26.10.25 - 42. Mainova Frankfurt MarathonFrankfurt zieht wieder an Hamburg vorbei - Platz 2 hinter Berlin im Ranking |
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Mainova Frankfurt Marathon erreicht eine neue Dimension |
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| von Constanze & Walter Wagner |
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Informationen zum Lauf 2026 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE? |
Foto-Impressionen im LaufReport vom 42. Mainova Frankfurt Marathon HIER
Jens Priedemuth berichtet über die Hessischen Marathon-Meisterschaften HIER
Mit erstmals über 30.000 Teilnehmern hat die Veranstaltung das Tor in eine neue Ära aufgestoßen. Allein 17.000 Anmeldungen lagen für den Marathon vor, dazu kamen 6.844, die beim T. Rowe Price Staffelmarathon starten wollten.
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Mit weiteren 2.702 beim Mini-Marathon wurde der Sonntag in der Bankenmetropole zur bundesdeutschen Laufhauptstadt. Am Samstag hatten 2.200 ihre Laufschuhe beim Brezellauf powered by interAir geschnürt und bei den Allerjüngsten waren 1663 für den Struwwelpeter-Lauf gemeldet. |
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| Start im Schatten des Messeturms | Streckenverlauf mit einem der vielen Highlights - die Alte Oper | Zieleinlauf in der Festhalle |
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Ausführliche und einladend präsentierte
Laufankündigungen im LaufReport HIER
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Frankfurt geht mit dem späten Austragungstermin am letzten Wochenende im Oktober ein erhöhtes Wetterrisiko ein, eröffnet damit aber den Athleten ein großes Zeitfenster, um sich für einen ambitioniert angegangenen Herbstmarathon vorzubereiten, der mit hoher Garantie bei nicht zu hohen Wärmegraden stattfinden wird. Persönliche Bestzeiten sind in Frankfurt eher die Regel, als die Ausnahme.
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Dass es die auch bei nicht ganz optimalen Wetterbedingungen hagelt, unterstreicht die genannten Vorzüge. Und das Wetter am Marathonwochenende spielte schlecht mit. Zwar blieb es letztendlich trocken, die tagelang anhaltenden Regenschauer machten zum Sonntagsmarathon Pause. Jedoch blies ein leistungsmindernder Wind, der mit kräftigen Böen in den Hochhausschluchten so gar nicht nach dem Geschmack der leichtgewichtigen Marathonelite war. |
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| Ein weiteres Highlight, Aufstieg und Querung der Alten Brücke inklusive Skyline-Panorama | |
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Nicht nur Renndirektor Jo Schindler dürfte sich an die erste von ihm verantwortete Durchführung im Jahr 2002 erinnert haben, als der Orkan Jeanett die Zeitmessmatten abheben ließ. Nun also das Sturmtief Joshua als ungebetener Begleiter des mit Hamburg um den Platz hinter Berlin buhlenden Frankfurt Marathon. Seit 2003 ist das Ziel windgeschützt in der Festhalle, aber auch drinnen beherrschte der Wind die Gesprächsthemen. |
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Gleichwohl war im Kampf um jede Sekunde die Elite und Leistungsklasse davon mehr betroffen, als Freizeitsportler, die es hinnahmen, dass eben nicht immer Rückenwind war. In leistungsstarken Gruppen, die sich beim Marathon in Frankfurt wie kaum woanders in erstaunlicher Vielzahl bilden, stemmt man sich eben abwechselnd gegen den Wind.
Dass unter den Gegebenheiten dennoch hervorragende Resultate erzielt wurden, lässt verschmerzen, dass nicht alle Wünsche in Erfüllung gingen. Die Zielsetzungen wurden aufgrund der Wetterprognose vom Sportlichen Leiter Philipp Kopp vorsichtig formuliert. Doch gänzlich ausgeschlossen war es nicht, dass Rekorde purzeln. Stark besetzt war das internationale Frauenfeld, nicht geringer waren die Erwartungen in die von Äthiopiern dominierte Männerspitze. Allerdings war der Streckenrekord bei den Männern wohl nicht zu gefährden, der mit 2:03:42 h eine flottere erste Hälfte als geplant verlangt hätte.
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| Von der Startnummernausgabe bis zu Medaillenausgabe - rund 2000 Volunteers sorgen vollumfänglich rund um den Marathon | |
National waren die Augen auf Dr. Laura Hottenrott vom PSV Grün-Weiß Kassel und auf Filimon Abraham von der LG Telis Finanz Regensburg gerichtet, dessen Ziel die Verbesserung seiner Marathonbestzeit von 2:08:11 h war, gelaufen in diesem Frühjahr beim Sevilla Marathon. Dies wäre zudem gleichbedeutend mit der Ablösung von Arne Gabius als bisher schnellstem Deutschen in Frankfurt. Der hatte 2015 in Frankfurt mit 2:08:33 h den 27 Jahre alten deutschen Rekord von Jörg Peter um 14 Sekunden unterboten.
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| Stimmungsmacher "running voices" Sven Schnitker und Marcus Bourcarde auf dem Opernplatz ... | ... und Hans Gustav Eckert am ersten Staffelwechsel bei km 12,9 |
Am 17. Mai 1981 fand in Frankfurt der erste Stadtmarathon in Deutschland statt, noch vor Duisburg und Berlin. Er war auch einer der ersten in Europa mit einem innerstädtischen Kurs. Der Einzug in die Städte löste die bekannte Entwicklung aus. Eilends warb beinahe jede größere Stadt um Teilnehmer eines eigenen Marathons. Das Angebot sprengte bald die Nachfrage, wurde zudem internationaler und breiter. Reichte anfangs der Ruf eines besonders flotten Kurses für einen Platz an der Sonne, nahm in zunehmenden Maße die Stimmung und Unterhaltung entlang der Strecke, Medienpräsenz und vieles mehr an Bedeutung zu. So mancher wandte sich vom Spektakel ab und fand zurück in die Natur. Selbst besonders schwere Strecken waren auf einmal gefragt. Veranstalter suchten auf unterschiedlichste Weise das Teilnahmeinteresse zu wecken.
Wie auch immer, um über Jahrzehnte durchzuhalten bedarf es glücklicher Fügungen und Befähigungen. Die Stadt Frankfurt, die der Höchst AG als Veranstalter folgte, hatte mit der Verpflichtung von Jo Schindler dieses glückliche Händchen, denn der Regensburger schafft es mit seiner Agentur motion events seither den Marathon in Frankfurt weiterzuentwickeln und neben ansteigenden Teilnehmerzahlen zudem jährlich mit international beachteten Ergebnissen aufzutrumpfen. Dies ist umso beachtlicher, da man in Frankfurt nicht der Preisgeldentwicklung etwa in Asien oder bei den Marathon Majors folgen kann.
Die nun über zwei Jahrzehnte anhaltende Zusammenarbeit mit dem Internationalen Sport Service aus Berlin bewährte sich und wird seit dem Tod von Christoph Kopp von dessen Sohn Philipp erfolgreich fortgesetzt. Die Auskünfte dahin gehend auf den Pressekonferenzen lassen erkennen, dass es eines funktionierenden Netzwerks von Leuten vor Ort, meist in Kenia und Äthiopien bedarf, also Trainern und Managern, um etwa aufstrebende Athleten ausfindig zu machen oder verlässlich von aussichtsreichen Trainingsdaten zu erfahren. So gelang es auch bei der 42. Austragung dem Publikum spannende Rennen und besondere Leistungen zu bieten. Bei weniger Wind wären die erzielten Zeiten bestimmt noch beachtenswerter ausgefallen, doch lassen sich die Bedingungen dahingehend eben nicht beeinflussen.
Vorweg genommen sei das Statement von Philipp Kopp unmittelbar nach dem Rennen: "Es war okay heute. Wenn man die Zeiten ohne Wind berechnet, sind das super Ergebnisse. Wir haben bei den Bedingungen fünf Männer unter 2:09 Stunden und 10 unter 2:10 Stunden. Bei den Frauen sind es vier unter 2:22 Stunden. Es war sehr windig, das können wir nicht beeinflussen und müssen es nehmen, wie es ist. Wir sind zufrieden."
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| Hammering-Man schwingt den Hammer, Lauf-Volk die Beine: Start des 1. Blocks zum 42. Mainova Frankfurt Marathon |
Als um 10:00 Uhr Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef und der Vorstandsvorsitzende des Titelsponsors Mainova, Dr. Michael Maxelon, die erste Startgruppe auf die Strecke entließ, war dies zugleich das erste Mal, dass beim Frankfurt Marathon drei Startblöcke folgen würden. In der Vergangenheit war das Feld geteilt gestartet, nun geviertelt, und wieder angeschlossen der Staffelstart. Dies unter genauer Beobachtung des Ablaufs und besonderer Engpässe, die es auf jeder Strecke gibt. Ausgerichtet auch auf die angestrebte Entwicklung auf 20.000 Marathonstartplätze. Jo Schindlers Traum ist es, diese zu vergeben.
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| Nachdem die 4 Startblöcke den Messeturm hinter sich gelassen haben, verbleibt auf der Friedrich-Ebert-Anlage das Abgelegte. Die Absperrgitter wurden zum Glück erst später vom böigen Wind flachgelegt | ||
Das Elitefeld folgt einem festgelegten Plan. Unter Berücksichtigung der Wetterbedingungen und persönlicher Ziele wird praktisch auf die Sekunde die Geschwindigkeit vereinbart, die von Pacern angeführt im Rennen so lange als machbar eingehalten wird. Naturgemäß sind die schnellsten Männer irgendwann auf sich allein gestellt, während Frauen mitunter von ihren persönlichen Tempomachern bis ins Ziel profitieren.
"Es gibt keinen klaren Favoriten. Wir rechnen mit einem offenen Rennen mit spannenden Duellen. Mehrere Athleten können im Bereich von 2:05 Stunden laufen. Bei den Frauen könnte bei guten Bedingungen eine Zeit unter 2:19 Stunden herausspringen. Wir haben ein herausragendes Spitzentrio und Debütantinnen mit schnellen Unterdistanzleistungen am Start", sinnierte Philipp Kopp am Freitag vor dem Rennen über mögliche Topleistungen. Doch nicht nur der ersten Gruppe galt die Aufmerksamkeit des Sportlichen Leiters, vielen soll ermöglicht werden, persönliche Bestzeiten zu erzielen.
Soweit schien alles vorbereitet, nun mussten die Akteure nur noch den Vorgaben vom Briefing folgen. Buze Diriba überraschte in letzter Minute mit einem eigenen Tempomacher und ließ erkennen, dass ihr der im Vorjahr von ihrer äthiopischen Landsfrau Hawi Feysa aufgestellte Streckenrekord von 2:17:25 h nicht unbekannt sei. Im Ranking erbrachter Vorleistungen lag sie allerdings mit 2:20:22 h nur auf dem dritten Platz. Schon schneller gelaufen waren die Vorjahreszweite Magdalyne Masai mit 2:18:58 und Sharon Chelimo Arusho in 2:19:33 h, beide aus Kenia. Eine Reihe weiterer afrikanischer Läuferinnen empfahlen sich mit Zeiten unterhalb der 2:25er Marke. 2:24:32 h lief Laura Hottenrott 2023 in Valencia, die sich wieder in Frankfurt in die Startliste eingetragen hatte, im Vorjahr allerdings dort das Ziel nicht erreichen konnte.
Bei den Männern meldete sich der Frankfurt Sieger von 2017, Shura Kitata Tola aus Äthiopien zurück. Seine in London 2018 gelaufene 2:04:49 h war die schnellste Vorleistung im Startfeld. Vier weitere Äthiopier und zwei Kenianer folgten in der Startliste mit Zeiten von 2:05 bis 2:07 Stunden. 14 Athleten hatten bereits Zeiten unter 2:10 Stunden vorzuweisen, darunter auch Filimon Abraham mit 2:08:11 h, als schnellster Deutscher. In diesen Bereich vorzudringen war auch Tom Thurley und Jan Lukas Becker zuzutrauen.
Dem Wind zum Trotz hielt eine elfköpfige Spitzengruppe den Kurs auf eine 2:05er Zeit, verlor erst nach dem 14. Kilometer ein paar Sekunden und passierte die Halbmarathonmarke nach 62:50 Minuten. Im weiteren Verlauf wurde das von Äthiopiern dominierte Rennen immer spannender. Auf dem 28. Kilometer lagen Lulu Negera, Belay Asfaw und Getachew Masresha Kidie vorn und gingen bei Kilometer 30 in 1:29:02 h durch. Mit Yismaw Yitayew kam ein weiterer Äthiopier auf und übernahm die Spitze. Sein hochgehandelter Landsmann Dejene Megersa, erst 20 Jahre alt und mit 2:05:42 h zweitschnellster im Rennen, stieg derweil aus.
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| Bei km 41 liegt Belay Asfaw klar vorn | Shura Kitata Tola (vorn) und Taresa Bekuma liefern sich ein Duell um Rang 2 |
Belay Asfaw und Yismaw Yitayew konnten sich nochmals absetzen. Auf dem 37. Kilometer löste sich Belay Asfaw in 2:53 Minuten entscheidend und ließ es sich nicht mehr nehmen, als Sieger nach 2:06:16 h in der Festhalle einzulaufen. "Ich habe mich gut vorbereitet. Es war trotz starker Konkurrenz keine Überraschung für mich, dass ich gewonnen habe", sagte der 29jährige Belay Asfaw, der seine alte Bestzeit von 2:07:00 h verbesserte. Um die Plätze 2 und 3 kam es zu einem Spurtentscheid auf dem roten Teppich in der Festhalle. Taresa Bekuma behielt bei seinem Marathondebüt gegen Shura Kitata Tola die Oberhand und wurde in 2:07:01 h mit einer Sekunde Vorsprung Zweiter. Von sechs Äthiopiern wurde die Einlaufliste angeführt, erst auf Rang 7 folgte der erste Kenianer.
Auf dem neunten Gesamtrang finishte Filimon Abraham in der Zeit von 2:09:43 h. Der Spitzenathlet der LG Telis Finanz Regensburg zog ein erstes Resümee: "Ich bin nicht zufrieden. Es war sehr windig und ich konnte nichts machen. Nach 30 Kilometern wurde jeder Kilometer schwerer. Ich habe versucht Druck zu machen, aber es hat nicht richtig funktioniert." Für Filimon Abraham, der schon mehrmals 2:08er Zeiten abgeliefert hat, wäre unter Top-Bedingungen sicher das erhoffte Vordringen in den Bereich der schnellsten Deutschen möglich gewesen.
Bestzeiten liefen Tom Thurley und Jan Lukas Becker, wenngleich auch die Beiden auf Zeiten unter 2:10 h gehofft hatten. Der 32jährige Tom Thurley vom Potsdamer Laufclub war im Frühjahr bei den Deutschen Meisterschaften in PB von 2:12:45 h Dritter geworden und steigerte sich nun erneut auf 2:11:19 h und wurde 12. Jan Lukas Becker im Trikot des TSV Bayer 04 Leverkusen wurde in 2:13:34 h 15., war im Vorjahr mit seiner alten Bestmarke von 2:15:20 h schnellster Deutscher beim Frankfurt Marathon gewesen. Er trainiert nach seinem Vereinswechsel weiterhin beim Karlsruher Jannik Arbogast. Beckers Fazit: "Ich bin nicht zufrieden, der Wind war einfach zu stark. Ich wollte eine 2:10er Zeit, hatte aber nicht die Tagesform und bekam Seitenstechen. Aber die Bestzeit um zwei Minuten zu verbessern, da kann man nicht meckern." Und bedankte sich bei seinen Tempomachern: "Die haben einen bombastischen Job gemacht.
Buze Diriba dürfte einerseits Stirnrunzeln beim Sportlichen Leiter ausgelöst haben, als sie vom ersten Meter in Führung lag, aber sich lange nicht entscheidend absetzen konnte. Doch zahlte sich ihr Vabanque-Ritt aus. Mit 2:19:34 h sorgte sie für die herausragende Leistung der 42. Austragung, katapultierte sich auf Rang 15 der Jahresweltbestenliste und liegt in der ewigen Bestenliste des Frankfurter Marathons nun auf Rang 5. Schon am Freitag vor dem Rennen war sie zuversichtlich und erzählte, dass ihr Hawi von der schnellen Strecke in Frankfurt berichtet hatte. "Ich habe gut trainiert und freue mich auf mein erstes Straßenrennen in Deutschland", sagte die 31jährige Buze Diriba, die in der Trainingsgruppe des Erfolgscoachs Gemedu Dedefo trainiert, mit der ehemaligen Weltrekordlerin Tigst Assefa (2:11:53) und der Weltmeisterin von 2023 Amane Beriso.
Ihr Fazit nach dem Rennen: "Mein Ziel war, eine schnelle Zeit zu laufen und den Streckenrekord zu verbessern. Es war etwas schwierig, als mein Pacemaker ausgestiegen ist. Ich habe mich dann darauf fokussiert, das Rennen zu gewinnen. Die Konkurrentinnen waren sehr stark, aber ich habe auf mein eigenes Gefühl gehört. Die Unterstützung der Zuschauer an der Straße hat mir sehr viel Energie gegeben."
Sie wählte von Beginn an ein etwas langsameres Tempo als angekündigt, passierte die Halbmarathonmarke in 1:09:25 h. Nach 30 Kilometern konnten die Verfolgerinnen etwas aufschließen, aber ihren Sieg nicht ernsthaft gefährden. Zweite wurde wie im Vorjahr die Kenianerin Magdalyne Masai in 2:20:23 h knapp vor ihrer Landsfrau Sharon Chelimo in 2:20:29 h. Das komplette Podium war somit schneller als die diesjährige Frauensiegerin beim Berlin Marathon. Elf Resultate unter 2:25 h und 16 unter 2:30 h unterstreichen die Klasse des Frauenfeldes bei nicht optimalen Bedingungen. Hinter den erstplatzierten Afrikanerinnen kam auf Rang 8 als beste Europäerin Abbie Donnelly mit britischer Jahresbestzeit von 2:24:11 h ins Ziel und rückte auf den neunten Rang der europäischen Jahresbestenliste vor.
Mit ihrem erfolgreichen Debüt in 2:28:15 h machte Lili Anna Vindics-Toth aus Ungarn auf sich aufmerksam. Den 13. Gesamtrang verteidigte sie auf den letzten Metern gegen die aufkommende deutsche Marathon-Vizemeisterin Laura Hottenrott, die dahinter in 2:28:17 h folgte. "Ich bin auf jeden Fall zufrieden und bin ein sehr gutes, konstantes Rennen mit zwei gleichen Hälften gelaufen", kommentierte Hottenrott nach ihrem dritten guten Stadtmarathon, nach Hannover und Düsseldorf, in diesem Jahr.
Die 33jährige promovierte Biologin, die als Dozentin an der Universität arbeitet, weiter: "Ich habe mich spontan nach der Berglaufsaison - mit Siegen beim Zermatt Marathon, beim Jungfrau Marathon und über die noch längere Distanz beim Eiger Trail - für einen Start in Frankfurt entschieden. Hier bin ich 2017 meinen allerersten Marathon gelaufen. Diesen ersten Zieleinlauf in der Festhalle werde ich nie vergessen, deshalb ist Frankfurt für mich etwas ganz Besonderes." Für die Olympiateilnehmerin von Paris war es ein Jahr ohne internationale Meisterschaften und bot mehr Freiraum für Erlebnisläufe und Trails in den Bergen. Nach den vielen Rennen ist sie aber längst noch nicht müde und plant einen weiteren Marathon und die Teilnahme in Valencia am 7. Dezember. Einen Platz im Elitefeld hat sie dort nicht, wird aber notfalls aus dem ersten "Volkslaufblock" heraus starten.
Auch Katharina Saathoff vom Braunschweiger LC lieferte ein erfreuliches Ergebnis ab und war nach 2:34:39 h mit persönlicher Bestzeit als 20. in der Festhalle und erstmals unter 2:35 h geblieben. Drittbeste deutsche Läuferin wurde Sophia Wunsch von der LG Region Karlsruhe, die in 2:40:49 auf Rang 23 ebenfalls ihre persönliche Bestzeit um 3 Minuten verbesserte. Hier kamen die Leistungsläufer zeitweise in so dichter Folge ins Ziel, dass der rote Teppich kaum mehr zu sehen war. 1474 blieben unter drei Stunden, davon 80 Frauen. Mit einem Anteil von 12 Prozent aller Finisher liegt Frankfurt wieder mit an der Spitze in Deutschland.
Tradition hat es, dass das Nachbarland Luxemburg seine Meistertitel in der deutschen Bankenmetropole vergibt. Karin Schank (W50) wurde Luxemburger Meisterin in 2:59:47 h. Der Männertitel ging an Bob Bertemes in 2:28:59 h.
Mit 12.323 gelisteten Marathonteilnehmern wurde das Rekordergebnis aus dem Jahre 2011 um rund 100 Ergebnisse verfehlt. Ohne das Sturmtief wäre diese Marke sicher getoppt worden. Luft nach oben bleibt in Frankfurt weiterhin beim Frauenanteil, aber hier will ich unserer alljährlichen Marathonanalyse nicht vorgreifen. Jedenfalls steigt anhand der reinen Finisherzahl Frankfurt wieder auf Rang 2 vor und zieht an Hamburg vorbei, wo allerdings die Siegerzeiten bei Männern und Frauen schneller waren. Im kommenden Jahr werden sich die Spitzenläuferinnen und -läufer auf die Europameisterschaft in Birmingham fokussieren, die vom 10. bis 16. August ausgetragen wird, und Hamburg seine schon jetzt ausgebuchte Jubiläumsaustragung, die 40., haben. Dann werden die Karten neu gemischt.
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| Hammerhart und heiß ersehnt der Zieleinlauf in die Festhalle | |
Die Anmeldungen der Marathonstaffeln verzeichnete ein Plus von 11 Prozent. Als Gesamtschnellstes Quartett entpuppte sich die Mixed Staffel "Sexyhausen" mit Romain Wyndaele, Maike Nitsch, Leah Hanle und Aaron Bienenfeld in 2:21:01 h vor dem VfL Altenstadt in 2:41:22 und "Die Flitzpiepen" in 2:48:43. Als schnellste Männerstaffel siegte MTV Gießen mit Recepa Arslan, Loran Tanriverdi, Fateh Saleh, Mamiyo Hirsuato in 2:24:28 knapp vor Dr. Wolz in 2:24:51 h. Rang 3 ging ans Optimum Race Team in 2:32:21 h. Die Frauenstaffeln wurde angeführt von "nspired runners" mit Svenja Sommer, Sheila Alkaissouni, Nahomi Yosef, Maren Guthier in 2:54:59 h vor den Champagne chasers in 3:15:49 und den Glizterflitzer in 3:18:44 h.
Beim Mini-Marathon tauchten die zukünftige Marathonsieger in die Discoshow der Festhalle ein. Angeführt von Tim Völker vom SSC Hanau-Rodenbach in 12:46 min folgte Fabian Schrick vom ASC Darmstadt in 13:09 min, beide JU18 und Emilian Huber von der LLG Wonnegau in 13:10 als Dritter auch JU16-Sieger. Schnellste Dame war Marielies Quehl von SC Steinatal in 15:41 min noch JU16 vor Nele Harjes von der LG Bensheim in 15:46 min, der JU18-Siegerin, und der talentierten Sophia Imgrund aus Aschaffenburg, Dritte und JU14-Beste in 16:06 min.
Anzumerken ist noch, dass die Anmeldungen aus London jene aus Darmstadt übertrafen. Auffallend viele Teilnehmer kamen aus Norwegen, der drittstärksten Fraktion aus dem Ausland, die obendrein enorm leistungsorientiert auftrumpften.
Renndirektor Jo Schindler konnte keinen Rekord verkünden, blickte aber optimistisch in die Zukunft und fasste zusammen: "Organisatorisch hat alles gut geklappt. Die Premiere mit vier Startblöcken werden wir genau analysieren. Auf den Wind hätten wir gern verzichten können. Über 30.000 Teilnehmer fordern uns organisatorisch, doch sind sie eine tolle Bestätigung unserer Arbeit. Bei weiterhin steigenden Teilnehmerzahlen können wir auch vermeintlich Festgelegtes überdenken und Abläufe ändern."
Für Mainova Pressesprecher Ferdinand Huhle stand am Ende die Erkenntnis, bei Leistung, Leidenschaft und Ausdauer sind wir gern drei weitere Jahre dabei. Zusammenfassend zufrieden war schließlich auch der Sportliche Leiter Philipp Kopp: "Die Leistungen waren sehr, sehr gut. Viele persönliche Bestzeiten." Belay Asfaw stellte am Ende klar: "Mein Ziel war es zu gewinnen. Von daher bin ich nicht überrascht." Buze Diriba bedankte sich: "Die Zuschauer waren sehr gut und haben mich unterstützt." Und schließlich war auch Filimon Abraham mit sich versöhnt: "Ich habe alles gegeben und bin zufrieden."
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Noch vieles wäre zu berichten, etwa die Leistungen in den Altersklassen, die Ergebnisse jener mit den häufigsten Teilnahmen. Und hätte nicht der Zahl 42 ein Abschnitt gewidmet werden sollen? 42. Austragung über 42 Kilometer, gestartet vom 42jährigen Oberbürgermeister. Bekanntlich ist 42 die Antwort auf alles, siehe Per Anhalter durch die Galaxis. Die Frage, wann geht es wieder per pedes 42 Kilometer durch Frankfurt ist ohne Deep Thought zu beantworten: am 25. Oktober 2026 !!!
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Top-10 beim 42. Mainova Frankfurt Marathon |
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|---|---|
| MÄNNER | FRAUEN |
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1. Asfaw, Belay (ETH) 2:06:16 |
1. Kejela, Buze Diriba (ETH) 2:19:34 |
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Beste Deutsche beim 42. Mainova Frankfurt Marathon |
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|---|---|
| MÄNNER bis 2:20 h | FRAUEN bis 2:50 h |
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9. Abraham, Filimon LG Telis Finanz Regensburg 2:09:43
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14. Hottenrott, Laura PSV Grün Weiß
Kassel 2:28:17 |
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Bericht und Fotos von Constanze & Walter Wagner |
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| Infos
& Ergebnisse www.frankfurt-marathon.com Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER |
26.10.25 - 42. Mainova Frankfurt MarathonHLV Meisterschaft im Rahmen des Mainova Frankfurt Marathon |
| von Jens Priedemuth |
Einmal mehr in der nun schon 42-jährigen Historie des Frankfurt Marathons wurden im Rahmen der Traditions-Veranstaltung die Hessenmeister über die klassischen 42,195 Kilometer ermittelt. Als Schnellster stürmte der M20er Jannik Weber (ASC 1990 Breidenbach) mit guten 2:24:25 Stunden über den roten Teppich in der Festhalle. Respekt, wenn man aufs Gesamt-Klassement blickt. Hier wird Weber als 47. und damit elftschnellster Deutscher geführt. Und das bei durchaus schwierigen Rahmenbedingungen. Nach häufigen Regenschauern der letzten Tage blieb es in "Mainhattan" von oben zwar trocken, doch teilweise orkanartige Windböen machten das Laufen nicht einfacher und drückten auf die Zeit.
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| Jannik Weber gewinnt die Hessenmeisterschaft vor ... | ... Simon Jakob | Vorjahresmeister Robert Unger gewinnt als 3. die M40 |
Knapp drei Minuten nach dem Mann vom ASC Breidenbach konnte dann auch Simon Jakob (KSV Baunatal) wieder tief durchschnaufen. Mit 2:27:14 Stunden hatte der Nordhesse in der Altersklasse M30 die Nase vorne. Das Podium der Top-Drei komplettierte Robert Unger. Der Lokalmatador im Trikot von Spiridon Frankfurt blieb ebenfalls noch unter der 2:30er Marke. Seine 2:28:14 Stunden bedeuteten den Sieg bei den M40ern.
Weitere Landestitel gingen an Florian Lecht (LG Wettenberg/2:34:49 std.) in der M35, Niklas Naunheim (LT Florstadt/2:41:17 std.) bei den M45ern, Christoph Bergmann (LC Diabü Eschenburg/2:49:08 std.) in der M50, Stefan Kauer (SSC Hanau-Rodenbach/2:52:38 std.) bei den M55ern, Lothar Esser (Spiridon Frankfurt/3:11:53 std.) in der M65, Christof Schüller (Laufprojekt Büdingen/3:14:18 std.) bei den M60ern, Olaf Berger (KSV Reichelsheim, 4:08:12 std.) in der M70 sowie Hartmut Wirth (RLT Rodgau/4:23:57 std.) bei den "Oldies" der M75.
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| Florian Lecht (links in Rot) siegt in der M35 | Christoph Bergmann ist Schnellster der M50 | Lothar Esser gewinnt die M65 |
Im Feld der Frauen gab Verena Goldfuß (LG Wettenberg/W20) den Takt an und hatte nach 2:52:17 Stunden klar die Nase vorne. Die Gruppe der Verfolgerinnen wurde von einem Spiridon-Frankfurt-Duo angeführt. Hier hatte Laura Zein (W30) mit 2:56:54 Stunden hauchdünn gegenüber ihrer Altersklassen-Kollegin Jascha-Clara Altmüller (2:56:58 std.) das bessere Ende für sich. Cynthia Morawietz (LGV Marathon Gießen/1. W40) und Clara Costadura (Spiridon Frankfurt/2. W20) blieben mit 2:58:08 bzw. 2:59:30 ebenfalls noch unter der Drei-Stunden-Schallmauer.
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| Bei den Frauen gewinnt Verena Goldfuß den Hessentitel | Jascha-Clara Altmüller läuft knapp hinter ihrer Vereinskollegin Laura Zein auf Platz 3 | Cynthia Morawietz siegt als 4. in der W40 |
Die schnellste Hessin kam vom PSV Grün Weiß Kassel - hatte jedoch
nicht für die "Hessischen" gemeldet. Laura Hottenrott, Olympia-Teilnehmerin
von Paris, lief in der Mainmetropole mit 2:28:17 Stunden als beste Deutsche
auf Position vierzehn der Gesamtwertung über die Ziellinie. "Ich bin
zufrieden, es war ein gutes Rennen. Ich habe mich die ganze Zeit gut gefühlt",
so die studierte Biologin. Vor der EM nächstes Jahr in Birmingham will
Hottenrott noch zwei Marathon-Rennen lauf, einen davon im Frühjahr.
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| Das Podium der Hessischen Marathon-Meisterschaften beim 42. Mainova Frankfurt Marathon |
| Hessische Marathon-Meisterschaften 2025 beim 42. Mainova Frankfurt Marathon - Nettozeiten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Frauen (36) | Männer (114) | |||||
| Ges. | Name | Verein | Zeit | Name | Verein | Zeit |
| 1 | Goldfuß, Verena (WHK) | LG Wettenberg | 2:52:17 | Weber, Jannik (MHK) | ASC 1990 Breidenbach | 2:24:25 |
| 2 | Zein, Laura (W30) | Spiridon Frankfurt | 2:56:54 | Jakob, Simon (M30) | KSV Baunatal | 2:27:14 |
| 3 | Altmüller, Jascha-Clara (W30) | Spiridon Frankfurt | 2:56:58 | Unger, Robert (M40) | Spiridon Frankfurt | 2:28:14 |
| weitere AK´s |
Morawietz, Cynthia (W40) | LGV Marathon Gießen | 2:58:08 | Lecht, Florian (M35) | LG Wettenberg | 2:34:49 |
| Stillger, Nadine (W45) | Spiridon Frankfurt | 3:09:02 | Naunheim, Niklas (M45) | LT Florstadt | 2:41:17 | |
| Kukula, Andrea .(50) | SKG 1888 Rodgau | 3:19:36 | Bergmann, Christoph (M50) | LC Diabü Eschenburg | 2:49:08 | |
| Weber, Aysegül.(55) | Eintracht Frankfurt | 3:21:48 | Knauer, Steffen (M55) | SSC Hanau-Rodenbach | 2:52:38 | |
| Bläßing, Lisa (W35) | TSV Niederelsungen | 3:44:32 | Esser, Lothar (M65) | Spiridon Frankfurt | 3:11:53 | |
| Stöppler, Simone (W60) | SSC Hanau- Rodenbach | 3:51:05 | Schüller, Christian (M60) | Laufprojekt Büdingen | 3:14:18 | |
| Hermes, Marita (W70) | RLT Rodgau | 4:55:32 | Berger, Olaf (M70) | KSV Reichelsheim | 4:08:12 | |
| Watschke, Edeltraud (W65) | Eintracht Frankfurt | 5:18:18 | Wirth, Hartmut (M75) | RLT Rodgau | 4:23:57 | |
Die kompletten Ergebnislisten sind im Internet unter www.frankfurt-marathon.com abrufbar
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Ausführliche und einladend präsentierte
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Bericht & Fotos Hessische Marathon-Meisterschaften |
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| Foto-Impressionen im LaufReport HIER | ||
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& Ergebnisse www.frankfurt-marathon.com Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER |
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