28.9.25 - 45. Altkönig-Lauf in KronbergFinale der Taunus-Lauf-Challenge |
| von Helmut Serowy |
Mit seiner inzwischen 45. Auflage darf sich der Altkönig-Lauf des MTV Kronberg zu den "Klassikern" zählen. Im Fokus der Veranstaltung steht der Halbmarathon mit seinen knackigen 350 Höhenmetern. Angeboten wird aber auch ein 10-km-Lauf auf welliger Strecke mit 150 Höhenmetern, den zudem Walker und Nordic-Walker in Angriff nehmen können. Die Laufstrecken führen auf breiten, genau vermessenen Waldwegen durch den Taunus am Fuße des Altkönigs. Schüler (1000 m) und Bambini (350 m) dürfen sich vor großer Kulisse auf der Bahn in der MTV-Sportanlage während des traditionellen MTV-Lauffestes austoben.
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"63,3 Kilometer und 1000 Höhenmeter in 15 Tagen" lautet das Motto der Organisatoren der TSG Altenhain, des TSV Engenhahn und des MTV Kronberg. Zum inzwischen neunten Male richteten die drei Vereine an drei aufeinander folgenden Wochenenden die "Taunus-Lauf-Challenge" aus. Für die Challenge werden die Halbmarathon-Ergebnisse des "Wuzzelauf" in Altenhain, des "Gickellauf" in Engenhahn und des finalen "Altkönig-Lauf" in Kronberg gewertet. |
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| Die Taunus-Wälder nehmen die Läufer am Altkönig in Kronberg auf | |
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ARQUE-Wuzzelauf der TSG Altenhain (Maintaunuskreis)
Die dreiteilige Taunus-Lauf-Challenge startete mit dem Halbmarathon beim Wuzzelauf der TSG Altenhain. Auf einer hügeligen Strecke sind über die 21,1-km-Distanz 343 Höhenmeter zu bewältigen. Das kräftezehrende Rennen gewann Marco Bühler von der Eintracht Frankfurt Triathlon in 1:28:34 Stunden vor Nikolas Schrod (1:29:0 Stunden) und Florian Gossenhauer von der LG BSN (1:29:58 Stunden).
Die Frauen-Konkurrenz führte Liv Pabst vom SV Funball Dortelweil mit 1:35:03 Stunden vor ihrer Vereinskollegin Lene Grund (1:37:39 Stunden) und der Vorjahres-Siegerin Caroline Löffler von der Eintracht Frankfurt (1:40:55 Stunden) an.
Schnellste Starter bei dem über 215 Höhenmeter führenden 10-km-Lauf waren Maryin Fechner mit 40:09 min und Eileen Müller von der LG BSN mit 48:37 min.
Mit dem Erlös des ARQUE-Wuzzelauf unterstützen die Veranstalter der TSG Altenhain die Arbeitsgemeinschaft für Querschnittsgelähmte mit Spina bifida/Rhein-Main-Nahe e.V.
Beim 39. Engenhahner Gickellauf forderten fünf heftige Steigungen mit 440 Höhenmetern die Halbmarathon-Starter heraus. Mit dem Jagdschloss Platte, dem Rheinhöhenweg, dem Theisstal und der Hohen Kanzel passierten sie allerdings auch höchst interessante Streckenabschnitte.
Hier setzte sich Philipp Beudt vom LC Olympia Wiesbaden nach 1:28:25 Stunden vor Florian Gossenhauer (1:29:14 Stunden) und Finn Schröder vom LC Olympia Wiesbaden (1:29:46 Stunden) durch. Das Frauenfeld hatte Stephanie Ruland mit 1:35:11 Stunden vor dem Duo Liv Pabst (1:1:37:14 Stunden) und Lene Grund (1:39:02 Stunden) unter Kontrolle.
Die 150 Höhenmeter des 10-km-Laufes schafften Thomas Kinast aus Herborn mit 45:35 min und Sina Assmann mit 48:45 min als Erste.
Anders wie im Vorjahr, als Björn Dollmann von den DZ Bank Runners alle drei Wertungsrennen über die Halbmarathon-Distanz gewann und Caroline Löffler bei den Frauen mit ihrem Auftakt-Sieg und zwei weiteren Silber-Rängen für klare Verhältnisse sorgten, blieb damit die Entscheidung um die Serien-Erfolge und die folgenden Podest-Plätze der "Taunus-Lauf-Challenge" vor dem Finale am Altkönig spannend.
Das Finale der Taunus-Lauf-Challenge startet mit dem Halbmarathon des 45. Altkönig-Laufes auf der Sportanlage des MTV Kronberg am westlichen Stadtrand. Beim Laufklassiker wurde zwischenzeitlich der traditionelle 20-km-Lauf zum 21,1-km-Lauf erweitert und damit die Streckenlänge den Halbmarathon-Distanzen der Partnervereine der "Taunus-Lauf-Challenge" angepasst.
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| Eine hügelige Strecke erwartet die Halbmarathon-Starter beim Altkönig-Lauf in Kronberg | Mit Schwung geht es zu einer längeren Flach-Passage |
Um 9.30 Uhr eröffneten die Halbmarathon-Starter im Stadion den 45. Altkönig-Lauf. Läufer und Walker wurden um 9.40 Uhr auf die 10-km Strecke geschickt. Vor großer Zuschauer-Kulisse fielen schließlich ab 11.30 Uhr die Startschüsse für die Bambini über 350 Meter sowie die Schülerinnen und Schüler über 1000 m. Nach dem Start im idyllisch gelegenen Sportzentrum lassen die Läufer das Taunusstädtchen links liegen und entschwinden sofort in den angrenzenden Wäldern. Ihnen entgehen dadurch die Sehenswürdigkeiten von Kronberg mit der nahezu unzerstört erhaltenen Burg, der Altstadt mit ihren Fachwerkgebäuden, Plätzen und Brunnen.
Ursprung von Kronberg ist die Burg. Der älteste Teil der staufischen Reichsburg - der Fünfeck-Turm der Oberburg - wurde bereits in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Die im kaiserlichen Dienst stehenden Herren von Eschborn zogen aus ihrer Turmburg auf die neu erbaute Höhenburg. Sie übernahmen zugleich den Namen. Die erste Bezeichnung findet sich in einer Urkunde aus dem Jahre 1230, in der ein Otto von Kronberg erscheint. Für das "Burgtal", die unterhalb der Burg liegende Siedlung des Personals und der Handwerker, verlieh der Kaiser den Herren von Kronberg 1330 erste städtische Rechte.
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| Die 10-km-Läufer erwartet nach 500 m der erste heftige Anstieg | |
Auf breiten Waldwegen führen die Strecken des Altkönig-Laufes am Fuße des Altkönigs durch den Taunus. Mit 798 Metern ist der Altkönig nach den Großen und dem Kleinen Feldberg der dritthöchste Berg im Taunus. Er erhebt sich über die weite, fruchtbare Ebene zu seinen Füßen - der südlichen Wetterau und der Mainebene. In dieser Ebene hat wohl auch der keltische Stamm gesiedelt, der auf dem Berggipfel eine eindrucksvolle Befestigungsanlage errichtete. Ein doppelter Ringwall zieht sich um den Gipfel des Altkönig. Der innere Ring hat eine Länge von 980 Metern, der äußere eine Länge von 1.390 Metern. Die Anlage wird auf die Zeit um 400 v.Chr. datiert.
Wellen und kürzere Steigungen, die sich letztlich beim Halbmarathon zu knackigen 350 Höhenmetern addieren, sowie herbstlich gefärbte Wälder lassen die Herzen von Erlebnisläufern höher schlagen. Sorgen aber auch ohne entsprechende Glücksgefühle für einen deutlich erhöhten Pulsschlag. Die 10-km-Starter erwartet dagegen mit 150 Höhenmetern eine etwas moderatere Streckenführung.
"Die Teilnehmer-Zahlen sind explodiert" freuten sich der Abteilungsleiter LAUFEN des MTV Kronberg, Thomas Schiller, und Mitorganisatorin Monika Mathes über die weitere Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere das Interesse am Halbmarathon - der bereits seit Tagen ausgebucht war und am bisher stärker frequentierten 10-km-Lauf vorbeigezogen ist - erstaunte sie.
Frische Witterung zum Start und strahlender Sonnenschein während der finalen Schüler- und Bambini-Rennen und der Siegerehrungen im Rahmen des Läuferfestes am Rande des schmucken MTV-Stadion lohnten die Mühen der regen Organisatoren.
Erlebnisläufer kommen beim Halbmarathon des Altkönig-Laufes in Kronberg voll auf ihre Kosten. Immerhin führt die Strecke mit ihren 350 Höhenmetern durch die herrlichen Wälder der Taunusausläufer, die bereits den Kelten zusagten.
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| Louis Garcia gewinnt noch flottem Einstieg den Halbmarathon | Florian Gossenauer (M45) sichert sich als Zweiter den Sieg im Taunus-Challenge | Als Dritter läuft Nikolas Schrod zu Silber in der M40 |
Besonders zügig nahm Louis Garcia aus Oberhöchstadt nach dem Start auf der Tartanbahn Fahrt auf und setzte sich bereits frühzeitig vom Feld ab. Auch das Ziel im MTV-Stadion erreichte der M40-Starter nach 1:25:21 Stunden als Erster. Aus der Verfolger-Gruppe hatte sich allerdings Florian Gossenauer von der LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain auf der hügeligen Tour ziemlich dicht herangearbeitet. Als Zweiter führte er die M45 in 1:25:43 Stunden an. Bronze erkämpfte sich der zweite M40-Läufer Nikolas Schrod mit 1:26:56 Stunden knapp vor dem Schnellsten der M30, Marius Kraft (JTO BSN, 1:27:02 Stunden). Dahinter gewann Ken Kölzer mit 1:28:52 Stunden die M35 vor dem zweiten M45-Starter Jürgen Weber aus Linsengericht (1:29:19 Stunden).
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| Platz vier und M30-Gold sichert sich Marius Kraft | Die M35 führt Ken Kölzer an | M50-Sieger Norman Althaus läuft als Achter ins Ziel |
Mit dem achten Platz dominierte der Lokalmatador Norman Althaus vom MTV Kronberg in 1:31:02 Stunden die M50. Weitere Senioren-Erfolge feierten in der M55 Armin Wenz (LaufZiel Aschaffenburg) mit 1:37:00 Stunden und in der M60 Bernhard Kindelbacher aus Oberursel mit 1:42:23 Stunden.
Mit für die Streckenführung beachtlichen 1:31:18 Stunden jagte Liv Pabst vom SV Funball Dortelweil als Gesamt-Neunte durch den Zielbogen. Die Frauen- und W40-Siegerin distanzierte damit ihre Vereinskollegin Lene Grund mit 1:36:55 Stunden deutlich. Diese wiederum erreichte zeitgleich mit der dritten W40-Starterin Ilka von Hubatius von der IG Trailrunning im Taunus das Ziel. Die Vorjahres-Siegerin Barbara Schwefer vom Team Eschathlon gewann als Vierte die W45 in 1:38:41 Stunden.
Als Frauen-Fünfte und W40-Vierte finishte die Taunus-Challenge-Siegerin 2024 - Caroline Löffler von Eintracht Frankfurt - nach 1:41:20 Stunden. Die W55 führte mit dem sechsten Platz Ingrid Gerhard mit 1:43:53 Stunden vor der W50-Schnellsten Corinna Pasche-Colloseus vom Team Eschathlon (1:45:39 Stunden) an. Erfolge bei den Seniorinnen schafften zudem in der W30 Eva Becker mit 1:45:53 Stunden, in der W35 Karen Jost mit 1:54:00 Stunden, in der W60 Christine McGuire (Laufmärchen, 2:27:22 Stunden) und in der W65 Christiane Schumpich aus Eppstein mit 2:11:56 Stunden.
Nach den Halbmarathon-Rennen in Altenhain, Engenhahn und Kronberg bejubelte Florian Gossenauer mit 4:24:55 Stunden nach dem zweiten Rang im letzten Jahr den Taunus-Challenge-Sieg vor Nikolas Schrod (4:26:40 Stunden) und Jürgen Weber (4:33:31 Stunden). Liv Pabst baute bei den Frauen ihren Vorsprung auf 4:43:36 Stunden vor Lene Grund (4:53:37 Stunden) und Ilka von Hubatius (5:00:20 Stunden) aus.
Auch der 10-km-Sieger Michel Overlack hatte sich früh von seinen Verfolgern verabschiedet, konnte sich aber im Verlauf des Rennens weiter lösen und ungefährdet in 35:49 min auch die M30 gewinnen. Silber sicherte sich der M45-Starter Jesko Bender von Eintracht Frankfurt Triathlon in 37:23 min vor dem M35-Sieger Christopher Ormond von der TSG Oberursel (38:08 min). Hinter Robin Gerdemann (Goldi Ultras, 39:48 min) folgten als Fünfter und Sechster mit Jonathan Beyer (40:56 Stunden) und Andreas Hopf (41:31 Stunden) bereits zwei M50-Läufer sowie der U16-Jugendliche Johann Herrmann (Dornbusch, 41:53 Stunden).
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| Früh setzt sich der 10-km-Sieger Michel Overlack vom Feld ab | Der Zweite, Jesko Bender, gewinnt die M45 | Bronze und M35-Sieg feiert Christopher Ormond |
Die M40 gewann Julian Mattes von Eintracht Frankfurt Triathlon in 42:14 min, die M55 Michael Böhler vom MTV Kronberg Triathlon in 42:51 Stunden, die M60 Karsten Hofmann von den Kronberg Trail Runners in 42:54 min, die M65 Hans-Georg Gutbier in 52:09 min, die M70 Günter Veit von der SG Niederlauken in 51:56 min und die M75 Hermann Gerecht (LT Sabine, 66:52 min).
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| Schnellster Hauptklassen-Läufer ist als Vierter Robin Gerdemann | Mit dem fünften Rang stürmt Jonathan Beyer zum Sieg in der M50 | Die M55 führt Michael Böhler an | In der M60 glänzt Karsten Hofmann |
Jule Aldag erreichte bei den Frauen über 10 Kilometer nach 44:51 min knapp vor Laura Nikolay vom SCO Schwimmclub Oberursel (45:07 min) das Ziel im Stadion. Bronze und W40-Erfolg holte sich Katharina Gontermann von der TG Schwalbach in 46:26 min vor der W30-Siegerin Arasu Bechtoldt vom TuS Kelsterbach (49:52 min). Die mit unzähligen Titeln ausgezeichnete Margret Göttnauer von der LG Bad Soden/Neuenhain lief nach einer Alpen-Überquerung und vor ihren nächsten internationalen Einsätzen in Kronberg als Fünfte in 50:43 min zum W70-Erfolg. Dichtauf folgte die W35-Läuferin Elisabeth Brettschneider in 50:56 min.
Erfolgreich waren bei den Seniorinnen zudem in der W45 Kathleen Hoog (56:03 min), in der W50 Makiko Lenz (OCR Frankfurt, 57:51 min), in der W55 Petra Timn (Pferdchen-Club, 55:27 min) und in der W60 Diana Walsh (Lauftreff Oberreifenberg, 64:36 min).
Die Walker führte über die 10-km-Strecke mit Netto-Zeiten Sandra Rainer-Poeselt vom TV Waldstraße in 1:19:58 Stunden vor Michael Gübert von der SG Oberhöchstadt (1:28:24 Stunden) und Carlos Ortola (Team Vegan, 1:31:19 Std) an.
Schülerinnen und Schüler beschlossen mit ihrem Rennen über zweieinhalb Runden das Lauf-Programm des Altkönigslauf in Kronberg. Bei strahlendem Sonnenschein feierten die vielen Zuschauer die eifrigen Flitzer und den begleitenden "Laufhasen" bei ihrem 1000-m-Lauf.
Den Hasen hängten die Spitzenläufer bald ab. Leon Flek von der TG Schwalbach gewann die U12 in 3:39 min vor dem zeitgleichen Clemens Oellermann vom SC Oberursel TriKids. Als Dritter gewann Marvin Radke vom ASC Darmstadt mit 3:49 min die U14.
Schnellste Schülerinnen waren die U12-Läuferinnen Charlotte Fichtner von der SG Kelkheim in 4:02 min, Ani Gurova vom ASC Darmstadt in 4:06 min und Hedi Matyas vom SCO in 4:09 min.
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| Vom schnellen Hasen geführt, stürmen die Bambin über 350m und Schülerinnen und Schüler über 1000m durch das Stadion | |
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Riesengewimmel herrschte beim 350-m-Lauf der über 40 Bambini im Stadion-Rund. Begeistert angefeuert stürmte der Vorjahres-Zweite Valentin Dürr von der LG Bad Soden nach 1:22 min diesmal als Erster über die Ziellinie. Schnellste Mädels waren erneut als Gesamt-Zweite und Dritte die mit 1:24 min zeitgleichen Alene-Maxine Sanson vom EFC Kronberg und Lena Brettschneider.
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Bericht und Fotos von Helmut Serowy Ergebnisse maxx-timing.de - Infos mtv-kronberg.de Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER |
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