5.10.25 - 27. Generali Köln Marathon

Rekordregen im Nieselregen

von Jörg Engelhardt 
 

Mit über 37.053 gemeldeten Läuferinnen und Läufern in allen angebotenen Wettbewerben, sowie 28.628 Zielankünften bei allen ausgetragenen Konkurrenzen, erlebt die Millionenmetropole am Rhein den höchsten Teilnahmezuspruch seit der Premiere im Jahre 1997.

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Gemessen an der Einwohnerzahl ist Köln die viertgrößte Stadt in Deutschland, hinter München, aber noch vor Frankfurt am Main. Gemessen an Teilnahme- und Finisherzahlen im Rahmen eines Stadtmarathons ist sie das seit letztem Jahr auch wieder, nur das sie auf diesem Sektor hinter Frankfurt, aber noch vor München liegt. Zwar gehen in Köln, gemessen an allen Rahmenwettbewerben sogar mehr Menschen an den Start als in der Mainmetropole, dennoch ist die Teilnahme- und Finisherzahl im namensgebenden Marathonhauptlauf in Frankfurt doch nochmals wesentlich höher als in der Domstadt am Rhein.

Viel Publikum säumte die Kölner Marathonstraßen
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Über 37.000 Frauen und Männer, Mädchen und Jungs in allen angebotenen Disziplinen sind ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, dass der Laufsport auch in der größten Stadt am Rhein boomt. Sportlich gesehen wurden bisher in Berlin, Hamburg und Frankfurt schon deutlich schnellere Siegerzeiten erzielt, dennoch lässt sich mit dem heutigen Ablauf des sportlichen Geschehens an der Spitze des Marathonlaufs der Männer sagen, dass Köln zumindest was den neu aufgestellten Streckenrekord betrifft ein kleines Stückchen näher an die vor ihm liegenden Marathonstandorte Berlin, Hamburg und Frankfurt herangerückt ist.

 

Dabei war Markus Frisch, der Geschäftsführer der Kölner Ausdauer Sport GmbH, die als Tochtergesellschaft des Kölner Verein für AusdauerSport e.V. für die Ausrichtung von Nordrhein-Westfalens größter Breitensportveranstaltung verantwortlich ist, zu Beginn der Woche noch nicht davon überzeugt, dass der langjährige Streckenrekord des Kenianers Alfred Kering (2:07:37 h) aus dem Jahre 2012 bereits bei dieser Auflage fallen könnte.

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"Wir planen das für die nächsten Jahre. Wir haben zwar mit Jonathan Maiyo und Douglas Chebi zwei kenianische Läufer im Feld, die schon schnellere Zeiten als unseren Streckenrekord gelaufen sind, aber das liegt schon einige Jahre zurück. Für dieses Jahr rechnen wir bei den Männern mit einer Siegerzeit im Bereich von 2:10:00 h, was auch schon eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr wäre, zumal das auch der Zeitbereich ist, in dem die Topläufer die wir gewinnen konnten zuletzt unterwegs waren. In der Frauenkonkurrenz hoffen wir auf eine ähnlich schnelle Siegerzeit wie letztes Jahr, also knapp unter 2:30:00 h."

Hoher Teilnahmezuspruch in der Millionenmetropole am Rhein

Bei den Frauen sollte diese Hoffnung durch den tatsächlichen Rennverlauf mit der Realität übereinstimmen, doch bei den Männern durfte der Mann an der Spitze des Organisationsstabs der Veranstaltung seinen Irrtum eher mit großer Freude zur Kenntnis genommen haben. Was diesem im Vorfeld weniger Freude gemacht hatte war, dass der Westdeutsche Rundfunk, der mit Sitz am Wallraffplatz nur unweit des heutigen Zielbereichs in der Komödienstraße beheimatet ist, einmal mehr keine bewegten Fernsehbilder über den Marathon produziert und ausgestrahlt hat. "Wenn wir hier die ganze Innenstadt für ein paar Stunden sperren und die größte Freiluftsportveranstaltung unseres Bundeslandes auf die Beine stellen, dann müsste das die örtliche Fernsehanstalt eigentlich als öffentlichen Auftrag verstehen und etwas senden."

Nun gut, dem war nicht so, dennoch wusste man sich zu helfen. Mit einem Livestream der via YouTube ausgestrahlt wurde. Der von Tobias Ufer (Moderator bei Phoenix und Stadionsprecher des Fußball-Bundesligisten TSV Bayer 04 Leverkusen ) und Tobias Blum (zweifacher Köln-Marathon Sieger der Jahre 2018 und 2022, zudem auch Sieger des Halbmarathons 2017) kommentierte Livestream, dürfte ohnehin eine eher höhere Zuschauerresonanz ausgelöst haben, als dies eine zeitversetzte Kurzzusammenfassung im Westdeutschen Fernsehen getan hätte.

Pacemaker für Elite- und Volksläufer

Ansonsten waren die angekündigten Wetterprognosen (Regen und teilweise auch Gegenwind) durchaus zutreffend, konnten aber dennoch nicht verhindern, dass zumindest die gut trainierten Läuferinnen und Läufer an den Spitzen der Felder Topleistungen und in zwei Fällen sogar neue Streckenrekorde aufstellen konnten. Aber auch die ambitionierten Freizeitläuferinnen und Läufer hinter den absoluten Eliten des heutigen Tages zeigten für ihre Verhältnisse sehr gute Leistungen. Das Kölner Publikum ließ sich von dem nasskalten Nieselwetter ohnehin nicht abschrecken und das Gros der Zuschauenden war auch wetterfest und warm genug angezogen, so dass sich die bei teilweise recht ungemütlichem Wetter agierenden Läufermassen trotzdem der großen Unterstützung des wie immer sehr zahlreichen und auch lauten Kölner Publikums erfreuen durften. Zumal später gegen 12 Uhr dann auch phasenweise der Regen pausierte und die Sonne wieder zum Vorschein kam.

Halbmarathon

Jona Bodirsky (TSV 05 Rot), der erst vor einem Monat bei den deutschen 10-Km-Meisterschaften hinter Hendrik Pfeifer mit einer Zeit von 28:53 min. den vierten Platz belegen konnte und bereits eine Woche später beim international sehr renommierten Kopenhagen-Halbmarathon in 1:02:59 h gleich das nächste sportliche Ausrufezeichen gesetzt hatte, war bisher eher nur in südwestdeutschen Läuferkreisen ein Begriff. Dies sollte sich in den letzten Wochen deutlich geändert haben.

Kurz vor der 19 km Marke hat Jona Bodirsky schon eine Lücke gerissen ... ... die Mamiyo Nuguse Hirsuato nicht mehr zulaufen kann

Denn die vor drei Wochen in der dänischen Hauptstadt erzielte Zeit liegt eine Sekunde unterhalb der Streckenrekordzeit, die Leonhard Kipkoech Langat aus Kenia vor 15 Jahren aufgestellt hatte. Bisher außerhalb des Rhein-Neckar-Raums kaum bekannt, kam dem jungen Mann, der im US-amerikanischen Bundesstaat Oregon an der Portland University Elektrotechnik studierte, plötzlich eine Mitfavoritenstellung zu. Denn außer dem Äthiopier Mamiyo Nuguse Hirsuato vom LAZ Gießen, war er der einzige im Teilnehmerfeld, der eine Zeit unter der 63-Minuten-Marke erzielen konnte. Beim vorletzten Frankfurter Halbmarathon 2024 erzielte Hirsuato, der Sieger des Kassel-Marathons, die Streckenrekordzeit von 1:02:46 h, die allerdings in diesem Frühjahr durch den Marokkaner Abdelhadi Labali nochmals unterboten wurde. Diese beiden Läufer mussten also im heutigen Teilnehmerfeld als die aussichtsreichsten Anwärter auf den Gesamtsieg gelten.

Tom Thurley vom Potsdamer Laufclub kann sich den dritten Platz sichern Leonardo Ortolano vom Laufteam Kassel wird den vierten Platz belegen Vor zwei Jahren wurde Lorenz Baum (LAV Stadtwerke Tübingen) in Köln Deutscher Marathon Meister, heute läuft er im Halbmarathon auf Platz 6

In der Tat konnten sie sich schon recht schnell vom Rest des Feldes absetzen. Wobei Jona Bodirsky stets einen kleinen Vorsprung von gut 2 bis 3 Metern hatte. Hierdurch kamen bei den Zuschauern gleich zwei Fragen auf. Sollte Jona Bodirsky seinen Vorsprung bis ins Ziel halten können? Fällt endlich der langjährige Streckenrekord? Tatsächlich lagen die Durchgangszeiten von beiden mal knapp über, mal knapp unter dieser Marke.

Am Ende konnte Jona Bodirsky den Vorsprung bis ins Ziel retten und den ersten Sieg bei einer großen überregional beachteten Laufsportveranstaltung feiern. Dabei verfehlte er einen neuen Streckenrekord, der mit seiner eigenen Halbmarathonbestzeit identisch ist, am Ende nur ziemlich knapp. Dennoch ist er mit der erzielten Siegerzeit von 1:03:11 h der schnellste deutsche Gesamtsieger seit der Einführung des Halbmarathon Wettbewerbes im Jahre 2006. Man darf gespannt sein, wohin sich die Karriere des heutigen Gesamtsiegers noch entwickeln wird. Vielversprechend für eine Zukunft bei internationalen Großereignissen ist sie allemal (siehe Portrait im LaufReport). Mamiyo Nuguse Hirsuato nahm bereits sechs Sekunden später den zweiten Platz ein und sicherte sich in 1:03:17 h den Silberrang. Tom Thurley vom Potsdamer Laufclub, der ebenfalls zur deutschen Spitze auf der Halbmarathondistanz zu zählen ist, belegte nach 1:03:56 h den letzten freien Podestplatz.

Lukas Kley, der dieses Jahr mit dem TV Refrath Deutscher Mannschaftsmeister im 50 km Lauf wurde, auf dem Weg zu Gesamtplatz 9 in der Männerwertung Für Maciek Miereczko reicht es auch heute noch beim Halbmarathon zu einer Platzierung in den Top Ten
(10. und 1. M45 in 1:08:10)

Hinter den drei Podiumsplatzierten klaffte dann schon eine recht große Lücke, ehe Leonardo Ortolano vom Laufteam Kassel nach 1:07:07 h den vierten Platz belegen konnte. In früheren Jahren hätte diese Zeit an gleicher Stelle immer noch zu einem souveränen Sieg gereicht. Christopher Dahlmeyer vom TSV Bayer 04 Leverkusen war der erste regionale Läufer, der nach 1:07:16 h den Zielstrich auf der Komödienstraße überquerte. Dabei lag er nur eine Sekunde vor Lorenz Baum (LAV Stadtwerke Tübingen), der vor zwei Jahren an gleicher Stelle Deutscher Marathonmeister werden konnte. Diesmal erzielte er mit seiner Endzeit von 1:07:17 den sechsten Gesamtplatz.

Um die Plätze 14 und 15 duellieren sich Alois Ebel (vorn) von Milers Colonia 2020 und Sören Sprehe (SC Melle 03). Der Kölner entscheidet dieses Duell zu seinen Gunsten Mit den Plätzen 91 und 92 noch in den Top 100: Baskaran Balasingham und Steffen Lange von Milers Colonia 2020

Bei den Frauen galt Esther Pfeiffer als die uneingeschränkte Favoritin. Die zweifache deutsche Meisterin dieses Jahres (Halbmarathon und 10 Kilometer) galt diesmal nicht nur als erste Anwärterin auf den Gesamtsieg, nein auch die Aufstellung eines Streckenrekordes war ihr in diesem Jahr durchaus zuzutrauen. Mit ihrem Ehemann Hendrik, der sich einmal mehr als Pacemaker in den Dienst seiner Ehefrau stellte, hatte sie natürlich auch den optimalen Tempomacher an ihrer Seite. Müßig zu erwähnen, dass beide hier auch solo schon erfolgreich waren. Vor zwei Jahren wurde Esther, damals noch unter ihrem Geburtsnamen Jacobitz Deutsche Marathonmeisterin und gewann darüber hinaus in den Jahren 2022 und 2024 auch den Halbmarathon. Hendrik wiederum konnte in den Jahren 2017 und 2019 den Marathon in Köln gewinnen und war in den Jahren 2013 und 2015 auch auf der Halbmarathondistanz siegreich. Den beinahe Uralt-Rekord hielt Sabrina Mockenhaupt mit 1:08:51 bereits seit 2008, die auch heute wieder am Start war.

Hendrik Pfeiffer führt seine Ehefrau Esther zum neuen HM-Streckenrekord. Der links neben ihnen laufende Christopher Dahlmeyer wird sich bei den Männern den fünften Platz erlaufen Nach ihrem diesjährigen Sieg beim Duisburger Halbmarathon in neuer Streckenrekordzeit, läuft Cara Zollenkopf vom TV Refrath mit neuer persönlicher Bestzeit auf den zweiten Platz

Die Unterbietung ihres langjährigen Rekordes nahm Sabrina Mockenhaupt wie immer gut gelaunt zur Kenntnis. Esther Pfeiffer, der derzeit erfolgreichsten deutschen Straßenläuferin auf nationaler Ebene war jedenfalls wieder mal nicht bei zu kommen. In 1:07:28 h fiel die Steigerung des Streckenrekordes schon sehr deutlich aus. Zudem lagen in diesem stark besetzten Rennen, in dem immerhin außer Esther Pfeiffer noch 22 Männer unter der 70-Minuten-Marke bleiben konnten, auch noch weitere 5 Frauen unter der 80-Minuten-Grenze.

Erwartungsgemäß kam dann schon ziemlich weit abgeschlagen die Zweitplatzierte des letztjährigen Essen-Marathons und Gewinnerin des Duisburger Halbmarathons Cara Zollenkopf (TV Refrath) ins Ziel. Auch sie stellte, nachdem sie dieses Jahr schon in Duisburg einen neuen Streckenrekord erzielen konnte, mit 1:14:06 h eine neue persönliche Bestzeit auf und ließ dabei immerhin die vielfache deutsche Meisterin Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen) hinter sich. Diese wiederum hat ihre bislang größten Erfolge auf Distanzen unterhalb der 10.000 Meter, bzw. 10 km Distanz feiern können, erzielte mit 1:14:10 h eine Endzeit, die in einigen der bisherigen Auflagen auf jeden Fall immer noch zum Gesamtsieg geführt hätte. Damit war das Podium schon zu einer Zeit komplett, in der in früheren Jahren noch nicht einmal die Siegerin das Ziel erreichen konnte.

Im Schlepptau des Österreichers Leopold Karl, läuft die mehrfache Deutsche Meisterin auf kürzeren Distanzen, Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen), auf Platz 3
Annasophie Drees wird Vierte im Halbmarathon

Die viertplatzierte Annasophie Drees (TSV Bayer 04 Leverkusen) konnte ihren Lauf nach 1:16:54 h beenden, während die bereits erwähnte Sabrina Mockenhaupt-Gregor (LAV Stadtwerke Tübingen) nach 1:17:26 h ihren Lauf ins Ziel bringen konnte. Dabei war ihr der Altersklassensieg in der W45 nicht zu nehmen. Zu dieser Zahl hat die nunmehr entthronte Streckenrekordlerin ein ganz besonderes Verhältnis, nicht nur weil sie am 6. Dezember 45 Jahre alt wird, sondern auch, weil sie genauso viele deutsche Meistertitel, wenn man den deutschen Altersklassentitel aus Siegburg vor einem Monat nicht mitzählt, errungen hat.

Die Mehrheit der im Verhältnis zu Sabrina Mockenhaupt deutlich lebensjüngeren Läuferinnen und Läufer war auch in Köln wieder wesentlich langsamer als sie. Lediglich Lisa Memouna Kerp (Team flott e.V.) schaffte es in 1:19:45 h noch unter der bei Frauen begehrten 80-Minuten-Marke zu bleiben, was in der Endabrechnung für sie nicht nur zum sechsten Gesamtplatz, sondern auch zum Sieg in der Altersklasse W30 führte.

Mit 7401 Frauen und 8598 Männern im Ziel war der Halbmarathon wieder einmal der meistgebuchte Wettbewerb des Tages.

Als Streckenrekordhalterin entthront - als Altersklassensiegerin der W45 gefeiert. Sabrina "Mocki" Mockenhaupt-Gregor (Platz 5) Lisa Memouna Kerp (Team flott e.V.) bleibt auf Platz 6 einkommend letzte Frau unter 80 Minuten

Im Rahmen des Kölner Halbmarathons fanden in diesem Jahr auch die deutschen Feuerwehrmeisterschaften statt. Den deutschen Meistertitel der hauptamtlichen Feuerwehrmänner sicherte sich Florian Lang von der Berufsfeuerwehr Nürnberg in 1:16:03 h. Bei den hauptamtlichen Feuerwehrfrauen konnte sich Jana Zumbrink von der Berufsfeuerwehr Münster in 1:37:21 h den Meistertitel sichern. Die deutschen Meistertitel bei den freiwilligen Feuerwehren sicherten sich Peter Greb (Freiwillige Feuerwehr Bad Laasphe - 1:25:44 h) und Vitoria Menezes (Freiwillige Feuerwehr Köln - 1:46:24 h).

Marathon

1927 weibliche und 6011 männliche Marathonfinisher konnten die sportlich größte Herausforderung des Tages erfolgreich bestehen und die Königsdistanz zu Ende bringen.

Der neue Streckenrekordhalter Barnaba Kipkoech aus Kenia konnte seine bisherige Bestzeit von 2:08:21 h überraschend auf 2:06:54 h steigern. Damit hatte bei diesem wechselhaften und windigen Wetter niemand gerechnet. Barnaba Kipkoech selbst, hatte sich eine Zielzeit von 2:10:00 h gesetzt, die er dann doch sehr deutlich unterbieten konnte.

Barnaba Kipkoech hat die Führung im Marathonrennen übernommen Max Nores macht das Tempo für den schnellsten Deutschen und auch schnellsten Kölner, Jonathan "Johnny" Dahlke

Auch sonst war das Rennen an der Spitze des Männerfeldes deutlich besser besetzt. Die schnellsten sechs Männer unterboten die letztjährige Siegerzeit des Äthiopiers Demeke Tadesse (2:12:37 h). Auf den folgenden Plätzen waren afrikanische Läufer zu finden. Boniface Kibiwott belegte in 2:08:15 h den Silberrang, ehe Onesmus Kiplagat Kiplimo nach 2:08:33 h das kenianische Podium komplettieren konnte. Auch der viertplatzierte Edward Konana Koonyo konnte nach 2:09:52 h unterhalb der Marke von 2:10:00 h bleiben. Dies traf auch auf den fünftplatzierten Äthiopier Dereje Adunga zu, der in 2:09:58 h seinen Lauf ins Ziel bringen konnte. Den sechsten Platz nahm dann mit Jonathan Maiyo wiederum ein Kenianer ein, der mit seiner Zeit von 2:12:19 h im vergangenen Jahr gewonnen hätte.

Barnaba Kipkoech gewinnt den Genarali Köln Marathon in neuer Streckenrekordzeit Die drei Schnellsten des 27. Generali Köln Marathon (von links nach rechts): 3. Onesmus Kiplagat Kiplimo, 2. Boniface Kibiwott und Sieger Barnaba Kipkoech

Wäre der schnellste deutsche Läufer des Tages, Jonathan "Johnny" Dahlke, der ja Kölner ist und auch im Stadtgebiet lebt, für seinen eigentlichen Lieblingsverein Milers Colonia 2020 an den Start gegangen, dann wäre er heute Kölner Stadtmeister geworden. Diesen Triumph überließ der Mitbegründer der Milers, der bei Meisterschaften für den TSV Bayer 04 Leverkusen startet, seinem Vereins- oder auch Community-Mitstreiter Lars Derksen, der sich in 2:29:27 h den Stadtmeistertitel erlief. Mit seiner eigenen Leistung war Dahlke diesmal allerdings nicht zufrieden, weil er sein Ziel unter 2:15:00 h zu laufen, in 2:18:10 h verfehlte. Bei der Halbmarathonmarke lag er mit 1:07:27 h noch auf Kurs, büßte auf der zweiten Streckenhälfte aber noch über drei Minuten ein. Dennoch fand er schnell zurück zu seiner guten Laune und ließ keinen Zweifel daran, dass er dieses Ziel erneut in Angriff nehmen wird.

Von Organisationschef Markus Frisch in Empfang genommen, der schnellste Deutsche Jonathan Dahlke Siebe Van Dijck freut sich als schnellster belgischer Läufer über den achten Platz

Bei den Frauen blieb der Streckenrekord von Helena Kirop (2:25:34 h) erwartungsgemäß unangetastet. Dennoch gelang es der Äthiopierin Fantu Shugi mit 2:29:12 h eine Siegeszeit zu erzielen, die schneller war als im vergangenen Jahr. Während bei den Männern Kenia das dominierende Läuferland war, hatte Äthiopien bei den Frauen im Feld die Übermacht. Denn auch auf dem zweiten Platz landete mit Vorjahressiegerin Zinash Mekonnen in 2:30:38 h wieder eine Äthiopierin. Lediglich Faith Chepkoech konnte mit einer Endzeit von 2:31:00 h den letzten freien Podestplatz nach Kenia entführen.

Fantu Shugi gewinnt die 27. Auflage des Generali Köln Marathon Vorjahressiegerin Zinash Mekonnen läuft in dem Gewusel später Halbmarathonfinisher diesmal auf den zweiten Platz

Shewaye Woldemeskel war dann die nächste Äthiopierin, die nach 2:45:20 h das Ziel auf der Komödienstraße als Vierte erreichte. Schnellste deutsche Läuferin wurde als Fünfte im Gesamteinlauf Kristina Höhn (TSV 2000 Rothenburg) in 2:47:57 h. Damit war sie auch in der W35 siegreich. Hinter der letztjährigen Gewinnerin des Karlsruher Baden-Marathon belegte Susan Witte (TSR Olympia Wilhelmshaven) in 2:49:38 h den sechsten Platz und erzielte damit auch den W45-Sieg. Kölner Stadtmeisterin wurde Maike Drieb-Schön (LAZ Rhein-Sieg) in 2:51:45 h.

W45-Siegerin Susan Witte schliesst als Sechste in der Gesamtwertung ihren Marathon ab Zwei Altersklassensiegerinnen auf einem Bild: Vorne Kristina Höhn (1.W35 und Gesamtplatz 5) und dahinter Franziska Rennecke (1.WHK und 13. Platz gesamt) Maike Drieb-Schön (LAZ Rhein-Sieg) wird mit Platz 9 Kölner Stadtmeisterin

Deutscher Feuerwehrmeister bei den Berufsfeurwehrleuten wurden Lucas Eckhoff (Berufsfeuerwehr Dortmund - 2:59:41 h) und Verena Skalitz (Berufsfeurwehr Essen - 3:27:36 h). Bei den freiwilligen Feuerwehren waren ausschließlich Männer am Start, so dass bei den Frauen kein Meistertitel vergeben werden konnte. Hier sicherte sich Sebastian Götz (Freiwillige Feuerwehr Aschbuch - 2:41:59 h) den deutschen Meistertitel.

Zieleinlauf auf dem roten Teppich "Ambitious Together" ist das Motto der Milers Colonia 2020 e.V. Die Läufergemeinschaft, die sich sowohl als Laufcommunity als auch eingetragener Verein versteht, ließ wieder ihrem Leitmotto Taten folgen. Alle hier abgebildete Läufer brachten den Marathon in deutlich weniger als drei Stunden zu Ende
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Gleich, ob Anmelde- und Finisherzahlen oder sportliche Ergebnisse, der Generali Köln Marathon hat wieder einen Schritt nach vorne gemacht.

Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt

Ergebnisse generali-koeln-marathon.de/ergebnisse
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