26.10.25 - 8. Rhein-City-Run Halbmarathon Düsseldorf-DuisburgWetter macht Läufern keinen Strich durch die Rechnung |
| von David Bieber |
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Es ist immer schön, wenn zwei Lokalmatadoren einen Lauf in ihrer Region gewinnen. So geschehen am vergangenen Sonntag beim Halbmarathon von Düsseldorf nach Duisburg. Der Düsseldorfer Jannis Wiepck siegte knapp vor Jan Neuens aus Duisburg. Die beiden Kontrahenten lagen lange, bis zum Schluss, gleichauf und lieferten sich sozusagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Als es über die Felder im Norden der Stadt Düsseldorf ging war das sichtlich von Vorteil, dass man nicht allein Wind und Wetter trotzen musste. Es blies aus allen Richtungen und es war kalt. Dennoch freuten sich alle Läufer zum Schluss über mächtig Rückenwind. |
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| Viele Teilnehmer konnten dem starken Wind am Sonntagmorgen trotzen |
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Allein auf weiter Flur war der Dritte, Fabian Gossen, der das Spitzen-Duo zwar stets sehen konnte, aber immer einen Anstand von 150 bis zu 200 Metern hatte. Der vereinslose Läufer kämpfte sich verdientermaßen so zu Rang drei. Die Sieger-Zeiten von einer "tiefen" 1:13 waren teils deutlich langsamer als in den Vorjahren; das war aber dem Wetter und dem Umstand geschuldet, dass einige "Cracks" nicht starteten und manche wiederum lieber locker liefen am Sonntagmorgen. |
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Auch zu erwähnen ist, dass der Lauf nicht bestenlistenfähig ist, was mutmaßlich einige "Topläufer" auch davon abhielt mitzulaufen.
Jannis Wiepck von den Bridgerunners Düsseldorf gewann also die achte Auflage des "Rhein-City-Runs" in 1:13:05 Stunden. Zweiter wurde Jan Neuens vom ASV Duisburg in 1:13:19 Stunden. Das Podium komplettierte in 01:13:53 Stunden Fabian Gossen.
Bei den Frauen siegte erwartungsgemäß die Favoritin Katharina Wehr, ASV Duisburg, knapp in 01:22:21 Stunden vor Tine Hausmann in 01:22:40 Stunden. Fast 15 Jahre trennen Wehr von der älteren Hausmann vom LT Schweich. Zum spannenden Duell mit ihrer Vereinskollegin Stephanie Breitkreutz, ASV Duisburg, die den Streckenrekord hält (01:18:19 Stunden) kam es nicht. Sie ging nicht an den Start. Mit einer starken Leistung lief die vereinslose Doris Kluge-Schöpp, die in diesem Jahr die große Serie der Winterlaufserie des ASV Duisburg gewinnen konnte und beim Duisburg-Marathon Dritte wurde, in guten 01:24:50 Stunden aufs Podest.
Der Veranstalter - eine lokale "Laufagentur" mit Laufschuhladen - konnte die Teilnehmerzahl deutlich steigern. Insgesamt gingen laut Angaben des Veranstalters 5000 Starterinnen und Starter auf die 21,1 Kilometer von der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf in die Ruhrgebiets-Stadt Duisburg. Der städteübergreifende Halbmarathon hat somit fast das gleiche Ausmaß erreicht wie die dreiteilige Winterlaufserie des ASV Duisburg.
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| Es ging wieder einmal über die Felder in Düsseldorf-Wittlaer |
Dennoch ist es einigen Läufern zu viel "Kommerz mittlerweile", obgleich der Lauf natürlich gut organisiert ist und es auch weitere Vorteile neben der attraktiven Strecke - dieses Mal wurde die Strecke leicht verändert - gibt. Fast die gesamte Strecke liefen die Läufer am Rhein entlang. Gestartet wurde pünktlich in drei Wellen ab um 9.15 Uhr am Robert-Lehr-Ufer in Düsseldorf - unmittelbar in der Nähe der Theodor-Heuss-Brücke, direkt am Rhein in Düsseldorf. Hunderte Zuschauer waren am Start dabei. Die Stimmung war motivierend, hieß es von den Läufern.
Dann ging es sofort Richtung Duisburg. Es wurde nördlich auf der Rheinpromenade mit der Unterquerung der A44-Brücke an der MerkurspielArena, in der die Fortuna aus Düsseldorf in der zweiten Fußballbundesliga spielt, vorbei durch die Felder in Richtung Düssedorf-Kaiserswerth gelaufen. In Kaiserswerth führte die Strecke am Burghof und der historischen Kaiserpfalz vorbei und weiter die Rheinpromenade lang bis nach Düsseldorf-Wittlaer.
Direkt an "Vater" Rhein zu laufen, ließ so manch ein Läuferherz höher schlagen; die Schiffe zogen vorbei und der Blick auf den Rhein war in den Vormittagsstunden erholsam - trotz der Anstrengungen. Über den Rheindamm an der Stadtgrenze zu Duisburg ging es dann durch die Felder Richtung Duisburg-Huckingen, zum Ziel auf einem Supermarkt-Parkplatz. Die Siegerehrung fand, wie immer, im Steinhof statt. Mit seinem Steinturm ist es das älteste erhaltene Bauwerk Duisburgs und befindet sich im Stadtteil Huckingen. Heute wird der Steinhof als Veranstaltungsort genutzt.
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| Das Ziel befand sich auf einem Parkplatz eines Supermarkts, unweit vom historischen Steinhof in Duisburg-Huckingen |
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Der besondere Service für alle Teilnehmer: Der Transfer zum Start und nach dem Ziel mit der städteverbindenden Straßenbahn U 79. "So können die Teilnehmenden die Möglichkeit nutzen, ideal zu Start und Ziel zu gelangen. Die Startnummer berechtigt am Veranstaltungstag zur kostenlosen Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Gebiet des VRR und der Straßenbahn U 79. Als Fahrausweis berechtigt die per Mail versandte Teilnehmerbestätigung oder die Startnummer", erklärte der Veranstalter.
Bei diesem Lauf gibt es auch eine Städtewertung zwischen den beiden Start- und Zielstädten. Die Rivalität zwischen Düsseldorf und Duisburg ist naturgemäß groß. Aus Duisburger Sicht muss man festhalten, dass die Stadt Düsseldorf "leider" ihren Vorsprung ausbauen und die achte Ausgabe wieder gewinnen konnte. Nun steht es sieben zu eins in der Stadtwertung. Hierbei werden die 200 zeitschnellsten Läufer aus den beiden Städten zusammengezählt und die schnellste Zeit gewinnt die Tageswertung.
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Bericht und Fotos von David Bieber Ergebnisse & Info www.rhein-city-run.de Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER |
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