20.4.24 - 14. TEBA-Radweglauf in Hermeskeil

Uli-Schmitt-Gedenklauf

Teilnehmerrekord im Aprilwetter

von Holger Teusch 

 

Wer im Hochwald, dem Mittelgebirge im Westen der Republik, teils im Saarland, teils in Rheinland-Pfalz gelegen, läuft, lässt sich vom Wetter nicht beeinflussen. Das beweist der Teba-Radweglauf in Hermeskeil. Bei der 14. Auflage kamen trotz einiger Graupelschauer mit 763 Läufern so viele ins Ziel, wie nie zuvor.

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Das kühle und wechselhaft-nasse Aprilwetter war auch für Führungsfahrradfahrerin Anna-Lena Kolling, die bei sieben Rennen vorneweg fuhr, eine Herausforderung An manchen Stellen liegen noch Schienen neben dem Ruwer-Hochwald-Radweg
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Die Aussage bei den Lauf-Organisatoren des TV Hermeskeil war schon immer klar: Wir können nicht allzu früh im Jahr einen Straßenlauf durchführen. Es könnte noch Schnee geben! Immerhin liegt Hermeskeil im Hochwald auf mehr als 500 Meter Höhe. Bei der 14. Auflage des Teba-Radweglaufs war das tatsächlich fast der Fall. "Gestern hatten wir noch Schnee", erzählte Bernd Schmidt am Wettkampf-Samstag, dem 20. April.

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Die Wettervorhersage ließ den Organisationsleiter nicht nur wegen der winterlichen Temperaturen zittern. Bei Eis und Schnee auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg hätte man natürlich nicht laufen können.

Die große Masse an Nachwuchsläufern im 1-km-Rennen ist für Teilnehmer und Zuschauer ein besonderes Erlebnis. Nele Wihl (LT Schweich, vorn) war mit 3:52 Minuten schnellstes Mädchen im U14-/U16-Rennen Schlussläuferin Luna Lambert nahm sich in den Kinderläufen liebevoll denen an, die am längsten für die Strecke brauchten

Es kam nicht so schlimm - und eigentlich ganz gut. Kurzfristig wurde für den Start-Ziel-Bereich auf dem Hermeskeiler Bahnhofsplatz noch ein zweites Zelt organisiert und Petrus beließ es am Wettkampftag mit einigen Graupelschauern. Bei den vielen Sonnenminuten dazwischen erfreute sich schon so mancher den bereits wärmenden Strahlen. Und der guten Stimmung tat das Aprilwetter schon gar keinen Abbruch. Der Mut des Teams vom TV Hermeskeil, die gesamte Veranstaltung zentral auf dem Bahnhofsvorplatz und dem Ruwer-Hochwald-Radweg, ganz ohne Halle, durchzuführen, wurde belohnt.

Start zum 5-km-Lauf: Der spätere Sieger Thomas Koch vom LC Rehlingen (rotes Trikot) hatte zunächst einige Läufer vor sich

Vor allem mit einer Rekordbeteiligung! Denn trotz des angekündigten durchwachsenen Wetters waren so viele Läufer auf der Strecke wie nie: 763 Namen standen am Samstagabend in der Ergebnisliste. Das waren knapp 100 mehr, als 2023, als bereits ein neuer Teilnehmerrekord gefeiert wurde. Die Ausfallquote, die Differenz zwischen Teilnehmern auf der Melde- und Ergebnisliste lag wie in den Vorjahren bei etwas über zehn Prozent. Auch die Schüler der Hermeskeiler Schulen waren wieder zahlreich vertreten.

Der ehemalige Deutsche 100-km-Meister Alexander Bock (LC Rehlingen/Gymnasium Hermeskeil) feierte nach drei zweiten Plätzen in Folge seinen ersten Erfolg in Hermeskeil über 10 km Sara Schumacher vom LT Schweich feierte beim Teba-Radweglauf über 10 km ihren ersten Sieg in einem Wertungslauf zum Bitburger 0,0%-Läufercup. Begleitet von Jo Kraus und Gil Weicherding belegte die Luxemburgerin Lena Kraus den zweiten Platz über 10 km

Vor allem die des Gymnasiums der Hochwald-Stadt. Einer von ihnen ist ein ehemaliger Schüler: Alexander Bock. Beim Teba-Radweglauf streift der 31-Jährige vom LC Rehlingen immer noch einmal das Shirt seiner ehemaligen Schule über. Diesmal so erfolgreich wie noch nie: Nach drei zweiten Plätzen in Folge (zuletzt hinter dem Deutschen U23-Meister Benjamin Dern (2023) und dem ehemaligen Köln-Marathon-Gewinner Tobias Blum (2022)) stand Bock diesmal zum ersten Mal ganz oben auf dem Treppchen. In 32:36 Minuten feierte der ehemalige Deutsche Meister im 100-km-Lauf einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg vor Dominik von Wirth (TG Konz/36:10) und Alexander Körin (LT Schweich/36:26).

Begleitet von ihrem Vereinskameraden Stephan Meyer belegte Maëlynn Dussaucy vom LT Schweich den dritten Platz über 10 km bei den Frauen Nicht mehr weit bis ins Ziel: Die 50-Minuten-Läuferinnen Selina Benz und Eva Engel auf dem letzten Kilometer der 10-km-Strecke

Bei den Frauen gewann Sara Schumacher (LT Schweich/41:35) den dritten Wertungslauf des 30. Bitburger 0,0%-Läufercups in 41:35 Minuten vor der Luxemburgerin Lena Kraus (42:20) und ihrer französischen Vereinskameradin Maëlynn Dussaucy (42:56).

Das alte Bahnhofgebäude bildet den Hintergrund für den Zieleinlauf, wie hier des 5-km-Zweiten Tobias Nagel vom LA-Team Saar Enge Entscheidung über 5 km bei den Frauen: Moni Vieh vom PST Trier setzt sich knapp gegen Johanna Dolk (Silvesterlauf Trier) durch

Der 5-km-Lauf über die ehemalige Bahnstrecke, die vor zwei Jahrzehnten zum Radweg umgebaut wurde, kommt in Hermeskeil immer eine besondere Bedeutung zu. Das rührt zum einen daher, dass die längste Distanz beim Teba-Radweglauf ursprünglich über 15 km führte. Erst mit der Aufnahme in den Läufercup 2019 stieg man auf 10 km um. Der "Fünfer" ist aber weiterhin eine beliebte Strecke vor allem bei Oberstufen-Schülern, Firmenläufern und natürlich Lauf-Einsteigern. Bei den Teilnehmerzahlen ist er etwa genauso groß wie der "Zehner" und der von Tobias Blum aufgestellte Streckenbestzeit von 14:42 Minuten (2022) mindestens gleichwertig wie Benjamin Derns 10-km-Kursrekord von 30:53 Minuten (2023). Diesmal entschieden Moni Vieh (PST Trier/21:54) und Thomas Koch (LC Rehlingen/16:54) das kurze Rennen für sich.

Noch die letzte Kurve, dann war auch Esther Mergens im Ziel des 14. Teba-Radweglaufs in Hermeskeil Mit weit über 150 Läufern stellte das Gymnasium Hermeskeil wieder die größte Teilnehmergruppe

Ganz groß raus kommen in Hermeskeil auch immer die Schüler. An den vier Rennen über jeweils 1 km nahmen jeweils mehr als 80 Mädchen oder Jungen (getrennt) teil. Die Siegerehrungen auf dem Bahnhofplatz waren gerade beim Nachwuchs auch unter freiem Himmel trotz Kühle die stimmungsvollsten des Tages.

Siegerehrung unter freiem Himmel mit Wintermantel, aber bei guter Stimmung hieß es beim 14. Teba-Radweglauf Der ein oder andere Graupelschauer ließ die Läufer und Organisatoren wie Bernd Schmidt (rote Jacke mit Mikrofon) unter einem Pavillon Schutz suchen
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Bericht und Fotos von Holger Teusch

Ergebnisse www.chiplauf.de & Infos www.teba-radweglauf.de

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