4.7.25 - 26. Marburger Nachtmarathon mit Halbmarathon

Starterfeld sprengt den historischen Marburger Marktplatz

von Helmut Serowy 

Informationen zum Lauf 2026 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE?

Zum Marburger Nachtmarathon strömten bereits vor Corona jährlich über 2000 Läuferinnen und Läufer, um den Marathon, die Marathon-Staffel oder den Halbmarathon auf der attraktiven Strecke durch die Altstadt und entlang der Lahn zu genießen oder um schnelle Zeiten und Top-Platzierungen zu erreichen. Beim Wiedereinstieg 2022 und 2023 nahm die Veranstaltung mit 1400 und 1900 Startern allmählich wieder Fahrt auf. Zum 25-jährigen Jubiläum des vom rührigen Ultra-Sport-Club Marburg organisierten Nachtmarathon explodierte die Teilnehmerzahl 2024. 2848 Meldungen bedeuteten eine Steigerung des bisherigen Rekordergebnisses um überraschende 800 Starter.

Dichtes Gedränge herrscht im Läuferfeld beim 26. Marburger Nachtmarathon mit Halbmarathon
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Die Organisatoren um Orga-Chef Arne Pflüger hatten nicht damit gerechnet, dass diese Zahlen bei der 26. Auflage der größten mittelhessischen Breitensportveranstaltung nochmals gewaltig in die Höhe schnellen würden. Zum frühzeitigen Meldeschluss registrierten sie allerdings eine weitere erstaunliche Steigerung auf 3835 Starter - darunter alleine 2375 Halbmarathon-Starter. Die Zahl der vorgemeldeten 332 Marathonläufer lag fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. 282 Marathon-Staffeln - bei denen sich bis zu vier Läuferinnen und Läufer die klassische Distanz teilen - bestätigen mit weiteren 1128 Startern die immer größer werdende Begeisterung für diesen Wettbewerb.

Mit den Nachmeldungen registrierten die Veranstalter schließlich eine überwältigende Steigerung der Teilnehmer-Zahlen um fast 1300 Starter auf unglaubliche 4140 Läuferinnen und Läufer. "Leider sind uns trotz großzügiger Planung zum Schluss die Erinnerungsmedaillen ausgegangen. Wir werden diese nachprägen lassen und noch nachsenden", bedauerte Arne Pflüger.

Das 1512 erbaute Rathaus beherrscht den Marburger Marktplatz Der historische Marktplatz platzt vor dem Start aus allen Nähten

Zentrum des Marburger Nachtmarathon ist das idyllisch unterhalb des markanten Landgrafenschlosses im Lahntal liegende Uni-Stadion. Ein Fußweg von rund 750 Metern führt durch die Altstadt zum hochgelegenen Marktplatz mit seinem historischen Ambiente. Wenn die bunte Truppe von ambitionierten Läufern, Hobby-Sportlern und Einsteigern hier von allen Seiten zum gemeinsamen Start um 19 Uhr strömt, platzt der eigentlich weitläufige Platz aus allen Nähten. Entsprechend unendlich lange zieht sich die Läuferschlange nach dem Startschuss durch die schmalen Altstadtgassen, die durch viele Biergärten noch weiter eingeengt werden. Damit wird zugleich der Eifer etwas eingebremst und einem zu hohen Anfangstempo ein Riegel vorgeschoben.

Gerade dieser erste Kilometer gießt den Organisatoren aber inzwischen Wasser in den Wein. Groß ist die Begeisterung über das Interesse am Nachtmarathon und dem überfüllten Marktplatz vor dem Start. Andererseits weiß Arne Pflüger aber auch: "Wir stoßen jetzt als ehrenamtliche Veranstalter wirklich an unsere Grenzen. Gerade der erste Kilometer durch die Altstadt bietet nicht mehr ausreichend Platz für derart hohe Zahlen. Wir sind geradezu überrannt worden und müssen jetzt über ein Teilnehmer-Limit nachdenken."

Die Moderatoren (v.li) Markus Bourcarde und Sven Schnitker haben Sven Gaul, Sven Höller (Marathon-Sieger 2022) und Lisa Schmitt um sich geschart Mit dem Startschuss haben Halbmarathon-Starter Mamiyo Nuguse Hirsuato (26585) und Marathon-Starter Abdi Uya (re) bereits das Kommando übernommen

Nach der abfallenden Schleife führt die Strecke über den Wilhelmsplatz und die breite Universitätsstraße zum Rudolphplatz, wo das Feld - von vielen Zuschauern angefeuert - nach Norden in Richtung Wehrda geschickt wird. Auf dem Lahnradweg laufen die Sportler schließlich wieder flussabwärts zurück nach Marburg. In Höhe des Uni-Stadions überqueren sie auf dem Hirsefeldsteg im Bereich des elften Kilometers die Lahn. Hier steppt der Bär. Vor dem Steg sammeln sich die Fans. Hinter dem Steg findet der hektische und mit viel Einsatz begleitete Staffelwechsel statt.

Nach einer weiteren Schleife entlang der Lahn zum südlich gelegenen Gisselberg und Cappel können die Halbmarathonis - zurück beim Hirsefeldsteg - ins Stadion abbiegen. Marathon-Starter und Staffeln müssen erneut den Steg überlaufen und zwei weitere Südrunden absolvieren bevor sie den stimmungsvollen, nächtlichen Zieleinlauf unter Flutlicht auf der Tartanbahn genießen dürfen. Auf ihrer Schleife durch und entlang der Marburger Altstadt passieren die Teilnehmer des Marburger Nachtmarathon neben den altehrwürdigen Gebäuden der Alten Universität und der Universitätskirche auch die Elisabethkirche.

Eine endlose Läufer-Karawane zieht durch die Altstadtgassen und Einkaufstraßen

Nach dem Tod ihres Mannes, dem thüringischen Landgrafen Ludwig, lebte die ungarische Königstochter Elisabeth in Marburg. Hier unterstützte sie aufopferungsvoll Kranke und Bedürftige. Vor den Toren der Stadt ließ sie ein Hospital errichten. Bereits mit 24 Jahren verstarb Elisabeth im Jahre 1231. Mit ihrem Tode und dem Begräbnis in der zum Hospital gehörenden Franziskus-Kapelle setzte sogleich eine ständig wachsende Verehrung von Elisabeth ein. Verbunden war diese mit immer stärker steigenden Wallfahrten nach Marburg. Die Aktivitäten ihres Beichtvaters Konrad von Marburg für ihre Heiligsprechung sorgten zusätzlich dafür, dass die Franziskus-Kapelle bald nicht mehr die Massen der Wallfahrer fassen konnte. Sie wurde um eine größere Halle erweitert.

Das Landgrafenschloss hoch über dem Tal begleitet die Läufer Ein Relief am Rathaus zeigt die Heilige Elisabeth

Als auch diese nicht mehr ausreichte, verpflichtete sich der Schwager von Elisabeth - Konrad, Landgraf von Thüringen - für die 1235 heiliggesprochene Elisabeth eine prächtige Kirche zu erbauen, in der sie bestattet sein sollte. Der spätere Hochmeister des Deutschen Ordens hatte diesen nach dem Scheitern der Kreuzzüge 1233 in Marburg angesiedelt. Für das vom Kaiser verfügte Recht, die polnische und baltische Bevölkerung an der Ostsee zu christianisieren, ließ Konrad durch den Deutschen Orden die Elisabethkirche errichten. Die Grundsteinlegung erfolgte im Jahre 1235. Da Elisabeth in Armut und Demut leben wollte, entschlossen sich die Erbauer der Elisabethkirche, ihr Grab nicht in das Zentrum der Kirche, sondern in den entlegensten Teil des Nordchors zu platzieren. 1283 wurde die Kirche eingeweiht. Bis zur Vollendung der Kirchtürme der frühesten rein gotischen Kirche in Deutschland sollte es allerdings noch bis zum Jahre 1340 dauern.

Das Mittelfeld zieht sich allmählich auseinander Am Rudolph-Platz verabschiedet das Publikum die Läufer nach Norden

Marathon

Mit 349 Startern befindet sich auch der namensgebende Marathon in Marburg - bei dem viele weitgereiste Sportler antreten - im Aufwind.

Bereits mit dem Startschuss zum gemeinsamen Rennen des Marathon, der Marathon-Staffeln und des Halbmarathon lösten sich der Halbmarathon-Sieger Mamiyo Nuguse Hirsuato vom MTV Gießen und der Marathon-Sieger Abdi Uya vom LC Mengerskirchen vom Feld. Gemeinsam stürmten sie durch die engen Altstadtgassen. Auf der breiten Universitätsstraße hatte Hirsuato seinen Vorsprung weiter ausgebaut. Abdi Uya (M30) lag auf seiner Marathon-Solo-Tour auf dem sechsten Rang und setzte sein Rennen zügig fort. Mit ausgezeichneten 2:36:37 Stunden näherte er sich bis auf knapp zwei Minuten dem seit Jahren bestehenden Streckenrekord von Hakim Ouahioune.

Souverän führt Abdi Uya die Marathonläufer an
Das Verfolger-Trio vereint (v.li.n.re.): Niclas Dellenbach (4.), Arno Dallmann (2.), Michael Bielig (3.) M55-Sieger Ulrich Sieke setzt auf dem schmalen Hirsefeldsteg zum überholen an

Die weiteren Podestplätze holten sich der M40-Sieger Arno Dallmann vom TuS Deuz mit 2:43:58 Stunden und M45-Sieger Michael Bielig von der LG Braunschweig mit 2:44:31 Stunden. Schnellster Hauptklassen-Läufer war als Vierter Niclas Dellenbach aus Gießen in 2:52:43 Stunden. Unter der Drei-Stunden-Marke blieb zudem der Hauptklassen-Zweite Julius Hahne aus Hannover mit 2:55:13 Stunden. Eng wurde es im 3:03-Stunden-Bereich mit dem Sechsten Christian Reichelt (Brehm-Titan-Runners, 3:02:38 Stunden), dem M35-Sieger Timo Huck (Hannover-Runners, 3:03:03 Stunden), dem Hauptklassen-Vierten Daniel Nothhelfer (LaufLeben Running Crew, 3:03:47 Stunden), dem M40-Zweiten Sebastian Deis (Birlenbach, 3:04:06 Stunden).

Sven Höller vom Lauf-Treff Florstadt - Marathon-Sieger von 2022 - ließ es ohne Uhr und mit Kamera wieder einmal locker angehen und animierte als Gesamt-Vierzehnter und Zweiter der M35 in 3:11:18 Stunden die Zuschauer am Streckenrand. Ulrich Sieke aus Herborn bejubelte seinen M55-Erfolg nach 3:18:45 Stunden. Die M50 führte Torsten Adler vom Lauftreff TSV Markt Erlbach mit 3:24:25 Stunden an. Dicht beieinander finishten die schnellsten Läufer der M60 und der M65 den Marathon: Bernd Salzmann (Bürgergemeinschaft Hochwasser) erreichte den Zielbogen nach 3:31:18 Stunden, der Deutsche 50-km-Meister der M65, Lothar Esser von Spiridon Frankfurt, folgte in 3:32:49 Stunden.

Bernd Salzmann wird die M60 gewinnen In der M65 liegt Lothar Esser in Front Schnellster M70-Starter ist Heinrich Schimpf "Altmeister" Günther Scheibehenne genießt seinen allerletzten Marathon und gewinnt die M75

Als Duo erscheinen auch die Sieger der M70 und der M75, obwohl sie Netto doch eine Minute trennen. Heinrich Schimpf vom TV Großen-Linden gewann die M70 in 4:45:01 Stunden Brutto (3:43:46 Stunden Netto). Günther Scheibehenne vom SC Hinterland - über Jahrzehnte bei Triathlon- und Lauf-Langstrecken höchst erfolgreich - hatte den 26. Nachtmarathon in Marburg für seinen finalen Marathon-Start ausgewählt. Mit 4:45:16 Stunden Brutto/4:44:44 Stunden Netto ließ er sich ausreichend Zeit, um die Eindrücke entlang der Strecke nochmals auf sich einwirken zu lassen.

Stark präsentierte sich bei den Frauen im Marathon-Rennen Laurine Freitag von der LGV Marathon Gießen. Zur Einstimmung hatte sie noch eine Woche zuvor beim Mitternachtslauf in Heuchelheim den 5-km-Lauf gewonnen und anschließend über 10 Kilometer als Dritte einen schnellen Wettbewerb nachgeschoben. In Marburg strahlte sie nach einem couragierten Rennen über die erzielten 3:04:04 Stunden. Das Moderatoren-Duo Markus Bourcarde und Sven Schnitker von der Running Voices feierte sie im nächtlichen Stadion zudem als beachtliche Neunte im Gesamteinlauf.

Laurine Freitag führt die Marathon-Frauen an - Daniel Nothhelfer erreicht in der Hauptklasse den 4. Platz Cynthia Morawietz siegt als Zweite in der W40 Den Sprung auf das dritte Treppchen schafft die zweite W40-Läuferin Katrin Herbrik

Die ebenfalls für die LGV Marathon Gießen startende Cynthia Morawietz - W40-Dritte der Deutschen Marathon-Meisterschaften von Hannover in 3:07:28 Stunden - lief nach 3:25:07 Stunden auf den zweiten Rang. Bronze holte sich die zweite W40-Starterin Katrin Herbrik (Landau Running Company) mit 3:27:58 Stunden vor der W30-Siegerin Antonia Hamm von der VLG Eisenbach (3:30:50 Stunden). Sabine Beck vom RLT Rodgau - W40-Zweite der Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften - wird mit 3:33:48 Stunden (Netto 3:33:27 h) als Gesamt-Fünfte vor Lea Wüstefeld aus Mainz mit 3:33:54 Stunden (Netto 3:31:04 h) und Constance Hammer aus Norwich mit 3:34:52 Stunden (Netto 3:33:02 Stunden) gelistet. Die Achte Anne Katinka Kuhn aus Vellmar liegt in der Hauptklasse mit 3:35:04 h (Netto 3:34:38 h) auf dem vierten, die Neunte Anna Sütterlin mit 3:37:54 h (Netto 3:33:56 h) auf dem fünften Platz.

Als Vierte liegt Antonia Hamm in der W30 vorne Mit dem fünften Platz läuft Sabine Beck in der W40 zu Bronze Schnellste der W55 ist Angela Frenzel Susanne Hein (re) siegt in der W60

Klassen-Erfolge schafften zudem Sylke Kuhn aus Kassel mit 3:51:43 Stunden in der W50, Angela Frenzel von Spiridon Frankfurt mit 4:13:57 Stunden in der W55, Susanne Hein von der LG Kindelsberg-Kreuztal mit 4:32:21 Stunden in der W60, Gulnara Möller aus Bad Nauheim mit 4:42:13 Stunden in der W45, Prakriti Dutta mit 4:46:36 Stunden in der W35 und Verena Hajek von der LLG Nordpark Köln mit 6:06:35 Stunden in der W70.

Halbmarathon

Der Halbmarathon lockt immer wieder die meisten Starter zum Marburger Nachtmarathon. Neben zahlreichen ambitionierten Läuferinnen und Läufern treffen sich hier viele Breitensportler zum Lauferlebnis im Lahntal.

In neue Dimensionen stürmte beim Halbmarathon in der Universitätsstadt der frühere äthiopische Weltklasse-Läufer Mamiyo Nuguse Hirsuato, der nun seit knapp zwei Jahren in Gießen lebt und vom MTV Gießen betreut wird. Vom Start weg drückte der M35-Läufer auf die Tempodüse und schloss sein Solo-Rennen mit überragenden 1:04:55 Stunden ab. Den 2022 vom früheren Deutschen Marathon-Meister Alexander Hirschhäuser vom ASC Breidenbach aufgestellten Streckenrekord (1:09:34 Stunden) steigerte er damit um gleich 4:39 Minuten.

Mamiyo Nuguse Hirsuato steigert den Streckenrekord beim Halbmarathon um über vier Minuten Die Verfolger führt der M30-Sieger Moritz Weiß Zu Bronze und Hauptklassen-Erfolg stürmt Nils Wolkonski Niklas Raffin erreicht als Vierter Silber in der Hauptklasse

Vorjahressieger Jannik Weber vom ASC Breidenbach lag anfangs noch vor einer kompakten Verfolgergruppe, musste diese aber schließlich passieren lassen. Als Fünfter und Hauptklassen-Dritter unterbot er mit 1:13:26 Stunden seine Siegerzeit von 2024 dennoch um 27 Sekunden. Die meisten Körner hatte im Finish Moritz Weiß von der LGV Marathon Gießen. Mit 1:12:22 Stunden gewann er als Gesamt-Zweiter die M30 vor den Hauptklasse-Läufern Nils Wolkonski (Kuhbar Marburg) mit 1:12:39 Stunden und Niklas Raffin vom TSV Krofdorf-Gleiberg mit 1:12:45 Stunden.

Den sechsten Platz und Silber in der M30 erreichte Julian Jung von der LGV Marathon Gießen in 1:14:10 Stunden. Das Duell um den siebten Platz zwischen den Vereinskollegen Nikolas Wardenski und Marc Feußner vom ASC Breidenbach entschied auf der finalen Runde im Stadion der Hauptklassen-Vierte Wardenski mit 1:17:01 Stunden vor dem Marathon-Sieger des Jahres 2023 - Marc Feußner (2:38:29 Stunden) - für sich. Feußner wiederholte mit 1:17:05 Stunden seinen Erfolg in der M40. Anschluss hielten die Top-Ten-Platzierten Janis Würtenberger vom SSC Hanau-Rodenbach als Dritter der M30 in 1:17:25 Stunden und der Zweite der M35, Carsten Oehler vom TSV Krofdorf-Gleiberg (1:18:01 Stunden).

Vorjahrssieger Jannik Weber mischt mit dem fünften Platz wieder vorne mit Erneut gewinnt Marc Feußner die M40 Vielseitig erfolgreich ist in der M45 Lars Siegmund Einen weiteren Erfolg fährt Markus Schraub in der M50 ein

Lars Siegmund vom LC Diabü Eschenburg siegte mit 1:19:56 Stunden in der M45, Markus Schraub vom TSV Krofdorf-Gleiberg mit 1:22:22 Stunden in der M50, Christoph Sulzer vom LSC Bad Nauheim mit 1:29:57 Stunden in der M55, Mehmet Tanriverdi vom MTV Gießen mit 1:42:01 Stunden in der M60, Manfred Grünebaum vom LV Oelde mit 1:50:40 Stunden in der M65, Dietmar von der Ahe (Steinmühle) mit 1:55:43 Stunden in der M70 und Elmar Stein (100-Marathon-Club) mit 2:35:33 Stunden in der M75.

"Ich werde das Rennen ruhig und ohne Ambitionen angehen. Nach meiner langen Verletzung will ich erst mal sehen, wo ich stehe und wie stark ich meinen Fuß belasten kann", setzte sich die 2:48-Marathonläuferin Lisa Schmitt aus Lahnau vor ihrem Halbmarathon-Start in Marburg nicht unter Druck. Sie rollte zügig mit und schaffte dennoch mit 1:24:26 Stunden eine beachtliche Siegerzeit. Eine Woche nach ihrem Start beim Ironman in Frankfurt war auch die Zweitplatzierte Jana Schütt von Blau-Gelb Marburg mit ihren 1:30:00 Stunden zufrieden. Damit verteidigte sie ihren Titel in der W40 erfolgreich und hielt zugleich die Hauptklassen-Siegerin Theresa Hahn aus Gießen (1:30:59 Stunden) in Schach.

Trotz langer Verletzung und Trainingsausfall dominiert Lisa Schmitt das Frauenfeld Nach dem Frankfurter Ironman freut sich Jana Schütt über Silber und W40-Gold Marie Conradi läuft als Vierte und Hauptklassen-Zweite ins Ziel Mit dem fünften Platz sichert sich Stephanie Ruland den zweiten Rang in der W35

Die Plätze vier, fünf und sechs schafften die Zweiten der Frauen-Hauptklasse und der W35 - Marie Conradi aus Marburg (1:32:54 Stunden) und Stephanie Ruland aus Taunusstein (1:33:32 Stunden) - sowie die Hauptklassen-Dritte Emelie Alexander vom VfL Marburg (1:35:46 Stunden). Ines Jowanowitsch vom MTV Gießen siegte in der W30 mit 1:36:01 Stunden. Ruta Ozolina vom VfL Marburg übernahm mit 1:39:45 Stunden erneut die Spitze in der W50. Weitere Klassen-Erfolge verbuchten in der W45 Carmella Wege vom SV BW Dodenhausen (1:42:01 Stunden), in der W55 Maria Förster aus Marburg (1:49:30 Stunden), in der W60 Gaby Nagel vom TSV Kirchhain (2:00:07 Stunden) und in der W65 Hanna Platzer aus Frankfurt (2:02:33 Stunden).

Halbmarathon-Sechste wird Emelie Alexander Schnellste Läuferin der W30 wird Ines Jowanowitsch Erneut in der W50 erfolgreich ist Ruta Ozolina Monika Donges übernimmt mit 1:44:19 Std die W70-Führung in der Deutschen Jahresbestenliste

Nach langer Verletzungspause hatte die Deutsche Halbmarathon-Meisterin der W65 von 2023 - Monika Donges vom Team Naunheim - erfolgversprechende Testläufe über 10 Kilometer absolviert. In Marburg wollte sie nun erstmals über die 21,1-km-Distanz sehen, was geht. Hochzufrieden erreichte sie nach 1:44:19 Stunden das Ziel. Damit übernahm sie auf Anhieb die Spitze in der Deutschen Jahresbestenliste der W70.

Marathon-Staffel

Ein belebendes Element des Marburger Nachtmarathon sind die Marathon-Staffeln, die sich ständig steigender Beliebtheit erfreuen und längst ein Eigenleben entwickelt haben. Zum 25. Nachtmarathon starteten bereits 220 Staffeln, bei denen sich bis zu vier Läuferinnen und Läufer die 42,195-km-Distanz teilen. Bei der 26. Auflage erhöhte sich die Zahl weiter auf 300 Staffeln.

Die Wechselzone befindet sich in der Nähe des Uni-Stadions und wird rundum von anfeuernden Fans und Staffelmitgliedern belagert. Die Stimmung überschlägt sich hier und entlädt sich schließlich beim gemeinsamen Zieleinlauf unter Flutlicht im Stadion. Unterhalb des erleuchteten Landgrafenschlosses lässt sich anschließend bei sommerlicher Witterung fröhlich feiern.

Im Schatten des Landgrafenschlosse füllt sich nach dem Lauf das idyllisch Uni-Stadion zur ausgiebigen Läufer-Fete Pokale stehen für die nächtlichen Siegerehrungen bereit
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An der Spitze der Marathon-Staffeln kämpfen ambitionierte Läuferinnen und Läufer um Top-Platzierungen und schnelle Zeiten. Für das Gros der Teilnehmer steht aber der Spaß und das Gemeinschaftserlebnis im Fokus.

Das schnellste Quartett stellte in dieser Saison der VfL Marburg. Clemens Möller, Phil Battenfeld, Jan Christoph Scholz und Laurenz Christian Steiß jubelten bereits nach 2:27:54 Stunden unter dem Zielbogen im Stadion. Silber holten sie die Läufer der LGV Marathon Gießen mit Andreas Ogrizek, Lennox Hardt, Sascha Kern und Chris Wolf in 2:32:02 Stunden vor dem Team "Rabe Innenausbau" mit Felix Rabe, Lukas Junk, Claudius Ehrenberg und Paul Krokti mit 2:41:26 Stunden.

Erstaunlich: Von 300 gemeldeten Staffeln finishten immerhin 292.

Bericht und Fotos von Helmut Serowy

unter

go4it-foto.de

Ergebnisse www.volkslauf.de - Infos www.ultra-marburg.de

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