|
|
|
|
|
artilane® - die
Streicheleinheit für Ihre Gelenke
Mehr Infos klick
HIER
|
Laufen plus CalciProtect® - das
Dream-Team
Mehr Infos klick
HIER
|
Laufen & Gichtverdacht
LaufReport-Leser Thomas B. fragt:
Herr Dr Ziegler,
ich erbitte Ihren Rat. Ich lebe in Thailand, bin 39 Jahre und wiege bei 1,90
m 78,00 kg. Ich laufe seit meinem 6. Lebensjahr. Pro Jahr komme ich auf 5 bis
8 Marathons unter Wettkampfbedingungen. Hier laufe ich zwischen 4:30 min/km
bis 5:00 min/km, je nach Vorbereitung. Nach jedem Marathon-Wettkampf reduziere
ich für eine Woche auf ca. 50 km/Woche. In der zweiten Woche erhöhe ich die
Leistung dann wieder. Ich laufe aber erst dann wieder Tempo-betont, wenn meine
Beine sich wieder locker und leicht anfühlen. Unter der Woche laufe ich schnelle
10 km in 04:00 min/km Tempo oder Halbmarathon im gleichen Tempo. 15 km mache
ich als Fahrtspiele, versuche aber hier bei 1:10 h zu bleiben. Ich laufe die
Marathonstrecke im Training 2 x/Monat (05:15 bis 05:30/km) bei insgesamt ca.
100 bis 120 km/Wo. und zwar regulär wie auch in der Vorbereitung auf einen Marathon.
Wechsle regelmäßig die Schuhe. Hatte bis dato keinerlei körperliche Beschwerden,
Labor-Check ebenfalls okay. 2 Wochen nach einem Marathon begann aber letzten
Dienstag mein linkes Fußgelenk schmerzhaft anzuschwellen, wie bei einer Verstauchung
oder Überdehnung, ohne Hämatom. Hier in Bangkok wurde die Diagnose „Gicht“ gestellt.
Da ich keinen Alkohol trinke und seit 3 Monaten Veganer bin, der sich hauptsächlich
von Früchten und Rohkost ernährt, erstaunt mich die Diagnose dennoch. Und mein
Blutbild zeigt normale Harnsäure Werte. Auch vor Umstellung meiner Ernährung
habe ich hauptsächlich gegartes Gemüse, Reis oder Kartoffeln gegessen, Süßes
nur selten. Bei Fleisch nur mageres Rinderfilet aus Importware von Australien.
Huhn nur von lokalen und geprüften Herstellern, Fisch nur roh und Importware
aus Japan, da meiner Frau Japanerin ist. Nach Ansicht der Ärzte hier haben 10
bis 15% der Gichtkranken diese Krankheit, ohne dass es Zusammenhänge mit der
Ernährung gäbe. Ich bekam ein entzündungshemmendes Mittel, damit klangen Schwellung
und Schmerz ab. Gestern bin ich 40 km Rennrad gefahren, ohne Probleme zu bemerken.
Laufen ist bis dato nicht möglich. Schwellung hat nach der Radeinheit nicht
zugenommen. Was könnte die Ursache sein? In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe
ich mit freundlichem Gruß.
Sportarzt Dr. med. Rudolf Ziegler aus Heppenheim antwortet:
Hallo mein lieber Marathon-Freak, Mann oh Mann, Sie schenken sich’s aber laufmäßig
so richtig ein. Und obendrauf packen Sie noch Beruf, Familie plus Privatleben,
oh weh. Aber zunächst schön der Reihe nach und daher direkt zu Ihrem Akutproblem:
- Da Ihr Harnsäure-Wert im Normbereich liegt, können Sie daher aus
meiner ärztlichen Sicht das Thema Gichtattacke als möglichen Auslöser Ihrer
Schmerzen abhaken. Typischer Weise spielt sich ja auch die Erstmanifestation
eines Gichtanfalls im Großzehengrundgelenk und eben nicht im Sprunggelenk
ab.
- Als sinnvolle Akutbehandlung würde ich Ihnen daher zunächst empfehlen:
- Für 1 Woche Diclo 75 SL® Tbl. (morgens und abends je 1 Tbl.,
jeweils nach dem Essen), sofern Sie keine schwerwiegenden Magen-Darm-Probleme
haben.
- Für 14 Tage nächtlicher Kombi-Salbenverband für das schmerzende
Areal und zwar aus einer Kombination von Ichtholan 50%® („Zugsalbe“)
und Ibutop-Creme®. Wichtig dabei ist, dass der Verband luftdurchlässig
gehalten und am Morgen die Salbe wieder sorgfältig weggewaschen wird,
- ebenfalls für 14 Tage Einnahme von Therazym® Tabletten (3
x 1 Tablette pro Tag), jeweils ca. 10 Minuten vor dem Essen,
- zusätzlich und parallel für insgesamt ca. 8 Wochen das Komplex-Homöopathikum
Traumeel S® Tabletten (5 x 2 Tabletten pro Tag), die Tabletten
dabei langsam unter der Zunge zergehen lassen.
- Außerdem sollten Sie sich unbedingt um eine weiterführende laborchemische
Diagnostik kümmern, auch wenn Ihr Trainings-Input und Ihre Wettkampfhäufung
eigentlich genügend Erklärungsansatz für Ihr aktuelles Beschwerdebild liefern.
Ehrlich gesagt, wundert es mich sowieso, dass Sie nicht schon früher mit Überlastungsproblemen
im Bereich Ihrer unteren Extremitäten und Wirbelsäule konfrontiert wurden.
Also bitte umgehend bestimmen lassen:
- Blutsenkung
- Blutbild mit Differential-Blutbild
- C-reaktives Protein (CRP hs)
- Ferritin
- Gesamt-Eiweiß mit Elektrophorese
- 25-OH-Vitamin D
- TSH
- Selen
- Gerade die Tatsache, dass Sie regelmäßig rohen Fisch gegessen haben, könnte
evtl. zu einer Parasiten-Besiedlung (Fischbandwurm) in Ihrem Körper
geführt haben, was sich dann durchaus auch einmal in einem schmerzhaften Sprunggelenk
äußern könnte. Ein wichtiger Indikator wäre hier dann aber eine erhöhte Zahl
von eosinophilen Granulocyten im Differential-Blutbild sowie ein Anstieg sowohl
des CRP-Wertes wie auch evtl. der Blutsenkung.
- Auch wenn Sie regelmäßig Ihre Laufschuhe wechseln und auch eine wirklich
optimale Körperlänge-Körpergewichtsproportionierung aufweisen, könnte dennoch
eine nicht optimale Fußstatik (v.a. Senk-Knick-Spreizfüße, Vorfuß-Varus)
bei Ihnen Ursache sein für die geschilderte Überlastungsproblematik. Entsprechend
sollten Sie sich hier umgehend bei einem Orthopäden Rat holen und sich dann
ggf. mit Sport-Einlagen (Weichschaum, langsohlig, nach Abdruck) versorgen
lassen. Was ich nicht glauben mag, dass Sie bei Ihrem Alter mit dieser Symptomatik
bereits einen Hinweis auf eine Arthrose liefern. Um allerdings sicher zu gehen,
wäre hier eine MRT-Untersuchung (Kernspin-Check) notwendig.
- Ich kann Sie übrigens bei Ihren Trainingsumfängen nur davor warnen, als
veganer Vegetarier Ihrem Körper willentlich und wissentlich notwenige und
wichtige Mikronährstoffe vorzuenthalten (v.a. Vitamin B12, Jod, Vitamin D,
Eisen, Zink und Kupfer). Gegen eine ovo-lakto-vegane Ernährung ist allerdings
aus sporternährungsmedizinischer Sicht gar nichts einzuwenden.
- Und eine große Bitte an Sie meinerseits zum Schluss: Setzen Sie sich vor
Ort möglichst umgehend mit einem(r) ausdauerversierten Trainer(in) zusammen
und entwickeln Sie gemeinsam einen fundierten Trainingsplan, der sich orientieren
sollte an Ihrem aktuellen Leistungsniveau und dann natürlich auch an Ihren
konkreten Wettkampfzielen. Und immer dran denken: Wer Marathons sammelt wie
Briefmarken, den bestrafen früher oder später seine Gelenke, Sehnen und Bänder
auf das Schmerzhafteste, todsicher!!!!
Herzlicher Gruß
Ihr Dr. Ziegler

Laufen & Kälte
| In jedem Winter stellt sich die Frage, ob man bei eisiger Kälte
überhaupt trainieren sollte. Sportarzt Dr. med. Rudolf Ziegler hat
diese schon mehrmals beantwortet. Mit der derzeit anhaltenden eisigen Kälte
häufen sich Nachfragen, die nun in der Online-Sprechstunde ausführlich
und für die Allgemeinheit beantwortet werden. |
Aktuelles Statement vom Sportarzt Dr. med. R. Ziegler aus Heppenheim:
Vorausgeschickt sei der Hinweis, dass ab Außentemperaturen in Gefrierpunktnähe
stets die Gefahr von Kälteschäden (= Gewebeschädigung) besteht, Schweregrad
je nach aktuell gegebenen Minusgraden und evtl. zusätzlich vorhandenen negativen
klimatischen Rahmenbedingungen. Ursächlich hierfür entscheidend ist der mehr
oder weniger ausgeprägte Verlust an lebenswichtiger Körperwärme im Gefolge der
Abstrahlung. Es gilt hier eine umgekehrte Proportionalität, d.h. je niedriger
die Umgebungstemperatur umso größer ist die Abstrahlung und damit auch die Schädigungsgefahr.
Zusätzlich negativ verstärkend können wirken:
- erhöhte Luftfeuchtigkeit: besonderer Gefahrenpunkt sind „feuchte
Kleidung“ bzw. der „verschwitzte Körper generell“, da so das Problem der Verdunstungskälte
an Bedeutung gewinnt,
- Windgeschwindigkeit,
- Alter (ältere Menschen haben meist eine mehr oder weniger reduzierte
Muskelmasse und können daher schlechter Wärme „produzieren“),
- Geographische Herkunft (Personen aus warmen Ländern sind stärker
für Kälteschäden disponiert),
- Ernährung (unterkalorische Ernährung macht anfälliger für Kälteschäden),
- Alkohol (stellt die Hautgefäße weit und verstärkt daher die Wärmeabstrahlung,
besonders tückisch, da sich ein trügerisches Wärmegefühl einstellt).
Sportmedizinisch empfohlene Vorsichtsmaßnahmen zur Prävention von direkt
Kälte-bedingten gesundheitlichen Risiken einerseits sowie zur Prävention
einer erhöhten Verletzungsgefahr durch den hartgefrorenen unebenen Untergrund
andererseits:
- Nicht bei Temperaturen unter minus 10 Grad trainieren, bei starkem
Wind sollte die Außentemperatur nicht unter minus 5 Grad betragen.
- Maximal 90 Minuten unterwegs sein, der Anfänger bzw. Nicht-Leistungsläufer
entsprechend kürzer, da die Verletzungsgefahr und die Auskühlungsgefahr bei
Ermüdung ansteigt.
- Wegen der bei Minustemperaturen nur langsam in Gang kommenden Durchblutungszunahme
in der beanspruchten Muskulatur entsprechend langsam das Tempo steigern und
vor Wettkämpfen ein ausführliches Warm up-Programm durchziehen.
- Nach starken Schneefällen nicht im Wald trainieren (Schneebruchgefahr).
- Nicht ermüdet loslaufen und bei Kälte, Eis und Schnee nicht allein
trainieren (Hilflosigkeit nach Sturz oder Verletzung)
- Trail-Laufschuhe mit entsprechender Stabilität und profilierter Sohle
(Rutsch- und Schlitterschutz)
- Witterungsangepasste und hochwertige Funktionskleidung (Anziehen
nach dem Zwiebelschalenprinzip: je kälter umso mehr Schichten). Zu beachten:
Baumwoll-Klamotten haben weder im Sommer und noch weniger im Winter ’was auf
der Läuferhaut verloren. Und: Funktionsware bezieht sich natürlich auch auf
Unterwäsche, Kopfbedeckung, Handschuhe und Socken. Bei „feuchter Baumwoll-Schießer“
unter der Funktionslaufhose könnten sonst gerade die Herren der Schöpfung
nach einem längeren Minuslauf „beim männlichsten aller Teile“ ein blaues Wunder
erleben. Im Handel werden sogar Funktionsunterhosen mit speziellem Windschutz
angeboten. Thema Handschuhe: Fäustlinge sind wegen ihrer geringeren
Abstrahlfläche besser geeignet als Finger-Handschuhe. Besonders anfällig für
Kälteschäden sind neben den Fingern auch Zehen, Wangen, Nase, Ohren Kinn,
Stirn und Genitalbereich. Daher auch hier Vorsorge treffen, z.B. mittels Schal
vor Mund, Nase und Wangen oder auch Verwendung von speziellen Ski-Hauben („Sturmhauben“),
wie sie unter dem Helm getragen werden.
- Thema „Gefährdung des Atmungstraktes“: Unsere Nasen- und Nasennebenhöhlen-Schleimhäute
haben bezüglich unserer Einatmungsluft wichtige Funktionen: Anfeuchten, Reinigen
und Erwärmen, letzter Punkt gerade unter winterlichen Bedingungen ja von besonderer
Bedeutung. Dieser Effekt geht aber flöten beim Umschalten auf Mundatmung,
was wir immer dann tun, wenn wir die Laufintensität gesteigert wird. Wann
dieses Umschalten eintritt, hängt natürlich von der individuell entwickelten
aeroben Leistungsfähigkeit ab. Zusätzlich haben wir ja bei Minusgraden generell
einen erhöhten Wärmeverlust durch die reaktiv gesteigerte Ventilation, was
dann unter reiner Mundatmung kaum mehr korrigiert werden kann. Daher mein
Tipp: Bei Außentemperaturen unter minus 8 Grad möglichst in einem Bereich
trainieren, der noch Nasenatmung zulässt. Der bekannte metallische Geschmack
auf der Zunge, den wir bei höheren und hohen Intensitäten gerade bei trockener
Kälte verspüren, rührt übrigens von kleinsten Schleimhautschäden im Rachen-Luftröhrenbereich
her, die aber relativ schnell wieder abheilen. Bevor es aber zu einer Schädigung
der Lungenbläschen (Alveolen) in den tiefen Lungenabschnitten kommt, die ja
die Endstrecke der Atmungswege darstellen, treten vorher bereits schwere Erfrierungen
oder Frostschäden an den mehr exponierten Körperteilen auf.
- Thema „Kälte-Akklimatisation“: Bei wiederholten und längeren Aufenthalten
in kalter Umgebung ist unser Organismus durchaus zu Anpassungsleistungen fähig.
Sie äußern sich im früheren Anstieg des Grundumsatzes, das leistungslimitierende
muskulär bedingte Kältezittern zur verbesserten Wärmeproduktion tritt erst
bei tieferen Körperkerntemperatur, auch das Anspringen des subjektiven Kälte-Empfindens
ist verzögert. Praxistipp: Trainieren Sie daher bereits im Sommer
Ihre Kältetoleranz und Ihre natürliche Resistenz durch regelmäßiges Saunieren
und durch generell kaltes Abduschen am Ende jeder Körperreinigung, sommers
wie winters.
- Gerade in der kalten Jahreszeit sollte ein besonderes Augenmerk auch auf
die Ernährungsqualität gelegt werden, um so die Regeneration zu beschleunigen,
den Kälte-bedingt erhöhten Energieumsatz optimal auszugleichen sowie die Infekt-
bzw. Verletzungsgefahr zu reduzieren. Sportlergerechte Winter-Ernährung
sollte daher u.a. setzen auf: Vollkornprodukte, Weizenkeime, Amaranth, Quinoa,
Soja, Erdnüsse (zählen wie Soja zu den Hülsenfrüchten), Nüsse, frisch gepresste
Zitrusfrüchte, Wintergemüse (Kohl !!), Wintersalate und Seefisch (mindestens
einmal pro Woche). Vorsicht vor zuviel Alkohol, Kaffee und Schwarztee:
Durch den dadurch provozierten individuell unterschiedlich ausgeprägten Flüssigkeitsverlust
wird die Thermoregulationsbreite künstlich beeinträchtigt, von der unerwünscht
hohen Ausschwemmung von Mineralstoffen und Spurenelementen ganz zu schweigen.
Praxistipp: Täglich maximal 2 Tassen Kaffee oder Schwarztee, dazu immer
1 Glas hochwertiges Mineralwasser trinken (hochwertig heißt u.a. mindestens
80 Milligramm Magnesium pro Liter). Hüten Sie sich auch vor trockenen und
überhitzten Räumen, um eine überschießende Austrocknung Ihrer Mund- und
Rachenschleimhäute und eine damit einhergehende erhöhte Infektneigung (lokale
Antikörper brauchen Feuchtigkeit für ihren Transport und zum Funktionieren)
zu vermeiden. Konsequent „über den Durst trinken“, dabei empfehlenswert: hochwertiges
Mineralwasser (>80 mg Magnesium/l), Bio-Kräutertee, mit stillem Mineralwasser
gestreckte Säfte.
Kommen Sie wohlbehalten durch die knackigen Frosttage!
Ihr Dr. Ziegler

Laufen & Achillessehnen-Probleme
LaufReport-Leserin Katrin Sch. fragt:
Sehr geehrter Herr Doktor Ziegler,
ich wende mich mit einem nun schon länger währenden Problem (seit Oktober 2011)
an Sie: Bin 39 Jahre alt und betreibe seit 3 Jahren Triathlon (olympische Distanz).
Mein Laufpensum liegt bei ca. 40 km/Wo. mit Läufen zwischen 5-10 km. (Vermutlich)
durch das Tragen von zu wenig stützender Laufschuhe (Wettkampfschuhe) brach
eine einseitige Reizung der Achillessehne auf. Ich verspüre die typischen Anlaufschmerzen,
die nach einigen Metern nachlassen. Die Schmerzen beim Strecken im Bereich vor
und oberhalb des Außenknöchels ließen allerdings nicht nach. Ich schloss die
Wettkampf-Saison ab, reduzierte die Laufkilometer und machte verstärkt Schwimm-
und Radtraining. Dabei kam es allerdings zu einer Schwellung im Bereich des
Außenknöchels. Nach dem Besuch bei mittlerweile 2 Orthopäden (Rö-Untersuchung:
intakte Sehne mit Entzündungsanzeichen) erhielt ich Salbenverbände (Voltaren®)
und Laufpause von 4 Wochen. Beim nächsten Lauf mit Stabil-Schuhen und Sporteinlagen
hatte ich keine Probleme mehr. Am nächsten Morgen traten dann aber wieder starke
Schmerzen plus starke Schwellung auf. Seit fast 2 Monaten laufe ich jetzt gar
nicht. Beim nächsten Orthopäden bekam ich einen Entzündungshemmer gespritzt,
ein Tens-Gerät und Einlagen für die Alltagsschuhe. Die Schwellung blieb und
die Schmerzen auch. Eine Bewegungsanalyse mit Videoauswertung beim Laufexperten
zeigte eine starke Beckenneigung auf der betroffenen Seite. Daraus folgend bekam
ich vom Laufexperten die Empfehlung einer Umstellung im Laufverhalten/Bewegungsübungen,
um Stabilität in die Hüfte zu bekommen und so die Ausweichbewegung im Sprunggelenk
(nach innen) zu beheben oder zumindest zu minimieren (Gesäßmuskeln stärken,
Kniebewegung nach innen vermeiden). Leider habe ich keine Überweisung für Krankengymnastik
oder manuelle Therapie von meinem Arzt bekommen. Eine weitere Spritze und eine
Sprunggelenksbandage habe ich erhalten. Lauftraining wurde mir wieder angeraten
- ein Versuch – und wieder bekannter Ausgang. Wie soll ich jetzt vorgehen, um
die Schwellung und die Schmerzen in Griff zu bekommen? Die ersten Wettkämpfe
starten im Juni. Vielen Dank im Voraus.
Sportarzt Dr. med. Rudolf Ziegler aus Heppenheim antwortet:
Vorausgeschickt sei, dass ein Röntgenbild natürlich keinerlei Aussagen erlaubt
über den Zustand Ihrer Achillessehne, da es sich hier ja um ein Weichteilgewebe
handelt. Allenfalls kann die Frage beantwortet werden, ob z.B. ein nach oben
in Richtung Waden ragender Fersensporn (Haglund-Ferse) ursächlich für Ihr Beschwerdebild
sein kann. Hier also nochmals beim untersuchenden Orthopäden nachhaken. Sie
haben nichts Genaues erzählt, welche Fußstatik-Probleme bei Ihnen konkret vorliegen.
Typischer Weise disponieren mehr oder weniger ausgeprägte Hohl-Knickfüße für
das geschilderte Beschwerdebild. Ich verstehe, ehrlich gesagt, nicht so ganz,
was die Sprunggelenksbandage bei Ihnen bewirken soll. Üblicher Weise werden
solche Orthesen nur eingesetzt bei Zustand nach einer Umknick-Verletzung, nach
Operationen am Sprunggelenk etc., wovon bei Ihnen ja keine Rede sein kann. Zumindest
haben Sie diesbzgl. nichts erwähnt.
Was kann ich Ihnen jetzt noch raten ...
hier geht´s weiter

Aktuelles in LaufReport.de - zur Startseite HIER