26.7.25 - 38. Tote Mann Berglauf in OberriedLukas Borghardt und Hannah Marquard gewinnen |
| von Winfried Stinn |
Den 38. Tote Mann Berglauf, der am Samstag in Oberried, rund 15 km von Freiburg gelegen, ausgetragen wurde, gewannen Lukas Borghardt (TV Bad Säckingen) und Hannah Marquard (SG Ebnet). Dabei stellte Hannah Marquard einen neuen Streckenrekord auf. Rund 350 Läuferinnen und Läufer (einschließlich der Nachwuchsklassen) stellten sich bei optimalen Witterungsbedingungen dem Start.
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Der vom PTSV Jahn Freiburg veranstaltete Berglauf war der dritte von fünf Wertungsläufen zum Schwarzwald Berglauf Pokal. Der Start war bei der Goldberghalle in der Ortsmitte von Oberried in 450 m Höhe. Das Ziel lag oberhalb der Erlenbacher Hütte auf den Bergwiesen am Fuß des Tote Mann in 1.150 m Höhe. Vor drei Jahren wurde erstmals eine neue Strecke angeboten. Sie führt nun über eine Länge von 10,4 km, früher 8,4 km. Der Höhenunterschied von 750 Meter ist geblieben. Der äußerst abwechslungsreiche Verlauf der neuen Strecke mit Wald-/Naturwegen und schmalen Pfaden hat stellenweise Trail-Charakter und kommt bei den Läufer/innen sehr gut an. |
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| Start zum 38. Tote Mann Berglauf in Oberried | |
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Beim Hauptlauf erreichten 256 Läuferinnen und Läufer das Ziel, rund 100 mehr als im Vorjahr. Bei den Männern ging die Favoritenrolle an Lukas Borghardt. Der Bad Säckinger hatte in den vergangenen Monaten immer wieder mit ersten Plätzen und guten Platzierungen in der Region überzeugt. So gewann er kürzlich den auch zum Berglauf Pokal gehörenden Rosskopf-Berglauf und zuvor den Eichberglauf. Und auch beim Oberrieder Tote Mann Berglauf war er nicht zu schlagen und feierte einen Start-Ziel-Sieg. Nach 47:16 Minuten erreichte er bei seiner zweiten Teilnahme am Tote Mann Berglauf (2022 wurde er vierter) als Sieger das Ziel.
"Ich kannte die Strecke, so konnte ich mir das Rennen gut einteilen. Ich wollte meine Zeit von vor drei Jahren verbessern. Das habe ich erreicht. Aber ich habe schon ein wenig mit dem Streckenrekord geliebäugelt. Aber da fehlte noch rund eine dreiviertel Minute." Anmerkung: Lukas Ehrle /LG Brandenkopf stellte 2022 mit 46:27 Minuten eine neue Bestzeit auf. "Die Strecke gefällt mir sehr gut, sie war wenig aufgeweicht vom Regen. Sehr gut war die Strecke gekennzeichnet, auch mit prozentualem Anstieg usw.", so der Sieger, der auf allen Strecken, ob flach bergauf/bergab erfolgreich ist, so dass man ihn durchaus als "Allrounder" sehen kann. Nach den Siegen beim Rosskopflauf und nun beim Tote Mann Berglauf hat Borghardt noch Chancen auf den Gesamtsieg beim Schwarzwald Bergauf Pokal.
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| Lukas Borghardt gewinnt den 38. Tote Mann Berglauf | Jakob Scherwitz wird 2. vor ... | ... Christian vom Hagen | Der M45-Sieger Patrick Hartmann läuft auf Rang 5 |
Jakob Scherwitz (Markgräfler Runnersclub), der seine größten Erfolge auf den Ultra-Trail Strecken feiert, belegte mit der Zeit von 49:31 Minuten den zweiten Platz. Dritter wurde Christian vom Hagen (LAV Stadtwerke Tübingen) mit 49:45 Minuten. Die Plätze vier und fünf belegte Adrian Schuler (WSG Schluchsee) und Patrick Hartmann (LT Unterkirnach).
Bei den Frauen stand in Hannah Marquard eine erfolgreiche Fußballerin an der Startlinie, die in dieser Saison mit dem SG Ebnet-Kappel Meister der Landesliga wurde und somit wieder in die Verbandsliga aufsteigt. Aber nicht nur im Fußball kann Hannah Marquart Erfolge verzeichnen, so lief sie im vergangenen Oktober beim Schwarzwald Marathon in Bräunlingen in sehr gute 2:57:04 Stunden auf Platz zwei und wurde ein Jahr zuvor Vierte beim Freiburg Marathon. Und kürzlich hat sie den Montafon Arlberg Marathon, mit 42,195 km Länge und 1250 Höhenmeter sehr anspruchsvoll, gewonnen. Mit Sandra Kist-Boschetti (TV Bühl), zweifache Gesamtsiegerin des Schwarzwald Berglauf Pokals, und Julia Ettlin (LT Unterkirnach), die Siegerin des Kandel- und Rosskopflaufes, standen weitere Anwärterinnen auf die Podestplätze an der Startlinie.
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| Bei den Frauen gewinnt Hannah Marquard den 38.
Tote Mann Berglauf (Foto © Tim Scherzinger) |
Sandra Kist-Boschetti gewinnt als 2. Frau die W45 | Auf Platz 3 läuft Sibylle Blümke |
Das Rennen wurde dann aber zu einer eindeutigen Angelegenheit zugunsten von Hannah Marquard. Ab Kilometer zwei lief sie alleine dem Ziel entgegen und gewann mit der Zeit von 55:07 Minuten. Damit verbesserte sie die bisherige Bestzeit von Rebecca Rossberg (Rainforest Run Freiburg), die bei ihrem Sieg 2022 56:02 Minuten lief, um fast eine Minute. "Ein neuer Streckenrekord war nicht mein Ziel, damit habe ich mich gar nicht befasst", so die Siegerin. "Ich wollte Spaß haben, einen optimalen Trainingswettkampf bestreiten, einen Lauf in der Region genießen, mal wieder Gas geben und den Puls hochfahren", führte sie weiter aus. Die Strecke habe ihr gut gefallen, besonders die Höhenmeter. "Mein Dank geht an das Orga-Team, das einen tollen Lauf veranstaltet hat. Schön, dass es regional diese Veranstaltungen gibt und man in netter Atmosphäre mit tollen Menschen dieses erleben und teilen kann", fasst sie zum Schluss nochmals ihr positives Lauf-Erlebnis zusammen.
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| Wasserverpflegung gab es an drei Stellen auf der 10,4 Kilometer langen Strecke mit 750 Höhenmetern, sowie im Ziel mit zusätzlichen Isogetränken und Obst | |
Sandra Kist-Boschetti, die nach längerer Verletzungspause wieder in der Berglaufszene aktiv ist, wurde mit der Zeit von 1:00:24 Stunden Zweite. "Ein Platz unter den ersten Drei war mein Ziel. Es war wieder ein toller Berglauf mit super Organisation und perfektem Laufwetter." Den dritten Podestplatz erkämpfe sich Sibylle Blümke (Markgräfler Runnersclub) mit der Zeit von 1:00:55 Stunden. Die Führende im Schwarzwald Berglauf Pokal Julia Ettlin wurde Vierte. "Ich bin anfangs zu schnell losgelaufen und hatte später keine Kraft mein hohes Tempo durchzuhalten", sagte sie selbstkritisch nach dem Rennen. Dennoch hat sie nach zwei Siegen und einem vierten Platz weiterhin gute Chancen auf den Gesamtsieg in der Cup-Wertung. Christiane Vollmer (TV Bühl) und Jana Reiter (USC Freiburg) belegten die Plätze fünf und sechs.
Die Mannschaftswertung bei den Männern gewann der Markgräfler Runnersclub mit Jakob Schwerwitz, Michel Geißler und André Becker vor dem Lauftreff Mittelwiehre mit Henri Hansert, Roman Schneider und Christoph König. Bei den Frauen gewann der LT Unterkirnach mit Julia Ettlin, Hanna Bächle und Marina Spirito. Der FT 1844 Freiburg in der Besetzung Fabienne Probst, Marela Viola und Kerstin Ahlborn errang den zweiten Platz.
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| Gut besetzte Goldberghalle im Saal und auf der Tribühne bei den Siegerehrungen von Altersklasse U6 bis 75 | |
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Gute Teilnehmerzahlen, optimale Witterungsverhältnisse, da fiel es Thomas Scherzinger vom Veranstalter PTSV Jahn Freiburg nicht schwer ein positives Fazit zu ziehen. "Wie die Jahre zuvor gab es viele positive Rückmeldungen zu der anspruchsvollen und schönen Strecke. Die neue Startzeit morgens um 10:00 Uhr verlangte einen höheren Organisationsaufwand, wurde aber von den Teilnehmenden durchweg begrüßt. Erfreulich waren die sehr hohen Teilnehmerzahlen beim Berglauf und auch beim Kinderlauf, jeweils etwa doppelt so viel wie im Vorjahr. Wir konnten das Interesse an unserem Berglauf deutlich steigern. Dazu beigetragen haben u. a. die mediale Neuausrichtung sowie unsere vier Vorbereitungsläufe. Die unerwartet hohen Starterzahlen waren eine zusätzliche Herausforderung für unsere 65 Helfer/innen, die diese jedoch sehr gut bewältigten."
Der nächste Wertungslauf zum Schwarzwald Berglauf Pokal findet im September mit dem Belchen Berglauf in Schönau statt.
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Bericht und Fotos von Winfried Stinn Ergebnisse my.raceresult.com
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