11.10.20 - Hamburg 28. Bramfelder Halbmarathon

Ein trotzdem schönes Lauferlebnis

von Jörg Engelhardt 

Als der Tag in Hamburg anbrach, hüllte sich Deutschlands zweitgrößte Metropole noch in einen Grauschleier, der die Befürchtung aufkeimen ließ, dass die heutige Austragung eine sehr nasse Angelegenheit werden könnte. Es sah vorübergehend nach starkem Regen aus, was sich aber Gott sei Dank als optische Täuschung erweisen sollte. Ganz im Gegenteil: Denn pünktlich zum Start, des 10-Km-Laufs, der gleich am Anfang des Tagesprogrammes stand, kam dann doch noch, wenn auch leider nicht durchgängig, die Sonne zum Vorschein und verdrängte die dunklen Wolkenfelder für eine längere Zeit.

 

Dennoch sollten im späteren Tagesverlauf auch noch kurz ein paar Regentropfen auf die sportlich Aktiven fallen, was aber keine allzu großen negativen Auswirkungen hatte. Denn so schnell wie sie fielen, verschwanden sie dann auch wieder und ließen einen danach zwar noch bewölkten Himmel, aber keine durchnässte Erde zurück. Denn nach diesem kurzen Regenschauer blieb es bis zum Zielschluss um 14.00 Uhr wenigstens trocken.

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Zwischendrin wehte auch mal ein leichter Wind, der sich je nach Rennverlauf auf diesem Rundkurs mal als Rücken- und dann aber auch wieder Gegenwind entpuppte. Doch auch der konnte der dankbaren Läuferschaft letzten Endes den Spaß am sportlichen Kräftemessen nicht vermiesen.

Maskenpflicht bestand für alle Teilnehmer. Während des Startvorgangs in mehreren Wellen wurden die Läufe gestartet um die erforderlichen Sicherheitsabstände zu gewährleisten. Im 10 Km Lauf wurde im 5 Sekunden-Takt und in den übrigen Läufen im 10 Sekunden-Takt, die einzelnen Läufer auf die Strecke geschickt
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Auch hier und heute war einmal mehr zu spüren, dass alle Beteiligten froh darüber waren, nach den vielen Laufabsagen endlich mal wieder, wenn auch unter spürbaren Einschränkungen, ein Lauferlebnis auf einer landschaftlich teilweise sehr schönen Strecke unter die eigenen Füße nehmen zu dürfen. Das diese Strecke nur teilweise sehr schön ist, liegt an dem unmittelbar an Bramfeld grenzenden Stadtteil Steilshoop, der mit seinen im Grünen liegenden Häusermeer nicht immer positiv ins Auge sticht. Dafür gibt es aber im Streckenverlauf mit dem teilweise zu umrundeten Bramfelder See und einigen schönen Alleen einen überwiegend schönen Landschaftslauf zu sehen und zu genießen, der zudem, wie könnte es anders sein, nach der Überquerung einer kleinen Rampe am Auslauf der Sportanlage, nahezu topfeben ist.

 

Nahezu deshalb, weil es auf der Höhe der Bramfelder Gesamtschule nochmals einen kaum ins Gewicht fallenden Anstieg zu bewältigen gibt.

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Im Verlauf dieser Streckenführung wird dann auch noch der Stadtteil Ohlsdorf tangiert, der in seiner Gemarkung den an Fläche größten Parkfriedhof der Welt beherbergt. Auch die Ausläufer dieser 389 Hektar umfassenden Anlage werden von den Teilnehmenden zwar tangiert, aber dennoch ansonsten nicht wahrgenommen. Unterm Strich bot sich allen anwesenden Läufer*innen ein reizvoller Kurs an, sowohl den Erlebnis-, wie auch die Ergebnisläufern. Wer auf schnelle Zeiten und Top-Platzierungen aus war, wurde genauso befriedigt, wie diejenigen, die unabhängig vom Ergebnis einem Lauferlebnis in freier Natur frönen wollten.

Der Ohlsdorfer Friedhof, der den Streckenverlauf für die Läufer nur unmerklich berührt, ist der größte Parkfriedhof der Welt. Zum Vergleich: Der weltweit wesentlich bekanntere Zentralfriedhof in Wien umfasst eine Gesamtfläche von 250 ha. Hier im Hamburger Nordwesten sind es noch einmal deutlich mehr. Das gesamte Friedhofsareal erstreckt sich auf 389 ha und umfasst 202.000 Grabstätten. Pro Jahr finden hier durchschnittlich 4.500 Bestattungen statt Die Kleiderbeutelabgabe wurde aus Sicherheits- und Hygienegründen von der Bramfelder Sporthalle nach draußen verlegt

Kein Wunder also, dass nach so langer Ereignisabstinenz beide Personengruppen mit überwiegend glücklichen Gesichtern nach Hause gingen. Keine Frage, Covid-19 und seine negativen Folgen, vor allem in den letzten Tagen, haben auch die anspruchsvollsten Freizeitläufer bescheiden gemacht. Das Weniger an Angeboten vor Ort, wird plötzlich als ein Mehr empfunden, in dem Bewusstsein, das sich eben nur noch so, überhaupt noch Veranstaltungen durchführen lassen.

 

Es ist schon verrückt, beklagten sich letztes Jahr um die gleiche Zeit so manche Veranstalter noch darüber, das vor allem die schnellsten Teilnehmer viel zu früh den Heimweg antraten und die Ausrichter auf den Siegerpreisen sowie dem reichhaltigen Angebot an Speisen und Getränken sitzen ließen, ertönen mittlerweile Lautsprecherdurchsagen, die die Teilnehmer höflich, aber bestimmt darum bitten, nach Einnahme der bereitgestellten Zielverpflegung und anschließendem Kleidungswechsel, den Ort der Handlung so schnell wie möglich zu verlassen und unter Wahrung der gebotenen Abstandspflicht den Weg nach Hause anzutreten.

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Die Zukunft für Veranstaltungsmacher ist dies eigentlich nicht, sondern nur die notwendige Gegenwart, von der alle Beteiligten hoffen, dass sie nur eine Überbrückungsfunktion darstellt, die den Sinn hat, Veranstaltungen in dieser schwierigen Zeit überhaupt am Leben zu erhalten. Zumindest in den norddeutschen Bundesländern zeigt sich so noch gedämpftes Licht am Horizont. Denn auch der Elbe-Lauf in Brunsbüttel hatte zeitgleich stattgefunden und wurde unter ähnlichen Bedingungen ausgetragen. Auch für die nächsten Wochen sieht es für die veranstaltende Agentur BMS - Die Laufgesellschaft wieder ziemlich gut aus. Der für nächsten Sonntag geplante 10-Kap in Hamburg-Wilhelmsburg, eine Veranstaltung die sich vornehmlich an die Zielgruppe Mastersläufer Ü40+ richtet, wird nach jetzigem Erkenntnisstand genauso stattfinden, wie die Bramfelder Winterlaufserie, die am gleichen Ort wie der Bramfelder Halbmarathon ab dem 8. November an mehreren Sonntagen bis zum Winterende zur Austragung kommen soll.

Federn lassen musste die Agentur in diesem Jahr natürlich schon, aber für die eben genannten Termine, sieht BMS-Mitarbeiter Markus Hillebrand eher positiv in die Zukunft und auch mit der heutigen Austragung zeigte er sich sehr zufrieden: "Es waren zwar weniger Teilnehmer da als letztes Jahr, aber Teilnehmerzahlen in der heutigen Größenordnung zwischen 400 und 500 hatten wir in den Jahren vor Corona auch schon."
Der Name BMS, steht übrigens als Abkürzung für die drei haftenden Gesellschafter der Veranstaltungsgesellschaft mbH: Michael Barkowski, Detlef Matzen und Karsten Schoelemann, die gemeinsam an der Spitze dieser 1990 gegründeten Sportevent - Agentur stehen. In coronafreien Zeiten hat die Agentur mindestens 17 Laufsportereignisse pro Jahr überwiegend im Hamburger Stadtgebiet entwickelt und auch regelmäßig durchgeführt. Darunter sind außer den bereits genannten unter anderem auch noch das Hamburg Airport Race, der Alsterlauf sowie der Nachtmarathon in Rostock, um die bekanntesten zu nennen. Gerade diese drei teilnehmerstarken Ereignisse hofft man, nachdem sie dieses Jahr leider ausfallen mussten, wenigstens im nächsten Jahr wieder durchführen zu können.

Miguel Abellan Ossenbach wird Hamburger Landesmeister im 10 Km Straßenlauf und gibt seinen Vorsprung während des Rennens vom Start weg niemals aus der Hand Patrick Nüser kann zwar seinen Mannschaftskameraden Miguel Abellan Ossenbach nicht einholen, sichert sich aber dennoch deutlich Rang 2 in der Meisterschaft wie auch insgesamt

Die heutige Veranstaltung indes, wurde übrigens nicht von der Laufgesellschaft ins Leben gerufen, sondern vom Bramfelder SV, der sich schon seit wenigen Jahren nicht mehr in der Lage sah, diesen Lauf mit eigenem Personal zu stemmen. Die Laufgesellschaft sprang ein, übernahm die Organisation und sicherte so den Fortbestand der Veranstaltung bis in die heutige Zeit. Dafür stellt der Bramfelder SV mit dem Sportplatz am Gropiusring aber immer noch die notwendige Infrastruktur zur Verfügung. Da BMS mit der Austragung der Hamburger Straßenlaufmeisterschaften über 10-Km beauftragt war, diese im Rahmen des abgesagten Alsterlaufs am 6. September austragen wollte, war es nur konsequent, die Genehmigung des Bramfelder Halbmarathons, der traditionell schon vorher auch Wettbewerbsangebote über 5- und 10-Km hatte, zu nutzen um die Meisterschaft nachzuholen.

Nach dem kurzen Ausflug in die Geschichte der Veranstaltung und ihrer Macher, kommt der Bericht nunmehr zum eigentlich wichtigsten Ereignis des Tages und das ist wie immer der heute dargebotene Laufsport und der war, trotz geringerer Teilnehmerzahl als vor Jahresfrist, diesmal qualitativ besser als im Jahr zuvor. Wie schon gesagt, begann der Tag mit dem 10-Km-Lauf, dem der Halbmarathon in vier Startwellen folgte, ehe der 5-Km-Lauf den Abschluss der Veranstaltung bildete. Die nun folgende Beitrag orientiert sich an diesem Ablauf.

Jakob Wilkens sichert als 3. das Podium für das Hamburg Running Team, sowohl in der Meisterschafts -, als auch in der Gesamtwertung Die Startnummern der 3 Tagessieger sind zugleich auch identisch mit ihrer Platzierung. Von links nach rechts: 3. Jakob Wilkens, Sieger Miguel Abellan Ossenbach und 2. Patrick Nüser.

10-Km-Lauf mit Hamburger Meisterschaften

Anders als die folgenden Läufe, wurde der 10-Km-Start nicht auf dem Sportplatz ins Rennen geschickt, sondern vor der neu gebauten Bramfelder Gesamtschule außerhalb des Geländes. Hier gab es genügend Platz und Raum, um die Teilnehmer an der 10-Km-Meisterschaft in Zehnerblöcken auf einer Linie an den Start bringen zu können. Zuerst wurden die in dieser Saison bislang 10 zeitschnellsten Meisterschaftsteilnehmer auf die Strecke entlassen. Weitere 10 Sekunden später durften die nächsten 10 Männer, mit den weniger schnellen Saisonvorleistungen an den Start. Danach gingen die für die Titelkämpfe gemeldeten schnellsten 10 Frauen ins Rennen. Die restlichen 61 Aktiven, die entweder nicht für die Meisterschaft gemeldet waren oder nicht teilnehmen durften, weil sie nicht aus dem Hamburger Stadtgebiet kamen, wurden dann im 5-Sekunden-Intervall auf die Strecke entlassen. Nach Ertönen eines akustischen Pieptons durften die in diesem Augenblick an der Startlinie stehenden ihr Rennen aufnehmen. Danach rückte der jeweils nächste Läufer an die Startlinie vor, um beim Erklingen des akustischen Signals an den Start zu gehen. Nach rund 6 Minuten waren dann alle 91 Aktiven auf der Strecke.

Der als Favorit gehandelte Miguel Abellan Ossenbach vom Hamurg Running Team ging dann auch von Anbeginn beherzt an die Spitze. Ihm folgten lediglich seine Teamkameraden Patrick Nüser und Jakob Wilkens mit recht großem Abstand. Spannung im Kampf um die Meisterschaft kam indes nicht auf. Denn während des gesamten Wettkampfs blieben die Abstände zwischen den ersten drei Teilnehmern fast durchgängig gleich. Nach 32:44 min hatte Miguel Abellan Ossenbach sowohl den Meistertitel als auch den Gesamtsieg unter Dach und Fach gebracht. Patrick Nüser folgte ihm dann 11 Sekunden später durch den Zielbogen. Nach 32:55 min sicherte er sich die Vize-Meisterschaft sowie den 2. Rang im Gesamteinlauf. Der Sieg in der Altersklasse M30 war ihm damit ebenfalls nicht zu nehmen. Jakob Wilkens war nach 33:27 min der Dritte im Bunde aus der gleichen Mannschaft, der sich die letzten freien Podiumsplätze sowohl in der Meisterschafts- als auch Gesamtwertung erlaufen konnte.

Berrin Otto hat es gleich geschafft. Sie wird neue Landesmeisterin über 10 Km werden und sowohl die Gesamtwertung als auch die Altersklassenwertung W45 für sich entscheiden Jennie Dunkley folgt ihr zur Vize-Meisterschaft und gewinnt zudem in der Altersklasse W35

Für Bramfelder Verhältnisse war dies ein Paukenschlag, blieben doch allein heute 10 Männer unter der letztjährigen Siegerzeit des Italieners Luigi Babusci, der sich zu einem Start auf der Halbmarathondistanz entscheiden hatte. Auf Rang 4 landete mit Marius Stang ein Läufer des LAV Stadtwerke Tübingen, der mit einer Endzeit von 33:59 min als Letzter die 34-Minuten-Grenze unterschritt. Nach 36:10 min konnte sich dann Jonas Petschick (LC Cottbus) mit einem Top-10-Ergebnis belohnen und den unangefochtenen Sieg in der Altersklasse MU18 mit nach Brandenburg nehmen.

Neben diesen weit angereisten Athleten fanden sich auch noch Teilnehmer aus München, Berlin und sogar Polen in der Ergebnisliste wieder. Die Flut an Laufabsagen in anderen Regionen und Ländern, hatte also auch Teilnehmer aus weiter entfernten Bundesländern und Nachbarstaaten in die Hansestadt gelotst, was jedoch nichts daran änderte, das bei stark verbesserten sportlichen Leistungen die Gesamtfinisherzahl auf der 10-Km-Strecke deutlich hinter der des Vorjahres zurückblieb. Auch im Frauenrennen sollte sich dieser Trend fortsetzen.

Mit Berrin Otto vom Hamburger Laufladen sicherte sich eine sehr erfahrene Mastersläuferin aus der Altersklasse W45 nach 42:20 min den unstrittigen Sieg bei der Meisterschaft, im Gesamteinlauf und in der Altersklasse. Platz 2 in der Meisterschaft und in der Gesamtwertung erlief sich Jennie Dunkley vom Hamburg Running Team nach 42:41 min und war damit auch in der Altersklasse W35 ganz oben. Es vergingen dann exakt 2 Minuten, ehe mit Annica Klinke (U20 - Kaltenkirchener TS) nach 44:41 min die erste Nicht-Hamburgerin den Zielstrich überquerte und den letzten freien Podiumsplatz im Gesamteinlauf einnahm. Die ihr folgende Nicole Mittag, 2. W45, belegte nach 46:04 min nur den vierten Gesamtplatz, da sie für die Hamburger Titelkämpfe nicht gemeldet hatte. Gleiches galt auch für die 5. im Gesamteinlauf, Clara Huber (Hamburg Running - 46.14 min). Somit ging der Bronzerang bei den Titelkämpfen an Sabine Kollemann vom Hamburger Laufladen, die nach 51:26 min auch den Sieg in der W55 mit nach Hause nahm. Auch bei den Frauen konnten immerhin noch die ersten 6 Läuferinnen im Gesamteinlauf unter der Siegerzeit des Vorjahres bleiben.

Niklas Baasch führt das Halbmarathonfeld in der ersten Startwelle an, im Gesamtklassement erreicht er am Ende Rang 13 Peggy Götting ist in der ersten Halbmarathonwelle die schnellste Läuferin, muss aber am Ende noch zwei Plätze abgeben und wird am Ende mit dem 3. Platz nach Hause fahren

Halbmarathon

Hier wurde in 4 Wellen im 10-Sekunden-Takt auf dem Sportgelände gestartet, was bei dem viermal zu durchlaufenden Rundkurs zwangsläufig zu einer gewissen Unübersichtlichkeit führte. Mit bloßem Auge war der Rennverlauf kaum nachzuvollziehen. Zumal sich das Feld der teilnehmerstärksten Königsdisziplin, mit den später startenden und doch deutlich schneller laufenden Teilnehmenden der 5-Km-Distanz durchmischte. Rein mit Beobachtungsgabe allein waren die Gesamtsieger in diesen Wettbewerben nicht zu ermitteln. Zumal die Teilnehmer in allen Wettbewerben gleichfarbige Startnummern trugen.

Christel Meyer belegt im Halbmarathon den zweiten Platz und kann sich im Vergleich zum Vorjahr nicht nur um mehr als 4 Minuten, sondern auch noch um zwei Plätze steigern
Britta Giesen belegt auf der Halbmarathondistanz zwar nur den undankbaren vierten Platz, dafür ist sie in ihrer Altersklasse W45 die klare Nummer 1

Es musste dann schon die Veröffentlichung der Ergebnisliste abgewartet werden, wollten Beobachter am Streckenrand das Gesamtergebnis feststellen. Doch dieser Umstand ließ sich nicht vermeiden, da andernfalls die Veranstaltung gar nicht stattgefunden hätte. Dennis Mehlfeld vom Lübecker SC profilierte sich klar und deutlich und nahm, erst in der letzten Welle gestartet, den unangefochtenen Gesamtsieg mit nach Hause. Nach 1:15:01 h hatte er sein Tagwerk vollbracht und unterbot die Siegerzeit des Vorjahres um 3 Minuten und 42 Sekunden. Vor 12 Monaten musste sich Christian Güssow den Gesamtsieg noch mit der schnellsten Frau Ingvild Kaspersen aus Norwegen teilen, die mit ihm Kopf an Kopf durchs Ziel lief. Doch heute blieb auch der Zweite im Gesamteinlauf, Finn Große-Freese (TG triZack Rostock) blieb nach 1:16:03 h noch deutlich unter dieser Vorjahresmarke. Zwischen ihm und dem Tagesdritten, Yosief Ermyas, einem Eritreer der im Schleswig-Holsteinischen Klein-Hansdorf zuhause ist, lagen dann lediglich 14 Sekunden Zeitunterschied. Nach 1:16:17 h war damit schon das Männerpodium komplett.

Finn Große-Freese aus Rostock auf dem Weg zum 2. Platz im Halbmarathon. Hier stürmt er gleich an Halidou Koudougou vorbei, der am Ende 9. wird Luigi Babusci, der im letzten Jahr hier noch auf der 10 Km Distanz siegreich war, wird zwar im Halbmarathon dieses Jahr nur Vierter, kann sich aber dennoch über den Sieg in seiner Altersklasse W40 und eine Endzeit von 1:18:09 h freuen. Im letzten Jahr hätte er damit noch das Rennen mit deutlichem Vorsprung gewonnen

Mit einem undankbaren 4. Platz musste sich der Vorjahressieger über 10-Km Luigi Babusci zufrieden geben, was seiner guten Laune aber keinen Abbruch tat. Mit 1:18:09 h war auch er noch 34 Sekunden schneller als die bereits erwähnten Sieger aus dem letzten Jahr und somit auch in der M40 die klare Nummer 1. Mit Philip Kretz konnte dann auch der Fünftplatzierte nach 1:18:36 h unter der Siegerzeit des Vorjahres bleiben. So das zumindest im Männerrennen ein sportlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen war.

Im Frauenrennen hatte mit Yvonne Loock (SSV Einheit Perleberg) nach 1:29:51 h eine Läuferin aus Brandenburg die Nase vorn. Nach 1:30:11 h folgte ihr mit der Hamburgerin Christel Meyer eine Läuferin auf den zweiten Platz, die im Vorjahr noch mit Rang 4 Vorlieb nehmen musste. Zudem konnte sie sich im Vergleich zum letzten Jahr um über dreieinhalb Minuten steigern. Das Podium komplettierte dann mit Peggy Götting vom MTV Müden/Örtze eine Läuferin aus dem Landkreis Celle in Niedersachsen, die nach 1:31:48 h ihr Rennen beendet hatte.

Sarah Hashagen aus Bremen läuft im Halbmarathon auf den 5. Platz Sichtlich glücklich zeigt sich Thomas Feddern mit seinem Lauf. Mit einer Endzeit von 1:20:45 h kann er heute den 6. Platz belegen und in der M35 zudem den Sieg davontragen

Von der Ausnahmesiegerzeit des Vorjahres abgesehen, war auch hier auf den folgenden Plätzen eine deutlich höhere sportliche Qualität fest zu stellen. Während 2019 gerade mal 4 Frauen unter der Marke von 1:40 h bleiben konnten, gelang dies diesmal sogar 8 Läuferinnen. Zudem blieb die Teilnehmerzahl in diesem Wettbewerb nahezu gleich. 227 Teilnehmende fanden den Weg ins Ziel. Vor Jahresfrist lag diese Zahl bei 230.

5-Km-Lauf

Hier dominierten die Protagonisten des Buxtehuder SV das Feld bei beiden Geschlechtern. Joanna Bülte konnte sich nach langem Kampf einen Vorsprung von 21 Sekunden auf Carolin Müller (Triathlon Team Hamburg) verschaffen und den Lauf nach 22:12 min für sich entscheiden. Die Zweitplatzierte hatte im Duell gegen die dicht auf ihr folgende Polin Agnieszka Chudzinska nach 22:33 min nur knapp die Nase vorn. Für die polnische Läuferin, die in Norderstedt zuhause ist, blieb nach 22:35 min dann noch der letzte freie Platz auf dem Treppchen übrig. Tanja Müggenburg von den LG Power-Schnecken aus Kiel war als Tagesvierte nach 23.36 min immer noch schneller als die Siegerin des letzten Jahres.

Vincent Huppertz sichert sich mit dynamischen Laufstil den 2. Platz über 5 Km
Joanna Bülte gewinnt bei den Frauen über 5 Km und unterbietet die letztjährige Siegerzeit mehr als deutlich
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Im Männerrennen gingen sogar die ersten beiden Plätze nach Buxtehude. Hannes Wilkens (Buxtehuder SV) konnte das Rennen nach 17:38 min für sich entscheiden. Vincent Huppertz vom Triathlon Team aus der gleichen Stadt hatte um 12 Sekunden das Nachsehen und landete mit 17:50 min auf Rang 2. Bereits weitere 7 Sekunden später war das Podium komplett. Toni Röwer (SV Motor Barth) blieb nach 17:57 min noch unter der 18-Minuten-Grenze und verwies Vorjahressieger Leon Van Bergen aus Hamburg auf Rang 4. Der wiederum vollzog mit exakt 18:00 min eine Punktlandung und war damit immer noch um 13 Sekunden schneller als vor 12 Monaten.

Fazit: Unter den schwierigen Voraussetzungen, hat die veranstaltende Laufgesellschaft, das Bestmögliche gemacht und allen Teilnehmern ein trotzdem schönes Lauferlebnis beschert.

Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt

Informationen www.bramfelder-halbmarathon.de

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