27.4.24 - 42. ATOS Halbmarathon der TSG 78 HeidelbergDas Läuferfest war stimmungsvoller als je zuvor |
| von Constanze & Walter Wagner |
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Informationen zum Lauf 2026 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE? |
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Zum 42. Mal fiel der Startschuss zum Heidelberger Halbmarathon. Bereits davor wurde das Rennen um die Startplätze entschieden, denn die waren wieder alle vergriffen. Die Beliebtheit des Kultlaufs durch und um Heidelberg herum ist ungebrochen. Der Kurs, alles andere als leicht. Die Anstiege und Gefälle fordernd. Das Finale grandios und die Eindrücke unterwegs wunderbar. Zur perfekten Organisation kam das ebensolche Wetter. Sonnenschutz war ratsam, wenngleich die 42. Austragung nicht als Hitzeschlacht in die Annalen eingehen wird. Dass die Bedingungen ideal waren, unterstreichen die Streckenrekorde der Tagessieger Simon Stützel (1:09:30) und Stella Wernicke (1:22:16). Einschränkend zur Vergleichbarkeit sind leichte Modifikationen im Streckenverlauf, zur Optimierung oder aufgrund von Baustellen.
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Mit 5277 Zielerfassungen, davon 3742 beim Halbmarathon, ist das Potential ziemlich ausgeschöpft. Viel mehr Läuferinnen und Läufer fasst der Universitätsplatz kaum, will man den Teilnehmern nicht Qualitätseinschnitte zumuten. Dies freilich ist nicht geplant, im Gegenteil. Der Aufwand den die TSG 78 Heidelberg mit großer Helfergruppe leistet, steigt stetig. Ein Kraftakt, der, wenn alles gut gegangen ist, letztendlich gern gestemmt wurde und der erbracht werden muss, will man der herausragenden Position in der Region und weit darüber hinaus gerecht werden. Der ATOS Halbmarathon war einmal mehr ein besonderes Ereignis und Werbung für das Laufen vom Spitzensport über Hobby- bis hin zum Gesundheitssport. Neben der Distanz verlangen rund 350 Höhenmeter eine ordentliche Vorbereitung. Diese wird vorausgesetzt, zudem gibt es organisierte Vorbereitungsläufe.
Weniger fordernd ist der Henkel Team-Lauf über 3,1 Kilometer, wenngleich auch dort an der Spitze erstklassige Zeiten erzielt werden. Mit 1045 Zielerfassungen und beinahe paritätischer Teilnahme von Frauen und Männern wäre der Begriff Rahmenprogramm vermessen. Der besondere Charakter dieses flachen Stadtlaufs ist die Teamwertung. Hier sei vorweg genommen, dass der 15jährige Henri Mihm in 9:38 min Schnellster bei den Männern und die 13jährige Emma Stonefield in 11:20 min Siegerin bei den Frauen wurde.
490 Teilnehmer beim 1200 Meter langen DGZ-Bambini-Lauf für Kinder unter 10 Jahren von der Friedrich-Ebert-Anlage zum Uniplatz komplettierte ohne Wertung das Gewusel auf der beidseits dichtbevölkerten Heidelberger Hauptstraße, auf der mit Moderation und Musikeinlagen den Akteuren ein überwältigender Empfang bereitet wurde.
Wenn an der Spitze des Halbmarathons letzte Kräfte mobilisiert werden, um auf dem lange ansteigenden Schlosswolfsbrunnenweg keine Positionen zu verlieren, fast alle Langstreckler aber noch dem höchsten Streckenpunkt an der Moltkehütte 270 m üNN zustreben, geht in der Hauptstraße der Punk ab, steppt der Bär, beziehungsweise wird auch dem sportfernsten Touristen klar, warum er beidseits auf einen schmalen Streifen der Fußgängerzone verwiesen wird. Um dem Nachdruck zu verleihen, werden hunderte Meter der Hauptstraße mit Gittern abgesperrt. Kaum zu glauben, dass es noch keine 50 Jahren her ist, dass durch diese enge Gasse die aufkommensstärkste Straßenbahnlinie Heidelbergs und zudem der Kraftverkehr rollte und sich die Fußgänger auf dem schmalen Trottoir drängten. Jetzt fegten die Bambini und in unmittelbarer Folge die Teilnehmer des Henkel Team-Laufs durch die Fußgängerzone dem Universitätsplatz entgegen.
Der Termin läge in diesem Jahr für die meisterschaftsaffinen Vereinsläufer sehr ungünstig, da sie gerade aus einem Trainingslager kämen und erste regionale Leichtathletikmeisterschaften unmittelbar bevorstünden, erklärte Christian Stang, Verbandstrainer Lauf vom Stützpunkt Mannheim/Rhein-Neckar. Das Fernbleiben einiger Leistungsläufer freilich dürfte kaum aufgefallen sein, erhöhte aber immens die Siegchancen der Nachwuchskräfte. Die wussten ihre Chance zu nutzen.
Als Gesamtsieger erreichte Henri Mihm nach 9:38 min das Ziel. Im Vorjahr war der nun 15jährige Schüler des Heidelberger Hölderlin Gymnasiums bereits dem steten Talentsucher Christian Stang aufgefallen. Damals wurde er Sechster in 10:13 min. Jetzt trainiert er unter Stangs Anleitung bei der MTG Mannheim und siegte in der gleichen Zeit, mit der Philipp Schell im Vorjahr Dritter wurde. Henri Mihm, der auch Volleyball spielt, spurtete über die Zielmatte als stünde ihm der Gegner auf den Fersen, doch Norman Korff lag als Zweitplatzierter in 9:52 min in Anbetracht der Distanz schon deutlich zurück und sein Vereinskamerad bei der TSG 78 Heidelberg, Philipp Schell, konnte sich nach 10:07 min wieder über Rang drei freuen. 2023 stand Schell als Gesamtsieger des Henkel Team-Laufs auf der Ehrentribüne. Bis runter zur U20 gehen die Altersklassen in der Top20 und lassen auf nachrückende Talente hoffen.
Tatsächlich wirkt die Parallele beim Ergebnis der Teilnehmerinnen wie abgeschrieben. Die Vorjahressechste Emma Stonefield, damals in 13:20 min (13:01 netto), lief nun in 11:20 min zum Sieg. Die 13jährige Schülerin der 8. Klasse am Englischen Institut Heidelberg ist Triathletin, wobei ihr Schwimmen und Laufen am besten liegen, startet im Ausdauermehrkampf für den SV Nikar Heidelberg und ist bereits zum Eintritt in den Landeskader eingeladen. Im letzten Jahr war sie hinter Lotta Pfander vom Helmholtz-Gymnasium Heidelberg in der U14 Zweite geworden, die nun ebenfalls in der U16 laufend sich mit 13:14 min vom vierten auf den dritten Frauengesamtrang verbessern konnte. Dazwischen kam Rike Kemmerich von der TSG 78 Heidelberg in 11:37 min als Zweite und W20-Siegerin ins Ziel.
Dieser Wettbewerb wird als Team-Lauf durchgeführt und jeweils die fünf schnellsten Zeiten eines Teams addiert. Als Teamsieger wurde die TSG 78 Heidelberg 1 in 52:26 min ermittelt, gefolgt von der TSG 78 Heidelberg 2 in 1:04:27 h und Henkel AG 1 in 1:08:18 h.
Romantik ist Weltflucht, sich zur Natur hinwenden, ist Fantasie- und Traumwelt, die Faszination des Unheimlichen. Schwülstig klingt es und doch lockt derlei Verträumtheit. Etwa, dass in Heidelberg Herzen verloren gehen, oder die Lobpreisungen von Goethe, dessen Besuch der berühmten Universitätsstadt am Durchbruch des Neckars in den Oberrheingraben nun genau 250 Jahre zurückliegt, wenngleich er die Leiden des jungen Werther da bereits zu Papier gebracht hatte. Mark Twain hielt sich gleich drei Monate berauscht von Heidelberg in der Stadt und den umliegenden Hängen auf. Clemens Brentano oder Joseph von Eichendorff brachten die Romantik in die Stadt, in deren Fußstapfen viele Berühmtheiten folgten und noch immer folgen.
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| Nach 2 Kilometern durch die Altstadt wird auf dem dritten Kilometer über die Alte Brücke der Neckar überquert | |
Und irgendwie können sich selbst die langlaufenden Sportler dem romantischen Zauber nicht entziehen. Vor allem, wenn im noch zarten Frühling in der vom Klima bevorzugten Region die Natur geradezu explodiert. Im Sonnenschein, alsbald nach den einführenden ersten Kilometern, den Neckarstrom über die Alte Brücke zu queren und beim Erklimmen des Philosophenwegs den Blick über die Stadt, das Tal und die gewaltige Schlossanlage schweifen zu lassen, welches es im weiteren Rennverlauf noch zu umrunden gilt, bevor sich beim wieder Eintauchen in die Gemäuer der Altstadt das nahende Ziel ankündigt.
Los geht es für den ersten Startblock um 09.15 Uhr auf der mehrspurigen Friedrich-Ebert-Anlage. Diesem folgen drei weitere Startfelder und lassen somit die etwa 3500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zügig Fahrt aufnehmen. Über die Sofienstraße zum Bismarckplatz, von wo die Läufer in die Hauptstraße einbiegen und nach zwei Kilometern am Ziel vorbeilaufen. Zu früh, als dass es zum Ausstieg lockte, denn noch ist die Strecke flach und flüssig zu laufen. Zudem folgt nun die Heiliggeistkirche und das Hotel Ritter. Nach der Kirche führt die schmale Steingasse direkt auf die Alte Brücke und rechtsseitig des Neckars geht es stromabwärts bis in den Stadtteil Neuenheim. Doch nun beginnen bald die Aufgaben, die diesem Halbmarathon seinen besonderen Charakter verleihen und kaum mehr flache Meter.
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| Auf dem Philosophenweg bei km 8 hat sich Simon Stützel schon ca. 150 Meter von ... | ... Vasilii Leminskii abgesetzt |
Schon auf dem Philosophenweg oberhalb der Alten Brücke hat sich der als Favorit gestartete Streckenrekordhalter Simon Stützel klar an die Spitze des Feldes gesetzt. Er gab vom ersten Meter an die Geschwindigkeit vor. "Der erste Kilometer ist leicht abfallend, wer da nicht klar unter drei Minuten läuft, bleibt eben zurück. Ich hatte Lust auf Begleitung, aber die anderen wohl nicht auf mich", wird er später berichten. Doch selbst bei großer Lauflust der Mitstreiter, er war eben noch schneller unterwegs als bei seinem Sieg im Vorjahr in Streckenbestzeit. Immerhin versuchten seine ärgsten Verfolger alles, um einigermaßen dran zu bleiben und auf eine Chance zu lauern.
Doch vergebens. Simon Stützel, Jahrgang 1986 und im letzten Jahr der M35 zugehörig, mit einer Halbmarathon-Bestzeit von 1:03:29 h (Marathon pB 2:16:09) gab die Führungsposition bis ins Ziel nie ab und führt nun die ewigen Bestenliste des Laufs mit 1:09:31 h (1:09:30 netto) an. Seine Leistungssportkarriere hat der Spitzenläufer der LG Region Karlsruhe schon seit längerem für beendet erklärt, läuft nur noch dort, wo es im gefällt oder bei Läufen, die er noch nicht kennt und die ihm in seiner Vita irgendwie noch zu fehlen scheinen. Dass er dabei aber noch immer Streckenrekorde am laufenden Band aus dem Ärmel schüttelt, zeigt sein Können. Zudem spielen ihm seine Routine und die große Rennerfahrung in die Karten.
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| Wolfgang Decker vom LT Karlstern gewinnt die M80 in 2:31:54 | Jose Prados von der TSG 78 Heidelberg gewinnt die M45 ... | ... Vereinskollege Marcus Imbsweiler die M55 |
Vasilii Leminskii wurde in 1:10:26 h Zweiter und war nicht wirklich glücklich über die "Niederlage". Der 27jährige Physiotherapeut aus Kaliningrad, der in Freiburg lebt, in Deutschland aber nicht seinen Beruf ausüben darf, war am 6. April beim Marathon in Hannover in 2:17:07 h Sechster geworden und der Marathon steckte ihm noch in den Knochen. Eventuell wird er beim Trollinger Marathon in Heilbronn starten, danach ist aber auf jeden Fall Pause.
Auch der dritte Rang verleiht dem ATOS Halbmarathon einen weiteren internationalen Anstrich, wenngleich Bill Martin das Trikot des Veranstalters TSG 78 Heidelberg trägt. Im Vorjahr wurde der 34jährige US-Amerikaner Siebter, jetzt hat er einfach länger auf diesen Lauf hin trainiert und wurde in 1:11:54 h Dritter. Seit sieben Jahren ist der Projektmanager in einem Unternehmen für Impfstoffe in Deutschland und ja, alle sprechen mit ihm Englisch, bei der Internationalität der Stadt, den unzähligen Studierenden und auch an vielen Arbeitsplätzen ist dies die gängige Umgangssprache und behindern somit das Erlernen der deutschen Sprache.
Auf dem vierten Rang kam mit 1:12:42 h Stefan Hartmann aus Mannheim. Für den promovierten Betriebswirt, der an der Uni in Mannheim arbeitet, war es die erste Teilnahme beim Heidelberger Halbmarathon. Der 30jährige startet für den Trifugee e.V., einem Verein, der das Erreichen sportlicher Ziele mit Spendensammeln für Flüchtlingsprojekte verbindet. Fünfter und U23-Sieger wurde Moritz Göttler vom AERA sports team, der in 1:12:54 h noch unter 73 Minuten blieb. Ihm folgten Raivo Alla vom EMBL Running Club, M40-Sieger in 1:13:49 h, Dustin Uhlig vom Engelhorn sports team in 1:14:34 h und Julian Beuchert vom hpc-trimaster in 1:14:47 h, Sieger der Jahre 2022 und 2023 sowie Vorjahreszweiter.
Weitaus spannender gestalteten die Frauen ihr Rennen, bei dem es sogar zu gelegentlichen Führungswechseln an der Spitze kam. Gespannt war man auf Kathrin Lehnert. Ihr wurden, begleitet von ihrem Lebenspartner Maximilian Walter, dem auf der Henkel-Runde ungeschlagenen Streckenrekordhalter, große Chancen auf den Sieg zugestanden. Beide nun im Trikot des AERA sports Team, das auch die Titelverteidigerin Michelle Hassel trug. Doch war der Kreis der Sieganwärterinnen damit längst nicht aufgezählt. Eine Vorentscheidung schien sich auf dem ansteigenden Philosophenweg anzubahnen, denn Kathrin Lehnert kämpfte um den Anschluss an ein Duo, dessen starkes Auftrumpfen nicht für alle überraschend war.
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| Im Frauenrennen hat sich Valerie Moser auf dem Philosophenweg an die Spitze gesetzt ... | ... Stella Wernicke jedoch direkt auf den Fersen | Ebenfalls noch dicht auf, folgt Kathrin Lehnert auf Position 3 |
In den Anstiegen spielte Valerie Moser die erste Geige, bergab übernahm Stella Wernicke den Taktstock. Daraus ergab sich ein gewisser Vorteil aus der Streckenführung, denn nach dem man das Schloss oberhalb passiert hat, geht es im gedehnten Gefälle nur noch runter. Dies war Stella Wernicke bekannt, denn bereits 2022 war sie den Halbmarathon gelaufen und damals als U23-Siegerin in 1:36:55 h Elfte geworden. Doch seither hat sie eine starke Entwicklung gemacht und steht nun mit der Rekordzeit vom 1:22:16 h in der Siegerinnenchronik des ATOS Halbmarathon. Obwohl sie ihren Startpass bei der TSG 78 Heidelberg hat, war ihr Teilnahmeentschluss erst anfangs der Woche gefallen und wäre beinahe noch an der Anreise mit der Bahn gescheitert.
2019 kam Stella Wernicke von Hamburg nach Heidelberg um Psychologie zu studieren. 2023 schloss sie das Studium mit dem Bachelor ab. Sie lebt nun im England und promoviert in Cambridge. Auch zukünftig will sie wissenschaftlich in der Forschung arbeiten. Marathon nennt sie als ihre Hauptdisziplin, lief im letzten Jahr in London ihre Bestzeit in 2:46:45 h. Ihre Halbmarathon-Bestzeit von 1:18:59 h stammt von den Deutschen Meisterschaften 2024 in Hamburg, damals landete sie sechs Plätze hinter Kathrin Lehnert auf dem 20. Rang. Als Ziele in der laufenden Saison nennt sie die Teilnahme an den Deutschen Berglauf-Meisterschaften beim Nebelhornlauf im Juni, denn in den Bergen läuft sie gern und hat auch schon am Zugspitz Ultratrail teilgenommen, und beim Berlin Marathon im September will die 24jährige ihre Zeit über die Marathondistanz verbessern.
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| Angefeuert von tosendem Publikumsapplaus und fetzigem Sound der Marching Band Brass2Go stürmt Stella Wernicke als erste Frau auf die letzten Meter in der Fußgängerzone Richtung Ziel |
Valerie Moser vom Running Team Ortenau hatte erst auf dem letzten Gefällstück aufgegeben. "Bergab ist nicht so meins", gestand die 26jährige Triathletin (Karlsruher Lemminge) Sprint und olympische Distanz und Radsportlerin, die ihre erste Teilnahme in 1:22:49 h und Platz 2 glänzend meisterte. Sie kommt aus dem Raum Freiburg, wohnt jetzt aber in Karlsruhe und arbeitet dort in der Medizintechnik. Ganz unbekannt war ihr das Terrain aber nicht, dann bereits 2024 musste sie auf dem Philosophenweg laufen, war von der Strecke begeistert und gewann damals den Heidelbergman Triathlon. Es war heute erst ihr dritter Halbmarathon. Ihre Bestzeit lief sie im Rahmen des Drei-Länder-Marathon in Bregenz in 1:19:58 h. Sportliche Erfolge feierte sie 2023 als Baden-Württembergische Traillauf Meisterin und 2024 wurde sie Deutsche Meisterin auf der Duathlon Sprintdistanz.
Kathrin Lehnert blieb diesmal nur der dritte Rang in 1:23:51 h. Es lief einfach nicht wie erhofft. Schon auf dem Philosophenweg nach einem Drittel der Distanz war es hart. Die Realschullehrerin für Englisch, Deutsch und Gemeinschaftskunde lief am liebsten 800m und 1500m auf der Bahn. Seit zwei bis drei Jahren ist sie aber auch auf der Langstrecke erfolgreich, hat eine Bestzeit über 10 km von 35:03 min und 1:17 Stunden über Halbmarathon. Beim Henkel Team-Lauf, bei dem sie im Vorjahr verletzungsbedingt nicht antreten konnte, gewann sie 2023.
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| Im Zuschauerbad geht es auf den letzten Metern Richtung Ziel | Dort sorgen Regeneratives und zahlreiche Helfer für Leib und Seele | |
Ihre Teamkameradin beim AERA sports Team und Vorjahressiegerin Michelle Hassel unterbot in 1:25:03 h ihre letztjährige Zeit um fast zwei Minuten, doch reichte dies nun nur zum vierten Rang. Siegambitionen hatte sie angesichts der Starterliste keine, aber für die Mannschaftwertung sollte es mit Kathrin Lehnert und Katharina Grabinger reichen, was schließlich auch gelang. Sie kommt aus Koblenz und ist wegen des Medizinstudiums in die Rhein-Neckar-Region gezogen. Es war ihre dritte Teilnahme beim Halbmarathon der TSG Heidelberg, 2022 wurde sie Zehnte. Ihre Halbmarathon Bestzeit lief sie im März beim Spiridon Halbmarathon in Frankfurt in 1:21:57 h. 2024 lief sie Mailand ihren bisher einzigen Marathon in 2:58:18 h. Im Mai startet sie beim Transvulcania Ultramarathon Trail in La Palma über 73 km mit 4000 Höhenmetern und wird dort ihren bisher längsten Wettkampf von 57 Kilometern toppen.
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| Die mit den roten Anzügen (www.brass2go.de) sorgen am Ende auch auf dem Uniplatz mit heißen Rhythmen bis zur Siegerehrung für beste Stimmung | Ehrung der Top 3 des 42. ATOS Halbmarathon mit v.l.n.r. Simon Stützel, Stella Wernicke, Valerie Moser, Kathrin Lehnert, Bill Martin und Vasilii Leminskii |
Nach Positionswechseln mit Michelle kam Leonie Gieser in 1:25:13 h auf den fünften Rang. Vorjahreszweite Christina Erdbrink, 36jährige Kinder-Krankenschwester aus Darmstadt, schaffte in 1:26:24 h ihre bisher beste Zeit. Beim Trail-Marathon Heidelberg war sie mit einem Sieg und einem zweiten Rang noch erfolgreicher. Eine Neigung zu Trailläufen nennt auch sie. Für UKHD Anästhesie erzielte Julia Bongiovanni in 1:28:57 h erneut den W40-Sieg und Rang 7. Die Ärztin zählt in der jüngeren Geschichte dieses Rennens beinahe zum Inventar und hat 2022 sogar den Gesamtsieg davon getragen. Sohnemann Alessio (U14) erreichte beim Henkel Team-Lauf Rang 2 mit dem Team TSG 78 Heidelberg 2. Den Namen Bongiovanni wird man sich weiterhin merken müssen. Es fällt auf, dass viele alljährlich weiterhin am Heidelberger Halbmarathon teilnehmen, auch wenn sie nicht mehr auf den vorderen Rängen landen, und den Alterungsprozess akzeptieren.
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Die TSG 78 Heidelberg stellte auch die Siegermannschaft über Halbmarathon bei den Männern, belegte bei den Frauen Platz 2 und 3 der Mannschaftswertung und war auch in den Altersklassenwertungen ziemlich erfolgreich. Dies gelingt neben der Organisation und Durchführung dieses Großereignisses bisher reibungslos. Respekt vor dieser Leistung und der ständigen Weiterentwicklung dieser Traditionsveranstaltung, die im Herzen einer Tourismushochburg einiges mehr an Aufwand erfordert als anderswo. Noch war die Zielverpflegung nicht aufgebraucht, da endete alles wieder im Gewusel, nun aber wurde rasant abgebaut. Bald erinnerte nichts mehr in Heidelberg an den 42. ATOS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg. Well done, wie man hier sagen würde.
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Bericht & Fotos von Constanze & Walter Wagner |
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