Rückblick auf die Berglauf-Saison 2010

Afrikaner dominierten bei der Weltmeisterschaft erneut
Andrea Mayr gewinnt ihre dritte Weltmeisterschaft
Mannschaftsmedaillen für die deutsche Nationalmannschaft
von Winfried Stinn

Nun haben die Afrikaner, die seit vielen, vielen Jahren die Langstreckenläufe auf der Bahn, der Straße und im Cross beherrschen auch den Berglauf entdeckt. Bereits im Vorjahr dominierten sie bei der Berglauf Weltmeisterschaft in Campolciono/Italien. Bei den Männern platzierten sich sechs Afrikaner unter den besten Zehn. Wer glaubte, dies sei nur auf einer bergauf-bergabführenden Weltmeisterschaft möglich, musste sich eines Besseren belehren lassen. Bei der Weltmeisterschaft in Kamnik/Slowenien, die turnusgemäß wieder bergauf führte und bei der es mit 398 Teilnehmern aus 39 Nationen eine Rekordbeteiligung gab, bauten die Afrikaner bei den Männern ihre führende Position noch weiter aus. Diesmal liefen sieben Afrikaner unter die Top-Ten. Samson Gashazghi und Teklay Weldemariam sorgten für einen Doppelsieg der Läufer aus Eritrea. Teklay Weldemariam hatte auch schon ein Jahr zuvor die Silbermedaille gewonnen.

Titelverteidiger Georoffrey Kusoro aus Uganda erkämpfte sich den dritten Podestplatz. Wie stark die Afrikaner waren zeigte, dass der vierfache Europameister Ahmet Arslan (Türkei) und der siebenfache Weltmeister Jonathan Wyatt als die besten Nicht-Afrikaner sich mit den Podestplätzen sieben und acht begnügen mussten. Trotz Platz acht zeigte sich Jonathan Wyatt zufrieden. "Ich bin bei meiner neunten Weltmeisterschaft immer noch unter den besten zehn, das macht mich glücklich", so Wyatt, der mehr als ein Jahrzehnt die Berglaufszene beherrschte.

Der Weltmeister von 2009 Geoffrey Kusuro aus Uganda wird bei der WM 2010 in Slowenien dritter hinter Samson Gashazghi
und Teklay Weldemariam, die beide aus Eritrea stammen
Ein erfolgreiches Sportlerehepaar Antonella Confortola aus Italien und Jonathan Wyatt aus Neuseeland Die Österreicherin Andrea Mayr gewinnt zum dritten Mal bei der WM Gold

Für die deutschen Läufer, die in dieser Saison den Schwerpunkt auf die Langstrecken Weltmeisterschaft gelegt hatten, gab es in Slowenien nichts zu holen. René Stöckert (TSV Ostheim) belegte als bester deutscher Läufer Platz 44. In der Mannschaftswertung kam das deutsche Männer-Team auf Platz elf.

Noch sind bei den Frauen die Europäerinnen unter sich. Die Österreicherin Andrea Mayr gewann nach 2006 und 2008 ihre dritte Weltmeisterschaft. Sie besiegte in einem spannenden Rennen die Italienerin Valentina Belotti. Recht schnell hatte sich die Wiener Ärztin an die Spitze des Feldes gesetzt, ihren Vorsprung vergrößert und vor allem nochmals auf den letzten Kilometern das Tempo forciert um den Titelgewinn nicht zu gefährden. Im Ziel hatte sie einen Vorsprung von mehr als einer halben Minute vor ihrer härtesten Konkurrentin und Mitfavoritin Belotti. "Dass ich gleich an die Spitze gehe, war so nicht geplant. Ich wollte mich eigentlich eine zeitlang zurückhalten und erst dann angreifen", äußerte sie sich später. "Dass ich dann die Gejagte wurde, daran bin ich selbst schuld", fügte sie schmunzelnd hinzu.

So bewies Andrea Mayr, dass sie ihr Training genau auf den Saisonhöhepunkt ausrichten kann und dann auf die Minute topfit ist. Damit kann Andrea Mayr erneut auf eine tolle Berglaufsaison zurückblicken. "Die Vorbereitungen auf die Berglauf Weltmeisterschaft verlief optimal. Nachdem der Wien-Marathon diesmal nicht ganz nach meinen Vorstellungen verlief und ich die Europameisterschaftsnorm über 3000 Meter Hindernis knapp verpasste, ich hatte es wohl mit dem Training übertrieben, konnte ich mich gezielt auf die Berglauf Weltmeisterschaft vorbereiten."

Der Türke Ahmet Arslan musste sich bei der WM mit Platz 7 begnügen, gewann aber zum 4. Mal die Europameisterschaft im bulgarischen Sapareva Banya Wie bei der WM 2009 in Italien wurde Teklay Weldemariam (Eritrea) auch bei der WM in Slowenien Zweiter Die Italienerin Valentina Belotti wird hinter Andrea Mayr Zweite bei der WM Dritte bei der WM wird die Schweizerin Martina Strähl

Für Valentina Belotti, sie wurde auch bei der Weltmeisterschaft im Vorjahr hinter der des Dopings überführten Elisa Desco (Italien) Zweite, gab es die Silbermedaille. Wobei es langsam Zeit wird, dass ihre Silbermedaille aus dem Jahr 2009 endlich vergoldet wird. Denn sie ist ja die eigentliche Weltmeisterin. Bei der Weltmeisterschaft in Slowenien wurde die Chance vertan, Valentina Belotti die Goldmedaille nachträglich zu überreichen. (zum Dopingfall Desco später mehr). Die Schweizerin Martina Strähl wurde Dritte. Die einzige deutsche Läuferin Alexandra Bott kam auf Platz 48.

Überraschend stark die deutschen Junioren, die in der Mannschaftswertung schon fast sensationell die Silbermedaille gewannen. Toni Palzer (SK Ramsau) und Fabian Alraun (PTSV Rosenheim) erkämpften sich die Plätze acht und neun. Matthias Dorfler (LG Rupertiwinkel) vervollständigte mit Platz 16 das gute, geschlossene Mannschaftsergebnis. Bei den Juniorinnen belegten Nora Coenen (LAV Habbelrath-Grefrath) und Michelle Maier (PTSV Rosenheim) die Plätze 19 und 22. In der Mannschaftswertung bedeutete dies Platz neun.

Für die deutsche Nationalmannschaft war die Berglauf Weltmeisterschaft über die Langdistanz der Saisonhöhepunkt. Ausgetragen wurde die WM am legendären Pikes Peak im US Bundesstaat Colorado. Mit Sicherheit die anspruchsvollste Langstrecken WM, die bislang ausgetragen wurde. Der Start war schon auf einer Höhe von 1920 Meter, das Ziel lag aber auf sage und schreibe 4299 Meter. Dazwischen lagen 21,43 km. Mit zwei Höhentrainingslagern im Skigebiet Glacier 3000-Les Diablerets nahe Gstaad und auf Bettmeralp bereitete Wilfried Raatz seine Schützlinge auf diese extremen Voraussetzungen vor. Und die optimalen Vorbereitungen trugen Früchte. Mit zwei Mannschaftsmedaillen im Gepäck trat das deutsche Team die Rückreise an. Erfolgreichste Nation war das Gastgeberland USA. Die US-Amerikaner gewannen die beiden Einzel- und Mannschaftsgoldmedaillen.

Fabian Alraun 9. Junior bei der WM holte mit dem deutschen Team die Silbermedaille bei den Junioren Die 3-fache Berglauf Weltmeisterin Andrea Mayr hier bei ihrem Sieg beim Hochfelln Berglauf. Die umfangreiche Laufvita der österreichischen Langstreckenläuferin, die mit ihrer Marathon Bestzeit von 2:30:43 den österreichischen Landesrekord hält im LaufReport Portait HIER Drittes DM Gold für den derzeit besten deutschen Bergläufer Timo Zeiler. Er belegte als bester Deutscher Platz zwölf bei der Berglauf Weltmeisterschaft über die Langdistanz in den USA

Bei den Männern siegte Glen Randell vor dem Schweizer Titelverteidiger Marc Lauenstein und dem Amerikaner Ricky Gates. Marc Lauenstein bewies mit seiner Silbermedaille, dass sein Titelgewinn ein Jahr zuvor bei der Langstrecken WM in Söll am Wilden Kaiser keine Eintagesfliege war. Timo Zeiler (LG Eintracht Frankfurt) belegte als bester Deutscher Platz zwölf, direkt dahinter platzierte sich der Fünfte der Langstrecken WM des Vorjahres Marco Sturm (LLC Marathon Regensburg) auf Rang 13. Ulrich Benz (LG Brandenkopf) kam auf Platz 24. Damit gewann das deutsche Berglauf-Trio die Bronzemedaille.

Bei den Frauen gab es durch Brandy Erholt und Kim Dobson einen amerikanischen Doppelsieg. Dritte wurde die Neuseeländerin Anna Frost. Anja Carlsohn, Diana Lehmann (beide Potsdamer LC) und Kerstin Straub (SSC Hanau-Rodenbach) belegten die Plätze 10, 13 und 17. Damit erkämpften sich die deutschen Frauen die Silbermedaille.

Das gute Ergebnis zeigt, dass das Duo Raatz-Münzel vollkommen richtig lag, den Saisonhöhepunkt auf die Langstrecken Weltmeisterschaft zu fixieren. Aufgrund der immer stärker werdenden Dominanz der Afrikaner wären bei der Weltmeisterschaft in Slowenien solche Top-Platzierungen, weder in der Einzel- noch in der Mannschaftswertung möglich gewesen. So betrachtet, eine vollkommen richtige Entscheidung. Möglich waren die Erfolge aber nur durch die optimale Vorbereitung, in Form der beiden Höhentrainingslager.

Bevor im August und September die beiden Weltmeisterschaften durchgeführt wurden, kam es schon im Juli, mit der Europameisterschaft (bergauf-bergab) in Sapareva Banya/Bulgarien zum ersten internationalen Höhepunkt der Berglaufsaison. Dabei errang der Türke Ahmet Arslan seine vierte Europameisterschaft hintereinander. Er verwies die beiden Italiener Martin Dematteis und Marco de Gasperi, der jahrelang als weltbester Bergauf-Bergabläufer die Szene beherrschte, auf die Plätze zwei und drei. Manuel Stöckert (TSV Ostheim) belegte den 13. Rang. René Stöckert kam auf den 29. und Josef Beha (FC Unterkirnach) auf den 49. Platz. Bei den Frauen setzte sich Marie Luise Dumergues (Frankreich) gegen Valentina Belotti (Italien) und Elena Nagovitsyna (Russland) durch. Kerstin Straub errang Platz 27.

Der Schweizer Marc Lauenstein, Sieger der Langstrecken WM 2009 wird 2010 Zweiter am Pikes Peak in Manitou Springs Colorado USA Die Neuseeländerin Anna Frost läuft auf Platz 3 bei der Langstrecken WM Der US-Amerikaner Ricky Gates wird 3. der Langstrecken WM

Mit der Saisonbilanz zeigten sich die beiden Verantwortlichen im DLV Wolfgang Münzel und Wilfried Raatz zufrieden. "Drei WM-Medaillen, dass ist schon ein toller Erfolg. Vor allem die Silbermedaille der Junioren bei der Weltmeisterschaft in Slowenien freut mich. Das gute mannschaftliche Gesamtergebnis der jungen Nachwuchsbergläufer lässt für die Zukunft hoffen. Natürlich dürfen wir nicht übersehen, dass es, durch die stärker werdende Dominanz der Afrikaner, immer schwerer wird, sich unter den besten Zehn der Welt zu platzieren. Wenn Weltklasseläufer wie Ahmet Arslan und Jonathan Wyatt sich mit den Plätzen sieben und acht zufrieden geben müssen, sagt das alles. Wir müssen natürlich alles versuchen, dass wir den Anschluss an die Spitze nicht verlieren", äußert sich Wolfgang Münzel.

Und Wilfried Raatz ergänzt: "Zwei Medaillen bei der Langdistanz-WM (Frauenteam Silber, Männerteam Bronze), eine Medaille bei der WM auf der Normaldistanz (Silber für das Juniorenteam), wann hat es dieses zuletzt einmal gegeben? Geben wir zu, dass es, aufgrund der extremen Bedingungen in Manitou Springs mit Start auf 1920 m und dem Ziel auf 4299 m und der kostenintensiven Reise nur wenige Mannschaften in die USA gezogen hat. Aber die Konkurrenz vor Ort hatte schon absolutes internationales Niveau. Das schmälert in keinster Weise unsere Erfolge, sondern bestärkt uns, dass wir den eingeschlagenen Weg unbeirrt fortsetzen sollten. Kritiker und vor allem Besserwisser gab und wird es immer wieder geben."

Auch wenn nicht bei den internationalen Berglaufmeisterschaften am Start war Simona Staicu die überragende Läuferin 2010 auf den langen Distanzen (hier beim Zermatt Marathon). Sie gewann unter anderem den Kaisermarathon-Söll bei der Tour de Tirol und den Jungfrau Marathon

Auf dem bergauf-bergab führenden Parcours der EM im bulgarischen Sapareva Banya trat der DLV nur mit einem kleinen Team an, aus dem Junior Fabian Alraun (10.) und Manuel Stöckert als Dreizehnter akzeptable Resultate erzielen konnten. Ohne die am Pikes Peak eingesetzten DLV-Asse schienen die Voraussetzungen auf ein gutes Abschneiden bei den (bergaufführenden) Weltmeisterschaften auf der Normaldistanz in Kamnik/Slowenien nicht gerade günstig. Doch die Junioren mit Fabian Alraun (9.), Toni Palzer (8.) und Matthias Dorfer (16.) wuchsen förmlich über sich hinaus und holten völlig überraschend die Silbermedaille. In den Einzelwertungen blieben die DLV-Starter mit Ausnahme der Junioren leider hinter den Erwartungen zurück."

Bei der Masters WM in Korbielów/Polen gab es für das deutsche Team vier Einzel-Goldmedaillen. Paul Sichermann (LG Kreis Ansbach/M45) und Georg Groß (SVO Germaringen/M70) bei den Männern, sowie Marianne Spronk (SV Viktoria Goch/W60), Gerlinde Schmittner (TV Ochsenfurt/W65) gewannen ihre Klassen. Zwei Mannschaftsgoldmedaillen (M55 und W50) ergänzten das gute Mannschaftsergebnis. Als Tagesbester lief Paul Sichermann die schnellste Zeit. Als schnellste Frau erreichte die Schottin Angela Mudge (W40), die 2000 in Bergen/Chiemgau Weltmeisterin vor Birgit Sonntag (Berlin) wurde, das Ziel. Zu den bekanntesten Klassensiegerinnen gehört, neben Angela Mudge, die frühere mehrfache Europameisterin Izabella Zatorska, die die W45 gewann.

Die des Dopings überführte Elisa Desco musste bislang noch nicht ihre WM Goldmedaille abgeben WMRA Präsident Bruno Gozzelini hat den Dopingfall Desco noch nicht gelöst

Nochmals zurück zum Dopingfall Desco. Bei der Berglauf Weltmeisterschaft über die Langdistanz in Söll/Tirol (10. Okober 2009) wurde bekannt dass Elisa Desco bei der Weltmeisterschaft in Campodolcinio/Italien (6. September 2009) positiv getestet wurde. Dass Elisa Desco nach so langer Zeit immer noch offiziell als Weltmeisterin geführt wird, ist nicht nachvollziehbar. Laut Wolfgang Münzel, Council Mitglied im Berglauf Weltverband (WMRA) liegt es am italienischen Leichtathletikverband. "Elisa Desco ist zwar gesperrt, aber der WMRA kann sie erst aus den Ergebnislisten streichen, wenn sie der italienische Verband verurteilt hat. Ich finde die Situation auch unerträglich. Hier muss endlich etwas geschehen. Ich werde bei der nächsten Sitzung das Thema erneut einbringen."

Dabei müsste die Verbindung zwischen dem italienischen Leichtathletikverband und dem Berglauf Weltverband gut und problemlos klappen. Auch Sprach- und Übersetzungsschwierigkeiten dürfte es keine geben. Denn mit dem Präsidenten Bruno Gozzelino und Raimonda Ballicco sitzen immerhin zwei Italiener im WMRA-Council. Eigentlich müsste es doch gerade im Interesse der Beiden sein, dass die Angelegenheit schnellstmöglich geregelt wird. Das zögerliche Agieren des Italienischen Leichtathletikverbandes und des WMRA-Präsidiums gibt natürlich Anlass für Spekulationen in alle Richtungen. Ein Schelm wer dabei Böses denkt. Eine schriftliche Anfrage von LaufReport an den WMRA Präsidenten wurde bislang nicht beantwortet.

Neben den internationalen Meisterschaften stand erneut die zwischenzeitlich umstrittene und von Jahr zu Jahr unattraktiver werdende Grand Prix Serie auf dem Programm. Nach Wertungsläufen beim Grand Ballon/Frankreich, Harakiri Run in Mayrhofen/Österreich, Feuerkogel-Ebensee/Österreich, der WM in Kamnik/Slowenien, kam es beim Smara Gora Race/Slowenien zum Abschluss der Serie.

Schon vor dem WMRA-Grand-Prix-Finale standen mit der dreifachen Weltmeisterin Andrea Mayr und dem vierfachen Europameister Ahmet Arslan die Sieger der Cup-Serie fest. Beide gewannen auch das Finale in Slowenien. Ahmet Arslan setzte sich knapp gegen Jonathan Wyatt durch, Andrea Mayr besiegte Antonella Confortola-Wyatt. Andrea Mayr bewies erneut, dass sie auch auf bergauf-bergab Parcours stark ist. Immerhin wurde sie bei der bergauf-bergabführenden Weltmeisterschaft 2007 in Ovronnaz/Schweiz Vize-Weltmeisterin.

Schweizer Doppelsieg beim Zermatt Marathon und auch beim Mountain Marathon Cup durch Patrick Wieser und Claudia Landolt

In der Grand-Prix-Gesamtwertung belegten hinter Ahmet Arslan, Jonathan Wyatt, David Schneider (Schweiz) und Roman Skalsky die Plätze zwei, drei und vier. Bei den Frauen kam überraschend hinter Andrea Mayr die Britin Lauren Jeska vor Anna Frost und Antonelle Confortola-Wyatt auf Platz zwei.

Stark besetzt war der Harakirilauf in Mayrhofen/Tirol, der erst zum zweiten Mal ausgetragen wurde. Dabei besiegte Ahmet Arslan Vorjahressieger Jonathan Wyatt. Auf Platz drei kam der Schweizer David Schneider. Bei den Frauen gewann Brandy Erholz (USA) vor der Tschechin Michaela Mertova und der Britin Lauren Jeska. Sylke Schmitz (Rottenburg/ Deutschland) wurde Vierte.

Bei dem aus drei Läufen (Liechtenstein Marathon, Zermatt Marathon und Jungfrau Marathon) bestehenden Mountain-Marathon-Cup (MMC) gab es durch Patrick Wieser und Claudia Landolt einen Schweizer Doppelsieg. Mit Ralf Birchmeyer kam auch der Zweitplatzierte aus dem Land der Eidgenossen. Dritter wurde Jan Blaha (Tschechien). Auf Rang fünf platzierte sich mit dem Karlsruher Jürgen Liebergeld der beste Deutsche. Bei den Frauen wurde hinter Claudia Landolt die Ungarin Simona Staicu Zweite. Die Ungarin hatte Pech. Beim Zermatt Marathon verlief sie sich nach der Hälfte der Distanz in Zermatt. Auch der Gesamtsieg ging damit verloren. Ungeklärt die Schuldfrage. Nach Aussagen von Simona Staicu wurde sie fehlgeleitet. Recherchen des Veranstalters konnten diese Aussage nicht belegen. Simona Staicu bewies sportliche Fairness und akzeptierte das Ergebnis ohne lautstarken Protest. Auf Platz drei rangierte mit Tanja Amiet eine weitere Schweizerin auf einem Podestplatz.

Die Ungarin Simona Staicuv wird Zweite im Mountain Marathon Cup Die Schweizerin Tanja Amiet wird 3. beim Kaisermarathon und 3. beim Mountain Marathon Cup

Die Marathon-Mountain Cupserie 2011 wurde bereits im Oktober 2010 mit dem Kaisermarathon-Söll bei der Tour de Tirol gestartet. So erfährt der Kaisermarathon-Söll, der im Vorjahr mit der Ausrichtung der Berglauf Weltmeisterschaft über die Langdistanz den ersten Höhepunkt seiner noch jungen Geschichte erlebte, in seiner fünften Auflage erneut eine Aufwertung. Er zählt jetzt zum Marathon-Mountain-Cup, zu dem bislang nur der LGT Liechtenstein, der Zermatt Marathon und der Jungfrau Marathon gehörten. Bei der nun aus vier Läufen bestehenden Cup-Serie haben die Läufer/innen ein Streichresultat.

Der Kaisermarathon wird künftig auch noch durch einen Spielfilm Berühmtheit erlangen. Der 5. Kaisermarathon diente als Filmkulisse für einen neuen "Hansi-Hinterseer-Film". Kurz vor dem Start wurden Filmszenen gedreht. Bei dem Film, der laut Regisseur Otto Retzer den Arbeitstitel "Der verlorene Sohn" trägt, verschlechtert sich das Wetter, ein Läufer verirrt sich und Hansi Hinterseer von der Bergwacht rettet den Läufer. Diesmal herrschte wieder Kaiserwetter beim Kaisermarathon und so präsentierte sich die Tiroler Gebirgslandschaft von ihrer schönsten Seite.

Erstmals erreichten kenianische Läufer als Erste das Ziel auf der Hohen Salve. Also hält auch hier der Trend der Afrikaner an. Henry Kemboi, Raymund Chemungor und Daniel Bett sorgten für einen kenianischen Dreifach-Triumph. Sie profitierten jedoch auch davon, dass weder der Vorjahressieger Marc Lauenstein noch der dreifache Kaisermarathon-Sieger und Streckenrekordinhaber Jonathan Wyatt am Start waren. Wyatt hatte im Vorjahr an fünf Gebirgs-Marathonläufen teilgenommen. "Es war wichtig für mich einmal eine Saison auf die langen Distanzen zu verzichten und so wieder Kraft zu tanken. Ich habe mich bewusst mehr dem traditionellen Berglauf gewidmet", begründete Wyatt seinen Startverzicht. Bei den Frauen gewann die Top-Favoritin Simona Staicu (Ungarn). Die Plätze zwei und drei belegten die Schweizerinnen Andrea Huser und Tanja Amiet. Beate Bauer erkämpfte sich als erste Deutsche einen sehr guten vierten Platz in 4:18:16.

Erstmals siegen die Kenianer beim Kaisermarathon. Der 3. Daniel Bett vor dem Sieger Henry Kemboi Kaisermarathon beim Start Dreharbeiten mit Hansi Hinterseer (rechts)

Nach wie vor ist der Jungfrau Marathon die Nummer Eins bei den Gebirgsklassikern. Wieder rund 4000 Läuferinnen und Läufer starteten in Interlaken um beim "schönsten Marathon der Welt" dabei zu sein. Bilderbuchwetter mit Sonnenschein und wolkenlosem Himmel sorgten für optimale Laufbedingungen und ließen die 18. Auflage des Jungfrau Marathons zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Am Start waren mit Marco de Gasperi (Italien), der fünffache Weltmeister auf bergauf-bergabführenden Strecken, und mit Ahmet Arslan, der seit Jahren beste europäische Bergläufer, zwei Top-Stars der Berglaufszene. Gasperi erreichte bei seinem "Jungfrau-Debüt" als Erster in sehr guten 2:56:43 Stunden das Ziel am Fuße des berühmten Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Auf Platz zwei kam der Überraschungsweltmeister des Vorjahres über die Berglauf-Langdistanz Marc Lauenstein. Dritter wurde der Brite Huw Lobb vor den beiden Südtirolern Gerd Frick und Hermann Achmüller. Ahmet Arslan gab das Rennen vor der Hälfte auf. Bei den Frauen gewann Simona Staicu vor der vielfachen Orientierungsweltmeisterin Simone Niggli-Luder und Jasmin Nunige (beide Schweiz).

Ebenfalls bei Traumwetter wurden die drei Oberwalliser Klassiker, Aletsch-Halbmarathon, Zermatt Marathon und Matterhonlauf duchgeführt. Beim Aletsch-Halbmarathon kam es mit der 25. Auflage zu einem Jubiläum. Den Jubiläumslauf, an dem sich auf Bettmeralp fast 2000 Läuferinnen und Läufer beteiligten, gewannen der Portugiese Cesar Costa und die Schweizerin Daniela Gassmann-Bahr. Der dreifache Deutsche Berglaufmeister Timo Zeiler (LG Eintracht Frankfurt), der 2008 und 2009 gewann, belegte diesmal Platz zwei. Ellen Clemens (LG Regensburg) kam als beste deutsche Läuferin auf Platz sieben.

Einen Schweizer Doppelerfolg gab es beim Zermatt Marathon durch Patrick Wieser und Claudia Landolt. Der Südtiroler Gerd Frick, Zermatt Marathon Sieger 2008, wurde zum zweiten Mal Zweiter. Jean-Christophe Dupont (Frankreich) kam auf Platz drei.

Die Marathon-Mountain Cupserie 2011 wurde bereits im Oktober 2010 mit dem Kaisermarathon-Söll bei der Tour de Tirol gestartet

Beim Matterhornlauf setzten sich der Amerikaner Joseph Gray und die Schweizerin Daniela Gassmann-Bahr als Sieger durch. Aus deutscher Sicht erfreulich das Abschneiden der Frauen. Mit Veronika Ulrich (LG Regensburg) auf Platz zwei, Ellen Clemens (LG Regensburg) auf Platz fünf und Verena Utz (Laufarena Ortenau) auf Platz acht, platzierten sich drei deutsche Läuferinnen unter den Top-Zehn.

Den Drei-Zinnen-Berglauf in Sexten gewann zum vierten Mal Jonathan Wyatt. Zweiter wurde der Schweizer David Schneider, gefolgt von Helmut Schiessl (TSV Buchenberg) und Timo Zeiler. Marco Sturm (LLC Marathon Regensburg) sorgte als elfter für ein gutes Mannschaftsergebnis. Bei den Frauen gewann Mariagrazia Roberti (Italien) vor Anna Frost (Neuseeland). Einen sehr guten vierten Platz belegte Diana Lehmann (Potsdamer LC).

Nach Siegen bei der Premiere 2008 und 2009 gewann der Brite Martin Cox auch den dritten "Glacier 3000 Run". Zweiter wurde Karl Jöhl (Schweiz) vor Michael Barz (TSV Durach). Bei den Frauen gewann Daniela Gassmann-Bahr (Schweiz).

Jubiläum auch in Davos. Zum 25. Mal wurde der Swiss Alpine Marathon ausgetragen. Mittlerweile stehen sechs verschiedenen Wettbewerbe auf dem Programm. Das härteste Rennen, den K78 (78,5 km +/- 2260 m) gewann der Schwede Jonas Buud vor Thomas Lorblanchet (Frankreich) und Jean-Yves Rey (Schweiz). Bei den Frauen gab es durch Jasmin Nunige, Maja Meneghin-Pliska und Corinne Zeller einen dreifachen Schweizer Triumph.

Gute Resultate von deutschen Läuferinnen und Läufer gab es auf den "kürzeren" Distanzen. Deutsche Siege feierten: Jochen Kümbel, Marion Hebding (beide C42 / 42,2 km +470 m/-1070 m), Marcel Glaser (K31 / 30,7 km +320 m/-820 m) und Theresa Segbers (K11). Über die Halbmarathon-Distanz (21,1 km +680 m/-190 m) belegten Timo Zeiler und Florian Reichert die Plätze zwei und drei. Dritte Plätze gab es auch für Dirk Strothmann (K42 / 42,2 km +1890m/-1710 m), Diana Lehmann (Halbmarathon) und Seamus Müller (K11).

Der Brite Timothy Short gewann den Graubünden-Marathon vor Gion-Andrea Bundi und Michael Barz. Bei den Frauen siegte Maja Meneghin-Pliska. Marco Sturm, gewann die 20 Meilen, das erste Teilstück von Chur bis Lenzerheide.

Jungfrau Marathon Sieger 2010 Marco de Gasperi (Italien) Die Schweizerin Daniela Gassmann-Bahr gewinnt den Matterhornlauf

Endlich wieder einmal unter optimalen Voraussetzungen konnte der Zugspitz-Extremberglauf gestartet werden, so dass das Ziel wieder knapp unterhalb des Zugspitzgipfels war. Den zehnten Zugspitzlauf gewannen Michael Barz (TSV Durach) und Kerstin Straub (SSC Hanau-Rodenach).

Mit dem Neuseeländer Jonathan Wyatt und der Österreicherin Andrea Mayr setzten sich beim diesjährigen Hochfelln-Berglauf, in Bergen/Chiemgau, die beiden Top-Favoriten durch. Bereits zum 37. Mal fand der Internationale Adelholzener Hochfelln-Berglauf, den der SC Bergen als "Großen Preis von Deutschland" ausschreibt, statt. Damit ist der Hochfelln-Berglauf der älteste Berglauf in Deutschland. Auch diesmal hatte OK-Chef Georg "Bibi" Anfang, der trotz angeschlagener Gesundheit weiterhin den Hochfelln-Berglauf federführend organisiert, wieder alles drangesetzt, und seine vielen persönlichen Kontakte genutzt, um ein Klassefeld zu präsentieren. Hinter Wyatt belegte Antonio Toninelli, wie im Vorjahr Platz zwei. Dritter wurde Robert Krupicka (Tschechien) vor Andrzej Dlugosz (Polen) und Timo Zeiler.

Wenig Spannung kam beim Frauen-Wettbewerb auf. Zu überlegen lief die frischgebackene Berglauf Weltmeisterin Andrea Mayr dem Ziel entgegen. Sie feierte ihren dritten Sieg hintereinander. Zweite wurde Antonella Confortola-Wyatt (Italien), die wie ihr Mann tagszuvor den Schneeberglauf gewonnen hatte. In ausgezeichneter Form präsentierte sich Ellen Clemens, die vor Veronika Ulrich, den dritten Platz erreichte.

Armand Kreuzer, seit 25 Jahren OK Präsident des Aletsch Halbmarathons

Ausgerechnet der 10. Karwendellauf konnte, witterungsbedingt, nicht auf der Originalstrecke gelaufen werden. Mehr Pech kann man als Veranstalter kaum haben. Dauerregen am Vortag, Regen noch eine Stunde vor dem Start am Sonntagvormittag und dann Bilderbuchwetter nach der Siegerehrung am Nachmittag. Nach mehreren Krisensitzungen und Besichtigung auf dem Karwendel vor Ort, an dem neben den Organisatoren des LC Mittenwald, die Polizei und die Bergwacht teilnahm, fiel die Entscheidung, den Karwendellauf abzusagen und eine Alternative auf den Kranzberg anzubieten. "Die Sichtverhältnisse waren extrem schlecht, die Temperaturen lagen knapp um den Gefrierpunkt, im Zielbereich lag Schnee, die schmalen Pfade waren extrem glitschig. Uns blieb keine andere Wahl aus Sicherheitsgründen den Karwendellauf abzusagen. Das ist natürlich bedauerlich, von den Voranmeldungen konnten wir heuer mit mehr als 400 Teilnehmern rechnen", so Organisationschef Kurt König. "Wir von der Bergwacht haben der Organisationsleitung dringend empfohlen den Lauf auf den Karwendel abzusagen. Aufgrund der Sichtverhältnisse hätte auch kein Helikopter landen können um Verletzte schnell zu bergen", ergänzte Anton Fütterer von der Bergwacht Mittenwald.

Stark am Matterhorn: 2. Veronika Ulrich (rechts) und 5. Ellen Clemens Kranzberglauf statt Karwendellauf. Der Südtiroler Gerd Frick gewinnt

Die Entscheidung des Veranstalters wurde von den meisten Läufer/innen akzeptiert, zu präsent waren noch die schockierenden Bilder von der Zugspitz-Katastrophe von vor zwei Jahren. So war auch der eindeutige Tenor: "Wir wären gerne auf den Karwendel gelaufen, aber die Sicherheit geht vor." Bei der Siegerehrung gab es für diese Entscheidung starken Beifall. Als Alternative boten die Veranstalter einen Lauf auf den gegenüberliegenden Kranzberg an. Hier fanden schon vor zehn Jahren Läufe, u. a. auch Qualifikationsläufe für Berglauf Weltmeisterschaften auf bergauf-bergab-führenden Strecken statt. Die rund zehn Kilometer lange Strecke, mit 600 Höhenmetern, führte von der Fußgängerzone, entlang an zwei reizvoll gelegenen Seen auf den 1391 Meter hoch gelegenen Kranzberggipfel. Eine landschaftlich schöne, abwechslungsreiche Strecke, mit einigen Bergabpassagen. Die Alternativstrecke kam bei den Teilnehmern so gut an, dass sie im Frühjahr 2011 erneut, neben dem Karwendellauf, auf dem Programm stehen wird. Bei den Männern gewann Gerd Frick vor Helmut Schiessl und Hannes Runnger. Frauensiegerin wurde Kerstin Straub vor Ellen Clemens.

Bei den Deutschen Meisterschaften in Müllheim auf den Hochblauen läuft Timo Zeiler (Nr. 1) zu seinem dritten Titel
Bei den Deutschen Meisterschaften verteidigt Lisa Reisinger ihren Titel

Die beiden deutschen Berglaufmeisterschaften fanden im Schwarzwald statt. Zunächst kam es im Juni in Müllheim zu den deutschen Titelkämpfen und im Oktober richtete der TV Unterharmersbach im Rahmen des Brandenkopf-Berglaufes die deutschen Seniorenmeisterschaften aus. Beide Veranstalter waren in den vergangenen Jahren schon mehrmals Gastgeber nationaler und internationaler Titelkämpfe. Der TV Müllheim fungierte nach 1989 und 2007 schon zum dritten Mal als örtlicher Ausrichter. Dazu kommt noch die deutsche Seniorenmeisterschaft 2008. Ein Indiz für den guten Ruf den die Schwarzwälder Berglaufveranstalter beim Deutschen Leichtathletikverband genießen. DLV Berglaufwart Wolfgang Münzel dazu: "Wenn wir vom Deutschen Leichtathletikverband Titelkämpfe in den Schwarzwald vergeben sind wir sicher, dass es perfekte Meisterschaften werden. Die Teams leisten immer gute Arbeit, die Strecken sind meisterschaftswürdig und die Infrastrukturen stimmen."

Carmen Siewert 2. Deutsche Meisterschaft Anja Schnabel 3. DM René Stöckert 3. und 2. Junior bei der DM Manuel Stöckert 2. und Juniorensieger der DM

Beide Veranstalter wurden ihrem guten Ruf gerecht und richteten hervorragende Titelkämpfe aus. Bei den deutschen Meisterschaften in Müllheim gewann Timo Zeiler seine dritte deutsche Meisterschaft hintereinander. Auf den Plätzen zwei und drei kamen die Brüder Manuel und René Stöckert. Die Plätze vier und fünf gingen an Matthias Hecktor (TuS Heltersberg) und Ulrich Benz (LG Brandenkopf). Bei den Frauen verteidigte Lisa Reisinger (SSC Hanau-Rodenbach) erfolgreich ihren Titel. Zweite wurde Carmen Siewert (Greifswalder SV). Überraschend auf Platz drei kam bei ihrem Meisterschafts-Debüt am Berg Anja Schnabel (LAZ Salamander-Kornwestheim).

Bei den deutschen Seniorenmeisterschaften in Zell-Unterharmersbach war der frühere Olympiateilnehmer im Mountainbike Carsten Bresser (TuS Heltersberg) Tagesschnellster. Zweiter wurde Joachim Katzer (LG Fulda) vor Martin Echtler (SVO Germaringen). Veronika Ulrich gewann vor Monika Carl (LV Langenargen) und Gudrun Schmidgall (TSV Trochtelfingen).

Den Schwarzwald Berglauf Pokal, eine Cupserie aus sieben Wertungsläufen, gewann der 45-jährige Joachim Benz (LG Brandenkopf) vor seinem erst 20 Jahre alten Mannschaftskameraden Christian Mai. Dritter wurde Johannes Lücke (LG Filder). Bei den Frauen war erneut Britta Müller (LG Badenova) vorne. Auf Platz zwei kam Margarethe Grieshaber (VFL Freudenstadt) vor Sonja Lutz (SV Kirchzarten).

Mit dem Moosenmättle Berglauf begann die Schwarzwald Berglauf Pokalserie

Den Pfälzer Berglauf Cup, bestehend aus sechs Läufen (LaufReport zum Donnersberglauf und Bad Dürkheimer Berglauf), gewann Stefan Hinze. Zweiter wurde Jonas Lehmann (TuS Heltersberg) vor Philipp Eisel (TV Mussbach). Bei den Frauen gewann Sabine Rankel (LC Bad Dürkheim) zum zehnten Mal die Gesamtwertung. Katja Bambach (LG Landstuhl)) und Sonja Deiß (LC Bad Dürkheim) errangen die Plätze zwei und drei.

Joachim Benz (vorne) gewinnt den Schwarzwald Berglauf Pokal, hier beim Schauinsland Berglauf Britta Müller gewinnt erneut den Schwarzwald Berglauf Pokal

Gleich aus 13 Läufen besteht der Salomon-Cup. Der Salomon-Cup vereint Bergläufe aus ganz Deutschland, die nicht im Schwarzwald Pokal oder Pfälzer Berglauf Cup vertreten sind. So standen neben den klassischen Bergläufen aus Bayern wie beispielsweise der Karwendel-Berglauf in Mittelwald und der Hochfelln-Berglauf in Bergen, Bergläufe in Thüringen, in Sachsen-Anhalt und im Erzgebirge auf dem Programm. Durch den Salomon-Cup wird auch für jedermann deutlich, dass Bergläufe nicht nur in Bayern oder im Schwarzwald stattfinden können. Gesamtsieger wurden Frank Schouren (LG Passau) und Rosi Bayer (LC Mittenwald). Hinter Schuoren belegten Manfred Berktold und Thomas Drechsler die Plätze zwei und drei. Zweite bei den Frauen wurde Ulrike Mayer-Tancic (LG Telis Finanz Regensburg) vor Kerstin Straub.

Abgeschlossen wurde die Berglaufsaison mit dem Kolsassberg-Run, einem Winterberglauf in Tirol. Top-Star der Veranstaltung war die dreifache Berglauf Weltmeisterin Andrea Mayr, die in souveräner Manier vor der Engländerin Lauren Jeska und der Österreicherin Marion Kapuscinski siegte. Hannes Rungger und Thomas Niederberger sorgten bei den Männern für einen Südtiroler Doppelsieg. Auf Platz drei kam der Österreicher Simon Lechleitner.

25. Tote Mann Berglauf - Laufen wo der Schwarzwald am schönsten ist

Anmerkung: Berglaufberichte sind im LaufReport links alphatisch anwählbar!

Zur Berglauf-Saison 2011 von Winfried Stinn im LaufReport HIER

Berglauf-Saison 2010 im LaufReport

Rückblick von Winfried Stinn
Fotos Winfried Stinn

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