Die deutsche Marathonszene im Jahr 2017

Dominanz des Berlin Marathons wächst immer weiter
Teil 1: Die meisten Finisher HIER
Teil 2: Das Ranking HIER
Teil 3: Gewinner & Verlierer HIER
Teil 4: Halb- kontra Marathon HIER Teil 5: Die Schnellsten & die Besten HIER Teil 6: Die Frauenquote HIER
Statistiken & Auswertungen von Ralf Klink & Walter Wagner
Grafiken & Foto: Constanze Wagner

Die große Marathon-Analyse

Teil 1: Die Marathons mit den meisten Finishern

Die Balken geben die Gesamtfinisher wieder. Die roten Punkte deuten den darin enthaltenen Frauenanteil an. Die Plus- bzw. Minuszeichen geben an, welcher Marathon Finisher hinzu gewinnen konnte bzw. mit weniger Teilnehmern im Ziel als 2016 abgeschnitten hat. Marathons, die 2016 nicht stattfanden, haben kein Zeichen.
 
Die Grafik umfasst die 39 Marathons mit 300 Finishern und mehr.

Anmerkungen:

Vorläufiges Jahresergebnis. Der Siebengebirgsmarathon und der Rurseemarathon und evtl. weitere Läufe, die noch bis zum 31.12.2017 stattfinden werden nachgetragen, sofern diese die Kriterien erfüllen. Der Ruhrseemarathon verzeichnete mit 326 Finishern am ersten Novemberwochenende ein Plus von 16 Finihern.

2016 umfasste diese Grafik 44 Eintragungen mit 300 Finishern und mehr. Aufgestiegen sind der Schwarzwald Marathon (2016=297) und der Kyffhäuser Bergmarathon (2016=268). Neu war der Flensburg Marathon. Knapp unter die 300-Finisherhürde sind gerutscht: Bad Füssing Johannesbad Thermen-Marathon (2017=299), Kevelaer Marathon (2017=281), Heidelberg Trail Marathon (2017=280) und Magdeburg-Marathon (2017=277). Der Marathon Deutsche Weinstraße (2016=899) und der Remstal Marathon (2016=339) finden im 2-Jahresrhythmus statt.

Die deutsche Marathonszene im Jahr 2017

Teil 2: Das Ranking
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Teil 4: Halb- kontra Marathon HIER Teil 5: Die Schnellsten & die Besten HIER Teil 6: Die Frauenquote HIER

Platzierung 2017 2016 Änderung
Berlin
1
1
0
Hamburg
2
2
0
Frankfurt
3
3
0
Köln
4
4
0
München
5
5
0
Rennsteiglauf
6
6
0
Düsseldorf
7
7
0
Hannover
8
9
+1
Münster
9
8
-1
Dresden Oberelbe
10
12
+2
Dresden Stadt
11
10
-1
Bremen
12
11
-1
Brocken Marathon
13
20
+7
Bonn
14
14
0
Mainz
15
15
0
Gelsenkirchen
16
21
+5
Freiburg
17
17
0
Karlsruhe
18
16
-2
Mannheim
19
23
+4
Duisburg
20
19
-1
Essen
21
22
+1
Leipzig
22
18
-4
Heilbronn
23
25
+2
Kandel
24
27
+3
Ulm
25
26
+1
Schwarzwald Marathon
26
45
+19
Füssen
27
29
+2
Regensburg
28
24
-4
Monschau
29
28
-1
Würzburg
30
35
+5
Mitteldeutscher Halle/Saale
31
30
-1
Allgäu-Panorama
32
36
+4
Lübeck
33
40
+7
Kassel
34
31
-3
Bottwartal Marathon
35
44
+9
Weiltalweg Marathon
36
37
+1
Fürth
37
32
-5
Rurseemarathon
37
43
+6
Flensburg
39
-
-
Kyffhäuser Bergmarathon
40
52
+12

Dominanz des Berlin Marathons wächst immer weiter

Schon seit mehr als einem Jahrzehnt erscheint Anfang November bei LaufReport ein Rückblick auf die Entwicklung der deutschen Marathons in der abgelaufenen Saison. Bestimmt wird dieser Termin hauptsächlich dadurch, dass die Zeit der Stadtmarathons in Deutschland fast schon traditionell am letzten Oktoberwochenende zu Ende geht und mit Frankfurt einen letzten Höhepunkt hat.

Zwar werden in den verbleibenden beiden Monaten auch weiterhin einige Rennen - wenn auch in deutlich reduzierter Zahl - über zweiundvierzig Kilometer angeboten. Doch fast ausnahmslos handelt es sich dabei um Landschaftsläufe mit kleinen bis kleinsten Starterfeldern, die eigentlich keinen wirklichen Einfluss mehr auf die Gesamtbilanz haben. Und die meisten von ihnen scheitern ohnehin an den als Einstiegshürden für eine genauere Betrachtung gesetzten Teilnehmerzahlen.

Irgendwo muss man sich festlegen und einen Strich ziehen, um sich nicht allzu stark zu verzetteln. Eine Vollständigkeit oder eine genau Zahl der ausgerichteten Marathons kann es eigentlich nicht geben. Denn darüber, was ein "richtiger Marathon" ist, dürfte nahezu jeder Befragte eine etwas andere Definition liefern. Wenn man immer weiter zurückgeht, werden die Grenzen zu Privatveranstaltungen mit kaum mehr als einer Handvoll Läufern schließlich irgendwann ziemlich fließend.

Für einen sicheren Platz in der LaufReport-Datensammlung sollten deswegen zweihundert oder mehr Läufer in der Ergebnisliste verzeichnet sein. In dieser Hinsicht sind die bis zum Jahr 2005 zurückreichenden Aufzeichnungen tatsächlich vollständig. Doch auch für etliche Rennen, die aktuell nicht mehr in diese Größenklasse gehören, werden noch Werte erfasst, zum Beispiel weil sie in der Vergangenheit einmal über die Grenze gekommen waren und nun nur knapp daran gescheitert sind, weil sie aufgrund sportlicher Leistungen auffallen oder weil sie als Premieren besonderes Interesse wecken.

Wieder in der Marathonszene tauchte in diesem Jahr zum Beispiel Flensburg im obersten Norden der Republik auf. In Mönchengladbach fand der bereits im Vorjahr angesetzte, dann aber wegen Unwetter kurzfristig abgesagte Stadtmarathon erstmals statt. Und nachdem der Mittelrhein-Marathon von der Bildfläche verschwunden ist, versucht man es in Koblenz mit einem neuen Konzept auf einem Rundkurs im Zentrum noch einmal.

Dafür fehlen gegenüber dem Vorjahr die 2017 nicht ausgetragenen Rennen an der Deutschen Weinstraße und im Remstal, die beide einen Zweijahresrhythmus haben, der aufgrund des Herbststurmes "Herwart" abgesagte Marathon von Braunschweig sowie Oldenburg, wo man sich zukünftig mit einem Halbmarathon begnügen will. Auch der jedes Mal von einer anderen deutschen Sparkasse in einer anderen Stadt ausgerichtete Sparkassenmarathon - diesmal in Heidelberg - sorgt dafür, dass eine hundertprozentige Vergleichbarkeit nie existiert.

Insgesamt ergibt sich aber jedes Jahr eine Datenbasis von siebzig bis achtzig Marathons, die einen ziemlich guten und - ohne den kleinen Veranstaltern zu nahe treten zu wollen - aus statistischem Blickwinkel auch absolut ausreichenden Überblick auf die Gesamtentwicklung liefern. Für eine intensivere Einzelanalyse und eine Aufnahme in die zahlreichen Grafiken gibt es mit dreihundert Teilnehmern dann noch ein zweites verschärftes Limit, an dem zuletzt jährlich ein bis zwei Dutzend Läufe scheitern.

Interessant sind dabei wirklich nur die Zieleinläufe, die sich im Gegensatz zu den von den Organisatoren veröffentlichten Meldezahlen ganz objektiv über die Ergebnislisten nachvollziehen lassen. Und das Hauptaugenmerk liegt dabei wirklich auf der Zweiundvierzig-Kilometer-Distanz, von der die meisten Veranstaltungen ihren Namen ableiten, selbst wenn sie zum Teil nur noch ein schmückendes Beiwerk aus einem Sammelsurium anderer Wettbewerbe ist.

Gesamtzahlen mögen für Sponsoren durchaus interessant sein. Denn denen ist es egal, welche Distanz zurückgelegt wird. Hauptsache ihre Werbebotschaft kommt an. Doch wirklich statistisch auswertbar sind sie aufgrund der Vielzahl unterschiedlichster Kombinationen eigentlich nicht. Einzig die inzwischen bei den meisten Läufen angebotenen Halbmarathons werden später noch genauer betrachtet.

Als kleiner Trend ist zu beobachten, die vermeintliche Königsdistanz nicht nur mit einigen kürzeren Strecken zu unterfüttern, sondern sie auch mit einem Ultra zu überbauen. Dies wird in der Analyse ebenfalls vernachlässigt, auch wenn einige überlange Läufe durchaus selbst die Aufnahmekriterien hinsichtlich der Teilnehmer erreichen würden. Und reine Ultraläufe, von denen einige ebenfalls hunderte Läufer anlocken, werden genauso wenig aufgeführt.

Zudem taucht immer wieder die Frage auf, warum denn zum Beispiel der Bodensee-Dreiländer-Marathon nicht berücksichtigt ist. Dieser beginnt zwar im bayrischen Lindau, führt aber nur wenige Kilometer über deutsches Territorium und endet nach einem kleinen Schlenker in die Schweiz im österreichischen Bregenz, von wo er auch organisiert wird, womit schon die zwei Argumente genannt sind, die gegen eine Aufnahme sprechen.

Grenzüberschreitende Läufe sind zwar keineswegs grundsätzlich ausgeschlossen. Doch sollte der Großteil der Distanz schon auf deutschem Boden liegen und das Rennen auch von einem deutschen Veranstalter ausgerichtet werden. So kommen die jeweils einige Kilometer durch Polen führenden Marathons von Görlitz und der Insel Usedom jedes Jahr zumindest in die Vorauswahl, während die Rennen von Straßburg und Enschede nie aufgeführt wurden, obwohl sie in der Vergangenheit zum Teil schon längere Ausflüge nach Deutschland unternahmen.

Da die Kriterien seit der ersten LaufReport-Analyse unverändert sind, hat sich inzwischen eine ganz beachtliche Zeitreihe angesammelt, die auch langfristige Betrachtungen erlaubt. Und diese fallen nicht unbedingt positiv aus. Seit 2005 hat sich die Gesamtzahl der Marathon-Zieleinläufe in Deutschland nämlich um rund ein Drittel verringert. Und in kaum einem Jahr waren gegenüber der Vergleichsperiode zwölf Monate zuvor in der Summe keine roten Zahlen zu vermelden.

Waren es Anfang des neuen Jahrtausends noch beinahe hundertfünfzigtausend Namen, die in den Ergebnislisten standen, werden aktuell - selbst wenn man alle hier nicht erfassten oder noch ausstehenden Veranstaltungen mit einer ziemlich großzügigen Schätzungen berücksichtigt - gerade noch etwa einhundertzehntausend erreicht. Auch gegenüber 2016 liefert das aktuelle Jahr erneut ein leichtes Minus - nämlich ungefähr tausend Läufer - in der Gesamtsumme.

Dieser Wert hätte allerdings auch noch deutlich höher ausfallen können. Denn wenn man genau hinsieht, rettet eigentlich der Berlin Marathon die Bilanz der Saison 2017 ganz alleine annähernd auf das Vorjahresniveau. Während alle anderen Ausrichter nach Wegen suchen, ihre Meldezahlen irgendwie nach oben zu bringen, kann man sich beim regelmäßig bis auf den letzten Platz ausgebuchten Hauptstadtmarathon im Prinzip ohne jeden Wettbewerbsdruck aussuchen, wie viele Läufer im Ziel ankommen.

War zuletzt immer vierzigtausend das offiziell verkündete Teilnehmerlimit, hat man in diesem Jahr das zur Verfügung stehende Startnummernkontingent einfach mal ein bisschen erhöht und ist damit prompt auf einen Schlag von 36089 auf 39127 Zieleinläufe gesprungen. In Berlin dürften diese mehr als dreitausend Sportler zusätzlich in der Masse kaum aufgefallen sein. Andererseits gibt es aber nur noch fünf weitere Marathons in Deutschland, die an eine solche Teilnehmerzahl überhaupt erreichen.

Die deutsche Marathonszene im Jahr 2017

Teil 3: Die Gewinner und Verlierer
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Absolut

Zur besseren Übersichtlichkeit sind nur die 27 Marathons grafisch aufgeführt, die aus den Marathons ab 300 Finisher eine signifikante Änderung aufweisen. Genauer, auf der Plusseite alle mit einem Zuwachs ab 36 Finisher. Auf der Minusseite alle ab 71 Finisher weniger im Ziel.

In der Grafik fehlen somit: Kandel (+28), Allgäu Panorama (+16), Füssen (+13), Mainz (+7), Bonn (+2), Weiltalweg (-16), Heilbronn (-41), Ulm (-41), Mitteldeutscher (-48), Monschau (-51), Mannheim (-69)

*Flensburg Marathon fehlt in der Grafik, da 2017 das erste Mal ausgetragen

Die Dominanz von Berlin wird damit nur noch erdrückender als in der Vergangenheit. Inzwischen geht weit mehr als ein Drittel aller in Deutschland eine Ziellinie überlaufenden Marathonis auf ein einziges Rennen zurück. Selbst wenn man an der Spree diesbezüglich schon ziemlich lange alle anderen Veranstaltungen deutlich in den Schatten stellt, war die Situation bei der ersten LaufReport-Analyse vor einem Dutzend Jahren noch deutlich ausgewogener. Denn damals lag der Berlin-Anteil nur bei wenig mehr als zwanzig Prozent.

Und reichte es 2005 noch die Ergebnisse der drei nächstgrößten Läufe zu addieren, um den Berliner Wert zu übertreffen, muss man inzwischen bereits die Plätze zwei bis acht zusammen rechnen, wenn man eine größere Zahl erhalten will, als sie der Hauptstadtlauf ganz alleine liefern kann. Zumindest beim Marathon bekommt das ansonsten keineswegs für herausragende organisatorische Fähigkeiten bekannte Berlin also doch einmal etwas vernünftig auf die Beine gestellt und kann die nationale Konkurrenz vollständig abhängen.

Völlig logisch, dass ein Wachstum, das die Teilnehmerfelder fast aller anderen Marathons an Größe übertrifft, den mit Abstand höchsten Veränderungswert bedeutet. Und auch hierbei zeigt sich noch einmal wie übermächtig der Marathon von Berlin geworden ist. Denn der zweitgrößte absolute Zuwachs beträgt gerade einmal 220 Läufer, ist also beinahe um den Faktor vierzehn kleiner.

Er stammt vom geschichtsträchtigen Schwarzwaldmarathon in Bräunlingen, der angesichts seiner fünfzigsten Austragung diesmal endlich wieder einen eher gebührenden Zuspruch gefunden hatte als in den Jahren zuvor. Zuletzt hatte der Traditionslauf, der Anfang der Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts mit rund zweitausend Teilnehmern sogar mehrmals der größte Marathon der Welt war, einige Male am Dreihunderterlimit gekratzt. Und ohne den Jubiläumsbonus ist ähnliches auch für die Zukunft leider wieder zu befürchten.

Nur etwa ein Drittel aller Veranstaltungen können überhaupt ein Plus registrieren. Und bei gerade einmal vier weiteren Marathons ist dieses überhaupt noch dreistellig. In allen anderen Fällen sind die Zahlen so, dass man fast von vernachlässigbaren Zufallseffekten ohne echte statistische Aussagekraft sprechen muss. Da kann dann im Extremfall schon ein diesmal nicht mit einer Panne liegengebliebener Vereinskleinbus oder eine ausnahmsweise einmal pünktliche S-Bahn den Ausschlag auf die andere Seite geben. Die meisten "Gewinner" des Jahres schreiben bei nüchterner Betrachtung eigentlich auch nur eine schwarze Null.

Verloren haben jedenfalls die übrigen der "Big Five" der deutschen Marathons, also jene fünf Veranstaltungen, die seit dem Beginn der LaufReport-Analyse bisher stets die ersten Plätze der Rangliste unter sich alleine ausgemacht haben und vielleicht nicht ganz zufällig auch in den fünf größten Städten des Landes stattfinden. Und alleine diese Rückgänge fressen schon wieder zwei Drittel der Berliner Zuwächse auf.

Relativ

Zur besseren Übersichtlichkeit sind nur die 26 Marathons grafisch aufgeführt, die aus den Marathons ab 300 Finisher eine signifikante Änderung aufweisen. Genauer, auf der Plusseite alle mit einem Zuwachs ab 8,42 Prozent. Auf der Minusseite alle ab 8,71 Prozent weniger im Ziel.

In der Grafik fehlen somit: Hannover ( +5,75%), Kandel (+5,54%), Rennsteiglauf (+4,56%), Allgäu Panorama (+4,41%), Füssen (+2,91%), Mainz (+0,80%), Bonn (+0,23%), Hamburg (-1,23%), Weiltalweg (-4,64%), Frankfurt (-6,18%), Heilbronn (-6,88%), Ulm (-7,16%)

*Flensburg Marathon fehlt in der Grafik, da 2017 das erste Mal ausgetragen

Am besten kommt dabei noch Hamburg als deutsche Nummer zwei - und das sowohl bezüglich der Einwohner als auch der Größe des Marathons - davon. Denn 148 Läufer weniger im Ziel bedeuten angesichts einer Gesamteilnehmerzahl von 11.932 in relativen Werten gerade einmal ein Minus von etwas mehr als einem Prozent.

Zudem lassen sich auch noch die ziemlich unangenehmen Wetterbedingungen der diesjährigen Auflage mit extrem kühlen Temperaturen und etlichen heftigen Regenschauern, die sich wohl kaum positiv auf die Aussteigerquote ausgewirkt haben dürften, als durchaus glaubwürdige Begründung für einen gewissen Schwund im Ziel heranziehen.

Doch betrachtet man sich die langfristigen Zahlen, gehört die Hansestadt trotzdem eindeutig zu den größten Verlierern. Denn angesichts von weit mehr als siebzehntausend Läufern im Jahr 2005 fehlt inzwischen beinahe ein Drittel des damaligen Starterfeldes. Aus einer Veranstaltung, die um die Jahrtausendwende zu den Top Ten der Welt gehörte und die man sogar in einer gewissen Konkurrenzsituation zum Berlin Marathon sehen konnte, ist ein Lauf geworden, der mindestens eine Klasse niedriger spielt als sein Gegenstück in der Spreemetropole.

Ob die für das nächste Jahr angekündigte Einführung eines Halbmarathons eine Verbesserung bringt, muss aufgrund der anderswo gemachten Erfahrungen stark bezweifelt werden. Was aus finanzieller Sicht vielleicht sogar verständlich ist - die kürzere Distanz bringt schließlich einiges an Geld ohne großen zusätzlichen Aufwand in die Kasse - dürfte den Teilnehmerschwund auf der Königsdistanz kaum entgegen wirken.

Denn eigentlich alle Marathons, die ihr Programm mit einem Halben ergänzt haben, wurden mittel- und langfristig nur noch schwächer. Abschreckende Beispiele gibt es genug. Das beste ist sicher Köln, wo man auf dem Marathon inzwischen nur noch ein Drittel einstiger Teilnehmerzahlen verzeichnet, während der Halbmarathon in genau jene Größenregionen aufgestiegen ist, von der die lange Distanz einst kam.

Der Begriff "Selbstkanibalisierung" hat wohl nicht nur in diesem Fall durchaus eine gewisse Berechtigung. Noch sind die angebotenen Startplätze auf der "Kurzstrecke" in Hamburg relativ begrenzt. Ob es auch zukünftig wirklich dabei bleibt, wird man sehen. Einen höheren Betrag sollte man allerdings ganz sicher nicht auf die weitere Existenz dieser Selbstbeschränkung setzen. Denn die inzwischen bei fast allen größeren Veranstaltungen als Ausrichter tätigen Agenturen wollen zu allererst einmal Geld verdienen.

Bei der Nummer drei im Land, dem Frankfurt Marathon, ergibt sich ein genau umgekehrtes Bild. Zweimal war man in der jüngeren Vergangenheit bisher größenmäßig am Lauf an Elbe und Alster vorbei gezogen. Und im letzten Jahr hatte man sich den Hansestädtern aufgrund deutlicher eigener Zuwächse bei gleichzeitigen deutlichen Hamburger Verlusten erneut bis auf zweihundert Zieleinläufe genähert.

Doch 2017 ist der Abstand wieder auf rund achthundert Läufer angewachsen, denn in Hessen ist man ziemlich genau auf das Niveau des Vorvorjahres zurück gefallen. Um über siebenhundert Einträge ist die Ergebnisliste in zwölf Monaten geschrumpft, was Frankfurt zumindest in absoluten Zahlen zum größten Verlierer des Jahres macht. Relativ sieht die Sache mit etwas mehr als sechs Prozent minus dagegen gar nicht so dramatisch aus.

Und auf lange Sicht ist Frankfurt ohnehin einer der ganz wenigen Gewinner, neben Berlin sogar der größte überhaupt. Weit mehr als zweitausend Läufer hat man in den letzten zwölf Jahren zusätzlich an den Main locken können. Und nachdem man 2011 erstmals in die Fünfstelligkeit vorstoßen konnte, ist die Zehntausendermarke eigentlich nicht mehr wirklich in bedrohliche Nähe gekommen.

Langzeitentwicklung der Marathons zwischen 4.000 bis 40.000 Finisher 2017

Ein wenig kann man als Begründung vielleicht sogar ebenfalls die Karte "Wetter" ziehen. Denn während die Bankenmetropole selbst mit einem blauen Auge davon kam, zog am Marathontag weiter nördlich das schon erwähnte Sturmtief "Herwart" über das Land und legte eine Reihe von Verkehrswegen lahm. Aufgrund der relativ späten Startzeit und der zentralen Lage dürfte Frankfurt allerdings unter den Platzhirschen der Szene wohl der Marathon mit dem höchsten Anteil von erst am Renntag anreisenden Teilnehmern sein. Und ob alle, die es wollten, an diesem Morgen auch wirklich nach "Mainhattan" durchkamen, ist die Frage.

Nicht wesentlich besser als den Frankfurtern erging es aber auch Köln und München, die sich seit einem Jahrzehnt mit schöner Regelmäßigkeit auf den Plätzen vier und fünf der Größenrangliste abwechseln. Denn allen beiden fehlen gegenüber dem Vorjahr auf der Langdistanz mehr als fünfhundert Läufer. Aufgrund der weitaus niedrigeren Ausgangsbasis stellt das allerdings jeweils ein zweistelliges prozentuales Minus dar.

Zwar sind die Verluste am Rhein noch ein klein wenig größer als an der Isar. Doch konnten die Domstädter ihren nicht unbedingt übermäßigen Vorsprung trotzdem knapp verteidigen und Platz vier über die Linie retten. Erstmals seit Beginn der LaufReport-Aufzeichnungen schaffte es aber keiner der beiden Konkurrenten über die Fünftausendergrenze, so dass sich in der Größenklasse zwischen fünf- und zehntausend nun kein einziger deutscher Marathon mehr findet.

Langzeitentwicklung der Marathons zwischen 1.000 bis 3.500 Finisher 2017

Mit 3232 Teilnehmern im Ziel erneut deutlich über der Dreitausendermarke und einem Plus von 141 kommt der "Exot" unter den Top Ten der deutschen Marathons wie in den Vorjahren auf Rang sechs. Denn als einziger Landschaftslauf unter lauter Großstadt-Marathons fällt der Rennsteiglauf schon auf. Doch auch seine Konstanz ist in einem meist von Rückgängen geprägten Wettbewerbsumfeld ziemlich bemerkenswert.

Denn abgesehen von einer kleinen Spitze zum vierzigsten Jubiläum 2012 bewegen sich die Zahlen meist knapp über oder knapp unter dreitausend Sportlern. Der höchste und der tiefste Wert der LaufReport-Datensammlung unterscheiden sich um gerade einmal zwanzig Prozent. Keine andere in der Liste geführte Veranstaltung hat in ihren Zeitreihen eine solch geringe Schwankungsbreite wie der Thüringer Traditionslauf.

Ein anderes Alleinstellungsmerkmal hat der Rennsteigmarathon hingegen im letzten Jahr verloren, nämlich seine leichte Überlänge von zuvor dreiundvierzig Kilometern. Dank einer leichten Streckenänderung soll er nun ebenfalls über genau die legendäre Marathondistanz führen. Wobei man sich durchaus fragen darf, wie eine solche - oft über kurvige, mit Wurzeln und Steinen gespickte Pfade führende - Strecke überhaupt exakt vermessen werden kann.

Weiterhin ist der Marathon für alte Rennsteighaudegen aber nur der "Bambinilauf". Denn die wichtigsten Sieger werden auf den Höhen des Thüringer Waldes beim dreiundsiebzig Kilometer langen Ultra ermittelt, der sich aus genau der entgegen gesetzten Richtung dem Zielort Schmiedefeld nähert und mit mehr als zweitausend Teilnehmern seinerseits außer von den schon genannten Marathons nur noch von Düsseldorf übertroffen wird.

Die 2605 Sportler, die in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt den Zielbogen am Rheinufer durchquerten, stellen zwar einen der niedrigsten Werte in der noch nicht allzu langen Geschichte des Marathons und gegenüber dem Vorjahr einen spürbaren Rückgang um 251 Läufer dar, doch zumindest scheint die Existenz des Rennens dadurch keineswegs ernsthaft bedroht zu sein.

Ein Gesamtverlust von tausend Marathonis seit den Höchstwerten in den Anfangsjahren ist zwar durchaus erheblich. Verglichen mit einigen anderen Veranstaltungen, die in der Boomzeit um die Jahrtausendwende in ähnlichen Teilnehmer-Größenordnungen wie die Rheinländer starteten, ist ein solcher Schwund jedoch sogar noch einigermaßen erträglich. Denn statt den -27 Prozent, die sich seit 2005 für Düsseldorf errechnen, kann anderswo gerne auch einmal ein -72 Prozent oder mehr stehen.

Bis Rang sieben bleibt die Größenreihenfolge also gegenüber dem Vorjahr unverändert. Erst dann gibt es den ersten Platztausch. Hannover setzt seine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung fort, zieht erstmals am Münster Marathon vorbei und landet bei 1967 Zieleinläufen in Sichtweite der Zweitausendermarke. Zum fünften Mal in Folge kann man am Maschsee ein Plus registrieren - eine Serie, die ziemlich einmalig in der vorhandenen Datenbasis ist.

Von Platz dreiundzwanzig bei der ersten Auswertung haben sich die Niedersachsen in zwölf Jahren auf Rang acht vorgearbeitet und mehr als sechshundert Läufer hinzugewonnen. Absolut können nur Berlin und Frankfurt einen in diesem Zeitraum größeres Wachstum bieten. Und relativ ist die Leinestadt mit großem Abstand vorne.

Sicherlich hat man dabei den Vorteil, mit einem wesentlich niedrigeren Ausgangswert begonnen zu haben als die Konkurrenz. Dennoch gelingt es in Hannover eben seit Jahren unübersehbar gegen den allgemeinen Trend anzuschwimmen und von Austragung zu Austragung leicht an Größe zuzulegen. Das Geheimnis, wie solch ein Kunststück gelingen kann, dürfte die Mitbewerber mit Sicherheit brennend interessieren.

Obwohl mit einem Rückgang von 231 Teilnehmern wieder klar unter die - im Vorjahr wirklich nur hauchdünn übertroffene - Zweitausendermarke gefallen, verteidigt Münster seinen Platz unter den größten zehn Marathons ziemlich zäh. Die - sieht man einmal von der Ausnahme Rennsteiglauf ab - mit Abstand kleinste Stadt im Vorderfeld liegt als zusätzliche Erschwernis zwar nicht völlig abseits, aber trotzdem auch nicht mitten in einem Ballungsgebiet sondern in einem eher ländlich geprägten Umfeld.

Andererseits stehen sich in der knapp hundert Kilometer entfernten Rhein-Ruhr-Region aber auch ein halbes Dutzend mittlerer bis großer Marathons manchmal fast im Wochenabstand gegenseitig auf den Füßen, während man im Münsterland ohne allzu großen Konkurrenzdruck aus der direkten Nachbargemeinde noch relativ ruhig planen kann. Selbst wenn den Westfalen verglichen mit den Anfangsjahren inzwischen ebenfalls die Hälfte aller Läufer abhandengekommen sind, wirkt die Veranstaltung weiterhin einigermaßen gefestigt.

Die letzten zwei der gerade einmal elf deutschen Marathons mit mehr als tausend Teilnehmern - im Jahr 2005 konnte man davon republikweit übrigens noch stolze vierundzwanzig entdecken - kommen überraschenderweise aus der gleichen Stadt. Denn Dresden leistet sich den Luxus gleich zweier großer Rennen über die klassischen zweiundvierzig Kilometer.

Die beiden Läufe haben allerdings völlig unterschiedliche Konzepte. Denn der Oberelbe-Marathon im Frühjahr führt als Punkt-zu-Punkt-Strecke von der Sächsischen Schweiz immer am namensgebenden Strom entlang in die Landeshauptstadt. Im Herbst ist man dagegen bei einem Stadtmarathon auf zwei Runden im Zentrum unterwegs.

Bisher hatte im direkten Vergleich eigentlich immer die innenstädtische Variante im Oktober die Nase vorne. Doch da man nach einem Verlust von 136 weiteren Marathonis auf 1062 Zieleinläufe absackte, konnte der Lauf am Flussufer, bei dem diesmal 1129 Namen in der Liste stehen, erstmals am lokalen Konkurrenten vorbei ziehen. Mit einem Wachstum von 219 Sportlern und 24 Prozent gehört der Oberelbe-Marathon sowohl absolut als auch relativ zu den größten Gewinnern des Jahres.

Auch langfristig zeigen sich leicht gegenläufige Tendenzen. Denn der Stadtmarathon hat über die Jahre einige Teilnehmer verloren, während die Alternative am Fluss zuletzt im Stile einer "Fahrstuhlmannschaft" beim Fußball einmal über, dann wieder unter die Tausendermarke pendelte, tendenziell aber doch ein wenig zulegte. Beide zeigen allerdings genau wie der Rennsteig verglichen mit vielen westdeutschen Marathons eher geringe Ausschläge.

Dass die durch die Medien - man erinnere sich nur an die fast schon als "Straßenfeger" zu bezeichnende Sendung "Von 0 auf 42" Anfang des Jahrtausends - extrem angeheizte Euphorie früherer Jahre im Osten längst nicht so zu spüren war, erscheint im Rückblick deswegen beinahe positiv. Denn nun ist auch der Katzenjammer wegen der sich am Ende nicht bewahrheiteten Träume bei weitem nicht so groß wie anderswo. Gerade im Statistikbereich gilt schließlich der gängige Spruch, dass der Segen der Vergangenheit den Fluch der Gegenwart darstellt, was umgekehrt übrigens ganz genauso zutrifft.

Hinter Bremen, das ähnlich wie der Oberelbe-Marathon fast im jährlichen Wechsel die Tausender-Barriere aus verschiedenen Richtungen überspringt, und diesmal mit 956 Marathonis wieder in der Dreistelligkeit landet, hat sich durch den Brocken-Marathon beim Harzgebirgslauf ein weiterer ostdeutscher Traditionslauf mit über die Jahre relativ konstanten Teilnehmerzahlen diesmal erheblich nach vorne gearbeitet.

Sieben Plätze ist man in Wernigerode nach oben geklettert. Nur der Schwarzwaldmarathon macht mit neunzehn Rängen einen noch größeren Sprung vorwärts. Doch ähnlich wie in Bräunlingen steht zu vermuten, dass dabei ein gewisser Jubiläumseffekt die Zahlen um fast zweihundert Läufer auf 925 nach oben getrieben hat. Denn auch wenn es den Marathon über den zuvor gesperrten Brockengipfel erst seit dem Mauerfall gibt, schmückte sich der Harzgebirgslauf als Gesamtveranstaltung in diesem Jahr mit der Zahl vierzig.

Falls es im nächsten Jahr tatsächlich wieder leicht bergab gehen sollte, wäre dies noch weniger tragisch als anderswo. Denn das angesichts eines so großen Teilnehmerfeldes auf den ersten Blick eigentlich naheliegend erscheinende Ziel, in die nächsthöhere Klasse jenseits der Tausend aufzusteigen, lässt sich ohnehin nicht realisieren. Weiteres Wachstum in der Zukunft ist unter den gegebene Voraussetzungen unmöglich.

Die Strecke führt nämlich mitten durch den Nationalpark Harz, weshalb die Starterzahl auf der Königsdistanz in Absprache mit den Naturschutzbehörden auf exakt tausend begrenzt ist. Nimmt man die üblichen Nichtantritts- und Ausstiegsquoten als Maßstab, dürfte der Brocken-Marathon also in diesem Jahr tatsächlich alle vorhandenen Startnummern unters Läufervolk gebracht haben.

Auf den weiteren Plätzen folgen dann genau jene Veranstaltungen, denen die Rückgänge der letzten Dekade am heftigsten zugesetzt haben. Für die meisten dieser Mittelfeldläufe sind die Bilanzen auch diesmal wieder rot. Und selbst jene, die gegenüber dem Vorjahr tatsächlich zugelegt haben, können nur minimalste Zuwächse verbuchen, die angesichts der Gesamtverluste einzig und allein mit ganz viel Optimismus als Trostpflaster taugen.

Es ist dabei ganz egal, ob es sich um Veranstaltungen mit langer Geschichte wie Duisburg, Karlsruhe oder den ältesten noch bestehenden deutschen Marathon in Essen oder um während des Booms neu entstandene Rennen wie Mainz, Freiburg oder Mannheim handelt. Wenn man in der Vergangenheit zwei-, drei- oder gar viertausend Marathonis begrüßen konnte, sind die aktuellen Werte zwischen fünf- und neunhundert Läufern für alle ziemlich ernüchternd.

Dass gerade noch sechsundzwanzig Marathons mehr als fünfhundert Läufer im Ziel begrüßen konnten, belegt den enormen Schwund in der Breite. Denn wie schon erwähnt, hatten ein gutes Jahrzehnt zuvor ungefähr genauso so viele mindestens die doppelte Teilnehmerzahl. Damals schafften es auch fast fünfzig Läufe über die Marke von fünfhundert Zieleinläufen.

Und vierstellige Premieren, von denen man, einige ganze Zeit lang, jährlich eine oder mehrere entdecken konnte, gehören ebenfalls längst der Vergangenheit an. Aus der Gruppe der oben genannten Einsteiger des Jahres 2017 übersprang zum Beispiel mit Flensburg überhaupt nur noch ein einziger knapp die LaufReport-Hürde von dreihundert Teilnehmern.

Die eher negative Grundstimmung und viele der Anmerkungen dieses Kommentars scheinen sich beinahe jede Saison zu wiederholen. Schon der erste Datenvergleich zwischen den Jahren 2005 und 2006 trug schließlich den Titel "Am Ende des Booms?". Doch schlecht geschrieben werden soll hier absolut nichts. Die Zahlen sind leider so wie sie sind. Gerade jenen im LaufReport-Team, die sich schon länger mit diesen Daten beschäftigen, wäre es wesentlich lieber, wenn sich endlich eine Trendumkehr bemerken ließe. Und gegen eine Verteilung, bei der Berlin nicht alles erdrückt, hätte auch niemand etwas einzuwenden.

Während sich in der europäischen Nachbarschaft vielerorts seit Jahren ein Wachstum im Marathonbereich beobachten lässt, stagniert die deutsche Laufszene erneut, ohne dass eine grundsätzliche Wende zu erkennen wäre. Und nahezu weltweit wachsen sowohl Anzahl der Veranstaltungen als auch Teilnehmerfelder. Das könnte man eventuell noch mit einem Nachholeffekt begründen, bei dem Deutschland einfach der allgemeine Entwicklung zehn oder mehr Jahre voraus war.

Doch auch der Vorreiter der Laufbewegung aus den USA ist weiter im Wachstumsmodus. Trotz der einen oder anderen kleinen Delle gab es jenseits des großen Teiches nie eine so lange Durststrecke wie hierzulande. Inzwischen zählt man dort seit Jahren pro Saison über eine halbe Million Marathonis. Japan, wo man lange nur auf Eliterennen setzte, bevor man sich der breiten Masse der Laufwilligen öffnete, stößt längst in ähnliche Regionen vor. Und auch Frankreich und Großbritannien lieferten zuletzt größere Gesamtzahlen als die deutschen Marathons.

Wieso geht es also in Deutschland genau in entgegengesetzte Richtung als praktisch überall sonst? Wo ist das Problem zu suchen? Oder gibt es vielleicht gleich mehrere verschiedene Baustellen, an denen man arbeiten müsste? Die Lösung ist sicher nicht einfach und wird sich hier auf die Schnelle nicht finden lassen. Denn wenn man trotz langjähriger Beobachtungen und Analysen so genau wüsste, was einen erfolgreichen Marathon ausmacht, könnte man ja auch ganz einfach selbst einen organisieren.

Text: Ralf Klink 

Die Analysen zu 'Halb- kontra Marathon', 'die Schnellsten und die Besten' sowie 'Frauen beim Marathon' folgen noch.

Statistiken & Auswertungen von Ralf Klink & Walter Wagner
Grafiken/Foto Constanze Wagner
Die deutsche Marathonszene wird seit 2006 mit Akribie ausgewertet. Siehe Inhaltsverzeichnis unter Unterhaltung im LaufReport HIER
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