18.5.25 - 42. Rhein-Ruhr-Marathon in DuisburgMit neuen Rekorden fit für die Zukunft |
| von Jörg Engelhardt |
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Informationen zum Lauf 2026 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE? |
Mit der Verlegung vom Juni in den Mai erfährt Deutschlands drittältester Stadtmarathon einen neuen Teilnehmerrekord. Duisburg zählt neben Frankfurt und Berlin zu den drei ältesten Stadtmarathon-Events in der Bundesrepublik Deutschland. Doch anders als die beiden anderen Großereignisse, konnte man in Duisburg nie fünfstellige Teilnahmezahlen alleine schon auf der vollen Marathondistanz ohne niederschwellige Rahmenwettbewerbe erzielen.
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| So viele Läuferinnen und Läufer wie noch nie seit 1981 beim City-Marathon-Klassiker Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg | |
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Ausführliche und einladend präsentierte
Laufankündigungen im LaufReport HIER
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Wechselnde Organisatoren, oft auch fehlende Sponsoren, sorgten in der langen Geschichte dafür, dass der Rhein-Ruhr-Marathon nie zu einem Großereignis mit internationaler Strahlkraft aufsteigen konnte. Dreimal war Duisburg Austragungsort für die Deutschen Marathon Meisterschaften. Erstmals 1987, als hier zum ersten Mal mehr als 3000 Finisher alleine auf der Marathondistanz ins Ziel kamen. Zwei weitere Male in den Jahren 2000 und 2003. Nur ein einziges Mal konnte der Rhein-Ruhr-Marathon die eben bereits erwähnte internationale Strahlkraft entfalten. Das war 1989, als die Universiade hier in Duisburg ausgetragen wurde. Die Weltspiele der Studentenschaft sorgten dafür, dass in diesem Jahr auch Nachwuchs-Spitzensportler aus den sozialistischen Ländern am Rhein-Ruhr-Marathon teilnehmen durften.
Denn im diesen Jahr war der Rhein-Ruhr-Marathon zugleich auch Universiade-Marathon. Deshalb datieren aus diesem Jahr, in dem sich einige Monate später die bisherige Ordnung der Welt auflösen sollte, auch die bis heute gültigen Streckenrekorde des Ungarn Tibor Beier (2:14:33 h) und der kirgisischen Läuferin Irina Bogatschowa (2:35:09 h), die ihren damaligen Rhein-Ruhr-Marathon und zugleich auch Universiade-Sieg noch für die nicht mehr existierende Sowjetunion erlief.
Zu solchen Bestzeiten sollte es heute allerdings erwartungsgemäß nicht kommen, denn das Veranstaltungskonzept lockt Läuferinnen und Läufer aus dem In- und Ausland, die solche Zeiten sicher mühelos unterbieten könnten nicht an. Warum das so ist, hat Organisationsleiter Uwe Busch in Anwesenheit zahlreicher Medienvertreter schon auf dem Pressegespräch am Dienstag zuvor, erklärt: "Wir kaufen hier ja niemanden ein. Würden wir das tun, wenn wir den entsprechenden Etat dafür hätten, wäre es sicherlich einfach Läuferinnen und Läufer, die die bisherigen Rekordmarken unterbieten würden nach Duisburg zu locken. Aber das wollen wir nicht. Ich bin sowieso kein Fan von finanziell risikoreichen Jagden auf sportliche Rekorde. Mir ist eher wichtig, dass die normalen Freizeitläufer, die neben ihrem Alltag ein schönes breitensportliches Erlebnis haben wollen, hier zufrieden nach Hause gehen und im nächsten Jahr auch gerne wiederkommen. Zumal das Einladen von Top-Athleten Geld kostet und uns als Veranstalter keine Mehreinnahmen einbringt. Dass es auch ohne Top-Athleten geht, zeigt die diesjährige Resonanz. Mit über 7700 Meldungen in allen angebotenen Wettbewerben, können wir jetzt schon einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen und wenn alles gut geht, können wir mit den Nachmeldungen, die auch am Samstag noch möglich sind, sogar erstmals in der Geschichte dieser Veranstaltung die 8000er-Marke knacken."
Letzteres wurde dann allerdings, wenn auch nur sehr knapp, verfehlt. Bis zum ersten Startschuss am Sonntagmorgen kamen dann aber doch 7969 Teilnehmende in allen Wettbewerben zusammen. Eine höchst erfreuliche Zahl, zumal der namensgebende Marathonlauf erstmals seit Jahren wieder mit einer vierstelligen Finisherzahl aufwarten konnte. Insgesamt konnte die Anzahl der Zieleinläufe bei der größten Herausforderung des heutigen Tages, den 1000er-Pegel mit 207 weiblichen und 831 männlichen Finishern wieder übersteigen. Die beiden Veranstalter, Stadtsportbund Duisburg und LC Duisburg, können ihr Konzept also als Erfolg verbuchen.
Dennoch könnte sich in allzu naher Zukunft eine weitere Veränderung ergeben. Denn in den letzten Jahren wurde aus dem Kreise der langjährigen Kenner der Veranstaltung immer mal wieder der Wunsch nach einer möglichen Streckenänderung laut. Dazu Karsten Kruck, der als dreimaliger Marathon-Gewinner schon seit längerem selbst dem Organisationskomitee angehört und zudem auch noch die heutige Zweite und dreifache Duisburg-Marathon-Siegerin Katharina Wehr trainiert: "Im Duisburger Süden ist die Stimmung an der Strecke sehr gut, im Norden dagegen fast nichts mehr los. Ein Zwei-Runden-Kurs ist auch nicht so ohne weiteres zu realisieren. Aber irgendwie wird es langsam mal Zeit, eine attraktivere Streckenführung, die auf voller Länge mehr Publikum anzieht, hin zu bekommen."
Auch Uwe Busch bestätigt dies auf Anfrage in der abschließenden Pressekonferenz: "Den Zwei-Runden-Kurs werden wir wohl ad acta legen, aber dennoch wollen wir uns in der nächsten Zeit mal zusammen setzen und mit der Duisburger Landkarte vor Augen gucken, wie wir eine Runde mit mehr Publikumszulauf im Duisburger Stadtgebiet hinbekommen. Ob das dann so kommt, wird aber erst die Zukunft zeigen." Selbst die heutige Marathonsiegerin Stephanie Breitkreutz sprang in der abschließenden Pressekonferenz diesem Ansinnen bei. Ich laufe auch lieber eine große Runde als zwei. Ich fand die Strecke eigentlich top, aber wenn man die gleiche Qualität vor mehr Publikum erzielen kann, wäre das gut."
Ansonsten waren zumindest die siegreichen Läuferinnen und Läufer auch mit dem jetzigen Streckenverlauf und den von ihnen erzielten Ergebnissen sehr zufrieden. Warum das so war, ergibt sich aus der nun folgenden Reportage. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Wettbewerbe Marathon und Halbmarathon. Die Ergebnisse der übrigen Konkurrenzen im Inlineskaten und Handbiking, sowie der Halbmarathon-Staffel können über den Link am Ende des Berichts abgerufen werden. Gleiches gilt für die Resultate der AOK-Schülerläufe, die bereits am Freitag ebenfalls schon eine neue Rekordbeteiligung mit 2494 Anmeldungen erfuhren.
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| Marathonis dicht bei dicht auf Duisburgs Straßen | |
Die Witterungsbedingungen für den Marathon erwiesen sich als nahezu optimal. Es blieb trocken und mild und das Thermometer hielt sich schon aufgrund der frühen Startzeit unter der 20 Grad Marke. Die Zeichen standen also auf Top-Leistungen und die sollten an der Spitze des Feldes auch erbracht werden.
Bei den Männern hatte der Vorjahressieger Berno Hildebrand aus Bonn wieder gemeldet und dies auch in der Absicht, seinen Sieg aus dem vergangenen Jahr zu wiederholen. Bei den Frauen war durch die kurzfristig noch erfolgten Anmeldungen von Katharina Wehr und Stephanie Breitkreutz ein Doppelerfolg für den ASV Duisburg vorprogrammiert.
Berno Hildebrand hielt sich taktisch klug in einer Spitzengruppe auf, die außer ihm auch noch aus Lars Derksen (Milers Colonia), Max Komes (MTW Brüggemann-Gruppe) sowie dem letztjährigen Gewinner des Rhein-Ruhr-Citylaufs, Oscar Pablo Thies bestand. Letzterer zählte auch zu den Anwärtern auf den heutigen Sieg, fiel aber bald aus der Spitzengruppe heraus und gab das Rennen auf. Bei wechselnder Führung ergriff der Vorjahressieger dann schließlich die Initiative und beschleunigte nochmals fulminant. Dies war auch notwendig, denn auch seine beiden hartnäckigsten Verfolger Max Komes und Lars Derksen sollten auf den folgenden Plätzen Endzeiten erzielen, die wesentlich schneller waren als Hildebrands Siegerzeiten aus dem vergangenen Jahr.
Am neuerlichen Erfolg von Berno Hildebrand, der der M35 angehört, gab es unterdessen nichts zu rütteln. Nach 2:28:44 h hatte er seinen Lauf souverän gewonnen und als erster Sieger seit Nikki Johnstone im Jahre 2018 wieder die in Duisburg nur selten unterbotene Marke von 2:30:00 h geknackt. Die Strecke fand er "mega" und auch sonst wirkte er wie die meisten erfolgreichen Aktiven sehr zufrieden.
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| Berno Hildebrand verteidigt seinen Vorjahrestitel und knackt die 2:30:00 h |
Auch Max Komes hatte, obwohl er mit über zwei Minuten Rückstand ins Ziel kam, immer noch eine Endzeit erzielt, die schneller war, als die Siegerzeiten in den vergangenen sechs Jahren. 2:30.59 h wurden für ihn notiert und zuzüglich zum zweiten Platz war ihm auch der Sieg in der MHK sicher. Lars Derksen belohnte sich für seine Leistung, die er mit einer Punktlandung von 2:32:00 h erzielte, mit dem dritten Platz sowie dem Altersklassensieg in der M30. Auch Martin Müller (Hamburg Running) erlangte mit 2:33:50 h eine Endzeit, mit der er hier vor Jahresfrist noch gewonnen hätte. Auf das Podest konnte er damit zwar nicht mehr laufen, aber immer noch mit dem zweiten Platz in der M30 nach Hause fahren.
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| Max Komes wird Zweiter und gewinnt in der Männerhauptklasse | Lars Derken läuft als Dritter auch zum M30 Sieg |
Die beiden einheimischen Läufer Jan Neuens und Dennis Bollmann (beide ASV Duisburg) liefen Hand in Hand zeitgleich ins Ziel und wurden mit gleicher Netto- wie Bruttozeit notiert. Am Ende stand für beide die Bruttozeit von 2:39:32 h auf der Uhr, was beiden den zweiten Platz in ihren Altersklassen mit sich brachte. Jan Neuens wurde als Fünfter im Gesamteinlauf Zweiter in der MHK, während Dennis Bollmann als Sechster den zweiten Platz in der M35 errang.
Nein, das Quadruple gelang Katharina Wehr diesmal nicht. Im vereinsinternen Duell mit Stephanie Breitkreutz hatte die Fachverkäuferin für Sportartikel diesmal keine Chance. Allerdings ist sie über den Lauf hinaus über ihre berufliche Stellung auch immer sehr stark in die gesamte Veranstaltung eingespannt. Wie schon bei ihren drei Siegen in den Jahren 2022, 2023 und 2024 hatte sie am Tag vor dem Marathon noch einen neunstündigen Arbeitstag auf der Marathon-Messe zu leisten. Also wenig Zeit zum Ausruhen vor der sportlichen Herausforderung am Folgetag. Vorübergehend spielte sie mit dem Gedanken, sich für den Halbmarathon zu melden. Aber auch auf der Halbdistanz wäre ihr heute nur der zweite Platz geblieben.
So war ihre kurzfristige Anmeldung zum Marathon dann doch die richtige Entscheidung. Denn obwohl sie auch hier nur den zweiten Platz erzielte, gelang ihr dann doch auf dieser Strecke das Kunststück eine neue persönliche Bestzeit zu erzielen. Mit 2:54:07 h erlief sie sich nicht nur den zweiten Platz, sondern war auch zumindest in der WHK die absolute Nummer 1. Eine Amateurin reinsten Wassers mit profihafter Einstellung, die zuletzt schon hinter Esther Pfeiffer den zweiten Platz beim Halbmarathon des Düsseldorf-Marathon erzielen konnte.
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| Ilse de Bent aus Belgien wird als 7. schnellste ausländische Teilnehmerin | Iris Kruza (Gesamtplatz 8) gewinnt in der W40 |
Stephanie Breitkreutz hingegen erlief ihren eindrucksvollen Sieg in einer Zeit, die beim Rhein-Ruhr-Marathon zum letzten Male im Jahre 2003 unterboten wurde. Von Anfang an lief sie mit großem Abstand an der Spitze. Die Beamtin der Bundespolizei trug in 2:44:29 h neben dem Gesamtsieg auch den Sieg in der Altersklasse W30 davon. Ihren Gesamtsieg kommentierte sie so: "Ich habe fest an diesen Sieg geglaubt, denn Marathon ist sowieso mehr Meins als die kurzen Strecken. Ich habe meine Teilnahme sehr kurzfristig entschieden und unter dem Radar gehalten. Es liegt mir sowieso mehr auf eine Leistung hin zu trainieren und sie dann auch abzurufen, als im Vorhinein alles groß anzukündigen."
Platz 3 ging an die Gewinnerin der großen Serie im Rahmen der diesjährigen Duisburger Winterlaufserie, Doris Kluge-Schöpp (Freie Schwimmer Duisburg), die mit einer Zeit von 2:55:37 h auch in ihrer Altersklasse W50 zum Tagessieg kam. Auch sie kann schon über das gesamte Jahr auf große Erfolge verweisen. Ihre Zeit hätte vor 12 Monaten noch zum Sieg gereicht.
Lea Doppelbauer sicherte sich in 3:04:45 den vierten Platz sowie den Sieg in der W30. Platz 5 belegte Katharina Ackermann in 3:06:16 h, was für sie den zweiten Platz in der W30 bedeutete. Mit dem sechsten Platz lief Dr. Ascelina Hasberg nach 3:07:55 h zum W35-Sieg. Der Marathon-Hauptlauf heute war nicht nur der teilnahmestärkste, sondern auch sportlich gesehen der schnellste seit Jahren.
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| Klaus Abel vom LC Duisburg läuft in der M75 zu Platz 2 in 4:52:26 | Ronja + Annika Haesters von den pink Pirates laufen nach 4:13:13 gemeinsam im Ziel |
Simon Bong kennt das Siegergefühl beim Halbmarathon schon seit 2022. Damals siegte der damalige Student der Wingate-University in 1:10:37 h. Später musste er sich in den Jahren 2023 und 2024 Hagen Bierlich geschlagen geben. Mittlerweile läuft er für LT Haspa Marathon Hamburg, obwohl er aus beruflichen Gründen in Frankfurt ansässig ist. Seine Läuferkarriere begann vor seinem Studienaufenthalt in den USA beim Brühler TV. Heute war er von Anfang bis Ende in der führenden Position und riss eine Lücke, die auch der ebenfalls sehr stark agierende Leander Fink vom TV Alzey nicht mehr zulaufen konnte. Seine Endzeit von 1:06:47 h stellt die drittschnellste Zeit dar, die jemals bei diesem Halbmarathon, der seit 2004 im Veranstaltungsprogramm verankert ist, gelaufen wurde.
Nur der heutige Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig, Oliver Mintzlaff, der dreimal auf der Halbmarathondistanz in Duisburg siegreich war, erzielte zweimal in den Jahren 2006 und 2007 schnellere Endzeiten. An Mintzlaffs Streckenrekord von 1:05:06 aus dem Jahre 2006 konnte Simon Bong zwar nicht heranlaufen, erzielte aber mit 1:06:47 eine neue persönliche Bestzeit. Leander Fink, der auch ein starker Bergläufer ist, sicherte sich nach ebenfalls sehr guten 1:07:30 h den zweiten Platz. Die gleiche Platzierung nahm er hinter Simon Bong auch in der MHK ein. Das Podium komplettieren konnte der Gewinner des Kölner Frühlingslaufs, Simon Dahl (Kölner Laufteam e.V.), der in 1:10:47 h auch zum Sieg in der M35 kam.
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| Simon Bong durchbricht das Zielband im Halbmarathon als Erster | HM Sieger Simon Bong und der 2. Leander Fink glücklich im Ziel |
Zuletzt war Renee Bongers vom Ayyo Team Essen oft auf Podiumsplätzen an Rhein und Ruhr zu finden. Heute lief er in 1:12:34 h am Podium vorbei und sicherte sich dennoch den M30-Sieg. Lukas Ehrentraut vom ASV Duisburg kam nach 1:14:53 h zum fünften Platz und landete in der M30 auf Platz 2. In der Altersklasse M30 komplettierte der Brite Niall Gilchrist das Podium und kam nach 1:15:09 auch zum sechsten Gesamtplatz.
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| Dennis Bollmann (7, links) und Jan Neuens (20, rechts) laufen zeitgleich auf die Plätze 6 und 5. | Die Staffel Ausdauerschule Bunert holt sich den Staffelsieg auf der Halbmarathon Distanz |
Für einen Paukenschlag konnte Cara Zollenkopf sorgen. Die Läuferin, die sich schon beim vergangenen WestEnergie-Marathon in Essen als Zweitplatzierte hinter Kristina Hendel, mit einer Endzeit von 2:45:58 h ins Blickfeld laufen konnte, war damals noch für den SC 1952 Wermelskirchen erfolgreich. In diesem Jahr ging ihre Entwicklung, nachdem sie zum TV Refrath gewechselt ist, konstant weiter nach oben. Beim diesjährigen Venloop im niederländischen Venloo wurde sie in 1:14:55 h beste Deutsche. Beim Düsseldorf Marathon vor drei Wochen errang sie in 2:35:06 h den fünften Platz. Also sollte der Weg zum Sieg bei den Frauen nur über sie führen.
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| Cara Zollenkopf führt das Halbmarathonfeld der Frauen an | Alexandra Krämer läuft als Zweite und Siegerin der W35 durchs Ziel | Linda Meier komplettiert das Podium im Halbmarathon als Dritte |
In der Tat bestätigte sie heute ihre Form der letzten Wochen und erzielte in 1:15:18 h einen neuen Streckenrekord. Die bisherige Bestmarke von 1:18:02 h hatte Annika Gommel vom USC Bochum im Jahre 2015 aufgestellt. Zweite wurde die letztjährige Vierte beim Essener WestEnergie-Marathon, Alexandra Krämer (LC Rapid Dortmund), die in 1:19:33 h auch in der W35 erfolgreich war. Das Podium komplettierte die Vorjahresdritte Linda Meier (Laufsport Bunert Duisburg-Moers) in 1:20:50 h. Damit kam sie auch zum W30-Sieg. Vierte wurde die Vorjahreszweite Mila Primke die in 1:21:44 h zu Platz 2 in der WHK kam. Mit einer Bruttozeit von 1:29:07 h sicherte sich Angelika Ax Platz 5, weil die Ergebniswertung eine Nettozeit von 1:24:58 h auswies. Damit lag sie auch in der W35 vorn. Platz 6 sicherte sich Irina Haub, die in 1:25:23 h auch zum Sieg in der W45 kam.
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| Halbmarathon Siegerin Cara Zollenkopf durchbricht das Zielband mit neuem Streckenrekord |
Der diesjährige Rhein-Ruhr-Marathon war auch wieder eine Wohlfühloase für Breitensportler aller Leistungs- und Altersklassen. Einziger Wehrmutstropfen: Die Zuschauerzahlen am Streckenrand gingen zurück. Dafür war es in der Schauinsland-Reisen-Arena vor allem beim Einlauf der Spitzenläufer erheblich lauter, als bei vergangenen Auflagen. Sollte es dem Organisationsstab wie bereits angekündigt gelingen, eine neue und auch von mehr Publikum frequentierte Strecke zu gestalten, ließe sich die knapp verfehlte 8000-Teilnehmer-Marke sicher bald überbieten.
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| Hier dürfen sich alle wie Sieger fühlen | Zieleinlauf im Duisburger Stadion macht allen Spaß |
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Ansonsten sind der Stadtsportbund und der LC Duisburg als Veranstalter auf dem richtigen Weg. Ein lukrativer Breitensportmarathon, der im schönen Ambiente der attraktiven Schauinsland-Reisen-Arena echten Amateurläufern noch Erfolgschancen lässt, die sie vor einer so großen Kulisse in anderen deutschen Großstädten nicht hätten. Das sollte die Marschrichtung für die Zukunft des Rhein-Ruhr-Marathons sein. Die Teilnahmeresonanz und die zudem erzielten sportlichen Ergebnisse bei der 42. Austragung sind ein Fingerzeig dafür, dass dieser Kurs in eine erfolgreiche Zukunft führen kann.
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Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt Ergebnisse & Info www.rhein-ruhr-marathon.de Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER |
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