29.2.20 - 28. Marburger Lahntallauf

Vorfrühling beflügelt zu Rekord-Meldeergebnis

von Helmut Serowy 

Ende Februar/Anfang März - wenn sich winterliche Witterung und Frühlingserwachen um die Vorherrschaft streiten - sorgt im Lahntal unterhalb der Marburger Altstadt ein unendlicher Lindwurm buntgekleideter Läuferinnen und Läufer für fröhliche Abwechslung und erfreuliche Farbtupfer in den ansonsten noch eintönigen Wiesen.

Im Schatten des Marburger Landgrafenschlosses starten die Langstreckler zum Lahntallauf
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Der vom rührigen Ultra-Sport-Club Marburg organisierte Lahntallauf - bei dem Organisations-Chef Arne Pflüger immer wieder von einer Vielzahl kompetenter ehrenamtlicher Helfer unterstütz wird - lockt jährlich knapp 1000 Langstreckler in die mittelhessische Universitätsstadt. Früh in der Saison finden hier ambitionierte Läufer wie Breitensportler ein breitgestreutes Streckenangebot über fünf Distanzen - 10 Kilometer, 30 Kilometer, 50 Kilometer sowie Halbmarathon und Marathon. Damit bietet sich der flache, amtlich vermessene Kurs optimal zur Formüberprüfung oder als Aufbau-Rennen für geplante Frühjahrsläufe an. Er schafft aber auch zugleich die Voraussetzungen, innerhalb großer Felder und starker Konkurrenz bereits schnelle Zeiten zu laufen.

Ein besonderer Service der Veranstalter: Die Meldungen zum 50-km-Lauf und zum Marathon gelten gleichzeitig auch für die kürzeren Strecken. Damit besteht die Möglichkeit, das Rennen bei Marathon, 30 Kilometern oder Halbmarathon zu beenden und in die jeweilige Wertung zu kommen.

 
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Die Lahn entspringt auf dem 612 Meter hoch gelegenen Ederkopf im Rothaargebirge und schlängelt sich über 245 Kilometer in unzähligen Schleifen talabwärts. Bei einem Gefälle von 567 Metern mündet sie schließlich unterhalb der Burg Lahneck zwischen Nieder- und Oberlahnstein in den Rhein. Zuvor hat sie auf ihrer langen Reise selbst 104 Bäche und Flüsse aufgenommen. Als längster Nebenfluss fließt bei Cölbe - oberhalb von Marburg - die knapp 60 Kilometer lange Ohm in die Lahn.

Das Lahntal zählt mit seiner abwechslungsreichen Landschaft zu den schönsten Nebentälern des Rheins. Das Ufer des Flusses säumen mehr als 300 Renaissance- und Barockschlösser, Ritterburgen, Wehrbauten, Türme, Ruinen. In Marburg begeistert das hoch über dem Tal thronende, markante Landgrafenschloss. Die historische Altstadt am Schlossberg mit ihren engen Gassen, die Alte Universität, die frühgotische Elisabethkirche bereichern das Stadtbild.

Endlos zieht sich die Läuferschlange durch die Lahnwiesen

Veranstaltungszentrum des inzwischen 28. Marburger Lahntallaufes ist die Sporthalle neben dem Georg-Gaßmann-Stadion mit Meldestelle, Umkleideräumen, Bewirtung. Hier finden auch die Siegerehrungen statt.

Von hier führt ein kurzer Fußweg zum ausgelagerten Start- und Zielbereich in den Wiesen auf der gegenüberliegenden Lahnseite. Der bestenlistenfähige 10-km-Rundkurs führt auf Radwegen entlang der Lahn über das südliche von Marburg gelegenen Cappel und nach einer Schleife über Gisselberg auf der anderen Lahnseite wieder zurück. Um die exakte Streckenlänge zu erreichen, erwartet die Halbmarathon- und Marathonläufer kurz vor ihrem Zieleinlauf noch eine Wendepunkt-Strecke in nördliche Richtung.

Nach einigen unangenehmen Tagen erwartete die Läufer bei der 28. Auflage des Lahntallaufes herrliche Witterung mit strahlendem Sonnenschein. "Ich kann mich nicht erinnern, dass die Bedingungen jemals so toll waren", freute sich Heiko Krause vom Veranstalter-Team des USC Marburg.

 
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Obwohl die Organisatoren bereits mit 812 Voranmeldungen hochzufrieden waren, wurden bei diesen Voraussetzungen am frühen Morgen die Nachmeldeschalter gestürmt. Letztlich sorgten 1090 Meldungen für einen neuen Teilnehmer-Rekord.

Eine beeindruckende und immer länger werdende Läuferschlange zieht sich inzwischen nach dem gemeinsamen Start aller fünf Wettbewerbe um 10 Uhr durch die Lahnwiesen unterhalb des Landgrafenschlosses.

50 Kilometer

Optimale Bedingungen herrschten zum Start des 28. Lahntallaufes in Marburg. Alles war gerichtet für schnelle Zeiten auf dem flachen, amtlich vermessenen 10-km-Rundkurs entlang der Lahn. Entsprechend optimistisch startete auch der favorisierte Benedikt Hoffmann von der TSG Heilbronn über die "Königsdisziplin" 50 Kilometer, in deren Rahmen bereits zweimal die Deutschen Meisterschaften ausgerichtet wurden.

Seiner Favoritenrolle wird über 50 km Benedikt Hofmann gerecht Enrico Wiesner (vorne) läuft ebenfalls unangefochten auf den zweiten Platz Als Dritter hat Sven Gaul die M40 unter Kontrolle Mit starkem Finish schafft M50-Sieger Manuel Tuna Netto die gleiche Zeit wie der Dritte, liegt Brutto aber 9 Sekunden zurück

Bedauerlicherweise frischte nach rund einer Stunde ein kühler Wind immer stärker auf. Im weiten Lahntal behinderte dieser die Läufer auf den längeren Distanzen leider deutlich, drückte die Stimmung und die Zeiten. Den für den Nachmittag angekündigten Regen erlebten erfreulicherweise nur die letzten Läufer der Langstrecken.

Benedikt Hoffmann - Deutscher 100-km-Meister 2017 und im letzten Jahr Vizeweltmeister mit dem DLV-Team im 50-km-Straßenlauf (mit Marcel Bräutigam vom GuthsMuts Rennsteiglaufverein und Andreas Straßner vom Team Naunheim) - startete mit Zwischenzeiten von jeweils 35 Minuten die drei ersten 10-km-Runden. Erst in der vierten und fünften Runde musste der Marburg-Sieger von 2017 (2:54:12 Stunden) etwas Zeit liegen lassen. Mit hervorragenden 2:58:08 Stunden unterbot er dennoch deutlich die 3-Stunden-Marke. "Wenn der Kurs bei dem Wind anders herum gelaufen worden wäre, hätte ich sicher eine schnellere Zeit erreichen können", bedauerte er die auf der zweiten Streckenhälfte schwierigeren Bedingungen.

Ungefährdet sicherte sich dahinter Enrico Wiessner von den FH Runners Berlin in 3:30:00 Stunden die zweiten Plätze im Gesamtklassement und der M35. Auch er musste nach gleichmäßigen Startrunden auf den letzten 20 Kilometern "Federn lassen". Gleiches gilt für den Dritten und M40-Sieger Sven Gaul vom TSV Krofdorf-Gleiberg. Das Moderatoren-Duo Markus Bourcarde und Sven Schnitker begrüßte ihn nach 3:38:09 Stunden im weiter sonnenüberfluteten Ziel.

 
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Eine bemerkenswerte Aufholjagd startete auf der letzten 10-km-Runde Manuel Tuna von der TSG Helberhausen. Der Zweite der Deutschen 24-Stunden-Meisterschaften 2018 verdampfte einen Zwei-Minuten-Rückstand und trommelte mit der gleichen Nettozeit von 3:38:09 Stunden wie der Drittplatzierte Sven Gaul über die Ziellinie. Lediglich in der Bruttozeit trennten beide neun Sekunden. Dafür konnte er sich mit dem klaren Erfolg in der M50 trösten.

Florian Auth vom Tri-Force Fulda lief zum Schluss mit 3:42:00 Stunden als Dritter der M35 auf den fünften Platz vor und distanzierte noch den M30-Sieger Michael Rommel vom TuSpo Borken (3:44:09 Stunden). Dahinter setzte sich Elmar Sistermanns von der LG Mörfelden-Walldorf mit 3:45:55 Stunden die Krone der M55 auf. Die M45 gewann Stefan Daum von der LG Ultralauf, die M60 Klaus Neumeister vom 100 Marathon Club (4:24:16 Stunden), die M65 Hans-Dieter Jancker von der LG Ultralauf (4:03:46 Stunden) und die M80 der unermüdliche Werner Stöcker von der LG Wittgenstein (5:35:52 Stunden).

Auf der letzten Runde erkämpft sich Natascha Bischoff (W45) noch den 50-km-Erfolg Katrin Herbrik gewinnt mit dem zweiten Rang die W35 "Bronze" und "Gold" in der W40 erreicht Simone Herzog W60-Siegerin Rita Nowottny-Hupka läuft bereits als Vierte ins Ziel

Auch die Frauen-Konkurrenz über 50 Kilometer bestimmten deutsche Top-Ultralangstrecklerinnen. Vier Runden lang lag die Zweite der Deutschen 50-km-Meisterschaften von 2018 - Katrin Herbrik von der Landau Running Company - in Front. Die letzte Runde nahm sie noch mit einem Zwei-Minuten-Vorsprung in Angriff. Dann fing sie die ruhig angelaufene Natascha Bischoff von der LSG Karlsruhe - Zweite der Deutschen 100-km-Meisterschaften 2019 - bei ihrem langen Trainingslauf doch noch ab und lief mit 4:04:54 Stunden sicher zum Gesamtsieg und dem Erfolg in der W45.

 
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Katrin Herbrik sicherte sich nach 4:07:18 Stunden als Zweite die Wertung der W35. "Bronze" und W40-Titel holte sich Simone Herzog vom TV Goldbach in 4:24:14 Stunden. Auf dem Plätzen vier und fünf folgten bereits die W60-Schnellste Rita Nowottny von der LG Ultralauf in 4:26:59 Stunden und die W55-Siegerin Renate Seidel von der Troisdorfer LG M.U.T in 4:29:05 Stunden. Nicole Rein aus Dillenburg (4:56:56 Stunden) lag in der W50 vorne.

Marathon

Die Marathon-Konkurrenz hatte Robert Wilms von der SG Wenden vom Start weg unter Kontrolle. Sein flottes Tempo konnte er zwar nach 30 Kilometern nicht mehr durchziehen, mit 2:51:08 Stunden behielt er aber seine Spitzenposition und gewann zusätzlich die M30.

Eng wurde die Entscheidung um "Silber" und "Bronze". M35-Sieger Rico Bechmann vom Lauffeuer Fröttstädt setzte sich schließlich mit 2:53:00 Stunden gegen den schnellsten Hauptklassenläufer Torben Bernhardt aus Meine durch, der nach 2:53:28 Stunden finishte.

Die Marathon-Konkurrenz hat Robert Wilms im Griff Rico Bechmann spurtet noch auf den zweiten Rang Das Siegertreppchen vervollständigt als Dritter Torben Bernhardt

Dahinter führten Luis Vieyra vom Club Exatex Running (3:05:48 Stunden) und Bodo Abenhardt von der LG Donatus Erfstadt (3:15:57 Stunden) die M40 und die M55 an.

Als Gesamtachter freute sich Klaus Müller von der LGV Marathon Gießen (3:22:10 Stunden) über den Erfolg in der M55. Klaus Opl von der LG Vellmar (4:01:13 Stunden), Ulrich Tomaschewski vom 100 Marathon Club (5:13:49 Stunden), Hans Damm vom SC Steinberg (4:37:22 Stunden) und Ludwig Georg Braun von der MTG Melsungen (5:36:58 Stunden) führten die Senioren der M60, 65, 70 und 75 an.

 
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Strahlend präsentierte sich Frauensiegerin Julia Jezek (Die Laufpartner) über die vier Runden mit Zusatz-Wendepunkt über die 42,195-km-Distanz. In der letzten Saison Deutsche Vizemeisterin im 6-Stunden-Lauf und Dritte bei den Deutschen 100-km-Meisterschaften dominierte sie in Marburg den "Marathon-Sprint". Vom begeisterten Publikum ließ sie sich als Fünfte des Gesamteinlaufes feiern. Die Siegerin der W35 steigerte im Sturmlauf ihre Bestzeit auf 3:11:46 Stunden.

Fröhlich auf der Siegerstraße im Marathon: Julia Jezek Vorjahressiegerin Sylke Kuhn (W45) holt sich diesmal "Silber" Den dritten Platz belegt Claudia Becker

Erneut erfolgreich war als Gesamt-Zweite auch wieder Sylke Kuhn vom 100 Marathon Club. Die Marathon-Siegerin von 2017 und 2019 sicherte sich nach 3:36:30 Stunden die Goldmedaille in der W45. Claudia Becker von der BSG Pneumant Fürstenwalde erkämpfte sich auf der letzten Runde noch den dritten Rang und erreichte zugleich mit 3:49:42 Stunden die schnellste Zeit der W50. Die W40-Stärkste Carina Strube-Dies von der LG Brechen folgte in 3:53:32 Stunden.

Beste Juniorin war als Fünfte Sophie Bergmann vom Marburger Ruderverein (4:00:06 Stunden). Die Seniorinnen Iris Henche vom SC Oberlahn (4:19:15 Stunden), Angelika Abel vom TV Stammheim (5:07:45 Stunden) und Ruth Jäger von der JSK Rodgau (5:40:28 Stunden) siegten in der W55, W60 und W65.

30 Kilometer

Der 30-km-Lauf wird im Rahmen des Lahntallaufes seit 2016 gewertet und bietet sich insbesondere als Test- und Aufbauwettbewerb für die anstehenden Frühjahr-Marathons an. Florian Neuschwander von Spiridon Frankfurt hat hier bereits bei der Premiere den Streckenrekord mit 1:42:28 Stunden ziemlich hoch gehängt.

Über 30 km bleibt Nils Bergmann unter 2 Stunden Auf Platz zwei landet Jan Philipp Weller Thorsten Vackinger verpasst knapp den Silberrang

Bei der fünften Auflage lagen nach der ersten Runde noch Jan Philipp Weller von der LG Wittgenstein und Nils Bergmann vom TV Waldstraße Wiesbaden dicht beieinander. Anschließend löste sich Nils Bergmann kontinuierlich und schaffte mit 1:59:42 Stunden den Sprung unter die 2-Stunden-Marke. Jan Philipp Weller hielt mit 2:03:00 Stunden den auf der letzten Runde angreifenden M35-Sieger Thorsten Vakiner vom SV Blau-Weiß Dodenhausen (2:03:32 Stunden) in Schach.

Hinter Pascal Pfau (Die Mannschaft, 2:09:33 Stunden) lief der zweite M35-Starter Michael Koeniger von den Homberger Ren(n)tieren (2:12:42 Stunden) auf den fünften Platz vor. Sebastian Mauthe von der LGV Marathon Gießen (2:14:35 Stunden) erreichte als Sechster den Erfolg in der M30. Auf Platz acht lief Thorsten Pfaff aus Neuenstein-Gittersdorf (2:16:35 Stunden) zu "Gold" in der M50. Weitere Seniorensiege wurden für Dirk Wallwaey vom AS LahnLaender Lahnau (2:40:44 Stunden) in der M55, Karl Roth vom Team Naunheim (2:36:22 Stunden) in der M60 und Peter Zimmermann aus Limburg (2:53:07 Stunden) in der M65 registriert.

Sabine Gundel (W45) verteidigt über 30 km ihren Vorjahres-Titel Die Silbermedaille erringt Pia Bohland Mit optimaler Tempoeinteilung läuft Dietlind Nieke auf den dritten Rang vor

Eine erfolgreiche Titelverteidigung feierte über 30 Kilometer bei den Frauen Sabine Gundel vom TSV Remscheid. Obwohl die W45-Starterin nur noch mit einem Schuh am linken Fuß und dem zweiten in der rechten Hand dem Ziel zustrebte, verbesserte sie sich als Gesamt-Zehnte um fast vier Minuten auf 2:21:04 Stunden. Gut hielt sich als Zweite auch Pia Bohland vom TuSpo Borken in 1:25:19 Stunden. Diethild Nieke vom LC Diabü Eschenburg (W35) wurde für ihr gleichmäßiges Rennen mit der Endzeit von 2:32.27 Stunden und der Bronzemedaille belohnt.

Die Plätze vier und fünf erreichten Sonja Dähn - Die Laufbiene-zu schwer zum Fliegen - (Erste W30 - 2:35:51 Stunden) und Anne Lang aus Lohra (Zweite W35 - 2:38:14 Stunden). Simone Stöppler vom SSC Hanau-Rodenbach führte als Sechste die W55 in 2:41:25 Stunden an. Beste W50-Starterin war Bettina Zenelji vom Team Naunheim (2:45:49 Stunden). Camila Wege vom SV Dodenhausen (2:49:59 Stunden) lag in der W40 und Hedwig Riehl vom SV Erfurtshausen (3:07:45 Stunden) in der W60 vorne.

Halbmarathon

Eine Woche vor den Deutschen Crossmeisterschaften begleitete das Nachwuchstalent Marius Abele vom SSC Hanau-Rodenbach seinen Vereinskollegen Thoma Kehl (35:05 min) zum fünften Platz und M40-Erfolg über 10 Kilometer. Anschließend verschärfte er die Pace, holte schnell die 13 Sekunden zum bis dahin führenden Matthias Berg vom SC Steinatal auf und eilte mit 1:12:00 Stunden zum sicheren Erfolg.

Auf der zweiten Halbmarathon-Runde stürmt Marius Abele an die Spitze Als Zweiter gewinnt Matthias Berg die M30 Erneut "Bronze" sichert sich Gabriel Lautenschläger

Mit dem zweiten Rang gewann Matthias Berg im Feld der 269 Finisher nach 1:13:11 Stunden die M30-Wertung. Gabriel Lautenschläger vom TSV Krofdorf-Gleiberg verdrängte mit 1:16:56 Stunden den nach 1:17:31 Stunden einkommenden Hannes Dieterich vom Laufteam Kassel noch vom Siegerpodest. Hinter M35-Sieger Eddie Casey aus Marburg (1:21:38 Stunden) meldete sich der M30-Zweite Necat Basak vom FV Wallau (1:23:37 Stunden) nach langer Pause wieder zurück.

Bei den Senioren führte der Siebte, Lars Hildebrand vom TSV Reiblos (1:24:26 Stunden), die M40 an. Die M50 hatte Udo Menn von der TSG Helberhausen (1:30:43 Stunden) und die M45 Heiko Schlosser aus Antriftal (1:31:00 Stunden) unter Kontrolle. Michael Schneider vom Team Naunheim (1:35:22 Stunden) lag in der M55 in Front. Stärkste Läufer in der M65, der M70 und der M75 waren Andreas Heiske vom Team Heiske (1:53:35 Stunden), Günther Scheibehenne vom STC Hommertshausen (1:58.45 Stunden) und Lothar Barth aus Kirchvers (2:01:22 Stunden). Jürgen Schneider aus Bad Endbach (2:10:39 Stunden) gewann die M60.

Das Frauen-Klassement führt beim Halbmarathon Svenja Gliem an Almuth Menn läuft als Dritte zum Erfolg in der W45 Auf dem Weg zur Bronzemedaille befindet sich Sabine Seefried

Svenja Gliem von der TG Viktoria Augsburg, die 2018 die 30 Kilometer anführte, lief diesmal mit 1:36:06 Stunden den Frauen und der W30 über Halbmarathon davon. Almuth Menn von der starken Truppe der TSG Helberhausen lief mit 1:39:31 Stunden ebenfalls ungefährdet zu "Silber" und dem Erfolg in der W45. Den dritten Platz auf dem Siegertreppchen erkämpfte sich Sabine Seefried von der Neurologischen Klinik Würzburg in 1:40:20 Stunden.

Als Vierte lief Sarah Krause aus Marburg (1:41:31 Stunden) zum zweiten Platz in der W30, gefolgt von der Hauptklassen-Zweiten Sophie Dippel aus Hanau (1:43:40 Stunden). Dicht beieinander lagen auf den Plätzen sechs und sieben die Ersten der W40 und der W50, Sandra Manns aus Beiseförth (1:47:24 Stunden) und Birgit Reese vom TV Wetter (1:47.56 Stunden). Weitere Seniorinnen-Erfolge erzielten in der W55 Bärbel Camara vom TSV Cappel (1:56:57 Stunden), in der W60 Juliane Scheel von der TSG Helberhausen (1:51:47 Stunden), in der W65 Ilse Hammer aus Lich (2:09:48 Stunden) und in der W80 Annemarie Mascher vom VfL Tegel Berlin (3:40:39 Stunden).

10 Kilometer

Beim 10-km-Lauf wurden 331 Finishern und damit einmal mehr die meisten Teilnehmer verbucht.

Die Akzente setzte hier der aktuelle Hessenmeister über Halbmarathon und im Berglauf, Tom Ring vom Laufteam Kassel. Er drückte gleich auf die Tempodüse und lief der endlosen Laufschlange im Lahntal auf und davon. Nach 32:20 min lag er auch im Ziel weit in Front. Die Verfolger führte der Vorjahres-Vierte Relin Mehrhoff von der LG Eder an. Der zweite M30-Läufer verbesserte sich um 42 Sekunden auf 33:49 min.

Im entfesselten Solo-Ritt rennt Tom Ring zum 10-km-Erfolg Den zweiten Rang hat Relin Mehrhoff sicher Lorenz Rau folgt als Dritter

Als Dritter hielt der Hauptklassensieger Lorenz Rau von der LG Fulda mit 34:28 min die Sieger der M45 und der M40, Uwe Friedrich vom Chemnitzer SV (34:51 min) und Thomas Kehl vom SSC Hanau-Rodenbach (35:05 min) in Schach. Schnellste Senioren waren zudem in der M50 Erhard Moog vom TV Buchenau (40:54 min), in der M55 der mehrfache deutsche Seniorenmeister Hakim Ouahioune vom TSV Krofdorf-Gleiberg (37:56 min), in der M60 erneut Andreas Rumpf vom TuSpo Holzhausen (48:10 min), in der M65 Dietrich Wehrstedt aus Lohra (55:05 min), in der M70 Hajo Bewernick vom LAV Tübingen (59:18 min) und in der M75 Stefan Behrens vom TSV Krofdorf-Gleiberg (54:42 min).

Ein Top-Trio stritt über 10 Kilometer um die Medaillen der Frauen. Die fulminante Sprint-Entscheidung gewann die hessische Hallenmeisterin über 3000 m - Lena Ritzel vom VfB Marburg - in 37:10 min. Eine Woche vor dem Start bei den Deutschen Crossmeisterschaften freute sich die Vorjahres-Dritte über den Sieg ebenso wie über ihre Leistung nach Trainingsrückstand. Im Vorfeld war sie noch unsicher: "Mal sehen, wie ich in das Rennen komme. Wenn es aber läuft, werde ich auch voll angreifen".

Lokalmatadorin Lena Ritzel führt über 10 km ein starkes Frauen-Trio an Erst im Sprint verweist sie Franziska Baist auf den zweiten Rang Wenige Schritte zurück folgt auf dem dritten Rang Julia Pieper
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Nur drei Sekunden zurück jagte Franziska Baist von der SGK Bad Homburg nach 37:13 min über die Ziellinie. Julia Pieper vom TV Waldstraße Wiesbaden - die Dritte der hessischen Crossmeisterschaften - war beiden als Dritte in 37:22 min dicht an den Fersen. Den vierten Platz erreichte die U18-Läuferin Cora Blaue vom LAC Erfurt, die mit 40:31 min die Juniorinnen-Wertung anführte.

Sara Rheidt vom KSV Baunatal (47:06 min) lag in der W30, Carina Salzmann von der SG Chattengau (43:55 min) in der W35, Bianca Bremmer vom Lauftreff Frankenberg (46:56 min) in der W40, Alexandra Erbes (50:20 min) in der W45, Martina Stamm vom SC Neukirchen (50:19 min) in der W50, Ursula Thele vom LT Ennert Bonn (58:50 min) in der W55, Dagmar Simons von den Schwanenteich Parkrunners Gießen (1:11:08 Stunden) in der W60 und Petra Schladitz vom TV Kesselbach (51:41 min) in der W65 vorne.

Bericht und Fotos von Helmut Serowy

Ergebnisse www.volkslauf.de Info www.ultra-marburg.de/lahntallauf

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