26.4.26 - Uniper Düsseldorf Marathon

Tolle Atmosphäre bei russischem Marathon-Sieg

von David Bieber 

 

Düsseldorf. Es ist die sportliche Großveranstaltung in NRWs Landeshauptstadt: Der Düsseldorf Marathon. Ihn gibt es seit 2025 wieder, der Zuschauer- und Teilnehmerzuspruch ist riesig, die Strecke eine der schönsten bei Marathons im westlichen Bindestrichland.

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Wie gemacht also für tolle Zeiten, Emotionen und individuelle Bestzeiten. Auch das Wetter spielte wieder mit; es waren frühlingshafte Temperaturen am Sonntagmorgen in Düsseldorf.

Tolle Sicht: im Hintergrund der Fernsehturm und der "Vater Rhein". Hier an der Rheinpromenade ging es auf die Zielgerade
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Um kurz nach neun setzte Profi-Läufer Hendrik Pfeiffer das erste sportliche Ausrufezeichen des Tages. Der Läufer aus dem "Uniper D.Running Team" erreichte als Erster die Ziellinie am Rheinufer und gewann die Halbmarathon-Konkurrenz in 1:04:04 Stunden. Hinter ihm kamen Artur Beimler vom LC Cottbus in 1:04:21 Stunden und der Österreicher Wendelin Mörtendorfer in 1:06:17 Stunden ins Ziel.

Von zahlreichen Zuschauern wurden die drei Läufer bejubelt. Die Stimmung am Morgen in Düsseldorf war grandios. Nicht gerade als Frühaufsteher bekannt, kamen viele aus den zahlreichen Stadt-Vierteln zum Rheinufer und den Rheinterrassen, um den Marathon zu sehen. Gefühlt jeder Zuschauer am Sonntagmorgen kannte jemanden im großen Teilnehmerfeld. Das hob nochmals die Stimmung.

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Bei Kaiserwetter läuft es sich leichter auf der Marathondistanz

Genauso bejubelt wie die drei besten Männer wurden auch Esther Pfeiffer, Cara Zollenkopf und Daniela Röttger. Die drei schnellsten Frauen liefen ebenso tolle Zeiten. Dabei wiederholte Vorjahressiegerin Pfeiffer ihren Sieg und gewann den Halbmarathon der Frauen in 1:08:38 Stunden und machte damit den Pfeiffer-Doppeltriumph perfekt. "Es war ein echtes Heimspiel für uns. Entlang der Strecke war es einfach unglaublich laut und wir haben so oft unsere Namen gehört", sagte das Ehepaar aus dem "Uniper D.Running Team" in einer Pressemitteilung des Veranstalters, D.Live. Zweite wurde Cara Zollenkopf vom TV Refrath in 1:13:09 Stunden. Dritte wurde Daniela Röttger von der Running Crew Münster in 1:14:07 Stunden.

Wie mittlerweile bereits üblich bei anderen Wettbewerben gab es auch eine Wertung für diverse Läufer. Hier siegte Lars Kozdron aus Witten in 1:20:35 Stunden.

Gleichzeitig zum Zieleinlauf der Halbmarathonis ist auch das Rennen über die volle Distanz auf einer Leinwand übertragen worden

Der "halbe" Marathon lockte ursprünglich 11.000 Läufer, wovon aber nur knapp 9500 "finishten". Er verlief rein rechtsrheinisch. Vorbei ging es am Hofgarten und der bekannten Königsallee - Düsseldorfs Prachtstraße. Hier gab es nicht nur Luxus, sondern auch jede Menge Applaus von den Zuschauern. Danach wartete der Zoopark auf die Läufer - und die belebte Innenstadt. Es folgten der Medienhafen und die Kö-Schleife. Der Veranstalter schrieb dazu: "Der moderne Medienhafen mit seiner besonderen Architektur und urbanen Atmosphäre ist ein echtes Highlight auf der Strecke." Danach machten die knapp 9500 Athleten eine weitere Runde über die Königsallee - ein zweites Mal durch die stimmungsgeladene City. Sodann ging es auf die letzten Kilometer. Die Strecke bog ein in Richtung Altstadt und Rhein. Untere Rheinwerft - direkt am Fluss, mitten im Herzen der Stadt: Das Ziel war da.

Die Kritik von einigen Läufern war, dass nicht auch der Halbmarathon über den Rhein verlief. Die Düsseldorfer lieben ihre Lebensader.

Die Top-Läufer beim Marathon unter sich. Dass letztlich kein Kenianer gewinnt, ist für viele erstaunlich. Sieger Dmitrii Nedelin im rosa Trikot

Auch, wenn es zuerst nicht danach aussah: Den Sieg über die 42,195 Kilometer trug Dmitrii Nedelin davon. Schnelle Kenianer, die eigens "eingeladen", also wohl eingekauft, wurden, gingen zum Teil leer aus. Ein Außenseitersieg also? "Der Russe, der nicht über das Elite-Management eingeladen wurde und auf eigene Faust startete, lief eine Zeit von 2:08:54 Stunden", hieß es vom Veranstalter. Der Jubel war groß, kannte keine Grenzen bei Nedelin. Dass seine Zeit meilenweit vom etwas später in London aufgestellten neuen Fabel-Weltrekord liegt? Geschenkt. Der neue Weltrekord liegt seit gestern bei 1:59:30 Stunden, aufgestellt vom kenianischen Ausnahmeathleten Sebastian Sawe. Er war damit satte 65 Sekunden schneller als der bisherige Weltrekord.

Die Kenianer, Samuel Kiplimo Naibei in 2:11:44 Stunden und Geoffrey Kimutai Koech in 2:12:01 Stunden, landeten auf Rang zwei und drei. Bester Deutscher wurde Kevin Kranz in 2:25:06 Stunden.

Seitenansicht: Die ersten Frauen bei Kilometer 10

Bei den Frauen gewann in Düsseldorf Tecla Jelimo Kibet aus Kenia, die nach 2:25:15 Stunden das Zielband auf dem blauen Teppich berührte. Rebecca Kangogo Chesir wurde Zweite in 2:27:26 Stunden. Rebecah Jeruto Cherop in 2:27:44 Stunden Dritte. Sie komplettierten damit den kenianischen Dreifacherfolg bei den Frauen.

Im Vorfeld wurden Rabea und Deborah Schöneborn als aussichtsreiche Kandidatinnen für den Sieg gehandelt. Die beiden gebürtigen Troisdorferinnen starten für den SC Charlottenburg. Beide blieben aber hinter den Erwartungen zurück. Nina Reuter ist beste Deutsche geworden, mit einer Zeit von 2:29:30 Stunden. Sie "finishte" auf Rang fünf, einen Platz vor Deborah Schöneborn, die knapp sieben Minuten langsamer lief.

Gemeldet waren für die Marathonstrecke 5000 Läufer, den Lauf beendet haben immerhin noch knapp 4300 Teilnehmer.

Abbiegen Richtung Ziellinie
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Der Düsseldorf Marathon bot, wie bereits vergangenes Jahr, eine abwechslungsreiche, größtenteils flache Strecke, die durch viele der schönsten Viertel Düsseldorfs führte. Los ging es vom Joseph-Beuys-Ufer, direkt am Rhein.

Die Strecke führte zunächst entlang des Rheins in Richtung Messe und Nordpark. Danach hieß es: Zurück in die Innenstadt. Nach etwa 13 Kilometern überquerten die Läufer die Oberkasseler Brücke und gelangten auf die linke Rheinseite. In Oberkassel passierten sie dann die Halbmarathonmarke (21,0975 km). Wieder über den Rhein, diesmal zurück auf die rechte Seite, ging es nun direkt in Richtung der berühmten Königsallee. Danach passierten die Marathonsitzungen den grünen Zoopark - ein kleiner Ruhepol mitten in der Stadt. Durch den Medienhafen ging es dann vorbei an einigen Ministerien und Landtag auf die Zielgerade.

Bericht und Fotos von David Bieber

Ergebnisse www.datasport.de
Info www.uniper-duesseldorfmarathon.de

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