26.4.26 - 43. ATOS Halbmarathon der TSG 78 HeidelbergKeine halbe Sache - Party und überall strahlende Gesichter |
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Valerie Moser läuft Streckenrekord - Pierre-Emmanuel Alexandre gewinnt in pB |
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| von Constanze & Walter Wagner |
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Der Name ist Programm, doch der Halbmarathon ist nicht alles, denn der Henkel Team-Lauf über 3,1 km und der DGZ Bambini-Lauf über 1,2 km machen den Lauftag im Herzen der Romantikstadt zu einer runden Sache. Weit über 5000 Laufschuhpaare wurden geschnürt bevor es in der Friedrich-Ebert-Anlage losging.
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Den Anfang machte der in vier Wellen gestartete Halbmarathon. 3768 liefen auf dem Uniplatz ins Ziel, davon 1193 Frauen. Inzwischen absolvierten etwa 500 Kinder ihren Lauf ohne Zeitnahme und Rangliste, aber mit viel Ehrgeiz und Spaß. Auch das Gros beim Henkel Team-Lauf hatte das Ziel erreicht, wenngleich längst nicht alle 1044 Finisher, davon 484 Frauen, vor den Schnellsten des Halbmarathons im Ziel waren. |
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| Große Kulissen mit Heidelberger Schloss und der Alten Brücke werden beim ATOS Halbmarathon geboten |
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"Es wird immer enger", so ein altgedienter Helfer nicht ohne Sorge. Doch ist die Veranstaltung verlässlich durchgeplant und das Bad in der Menge durchaus erwünscht. "In der Altstadt war es am tollsten", Originalton einer begeisterten Teilnehmerin. Damit alles reibungslos funktioniert, sind die Teilnehmerfelder gedeckelt und die Startplätze in kürzester Zeit vergriffen. Daraus resultieren konstante Finisherzahlen und mehr geht in der Altstadt nicht. |
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Dabei wurde an diesem Tag demonstriert, dass Grenzen stets verschoben werden können. Denn der Tag stand ganz im Zeichen des London Marathons, wo erstmals die 2-Stunden-Schallmauer beim Marathon unterboten wurde. Wer sich das Spektakel am Bildschirm zu Gemüte führte, wurde Zeuge einer fragwürdigen Entwicklung. Beinahe wie einst Zebulon in der Kinderserie das Zauberkarussell auf einer Feder hüpfte, sprangen dank stetig weiter entwickelter Laufschuhtechnik die Athleten über Zeitschranken, die vor nicht allzu langer Zeit als unüberwindbar galten. Zur Show afrikanischer Berufsakteure verwunderte der Zieleinlauf mit spärlich besetzten Zuschauertribünen und den VIP-Aufbauten, in denen wohlversorgt hinter Glas an Tischen sitzend dem Treiben nur wenig Beachtung geschenkt wurde.
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| In der Altstadt ist es am tollsten ... | ... auf dem Philosophenweg ist es am schönsten |
Ganz anders der Lauftag in Heidelberg. Zwar wird die große Zuschauermasse an frei zugänglicher Strecke in London nicht übertroffen, aber dafür ist in der schmalen Hauptstraße am Tor zum Odenwald gar kein Platz. Der Charakter eines Volkslaufs konnte trotz des jährlich wachsenden Ansturms von der TSG 78 Heidelberg gewahrt werden. Dies ist ein begrüßenswertes Anliegen der Organisation und spiegelt sich vor allem in der Preisgestaltung wider. Obwohl sich die Veranstaltung zu einer Mammutaufgabe entwickelt hat, bei der alljährlich in Rekordzeit sämtliche Startplätze vergeben sind, ist die Beibehaltung einer Volkssportveranstaltung bisher gelungen. Philipp Weng, der die Organisationsleitung nach 30 Jahren nun erstmals von Andreas Wahlster in Gänze übernommen hat, sieht in der Beibehaltung des Status Quo seine Aufgabe, ohne sich Modernisierungen zu verweigern. Mit dem 30jährigen Juristen verjüngte und vergrößerte sich das engere Organisationsteam. Dass die Trikots des TSG 78 Heidelberg dennoch nicht selten im Feld auftauchen, belegen, hier findet ein Lauf von Läufern für Läufer statt.
Und wieder einmal spielte das Wetter hervorragend mit. War es am frühen Morgen noch recht frisch, stieg das Quecksilber in der Säule bis zum Mittag auf 21 Grad im Schatten und kein einziger Tropfen fiel vom blauen Himmel. Dass der Frühling im Südwesten der Nation wieder mal zu warm und deutlich zu trocken ist, störte das sportliche Treiben nicht, bei besten Bedingungen wurden entsprechend gute Resultate auf den Strecken erbracht.
Auffallend im aufkommenden Gewusel auf dem Uniplatz und hin zum Startareal ist der hohe Anteil junger Teilnehmer, die sich sicher mit der großen Zahl Studierender erklärt. Die zirka 32.000 Studis im Sommersemester sind nur geringfügig weniger als im zu Ende gegangenen Wintersemester mit einem Höchststand in Heidelberg. Noch stechen die Influencer-beeinflussten ins Auge, die besonderen Wert auf ein hübsches Styling legen, doch laufen diese deshalb keineswegs hinterher und nehmen an Anzahl deutlich zu. Gleichbleibend scheint dagegen die Teilnehmerstärke jener im fortgeschrittenen Alter. Nachrückende ersetzen kaum jene der höheren Altersklassen, die sich den Anforderungen des Parcours nicht mehr stellen.
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| Pacemaker erleichtern das Erreichen der gewünschten Zielzeit | Jeder der 4 Startblöcke wird von Radvorausfahrern angeführt |
Kaum sind die Läuferinnen und Läufer der letzten Startwelle des Halbmarathons nach dem Weg durch die Friedrich-Ebert-Anlage zum Bismarckplatz und von dort durch die Hauptstraße am Zieleinlauf vorbei an der Heiliggeistkirche Richtung Neckar abgezweigt, strömen die ersten Bambini aus entgegengesetzter Richtung kommend durch die Hauptstraße zum Zieleinlauf auf dem Universitätsplatz. Die Hauptstraße teilt die Heidelberger Altstadt in voller Länge vom Karlstor im Osten bis zum Bismarckplatz im Westen. Sie ist in den Jahren 1972 bis 1978 zu einer 1,6 km langen Fußgängerzone und beliebten Flaniermeile umgestaltet worden, davor drängten - kaum mehr vorstellbar - Autos und eine zweigleisige Straßenbahnlinie die Passanten auf die schmalen Trottoirs.
Wenn die jüngsten Teilnehmer, die beim DGZ Bambini-Lauf bis neun Jahre zugelassen sind, die Hauptstraße in voller Breite einnehmen, können die zahlreichen Zuschauer, die beidseits hinter Absperrgittern des Spezialunternehmens HiLine Aufstellung nehmen, erahnen wie eng es hier früher zuging. Nach 1200 Metern endet das Bad in der Menge der Jüngsten auf der Zielerfassungsmatte des professionellen Zeitnehmers Frielingsdorf Datenservice, wobei beim Bambini-Lauf noch keine Zeitnahme und keine Ranglistenerstellung erfolgen.
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| Während die Halbmarathonis noch unterwegs sind erreichen Bambini und Team-Läufer, an der Heiliggeistkirche vorbei, den Zieleinlauf auf dem Universitätsplatz | |
Schlag auf Schlag übernimmt der Henkel Team-Lauf das Geschehen. Wie im Vorjahr kommt der 16jährige Henri Mihm als Erster ins Ziel auf dem Universitätsplatz. Im Hölderlin-Gymnasium geht der 2010 geborene Kaderathlet des BaWü-Leichtathletikverbands in die Zehnte und verbesserte sich nun auf 9:32 min. Das Volleyballspiel hat er aufgegeben und mausert sich unter den Fittichen von Christian Stang bei der MTG Mannheim zum aussichtsreichen Mittelstreckenläufer. Aufgefallen war er dem früheren 3000m Hindernis-Spezialisten aus Schriesheim, mehrfachen Team-Lauf- und 2002 Halbmarathon-Sieger in Heidelberg, bereits vor zwei Jahren. Damals wurde er in 10:13 min Sechster. Im Vorjahr steigerte er sich auf 9:38 min. Von Oktober bis März war er verletzt und war nun dennoch nochmals um 6 Sekunden schneller. "Der erste Kilometer wurde ziemlich langsam gelaufen", haderte er etwas mit der vertanen Möglichkeit noch schneller zu laufen. Seine Lieblingsdistanzen sind 800 Meter und 3000 Meter auf der Bahn. Zweiter wurde Jose Prados (M45) von der TSG 78 Heidelberg in 9:35 min und Platz drei erlief sich Axel Wäsch vom TV Eberbach, der MJU18-Zweite war in 9:37 min über die Ziellinie gesprintet.
Bei den Frauen siegte Maren Guthier vom engelhorn sportsteam in 10:25 min. Sie ist seit 2024 Streckenrekordhalterin mit 10:14 min. Im Vorjahr war sie nicht gestartet. Die 25jährige Grundschullehrerin im Referendariat für Mathematik und Sport ist in dieser Saison bereits zweimal Halbmarathon gelaufen. In Kandel wurde sie in 1:19:16 h Vierte, in Berlin lief sie in 1:17:45 h ihre persönliche Bestzeit. Doch ihre Hauptdisziplin sind 3000m Hindernis, PB 10:20 min, wo sie 2025 sogar bei den Deutschen Meisterschaften startete. Ihr nächstes Meisterschaftsrennen über die Hindernisdistanz ist bei den Süddeutschen Meisterschaften am 13. Mai in Koblenz.
Das Podium in Heidelberg komplettierten zwei WJU18-Läuferinnen des stark vertretenen TV Eberbach. Lilly Jäger wurde in 12:16 min Zweite. Anna Balthesen in 12:23 min Dritte. Vater Tobias Balthesen, M45-Zweiter in 10:06 h, betonte seine Dankbarkeit, dass Christian Stang die jugendlichen Nachwuchs-Asse des TV Eberbach über Ostern ins 10tägige Trainingslager im italienischen Cervia mitgenommen hatte.
Geehrt werden beim Henkel Team-Lauf zudem die jeweils ersten 6 Teams und die jeweils ersten 3 Teams von Grundschulen und von weiterführenden Schulen. Nicht umsonst trägt der 3,1 km Lauf seinen Namen. Die Team-Rangliste ergibt sich aus der Zeitaddition der jeweils fünf schnellsten Läuferinnen bzw. Läufer einer Firma oder eines Vereins, einer Grundschule oder einer weiterführenden Schule.
Das schnellste Team stellte Veranstalter TSG 78 Heidelberg in der Zeit 49:59 Minuten, gefolgt vom TV Eberbach in 56:57 min und Henkel AG in 63:12 min. Hier hätte sich das Hölderlin-Gymnasium in 54:10 min als schnellste weiterführende Schule sowie die Thaddenschule in 56:31 min als auch das zeitgleich als Dritte gewertete Team des Gymnasiums Bammental vorne eingereiht, doch werden die Schüler extra gelistet.
Die Grundschulteams, alle MK U12, führte die Grundschule Englisches Institut in 1:09:53 h an. Die Kurpfalzschule kam in 1:11:42 h auf Platz 2. Auf dem dritten Rang landete die Grundschule Bahnstadt in 1:11:52 min wiederum zeitgleich mit der Grundschule Ziegelhausen.
Übrigens beginnt die Geschichte beider Strecken im Jahr 1982 mit sogleich über 600 Teilnehmern. Allerdings sind die Distanzen im Laufe der Jahrzehnte nicht immer genau gleich geblieben, dennoch nennt man Streckenrekorde, die korrekter Veranstaltungsrekorde heißen müssten. Dies freilich betrifft die meisten Straßenläufe, die über einen so langen Zeitraum durchgeführt werden. Während sich die Kurzstrecke in ihrem Werdegang vom angedachten Einsteigerlauf für jene, die den Halbmarathon noch nicht schaffen, zu einem hochwertigen Kräftemessen von Talenten und Mittelstrecklern entwickelt hat, ist der Halbmarathon rund um Heidelberg zu einem Muss in jeder Läufervita geworden. Die Besonderheiten sind zum einen das Profil mit zwei langen fordernden Anstiegen, zum anderen neben dem waldreichen Abschnitten die historischen Begegnungen und Aussichten beidseits des Neckars mit den Höhepunkten Philosophenweg und Heidelberger Schloss.
Nach der Alten Brücke folgt die Strecke dem rechten Neckarufer stromabwärts bis Neuenheim, dort kommt man nach drei Ecken fast wieder ans Ufer, doch beginnt nun nach etwa 7 schnellen und flachen Kilometern der Anstieg über den Philosophenweg zum höchsten Punkt der Strecke, der Moltkehütte auf 270 m üNN. Bei den Männern zeichnete sich bereits eine Vorentscheidung ab. Der für Salomon startende Pierre-Emmanuel Alexandre, amtierender Deutscher Meister im Ultratrail, hatte sich absetzen können und seinen Vorsprung im weiteren bergab führenden Verlauf nach Ziegelhausen ausbauen können.
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| Axel Büchler von der LG Kraichtal gewinnt die M45 in 1:19:06 | Maximilian Mnich von der TSG 78 Heidelberg holt sich den U18-Sieg in 1:22:39 | In der M65 ist Peter Wilson mit 1:29:48 nicht zu schlagen |
Bei dem erneuten Wechsel der Neckarseite sah er beim Blick zurück auf die Ziegelhäuser Brücke keinen Verfolger mehr. Den auf den verbleibenden sieben Kilometern abverlangten Anstieg hinter das Schloss und schließlich im Schuss zurück in die Altstadt meisterte er problemlos und überquerte nach 1:11:15 h die Zielmatte. Unglaublich ist, dass er damit seine Bestzeit beim Halbmarathon aufstellte und seine vor sechs Jahren beim flachen Mannheim Marathon gelaufene Zeit um 10 Sekunden unterbot.
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| Pierre-Emmanuel Alexandre genießt als Erster auf der Zielgeraden das Bad in der Menge |
Der seit 2015 in Deutschland lebende 32jährige Chemiker, Vater zweier Söhne, startet bei den Berg- und Traillauf Europameisterschaften 2026 Anfang Juni im slowenischen Kamnik für Deutschland, während seine Ehefrau Sophie Crommelinck, Siegerin des Trail Marathon Heidelberg und des Pfalz-Trail, für Belgien nominiert ist. Doch davor will Pierre-Emmanuel Alexandre, der mit seiner Familie in Dossenheim bei Heidelberg wohnt, sich neben der deutschen noch seiner französischen Staatsbürgerschaft erfreut, seinen deutschen Meistertitel im Ultratrail in Nesselwang am zweiten Wochenende im Mai über 70 km mit 3924+ Höhenmetern verteidigen.
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| Lennart Nies läuft als Zweiter ein | Bill Martin lässt sich als 3. und schnellster TSG Heidelberg-Athlet feiern |
Auf den zweiten Platz folgte Lennart Nies (AERA sports team) in 1:12:39 h. "Ich habe zuletzt einfach zu viel gemacht", zeigt er sich einsichtig. In der erst kurzen Saison wurde er Zweiter in Kandel beim Bienwald-Marathon in 2:24:32 Stunden, verbesserte den Rekord der Duo-Mixed-Staffeln beim Marathon Deutsche Weinstraße und sammelte deutsche Meistertitel in seiner Altersklasse M40 beim Halbmarathon und eine Woche zuvor im Berglauf. Dazu kommen noch die Titelgewinne als Pfalzmeister über 10 km und Marathon. Etwas haderte er dennoch, denn es war nach 2023 und 2024 zum dritten Mal, dass er sich bei diesem Lauf mit dem zweiten Rang begnügen musste.
Bill Martin vom Veranstalter TSG 78 Heidelberg folgte in 1:13:36 h als Dritter ins Ziel. Der M35-Sieger hat diese Platzierung nun auch zum dritten Mal erreicht, seit acht Jahren in Heidelberg, wo er als Projektmanager in einem Unternehmen für Impfstoffe arbeitet. 2025 war er nach 1:11:53 h im Ziel. Ihm folgten Andriy Bolbat (M35) vom neuen Verein LAC St. Leon-Rot in 1:14:18 h, M20-Sieger Jakob Breinlinger (AERA sports team) in 1:14:23 h und Dustin Uhlig vom engelhorn sports team in 1:14:43 h ins Ziel.
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| Im Frauenrennen hat sich wie im Vorjahr Valerie Moser auf dem Philosophenweg an die Spitze gesetzt | Knapp dahinter folgt Michelle Hassel |
Ganz anders der Rennverlauf bei den Frauen, denn der Sieg blieb beinahe bis zur Ziellinie umkämpft. Die Vorjahreszweite Valerie Moser vom Running Team Ortenau führte zwar bereits das Frauenfeld über die Alte Brücke an, doch behielt Michelle Hassel vom AERA sports team, die Siegerin von 2024 Kontakt. Der Zweikampf erbrachte letztendlich einen neuen Streckenrekord, nie zuvor waren Frauen auf diesem Kurs schneller gewesen als die genannten. Im letzten Jahr verlor Valerie Moser die bergauf gewonnenen Meter auf den bergabführenden Passagen, deren letzte in die Heidelberg Altstadt, dem Finale führt und musste sich der Streckenrekord (1:22:16) laufenden Stella Wernicke beugen. Diesmal konnte sie sich behaupten und in 1:21:34 den Sieg davon tragen. Die 27jährige Medizintechnikerin kommt aus Freiburg, lebt nun im Raum Karlsruhe und geht nicht nur beim Laufen sondern auch bei Straßenradrennen mit Begeisterung an den Start und eben auch beim Triathlon. Im Winter hat sie das Laufvolumen erhöht und erklärt damit ihre Steigerung um über einen Minute.
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| Leonie Gieser folgt als Dritte | ... Laura Schön als Vierte, im Hintergrund Anna Maria Melzer, die auf Rang 5 ins Ziel einlaufen wird |
Michelle Hassel hatte 2024 den Sieg an gleicher Stelle davon getragen und war im Frühjahr in Kandel ihre Halbmarathon-Bestzeit von 1:19:30 h gelaufen. Die angehende Ärztin, im letzten Jahr ihres Studiums, empfand den Lauf im Vorjahr, wo sie Vierte wurde anstrengender, doch war sie nun bei ihrer vierten Teilnahme in 1:21:47 h so schnell wie nie zuvor und einfach glücklich. Beruflich tendiert sie zum Fachbereich Sportärztin. Bestimmt begleitet sie der Berufsweg mit weiteren erfolgreichen Rennen in der Region. Beispielhaft sei hier Julia Bongiovanni genannt, im Vorjahr W40-Siegerin und in diesem Jahr als Kardiologin im Rettungsteam auf dem Uniplatz im Einsatz.
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| Das Führungsfahrzeug bittet um Applaus ... | ... für die neue Streckenrekordhalterin Valerie Moser |
Auf dem dritten Platz folgte Leonie Gieser für Longevity Health Club in 1:24:01 h. In Hannover hatte sie sich bei den Deutschen Marathon Meisterschaften am 12. April um drei Minuten verbessert und wurde in 2:46:48 h Zehnte. Warum also 14 Tage drauf den schweren Halbmarathon in Heidelberg, wo sie im Vorjahr Fünfte in 1:25:13 h geworden war? "Ich wollte unbedingt für mein Team starten." Mit dem Longevity Health Club, der im Juni die Eröffnung eines Stores in Heidelberg plant, belegte sie zusammen mit W45-Siegerin Ludmilla Bossmann und Larissa Renz ebenfalls Rang drei in der Frauen-Mannschaftswertung. Vor Ort auch Markenbotschafter Normann Stadler, zweimaliger Ironman-Weltmeister. Bis zum Herbst plant Leonie Gieser keine weiteren Wettkämpfe über 10 km hinaus. Ihre Halbmarathon-Bestzeit von 1:18:41 h ist die in Lorsch lebende 31jährige Lehrerin am Alten Kurfürstlichen Gymnasium in Bensheim für Mathematik und Sport im Vorjahr in Frankfurt gelaufen.
Auf den folgenden Plätzen kam Laura Schön von der TSG 78 Heidelberg auf den dritten Rang der W20 in 1:26:30 h, gefolgt von Anna Maria Melzer (AERA sports team; W30) in 1:26:38 und Mia Ohlrogge (W20) vom Jenaer Intervallexpress in 1:27:09 h. Verena Beatrice Duventäster siegte auf dem 7. Platz in der W35 in 1:27:30 h. Mit Lisa Maria Kohl kam ihre Vereinskameradin, eine weitere Top-Ten-Platzierte der TSG 78 Heidelberg, in 1:29:27 h auf den neunten Rang.
Nach 3 Stunden 15 Minuten war die letzte Läuferin des Halbmarathons im Ziel, wo auf die Aktiven diverse Erfrischungsgetränke, Gebäck, Riegel und Obst wartete. Die Siegerehrungen wurden planmäßig vorgenommen. Der gesellige Ausklang auf sonnenbeschienenem Universitätsplatz bei Kaffee und Kuchen oder Kaltgetränken und verschiedenste Warm- und Kaltessen zog sich noch lange hin. Es gab doch eine Menge zu berichten.
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| Finisherversorung - Medaillen für die Seele ... | ... Nahrhaftes für die schnelle Regeneration |
Doch dem stimmungsvollen Laufevent ist ein zeitliches Ende gesetzt. Die weltweit begehrte Touristik-Destination verlangt an einem so schönen Frühlingstag nach jedem Meter Heidelbergs. Kaum sind die Absperrgitter verladen, werden vor den Restaurants in der Fußgängerzone Tische und Stühle platziert.
Geschäfte mit Andenken haben jeden Tag geöffnet und die Stadtführungen steuern nicht nur das Schloss sondern auch das Hotel zum Ritter, die Heiliggeistkirche, den Studentenkarzer und die studentischen Gebäudekomplexe der 1386 gegründeten Ruprecht-Karls-Universität an. Ausnahmezustand ist in Heidelberg Alltag und doch setzt der ATOS Halbmarathon in der Altstadt noch eins drauf. Möge es der TSG 78 Heidelberg unter der Leitung von Philipp Weng noch viele weitere Jahre erlaubt sein, diese empfehlenswerte Herausforderung zu veranstalten.
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| Das Siegerpaar des Henkel Team-Lauf: Maren Guthier und Henri Mihm | Das Siegerpaar des 43. ATOS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg: Valerie Moser und Pierre-Emmanuel Alexandre |
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Bericht und Fotos von Constanze & Walter Wagner |
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