5.10.25 - 21. Magdeburg Marathon

Magdeburg Marathon - Klappe, die 21.

Marathonsiege durch Sören Ulbrich und Joanna Wasielak

von Almuth Steinhoff 

Zwei Halbmarathonrunden durch die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts: Klingt nach einem interessanten Laufplan und ist es auch, für Marathonis und diejenigen, welche die Hälfte der Distanz in Angriff nehmen.

 

Herrenkrugpark mit Herrenkrugsteg, dann am Sarajevo-Ufer entlang der Stromelbe bis hinter zur Sternbrücke laufen, die Salzquelle an der Spitze des Rotehornparks passieren, die Kaiser-Otto-Brücke überqueren, den Heumarkt sowie die Wege im Elbauenpark in Augschein nehmen …attraktiv ist die Streckenführung und bei weitem nicht so windanfällig wie der jahrelange Streckenverlauf zur Trogbrücke bei Hohenwarthe und zurück. Und windig ist es am ersten Sonntag im Oktober allemal!

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Einige Helfer an der Wendeschleife zur zweiten HM-Runde reichen den Marathonis Wasser, Iso-Getränke und Cola. "Bananen gehen auch, aber Äpfel (frisch geschnitten und wirklich lecker) wollen die Läuferinnen und Läufer nicht."

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Gemeinsam mit zwei Schülern sorgt Tina Bote, eine engagierte Mama, an einem der zahlreichen Verpflegungsstände für die nötige Energie und mit dem ein oder anderen Spruch auch für ein Lächeln bei den Teilnehmern. "Easy geht's mit Iso auf die Strecke!" Mit den Einnahmen, die durch die Helfertätigkeit entstehen, bessert der diesjährige Abiturjahrgang des Magdeburger Editha Gymnasiums die Abikasse auf.

Seit vielen Jahren bei jedem Start dabei: Die Guardian Angels, sportlich beheimatet im MSV 90 e.V. Kurz nach der Fußgängerbrücke im Elbauenpark: Die Seebühne, Veranstaltungsort für vielfältige kulturelle Aktivitäten

Die Spitzengruppe der Marathonis hat da die Wendeschleife bereits passiert. Der Führende und spätere Sieger, Sören Ulbrich, konnte schon beim ersten Durchlauf des Elbauenparks einen gehörigen Vorsprung zwischen sich und seine Verfolger legen. Fast unbemerkt taucht der "gelernte" Triathlet auf der schmalen Brücke zwischen den 10km-Läufern auf, wäre da nicht das Streckenfahrrad gewesen. Gerade bei solch engen Passagen wie auf der Fußgängerbrücke in Richtung Seebühne ist es schwierig, das Lauftempo zu halten, wenn nicht der Weg gebahnt wird. Anders auf der Sternbrücke, die derzeit für den Verkehr offen ist: Diese Elbüberquerung wurde für den Verkehr gesperrt, und auch das baustellenbelastete Schleinufer gehört zum Streckenverlauf, der im Übrigen mit dem des Vorjahres identisch war. Auf besagter Brücke zieht sich die Läuferschlange auf beiden Fußwegen sowie der Straße hin.

Blick auf die Herrenkrugstraße - noch leer ... Jahrtausendturm im Elbauenpark

Zurück zum Führenden: Der Livetrack zeigt seinen Einlauf nach 2:41:08h (danke für den Service, der gerade für uns als Berichtende hilfreich ist, um Bild- und Texterstellung zu optimieren!). Sieger Sören Ulbrich hat das ABC der Leichtathletik bei der SG Motor Thurm "gelernt", ehe er sich auf das Triple des Ausdauersports konzentrierte: den Triathlon. Mit den Siegen in Unterdistanzrennen (Mülsengrundlauf: 9,5km in ca. 34 Minuten und Swim&Run beim Halle Triathlon) hat der Triathlet noch einmal "Laufkörner" für den "MM" getankt. Fast vier Minuten legt er zwischen sich und den Zweitplatzierten Olaf Henkel vom SV Turbine Neubrandenburg (2:45:02h). Der in der Altersklasse M50 startende Ausdauerläufer aus Mecklenburg-Vorpommern kann unter anderem eine Halbmarathonzeit von 1:18:49h aufweisen; über 10 Kilometer steht eine 36er-Zeit in seiner Laufvita. Eine dreiviertel Minute dahinter finisht Louis Hellmuth vom SCC Berlin.

Jann und Julia freuen sich auf den Elbe-Biber-Kinderlauf Arthur Lenz, früherer Spitzenläufer, mit seinem persönlichen Laufnachwuchs Cleo und Lola Danila Rurik Kisch aus Wolmirstedt beim Elbe-Biber-Kinderlauf über 400m Triathlet Erik Kuntze (TriJunion Magdeburg) wird Dritter in der Altersklasse U14 beim Mini-Marathon 4,2km

Die 10 Kilometer bewältigt Jule Vetter aus Tübingen am schnellsten (37:37min) vor Natalie Albrecht (SC Magdeburg, noch in der Altersklasse U18 startend) und Damaris Gericke (Team Laufenten). Bei den Männern beweist Sieger Maximilian Danielewicz (Social Run Halle/LAV Halensia) seine starke Form (32:28min).

Konzentration vor dem 10km-Start und ... ... Blick vom "Marathon Tor"auf das 10km-Starterfeld

Joanna Wasielak aus Polen ist zu dieser Zeit noch auf der zweiten Runde; einsam läuft sie an der Spitze des 46köpfigen Feldes der Frauen. Nach 3:07:36h kommt die in Swardzedz wohnende Läuferin ins Ziel. Eva Sahr aus Kist folgt nach 3:35:10h, ehe die Magdeburgerin Doreen Kraska als Gesamtdritte die Zielmatte erreicht. Die für Mrs. Sporty an den Start gehende "Laufmacherin" ist nicht nur regelmäßige und erfolgreiche Starterin bei regionalen Laufveranstaltungen, sondern zeichnet seit diesem Jahr auch für den Sudenburglauf verantwortlich, als Mitorganisatorin. Dieser gehört neben sieben weiteren Läufen zur Stadtrangliste. Hier hat sich in Magdeburg eine Laufserie etabliert, welche längst Läuferinnen und Läufer aus anderen Bundesländern regelmäßig am Start sieht. Bei der 21. Auflage des Magdeburg Marathon wurde es hingegen international: In den Starterlisten waren Aktive aus Ungarn, Großbritannien, Japan, der Ukraine, Polen, Spanien, Marokko, Indien, Litauen, Kanada, den USA und China zu finden.

Maximilian Danielewicz (Social Run Halle/LAV Halensia) siegt über 10 KIlometer Lance Franke (Meilenweit Potsdam) folgt als Zweiter Niklas Behrenbruch aus Magdeburg belegt Platz 5 im Gesamtklassement über 10 Kilometer

Der teils stürmische Wind hat einige Wege in der Nähe des Ziels mit Kastanien übersät. ("Der Herbst, der schenkt uns blankes Gold, das auf der Straße hüpft und rollt, Kastanien sind`s, die uns erfreuen, kommt, sammelt alle ein …") Der Wortlaut eines Kinderliedes aus längst vergangenen Tagen wird auf den letzten Metern hin zur Herrenkrugstraße für einige Läuferinnen und Läufer aktuell. Aber die Rasenstreifen links und rechts der Wegstrecke dienen als Ausweichmöglichkeit. An der Wegkreuzung reihen sich 10km-Teilnehmer und die vielen Minimarathonis in eine Läuferschlange ein, die dann nach ca. zweihundert Metern Richtung Ziel zwischen den Messehallen einbiegt.

U18-Starterin Natalie Albrecht (SC Magdeburg) wird Gesamtzweite über 10 KIlometer Sarah Sophie Bauersack (Sportfreunde Wadentest e.V.) wird Gesamtvierte über 10 Kilometer Anja Simon (links) vom SC Magdeburg wird 2. W40 über 10 k, Katja Knospe (5244) wird 1. W55; sie startet für den SV Turbine Neubrandenburg

Unter den 1047 Finishern des Minimarathons sind auch zwei jugendliche Athleten, die eine gemeinsame sportliche Vergangenheit im Schwimmbecken aufweisen. Triathlet Erik Kuntze (TriJunion) hat von seinem Trainer die "Starterlaubnis" für eine kurze Strecke bekommen; unter zwanzig Minuten möchte er auf der 4,2km-Runde bleiben, so der Dreizehnjährige vor dem Start. Mit 17:23min bleibt Erik deutlich unter der selbst gesetzten Vorgabe und läuft auf Gesamtplatz acht (3. Platz / U14). Noch besser schneidet die ehemalige Schwimmerin Clara Kessner ab: Nach 17:34min sichert sich die nunmehrige Leichtathletin den Streckensieg bei den Mädchen. Männliches Pendant wird Hasan Aljic (15:41min) / T.R.I.A.G. Jerichower Land e.V.) mit einem Vorsprung von zwanzig Sekunden auf Cassian Hadlich, der im Übrigen mit Clara Kessner in einer Trainingsgruppe trainiert. Mit Greta Schmidt auf Gesamtplatz zwei ist das Stiftungsgymnasium der Landeshauptstadt auf dem Siegerpodest vertreten. Nina Stach von der Laufgruppe "Hopfen" aus Schackensleben vervollständigt das schnelle Trio der Mädchen.

Frauenpodest über 10 Kilometer mit Siegerin Jule Vetter (W20) aus Tübingen, 2. Natalie Albrecht (U18) vom SC Magdeburg und 3. Damaris Gericke (W45) vom Team Laufenten

Jennifer Janele blieb als einzige Frau auf der Halbmarathon-Strecke unter 1:30h. Wieder "Gänsehaut pur" für die Läufergruppe der Weserberglang Runners Derental, denn 1:28: h sind ein starkes Statement. Schon vor zwei Jahren hat die Sportjugend-Vorsitzende im KSB Holzminden bei ihrem Marathonsieg in Bremen vom "Gemeinschaftsgefühl, sich gegenseitig zu motivieren", gesprochen. Dieses Feeling ist, übergreifend auf die einzelnen Wettbewerbe gesehen, in Magdeburg seit Jahr und Tag zu erleben. Beispielsweise leuchten häufig die weißen Laufshirts des Stiftungsgymnasiums auf - Wer ist denn alles für meine Schule mit dabei? - fragen gerade die jüngeren Mädchen und Jungen im Zielbereich und entdecken Klassenkameraden und auch Lehrer ihrer Bildungseinrichtung.

Marathonsieger Sören Ulbrich (SG Motor Thurm/SV Halle Triathlon) beim ersten Durchlauf auf der Fußgängerbrücke Youssef Ejjalled aus Marokko wird als Gesamt Neunter 2. M20 im Marathon
Aus Bad Münder angereist: Danny Seidler, 6. und 1. M35 im Marathon

Lukas Lemcke vom SV Kali Wolmirstedt finisht als schnellster HM-Mann von insgesamt 889 Teilnehmern nach 1:12:31h und bleibt bei der Windlotterie drei Minuten über seiner bisherigen Bestzeit, welche er in Hannover aufgestellt hatte. Der Gesamtdritte Manuel Stary aus Magdeburg kann nach seiner Marathonbestzeit (2:31:25h) nun auch 1:14:15h in die Bestenlisten eintragen lassen.

Marathonsiegerin Joanna Wasielak aus Polen 3. Marathonia Doreen Kraska am Verpflegungsstand, organisiert von Schülern und Eltern des Editha Gymnasiums Magdeburg Mileen Mollenhauer aus Magdeburg belegt als 5. Platz drei/W35 im Marathon

Seit 2004 schreibt der "MM" eine Erfolgsgeschichte. Inzwischen ist es die größte Laufveranstaltung in Sachsen-Anhalt. Der Deutsche Marathonmeister von 2013, Frank Schauer aus der Altmark, hält den Streckenrekord mit 2:31:10h; bei den Frauen führt Anne-Kathrin Litzenberg (2:57:05h) das Klassement an.

Gruß von Kim-Eileen Starke aus der Optikstadt Rathenow (6. W35) Abklatschen mit der Tochter Fantasievoll unterwegs

Fazit: Bunt war es, das Läuferfest in Magdeburg. Ob es die kleinen Flitzer auf den 400 Metern des Elbebiberlaufes waren, ob es die Cheerleader-Gruppe der Guardian Angels (rot-weiß), die Footballer (in Grau "gewandet") oder die in ihren Vereinsshirts startenden Läuferinnen und Läufer gewesen sind (hier besonders beim Team-Marathon) - Magdeburg strahlte (zumindest beim Marathon - einige Stunden später taten das die in Blau-Weiß gekleideten Fans des Fußball-Zweitligisten nicht, kein Wunder bei der erneuten Heimpleite ihres Teams).

Flotte Rhythmen machen schnelle Beine - kurz vor dem Zieleinlauf
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Vereinsvorsitzender Ralf Eger zeigte sich, stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer, sehr zufrieden über die übertroffene 5000er-Marke der Teilnehmer. Übrigens, der Countdown für die 22. Auflage ist gestartet: Am 4. Oktober 2026 heißt es wieder: "Von Läufern für Läufer" - die VLG 1991 lädt ein nach Magdeburg! Oder auch: "Sunday is runday!"

Bericht und Fotos von Almuth Steinhoff

Ergebnisse my.raceresult.com
Info www.magdeburg-marathon.eu

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