29.6.25 - 39. Internationaler Trierer Stadtlauf

Zur 2000 Jahrfeier geboren wird er jährlich aufgewärmt einfach immer besser

Heiße Rennen auf heißem Pflaster in Deutschlands ältester Stadt

Informationen zum Lauf 2026 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE?

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Morgenstund´ hat Gold im Mund. Doch es ist nicht ein romantisches Ansinnen, dass am letzten Sonntag im Juni schon am frühen Morgen wahre Völkerwanderungen an der Porta Nigra zu beobachten sind. Kaum dass die Stadt nach einer langen Samstagnacht mit Livemusik auf acht Bühnen und in etwa so vielen Gästen wie Trier Einwohner hat, also etwas über 100.000, den vorletzten Tag des einwöchigen Altstadtfests ausgelassen feierte und in tropischer Nacht nur wenige zur Ruhe fanden, begann früh das übliche Treiben um den Trierer Stadtlauf.

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Weit vor dem ersten Start, der bereits um 8.00 Uhr für den Lauf über 10 Kilometer vorgesehen war. Um 8 Uhr 20 hätten die Halbmarathon Teilnehmer die Verfolgung aufnehmen sollen, denen in etwa die 10km-Runde zweimal abverlangt wird. Die fehlenden Meter werden im Wesentlichen durch den an die Treviris Passage verlegten Startort beigesteuert.

Stadtfest trifft auf Stadltauf - die Bühne vor der Porta Nigra, auf der Samstagnacht noch mit Livemusik das Altstadtfest-Publikum unterhalten wurde, dient beim Stadtlauf als Siegerehrungstribühne
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Ganz Trier in Feststimmung, da war es nicht verwunderlich, dass manches Auto in der Nacht an Ort und Stelle zurück gelassen wurde. Was durchaus vernünftig klingen mag, bescherte der Organisation des Stadtlaufs allerdings eine Zeitverzögerung um rund 10 Minuten, denn so manches Gefährt musste vor der Startfreigabe erst noch entfernt werden. Bei vielfältigem Laufprogramm und einem ziemlich ausgetüftelten Zeitplan war sofort klar, die Verspätung bleibt und zieht sich über den gesamten Ablauf. Also alles 10 Minuten später, das funktionierte wie erwartet. Der vom Trierer Stadtlaufverein durchgeführte Event ruht auf sehr erfahrenen Schultern. Wenngleich noch jung, ist das Kernteam - könnte man behaupten - laufbegleitend erwachsen geworden.

Schon beim Start der 10km und 5,4km-Läufe bildet die Porta Nigra ein beeindruckendes Bühnenbild für die Trierer Stadtläufer. Beim Halbmarathon wird das Wahrzeichen der Stadt Trier sogar zweimal passiert

Routinierte Organisation, tolle Stimmung und das besondere Flair in Deutschlands ältester Stadt zu laufen, Renndirektor Nicolas Klein weiß, der Trierer Stadtlauf hat so einige Trümpfe in der Hand und so manches Asset in seinen Reihen, ohne die eine Veranstaltung dieser Größe nicht auskommt und die es ermöglichen, dass bei der Helfercrew und den Teilnehmern Spaß und Vergnügen nicht ausbleiben. Besonnenheit heißt das Zauberwort bei Polizei, Sanis, Security und vielen mehr. Ob orientierungslose Autofahrer daran gehindert werden müssen auf die Laufstrecke zu geraten. Ob Rettungsdienstleister, die sich an einem Tag, der schon am Morgen schweißtreibend ist, auf allerhand einstellen müssen, aber später mit "nichts Dramatisches" ihren Einsatz beendend zusammenpacken werden. Ob Techniker, die nur dann ins Blickfeld rücken, wenn in ihrem Aufgabenbereich etwas ausfällt, also etwa Ton, Licht, Zeitnahme und dergleichen, aber diesmal eben unauffällig geblieben sind.

Die geschichtsträchtige Laufstrecke durch Trier führt neben der Porta Nigra auch vorbei an Sehenswürdigkeiten wie über den Hauptmarkt im historischen Stadtkern mit St. Gangolfkirche und vorbei am Trierer Dom. Die Hohe Domkirche St. Peter zu Trier ist die älteste Bischofskirche Deutschlands

Aber Leute, es ist ein Stadtlauf. Eine riesengroße Party, ein Sportfest und es geht nur um Sekunden auf einer Urkunde oder in der Einlaufliste. Der Anblick Dutzender Wohnsitzloser, die auf dem Vorplatz an der Porta Nigra lagern, macht nachdenklich. Bald packen sie ihr bisschen Hab´ und Gut zusammen und verlassen den heute denkbar ungünstig gewählten Schlafplatz. Konzentrieren wir uns auf die Rennen, auf die bereits genannten und auf viele die weiteren im Folgenden. Die Radsportler des RV Schwalbe Trier sind in Position, werden die ersten Männer und Frauen begleiten. Arno Peters ist seit 36 Jahren dabei. Der 75jährige fährt diesmal der führenden Frau des Halbmarathons voraus. Der jüngste RVler im Einsatz ist acht Jahre jung. Immer beeindruckend, welche Hilfen und Helfer den Laufsportlern den Weg ebnen.

Moderator Bernd Kneer wird 3,5 Stunden lang informativ und unterhaltend im Zielbereich tätig sein Besondere Verteilerkonstruktion für die Trierer Stadtlauf Medaillen aus unbehandeltem Vollholz Die Platzierungskarten für die 3 Schnellsten je Disziplin in den Händen des "Empfangskomitees" erwarten ihre Empfänger

Mit beinahe dreieinhalb Tausend im Ziel aller Läufe war das Organisationsteam hocherfreut. Bei den hohen Temperaturen gingen aber ein paar Hundert der Angemeldeten nicht an den Start oder brachen ihren Lauf vorzeitig ab. Den Viertausend als Obergrenze war man in den Meldelisten ziemlich nahe gekommen. Bei der 40. Austragung am 28. Juni 2026 muss mit vorzeitigem Schließen des Meldeportals gerechnet werden.

Der für einen Stadtlauf unüblich frühe Start entspringt der Erfahrung aus der Vergangenheit. Man vermied auch in diesem Jahr zu Tageshöchsttemperaturen zu laufen, doch kletterte das Quecksilber in der Säule bald weit nach oben und Bestzeiten waren somit kaum ein Thema. Manfred Steffny, 83jähriger Herausgeber des Fachmagazins Spiridon und zweifacher Olympiateilnehmer im Marathon, dessen Wiege in Trier stand, wo die Steffny-Familie ein Schmuckgeschäft betrieben, erinnert an die DLV-Vorgaben für Startzeiten bei Hitze und lobt die Organisatoren: "Trier macht es richtig." Er war bereits bei der Premiere beratend an Bord, als zur 2000 Jahr Feier der Römerstadt angemessen nur 20.000 Meter abverlangt wurden und eben auch am Sonntag als fachkundiger Beobachter bei der Arbeit.

Die Radsportler des RV Schwalbe Trier begleiten die ersten Männer und Frauen. Der jüngste RVler im Einsatz ist acht Jahre jung. Der 75jährige Arno Peters (2.v.r.) ist seit 36 Jahren dabei LaufReporter Walter Wagner "präsentiert": Manfred Steffny (links), Herausgeber des Fachmagazins Spiridon, der bereits bei der Premiere des Trierer Stadtlauf beratend an Bord war und Norbert Wilhelmi bei seinem Trierer Stadtlauf Erstauftritt als Eventfotograf

Der Lauf durch die historische Altstadt ist ein alljährliches Highlight im Veranstaltungskalender der einstigen Hauptstadt des Weströmischen Reiches und eng verknüpft mit der Stadtgeschichte. Optisch ist der Zieleinlauf durch die Altstadt bis vor die Porta Nigra absolut herausragend und spektakulär. Beim Halbmarathon als längste und teilnahmestärkste Distanz sowie einem Lauf über 10 km als zweite Langstrecke im Programm, belässt man es in Trier jedoch nicht. Hinzu kommt die 5,4 km Strecke, die gemeinsam gelaufen, aber getrennt als Firmen- und als Publikumslauf gewertet werden. Plus die Jugendläufe, einer für Mädchen und einer für Jungen sowie ein schon diesmal vorzeitig ausgebuchter Bambinilauf.

Von groß bis klein, für alle ist beim Trierer Stadtlauf was dabei

Vor Jahren schon hat man sich beim Stadtlauf davon verabschiedet mit entsprechendem Preisgeld Berufsläufer anzulocken. Dass dennoch eine internationale Teilnahme nicht ausbleibt, liegt einerseits an der Grenznähe der Stadt zu Luxemburg, andererseits an der Anziehung Triers als außergewöhnlich sehenswert und reich an Unesco-Welterbe Bauten, Touristen bescheren dem Gastgewerbe im Schnitt 850.000 Übernachtungen und Millionen Tagesbesucher. Aufmerksame Teilnehmer bekommen mehrere der Welterbe während des Laufs zu sehen.

alwitra 10 km Lauf

Ein Blick auf den Streckenplan offenbart, wäre die 10 km-Runde ein Formel 1 Kurs, benötigte sie einige Schikanen zur Entschärfung der langen Geraden. Viele Ecken und Kurven gibt es nicht. Die Straßen sind flach und breit. An der Spitze entbrannte ein Zweikampf zwischen dem 26jährigen André Ramisch vom Silvesterlauf Trier e.V. und dem 43jährigen Luxemburger Christophe Kass von CA Fola, dessen Versuche scheiterten, sich bei wechselnder Führungsarbeit von dem jüngeren Kontrahenten abzusetzen und somit der Entscheidung im Zielspringt gegen den Mittelstreckenläufer zu entgehen. Dies gelang aber nicht und so kam als erster Sieger des Tages André Ramisch nach 33:33 min ins Ziel.

Als erster Sieger des Tages erreicht André Ramisch das Ziel beim 10km Lauf Der Luxemburger Christophe Kass wird Zweiter und Sieger der M40 Auf Platz 3 läuft der in Luxembourg lebende US-Amerikaner Quinn Ballbach

Christophe Kass überlief nach 33:39 min als Zweiter die Zeitmessmatte. "Die Zeit war nicht so gut", haderte er etwas mit den Rennen, weit hinter seiner Bestzeit von 31:45 min. Als nächstes plant er ein Bahnrennen über 5000 Meter. Dritter wurde der in der Hauptstadt Luxembourg lebende US-Amerikaner Quinn Ballbach aus Seattle in 34:52 min, als Zweiter der M20. Im Vorjahr Vierter, blieb es 2025 wieder bei diesem Einlaufrang, dazu gleich mehr.

Für André Ramisch war es beinahe befreiend, endlich einen Lauf in Trier als Sieger zu beenden. Geboren in Hoyerswerda verbrachte er einen Großteil seines bisherigen Lebens in der Region um Berlin herum, bevor es ihn vor drei Jahren nach Trier verschlug. Dort arbeitet er als Trainer in seinem Verein, betreibt darüber hinaus selbstständig eine Trainingsberatung und arbeitet zudem in einem Trierer Sportfachgeschäft. Schon mit 18 Jahren lief er in Berlin sein Marathon-Debüt. Und um ein Haar wäre er fast als amtierender Deutscher Marathonmeister gestartet. Für die Mannschaft fehlte dem Silvesterlauf Trier in Hannover der dritte Mann, da sprang André im April ein. Im Ziel lag das Trio mit Samuel Fitwi und Mathes Kaufmann nur wenige Sekunden hinter Titelgewinner LAV Stadtwerke Tübingen. Seine persönlichen Bestmarken sind 33:05 min über 10 km, 32:45 min auf der Bahn und mit 2:32:16 h lief er im September in Berlin seine Marathonbestzeit.

Als Gesamtdritte kommt die Frauensiegerin Live Solheimdal aus Norwegen ins Ziel Alexandra Droulin aus Franreich, Siegerin 2023 und 2024, läuft als Zweite ein Auf Rang 3 läuft die Luxemburgerin Anny Wolter

Bereits nach 34:41 min kam als Einlaufdritte die Frauensiegerin Live Solheimdal aus Norwegen ins Ziel. Für die 29jährige zweifache Landesmeisterin mit einer Jahresbestzeit 2024 von 33:25 min über 10km Straße, war der Lauf in Trier das erste Rennen in diesem Jahr. Nach mehrmonatiger Erkrankung ordnete sie diesen als "Fun-Run" ein, um wieder Wettkampferfahrung zu sammeln. Sie kam direkt aus dem Trainingslager in St. Moritz, wohin sie sofort wieder zurückreiste. Ihre persönliche Bestzeit steht bei 33:07 min und ihr Ziel ist es, eine 30er Zeit zu laufen. Sie bekannte sich zu einer Vorliebe für die Stadt Rom und war dahingehend in Trier bestens aufgehoben.

Der Verinsname ist Programm. Martina Rein von Fit + Aktiv Rust e.V. gewinnt die W65 in 54:15 Stark vertreten ist die M60 mit 31 Teilnehmern, deren Schnellster Giovanni Bivona von Pro Patria Milano nach 38:18 min von Zielmoderator Bernd Kneer angesagt wird Die älteste Teilnehmerin Gisela Göthel läuft für Erdgas Chemnitz in 63:21 zum Sieg in der W75

Die 1983 geborene Französin Alexandra Droulin, Siegerin der beiden letzten Austragungen in Trier, kam nach 37:55 min als Zweite und W40-Siegerin ins Ziel. Im Vorjahr war sie in 37:39 min bei besseren Bedingungen nur unwesentlich schneller und keineswegs arg enttäuscht, dass es mit dem Hattrick nichts wurde. Seit über drei Jahrzehnten ist der Trierer Stadtlauf ein fester Termin für die französische Läufergruppe von A.J. Monéteau. Der Ort im Burgund ist Partnerstadt der kaum zwanzig Kilometer vor Trier gelegenen Ortsgemeinde Föhren am Meulenwald. Dritte und 1. W30 wurde nach 38:40 min Anny Wolter vom Leichtathletikclub Fola Esch (CA Fola) in Esch-sur-Alzette. Auch die Spitzenläuferin aus dem Südwesten Luxemburgs, die eine lange Liste von Erfolgen aufweisen kann, steckt in einer schwierigen, von Verletzungen geprägten Saison und für sie war der Trierer Stadtlauf ebenfalls das erste Rennen in diesem Jahr.

Startzeit 8:00 Uhr - Zielzeit 53:30 min für den luxemburgischen Innenminister Léon Gloden (707), der zuvor per Signalhorn sich und das über 900 starke 10km-Teilnehmerfeld auf die Strecke schickte

35 Ergebnisse waren nach 40 Minuten im Ziel erfasst, darunter auch Klassensieger wie Otto Dierig, M20, in 35:32 min, Andre Wilhelms (M35 - LT Schweich) in 35:42 min, Kris Allen, M45 in 35:53 min, Giovanni Bivona (M60 - CUS Pro Patria Milano) in 38:18 min, Dirk Engel (M55 - LT Schweich) in 39:13 min, Michael M'putu, M30, in 39:29 min, Philipp Weber (M50 - Team Mutterhaus) in 39::42 min und William Hodgson, MU18, in 39:40 min. Bei den Frauen lief Sarah Rehm von der LLG Wustweiler in genau 40 Minuten auf Rang 1 in der W35, Runa Egilsdottir als Erste der W45 in 40:16 min vor Yvonne Engel vom LT Schweich, die zwei Sekunden später als sechsplatzierte Frau 2. der W45 wurde.

Von den 8 Vertretern der AK MU18 ist William Hodgson (889) nach 39:40 min als Erster im Ziel Anne Herrig vom Silvesterlauf Trier e.V. und ihr Trainer, 10km Sieger André Ramisch, freuen sich gemeinsam über den WU16-Sieg der 14jährigen in 46:49 Minuten

In der WU16 siegte in 46:49 min die bei André Ramisch trainierende Silvesterlauf Trier Athletin Anne Herrig. 47:21 min ist die Zeit von W50-Siegerin Stefanie Thein vom LT Schweich.

Mit 908 im Ziel erfassten Teilnehmern, bei einem Frauenanteil von über 40 Prozent, lag man deutlich über dem Vorjahr mit 790 Zieleinträgen.

Hafen Trier Halbmarathon

Mehr noch überraschte der Halbmarathon, der mit 1224 Zielerfassungen gegenüber dem Vorjahr um 58 (!) Prozent zulegte. Mit etwa einem Drittel entspricht der Frauenanteil hierbei dem Durchschnitt in Deutschland, trotz der Auswahl an kürzeren Distanzen.

Einen Kilometer nach dem Start in der Treviris-Passage passieren die Halbmarathonis das römische Stadttor Porta Nigra das erste Mal und folgen dann dem Streckenverlauf der 10km Läufer in ihre 1. Runde

Vorne wurde Alois Ebel vom Westnetz Team Hart am Limit 2025 seiner Favoritenrolle gerecht, führte schon nach dem ersten Kilometer an der Porto Nigra vorbei und siegte unangefochten in 1:13:12 h. Es war sein vierter Wettkampf innerhalb 14 Tagen, den lief er nach eigener Angabe nach Gefühl. Nach dem Trierer Firmenlauf am 28. Mai, wo er André Ramisch auf den zweiten Rang verdrängte, konnte er sich zum zweiten Mal in Trier die goldene Krone aufsetzen. Der 32jährige Vielstarter hatte in den beiden Wochen bis zum Trierer Stadtlauf noch den dritten Rang in 1:12:46 h beim Halbmarathon in Leverkusen erzielt, siegte eine Woche später beim Gerolsteiner Stadtlauf auf der 10 km Hauptstrecke und wurde 2 Tage vor Trier Zweiter beim 5 km B2Run in Koblenz. Als seine persönlichen Bestzeiten nennt er 69:42 min über Halbmarathon und 31:38 min über 10 km.

Alois Ebel gewinnt den Hafen Trier Halbmarathon Markus Wolff gewinnt als 2. die M40 Stefan Andoc läuft auf den dritten Podestplatz

Markus Wolff vom LT Schweich ist in so mancher Ergebnisliste der Vorjahre weit vorne zu finden. Diesmal kam er in 1:15:17 h auf den zweiten Platz und siegte hinter dem M30-Läufer aus der Eifel in der Altersklasse M40 vor dem Drittplatzierten in der Gesamtliste Stefan Andoc, der für Citysport Trier laufend nach 1:15:48 h im Ziel erfasst wurde. Noch unter der Marke von 1 Stunde 20 schafften es Robin Marbut von der LG Meulenwald Föhren in 1:19:11 h und Yves Schaack (CSN Clervaux) in 1:19:52 h.

Nach 10 km, etwa in Höhe des Doms werden die Felder getrennt. Für Halbmarathon steht die zweite Runde an, während sich die 10 km-Teilnehmer im Zuschauerspalier ins Ziel tragen lassen. Der LT Schweich dominierte das Frauenrennen und belegte die Ränge eins und zwei. Teresa Frank hatte nach 1:20:18 h Platz eins gesamt und in der W30 inne, während Michelle Trumm als Zweite, den Sieg in der W35 nach 1:23:44 h feiern konnte. Teresa Frank setzte ihre Erfolgsserie fort. Sieg beim Halbmarathon des ING Night Marathon Luxembourg, Sieg beim Halbmarathon in Bonn in persönlicher Bestzeit von 1:19:39 h. Ende April lief sie beim Haspa Hamburg Marathon in 2:49:22 h ebenfalls Bestzeit.

Schwierige Aufgabe an der Weiche, Halbmarathonläufer müssen in ihre 2. Runde und die 10 km Läufer zum Ziel vor der Porta Nigra gelotst werden. Erschwerend kommt hinzu, dass der ein oder andere Halbmarathonläufer sich entscheidet das Rennen hier aufzugeben und direkt ins Ziel laufen möchte

Nicht ganz so rund lief es für Michelle Trumm, die bis Kilometer 3 gleichauf mit Teresa lag, aber im Ziel sagte "nach 10 km war Feierabend". Doch gab die Kämpfernatur nicht auf und finishte nicht weit über ihrer Bestzeit von 1:21:53 h aus dem Vorjahr. Teresa Frank hatte mit Philipp Hensel einen Mitläufer aus dem Verein, der nach zweijähriger Laufpause wegen Kind und Hausrenovierung, sich mit Lauffreude wieder heran arbeitet.

Teresa Frank, links Philipp Hensel, gewinnt das Halbmarathonrennen der Frauen vor ... ... Vereinskollegin Michelle Trumm Vorjahressiegerin Lotte Bös wird 3.

Vorjahressiegerin Lotte Bös lief in diesem Jahr in 1:27:37 auf Rang drei und wurde Erste in der W20. Im letzten Jahr hatte sie sich um 8 Minuten zum Vorjahr verbessert und war von ihrem Sieg am meisten überrascht. Nun freute sich die 23jährige über eine weitere Steigerung um fast vier Minuten. Nach ihr kam mit Claire Guyot (A.J. Monéteau), die Schnellste der W40 nach 1:35:20 h ins Ziel. Hannah Ligges (W20) wurde in 1:36:32 h Fünfte.

Schnellste der W50, Sarah Hill vom Ripley Running Club In der M60 ist Berthold Mertes vom Silvesterlauf Trier e.V. nicht zu schlagen Dem Jongleur ist nichts zu schwer- Bewegungskünstler Abraham Wirtz vom PST Trier nach 1:36:24 im Ziel

Mit der Anzahl an Finshern hat der Halbmarathon seine Stellung als unausgesprochener Hauptlauf gefestigt und übertrifft die 10 km Distanz um über ein Drittel. Dass es der Trierer Stadtlaufverein nicht dabei belässt, sondern fünf weitere Veranstaltungspunkte organisiert, dürfte so verschiedene Gründe haben, wie die angebotenen Distanzen. Da ist der Nachwuchs, dem eine Teilnahme auf altersgeeigneten Strecken von 400 Metern (Bambinilauf mit 256 im Ziel) und 1,6 Kilometer als Jugendläufe geboten wird, sowie der 5,4 km Lauf mit zwei getrennten Wertungen.

Volksbank Trier Eifel Jugendlauf Jungen 1,6 km

Für die Jugendläufer, die altstadtnah ein "Quadrat" mit runden Ecken absolvieren um letztendlich auf großer Bühne, dem publikumsgesäumten Abschnitt vom Hauptmarkt zum Ziel entgegen spurten. Hier müssen jedoch die Fans, Familienangehörige, Schulfreunde und weniger geübte Zuschauer die Augen offen halten, denn auf der Simeonstraße ist ordentlich Betrieb und die "Bühne" gehört den Talenten nicht allein.

U16-Läufer Nils Fuchs siegt beim Jugendlauf der Jungen vor... ... Simon Koch vom PST Trier (2. U16) 3 wird der noch der U12 angehörende Jona Boelter

Nils Fuchs verliert auch hier nicht den Überblick und bleibt in 6:04 min vor Simon Koch in 6:11 min vom Post-Sportverein Trier, beide MU16. Als Dritter folgt der noch der MU12 angehörende Jona Boelter in 6:14 min. Tim Friedrich gewinnt für die TG Konz in der MU14 auf Gesamtrang vier in 6:21 min. Der Sieger der Klasse MU10, Jonah Karges vom Silvesterlauf Trier rangiert in 6:54 min an 16. Stelle der 161 Einträge umfassenden Einlaufliste.

Volksbank Trier Eifel Jugendlauf Mädchen 1,6 km

10 Minuten nach den Jungs starteten die Mädchen auf die gleiche Strecke. Dies freilich keine Schutzmaßnahme, denn die Region ist reich an weiblichen Ausnahmetalenten, von denen es einige schaffen könnten, in wenigen Jahren auf internationaler Ebene aussichtreich zu starten. Und auch hier ist es der Post-Sportverein Trier, an dem kein Weg vorbei zu führen scheint.

WU16-Starterin Lilly Förster vom Post-Sportverein Trier gewinnt den Jugendlauf der Mädchen. Einer der jungen Radsportler des RV Schwalbe Trier fährt nach getaner Begleitarbeit, wie es sich gehört, dahinter durchs Ziel Vereinskollegin Lia Krahn siegt als 2. in der W14 Mit Katharina Tröndlin wird eine weitere Vereinskollegin 3. U12-Siegerin Susie Vandenbussche (li.) von der TG Konz läuft 1 Sekunde später ins Ziel

Aufs Siegertreppchen schafften es diesmal nur Vertreterinnen des erwähnten Vereins. Nun in der WU16 ist Lilly Förster, Tochter des Ausnahmetriathleten Marc Pschebizin, Vorsitzender von Tri Sport Trier und 10maliger Gewinner des legendären Inferno Triathlon im Schweizer Interlaken, weiterhin herausragend und siegte in 5:36 min. Ihre Vereinskameradinnen Lia Krahn in 6:00 min und Katharina Tröndlin in 6:29 wurden Zweite und Dritte, belegten zudem die ersten beiden Ränge in der WU14. Auf den vierten Gesamtrang kam Susie Vadenbussche von der TG Konz, die ebenfalls aus einer erfolgreichen Sportfamilie kommt und in 6:30 min in der WU12 gewann. Absehbar könnte sie, als auch Rosa Förster, Lillys Schwester und WU10-Siegerin in 7:00 min, den Jugendlauf gewinnen. Doch gibt es viele Anwärterinnen und für Ausdauersportarten scheint die Region an der Mosel ein besonders geeignetes Terrain zu sein. Mit 164 Zielerfassungen im Jugendlauf Mädchen übertrifft die Liste jenen der Jungs nur minimal.

Herres Immoblien Publikumslauf 5,4 km

Henry Haag siegt beim Herres Immoblien Publikumslauf über 5,4km Frauensiegerin beim Publikumslauf wird Leah Loughlin, hier hinter der fröhlich grüßenden Halbmarathon-Finisherin Nathalie Sibenaler

Mit der kurzen Distanz öffnet sich der Stadtlauf noch mehr Lauffreunden. Spaß steht vielen ins Gesicht geschrieben. Die Distanz erfordert durchaus ein regelmäßiges Ausdauertraining. Es wird mit Ehrgeiz gelaufen, teils mit Freunden und Bekannten zusammen die Strecke absolviert. Die Siegerzeiten verraten, dass der Sieg im Publikumslauf durchaus hoch im Kurs steht.

Bei den Männern siegte in 17:59 min Henry Haag vor Sam Heuls in 18:21 min und Fabian Marondel in 18:27 min. Frauensiegerin wurde Leah Loughlin in 22:19 min gefolgt von Emie Vandenbussche in 22:40 min und Kristina Carl in 23:41 min.

SWT Firmenlauf 5,4 km

Über die gleiche Distanz wie beim Publikumslauf siegt Anton Bolshakov für Wolfpack beim SWT Firmenlauf Der Frauensieg beim Firmenlauf geht an
Silke Recktenwald für JTI

Es geht über die gleiche Distanz und ebenso ist es das gleiche Rennen, doch geht es übergeordnet um Team- bzw. Firmenergebnis. Als Erster erreichte Anton Bolshakov nach 18:53 min für Wolfpack die Ziellinie. Schnellste Frau war Silke Recktenwald in 21:31min für das siegreiche JTI Team, auf dem dritten Gesamtrang.

Die 5,4 km Distanz absolvierten 707 Läuferinnen und Läufer.

Beliebt ist der "Firmentreff" nach getaner Laufarbeit beim SWT Firmenlauf über 5,4 km

Fazit und Aussicht

Was für ein Programm? Einfach grandios. Obwohl es nicht pünktlich losgehen konnte, verlief alles reibungslos. Den Auftritt auf der Ehrentribüne vor dem düsteren Gemäuer der Porta Nigra bleibt allen sicher unvergesslich. In der Hitze der Mittagsstunden demonstrierte die Stadt ihre besondere klimatische Lage, die selbst in Hochzeiten des Marathonbooms gegen Trier sprach. Wer konnte, nahm Platz in einem der zahlreichen Gastronomiebetriebe oder trollte sich von dannen. Der emsigen Vereins- und Helfercrew, die teilweise ab 5 Uhr im Einsatz waren, standen noch die Abbaumaßnahmen ins Haus. Und doch spiegelte sich Freude in deren Gesichtern.

Marlies Klöck und Ruben Vaz nach ihrem gemeinsam gelaufenen Trierer Halbmarathon (2:01:39) im Ziel. Das erste Mal in Trier, aber bereits der 3. Halbmarathon, den sie in diesem Jahr gemeinsam gelaufen sind

In den Stadtlaufverein ist Bewegung gekommen. Vorsitzender Nicolas Klein hat sich mit dem Silvesterlaufverein geeinigt und fungiert bereits für mehrere derer Veranstaltung als Organisationsleiter. Nach jahrelanger Annäherung steht nun die Fusion beider Vereine an. Verhandlungen dazu sind bereits in Kürze terminiert. Helferinnen und Helfer wollen beim Stadtlauf dabei bleiben. Und warum auch nicht.

Ehrungen aller Wettbewerbe von 1,6 km bis Halbmarathon vor der Porta Nigra
Der Post-Sportverein Trier stellte das Podium beim Jugendlauf der Mädchen mit Siegerin Lilly Förster, der Zweitplatzierten Lia Krahn und der Drittplatzierten Katharina Tröndlin (v.li.n.re.) Das Hafen Trier Halbmarathon Podium der Frauen mit der Bürgermeisterin Elvira Garbes, Jonas Lau, als Vertreter der Trierer Hafengesellschaft mbH, der zuvor am 10 km Lauf teilgenommen hat, applaudiert wird vom 2. Vorsitzenden des Trierer Stadtlauf e.V. Dietmar Bier

Für Trier mit knapp 110.000 Einwohnern wird es vorteilhaft sein, die Kräfte zu bündeln in Zeiten, wo Auflagen zunehmen und das Geld nicht mehr so locker sitzt. Der 39. Trierer Stadtlauf war zudem mehr als eine Generalprobe für die 40. Austragung im kommenden Jahr. Laufend mit Karbonschuhen durch Augusta Treverorum, das hätte selbst die alten Römer zur Teilnahme verführt. Dieser Beitrag tut es hoffentlich auch.

Platz 1 in der Firmenwertung und ein Scheck über 250 Euro ging an das Unternehmen JTI
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Bericht und Fotos von Constanze & Walter Wagner

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Ergebnisse & Infos www.triererstadtlauf.de
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