27.9. - 6.10.19 - 17. Leichtathletik Weltmeisterschaften in Doha

Marathon Männer

Bericht von René van Zee - Fotos von Jens Priedemuth

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27.9. - 6.10.19 - 17. Leichtathletik Weltmeisterschaften in Doha
Männer Marathon

1.

Lelisa DESISA (ETH)

2:10:40

2.

Mosinet GEREMEW (ETH)

2:10:44

3.

Amos KIPRUTO (KEN)

2:10:51

55 Marathonläufer im Ziel - 18 aufgegeben

Intermediate Times:
5 km:
Derlys AYALA PAR 15:06 - DNF
10 km:
Derlys AYALA 30:40
15 km:
Derlys AYALA 46:34
20 km:
Derlys AYALA 1:02:38
25 km:
Geoffrey KIRUI KEN 1:17:38 - 14. in 2:13:54
30 km:
Zersenay TADESE ERI 1:33:13 - 6. in 2:11:29
35 km:
Stephen MOKOKA RSA 1:48:48 - 5. in 2:11:09
40 km:
Callum HAWKINS GBR 2:04:24 - 4. in 2:10:57

Unter schwierigen Bedingungen gingen die Marathonläufer um Mitternacht an den Start. Die Wetterbedingungen waren besser als die Woche davor beim Frauen-Marathon. Die Temperatur war am Start 28,7 Grad, die Luftfeuchtigkeit lag um 50%. Es war für die Journalisten auch angenehmer das Rennen zu verfolgen. Fakt bleibt, dass es keine gute Verhältnisse für den Marathon waren. Im Vorfeld hagelte es Kritik an der IAAF, Marathonläufe unter solch schwierigen Bedingungen stattfinden zu lassen. Vielleicht kann man in der Zukunft den Marathon von den Weltmeisterschaften trennen. Ich kann mich gut erinnern, dass es in Osaka und zum Teil auch in Moskau ähnliche Wettersituationen gab. In Doha kam noch die hohe Luftfeuchtigkeit dazu. Das Wetter war natürlich nicht ideal, aber unmöglich waren die Verhältnisse nicht. Das zeigen auch die Zeiten.

Die Wetterbedingungen beim Männer Marathon waren besser als die Woche davor beim Frauen-Marathon. Die Temperatur war am Start 28,7 Grad, die Luftfeuchtigkeit lag um 50%
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Das Rennen

Es gingen 73 Teilnehmer an den Start, 18 kamen nicht ins Ziel. Fakten: Weltmeister 2017 Geoffrey Kirui, Jahresweltbester Kenenisa Bekele 2:01:41, Olympiasieger und Weltrekordhalter (2:01:39) Eliud Kipchoge. Kipchoge bereitet sich auf sein Rennen in Wien vor, wo er die Zwei-Stunden-Barriere durchbrechen möchte.

Bei 30 km führt Zersenay Tadese aus Eritrea, der als 6. in 2:11:29 das Ziel erreichen wird Bei 35 km liegt der spätere 5. (2:11:09) Stephen Mokoka aus Südafrika vorn. Hinter ihm der Kenianer Amos Kipruto, der 3. wird

Am Anfang gab es eine Überraschung als Derlys Ayala (PAR) von der Gruppe weglief. Er hat eine persönliche Bestzeit von 2:10:27, erst vor zwei Wochen in Buenos Aires gelaufen. Er hatte über eine Minute Vorsprung. War es ein Kamikaze Akt? Er blieb lange in Führung, aber bei Halbmarathon (Zwischenzeit: 1:05:56) war es vorbei und er stieg aus. Er kann später seinen Kindern die Videos zeigen, dass er beim Weltmeisterschaftsmarathon lange in Führung war.

Es gab dann eine Spitzengruppe mit sechs Läufern: Lelisa Desisa, Mosinet Geremew (beide Äthiopien), Amos Kipruto, Geoffrey Kirui (beide Kenia), Zersenay Tadese (Eritrea) und Stephen Mokoka (Südafrika).

Der Brite Callum Hawkins wird wie 2017 WM-Vierter Der Neuseeländer Malcolm Hicks wird 27. in 2:17:45 Der Schweizer Tadesse Abraham wird 9. in 2:11:58

Lange Zeit machte Tadese, der fünffache ehemalige Halbmarathon-Weltmeister das Tempo. Nicht ganz klug. Das hat Substanz gekostet. Der erste, der das Tempo nicht mithalten konnte, war Geoffrey Kirui nach 30 Kilometern. Man wusste, dass der Titelverteidiger nicht in Bestform war. Auch Tadese und später Stephen Mokoka mussten passen. Auf den letzten drei Kilometern kam der Brite Callum Hawkins aus dem Hintergrund nach vorne. Er war WM-Vierter 2017. Als die drei übergebliebenen afrikanischen Läufer das Tempo wieder verschärften, konnte er das Tempo nicht mehr mithalten.

Auf dem letzten Kilometer setzt sich Lelisa Desisa ab und wird Weltmeister vor seinem Landsmann Moisnet Geremew Nach Silber bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau gewinnt Lelisa Desisa nun Gold
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Auf dem letzten Kilometer setzte sich Lelisa Desisa (geb. 1992) ab und wurde Weltmeister in 2:10,40 vor seinem Landsmann Moisnet Geremew in 2:10:44, der auf dem Papier Schnellste im Feld. Er war in diesem Jahr Zweiter beim London Marathon in 2:02:55. Dritter wurde in 2:10,51 der Kenianer Amos Kipruto. Der Schotte Callum Hawkins blieb als Vierter in 2:10:57 wieder ohne Medaille.

Lelisa Desisa wurde schon Zweiter bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau. Voriges Jahr gewann er den New York Marathon. Die Durststrecke der Äthiopier war groß. Es ist das erste Mal, dass ein Äthiopier den WM-Titel beim Marathon gewann. Es gab dann auch im Zielbereich große Freude bei den Äthiopiern.

Für LaufReport berichten aus Doha:
Bericht René van Zee - Fotos Jens Priedemuth

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René van Zee Jens Priedemuth

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