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Angekündigte Bergläufe & Trailruns in der LaufReport Rubrik "WO LÄUFT´S WIE?"
 

Die Berglauf-Saison im LaufReport

Rückblick auf die Saison 2017 und Vorschau auf 2018

von Winfried Stinn

Gleich zur Vorschau auf die Berglaufsaison 2018 HIER

Mit dem Winterberglauf in Kolsassberg / Tirol wurde die Berglaufsaison 2017 abgeschlossen und mit dem Winterberglauf Vertical-Up in Hinterstoder / Österreich begann die Berglaufsaison 2018. Bei beiden Läufen setzte sich mit Andrea Mayr (Österreich), die seit mehr als einem Jahrzehnt weltbeste Bergläuferin, als Siegerin durch. Zunächst beendete sie schon traditionell in Kolsassberg wie immer ihre erfolgreiche Saison und trug sich dort zum zehnten Mal als Siegerin in die Ergebnisliste ein. Nur vier Wochen später startete sie, ebenfalls als Siegerin, beim Vertical-Up in Hinterstoder in die neue Saison.

Der Veritcal-Up in Hinterstoder gehört zur "Tour Vertical Up 2018". Auf sechs Weltcupstrecken, neben Hinterstoder gehören Madonna di Campiglio-Pinzolo, Gröden - Val Gardena, Italien, Kitzbühel - Streif, Österreich, Wengen (Lauberhorn), Schweiz dazu, werden die rund zwei und vier Kilometer langen Ski- Abfahrtsstrecken mit bis zu 1600 Meter Höhenunterschied bergauf bewältigt.

Erstmals findet mit dem Vertical-Up Hochschwarzwald / Feldberg auch ein Lauf in Deutschland statt. (Achtung Veranstaltungsabsage: Leider müssen wir aufgrund der aktuellen Wetterereignisse (Starkregen in den letzten Wochen) und der Bedenken aus naturschutzfachlicher Sicht das Vertical Up im Hochschwarzwald absagen. 3.2.18) Auf der Weltcupstrecke mit Start in Todtnau-Fahl, wo vor allem in den achtziger Jahren Ski-Asse wie der Schwede Ingemar Stenmark, die US-Amerikaner Steve und Phil Mahre, Pirmin Zurbriggen aus der Schweiz, der für Luxemburg startende Österreicher Marc Girardelli, der Österreicher Hermann Maier, um nur einige Weltklasse Skifahrer zu nennen, vor tausenden Zuschauer um Weltcuppunkte kämpften.

 

Der neue Präsident des Berglauf-Weltverbandes Jonathan Wyatt wird weiterhin auch als Funktionär an Wettkämpfen teilnehmen Andrea Mayr, die seit mehr als einem Jahrzehnt weltbeste Bergläuferin

Aber bevor es weiter mit 2018 geht, hier erst einmal ein Rückblick auf die Saison 2017, bei der es nicht nur sportliche Schlagzeilen gab.

Schlagzeilen 2017

Zunächst das Sportliche: Andrea Mayr gewinnt kompletten Medaillensatz / Afrikaner dominieren bei der Weltmeisterschaft / Italiener beim Weltcup vorne / Lisa Oed wird Europameisterin bei den Juniorinnen, Michelle Maier weiterhin erfolgreich bei den internationalen Klassikern über die langen Distanzen / Sarah Kistner wird im ersten Frauenjahr Deutsche Meisterin.

Neben den sportlichen Höhepunkten sorgten die Wahl von Jonathan Wyatt (Neuseeland) zum Präsidenten des Berglauf-Weltverbandes und der positive Dopingbefund des Berglauf-Weltmeisters von 2010 Petro Mamu (Eritrea) für weitere Schlagzeilen.

Jonathan Wyatt neuer Präsident des Berglauf Weltverbandes

Der siebenfache Berglauf-Weltmeister Jonathan Wyatt (Neuseeland) wurde im Rahmen der Berglauf-Weltmeisterschaft Ende Juli in Premana / Italien zum neuen Präsidenten des Berglauf-Weltverbandes WMRA gewählt. Jonathan Wyatt wird damit Nachfolger von Bruno Gozzelino (Italien) der seit 2009 das Amt innehatte. Mit dem 45jährigen Jonathan Wyatt übernimmt der erfolgreichste Bergläufer aller Zeiten das Amt des Präsidenten. Eine bessere Wahl hätte der Berglauf-Weltverband nicht treffen können. Denn kaum ein anderer kennt die internationale Berglaufszene aus eigener rund 20jähriger läuferischer Erfahrung wie Wyatt. So sind auch die Reaktionen bei Läufern und Funktionären durchweg positiv.

Für die weltbeste Bergläuferin Andrea Mayr ist die Wahl Wyatts zum Präsidenten ein Glücksfall. "Jonathan geht auf die Läufer zu. Er ist ein Sympathieträger. Er kennt die Wünsche der Läufer und er kennt die meisten Strecken", so Andrea Mayr. Wolfgang Münzel, ehemaliger DLV Berglaufwart und seit 20 Jahren Mitglied im Council des Berglauf-Weltverbandes: "Ich freue mich über die Wahl von Jonathan Wyatt. Sein Motto ‚athlets first'. Er genießt ein hohes Ansehen bei den Athleten und gibt sich auch sehr Athleten-nah. Er hat gute Kontakte zu verschiedenen Firmen und sollte uns dringend benötigte Sponsorengelder beschaffen. Er tritt an mit dem Versprechen Doping zu bekämpfen, ein Thema leider auch im Berglauf."

"Mehr Rennen mit mehr Teilnehmern", formuliert der neue Präsident als ein wichtiges Ziel und vordringliche Aufgabe. "Die Bergläufe müssen auch für den Nachwuchs attraktiv sein. Eine intensive Zusammenarbeit mit den Medien ist notwendig. Unsere wichtigsten Veranstaltungen wie die Weltmeisterschaft, die Jugend-Weltmeisterschaft und Masters-Weltmeisterschaft müssen mehr in den Fokus gestellt werden. Neuerungen, wie Staffelveranstaltungen, können auch die Attraktivität erhöhen." Auch will Wyatt für mehr Mitgliedsländer in der WMRA werben. "Wir müssen den WMRA ausbauen. Ziel ist es, mehr als 50 Mitglieder zu haben. Wir können zeigen, dass der Berglauf etwas Einzigartiges ist." Auch als Funktionär wird Wyatt weiterhin an Laufveranstaltungen teilnehmen. "Laufen ist für mich Leidenschaft und Entspannung zugleich", so der neue WMRA Präsident.

Der Weltmeister Petro Mamu wurde des Dopings überführt Nach der Dopingaffäre Petro Mamu wird Francesco Puppi neuer Berglauf-Weltmeister über die Langdistanz

Dopingfall Petro Mamu

Keine zwei Monate nach Wyatts Wahl zum Präsidenten wurde bekannt, dass Petro Mamu bei den Dopingkontrollen, anlässlich der beiden Berglauf-Weltmeisterschaften in Premana / Italien (Normal- und Langdistanz) wegen eines verbotenen Asthma-Medikaments des Dopings überführt wurde. Der Weltmeister von 2012 hatte in dieser Saison den WM-Titel über die Langdistanz gewonnen. Dieser Titel wurde ihm aberkannt. Da er sich gegenüber dem IAAF sehr kooperativ gezeigt habe, wurde die Sperre von zwei Jahren auf neun Monate reduziert. Dies stieß, nicht nur in der Berglaufszene, auf Unverständnis. Von einer abschreckenden Wirkung, die eine zweijährige Sperre haben soll, kann man da nicht mehr sprechen. Wyatt hätte man einen besseren Einstieg in sein Präsidentenamt gegönnt, als sich mit dem positiven Dopingbefund von Petro Mamu zu befassen. Positiv, bei der Korrektur der Ergebnislisten hat der Berglauf-Weltverband schnell gehandelt. Die Ergebnisliste, mit dem nun neuen Weltmeister Francesco Puppi (Italien) an der Spitze, wurde umgehend aktualisiert.

Internationale Meisterschaften 2017

Andrea Mayr (Österreich), die weltbeste Bergläuferin aller Zeiten, konnte auch zwölf Jahre nach ihrem ersten internationalen Titelgewinn, 2005 wurde sie Berglauf-Europameisterin, ihre Medaillensammlung um eine weitere Goldmedaille, eine Silber- und eine Bronzemedaille ausbauen. Sie gewann zum Saisonbeginn die Weltmeisterschaft im Skibergsteigen. Nach einem Fahrradunfall ging sie gehandicapt an den Start der Berglauf-Europameisterschaft in Kamnik / Slowenien und wurde dort hinter Maude Mathis (Schweiz) und Sarah Tunstall (Großbritannien) Dritte. Bei der Berglauf-Weltmeisterschaft auf einem bergauf-/bergabführenden Kurs in Premana / Italien gewann sie hinter der Kenianerin Lucy Wambui Murigi die Silbermedaille. "Bei der WM habe ich mich erstmals wieder richtig fit gefühlt und bergauf lief es super. Bergab hatte ich gegen die Kenianerin keine Chance, die kam geradezu an mir vorbeigeflogen", äußerte sich Mayr, die nun erstmals in ihrer Karriere einen kompletten Medaillensatz gewann.

Die weltbeste Bergläuferin Andrea Mayr gewinnt zum achten Mal beim Hochfelln Berglauf und gewinnt bei den internationalen Meisterschaften Gold, Silber und Bronze Lisa Oed und ihr Trainer Sascha Arndt

Bei der Europameisterschaft gewann Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) bei den Juniorinnen die Goldmedaille. Nach Melanie Albrecht (2013) und Sarah Kistner (2015) war es die dritte EM-Goldmedaille bei den Juniorinnen hintereinander auf einen bergaufführenden Kurs für den DLV. "Lisa Oeds EM-Titel kam für mich nicht überraschend, da ihre Leistungskurve seit einiger Zeit kontinuierlich nach oben zeigte", kommentierte der Berglaufwart des DLV Kurt König den Erfolg.

Nur eine Woche später gewann sie bei der U20-Europameisterschaft in Grosseto / Italien über 3000 Meter Hindernis mit der persönlichen Bestleistung von 10:00,79 Minuten eine weitere Goldmedaille. Bei den Frauen erreichten Monique Siegel (SC Norweger Annaberg) und Melanie Noll (TuS Heltersberg) mit den Plätzen acht und 14 gute Resultate. Pech hatte das deutsche Team, da mit Sarah Kistner und Tina Fischl zwei Leistungsträgerinnen verletzungsbedingt ausfielen und somit aus der erhofften Mannschaftsmedaille nichts wurde.

Bei den Männern, hier gewann der Italiener Xavier Chevrier den Europameistertitel, belegte Maximilian Zeuss (DJK Wissen) mit Platz 15 das beste Resultat aus deutscher Sicht. Bei den Junioren erkämpften sich Lukas Bunzel (Eintracht Hildesheim) und Julius Hild (SSC Hanau-Rodenbach) die Plätze 13 und 19.

Bei der Berglauf-Weltmeisterschaft in Premana gingen alle vier Einzeltitel an afrikanische Läufer. Bei den Männern gab es einen Dreifachtriumpf für Uganda (es siegte Victor Kiplangat) und die beiden U20-Titel (Oscar Chelimo und Rispe Chebet) gingen ebenfalls an Uganda. Bei den Frauen siegte, wie schon erwähnt, die Kenianerin Lucy Wambui Murigi. Sebastian Hallmann (LG Telis Finanz Regensburg) belegte Platz 20. Auf Platz 21 kam bei den Junioren Hilbert Luca (LG Westallgäu).

Lisa Wirth und Gesa Bohn (beide LAC Quelle Fürth) platzierten sich bei den Frauen auf den Rängen 18 und 26 der Weltmeisterschaft. Kurt König: "Für mich ist Lisa Wirth die Aufsteigerin der Saison. Sie hat bei der WM überzeugt. Auch Maximilian Zeus, den ich derzeit als komplettesten der deutschen Bergläufer ansehe, konnte mit seinem 15. Platz eine weitere Stufe in seiner Leistungsentwicklung nehmen."

Benedikt Hoffmann und Sarah Kistner kommen auch auf flachen Strecken schnell voran. Benedikt Hoffmann lief 2017 den Mainova Frankfurt Marathon in 2:20:48, Sarah Kistner lief beim Great Scottish Run in Glasgow 2016 eine 1:13:41 über Halbmarathon

Nachdem es im Vorjahr bei der Berglauf-Langstrecken Weltmeisterschaft durch Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn) mit Platz fünf und Lukas Naegele (PTSV Jahn Freiburg) mit Platz acht zwei Top-ten-Plätze, sowie Mannschaftsbronze gab, blieben diesmal die deutschen Bergläufer weit hinter den Erwartungen zurück. Florian Reichert (LG Göttingen) erreichte mit Platz 19 noch das beste Resultat. Bei der Masters-Weltmeisterschaft gab es lediglich durch Mary Heilig-Duventäster (LG Welfen) in der W55 eine Goldmedaille.

So konnte Kurt König mit dem Abschneiden bei den internationalen Meisterschaften nicht vollends zufrieden sein. "Als durchwachsen möchte ich die Saisonbilanz der deutschen Bergläufer bei internationalen Meisterschaften bezeichnen, die einer Achterbahnfahrt gleichkommt. Der Europameistertitel von Lisa Oed täuscht ein wenig darüber hinweg, dass einige unserer Athleten enorme Probleme damit haben, sich auf den jeweiligen Saisonhöhepunkt zu fokussieren. Daran werden wir in Zukunft arbeiten. Darüber hinaus mussten wir feststellen, dass einige Athleten mit den Strecken, die auf internationaler Bühne angeboten werden, überfordert sind. Das liegt zum einen daran, dass diese Art von Strecken bei uns in Deutschland nicht angeboten werden und zum anderen, dass sich die Athleten zu selten der internationalen Konkurrenz stellen. Deshalb haben wir die Qualifikation zur Berglauf-WM 2018 ins Ausland verlegt, um so einen besseren Vergleich anstellen zu können."

Der insgesamt berechtigte Vorwurf, sich zu wenig der internationalen Konkurrenz zu stellen, trifft aber nicht auf Michelle Maier (PTSV Rosenheim) zu. Sie nahm erneut an rund einem Dutzend internationalen Klassiker, meist über die langen Distanzen, teil. Trotz sechsmonatiger Verletzungspause gewann sie u.a. Mountainrun Seefeld, Val Gardena Mountainrun, den Kaisermarathon in Söll, den Pölventrail in Söll (auch Gesamtsiegerin der Tour de Tirol) sowie den Trailrun im Ötztal, den Schlickeralmlauf in Telfes/Stubaital, den Glacier 3000 Run. Beim Sierre Zinal und dem Jungfrau Marathon wurde sie jeweils Zweite. Damit dürfte sie, laut Nominierungsrichtlinien, das Ticket für die Berglauf-Weltmeisterschaft über die Langdistanz am 26. Juni in Kapracz / Polen sicher haben. Aber Michelle Maier ist unter der derzeitigen Berglaufführung nicht an internationalen Meisterschaften interessiert. "Das Jahr 2017 hat meine Erwartungen stark übertroffen. Die Saison war gekennzeichnet durch totale Spontanität und ich konnte immer wieder einen draufsetzen", so Michelle Maier.

Michelle Maier beim Glacier 3000 Run 2017

Seit Mitte der Saison 2017 arbeitet Michelle Maier mit dem Schweizer Richi Umberg zusammen, der als Läufer (mehrfacher Schweizer Meister über verschiedene Langstrecken, Marathonbestzeit von 2:13 Stunden) und als Trainer sehr erfolgreich war. Er führte u.a. die New York Marathonsiegerin von 1997 und Olympiateilnehmerin Franziska Moser-Rochat zu nationalen und internationalen Erfolgen. "Nun ist es so, dass wir uns vor kurzem darauf geeinigt haben, dass Richi mir zunächst keine Pläne schreibt, sondern weiterhin als Berater zur Verfügung steht. Seine Ziele, die doch mehr Leichtathletik-orientiert sind, passen nicht ganz mit meinen zusammen. Ich möchte weiterhin spontan auch entscheiden, einen Lauf zu bestreiten und einfach nur Spaß vor allen in den Trailevents haben. Mein Ziel ist es eher, auf Läufen weltweit herumzukommen, neue Abenteuer und Erfahrungen zu machen. Der Erfolg ist für mich das Sahnehäubchen, aber nicht das große Ziel (wie bisher). Richtig strukturierter Leistungssport macht mir keinen Spaß, ich bewege mich doch lieber so, wie ich Lust und Laune habe... Ja, das klingt nicht professionell, ist es auch nicht, aber nur so macht mir das Ganze Spaß", so Michelle Maier.

"Ich werde aber weiterhin den Fokus auf der Bergmarathon-Distanz haben, vermutlich wieder die Höhepunkte Sierre-Zinal und Jungfrau Marathon, aber auch mal einen Straßenmarathon probieren. Generell möchte ich aber weiterhin auf allen möglichen Streckenprofilen und Distanzen am Berg bis zur Marathondistanz vertreten sein", führt die derzeit international erfolgreichste deutsche Bergläuferin Michelle Maier weiter aus.

Mit Verletzungspech musste sich Sarah Kistner (MTV Kronberg) herumplagen. Die U20-Europameisterin von 2015 und U20-Weltmeisterin des Vorjahres wurde in ihrem ersten Frauenjahr Deutsche Berglaufmeisterin und belegte danach beim Aletsch Halbmarathon hinter der EM-Zweiten und WM-Dritten Sarah Tunstall einen ausgezeichneten zweiten Platz. "Meine Jahresbilanz ist etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite konnte ich ein paar gute Rennen machen, auf der anderen Seite hat mich diese Verletzungsmisere auch sehr runtergezogen", so Sarah Kistner. "Daher werde ich diesen Winter vorsichtiger sein und das Training ruhiger angehen. Für 2018 habe ich noch keine konkreten Ziele festgelegt. Mir ist es wichtiger, erstmal wieder 100 Prozent gesund zu werden und die Verletzungen komplett auszukurieren."

Berglauf-Weltcup 2017

Beim Weltcup gab es nach sieben Läufen durch Alexander Baldaccini und Alice Gaggi einen italienischen Doppelerfolg. Filmon Abraham (Eritrea), der für die LG Telis Finanz Regensburg startet, kam auf Platz sechs. Einer der sieben Stationen war wie im Vorjahr Bergen im Chiemgau. Den 44. Internationalen Hochfelln Berglauf gewannen die mehrfache Welt- und Europameisterin Andrea Mayr (Österreich) und der Italiener Antonio Toninelli. Obwohl die deutsche Nationalmannschaft schwach vertreten war, gab es immerhin drei Podestplätze. Bei den Männern belegte Skibergsteiger Anton Palzer (SK Ramsau) den zweiten Platz. Hinter der erneut überragenden Andrea Mayr liefen Sarah Kistner (MTV Kronberg) und Michelle Maier (PTSV Rosenheim) auf die Plätz zwei und drei.

Der Sieger des Hochfelln Berglaufes 2017: Antonio Toninelli Beim Hochfelln Berglauf in Bergen präsentieren sich gleich drei Präsidiumsmitglieder des Berglauf-Weltverbandes (WMRA): v.l. Tomo Sarf, der neue Präsident des Berglauf-Weltverbandes Jonathan Wyatt und Wolfgang Münzel Skibergsteiger Anton Palzer läuft auf Rang 2 beim Hochfelln Berglauf 2017

Von der Top-Organisation konnten sich mit dem neuen Präsidenten Jonathan Wyatt, Tomo Sarfo und Wolfgang Münzel gleich drei WMRA-Council-Mitglieder überzeigen, so dass es mit Sicherheit 2018 wieder beim Hochfelln Berglauf auch um Punkte für den Weltcup gehen.

Die Austragungsorte und Termine des Weltcups 2018 stehen noch nicht fest. Sie werden nach Bekanntgabe hier alsbald veröffentlicht.

Deutsche Meisterschaft und deutsche Cup-Wettbewerbe 2017

Bei der deutschen Berglaufmeisterschaft, die am Großen Arber in Bayrisch Eisenstein ausgetragen wurde, gewann Sarah Kistner (MTV Kronberg) in ihrem ersten Frauenjahr den Titel. Gesa Bohn (LAC Quelle Fürth) und Julia Belger (OSC Löbau) belegten die beiden weiteren Podestplätze. Bei den Männern gewann Maximilian Zeus (DJK Weiden) vor Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn) und Marcel Krieghoff (GutsMuths-Rennsteiglaufverein).

Gesamtsieger des aus sieben Läufen bestehenden Schwarzwald Berglauf Pokals wurde Bruno Schumi (LG Brandenkopf). Der Deutsch-Österreicher konnte auch bei einigen internationalen Klassikern überzeugen, wie etwa beim Jungfrau Marathon, wo er als zweitbester Deutscher einen sehr guten 13. Platz belegte. Hinter Bruno Schumi folgten Maximilian von Lippe (LT Metlangen) und Roland Golderer (RSV Schwalbe Ellmendingen) auf den beiden weiteren Podestplätze des Schwarzwald Berglauf Pokals. Bei den Frauen überraschte die noch zur Jugendklasse (U20) gehörende Franziska Schmieder (LG Brandenkopf) mit dem Gesamtsieg. Zweite wurde Anna Janßen (LG Region Karlsruhe) vor Hanna Bächle (LT Unterkirnach).

Den Pfälzer Berglauf-Pokal gewann Jonas Lehmann (TuS Heltersberg). Auf Platz zwei kam sein Vereinskamerad Tom Heuer. Dritter wurde Job Marcel (TV Maikammer). Bei den Frauen wurde Simone Raatz (ASC Darmstadt) Gesamtsiegerin. Die Plätze zwei und drei belegten Anna Clipet (Landau Running Company) und Sabine Roschy (RC Vorwärts Speyer).

Die Schwarzwald Berglauf Pokal Sieger 2017 Bruno Schumi und Franziska Schmieder Pfälzer Berglauf-Pokal Sieger 2017 Jonas Lehmann und Simone Raatz (Foto © wus media)

Einige klassische Bergläufe gibt es nicht mehr

In der neuen Saison werden einige klassische Bergläufe wie schon 2017 nicht mehr im Terminkalender vertreten sein. Rückläufige Teilnehmerzahlen und Probleme genügend Helfer zu motivieren werden als Gründe genannt. So fehlten schon 2017 beim Schwarzwald Berglauf Pokal der Hochblauen-Berglauf und der Schauinsland-Berglauf. 2018 wird auch der Brandenkopf-Berglauf nicht mehr stattfinden. Eigentlich war schon für 2017 das "Aus" für den Brandenkopf-Berglauf geplant. Alfred Siegesmund vom Veranstalter hatte sich aber, nachdem der Schauinsland-Berglauf abgesagt wurde, bereit erklärt, den Brandenkopf-Berglauf nochmals durchzuführen. Für das Weiterbestehen des Brandenkopf-Berglaufes hatte er aber klar gemacht, dass, wenn die Teilnehmergrenze von 200 nicht erreicht wird, der Brandenkopf-Berglauf Geschichte sei. So kam es dann auch.

Nachdem Lauf verkündete Alfred Siegesmund das "Aus". "Mit nur 110 Finishern hat sich unsere Vermutung bestätigt, dass der Berglauf rückläufige Teilnehmerzahlen hat. Deshalb haben wir heute einen Schlussstrich unter die Ära Brandenkopf-Berglauf gezogen. Der 15. Brandenkopf-Berglauf war der letzte. Unsere Konzentration liegt nun voll auf dem TrailRUN21, den wir im Frühjahr ausrichten. Dort sehen wir die Zukunft, was sich in den ersten drei Ausgaben bestätigt hat. Es wächst eine neue Generation an Läufern heran."

Berglauf mit Zukunft: der TrailRUN21 in Zell am Harmersbach

Mit dem Brandenkopf-Berglauf verschwindet ein Berglauf, der auch über den Schwarzwald und Deutschland hinaus einen guten Ruf genoss, mit den Veranstalter Alfred Siegesmund und Ludwig Borsig an der Spitze. Mehrere Deutsche Meisterschaften, eine Berglauf-Europameisterschaft, ein Wertungslauf zum Weltcup, wurden in Zell-Unterharmersbach ausgetragen. Immer war die Resonanz bei Läufern und Funktionären ausgezeichnet. Mit dem siebenfachen Berglauf-Weltmeister Jonathan Wyatt ziert auch der weltbeste Bergläufer aller Zeiten die Ergebnislisten des Brandenkopf-Berglaufes.

Auch die teilweise immer höher werdenden Kosten für den Rücktransport (ob mit Bussen oder Seilbahnen) bereiten vielen Berglaufveranstaltern Probleme. Diese Probleme haben die Trails mit Start und Ziel im Tal nicht und werden damit immer mehr zur Konkurrenz der klassischen Bergläufe mit Ziel auf dem Berg. Trails, Vertical-Up-Läufe und Ultras, die vor allem mit extremen Längen und Höhenunterschieden werben, machen den klassischen Bergläufen Konkurrenz. So fand im Vorjahr zum dritten Mal in Titisee-Neustadt ein Lauf auf die Hochfirstschanze, hier springen normalerweise die besten Skispringer der Welt um Weltcuppunkte, unter dem Titel "Redbull400" statt. Auf nur 400 Meter Länge müssen auf der Schanze 140 Meter Höhenunterschied bewältigt werden. Mehr als 1000 Teilnehmer wurden registriert. Und kein Geringerer als der mehrfache Berglauf-Europameister Ahmet Arslan aus der Türkei setzte sich als Sieger vor dem Deutschen Berglaufmeister von 2015 Anton Palzer (SK Ramsau) durch. Bei den Frauen gewann die Japanerin Yukari Tanaka vor der Slowakin Katarina Lovrantova und der Deutschen Sarah Mittelberger.

Internationale Klassiker

Keine Probleme mit rückläufigen Teilnehmerzahlen habe einige internationale Klassiker wie der Aletsch Halbmarathon, der SwissAlpine Marathon in Davos, der Gornergrat Zermatt Marathon, der Jungfrau Marathon, der Matterhorn Ultraks oder die extremen Ultras, wie der 170 km lange Lauf um den Mont Blanc (Ultra Trail du Mont Blanc), um nur einige zu nennen.

Die Nummer Eins bleibt nach wie vor der Jungfrau Marathon. Auf der 42,195 km langen Strecke gilt es nach dem Start in Interlaken 1829 Meter bergauf und 305 Meter bergab zu bewältigen. Mehr als 5000 Läuferinnen und Läufer erreichten bei der 25. Auflage, trotz extrem schlechten Witterungsverhältnissen, das Ziel auf der Kleinen Scheidegg. Es gewannen der Kolumbianer Jose David Cardona und die Schweizerin Maude Mathsy. Dabei stellte die amtierende Berglauf-Europameisterin mit unglaublichen 3:12:56 Stunden einen neuen Streckenrekord auf. Michelle Maier belegte wie im Vorjahr wieder einen hervorragenden zweiten Platz. Bei den Männern überzeugte Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn), der sich als bester Deutscher den sechsten Platz erkämpfte.

Beim SwissAlpin Marathon in Davos wurden auf den unterschiedlichen Distanzen fast 4000 Finisher registriert. Den K78, die bisherige Königsdisziplin, gewann Tofol Castanyer (Spanien). Bei den Frauen musste die Favoritin Jasmin Nunige nach sieben Siegen bei Kilometer 35 verletzungsbedingt aufgeben. Es siegte die Schwedin Ida Nilsson, nur fünf Männer waren schneller als sie. Die Dresdnerin Nicole Keßler war als Sechste beste Deutsche. Einen schwedischen Sieg gab es auch beim K47 durch Mimmi Kotka. Pia Holzer und Julia Seidl (beide LG Filder) belegten die Plätze vier und fünf. Bei den Männern gewann über die gleiche Distanz der Schweizer Stephan Wenk. Dritter wurde Moritz auf der Heide (LAZ Puma Rhein-Sieg). Beim LGT Marathon in Liechtenstein gab es durch Michelle Maier erstmals eine Siegerin aus Deutschland.

Shaban Mustafa gewinnt den Aletsch Halbmarathon 2017
Der frühere Marathon-Europameister Viktor Röthlin gratuliert der Zweiten beim Aletsch HM Sarah Kistner

Rund 2500 Läuferinnen und Läufer beteiligten sich beim 32. Internationalen Aletsch Halbmarathon auf Bettmeralp im schweizerischen Wallis. Es gewannen der Bulgare Shaba Mustafa und die WM-Dritte von 2009 Sarah Tunstall. Damit setzten sich die Favoriten durch. Mit dabei der Marathon-Europameister von 2010 Viktor Röthlin, der auf Platz Neun lief und nach dem Rennen total begeistert von der Strecke war. "Die Strecke ist toll mit super Ausblicken, unglaublich schön. Das hat richtig Spaß gemacht hier zu laufen. Da ich mir weder einen bestimmen Platz noch eine bestimmte Zeit vorgenommen habe, konnte ich den Lauf auch so richtig genießen", schwärmte er. Einen ausgezeichneten zweiten Platz hinter Sarah Tunstall belegte die U20 Weltmeisterin von 2017 Sarah Kistner und sorgte damit für ein gutes Ergebnis aus deutscher Sicht.

Beim Gornergrat Zermatt Marathon 2017 gewinnt Roman Wyss aus Niederbipp den Ultra-Marathon Simone Hegner aus Bern ist schnellste Ultra-Marathonfrau Der US-Amerikaner Eric Blake gewinnt den Gornergrat Zermatt Marathon 2017 Ivana Lozzia aus Italien läuft bei den Marathonfrauen auf Rang 1

Auch der 16. Gornergrat Zermatt Marathon konnte mit rund 2700 beteiligten Läuferinnen und Läufer aus 50 Nationen (davon 2275 im Ziel) wieder ein Top-Ergebnis vermelden. Über die Marathonstrecke siegte Eric Blake vor Isaac Toroitich Kosgei aus Kenia. Dritter wurde Vorjahressieger Patrick Wieser, der bereits dreimal den Marathon in Zermatt gewann. Bei den Frauen gewann Ivana Lozzia (Italien) vor Aline Camboulives (Frankreich) und der Schweizerin Corinne Zeller. Beim Halbmarathon setzte sich Lokalmadator Martin Anthamatten zum dritten Mal als Sieger durch. Alex Jodido und Pierre-André Ramuz errangen die Plätze zwei und drei. Ebenfalls ein rein Schweizer Podest erzielten, angeführt von Victoria Kreuzer, Sabine Kuonen und Kathrin Knuchel. Bei den Ultramarathonläufern wiederholte der Schweizer Roman Wyss seinen Vorjahressieg. Alexander Heim und Sandro Spaeth (beide ebenfalls Schweiz) belegten die Plätze zwei und drei. Simone Hegner, 2015 und 2016 auf Platz zwei, feierte einen überlegenen Start-Ziel-Sieg. Alexandra Hagspiel aus Blaichach bei Kempten erkämpfte sich in 4:47:36 Stunden den zweiten Platz. Nach Platz eins 2013 und Platz drei im Vorjahr lief sie beim ihrem dritten Start über die Ultrastrecke zum dritten Mal aufs Podest.

Beim 10. Glacier 3000 Run gab es durch Michelle Maier erstmals einen deutschen Sieg über 26 Kilometer zu feiern. Bei den Männern gewann der Bulgare Shaban Mustafa.

Beim Glacier 3000 Run 2017 gab es zum Jubiläum einen Marathon. Diesen gewannen der Brite Tim Short und die Schweizerin Andrea Huser Shaban Mustafa aus Bulgarien und Michelle Maier aus Deutschland gewinnen den "klassischen" Glacier 3000 Run über 26 km

Den 29. Schlickeralmlauf in Telfes /Tirol gewannen Michelle Maier und Geoffrey Ndungu. Für den Kenianer war es der dritte Sieg, während Michelle Maier sich erstmals als Siegerin in die Ergebnisliste des Schlickeralmlaufes eintragen ließ. Filimon Abraham (LG Regensburg) belegte Platz vier. Der Deutsche Berglaufmeister von 2016 Toni Lautenbacher (LC Tölzer Land) errang wie ein Jahr zuvor Platz fünf.

Beim Kaisermarathon in Söll / Tirol beherrschte, wie im Vorjahr von Beginn an Michelle Maier das Renngeschehen und erreichte wie ein Jahr zuvor als Siegerin das Ziel. Ebenfalls wie im Vorjahr waren auch diesmal nur vier Männer schneller als sie. Im Ziel hatte sie einen Vorsprung von unglaublichen 56 Minuten auf die Nächstplatzierte. Da sie auch den Söller Zehner und den abschließenden Pölventrail gewann, wurde sie auch überlegene Gesamtsiegerin der Tour de Tirol.

Der Schweizer Patrick Wieser wird 2017 zum 3. Mal Gesamtsieger der Tour de Tirol. Hier auf der Hohen Salve bei seinem Lauf zum 3. Sieg beim Kaisermarathon
Michelle Maier gewinnt eine Reihe von Klassikern über die langen Distanzen wie hier den Kaisermarathon-Söll bei winterlichen Bedingungen. Überlegen wird sie auch Gesamtsiegerin der Tour de Tirol 2017

Berglauf Vorschau 2018

Die internationale Meisterschaftssaison beginnt am 2. Juni mit der 18. Masters Berglauf-WM in Zelezniki/Slowenien. Am 16. Juni wird die 13. Berglauf-Weltmeisterschaft der Jugend (Youth Cup) in Lanzada/Italien ausgetragen. Am 24. Juni kommt es mit der 15. Berglauf-Weltmeisterschaft über die Langdistanz in Karpacz/Polen zum ersten Höhepunkt der internationalen Meisterschaftssaison. Am 1. Juli wird die 17. Berglauf-Europameisterschaft (bergauf/bergab) in Skopje /Mazedonien ausgetragen. Die 34. Berglauf Weltmeisterschaft (bergauf) wird am 16.9. in Canillo/ Andorra ausgerichtet.

Die Nominierungsrichtlinien für die internationalen Meisterschaften werden auf der Homepage des DLV unter www.leichtathletik.de/laufen/berglauf/nominierungsrichtlinien-und-kader-richtwerte offen gelegt. "So ist die Voraussetzung für eine Nominierung bei der Berglauf-Weltmeisterschaft in Andorra grundsätzlich die Teilnahme am Internationalen Schlickeralmlauf (29.07.2018 in Telfes im Stubaital/Österreich) Voraussetzung." Sicherlich eine richtige Entscheidung vom DLV Berglaufwart Kurt König. Hier müssen sich die deutschen Bergläufer/innen einer stärkeren internationalen Konkurrenz stellen, als bei einem deutschen Berglauf; zumal in Telfes noch die österreichische Staatsmeisterschaft ausgetragen wird.

Telfes Schlickeralmlauf - Foto © Axel Künkeler

Für die Nominierung für die Berglauf-Weltmeisterschaft über die Langdistanz steht Folgendes bei den Nominierungsrichtlinien. "Zur Leistungsbeurteilung werden grundsätzlich Ergebnisse von hochwertigen internationalen Berglauf- und Trailveranstaltungen 2017 über die Langdistanz bis Marathon herangezogen, die eine Höhendifferenz von mindestens 1.500 Höhenmeter positiv/negativ aufweisen sollten. Dieses Ergebnis ist im genannten Qualifikationszeitraum auf einer profilierten Trail bzw. Berglaufstrecke zu bestätigen."

Der Berglauf-Kader für 2018

Für das Jahr 2018 wurde folgender Berglauf Kader zusammengestellt:

A-Kader:

Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn), Lukas Naegele (PTSV Jahn Freiburg)

B-Kader:

Tina Fischl (WSV Otterskirchen), Domenika Mayer (LAC Quelle Fürth), Melanie Noll (TuS 06 Heltersberg), Monique Siegel (SG Adelsberg), Lisa Wirth (LAC Quelle Fürth)
Sebastian Hallmann (LG Telis Finanz Regensburg), Anton Lautenbacher (LC Tölzer Land), Jonas Lehmann (TuS 06 Heltersberg), Florian Reichert (ASFM Göttingen), Maximilian Zeus (DJK Weiden)

P-Kader:

Nada Balcarczyk (LG Würm Athletik), Gesa Bohn (LAC Quelle Fürth), Nadia Dietz (LG Brandenkopf).
Davor Aaron Bienenfeld (SSC Hanau Rodenbach), Luca Hilbert (LG Westallgäu), Stefan Knopf (PTSV Rosenheim), Marcel Krieghoff (GutsMuths Rennsteiglaufverein),Thomas Kühlmann (LG Wettenberg)

P-Kader Nachwuchs:

Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach), Paulina Wolf (TSV Reute Runners), Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach), Erik Döhler (LG Region Karlsruhe), Luca Hilbert (LG Westallgäu), Julius Hild (SSC Hanau -Rodenbach), Theodor Schell (LSC Höchstadt/Aisch)

Quelle: Homepage DLV (www.leichtathletik.de)

Deutsche Berglaufmeisterschaft und Cup-Wettbewerbe

Saisonhöhepunt in Deutschland ist die Deutsche Berglaufmeisterschaft, die am 1. September in Ilsenburg/Sachsen-Anhalt im Harz im Rahmen des 48. Brockenlaufes ausgetragen wird. Damit löst Kurt König nach den Titelkämpfen am Großen Arber im Vorjahr zum zweiten Mal sein Versprechen ein, dass Deutsche Berglaufmeisterschaften nicht nur in den bayrischen Alpen oder im Schwarzwald ausgetragen werden. Der Start für die Titelkämpfe (einschließlich der Seniorenklassen) ist auf dem Ilsenburger Marktplatz auf einer Höhe von 254 Meter, das 1141 Meter hoch gelegene Ziel auf dem Brocken, dem höchsten Berg Norddeutschlands, wird nach 11,7 km und einem Höhenunterschied von 887 Meter erreicht. Der Startschuss für die Deutsche Meisterschaft fällt um 9.30 Uhr. 25 Minuten später wird der "klassische" Brockenlauf über 26 km gestartet, der seit 1927 mit Unterbrechungen veranstaltet wird. Start und Ziel sind auf dem Ilsenburger Marktplatz.

Neben der Deutschen Berglaufmeisterschaft stehen mit dem Pfälzer Berglauf-Pokal und dem Schwarzwald-Berglauf-Pokal wieder die beiden traditionsreichen Cup-Wettbewerbe an. Der aus sieben Läufen bestehende Pfälzer Berglauf-Pokal wird am 24. Februar mit dem 26. Donnersberglauf gestartet. Obwohl beim Schwarzwald Berglauf Pokal mit dem Schauinsland-Berglauf, dem Hochblauen-Berglauf und dem Brandenkopf-Berglauf gleich drei Klassiker fehlen, wird die Cup-Serie auch in dieser Saison angeboten. Neu konnte für den Cup der Rosskopf-Windräderlauf mit Start und Ziel in Heuweiler bei Freiburg gewonnen werden. Der Schauinsland-Berglauf wird am 8. Juli erstmals durch den 13 km langen Kybfelsenlauf (Start und Ziel in der Nähe des Freiburger Möslestadions) ersetzt; gehört aber im ersten Jahr noch nicht zum Schwarzwald-Berglauf Pokal. Der erste Lauf zu dem aus sechs Wertungsläufen bestehenden Schwarzwald Berglauf Pokal findet am 15. April in Zell mit dem TrailRUN21 statt.

Eine Auswahl weiterer Bergläufe & Trails:

Glacier 3000 Run Gstaad - Foto © Walter Wagner

Neben den internationalen und nationalen Meisterschaften sowie den nationalen und internationalen Cup-Wettbewerben gibt es in den Alpenregionen und Mittelgebirgen noch hinreichend genügend Bergläufe und Trails. Trotzdem, dass der eine oder andere Berglauf bedauerlicherweise aus dem Terminkalender verschwunden ist, haben die Bergläufer/innen jedes Wochenende immer noch die Qual der Wahl. Siehe angefügten Terminkalender für 2018.

Und nach wie vor ist für jeden etwas dabei, für Läufer/innen, die den klassischen Berglauf mit Start im Tal und Ziel auf dem Berg bevorzugen, für Einsteiger, die Bergläufe lieber mal mit geringeren Höhenmetern testen, für Läufer, die bergauf/bergab Läufe mögen, für die Läufer, die das Extreme lieben, sei es was die Länge angeht oder die Höhenmeter.

Und alle Bergläufer/innen vereint die Liebe zu der Natur, die Liebe zu den Bergen.

Hier eine Zusammenfassung von Läufen, die im Text noch nicht erwähnt wurden. Die Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Im Februar
10.02 .Brocken-Challange, Göttingen-Brocken, 80 km /HD 1900
17.02. Hochschwarzwald Vertical-Up,Todtnau-Fahl, 1,8 km/450 m HD (Achtung Veranstaltungsabsage: Leider müssen wir aufgrund der aktuellen Wetterereignisse (Starkregen in den letzten Wochen) und der Bedenken aus naturschutzfachlicher Sicht das Vertical Up im Hochschwarzwald absagen. 3.2.18)
24.02. Streif Vertical Up, Kitzbühel/Österreich, 3,3 km/HD 860 m
24.02. Donnersberglauf, Steinbach,PBP, Pfalz Berglaufmeisterschaft, 7,2 km/ HD 418 m

Im März
03.03. Berglauf "Auf die Platte"/Wiesbaden /Deutschland
11.03. Int. Kaiserstuhllauf des TV Ihringen /Deutschland
17.03. Nanstein-Berglauf, Lahnstuhl, (PBP) 7,1 km HD 350m
24.03. Rockie-Mountain-Lauf,Rockenhausen (PBP), 13 km/ HD 560 m
25.03. Wengen Vertical Up, Wengen/Schweiz , 4,5 km/ HD 1012 m

Im April
14.04. Kyfhäuser Berglauf, Bad Frankenhausen, Marathon, Halbmarathon,14 km
15.04. TrailRun21, Unterharmersbach, SWB, 21 km/ 650 HM, 10 km/245 HM
15.04. Feldberglauf, Oberursel, 10,5/ HD 585 m
27.-28.04. Alpine Trail Run, Innsbruck/Österreich, 85 km/ HD 3600 m, 65 km/ HD 2100m,
                   42 km/ HD +1450 m/-1600 +950 m/ 650 m, 15 km/ HD 400 m
28.04. Kandel-Berglauf, Waldkirch, SBP, 12,2 km/ HD 940 m
28.04. Skinfit FrankensteinLauf/Darmstadt-Eberstadt /Deutschland
29.04. Muttenz Marathon, Muttenz/Schweiz, 42,195 km/HD 1000 m, 21,1,km/ HD 1000m

Im Mai
12.05. Nockberg-Marathon, Hochrindl/Österreich (Kärnten), 42,2 km/1900 Höhenmeter
           (im Rahmen des dreitägigen JOLsport RUN Kärnten)
13.05. Hochrindltrail, Hochrindl/Österreich, 19 km/700 Höhenmeter
            (Abschluss des dreitägigen JOLsport RUN Kärnten)
14.05. Hundseck-Berglauf,Bühlertal, SBP, 9,5 km / HD 776 m
20.05. Hochgernlauf, Unterwössen, 7,4 km/HD 905 m
25.-27.05. Anita Women ?s Trail Zell am See/ Österreich , 5 km/ HD 300 m,16 km/ HD 760 m, 15 km/ HD 500 m
26.05. Gutsmuth Rennsteiglauf, Eisenach, u.a. Supermarathon 73km/+1874m/-1386 m
27.05. Schafberglauf St.Wolfgang/Österreich, 5,83 km/ HD 1190 m
27.05. Gamperney-Berglauf,Grabs/Schweiz, 8,8 km/ HD 1000 m

Im Juni
02.06. Berglauf Masters Weltmeisterschaft Zelezniki/ Slowenien
03.06. Muttersberglauf Bludenz/Österreich, 7,5 km/ HD 840 m
09.06. X-Trail Run, Breitnau, 21,1 km /HD 900 m
09.06. Fichtelberg Ultra Chemnitz/Klaffenbach; Deutschland Tschechien  55 km HD/ 1.600 m
10.06. Hohenneuffen-Berglauf, Beuren, 9,3 km/ HD 438 m
10.06. Haldi-Berglauf, Schattdorf/Schweiz, 9,5 km/ HD 1419m
10.06. Grand Ballon, Willer-Sur-Thur/Frankreich, Weltcup, 13,5 km HD 1241 m

15.-17.06. Zugspitz Ultratrail: Grainau, Ehrwald, Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Leutasch
                    fünf Läufe von 25 km bis 100 km
16.06. Hochkönigman Maria Alm/ Österreich, 84 km/ HD 4916 m, 46,94 km/ HD 2751 m, 23,57 km/ HD 1441 m
16.06. LGT Liechstenstein Marathon, Bendern/Liechtenstein, 42,195 km/ HD 1870 m, 25 km/ HD 1150 m
23.06. Dachstein-Krippenlauf, Obertraun/Österreich, 8,4 km/ HD 1540 m
24.06. Osterfelder Berglauf, Garmisch-Partenkirchen, 11,9 km/ HD 1297 m
24.06. Berglauf Weltmeisterschaft Langdistanz, Karparcz/ Polen
24.06. Aletsch Halbmarathon, Bettmeralp/Schweiz, 21,2 km/ HD 1050 m
29.06-30.06. Mont Blanc Marathon, Chamonix/Frankreich, 80 km /HD 6000 m,
                        42,105 km /+2511 m/-1490 m,10 km / HD 325 m
30.06. Montafon Arlberg Marathon, Silbertal/Österreich, u.a. 42,195 km /HD 1300 m

Im Juli
01.07. Berglauf Europameisterschaft , Skopje/ Mazedonien
01.07. Dolomiten Marathon, Brixen/ Italien, 42,195 km / HD 2340 m
01.07.Engadin St.Moritz Ultraks, Pontresina/Schweiz, 16 km HD(+/-1300 m, 30 km HD +/-1719 m,
           46 km HD+/-3019 m
01.07. Montreux Les Rochers-de-Naye, Montreux/Schweiz, 18,8 km/HD 1600 m; 9,5km/HD 920 m
01.07. Stanserhorn Berglauf, Stans/Schweiz, 10,9 km/HD 1416 m
02.07. Gletscher Marathon Imst/Österreich, 42,195 km/HD 1679 m; 21,1km/HD 999 m
02.07. Nebelhorn-Berglauf, Oberstdorf, 10,5 km/ HD 1405m
02. 07. Stanserhorn Berglauf Stans/Schweiz, 10,0 km/ HD 1400 m
07.07. Gornergrat Zermatt Marathon Zermatt/Schweiz, 42,195 km / HD+1944m/-444m,
             Ultra-Marathon, 45,6 km/ HD +2458m/-444 m
07.07. Dolomiten Marathon Brixen/Italien 42,195 km / HD 2350 m
08.07. Val Gardena Mountain Run, St.Ulrich/Italien, 14,5 km /HD 1247 m
08.07. Kybfelsenlauf, Freiburg/Nähe Möslestadion, 13 km,
13./14.07. Silvretta Run 3000 Ischgl/Galltür/Österreich, :42,195 km / HD 1814 m,29,9km/ HD 1482 m,
                   12,10 km/ HD 505 m
13-15.07. Eiger Ultra Trail, Grindelwald/Schweiz, u.a. 101km/ HD 6700 m; 51km/ HD 3100 m15.07
14.07. Karwendel-Berglauf,Mittenwald, 11 km/ HD 1460 m
14.07./15.07. Ötscher Ultra Marathon & Mountain Run, Lackenhof/ Österreich 20 km/ 1150 Höhenmeter,
                         50 km/ 1850 Höhenmeter, 70 km/ 3000 Höhenmeter
15.07. Großglocknerlauf,Heiligenblut/Österreich, 12,67km /HD 1494m
15.07. Rosskopflauf, Heuweiler, SWB, 18,4 km/ 560 HM,19 km/280 HM
18.07. Kampenwand-Berglauf, Aschau, 6 km/HD 830 m
21.07. Tote Mann Berglauf Oberried, SBP, 8,4 km/560 HD 750 m
27.-29.07. Großglockner Ultra Trail, Kaprun/Österreich, 110 km/ HD 7000 m, 50 km/ HD 2.500 m,
                   30 km/ HD 1500 m
29.07. SwissAlpine Marathon, Davos/Schweiz, u.a. 79km/ HD +/--2600 m
29.07. Schlickeralm Berglauf mit österreichischer Berglaufmeisterschaft,Telfes/Österreich, 11,3 km / HD 1270 m

Im August
04.08. Glacier3000 Run, Gstaad/Schweiz, 26 km/ HD 1900 m
04./05.08. Gondo Marathon, Gondo,Ried-Brig/ Schweiz, 28 km/ HD +/ -1400 m; 84,4 km HD +/- 4200m
05.08. Tegelberglauf, Schwangau, 8 km/HD 920 m
12.08. Sierre-Zinal, Sierre/Schweiz, 31 km/ HD +2100m/-900m
12.08. Allgäu Panorama Marathon, Sonthofen, 69 km/ HD 1550 m
12.08. Rigi-Berglauf, Arth/Schweiz, 11,3 km/HD1380 m
17./18.08. Inferno Halbmarathon, Lauterbrunnen/Schweiz, 21,1 km / HD 2175 m
18.08. Höhenhalbmarathon, Lech/Österreich, 23 km/HD +/-975 m
25./26.08. Matterhorn Ultraks, Zermatt/Schweiz, 46 km / HD +/-3600 m
25.08. Kitzbüheler Horn-Berglauf, Kitzbühel/Österreich, 12,9 km/ HD 1234 m
27.31.08. Ultra Trail du Mont Blanc, Chamonix/Frankreich 5 Läufe zwischen 53 und 290 km

Im September
01.09. Brockenlauf,Ilsenburg, Deutsche Berglaufmeisterschaft
02.09. Hochgrat-Berglauf,Oberstaufen, 6 km /HD 850m
02.- 08.09. Transalpine Run, Start: Garmisch Partenkirchen, 7Etappen,
                     drei Länder, zwei Läufer 250km/15000 HM
07./08. 09. Jungfrau Marathon, Interlaken/Schweiz, 42,195 km / HD +1829 m/-306 m
08.09. Belchen Berglauf, Schönau , SWB, 11,4 km HD 824 m
08.09. Rietburg-Berglauf, Edenkoben, PBP, 8,2 km/ HD 350 m
16.09. Berglauf Weltmeisterschaft , Canillo / Andorra
15.09. Drei Zinnen Alpine Run, Sexten/Italien, 17,5 km/ HD 1350 m
16.09. Heidelberg Trail Marathon /Deutschland (42km, HM, 10km)
22.09. Arberland Ultratrail,Bodenmais/Bayrischer Wald,60 km/2500 mHD
23.09. Schwarzer Grat Berglauf, Isny, 3km / HD 470 m
29.09. Schneeberglauf, Puchberg/Österreich, 10 km/ HD 1200 m
30.09. Hochfelln-Berglauf, Bergen/Chiemgau , 8,9 km/ HD 1074 m

Im Oktober
06.10. Fichtel-Berglauf,Sehmatal, 9,1 km/ HD 550 m
06.10. Smarna Gora Race,Ljublijana/Slowenien,, 9 km/ HD 710 m
06.10. Kaisermarathon Söll/Österreich, 42,195km/ HD 2160 m (im Rahmen der dreitägigen Tour de Tirol)
07.10. Pölventrail, Söll/Österreich, 23km/ HD 1200 m (Abschluss der dreitägigen Tour de Tirol)
20.10. Bad Dürkheimer Berglauf, Bad Dürkheim, PBP, 8,7km/ HD 510 m
20.10. Brandeck-Lindle-Berglauf, Ohlsbach, 6,2 km/HD 320 m
27.10. Schwäbisch Gmünd Alb Marathon /Deutschland (25km /50km)

28.10. Eibsee-Cross, Grainau, 12,2km/ 370 m HD

Im November/Dezember
11.10. Potzberglauf,Gimsbach , PBP, 8,2km/ HD 350 m
14.10. Jenner Berglauf, Berchtesgaden, 8,4 km/HD 1190 m
11.11. Hohenzollern-Berglauf, Hechingen, 8 km/ HD 365 m
17.11. Kalmit-Berglauf,Maikammer, PBP, 8,1km / HD 505 m
02.12. KolsassbergRun, Kolsassberg/ Österreich, 5,25 km/ HD 590 m

Meisterschaftstermine

Nationale Meisterschaften
02.06. Schweizer Berglaufmeisterschaft, Kreuzegg-Berglauf in Bütschwil
29.07. Österreichische Berglaufmeisterschaft, Schlickeralmlauf in Telfes
01.09. Deutsche Berglaufmeisterschaft, Brockenlauf, Ilsenburg

Internationale Meisterschaften
02.06. Masters Berglauf-Weltmeisterschaft, Zelezniki / Slowenien
24.06. Berglauf Weltmeisterschaft Langdistanz, Karpacz / Polen
01.07. Berglauf Europameisterschaft, Skopje / Mazedonien
16.09. Berglauf Weltmeisterschaft, Canillo / Andorra

Hinweis: Berglaufberichte sind im LaufReport links alphatisch anwählbar!

Informationen !

Das Handbuch für Bergläufer 2018

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Berglauf-Saison im LaufReport

Rückblick und Vorschau von Winfried Stinn
Fotos von Winfried Stinn und LaufReport-Archiv
1 Foto Pfälzer Berglauf-Pokal Sieger - wus media
1 Foto Telfes Schlickeralmlauf - Axel Künkeler

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