20.10.19 - 48. Int. Wolfgangseelauf - Salzkammergut Marathon

Zehnter Sieg des Kenianers Hosea Tuei über 27-km beim Wolfgangseelauf

Neuer Rekord beim Salzkammergut Marathon

Liebe, Lust und Leidenschaft - Landschaft, Luft und Laufgenuss

von Constanze & Walter Wagner 

Foto-Impressionen zum 48. Int. Wolfgangseelauf - Salzkammergut Marathon im LaufReport HIER

Eigentlich ein einfaches Rezept, man nehme einen See mit Uferweg, streue eine kräftige Prise Berg dazu, dies bevorzugt angerichtet in einer der schönsten Ecke dieser Erde, und fertig ist das Hauptgericht. Super lecker und sättigend. Als Kinder- und Seniorenteller, das kleine Filetstück um den Bürglstein. Nicht Fisch, nicht Fleisch, auch nicht vegetarisch oder vegan, der Zehner, und gerade deshalb so anziehend. Einen Verlängerten, der muss in Österreich auf die Karte: der Wolfgangseelauf wird mit einem 15 km langen Anlauf von Bad Ischl zum Salzkammergut-Marathon. Als Vorspeisen gibt es bereits freitags die Hoffnungsrunde, ein Spendenlauf, und samstags für Kinder den Junior-Marathon. Empfohlen wird zu reservieren, denn bei über 6025 Anmeldungen aus 51 Nationen streicht die Küche das ein oder andere Tagesgericht schon frühzeitig.

Bunte Vielfalt beim Wolfgangseelauf. Alle, die das Ziel erreichen, vom Junior- bis zum Marathonteilnehmer, erhalten eine farblich von Distanz zu Distanz unterschiedlich gestaltete Finisher-Medaille. Das Wolfganger Laufpaar ist dabei auf den symbolisierten Wellen des Wolfgangsees in Aktion - Claudia Wimmer holt sich als Beste der LG St. Wolfgang Medaille und einen Top-10 Platz
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

1971 hatten Franz Zimmermann und Hans Breidbach-Bernau die Idee, einen Lauf "Rund um den Wolfgangsee" zu organisieren. Beide waren gerade selbst um das 13 Quadratkilometer große Gewässer gelaufen und voller Euphorie. Dass sie den Grundstein für ein Ereignis legten, das sich zu einem gesellschaftlichen und sportlichen Höhepunkt der Region entwickelte, dürfte eher unbewusst erfolgt sein, wenngleich hehre Ziele, wie Tourismusförderung, die regionale Verbreitung des Langstreckenlaufs sowie des Frauenlangstreckenlauf im Besonderen im Bewusstsein waren. Immerhin 13 Besessene folgten dem Lockruf im Oktober 1972, elf erreichten nach 27 Kilometern das Ziel, vorneweg wurde der Organisator Franz Zimmermann in 2:19 Stunden Premierensieger. 1975 dann die erste Frau beim Klassiker im Ziel und im gleichen Jahr mit einem offiziell ausgeschriebenen Frauenlauf über 10,3 km der erste Appendix.

Unter Anleitung von Moderator Harald Prohaska und dem sportlichen Leiter Gisbert Rabeder (links) eröffneten Nachwuchsläufer*innen beim 'Junior-Marathon' das Erlebnis- und Landschaftslauf-Wochenende in Strobl Unter den Blicken des platonischen Liebespaares (Bronzeplastik von Eva Mazzucco) starten die Jüngsten über 200m bis 400m und die Älteren über 800m bis 1200m in 16 Rennen, getrennt nach Mädchen und Jungen sowie nach Alter

Foto-Impressionen von den Nachwuchsläufen beim 'Junior-Marathon' im LaufReport HIER

Wie andere langjährig existente Laufveranstaltungen schrieb der Wolfgangseelauf unzählige Geschichten und ist gleichfalls zum Geschichtsbuch des Langstreckenlaufens geworden. Das Internetjournal LaufReport berichtet seit 2002 vom Wolfgangseelauf, damals mit über 2000 Teilnehmern aus 23 Nationen längst ein Highlight im internationalen Laufkalender. Neben der herrlichen Berg- und Seenlandschaft sind es wohl Mythen die anziehen, ebenso Baudenkmäler, Wellnesstempel und Erlebniswelten. Um 976 suchte der heilige Wolfgang hier Zuflucht, vollbrachte Wunder und in der Folge entwickelte sich eine Pilgerstätte. 1291 werden die Wallfahrten zum "Kirchlein im Wolfgangland" urkundlich. Neben Rom, Aachen und Einsiedel war St. Wolfgang im 15. und 16. Jahrhundert eine der hervorragendsten Pilgerstätten. Die Kaiserresidenz im benachbarten Bad Ischl, dann die Schifffahrt auf dem Wolfgangsee sowie die Inbetriebnahme der Schafbergbahn sind die Heilsbringer der neueren Zeit. Das im Jahre 1930 in Berlin uraufgeführte Lustspiel "Im weißen Rössl am Wolfgangsee" löste einen Boom aus und brachte internationale Filmgrößen per Wasserflugzeug nach St. Wolfgang. Und nunmehr sorgt der Lauf rund um den Wolfgangsee für Übernachtungsgäste.

Bei km 15 führt die Strecke auf die Halbinsel Abersee. Am anderen Ufer drohen die Felswände und der Falkenstein. Im Hintergrund St. Gilgen und Wolfgangsee Und hoch droben die Bergstation der Schafbergbahn in 1732m Höhe, mit der bequem von St. Wolfgang aus in ca. 35 Minuten per Zahnradantrieb der Gipfel des Schafberg (1782m) erreicht werden kann. Wer die sportliche Variante bevorzugt, läuft beim Schafberglauf gegen die Maschine oder wandert hinauf

Perfekte Organisation, die von Freundlichkeit geprägten Begegnungen mit Helferinnen und Helfern, die Fürsorge und Hilfsbereitschaft sind beinahe grenzenlos. Es bedarf schon einer gewissen Unverfrorenheit um das Organisationsteam aus der Reserve zu locken. Engpässe gibt es bei der Anreise, denn zum rund 2800 einwohnerstarken St. Wolfgang, das im Bundesland Oberösterreich liegt, während alle anderen Gemeinden am See zum Bundesland Salzburg zählen, führt quasi eine Sackgasse, denn die aus dem See aufragende Felswand des Falkensteins verwehrt das Weiterkommen. Die Uferstraße führt zwangsläufig in den Ort hinein und wieder hinaus. Dutzende Parkflächen sind ausgewiesen, die Möglichkeit die öffentliche Schifffahrt zur Anfahrt zu nutzen ist organisiert und im Startgeld inkludiert.

Die Starts an vier verschiedenen Orten und die Läufe nach St. Wolfgang reibungslos über die Bühne zu bringen, stellt nicht die alleinige Aufgabe dar. Drei Tage ist die Region zunehmend im Ausnahmezustand, Rettungsdienste und -wege gilt es zu beachten, die Pressevertreter wollen informiert sein und die anwachsende Zahl an Sportlern versorgt und unterhalten werden. Und dies ist nur ein kleiner Ausschnitt des Aufgabenpakets, welches Franz Zimmermann mit Unterstützung aus den Vereinen und der Tourismus Gesellschaft vierzig Jahre geschultert hat, und seither von Franz Sperrer als nachgefolgter Organisationsleiter zu bewältigen ist. Auf der Grundlage jahrhundertelang geübter Gasfreundschaft sind es die modernen Anforderungen, die es zu ertragen gilt, etwa die Nachfrage nach Zielkoordinaten, da ein Parkplatz in der Welt des Smartphones sonst nicht ausfindig zu machen sei.

"Griaß Eich": Klaus Enengl (links), Direktor der Salzkammergut Tourismusschulen, deren Schülerinnen und Schüler den Service der Pasta-Party übernehmen, Kurdirektor Hans Wieser und Bürgermeister Franz Eisl (rechts) in ausgelassener Stimmung am Vorabend des Laufes im Michael-Pacher-Haus Beim "Griaß Eich" werden nicht nur die langjährigen Teilnehmer geehrt auch viele andere, die sich um den Wolfgangseelauf verdient gemacht haben, wie hier Johann Kritzinger (2.v.l.), ehemaliger Vorsitzender des Kurverbands und bis vor einem Monat Geschäftstellenleiter der Raiffeisenbank St.Wolfgang, bekommen eine Auszeichnung von Gesamtleiter Franz Sperrer (links), Kurdirektor Hans Wieser und Fritz Dachs (re), Geschäftsführer des Sponsors Raiffeisenbank Inneres Salzkammergut, überreicht

Mit dem "Griaß Eich!" im Michael-Pacher-Haus beginnt die heiße Phase. Startunterlagen, letzte Tipps, Pasta-Party, Ehrungen und Unterhaltung. Kurzweilig, und doch schon unter dem Einfluss der bevorstehenden Herausforderung. Der moderne Kongresstempel bietet bis zu 650 Personen Platz, nutzt man die Nebenräume des Ralph Benatzky Saals mit, der auf 450 Sitzplätze ausgelegt ist. Klar wird beim ‚Griaß Eich!' als auch bei den dort am darauffolgenden Tag stattfindenden Siegerehrungen die Auslastung erkennbar. Andererseits ist man geneigt zu unterstellen, dass eine gewisse Enge gewollt ist, denn auch bei weniger als der halben Teilnehmerzahl schienen die Grenzen erreicht.

Einen Ehrenpreis für 35 Jahre Treue bekam die 26köpfige Betriebssportgruppe Porsche aus Stuttgart-Zuffenhausen. 1985 waren sie erstmals mit 6 Teilnehmern dabei. Heuer liefen 18 auf den verschiedenen Distanzen über 5-, 10- oder 27 Kilometer. Ex-Betriebssportgruppenleiter Theobald Fischer (mit Urkunde) erreichte bei seiner 25ten Teilnahme auf der 5,2 km langen Panoramalaufstrecke mit 35:08 min den 7. Rang in der M65

Allein vom Falkenstein, dem Salz in der köstlichen Suppe, lassen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Lauf jedenfalls nicht vermiesen. Er lässt sich auch damit umgehen, dass man sich für eine der beiden kürzeren Distanzen entscheidet. Den Falkenstein seeseitig mit einem Steg wie am Bürglstein passierbar zu machen, verharrt noch im Reich der Fantasie. Den Aufstieg für Mountainbiker durch einen Serpentinenweg zu erleichtern geistert durch die Köpfe, stößt jedoch nicht auf allgemein freudige Zustimmung. Kurzum, bleiben weiterhin Erfahrung und äußerste Zurückhaltung geboten, will man den Teller nicht versalzen und mit wenig Genuss auslöffeln.

Franz Zimmermann (re), Premierensieger und Erfinder, und Albert Rungger erinnern beim "Griaß Eich" alte Zeiten. Der Südtiroler Albert Rungger wurde in den 80iger Jahren 4x2ter beim 27 km langen Klassiker. Spontan entschied er sich mal wieder beim Wolfgangseelauf teilzunehmen, der 10km lange Uferlauf ist ihm heuer aber lang genug, bei der 50. Austragung wieder der Klassiker Zum 9. Mal wird der Salzkammergut Marathon ausgetragen. Die zweimalige- und Premierensiegerin Alexandra Heiml und der 6malige Sieger Andreas Pfandlbauer wurden zudem für ihre 10malige Teilnahme beim Wolfgangseelauf geehrt. Beide starteten diesmal erneut auf der Marathonstrecke (4. Pfandlbauer 2:55:27 / 5. Heiml in 3:50:53) Franz Zimmermann startete sechsmal beim 27km Klassiker, Hosea Tuei konnte am Vorabend des 48. Wolfgangseelauf 11 Starts und 9 Siege vorweisen

Purer Genuss: der Panoramalauf

Die Gemeinde Strobl, schon Austragungsort der 1. Hoffnungsrunde mit 248 Teilnehmern, bei der sogleich über 10.000 Euro für die Krebshilfe Salzburg zusammen kamen, und des 11. Junior-Marathons, der Kinder- und Schülerläufe über altersangemessene Distanzen, beides auf der Uferpromenade veranstaltet, war am Sonntag Startplatz des 5,2 km langen Panoramalaufs. Darüber hinaus laufen alle Teilnehmenden der längeren Distanzen durch Strobl, danach aber auf der seeabgewandten Seite um den 745 m hohen Bürglstein. Die seeseitig durch Stege und Uferbefestigungen mögliche Umrundung des Kletterfelsens ist ein herausragend schöner Abschnitt, diesen eröffnete der zunächst vier Jahre lang als reiner Frauenlauf ausgetragene Panoramalauf. Was mit 43 Finisher seinen Anfang nahm, war zuletzt bis auf 954 gestiegen. Die nun 15. Austragung fand mit 736 Zielerfassungen die bisher zweitstärkste Resonanz.

Wild-romantisch verläuft das 5,2 km lange Rennen teilweise auf dem Bürglstein Panoramaweg, dessen Pfade um den Felsen des Bürglsteins seeseitig nach St. Wolfgang führen

Ganze Familienverbände stehen am Start, doch ohne Ambitionen gehen nur wenige an den Start. Besonders gefordert sind nicht nur die um den Gesamtsieg ringenden, sondern auch diejenigen, die als Teil des Teammarathons ins Rennen gehen, einer Sonderwertung, bei der durch Zeitaddition je eines Teilnehmers bzw. einer Teilnehmerin am Panoramalauf, dem 10 km Uferlauf und dem 27 km langen ‚Lauf rund um den Wolfgangsee' die Besten der gemeinsam erlaufenen Marathondistanz ermittelt werden. Die kurze Distanz erlaubt wie keine andere am Sonntag das generationenübergreifende Kräftemessen.

Eine kostenlose Überfahrt per Wolfgangsee Schifffahrt führt zu den Startorten Strobl (5,2km) und Gschwendt (10km) Der 5,2 km lange Panoramalauf ist beliebter Familienlauf. Der 10jährige Niklas Romanik lief bei seinem ersten Wettkampf mit seinem Wolfgangseelauf-erfahrenen Papa Roland nach 29:18 min ins Ziel Die Geschwister Lukas Holzastner und Ursula Tenora vor ihrer ersten Teilnahme am Wolfgangseelauf. Sie kamen nach 29:57 bzw. 32:08 ins Ziel Die Familie Rattinger vom LAC Amateure Steyr ist Wiederholungstäter. Sowohl die Brüder Tobias (7330) und Daniel (7331) als auch Schwester Katharina (7. W20 in 23:45) und Papa Helmut (2. M55 in 21:41) starteten erneut beim 5,2 km langen Panoramalauf

Vorjahressieger Jürgen Aigner, der 2018 mit Streckenrekord von 16:38 min gewonnen hatte, war für den Zehner gemeldet. Eine daraus erwachsende Favoritenrolle für die Brüder Rattinger vom LAC Amateure Steyr, war kein Geheimnis. Doch Daniel war wie bekannt nicht fit am Start und wurde dann auch nur Vierzehnter. Tobias Rattinger, Vorjahreszweiter, war auf sich gestellt und sogleich in Führung gegangen. Mit Julian Kreutzer aus Andorf folgte ihm auf Tuchfühlung allerdings ein starker Mitbewerber und Johannes Nussbaumer, für De Bettin Sparkasse Salzkammergut am Start, folgte ebenfalls auf Schlagdistanz.

Tobias Rattinger gewinnt den Panoramalauf vor Julian Kreutzer Johannes Nussbaumer wird Dritter

An der Reihenfolge änderten die jungen Männer nichts mehr. Tobias Rattinger, Jahrgang 1997, siegte in 16:54 min, hat somit die zweit- und drittbeste Zeit (17:09) des Panoramalaufs erzielt und blieb nur 16 Sekunden über dem Streckenrekord. Julian Kreutzer, Jahrgang 1996, wurde in 17:12 min Zweiter und Johannes Nussbaumer, Jahrgang 1999, verdiente sich mit 17:29 min als Dritter wie im Vorjahr einen Podestplatz. Noch konnte Jakob Wakonig als Vierter den Kontakt nicht herstellen, der in 18:34 min U20-Sieger wurde. Es reichte aber für Rudi Urban, der in 18:44 dahinter die AK M40 gewann.

Panoramalaufsiegerin wird Andrea Oberbichler Die dreimalige Panoramalaufsiegerin Irmi Kubicka gewinnt als Zweite die W55 Carla Pilic, 12 Jahre, siegt als Dritte in der WU16 Wolfgang Honigmann gewinnt die M80 locker in 47:32 Minuten

Der Streckenrekord von Julia Lettl aus dem Jahr 2010, den Anna Baumgartner 2014 in 19:18 min sekundengleich einstellte, blieb einmal mehr unangetastet. Andrea Oberbichler, W40, von der Union Lienz, Vorjahreszweite, trug sich nach 21:11 min erstmals als Siegerin des Panaromalaufs ein, findet sich in der Chronik aber bereits 2008 und 2009 als 10 km Uferlauf-Siegerin. Ihr folgte Irmi Kubicka, für das Team Honeder Naturbackstube laufend, in 21:25 min. 2017 hatte die 1960 geborene W55-Läuferin den dritten Sieg bei den Frauen davon getragen. 47 Jahre jünger ist die 12jährige Carla Pilic von der Union Ebensee, die in 22:04 min den dritten Rang belegte. Im Vorjahr war sie in 23:15 Zehnte und damals bereits U16-Siegerin. Ihr folgte direkt Magdalena Taudes in 22:10 als W20-Siegerin ins Ziel. Christiane Rabeder, W50, wurde in 22:43 Sechste.

Die 10-km-Uferläufer durchlaufen Strobl mit Blick quer über den See nach St. Wolfgang. Nach dem Start in Gschwendt haben sie hier noch ca. 5 km bis ins Ziel in St. Wolfgang vor sich

Von Gschwendt auf der Halbinsel Abersee ins Ziel: 10km-Uferlauf

Genau 10 Kilometer, diese verhältnismäßig flach und flüssig zu laufen, entwickelte sich in der seit 2003 andauernden Geschichte prächtig. Im Vorjahr erbrachte der Zehner sogar die meisten Finisher, lag aber denkbar knapp vor dem Klassiker, dessen Meldezahlen um 10 Prozent angezogen hatten. Erleichternd kam eine Änderung hinzu, die sich auf die Ergebnisse auswirken konnte. Die auf die langsameren, in zeitversetzten Blocks startenden Panoramaläufer auflaufenden Uferweg-Asse, konnten sich über eine halbseitige Sperrung der Fahrstraße nach St. Wolfgang freuen, die das sonst teils schwierige Überholen auf dem Fußgängerweg erleichterte. Ob dies so beibehalten werden kann, hängt noch davon ab, welche Erfahrung die Polizei mit der schmalen Ausweichstrecke und der zeitweisen Vollsperrung für Busse gemacht hat. Streckenrekorde wurden jedenfalls nicht aufgestellt, den Leadern wurde das Durchkommen zuvor schon ermöglicht.

Kaum ist der letzte Panoramaläufer am Bürglstein entschwunden, erreichen die ersten 10 km Uferläufer Strobl. Jürgen Aigner gewinnt vor ...
... Michael Urstöger, hier noch hinter Philipp Obermüller, der 3. wird Auf Rang 4 läuft Johannes Pell

Bei den Männern lag Jürgen Aigner schon in Strobl klar vorne und ließ im weiteren Verlauf keine Schwäche aufkommen. Nach 33:32 min landete er zum 6. Mal auf dem oberen Treppchen, hat nun jeweils drei Siege über 5,2 km und 10 km auf seinem Konto. Seine beiden vorherigen Siege waren um ein paar wenige Sekunden schneller erzielt. Der Streckenrekord von 30:44 min stammt aus dem Jahr 2016 und ist von keinem geringeren als dem Österreicher Peter Herzog, der vor drei Wochen in Berlin als bester Europäer mit 2:10:57 min sein Olympiaticket löste.

Michael Urstöger (De Bettin Sparkasse Salzkammergut) wurde mit 34:08 Zweiter und M30-Sieger, die Altersklasse, in die Aigner im kommenden Jahr aufrückt. Dritter wurde Philipp Obermüller von Honeder Naturbackstube in 34:34 min. Weitere Ergebnisse unter 35 Minuten erzielten Johannes Pell in 34:47 min und Matthias Aumayr in 34:59 min.

Bernadette Schuster siegt zum 9. Mal beim 10 km Uferlauf
Anna Glack wird Zweite Platz 3 geht an Christina Traxler Jasmin Zweimüller läuft auf Rang 4

Mit ihrer Erfolgschronik hat Bernadette Schuster, Jahrgang 1981, ihren Nachfolgerinnen eine beinahe unlösbare Aufgabe gestellt. Sie trat als achtfache Siegerin an und davon zuletzt sechsmal in Folge. Zunächst mit 37er Zeiten, gelang es ihr von 2016 bis 2018 sich auf Zeiten unter 37 Minuten zu steigern. Unangetastet blieb aber der Streckenrekord, den die Deutsche Eva Trost 2005 mit 35:59 min aufstellte, deren Tochter Katharina gerade bei der WM in Doha über 800 m gestartet war.

Keinen Zweifel an ihrem neunten Sieg ließ Bernadette Schuster aufkommen, die zwar in 38:13 min etwas langsamer unterwegs war, aber bereits in Strobl eine knappe Minute Vorsprung hatte. Es folgte ihr die 10 Jahre jüngere Teamkameradin der Honeder Naturbackstube Anna Glack in 39:34 min. Rang drei ging an Christina Traxler von TriRun Linz in 40:32 min. Jasmin Zweimüller komplettierte als Vierte in 41:26 min das W20-Podium. Elisabeth Pöltner-Holkovic lief als W45-Schnellste in 41:53 min auf den fünften Rang. 1793 Läuferinnen und Läufer des Uferlaufs wurden im Ziel erfasst.

Olympiateilnehmer und Marathon-Staatstrainer Günther Weidlinger gewinnt als 9. die M40 in 35:53
Albert Rungger zeigt sich nach dem Griaß Eich in guter Form und siegt mit 42:14 in der M65 Veronika Weyrich gewinnt mit 47:01 die W60 Elisabeth Pöltner-Holkovic wird als 5. Frau in 41:53 W45-Siegerin

Hosea Tuei wird zum Kaiser - Klassiker wieder am beliebtesten

Verantworten etliche Marathons die Tendenz zum Halbmarathon durch eine selbst angebotene Alternative, bleibt der 27 km lange Klassiker Platzhirsch. Dass diese Position nur schwer zu halten ist, zeigte sich im Vorjahr, wo erstmals der in den ersten 10 Jahren gemächlich Richtung Tausendermarke anziehende Uferlauf mit 1855 Finishs die Zahl des 27km-Laufs um genau ein Dutzend übertraf. Bei der 48. Austragung kamen 1894 auf der klassischen Runde ins Ziel und somit 101 mehr als beim Zehner.

Unverändert startet und endet die Seerunde am Marktplatz in St. Wolfgang. Eine Steinplatte im Boden markiert für alle ganzjährig sichtbar diesen Punkt. Von hier erfolgt die Vorsortierung ziemlich flach am Seeufer entlang, bevor nach etwa 3 Kilometern der Aufstieg zum Falkenstein beginnt. 220 Meter hoch, oben an der Falkensteinkapelle vorbei, ein paar Meter zum Luftschnappen und dann atemraubend wieder hinunter zum See. Nach sechs Kilometern könnte man glauben, sei das Schlimmste geschafft, romantisch von Fürberg nach St. Gilgen und weiter nach Gschwendt, wo Blicke über den See den Schafberg und bereits den Zielort St. Wolfgang erfassen.

40 vom badischen TSV 05 Rot wählten dieses Jahr den Wolfgangseelauf für ihren Vereinsausflug, dabei liefen ca. 20 auf allen Strecken. Armin Bodirsky lief die 27 km in 2:28:34, Manfred Kostyszyn den Marathon in 4:24:54, Luise Dobmeier den 10er in 43:27 und Vereinschef Lothar Köhler erreichte die Start-Ziel-Platte mit der Gravur ´seit 1972 Rund um den Wolfgangsee` des 27km Klassikers nach 2:38:17

Das Problem ist die Steilheit, mehr noch bergab, das die Muskeln rebellieren lässt. Schlecht Trainierten kann man zu einer knapp einstündigen Wanderung raten, dem ein Lauf über Halbmarathon folgt. Es ist diese Schwierigkeit, den Rhythmus über den Falkenstein so zu wählen, dass ein schneller Straßenhalbmarathon noch möglich ist, aber für die Elite wiederum nicht unnötig viel Zeit liegen zu lassen. Schon relativ weit vorne bestimmt das Feld das Tempo. Überholen geht fast nicht und hat man eine zu gute Position im Anlauf eingenommen, wird man zum Hindernis und durchgereicht. Das Profil passt letztendlich keinem Spezialisten. Für Bergläufer ist das Verhältnis zu den schnellen Straßenkilometern ungünstig, Straßenläufer beißen sich am Falkenstein die Zähne aus und kommen dahinter nicht mehr Trab. Als Allrounder hat man eventuell die besten Karten, kommt am Berg nicht zu sehr ins Hintertreffen und dominiert die angeschlagenen Flitzer, denen die Muskeln ein über die Strecke fliegen verwehren.

Michael Obst vom hessischen TuS Griesheim bei seiner Erstteilnahme. Es war schon hart, berichtete er nach der Seeumrundung. Im Januar wird er Fünfzig. Hier taucht er ... ... ein in das bei Kilometer 18 beginnende Naturschutzgebiet Wolfgangsee-Blinklingmoos, wo einst die Salzkammergut Lokalbahn fuhr

Doch ist das alles Theorie, es muss in der Praxis erfahren werden. Mehrfachsieger beiderlei Geschlechts finden sich in der Chronik im Dutzend. Wer den Lauf kennt, kann kaum mehr von ihm lassen. Selbst Erfinder Franz Zimmermann war sechsmal dabei, konnte seinen Premierensieg aber nie wiederholen, sorgte er doch rasch für namhafte Gegner, die bald eine beachtliche Internationalität erreichten. Zu gering erscheint das Preisgeld, um als Erklärung zu dienen. Kamen die Sieger zunächst aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, bei den Frauen zudem aus den USA und Italien, redeten bald Eliteläuferinnen und Eliteläufer aus Osteuropa beim Geschehen mit, selbst die Wiedervereinigung Deutschlands spiegelt die Chronik dank einer Serie von drei Siegen des Chemnitzers Heiko Schinkitz. 1998 dann mit Francis Mbiu der erste Kenianer auf dem obersten Treppchen und seither wechseln sich dort Kenianer ab, im Jahr 2000 einmalig unterbrochen vom Ungarn Zsolt Benedek.

Nr. 1 Hosea-Kiplagat Tuei gewinnt zum 10. Mal den Wolfgangseelauf-Klassiker. Geoffrey-Githuku Chege folgt ihm bis km 20 als Schatten und bleibt Zweiter Der 3. Platz geht an Simon Njeri Schnellster Europäer wird auf Rang 7 der Österreicher Markus Lemp. Gemeinsam mit Werner Gebetsroither auf der Panoramastrecke und Helmut Kibler beim 10km Lauf gewinnt der Ruderer zudem in 2:36:14 für Gartenmann/LC-Sicking die Sonderwertung Team-Marathon Das Mixed-Team "The Speed Runners" war mit Robert Gruber beim Klassiker als zweitbester Österreicher auf Rang 9, Leopold Wölflingseder auf der 10 km Strecke und Lisa-Marie Wölflingseder auf der Panoramastrecke in 2:41:48 am schnellsten

Barnabas Kiprotich Kenduiywo schien in den Anfängen des neuen Jahrtausends auf gutem Weg fünffach Sieger Gerhard Hartmann einzuholen, doch auch seine Serie endete nach drei Erfolgen, immerhin hielt sich sein Streckenrekord von 1:26:51 h noch ein paar Jahre. 2008 dann das Debüt des 21jährigen Hosea Tuei, der diesem Sieg gleich fünf weitere folgen ließ und den Rekord auf 1:26:10 h verbesserte. Von 2015 bis 2017 erlief er drei weitere Siege und scheiterte im Vorjahr beim ersten Anlauf auf den zehnten Erfolg, wurde nur Vierter. Doch abschreiben wollte er diesen nicht, stand erneut an der Startlinie. Die Voraussetzungen schienen denkbar schlecht, hatte er eine Woche zuvor erst den Sofia Marathon in 2:15:49 h hauchdünn und zeitgleich gegen einen Marokkaner gewonnen.

Doch zeigte sich der in Marakwet geborene und in Eldoret ansässige Berufsläufer erholt, dessen Berglaufqualitäten eine Bronzemedaille bei der Berglauf Weltmeisterschaft auf der Langdistanz, 2012 beim Jungfrau Marathon, dokumentiert.

Vom Naturschutzgebiet Wolfgangsee-Blinklingmoos aus sind es noch 9 km bis zum Ziel in St. Wolfgang auf der anderen Seeseite

Nach dem Falkenstein passierte er das St. Wolfgang gegenüberliegende Ufer, am hier nur 200 breiten See zwischen Gschwendt und Strobl zusammen mit Geoffrey-Githuku Chege, den er nach zwanzig Kilometern abschütteln und in 1:29:54 h den zehnten Sieg feiern konnte. Es gab kein Problem, so Hosea Tuei, der bei der Siegerehrung wie ein Popstar gefeiert wurde. Er freut sich auf daheim, auf das Wiedersehen mit seiner Frau und den beiden Kindern. Erst im Frühjahr wird wieder dem Lockruf des Rennzirkus folgen. Geoffrey-Githuku Chege wurde in 1:31:25 h Zweiter, sein Teamkollege Simon-Kamau Njeri Dritter in 1:31:46 h. 63 Sekunden später kam der als Mitfavorit gehandelten 22jährigen Evans Kipngetich Tanui, Zweiter bei seinem Debüt im Vorjahr in 1:29:22 h, auf Rang vier ins Ziel.

Als bester Europäer lief Markus Lemp vom LC Sicking in 1:36:58 h auf den siebten Platz. Der Österreicher hatte schon einmal teilgenommen, das liegt aber zehn Jahre zurück. Er machte derweil als Ruderer von sich reden, ein sechster Platz im WM-Finale im Zweier ohne Steuermann in der Leichtgewichtklasse ziert seine Vita. Der 44jährige Robert Gruber vom Bjaks Running Team Austria aus der Nähe von Salzburg landet verlässlich in der Top-ten und wird in 1:40:35 h Neunter. Seit 2009 war er immer am Start, zehnmal über 27 km. Seine Saison lief nicht rund, bei einem Absturz in Hochsöll Ostwand beim Skibergsteigen verletzte er sich im April. Doch wie im Vorjahr wird er beim Salzburg Trail für die Cupwertung sowohl über 15,5 und über 22,5 km starten.

Nelly Jepchumba siegt beim Klassiker Berglauf-Weltmeisterin Lucy-Wambui Murigi wird 2. Platz 3 erlief sich Ruth-Nundu Mbatha 6. Platz für die schnellste Österreicherin Sigrid Herndler. Gemeinsam mit 10km Siegerin Bernadette Schuster und Helga Honeder über 5,2 km wurde sie für das Honeder Naturbackstube Dreamteam in 3:00:43 schnellstes Frauenteam

Lucy-Wambui Murigi vom Laufteam run2gehter Austria weckte große Erwartungen. Erstmals war mit ihr eine amtierende Weltmeisterin im Laufsport am Start. Dabei hat sie ihren Titel bereits erfolgreich verteidigt und einen weiteren mit dem kenianischen Team errungen. 8 Tage zuvor stellte sie ihre Fitness beim Berglauf Weltcupfinale in Smarna Gora nahe der slowenischen Hauptstadt Ljubljana unter Beweis, wo sie 29 Sekunden vor der Cupsiegerin Sarah McCormack gewann. Davon hatte sich die 34jährige Kenianerin laut ihres Betreuers noch nicht in Gänze erholt. Eine Verbesserung des 29 Jahre alten Streckenrekords von 1:40:38 h, der Ungarin Helena Barocsi, war außer ihrer Reichweite. Sie wurde in guten 1:46:26 h Zweite. Mitte November würde Murigi gern ihren Titel bei den Berglauf-Weltmeisterschaften in Argentinien verteidigen, doch könnte dieses Vorhaben an den Reisekosten scheitern. Noch verhandeln kenianischer Verband und ihr Management.

Näher kam dem Rekord die zehn Jahre jüngere Nelly Jepchumba, eine sehr gute Halbmarathonläuferin vom Team Benedek, die sich in 1:44:52 h mit der viertbesten aller Frauenzeiten und der drittbesten Siegerzeit durchsetzte. Ruth-Nundu Mbatha wurde in 1:48:58 h Dritte. Beste Europäerin wurde Sigrid Herndler auf Rang 6 in 1:58:36 h, für Honeder Naturbackstube am Start. Mag. Sonja Nigl gewann als Siebte in 2:04:05 h die W40 zwanzig Sekunden vor der gleichaltrigen Doris März. Lokalmatadorin Claudia Wimmer wurde Zehnte und W35-Erste in 2:07:22 h.

Florian Neuschwander aus Deutschland gewinnt den Marathon mit Streckenrekord Stefan Greiner wird Zweiter 3. Platz an Christoph Mühringer Der 6malige Sieger Andreas Pfandlbauer wird diesmal 4., ist aber als M40-Sieger schnellster Mastersläufer - er hielt bisher den Streckenrekord mit 2:46:28

Salzkammergut-Marathon - früher starten, länger laufen

Der Streckenrekord des seit 2011 ausgetragenen Marathons wackelte mit seiner Anmeldung. Der Saarländer Florian Neuschwander, aktuell mit Wohnsitz in Inzell, hat eine Marathonbestzeit von 2:20:29 h und ist ein hervorragender Trailläufer, der auch auf noch längeren Strecken beachtliche Erfolge erzielen konnte. Bekannt ist seine Marke ‚Run with the flow'. Ihn machten erfolgreiche Teilnahmen beim Wings for Life World Run einem breiteren Publikum bekannt. Seine Vielseitigkeit belegen Zeiten von 29:51,88 min über 10.000 m oder 6:49:13 h im 100 km Straßenlauf. 3:49,83 lief er bereits im Jahr 2002 über 1500 m.

Schon auf dem Weg vom Start in Bad Ischl bis zum Falkenstein betrug sein Vorsprung ein paar Minuten und sollte bis ins Ziel auf über zehn Minuten anwachsen. In 2:41:47 h verbesserte Florian Neuschwander den Streckenrekord des sechsfachen Siegers Andreas Pfandlbauer (De Bettin Sparkasse Salzkammergut) aus dem Jahr 2016 von 2:46:28 h, der in 2:55:27 h Vierter und M40-Sieger wurde. Mit gleicher Vereinsangabe wurde der Marathonsieger des Jahres 2015, Stefan Greiner, in 2:52:41 h Zweiter. Platz drei ging in 2:55:01 h an Christoph Mühringer. Auch Martin Grill (ZF Friedrichshafen) blieb als Fünfter in 2:58:27 noch unter drei Stunden.

1. Platz im Marathon geht erneut an Monika Winkler Die 3malige Marathonsiegerin und Streckenrekordhalterin mit 3:13:50 Veronika Limberger wird Zweite Doris Spreitzer sorgt als Dritte für ein rein Österreichisches Podium

Monika Winkler aus Freistadt hatte im Vorjahr bei ihrer Erstteilnahme am Salzkammergut Marathon sogleich den Sieg davon getragen, war 2017 Vierte und beste Österreicherin beim 27 km Klassiker. Die 44jährige wiederholte nun mit fast gleicher Zeit in 3:26:32 h ihren Sieg für TriPower Wimberger Haus. Ihre Marathonbestzeit lief sie mit 3:03 Stunden in Frankfurt, bevorzugt aber hügliges Terrain. Es war bereits ihre achte Teilnahme, die sich über alle Distanzen verteilen. Den Marathon findet sie am schönsten. Neben den Marathonsiegen war sie bereits dreimal beste Österreicherin beim 27 km Lauf. Dass sie im letzten Jahr schneller war, erklärt sie: "Heuer war es sehr warm und windig."

Für Dr. Veronika Limberger vom Salewa Store Wien lief es anfangs nicht rund und erst zum Ende hin besser. In 3:32:08 h wurde sie Zweite, hat bereits drei Salzkammergut-Marathon Siege auf ihrem Konto und hält in 3:13:50 h den Streckenrekord. Im Vorjahr mit einer besseren Zeit Vierte, schaffte es die 45jährige Doris Spreitzer von der LG Innviertel in 3:38:02 auf den dritten Rang. Ihre persönliche Bestzeit bei nun neun Marathonläufen steht bei 3:18 Stunden. Wie Monika Winkler hat sie mehrmals den 27 km langen Klassiker absolviert. Naemi Zopf von Prolife Bad Ischl wurde in 3:41:21 h Vierte, mit Jahrgang 1996 ist sie die Jüngste in der Top-ten. Alexandra Heiml, die Siegerin der beiden ersten Austragungen, folgte auf Rang 5 in 3:50:53 h. Das bisherige Spitzenergebnis übertrafen die 228 Finisher um einen Zähler.

Zielschuss ins tosende Publikumsmeer Richtung Wallfahrtskirche St. Wolfgang - ... und dann hebt er ab und völlig losgelöst von der Erde schwebt der Marathoni Georg Neuhold völlig schwerelos ...

57 Teams beim Team-Marathon erfolgreich

In der speziellen Wolfgangsee Team-Wertung finden sich bereits genannte Akteure. Das schnellste Frauentrio stellte in 3:00:43 h das Honeder Naturbackstube Dreamteam. Die schnellsten Männer, Gartenmann/LC Sicking Team, waren in 2:36:14 h nicht zu schlagen. Das Mixed Team The Speed Runners siegte in 2:41:48 h.

Besonderen Applaus genießen die ältesten Teilnehmenden. Josy Simon von der LG St. Wolfgang war mit Jahrgang 1933 und seinen 86 Jahren der bisher älteste Teilnehmer im 27-km-Klassiker und nach 3:31:14 im Ziel. Als ältester Teilnehmer lief Norbert Schild mit 87 Jahren in 1:20:43 den Zehner. Josefine Traubenek war mit ihren 83 Lenzen die Älteste und absolvierte den 5,2-km-Panoramalauf in 38:22 min.

Marathonis und Klassiker ereichen auf seeblauem Teppich gemeinsam das Ziel
Dort bekommen alle Zieleinläufer die begehrte Medaille in bunter Vielfalt überreicht

Nur lobende Worte und strahlende Gesichter gab es am sonnigen Sonntag unter der Wallfahrtskirche in den Gassen von St. Wolfgang zu sehen. Es hat mal wieder allen getaugt. Die Stimmung an der Strecke war super. Der Bürgermeister bedankte sich beim Erfinder Franz Zimmermann, der Organisation und den Helfern, Rettungs- und Ordnungskräften. Franz Sperrer, immer sehr zurückhaltend, gestand ein: Es war heute eine Wahnsinnsveranstaltung und er könne es sich besser gar nicht vorstellen. Der 82jährige Franz Zimmermann, dessen abgelehntes Motto mit den sechs L-Wörtern LaufReport-Ansprüchen genügt, freute sich über seinen Nachfolger: Mit Franz Sperrer haben wir den besten Lauforganisator Österreichs. Dass der sich bereits Gedanken zur nächsten Austragung und dem danach anstehenden 50-Jahr-Jubiläum macht, wird niemand bezweifeln. Sein Führungsstil kommt gut an: Immer anpacken, bei der Arbeit immer der Erste, für alles und jeden ein offenes Ohr. Dazu verblüfft der langjährige Chef vom Dienst des österreichischen Magazins Laufsport Marathon mit seiner enormen Fachkompetenz.

Dank der zahlreichen Helferinnen und Helfer läuft auch beim Wolfgangseelauf alles rund. Julia Sperrer, Tochter des OK-Chefs Franz Sperrer, u.a. bei der Medaillenausgabe tätig, gratuliert hier dem 27km Klassikerathleten Andreas Hoidn Vor dem Rathaus finden die Schnellsiegerehrungen statt, durchgeführt von Bürgermeister Franz Eisl (links) und Gesamtleiter Franz Sperrer - hier die 3 schnellsten Marathonfrauen mit der Siegerin Monika Winkler, der 2. Veronika Limberger und der 3. Doris Spreitzer Und der nächste Höhepunkt im touristischen Angebot folgt schon bald ab Ende November. Der Wolfgangseer Advent, der in die Seeorte St. Wolfgang, St. Gilgen und Strobl lädt und allein bis zu 300.000 Besucher lockt. Für das 27km-Klassiker-Siegerpaar Hosea-Kiplagat Tuei und Nelly Jepchumba wäre es ein ungewöhnliches Erlebnis: Salzkammergut ohne Laufen
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Die Region am Wolfgangsee holt kurz Atem und startet zur nächsten Offensive, denn nach dem Lauf… ist vor dem Advent! Der Wolfgangseer Advent startet am 22. November und ist die nächstbeste Möglichkeit sich in das Salzkammergut zu verlieben. Infos: www.wolfgangseer-advent.at

Die Top 3 Ergebnisse des 48. Internationalen Wolfgangseelauf 2019

27-km-Klassiker
Herren Damen
1. Hosea-Kiplagat Tuei (KEN) 1:29:53
2. Geoffrey Chege (KEN) 1:31:24
3. Simon Njeri (KEN) 1:31:46
1. Nelly Jepchumba (KEN) 1:44:52
2. Lucy-Wambui Murigi (KEN) 1:46:25
3. Ruth-Nundu Mbatha (KEN) 1:48:58

Salzkammergut Marathon
Herren Damen
1. Florian Neuschwander (GER) 2:41:40
2. Stefan Greiner (AUT) 2:52:41
3. Christoph Mühringer (AUT) 2:55:01
1. Monika Winkler (AUT) 3:26:22
2. Veronika Limberger (AUT) 3:32:00
3. Doris Spreitzer (AUT) 3:37:48

10-km-Uferlauf
Herren Damen
1. Jürgen Aigner (LAG Genböckh. Ried) 33:32
2. Michael Urstöger (De Bettin SPK SKG) 34:07
3. Philipp Obermüller (Honeder ) 34:33
1. Bernadette Schuster (Honeder ) 38:12
2. Anna Glack (Honeder Naturbackstube) 39:30
3. Christina Traxler (TriRun Linz) 40:29

5,2-km-Panoramalauf
Herren Damen
1. Tobias Rattinger (LAC Amateure Steyr) 16:54
2. Julian Kreutzer (Andorf) 17:11
3. Johannes Nussbaumer (Salomon) 17:27
1. Andrea Oberbichler (Union Raika Lienz) 21:10
2. Irmi Kubicka (Honeder Naturbackstube) 21:23
3. Carla Pilic (Union Ebensee) 22:04

Bericht & Fotos von Constanze & Walter Wagner

Foto-Impressionen im LaufReport HIER
Ergebnisse www.wolfgangseelauf.at
Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER

© copyright
Die Verwertung von Texten und Fotos, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne Zustimmung der LaufReport.de Redaktion (Adresse im IMPRESSUM) unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.

Datenschutzerklärung