16.6.24 - 22. EVL-HalbMarathon - Sportpark Leverkusen

Klasse und Masse mit eindrucksvollem Flair erfolgreich unter einen Hut gebracht

von Jörg Engelhardt 

Deutsche Großstädte, die mit dem Prädikat "Sportstadt" Imagewerbung betreiben, gibt es viele. Doch kaum eine andere deutsche Großstadt hat über Jahre und Jahrzehnte diesem Titel eine derartig große Ehre gemacht, wie die mehr als 165.000 Einwohner zählende Großstadt, die nach Wuppertal auch schon die zweitgrößte Stadt im Bergischen Land ist.

 

Ähnlich wie das noch größere Wuppertal ist Leverkusen eine durch Zusammenschluss mehrerer Städte und Gemeinden geschaffene Großstadt. Während Wuppertal, durch den Zusammenschluss der Städte Elberfeld, Barmen, Rohnddorf, Cronenberg und Vohwinckel entstanden ist, geht die Entstehung der heutigen Stadt Leverkusen, auf den Zusammenschluss der Stadt Wiesdorf mit den Nachbargemeinden Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf zurück. Die zwei größten Städte des Bergischen Landes tragen ihre heutigen Namen noch keine 100 Jahre, sondern erst seit 1930. Das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit, die beide Städte miteinander haben. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Wupper selbst, denn der Nebenfluss des Rheins, der Wuppertal seinen Namen gab, mündet hier im Leverkusener Stadtgebiet in den Rhein.

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Der Name Leverkusen, geht auf den Apotheker und Chemiker Carl Leverkus zurück, der seine Kinderzeit und Jugendjahre auf dem familieneigenen Hofgut Leverkusen im heutigen Remscheider Stadtteil Lennep verbracht hat. Jener Carl Leverkus gründete Mitte des 19. Jahrhunderts in Wiesdorf eine Chemiefabrik, aus der der spätere Chemiekonzern Bayer AG hervorgegangen ist. Um die Arbeiterschaft mit ihren Familien menschenwürdig unterzubringen, ließ er in Wiesdorf eine Großsiedlung errichten, der er ebenfalls den Namen seines elterlichen Hofguts gab. Dieser Name ging dann 1930 auf die neu gegründete Großstadt über.

 

Werkssport wurde in Wiesdorf, dem heutigen Stadtteil Leverkusens, in dem sich auch der Stammsitz des Chemiekonzerns befindet, schon immer groß geschrieben. Schon 1904 wurde mit dem TSV Bayer 04 ein werkseigener Sportverein begründet, der es, ähnlich wie der Chemiekonzern aus dem er hervorgegangen ist, zu absolutem Weltruhm bis in die heutige Zeit hinein gebracht hat.

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Während die Fußballmannschaft erst in diesem Jahr mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft sowie des DFB-Pokals nach vielen knapp verpassten Titeln erst zum ganz großen Wurf ausgeholt hat, tut dies die Leichtathletikabteilung schon seit Jahrzehnten.

Nicht nur die sehr zahlreich vertretene Sportprominenz stößt hier auf das Interesse der Medienvertreter, auch die " no names" sind ab und an gefragte Gesprächspartner bei der journalistischen Zunft. So wie Kevin Walterschen vom Freiherr vom Stein Gymnasium Leverkusen, der seinen Halbmarathon nach 1:56:38 h erfolgreich ins Ziel bringen wird Schon lange bevor die ersten 5- und 10 Km-Läufer das Ziel erreichen, bereitet sich das Moderatorenteam Anke Feller (Weltmeisterin mit der 4 x 400 m Staffel der Frauen 1997 und Europameisterin 1998) und Sebastian Hempfling (bekannter Sport- und Eventmoderator in der Region) auf seine Aufgabe vor

Fußballmetropole ist Leverkusen also erst seit neuestem. Leichtathletikhochburg unterdessen, war sie allerdings schon immer. Auch im Basketball dominierten die heutigen Bayer Giants die Bundesliga nahezu 30 Jahre lang. 14 Deutsche Meistertitel und 10 DBB-Pokalsiege sowie weitere Top-Platzierungen, die zwischen 1970 und 1996 erzielt wurden, sind untrüglicher Beweis hiervon. Wirklich gigantisch war der Basketballsport hier also zu einer Zeit, als das Basketballteam den englischen Beinamen Giants noch gar nicht trug. Heute jedoch, wo das Team unter seinem neuen Namen regelmäßig am Wiederaufstieg in die Basketballbundesliga scheitert, sind die selbsternannten Giganten nur noch in der 2. Bundesliga Pro B zuhause.

 

Anders sieht es wie bereits erwähnt, in der Leichtathletik aus. Denn da scheint die Erfolgskette nicht brechen zu wollen. Mit seinen unzählbaren nationalen Meistertiteln, dem auch viele internationale Titel und Medaillengewinne bei internationalen Großereignissen, wie Europa-, Weltmeisterschaften und Olympischen Spiele folgten, nimmt der Verein zumindest in Deutschland eine absolute Spitzenstellung ein.

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Doch dazu später mehr. Denn mit der Ausrichtung der heutigen Veranstaltung hat der TSV Bayer 04 Leverkusen nichts zu tun. Der EVL-Halbmarathon erhält seinen Namen, durch seinen Hauptsponsor EVL, dem kommunalen Energie-Versorgungsunternehmen in der Stadt. Durchgeführt wird das Laufsportereignis durch das stadteigene Betriebsunternehmen Sportpark Leverkusen, das sich neben der Veranstaltung um das Sportstättenmanagement der großen Sport- und Freizeitanlage kümmert. Pflege und Instandhaltung der zahlreichen Sport- und Freizeitanlagen sind hier der Aufgabenschwerpunkt, sowie das ganze Trainings- und Sportstättenmanagement drum herum.

Zahlreiche Zug- und Bremsläufer stehen den ambitionierten Freizeitläufern zu Verfügung

Die prägenden Gesichter des Organisationsmanagement des EVL-Halbmarathons sind weiblich. Da wären zum einen die hauptverantwortliche Organisationsleiterin Tina Ripatti, die ursprünglich aus Finnland, also auch einer einstmals großen Läufernation kommt, sowie die vertretungsberechtigte Betriebsleiterin Nelly Schreiner zu nennen. Beide haben bei diesem schon ziemlich großen Ereignis, das insgesamt 4335 Finisher in allen Wettbewerben erlebt hat, ihre Augen und Ohren scheinbar überall.

 

Die Betreuung der Medienvertreter jedenfalls klappt nahtlos und die Kommunikation mit beiden ist ebenfalls sehr angenehm. Auch das Konzept der Veranstaltung ist stimmig. Eine große Laufveranstaltung für alle, von Bambini bis hin zur auch wieder vertretenen Eliteläuferschaft will man bleiben, doch "gigantisch" will man nicht werden.

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Tina Ripatti: " Die Teilnahmeresonanz in diesem Jahr war überwältigend. Nachdem wir schon rund 5300 Anmeldungen für alle Wettbewerbe erhalten hatten, haben wir das Anmeldeportal vorzeitig schließen müssen. Auf bis zu 5000 Teilnehmer ist diese Veranstaltung ausgerichtet, das können wir mit unserem Personal im Organisations- und Helferstab gut handhaben. Bei noch mehr Teilnehmenden, wird es schwierig die Qualität und auch die Sicherheit für Athleten und auch Zuschauer aufrecht zu erhalten. Uns ist es lieber, die Leute haben Spaß und noch genug Platz, als irgendeine Gefahrenlage, die wir dann nicht mehr stemmen können."

Cheerleader trugen mit ihren sportakrobatischen Darbietungen zur guten Stimmung im Zielkanal bei Die Atmosphäre beim ELV-Halbmarathon wird maßgeblich von den zahlreich vertretenen Leverkusener Schulen mitgeprägt. Beispielhaft hierfür sind Octavio Bugel (links) und Adonai Kakina Kakens von der Montanus-Realschule, die ihren 5 Km Lauf erfolgreich und engagiert ins Ziel gebracht haben

Auch das Streckenkonzept geht sehr interessante Wege, Anstatt eines topfebenen auf Bestzeiten ausgerichteten Kurses, setzt man hier auf ein abwechslungsreiches Laufvergnügen. Straßenasphalt zu Beginn des Laufs wechselt mit crossigen Bestandteilen auf unbefestigtem Grund. Und dass man hier im Bergischen Land ist, bekommen die Teilnehmenden ebenfalls zu spüren. Mindestens zwei anspruchsvolle Anstiege am Berg hat der spätere Zweitplatzierte, Jonathan Dahlke ausgemacht. An einem von ihnen, dem Sauerberg, findet sogar eine Bergwertung statt. Wie bei der weltgrößten Radetappenrundfahrt, der Tour de France, werden die Gewinner dieser Wertung im Rahmen der Siegerehrung mit einem gepunkteten Trikot belohnt.

Nach den strapaziösen Anstiegen geht es wieder hinein in den schönen und auch teilweise schattigen Stadtpark, bevor als weiteres Highlight eine stimmungsvolle Runde durch die schmucke BayArena auf die Läuferschar wartet. Anschließend geht es auf die letzten rund 300 Meter, ehe im Schatten der BayArena ein von Menschenmassen gesäumtes Zuschauerspalier die Läuferschar empfängt. Abgerundet wird das Ganze durch eine sehr sachkundige, aber zugleich auch stimmungsvolle Zielmoderation von Anke Feller und Sebastian Hempfling, die vor allem den vielen Freizeitläufern noch einmal den letzten Kick beim Weg ins Ziel verleiht.

5 km-Lauf

Um 8.50 Uhr gingen die Teilnehmenden der kürzesten Langstrecke am heutigen Tag auf die Reise. Absolute Topzeiten waren hier nicht zu erwarten, denn die stärksten Protagonisten des Tages waren ausnahmslos auf der Halbmarathondistanz unterwegs. Das hatte seinen Reiz, eröffnete es doch Erfolgschancen für Läuferinnen und Läufer, die bei besser besetzten Läufen auf dieser Distanz in der Region zwar ziemlich weit vorne laufen, aber den Sprung auf das Podest nicht schaffen. Mit Merlin Dörner hatte einmal mehr ein Triathlet die Nase vorne.

Triathlet Merlin Dörner (TriForce-Vital Remscheid) gewinnt
den 5 Km Lauf
Julius Zachow (Invictus Sports Club) und der ohne Vereinsangabe laufende Valentin Schimpf folgen auf den Plätzen 2 und 3.

Mit einer Endzeit von 17:17 min. war der Doktorand der Rechtswissenschaften nicht zu bezwingen. Seinen Fokus, will er in diesem Jahr mehr auf die Laufwettbewerbe legen. Im Triathlon sieht er seine Zukunft auf der olympischen Distanz. Die Teilnahme an einem großen bedeutenden Triathlon-Wettbewerb plant er gegenwärtig nicht. Als nächsten Höhepunkt strebt er eine neue Bestzeit beim Halbmarathon im Rahmen des Kölner Marathons an. Natürlich möchte er auch sein berufliches Fortkommen vorantreiben. "Mit Herr Doktor soll mich später keiner anreden, das will ich eigentlich nicht hören. Ich erhoffe mir aber von einer erfolgreichen Promotion eine bessere Perspektive für meine berufliche Zukunft." Bereits zehn Sekunden nach ihm traf der zweitplatzierte Julius Zachow (Invictus Sports Club) ein. Mit seiner Endzeit von 17:27 min. konnte er auch die Altersklasse M30 zu seinen Gunsten entscheiden. Platz 3 sicherte sich Valentin Schimpf, der das Podium nach 17:30 min. komplettieren konnte.

Laura Antonia Rehberg (ART Düsseldorf) trägt auf der 5 km Distanz den Sieg bei den Frauen davon Emelie Jülich (ASV Köln) freut sich über ihren zweiten Platz

Laura Antonia Rehberg (ART Düsseldorf) nutzte ebenfalls die Chance vor großem Publikum zu gewinnen und trug nach 19:53 min. den Sieg davon. Emelie Jülich vom ASV Köln durfte sich über den zweiten Platz in 20:08 min. freuen. Lisa Grünberg konnte auf das letzte freie Treppchen steigen und mit einer Endzeit von 21:14 min. zudem auch noch die WHK gewinnen. Übrigens haben auch die beiden Läuferinnen vor ihr ihre Altersklassen gewonnen. Laura Antonia Rehberg war in der WJU 18 erfolgreich und Emelie Jülich in der WJU 20. 454 Frauen und 653 Männer kamen in diesem Wettbewerb erfolgreich ins Ziel.

EVL-10er

Laufveranstaltungen in Leverkusen, gleich ob beim renommierten Lauf um das Bayerkreuz, der in diesem Jahr schon Schauplatz der Deutschen Meisterschaften war, ziehen sowohl auf der Strecke, als auch am Streckenrand viel Sportprominenz aus Vergangenheit und Gegenwart an. Auch der Sieger des heutigen 10 Kilometerlaufs Luke Kelly vom LAZ Rhein-Sieg trägt einen prominenten Familiennamen, den er freilich von seinem Vater Joey geerbt hat.

Der Sieger des 10 Km Laufs trägt einen prominenten Namen. Luke Kelly, der für das LAZ Rhein-Sieg startet, ist der Sohn von Musiker und Ausdauersportler Joey Kelly

Bei Volksläufen auf der Achse Bonn-Köln-Düsseldorf unterwegs, erzielt er häufig gute Platzierungen, hat aber oft das Pech, dass ihm mehrere noch schnellere Läufer aus der Region den Sprung auf die Podestplätze nicht gestatten. Doch heute war für ihn der Weg frei. Eine Chance, die er eindrucksvoll nutzen konnte und so durfte auch er endlich einmal vor großer Kulisse das Zielband in den Himmel strecken. Mit 34:04 hatte er keine Konkurrenz zu fürchten und verwies mit einer Minute Vorsprung Michael Grysko von der LG Wuppertal auf den zweiten Platz. Für den Geschlagenen gab es aber doch den Sieg in der Altersklasse M35 zu feiern. Seine Endzeit lag bei 35:05 min. Felix Graeve vom USC Bochum konnte als Dritter das Podium komplettieren. Mit einer Endzeit von 35:55 min blieb er zudem als letzter Läufer unter der 36-Minuten-Marke.

Mit den vorderen Plätzen hat Florian Korb von der Evangelischen Kirchengemeinde im Leverkusener Stadtteil Schlebusch zwar nichts zu tun, aber auch er kommt in den Zieleinlaufgenuss vor großem Publikum im Schatten der BayArena Hier läuft der "Rathaus-Chef" noch selbst. Oberbürgermeister Uwe Richrath hat seinen 10 Km Lauf nach 1:10:58 erfolgreich ins Ziel gebracht

Silke Schneider vom LAZ Rhein-Sieg verpasste den Sprung unter die 40-Minuten-Marke mit einer Endzeit von 40:01 min. zwar äußerst knapp, konnte aber den Doppelerfolg für das LAZ Rhein-Sieg perfekt machen. Carola Riethausen vom TV Refrath folgte ihr nach 41:38 min. auf den zweiten Platz. Zudem war ihr hinter der W45-Siegerin auch der Altersklassensieg in der WHK nicht streitig zu machen. Lena Klaassen (Lanxess) belegte nach 41:46 min den dritten Platz. Sie trug damit auch den Sieg in der W30 davon.

379 Frauen und 548 Männer brachten bei diesem Wettbewerb ihren Lauf wohlbehalten hinter sich.

ELV-HalbMarathon

Hendrik Pfeiffer ist bekanntermaßen der Vielläufer unter Deutschlands besten Marathonläufern. Bei jedem anderen deutschen Spitzenläufer hätte man sich gewundert, wenn er bereits eine Woche nach dem Gewinn der Team-Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Rom in einem für ihn sehr anstrengenden Rennen schon wieder an der Startlinie gestanden hätte. Bei ihm jedoch nicht. "In Leverkusen dabei zu sein, hat für mich einfach Tradition. Auch wenn das Rennen in Rom mir immer noch in den Knochen sitzt." Viermal war er hier schon siegreich und ließ auch von Beginn an keine Zweifel aufkommen, dass er trotz einer gewissen Müdigkeit gewillt war, zum fünften Mal das Zielband in die Höhe zu recken. Dies gelang ihm auch ziemlich deutlich.

Schon zu Beginn des Rennens zeichnet sich das erwartete Bild ab. Hendrik Pfeiffer strebt seinem fünften Sieg in Leverkusen entgegen Schnellster Verfolger ist Jonathan Dahlke

Nach 1:06:01 hatte er sein fünften Erfolg an Ort und Stelle in trockene Tücher gepackt und den Lokalmatador Jonathan Dahlke (TSV Bayer 04 Leverkusen) auf den zweiten Platz verwiesen. Beide kennen sich gut und waren schon beim diesjährigen London-Marathon gemeinsam am Start. Dort betrug der Abstand zwischen den Beiden über 5 Minuten. Heute war es ein bisschen knapper, dennoch konnte der Zweitplatzierte, den Sieg seines neuerlichen Bezwingers nicht gefährden und hatte nach 1:07:15 h auf der abwechslungsreichen, aber eben auch nicht einfachen Strecke keine Konkurrenz im Kampf um den zweiten Platz zu fürchten.

Esther Pfeiffer führt das Halbmarathonfeld der Frauen an, vor ihr Marius Trompetter (2260), der als Gesamtdritter das Ziel erreichen wird

"Das Rennen war nicht einfach, hat aber trotzdem Spaß gemacht. Die Stimmung im Publikum war Klasse und auch sonst war das alles gut für mich. Ich konnte auch mal auf Streckenteilen einen Wettkampf absolvieren, wo ich sonst nur Tempoeinheiten trainiere." Die nächsten Höhepunkte sieht er für sich bei den Deutschen Meisterschaften über 5000 Meter. "Dort will ich einfach nur schnell sein und Spaß haben, weil ich im Kurzstreckentraining zu wenig gemacht habe. An den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Hamburg will ich diesmal nicht teilnehmen. Dafür will ich beim Halbmarathon in Kopenhagen in einem Weltklassefeld eine neue Bestzeit in Angriff nehmen." Dass er Halbmarathon gut kann, hatte Dahlke schon 2022 unter Beweis stellen können. Dort lief er bis auf Platz 3 der deutschen Jahresbestenliste vor.

Den letzten freien Podestplatz beim EVL-HalbMarathon in Leverkusen belegte Marius Trompetter von Milers Colonia mit 1:12:08 h.

Hendrik Pfeiffer gewinnt den ELV-Halbmarathon zum fünften Mal Auch Esther Pfeiffer ist eine Klasse für sich und siegt als Gesamtvierte in der Frauenwertung des Halbmarathon

Esther Pfeiffer (Hannover 96 - 1:13:54 h) war die erwartete Siegerin des Frauenrennens. Auch sie weiß nur allzu gut, wie man hier im Rheinland erfolgreich sein kann. Im Oktober letzten Jahres gelang ihr in der Nachbarstadt Köln der Titelgewinn bei der deutschen Marathonmeisterschaft, damals noch unter ihrem Geburtsnamen Jacobitz. Heute durfte sie den Doppelerfolg für das Ehepaar Pfeiffer perfekt machen. Letzte Woche war sie in Rom noch erfolgreicher als ihr Ehegatte und konnte mit ihrer Zeit maßgeblich zum Gewinn der Team-Silbermedaille bei dem Europameisterschaften beitragen.

Die ersten drei Männer und die schnellste Frau auf einem Bild. Auch wenn M45-Sieger Brahim Ouizou (in der Mitte) auf Gesamtrang 12 mit einer guten Zeit von 1:18:09 h im Kampf um das Podium der besten 3 nicht eingreifen konnte, wird er dennoch von den erfolgreichsten Läufern des Tages freundschaftlich in die Mitte genommen Die Frankfurt Marathon Siegerin von 2007 (2:28:56 h) und Teilnehmerin der Olympischen Spiele in Peking 2008 Melanie Kraus vom Leichlinger TV gewinnt als Drittplatzierte die W50

Mit Chiara Hoffmann vom TV Refrath (Jahrgang 2003) belegte eine hoffnungsvolle Nachwuchsläuferin aus der Region nach 1:17:51 h den zweiten Platz. Damit hielt sie mit Melanie Kraus immerhin eine ehemalige Olympiateilnehmerin und Frankfurt Marathon Siegerin hinter sich, die als überlegene W50-Siegerin nach 1:21:59 h Platz 3 erzielen konnte.

596 Frauen und 1325 Männer haben die höchste Anforderung mit ihrem Zieleinlauf erfolgreich bewältigt.

Den Sieg in der bereits beschriebenen Bergwertung am Sauerberg durfte der vereinslose Jonas Bergelt mit einer Laufzeit von 0:18 min mit nach Hause nehmen. Bei den Frauen konnte sich Jasmin Lehmann (Die Schweinehunde) mit einer Zeit von 0:25 min. das gepunktete Bergtrikot überstreifen.

Die Organisation hatte auch im Zielbereich jederzeit alles im Blick Apres-Run im Schatten der Ostermann Arena, deren Halle sowohl für den Schulsport als auch von den Volley- und Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen und den Zweitligabasketballern der Bayer Giants Leverkusen genutzt wird. Das frisch gezapfte Kölsch darf vor den Toren Kölns natürlich nicht fehlen
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Ansonsten gibt es, frei nach der Düsseldorfer Punk-Rockband Tote Hosen, tausend gute Gründe um bei diesem Lauf mit dabei zu sein. Das internationale Teilnehmerfeld mit Aktiven aus über 40 Ländern ist nur einer davon. Das wusste auch die ehemalige Europameisterin, Universiade-Siegerin, sowie zweimalige Olympiasiegerin und Silbermedaillengewinnerin Heide Rosendahl, die auf ihren Sohn Danny Ecker gewartet hat. Dieser hat mit zwei WM-Bronzemedaillen im Stabhochsprung (jeweils einmal im Freien und einmal in der Halle) sowie einem Europameistertitel in der Halle, ebenfalls eine sehr vorzeigenswerte internationale Karriere hinter sich gebracht. Auch als Botschafter des ELV-HalbMarathon machte er eine gute Figur. Nach einer beruflich anstrengenden Woche in Amsterdam, gelang ihm mit einer Endzeit von 1:31:52 h der Sprung unter die ersten 100 mit Gesamtplatz 99 und in seiner Altersklasse M45 als 6. sogar in die Top-Ten. Gerade auch die Sportgrößen der Vergangenheit haben das besondere Flair dieser Veranstaltung auf der Strecke wie auch jenseits davon eindrucksvoll mitgeprägt.

Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt

Ergebnisse cologne-timing.de
Info www.leverkusen-halbmarathon.de

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