erarbeitet. Sie lief die lange Strecke in 20:12 gefolgt von den U23-Läuferinnen Kim Bödi (20:40) vom VfL Sindelfingen und Lisa Oed vom SSC Hanau-Rodenbach in 20:45 Minuten. In gleicher Einlauffolge beendeten die Protagonistinnen die Kurzdistanz. Vierte wurde jeweils Alicia Koßmann von der LG Leutershausen.

6. + 8. Lauf Cross-Challenge Frauen und Juniorinnen (U23) - 5500 m + 1250 m
Platz Name Verein Zeit
1
Vera Coutellier (1. Lauf 20:12) (2. Lauf 3:59) ASV Köln
24:11
2
Kim Bödi (U23) (1. Lauf 20:40) (2. Lauf 4:07) VfL Sindelfingen
24:46
2
Lisa Oed (U23) (1. Lauf 20:45) (2. Lauf 4:14) SSC Hanau-Rodenbach
24:59
4
Alicia Koßmann (1. Lauf 22:35) (2. Lauf 4:23) SG Leutershausen
26:57

Noch überlegener präsentierte sich der aus Äthiopien stammende Lokalmatador des ASC Darmstadt, Degen Atanaw Ayele. Den langen Part absolvierte er in 20:58 min vor Nikita Rode (PSV Wismar) und Abraham Wirtz vom Postsportverein Trier. Doch verlegte auch er sich nicht nur darauf seinen Vorsprung von 47 Sekunden zu verwalten sondern legte auf der kurzen Runde noch weitere Sekunden zwischen sich und die Konkurrenten. Die Einlauffolge blieb auch bei den Männern unverändert.

Lokalmatador Degen Atanaw Ayele vom ASC Darmstadt gewinnt die Cross-Challenge Männer und Junioren Nikita Rode vom PSV Wismar läuft auf Rang Zwei Abraham Wirtz vom Post-Sportverein Trier wird 3.

15. + 17. Lauf Cross-Challenge Männer und Junioren (U23) - 6100 m + 1250 m
Platz Name Verein Zeit
1
Degen Atanaw Ayele (1. Lauf 20:58) (2. Lauf 3:48) ASC Darmstadt
24:45
2
Nikita Rode (U23) (1. Lauf 21:45) (2. Lauf 3:56)
PSV Wismar
25:40
3
Abraham Wirtz (U23) (1. Lauf 22:52) (2. Lauf 4:01) Post-Sportverein Trier
26:52

600m - Cross-Sprint

Über einen gemeinsamen Vorlauf der Frauen und Männer wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Endläufe ermittelt. Diese wiederum fanden geschlechtergetrennt statt.

Über die 600 m zeigte Jolanda Kallabis trotz ihrer Jugend eine überlegene Vorstellung. Die noch 16jährige, die für FT Freiburg startet, führte mit vier Sekunden Vorsprung in 1:39 vor Sophia Wolf (TV Groß-Gerau) in 1:43 und Karolina Mia Haas (LG Olympia Dortmung) mit gleicher Zeit, das 10köpfige Feld über die Ziellinie. Verständlich, dass bei Jolandas Rennen der Name des Vaters und einstigen 3000m Hindernis Europameisters fällt, Damian Kallabis. Doch es ist die Mutter Nina Kallabis, selbst erfolgreich von Mittelstrecken bis 100 km, die den enormen Aufwand des Trainings neben eigener Berufstätigkeit und als Alleinerziehende ihrer beiden Kinder schultert. Jolanda läuft von 400 m bis 2000 m Hindernis alle Distanzen. Stellte über 2000m Hindernis im Spätsommer eine europäische Bestmarke auf und nennt als kommenden Saisonhöhepunkt 2022 die U18-Europameisterschaften, die im Juli in Jerusalem ausgetragen werden.

Die 16jährige Jolanda Kallabis (FT 1844) demonstrierte beim Sprint-Cross über zweimal 600 m ihre derzeitige Verfassung und gewann das Finale von der Spitze weg Sophia Wolf vom TV Groß-Gerau, Karolina Mia Haas von der LG Olympia Dortmund und Sina Moira Wiedmann von Eintracht Frankfurt folgten auf den Plätzen 2 bis 4 Knapper verlief der Zieleinlauf beim 600m Sprint der Männer. Hier gewann Tim Pitzer (1645) vom TV Alzey vor dem links neben ihm spurtetem Jenning FärberJenning vom SV Brackwede und Leonel Nanhombe vom LV Oelde

Wenig aussagekräftig war der Vorlauf bei den Männern, die sehr genau durchzählen und mitunter nur das Allernötigste bringen um ins Finale zu rutschen. Tim Pfitzer vom TV Alzey war als Sechster ins Finale gerutscht und wusste dort zu überzeugen. Ein leichtes Straucheln des Gegners nutzend siegte er in 1:32 mit einem Sekundenbruchteil vor Vorlaufsieger Jenning Färber (SV Brackwede) und Leonel Nanhombe (LV Oelde).

4. + 7. Lauf 600m - Cross-Sprint
Platz Name Verein Zeit Name Verein Zeit
Frauen Männer
1
Jolanda Kallabis (WJ) FT 1844 1:38,9 Tim Pitzer (MJ) TV Alzey 1:31,8
2
Sophia Wolf (F) TV Groß-Gerau 1:42,2 Jenning Färber (MJ) SV Brackwede 1:32,1
3
Karolina Mia Haas (WJ) LG Olympia Dortmund 1:42,9 Leonel Nanhombe (MJ) LV Oelde 1:32,5
1
Sina Moira Wiedmann (F) Eintracht Frankfurt 1:43,8 Niclas Gottschalk (M) VfL Altenstadt 1:33,0

Weibliche und Männliche Jugend U16 - 2500 m

Tristan Kaufhold vom SSC Hanau-Rodenbach dominierte seine Gegner nach Belieben und siegte in 8:19. Unter der Trainingsanleitung von Sascha Arndt ist er schon längst zum Ausnahmetalent gereift und sorgt seit Jahren für Schlagzeilen mit seinen herausragenden Altersleistungen. In den letzten Wochen sammelte er die hessischen Titel im Crosslauf und über 5 km ein. Über 5 km liegt seine Bestzeit bei 15:03. Der Gymnasiast hat klare Ziele. Nach dem Abitur, so der Neuntklässler, will er in Oregon Sport studieren. Sportlich konzentriert er sich auf die Bahn, von 800m (PB 1:59,97) bis 5000 m.

Das U16-Rennen gewinnt M15-Läufer Tristan Kaufhold vom SSC Hanau-Rodenbach souverän M14-Sieger Benjamin Klonowski (550) vom TuS Lichterfelde Berlin läuft als Gesamtzweiter ins Ziel

Benjamin Klonoswki (M14) vom TuS Lichterfelde Berlin setzte sich in 8:31 auf Rang 2 vor Moritz Siegel (SC DHfK Leipzig) in 8:34. Mit 8:35 sind dahinter gelistet Karl Schildbach (LAC Erdgas Chemnitz), Felix Stengel (TV Weilstetten) und Hannes Ebener (TSG Eisenberg), alle M15.

Auf der Zielgeraden im WU16 Rennen führt W14-Läuferin Julia Ehrle vom TV Villingen, wird aber von Lera Miller vom VFL Löningen noch überspurtet, die damit auch die W14 gewinnt W15-Siegerin Jana Becker von der LG Wettenberg läuft als 3. ein

Zeitverzögert wurden die Mädchen auf den Parcours entlassen. Hier entbrannte ein Wimpernschlagfinale zwischen Lera Miller (VFL Löningen) und Julia Ehrle (TV Villingen), beide W14. Mit einem letzten Aufbäumen schaffte es Lera noch um einen Sekundenbruchteil in 8:58 zum Sieg. Dritte wurde W15 Siegerin Jana Becker von der LG Wettenberg in 9:10 Minuten.

13. + 14. Lauf - Weibliche und Männliche Jugend U16 - 2500 m
Frauen Männer
Name Verein Zeit Name Verein Zeit
Lera Miller (W14) VFL Löningen 8:58 Tristan Kaufhold (M15) SSC Hanau-Rodenbach 8:19
Julia Ehrle (W14) TV Villingen 8:59 Benjamin Klonowski (M14) TuS Lichterfelde Berlin 8:31
Jana Becker (W15) LG Wettenberg 9:10 Moritz Siegel (M15) SC DHfK Leipzig 8:34
Lilly Steingaß (W15) TSV Einheit Grimma 9:33 Karls Schilbach (M15) LAC Erdgas Chemnitz 8:35
Louna Schuler (W14) Kehler FV 9:50 ...8. Marvin Heuser (M14) TSG Limbach 9:01
  ...10. Mika Siebenborn (M14) LG Langen 9:27

Weibliche und Männliche Jugend U14 - 2500 m

Als hätte er in Tristan Kaufhold ein Vorbild nachgeahmt, dominierte Nico Debus vom SSC Hanau-Rodenbach in 9:03 das Rennen der U14, welches jedoch im Programmablauf als allererstes stattgefunden hatte. David Bohr von der LG Langen folgte in 9:16 als Zweiter vor Tim Mülller von der LG Rülzheim in 9:20. Jono Kempin vom ASC Darmstadt war dahinter Schnellster der M12.

M13-Läufer Nico Debus vom SSC Hanau-Rodenbach ist Schnellster im Lauf der U14
David Bohr (1130) von der LG Langen wird 2. in der M13
Begeisterung bei Tim Müller von der LG Rülzheim über seinen 3. Rang in der M13 Jono Kempin vom ASC Darmstadt gewinnt die M12

Zeitgleich gestartet waren die Mädchen. So dass die Siegerin Henriette Panter vom TuS Framersheim in 10:48 auf Gesamtrang 12 ins Ziel kam. Hannah Hedler vom LAZ Gießen folgte in 10:53 (beide W12) vor Maja Levatic (TAV Eppertshausen), W13-Schnellste in 10:54, hauchdünn vor ihrer Alterskameradin Kathrin Griesar vom ASC Darmstadt.

Henriette Panter vom TuS Framersheim läuft als schnellste U14-Läuferin ins Ziel und gewinnt die W12 Ihr folgen hinter Ben Keller vom TuS Kelsterbach (6. M13) auf Platz 2 bis 4 Hannah Hedler (225) vom LAZ Gießen als 2. der W12, W13-Siegerin Maja Levatic (203) vom TAV Eppertshausen und Kathrin Griesar (201) vom ASC Darmstadt als 2. der W13

1. + 2. Lauf - Weibliche und Männliche Jugend U14 - 2500 m
Frauen Männer
Name Verein Zeit Name Verein Zeit
W13 M13
Maja Levatic TAV Eppertshausen 10:54 Nico Debus SSC Hanau-Rodenbach 9:03
Kathrin Griesar ASC Darmstadt 10:54 David Bohr LG Langen 9:16
Emilia Dreßbach ASC Darmstadt 12:19 Tim Müller LG Rülzheim 9:20
W12 M12
Henriette Panter TuS Framersheim 10:48 Jono Kempin ASC Darmstadt 9:23
Hannah Hedler LAZ Gießen 10:53 Nils Lewin TG Traisa 9:23
Jolina Kunkel VfL Altenstadt 11:34 Joakim Endlich SSC Hanau-Rodenbach 9:52

Mädchen und Jungen U12 und Mädchen und Jungen U10 - 1300m

Kreismeisterin Emma Schild vom ASV Duisburg gewinnt die W9 Ella Klöß vom TV Seeheim siegt in der W8 Kreismeister Jonas Münstermann von der TG Traisa ist Geamtschnellster der M9 und hinter ihm ... ... läuft Julian Muik vom TV Seeheim als Sieger der M8 ins Ziel und zum Titel

Auch in den stark besetzten Kinderläufen wurden die Kreismeister Darmstadt/Dieburg ermittelt. Teils zahlten die blutjungen Regiostars aber Lehrgeld. Oft waren es von weit angereiste Nachwuchskräfte, die den Ton angaben.

Maya Czirwitzky von der TG Sachsenhausen gewinnt die W11 W10-Siegerin und Titelgewinnerin wird Martha Behrens vom ASC Darmstadt Max Müller von der LG Rülzheim siegt in der M11 Fynn Armin Lay (940) vom TV Seeheim ist in der M10 am schnellsten und wird Kreismeister.. Neben ihm mit der 853 der 3. M11 Maximilian Krill

9. bis 12. Lauf - Mädchen und Jungen U12 und Mädchen und Jungen U10 - 1300m
Name Verein Zeit Name Verein Zeit
WU12 MU11
Maya Czirwitzky (W11) TG Sachsenhausen
4:37
Max Müller (M11) LG Rülzheim 4:46
Martha Behrens (W10) ASC Darmstadt 5:21 Fynn Armin Lay (M10) TV Seeheim 4:54
WU10 MU10
Emma Schild (W9) ASV Duisburg 5:12 Jonas Münstermann (M9) TG Traisa 4:56
Ella Klöß (W8) TV Seeheim 6:08 Julian Muik (M8) TV Seeheim 5:07

Laufprominenz zeigte sich neben Organisator Wilfried Raatz am Streckenrand. Die deutsche Rekordhalterin im Marathon ( 2:19:19 h, gelaufen 2008 in Berlin) Irina Mikitenko beobachtete das Rennen ihrer Tochter Vanessa, die im U20/U18 Rennen auf den 7. Platz in der U18 lief Die Reisegruppe aus Trier: Trainer Marc-André Kowalinski und seine Athleten Abraham Wirtz, Simon Quint und Jan Gerth vom Post-Sportverein Trier (v.r.n.l.). Marc-André Kowalinski mit einer 3000m Bestzeit von 8:00,45 war 2006 1500m-Fünfter bei der DM
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Der ASC Darmstadt hat in einer schwierigen Zeit dem Cross eine würdige und sichere Bühne gegeben und die Athletinnen und Athleten aus dem gesamten Bundesgebiet Deutschland und der Schweiz zu eindrucksvollem Kräftemessen animiert. Dass pandemiebedingt die zeitlichen Abläufe von Meisterschaften und Qualifikationen dann durchgezogen werden, wenn es die staatlichen Vorgaben gerade erlauben, muss wohl mit Verständnis akzeptiert werden. Aber längst verlagert sich etwa die Straßenlangstrecke auf die hochklassigen Herbst- und Winter-Events im südlichen Europa, wo sich derzeit bis aufs gelegentliche Maskentragen bereits alles wieder normalisiert hat, während bei uns bereits wieder Absagen von Frühjahrsveranstaltungen täglich publik werden. Hoffen wir zunächst, dass sich die für die Europameisterschaften in Dublin qualifizierten Cross-Asse dort an der Startlinie wiederfinden.

Bericht und Fotos von Constanze & Walter Wagner

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