Sportlerparadies Taiwan
Auf der Insel im Fernen Osten können sich Ausdauersportler so richtig austoben
von Stefan Schlett

Hierzulande ist das von den Portugiesen 1544 entdeckte und Formosa genannte Eiland (nach "Ilha Formosa", portugiesisch für "schöne Insel") im Westpazifik vorwiegend als Hightechschmiede bekannt, das mit Singapur, Südkorea und Hongkong zu den vier "Tigerstaaten" gehört. Allenfalls rückt es noch ins Licht der Öffentlichkeit, wenn mal wieder chinesische Kriegsschiffe mit Drohgebärden in der Straße von Taiwan kreuzen, die die Insel im Westen von Festlandchina trennt. Denn seitens der Volksrepublik China wird die Republik China (so die amtliche Bezeichnung von Taiwan) als abtrünnige Provinz betrachtet. Da aber die USA aufgrund des "Taiwan Relations Act" als Schutzmacht auftritt, findet dieses Säbelrasseln meist auf höchstem Niveau statt und geistert dann durch die internationale Medienwelt. Mit Sport verbindet man eher das traditionelle Tai-Chi oder Qigong, mit dem viele Leute frühmorgens in den Parks den Tag beginnen.

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Doch wer weiß schon, dass in Taiwan innerhalb von 1 ½ Jahrzehnten Ausdauersportarten wie Radfahren und Laufen eine rasante Entwicklung erlebten? Fast jedes Wochenende findet irgendwo im Land ein Marathon statt. Der Fubon Marathon in der Hauptstadt Taipei bringt in den Kategorien 42.2 - 21.1 - 9 km über 30.000 Läufer aus 50 Ländern an den Start. Der Taroko Gorge Marathon durch die von bis zu 500 m hohen Marmor- und Granitwänden umgebende Taroko-Schlucht im Nordosten, die auch als Grand Canyon Taiwans bezeichnet wird, darf sich zu den schönsten auf diesem Globus einreihen. Daneben gibt es etliche Veranstaltungen über kürzere Distanzen, Spendenläufe, Fun-Runs, Nachtläufe und neuerdings auch so genannte Color Runs über 5 km, eine Laufserie die als die "glücklichsten 5 km auf dem Planeten" beworben wird. Einen guten Überblick gibt die Liste der CTRRA (Chinese Taipei Road Running Association) auf www.sportsnet.org.tw/en

Im technikverrückten Taiwan gibt's auch in 3 1/2 Tausend Metern Höhe Handyempfang...

Taiwans Ultralauflegende Kevin Lin hat ebenfalls zur Popularität des Laufsports beigetragen. 2004 siegte er beim 241 km langen Rennen durch die Atacama-Wüste in Chile, danach folgten epische Unternehmungen. Mit zwei weiteren Läufern unternahm er 2007 die erste komplette Durchquerung der Sahara vom Senegal nach Ägypten über 7000 km in 111 Tagen. Und im Jahre 2011 rannte er in 5 Monaten 10.000 km von Istanbul nach Xian entlang der historischen Seidenstraße. 200 Laufclubs im ganzen Land erfreuen sich steigender Mitgliederzahlen. Allein in der Hauptstadt gibt es jährlich rund 40 Laufevents. Viele Parks sind auf Pfaden entlang der Flüsse Danshui und Keelung untereinander verbunden, die nur Läufern, Fußgängern oder Radfahrern vorbehalten sind. Die Regierung sorgte in den vergangenen Jahren mit Gesetzen zur Emissionsreduzierung zudem für eine erheblich bessere Luftqualität.

Taipei ist ein Mekka für Trailläufer Der Mt. Yushan (Jadeberg) im Winter

Taipei ist von über 1000 Meter hohen Bergen umgeben, die, - gespickt mit unzähligen Wanderwegen und Pfaden - ein Mekka für Trailläufer sind. Vor allem die leichte Erreichbarkeit der "städtischen Wildnis" ist ein enormer Pluspunkt. In den Maokong-Bergen, direkt am Stadtrand, gibt es sogar ein Teeanbaugebiet, wo vor allem der halbfermentierte Oolong kultiviert wird. Hier werden Spitzenprodukte hergestellt, die sich bei Teekennern weltweiter Beliebtheit erfreuen. Maokong ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel mit entsprechender Infrastruktur, Teemuseum und etlichen Teehäusern. Zwischen den Teeplantagen finden sich liebliche Trails, die unterwegs spektakuläre Blicke auf die Skyline von Taipei eröffnen. Gerne verzichtet man da auf Seilbahn und öffentliche Verkehrsmittel, auf die die Mehrheit des weniger aktiven Fußvolks gerne zurückgreift.

Szenen vom King of Mountain Challenge (KOM) - Radrennen über 105 km von Meereshöhe auf 3275 Meter

Bei Radsportlern steht Taiwan weltweit für die Marken Giant und Merida. Aber im Land selbst hat sich das Radfahren erst innerhalb der letzten 10 Jahre zu einem Trendsport entwickelt.

Mit dem Ziel ein inselweites Radwegenetz mit einer Gesamtstrecke von 5000 km aufzubauen sind vielerorts gut ausgebaute und markierte Radwege entstanden, die oft durch atemberaubende Landschaften führen. Das abwechslungsreiche Radnetz bietet zahlreiche Servicestopps und Übernachtungsmöglichkeiten. In den größeren Städten haben die Kommunalverwaltungen Fahrrad-Sharing-Konzepte eingeführt, die sehr erfolgreich sind.

Alljährlicher Höhepunkt im Radsportkalender ist das mehrwöchige Taiwan Cycling Festival, das aus Profiradrennen, kurzen Radtouren und organisierten Inselumfahrungen besteht. In diesem Rahmen findet auch das KOM (King of Mountain) Challenge statt, ein 105 km langes Straßenradrennen von Null auf 3275 Meter. Ein echter Leckerbissen in der Radsportwelt! Infos: www.taiwankom.org/en

An einem der beliebtesten Reiseziele des Landes findet alljährlich ein ganz besonderes Spektakel statt. Im 748 m hoch gelegenen, idyllischen und von dicht bewaldeten Bergen umrahmten Sonne-Mond-See, dem größten Süßwasserreservoir Taiwans im Herzen der Insel, ist das Schwimmen verboten. Außer einmal im Jahr: dann nehmen 20.000 Schwimmer an der 3 km langen Sun Moon Lake Traverse teil! Siehe: www.eventaiwan.tw/cal_en/cal_20074#left

Der Autor vor dem Einsatz in äußerst angenehmer Gesellschaft Startaufstellung zur "Running-Clinic"

Taiwan erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 36.179 Quadratkilometer, was etwa der Größe Baden-Württembergs entspricht. Die Insel ist im Osten von einem Nord-Südgebirge durchzogen, das in Zentraltaiwan mit dem 3952 m hohen Yushan (Jadeberg) die höchste Erhebung Nordostasiens bildet. Der Wendekreis des Krebses teilt die Insel in den subtropischen Norden und den tropischen Süden. Die großen Höhenunterschiede verleihen Taiwan mehrere Klimazonen, von tropisch bis alpin, mit einer entsprechend vielfältigen Vegetation. Mehr als die Hälfte der Insel ist gebirgig und zählt ganze 272 Dreitausender! Im Westen liegt ein bis zu 50 km breiter Küstenstreifen in dem die meisten Städte angesiedelt sind. Rund die Hälfte der Insel ist bewaldet. Durch die Lage am Rande zweier tektonischer Platten, dem East Rift Valley, welches die Bruchstelle zwischen eurasischer und philippinischer Platte bildet, gibt es häufige, aber meist kleinere Erdbeben. Erloschene Vulkane bescheren dem Land zahlreiche Thermalquellen. Infolge des hohen Gebirgsanteils konzentriert sich die 23 Millionen starke Bevölkerung auf wenige Siedlungsschwerpunkte. Deshalb weist die Republik China mit 640 Einwohner pro Quadratkilometer nach Bangladesch die zweithöchste Einwohnerdichte aller Flächenstaaten der Welt auf.

Szenen von der 22 km langen Laufstrecke während der "Running-Clinic" bzw. des zukünftigen Ultralaufs

Die abwechslungsreiche und faszinierende Bergwelt ist ein Tummelplatz für Outdoor-Sportler und lockt seit kurzem eine neue Spezies an: Trailläufer. Der erstmals ausgeschriebene "Ultrataiwan" am 24./25.10.2015 (www.ultrataiwan.com) in den Xueshan Bergen östlich von Taipei sollte Akzente in der noch jungfräulichen Trailrunningszene setzen. Die technischen Daten: 100 km und 4382 Höhenmeter, ein Rundkurs mit Start und Ziel in Meereshöhe, Zeitlimit 32 Stunden. Sowie 50 km und 2339 Höhenmeter über die zweite Hälfte des 100 km-Loops, Zeitlimit 14 Stunden. Dazu zwei "Schnuppertrails" über 25 und 15 km und ein Kids Run für den Nachwuchs. In Kürze standen über 1000 Teilnehmer aus 20 Ländern in den Startlisten!

Die beiden Renndirektoren sind Profis in dem Geschäft: Der Franzose Clement Dumont organisiert seit 5 Jahren den "Trans Lantau" in Hongkong, mit 2500 Teilnehmern (www.translantau.com) und ist Herausgeber und Chefredakteur des Fachmagazins "Asia Trail". Der gebürtige Neuseeländer Cam Mc Lean lebt seit 2003 in Taiwan, spricht fließend Mandarin und hat mit seiner Reise- und Abenteueragentur "In Motion Asia" bereits zahlreiche Events organisiert. Die beiden erfahrenen Trailläufer erwarten einen ähnlichen Boom wie in Festlandchina: Dort ist nach deren Aussage die Anzahl an Trailrennen mit Distanzen über 35 km innerhalb von zwei Jahren von 30 auf 300 gestiegen! Wobei man natürlich beachten muss, dass die Volksrepublik China mit ihren extrem zerklüfteten Landschaften in der Größe eines ganzen Kontinents ein gigantischer Spielplatz für Trailverrückte ist.

Szenen von der 22 km langen Laufstrecke während der "Running-Clinic" Verpflegungsposten an der taiwanischen Nebel- und Dschungelfront

Doch dann wütete Anfang August Taifun Soudelor, mit Spitzengeschwindigkeiten von 200 km/h einer der stärksten Wirbelstürme der vergangenen Jahrzehnte. Da für die Taiwaner das Bewältigen von Katastrophen wie Erdbeben, Taifuns, Überschwemmungen eher zum Alltag gehört, wurde in den urbanen Zentren die Ordnung schnell wieder hergestellt. Aber hoch oben, auf den Singletrails in der unzugänglichen und wilden Bergwelt war das nicht möglich. So wurde die Premiere schweren Herzens abgeblasen. Das soll nicht wieder vorkommen, denn nächstes Jahr gibt es auch einen Plan B. Aber was tun mit den vielen Angemeldeten aus Übersee (60% der Voranmeldungen!), die ihren Flug nicht stornieren konnten oder wollten? Hier zeigte man sich pragmatisch und rief kurzerhand eine "Running-Clinic" ins Leben, bei der zum ursprünglichen Wettkampftag auf dem noch zugänglichen, aber gleichzeitig einem der spektakulärsten Abschnitte des Trails, 22 km gelaufen werden konnten. 170 Trailenthusiasten, vorwiegend Ausländer, meldeten sich an, und für ein paar Dollar Unkostenbeitrag war die Veranstaltung dann auch versicherungstechnisch abgedeckt.

Nichts für reine Asphalt-Cowboys:
Berglauf & Trail-Run im LaufReport HIER

Was dann folgte, war Trailrunning á la Carte: Wasserfälle, Pools, Treppen, Eisenbahnbrücken, Bambuswald, Hängebrücken, Tempel, Klettersteige, dampfender Dschungel und Nebelwald, knietiefe Matschpassagen und als optisches Highlight der "Teapot-Mountain", der tatsächlich die Form eines Teekessels aufweist, aber im Nebel leider nicht zu sehen war… Tief in den Bergen wurden ein paar winzige Siedlungen und eine alte Minenstadt durchquert. Das Ganze im subtropischen Klima. Alleine dieser Bruchteil der Strecke, welcher beim 100er km 55-77 und beim 50er km 5-27 darstellt, ließ nicht nur das Wasser im Schuh, sondern auch im Munde zusammen laufen und machte Appetit auf mehr! Erfahrene Trailläufer dürfen sich 2016 für die verschobene Premiere des Ultrataiwan auf ein ganz besonderes Abenteuer freuen. Der anspruchsvolle und isolierte Kurs wird das Adrenalin in atmosphärische Höhen treiben!

Das Dach Taiwans eignet sich bestens für ein Akklimatisationstraining. Im Yushan Nationalpark, der ein Drittel aller Dreitausender beherbergt, finden sich gepflegte und Top unterhaltene Traumtrails auf griffigem Fels, perfekt markiert und jeder Kilometer ausgeschildert. Vom tropischen Regenwald über Koniferenwald und alpiner Tundra kann man in diesem "Mini-Himalaya" mehrere Klimazonen an einem Tag erleben. In einer Zweitagestour sind der 3952 m hohe Jadeberg und seine Nachbargipfel ohne technische Schwierigkeiten zu erreichen. Stützpunkt auf dem Weg zum höchsten Berg Nordostasiens ist die Paiyun Lodge, eine voll bewirtschaftete Berghütte auf 3402 Metern. Für die Besteigung ist ein Permit erforderlich, Informationen dazu gibt es auf www.taiwantourismus.de/reiseziele/zentrum/yushan-nationalpark. Erfahrene Trailläufer können den Trip auch in Form eines Trainingslaufes an einem Tag absolvieren. Dafür ist das Permit noch einfacher zu bekommen und da nicht in der Höhe übernachtet wird, treten auch keine Akklimatisationsprobleme auf. Vom Start des Trails in 2600 m Höhe, der mit dem Auto erreichbar ist, sind es 11 km und 1400 Höhenmeter bis zum Gipfel. Sozusagen ein verschärfter Trainingslauf über insgesamt 22 km und zugleich gute Vorbereitung für den kommenden Wettkampf.

Besteigung des Mt. Yushan (Jadeberg). In der Bildmitte das Streckenprofil zur Besteigung des höchsten Berges von Taiwan

Ein Land in dem unablässig die Erde bebt und im Schnitt einem halben Dutzend Wirbelstürmen pro Jahr trotzen muss, ist der denkbar ungünstigste Platz für einen Megatower. Und doch: wie ein gigantischer Bambus ragt der "Taipei 101" aus der Betonsilhouette der von Farnbewachsenen Vulkanhügeln eingerahmten taiwanesischen Hauptstadt und ist eines der tollkühnsten Projekte der Architekturgeschichte. Sämtliche umliegenden Gebäude sind mindestens 250 m niedriger! Als der 508 m hohe und 1.5 Milliarden Euro teure Büroturm, in dem 10.000 Menschen arbeiten, nach sechsjähriger Bauzeit an Silvester 2004 eingeweiht wurde, war es das höchste Gebäude der Welt. Ein jadegrün verglaster, bambusförmiger Turm, benannt nach seinem Standort und der Anzahl seiner Stockwerke. Zwischen dem 88. und 92. Stockwerk befindet sich eine 660 Tonnen schwere Stahlkugel mit einem Durchmesser von 5.5 m, die mit ölhydraulischen Dämpfungselementen den Schwankungen des Gebäudes entgegenwirkt. Das an 12 cm dicken Stahltrossen aufgehängte Pendel gilt als der weltgrößte passive Schwingungsdämpfer.

Szenen vom diesjährigen Taipei 101 Run Up Die Treppenrekordhalter Paul Crake (Australien - 10:29 Min.) und Andrea Mayr (Österreich - 12:38 Min.)

Hier findet seit 2005 der wohl bekannteste internationale Wettkampf des Landes statt: Der "Taipei 101 Run Up" (www.taipei-101.com.tw/en/index.aspx > Public Information > Event). In Zahlen: Einundneunzig Stockwerke, Zweitausendsechsundvierzig Stufen, Dreihundertneunzig Höhenmeter. Bereits bei der Premiere wurden die heute noch gültigen "Treppenrekorde" aufgestellt: Der Australier Paul Crake eroberte das Monster aus 107.000 Tonnen Stahl und 242.852 Kubikmeter Beton in 10 Minuten und 29 Sekunden. Andrea Mayr aus Österreich setzte ihre Duftmarke bei 12:38 Minuten. Thomas Dold, Deutschlands erfolgreichster Treppenläufer, siegte hier 2008, 2009 und 2011. Das auf 4000 Teilnehmer limitierte Event, das innerhalb weniger Stunden ausgebucht ist (!), gilt als das weltgrößte Treppenrennen. Die Eliteläufer werden im Abstand von 30 Sekunden in die Monotonie des Treppenhauses entlassen, das restliche Feld folgt in Zwei-Sekunden-Intervallen.

Markante Türme wie der Taipei 101 locken nicht nur Laufabenteurer, sondern auch Desperados aus anderen Disziplinen. Im März 2015 stellte der 33-jährige Pole Krystian Herba einen Weltrekord auf und bewältigte mit einem speziell gefertigten BMX-Rad 3139 Stufen aufwärts! Noch spektakulärer war die Aktion des österreichischen Basejumpers Felix Baumgartner, der am 13. Dezember 2007 als Erster, ohne Genehmigung vom Taipei 101 sprang. 2007 wurde der Taipei 101 als höchstes Gebäude der Welt vom Rohbau des Burj Khalifa in Dubai abgelöst, der Anfang 2009 seine endgültige Höhe von 828 Metern erreichte. Heute ist der Taipei 101 hinter dem One World Trade Center in New York das zweithöchste Bürogebäude weltweit, sowie der fünfthöchste Wolkenkratzer der Welt.

Die "Xiaolongbao-Chirurgen" vom Din Tai Fung im Taipei 101 Der Autor lässt´s sich schmecken

Am Fuße des Wolkenkratzers befindet sich zudem das größte Einkaufszentrum Taiwans, dass, gespickt mit Boutiquen global agierender Designer, aber nicht nur dem Konsumwahn verfallene Zeitgenossen anzieht. Das Restaurant "Din Tai Fung" ist einer der berühmtesten kulinarischen Tempel des Landes. Hier gibt es Xiaolongbao, kleine, mit Fisch, Schweinefleisch, Garnelen oder Gemüse und Brühe gefüllte Teigtaschen. Die in ganz Asien auch als Dim Sum bekannte Spezialität wird heiß im Dampfkorb, in dem sie gedämpft wurde, serviert und ist so unfassbar lecker und beliebt, dass es mittlerweile Filialen auf der ganzen Welt gibt. In Hongkong erhielt Din Tai Fung sogar einen Michelin-Stern. Das Flagschiff der Kette in Taipei ist ein geschäftiges, dunstiges Theater, in dem hinter der verglasten Küche ganz in weiß vermummte Köche den Teig akribisch wie Chirurgen falten, wickeln und kneten, um die Delikatesse, die genau 21 Gramm wiegen und mindesten 14 Falten aufweisen soll, vorzubereiten. Der Autor, bekannt für seine Disziplin und Bescheidenheit, muss zugeben, dass Xiaolongbao ein kulinarischer Orgasmus ist, der süchtig macht!

Das Aktivreiseziel im Westpazifik vereint die schönsten Seiten Asiens auf kleinster Fläche und bietet für Sportler alles, was das Herz begehrt: Laufen, Walken, Radfahren, Surfen, Tauchen, Golfen, Bergwandern, Rafting und vieles mehr für Freiluftenthusiasten. Die atemberaubenden Landschaften Taiwans bestechen mit beeindruckenden Schluchten, hohen Bergen, fruchtbaren Tälern, schroffen Küsten, zauberhaften Korallen- und Vulkaninseln und 8 Nationalparks. Bei maximaler Reisesicherheit bietet Taiwan einen Mix aus fernöstlichem Flair, asiatischer Kultur und subtropischer Natur. Die taiwanesische Küche und die Teekultur sind zudem weltklasse! Und nicht zuletzt ist es äußerst reizvoll, die Jahrtausendealte fremdartige und exotische chinesische Kultur in dem politischen System einer Demokratie zu erleben.

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Informationen zur Republik China (Taiwan)

Nur eine Minderheit der Staatengemeinschaft unterhält formelle diplomatische Beziehungen mit der Regierung in Taipei, die 1971 ihre UN-Mitgliedschaft verlor. Die völkerrechtliche Stellung der Republik China auf Taiwan ist bis heute umstritten und Gegenstand des Taiwan Konflikts. Das Land ist seit den 1990er-Jahren eine parlamentarische Demokratie mit einem alle vier Jahre direkt gewählten Präsidenten. Heute ist Taiwan ein deregulierter und entwickelter Industriestaat mit wenigen Großkonzernen und vielen Familienbetrieben. Ein Großteil der weltweiten Produktion von Notebooks, Motherboards, LCD-Bildschirmen und Handys kommt aus den Fabriken taiwanesischer Hersteller.

Für die Einreise reicht ein noch 6 Monate gültiger Reisepass. Der Zeitunterschied beträgt MEZ + 7 Stunden (während der europäischen Sommerzeit + 6 Stunden). Währung ist der Taiwan Dollar (offiziell: NT - New Taiwan Dollar).

Die taiwanesische China Airlines bietet fünf wöchentliche Nonstopflüge von Frankfurt nach Taipei. Die Flugzeit beträgt rund 13 Stunden. Die private Eva Air fliegt nonstop ab Paris, Wien, Amsterdam und London über Bangkok nach Taiwan und die niederländische KLM von Amsterdam über Bangkok.

Das Taiwan Tourismusbüro sitzt in der Friedrichstraße 2-6 in 60323 Frankfurt.
Kontakt: www.taiwantourismus.de - info@taiwantourismus.de - 069-61 07 43

Gesundheitliche Hinweise
Im Süden der Republik grassiert seit Mai dieses Jahres das Denguefieber, dessen Virus von Mücken übertragen wird. Bei Reisen in den tropischen Süden Taiwans sollte daher insbesondere durch geeignete Kleidung und Repellentien wie Mückenabweisende Sprays vorgebeugt werden.

Bericht von Stefan Schlett

Fotos von Stefan Schlett, Sam Fang, Cecilia Chen, Cam McClean und Taiwan Tourisme

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