19.8.17 - 34. Islandsbanki Reykjavik Marathon (Island)

Isländer dominieren trotz internationaler Konkurrenz

von Axel Künkeler

Beim 34. Reykjavik Marathon gewannen isländische Läufer und Läuferinnen vier der sechs Wettkampf-Disziplinen. Nur die Kanadierin Natasha Yaremczuk beim Marathon sowie die Belgierin Nina Henriette Lauwaert über zehn Kilometer durchbrachen die Dominanz der Isländer. Dabei war die internationale Konkurrenz mit rund 4.000 gemeldeten Startern aus 87 Nationen recht groß. Dennoch blieben die Siege sowohl bei den Marathon-Männern durch Arnar Pétursson, im Halbmarathon durch Hlynur Andrésson bei den Männern und Elín Edda Sigurðardóttir bei den Frauen sowie bei den 10km-Männern durch Baldvin Þór Magnússon auf der nordischen Insel.

Reykjavik - Metropole des Nordens und Startort des 34. Islandsbanki Reykjavik Marathon
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Im 34. Jahr seines Bestehens konnte der Reykjavik Marathon weder mit Teilnehmer- noch mit Streckenrekorden aufwarten. Und bewies damit gleichzeitig, dass die Jagd nach ständig neuen Rekorden nicht alles ist. Ansonsten passte nämlich wirklich alles beim Wettkampf in Islands Hauptstadt: ein nahezu perfektes Wetter, das für eine ausgelassene Stimmung unter den Läuferinnen und Läufern sorgte, eine insgesamt gute Organisation der Veranstaltung sowie trotz allem beachtliche sportliche Leistungen.

 

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Die Startblöcke waren nicht nach Zielzeit, sondern nach Kilometer-Zeiten, hier für 4:11 bis 5:00 Minuten, gegliedert Viel los war auch beim Kinderlauf und beim Fun Run

Mit dem Kinderlauf und einem Drei-Kilometer-Fun-Run waren es sogar fünf verschiedene Distanzen, zu denen sich im Vorfeld fast 14.000 Teilnehmer angemeldet hatten. Davon knapp 11.000 für die Hauptwettbewerbe über 10 KM, Halbmarathon und Marathon.

Die Ergebnislisten weisen auf diesen drei Strecken 9.720 Finisher aus: 1.269 (807m/462w) beim Marathon, 2.607 (1315/1292) beim Halbmarathon und die meisten, nämlich 5.844 (2531/3313) auf der 10km-Strecke. Dass es damit gut 1.000 Finisher weniger waren als zuvor gemeldete Starter, liegt im Bereich des Üblichen und kann zumindest mit dem Wetter nicht erklärt werden. Für die Läufer und Läuferinnen herrschten wirklich ideale Bedingungen.

 

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Am Morgen vor dem Start, der für Halbmarathon und Marathon gemeinsam pünktlich um 8.40 Uhr erfolgte, war es mit knapp unter zehn Grad noch recht frisch. Doch die Sonne schien bereits und ließ die Quecksilbersäule rasch auf bis zu 15 Grad am Mittag steigen. Hinzu kam, dass der starke und recht kalte Wind der Vortage am Lauf-Sonntag ebenfalls nicht blies.

Aus 87 Nationen, von Amerika bis Asien, kamen die Teilnehmer Einige Cheerleader und Musikgruppen sorgten für Stimmung

So machte sich im Stadtzentrum von Reykjavik eine bunte Läuferschar auf den Weg zunächst in einer Rundschleife an der südlichen und nördlichen Küste im West-Zipfel von Reykjavik. Vorbei am Stadtsee Tjörnin durch Vorort-Bezirke, wo Cheerleader und Musikbands, aber auch Bewohner vor ihren Häusern mit Kochtopf und Kochlöffeln für lautstarke Stimmung sorgten. Nach etwa zehn Kilometer ging es vorbei am Hafen und der neuen, modernen Kongress- und Konzerthalle Harpa. Danach wurde es auf der langen Geraden entlang des Atlantiks bzw. der Faxaflói-Bucht etwas ruhiger. So konnte man den tollen Meerblick hinüber zum Esja, dem 900 Meter hohen Hausberg Reykjaviks, genießen.

 

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Die Laufstrecke führt unter anderem auch vorbei an der Harpa, dem modernen Kongresszentrum mit Konzerthalle
Berühmtes Wahrzeichen Reykjaviks ist die Hallgrimskirche

Ein Anstieg auf der langen Küstenstraße Saebraut führte wieder runter zum Wendepunkt bei KM 16. Auf der Gegengeraden wieder leicht hoch und runter, doch allzu viele Höhenmeter kamen auf dem Kurs nicht zusammen: rund 100m beim Halbmarathon und 200-250m beim ganzen Marathon. Bei KM 18 folgte dann die Wege-Gabelung: geradeaus zurück ins Ziel am Laekjargata für die Halbmarathonis und links ab in einer weiteren Schleife im Südosten von Reykjavik für die Klassiker. Dort zunächst durch einen grünen Park, danach von KM 27 bis 41 fast nur am Meer entlang.

 

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Nach dem Start ging es am Stadtsee Tjörnin vorbei

Insofern ist Reykjavik nicht nur ein City-Marathon, sondern ein Lauf mit landschaftlichem Reiz, wenn auch ausschließlich auf Asphalt. Vereinzelt wurde die Frage aufgeworfen, ob es sich nicht sogar um einen US-amerikanischen Marathon handelt. Doch dazu mehr am Ende des Berichtes.

Dem Meer entgegen mit Blick auf den Esja, den Hausberg Reykjaviks Auf der Uferpromenade "Saebraut" kilometerlang am Meer

Jedenfalls stellten die USA mit 1083 Meldungen das größte ausländische Kontingent. Mit etwas größerem Abstand folgten in der Nationen-Wertung Großbritannien (511), Kanada (374) und knapp dahinter an vierter Stelle bereits Deutschland (336). Die Lücke zu den skandinavischen Ländern wird dann schon wieder etwas größer (Norwegen 162; Schweden 142; Finnland 119). Frankreich (114) knackte noch die Hunderter-Marke, an der Italien (99) knapp vorbei schrammte. Die restlichen rund 1200 Anmeldungen verteilten sich auf weitere 78 Nationen.

Pacemaker gab es für unterschiedliche Zielzeiten, wie hier für vier Stunden Gemeinsam geht's besser - Inklusion sagt man heute

Darunter sind auch einige Österreicher, unter anderem Michael Buchbauer aus Graz. Der 50-Jährige, der als PR-Manager für einen international tätigen Konzern arbeitet, finishte Ende April bereits den Big Sur Marathon. Nachdem er den Lauf in Kalifornien in einer Zeit von 3:28:07 Stunden absolvierte, wollte er "es diesmal etwas lockerer angehen". Doch erneut stand eine 3:29:07h für ihn zu Buche. Damit belegte er hinter dem Deutschen Steffen Weber (SportOtto/3:28:03) Platz 126 gesamt, Rang 28 (von 200) in der M50-59 und war gleichzeitig bester Österreicher! Auf die überraschte Frage nach der guten Zeit, meinte er ganz trocken: "Das war ja auch locker".

Während sich die einen noch mit Getränken an den Verpflegungsstellen versorgten, standen die anderen schon Schlange vor den Dixi-Toiletten Selbst bei den frischen Temperaturen gab es noch zusätzlich Erfrischung durch die eine oder andere Wasserdusche an der Strecke

Trotz der großen internationalen Konkurrenz sind es meistens Einheimische, die sich an der Spitze behaupten. Der 26-jährige Arnar Pétursson gewinnt den Marathon ganz souverän in 2:28:17 Stunden. Erst über elf Minuten später folgt der Schwede Patrik Eklund (2:39:24 h)
vor dem Drittplatzierten Blake Jorgensen (2:41:58 h) aus den USA. Eine TopTen-Platzierung erreicht der beste Deutsche Marc Messmer (2:49:55 h) als Gesamt-Neunter und Sieger der M40-49. Nur knapp dahinter wird Sven Schauerhammer (2:51:48 h) Gesamt-12. und Vierter der M18-29.

Marathon-Sieger Arnar Pétursson aus Island drehte beim Zieleinlauf noch Pirouetten
... und kurze Zeit später trägt er den Lorbeer-Siegerkranz

Noch größer ist der Abstand bei den Frauen. Hier siegt die Kanadierin Natasha Yaremczuk in 2:53:25 Stunden. Damit belegt sie immerhin Platz 9 der ewigen Bestenliste beim Reykjavik Marathon. Bis die zweite Frau im Ziel folgt, dauert es fast 14 Minuten: Amanda Watters aus den USA in 3:07:10 h vor einer weiteren Kanadierin, Laura Couvrette (3:08:07 h) auf Rang drei.

International die Top Ten der Marathonmänner: 2. wird Patrik Eklund aus Schweden 3. wird der Amerikaner Blake Jorgensen
4. der Russe Georgy Dzhgarkava
Der Spanier Jorge Aubeso läuft auf Rang 7 10. wird der Chinese Yusheng Ni

Die beiden besten deutschen Frauen, Anja Mussfeldt (3:45:50 h) und Irmi Schönhuber (3:46:13 h) tauchen erst auf den Plätzen 57 und 58 auf. Die sportlich wertvollste Leistung, gemessen an den Reykjavik-Bestenlisten liefert die Belgierin Nina Henriette Lauwaert ab. Ihre 10km-Siegzeit von 34:43 Minuten ist die zweitbeste beim Reykjavik-Marathon von einer Frau gelaufenen 10km-Zeit. Alle anderen Zeiten, außer die der Marathon-Siegerin Natasha Yaremczuk, schaffen es nicht in die Top15 der ewigen Bestenlisten.

Die Kanadierin Natasha Yaremczuk jubelt über ihren souveränen Sieg Als 2. Frau wird Amanda Watters aus den USA gelistet Auf Rang 3 mit Laura Couvrette eine weitere Kanadierin

Die deutschen Läufer und Läuferinnen reisen entweder individuell oder mit verschiedenen Lauf-Reiseveranstaltern wie "Werner Otto Sportreisen" in die isländische Hauptstadt. Dabei sind Lauf-Neulinge wie der Kölner Reiner Heller, der seinen ersten Zehn-Kilometer-Lauf in 1:26:19 Stunden absolviert oder Kirill Haar, der 5:00:37 Stunden für seinen ersten Marathon benötigt. Ihren ersten internationalen Marathon absolvieren Ansgar Lütke-Kappenberg und Hans-Georg Gerber in Reykjavik. Gerber hat vier Jahre Pause hinter sich, nachdem er zuvor bereits acht Marathons gelaufen war. Insofern ist der Rheinland-Pfälzer mit seiner Zeit von knapp unter fünf Stunden (4:58:58 h) sehr zufrieden.

Sightseeing an der berühmten Skulptur "Sun Voyager" für die Reisegruppe von Werner Otto Sportreisen Die deutschen Läufer der Werner Otto Sportreisen-Gruppe vor dem Start

Der 48-jährige Ansgar läuft seit vier Jahren Marathon, vor allem in seiner westfälischen Heimatstadt Münster. Für den Krankenpfleger und Vater von vier Söhnen ist Reykjavik der zwölfte Marathon. Wie geplant bleibt er in 3:51:04 h unter den vier Stunden. Bereits Mitte September will er wieder in Münster laufen und schauen, ob er vielleicht sogar seine PB von unter 3:30 h attackieren kann. In Reykjavik läuft er die zweitschnellste Zeit der zwölf "Otto Sportreisen"-Läufer. Schneller ist nur Frank-Michael Hertel, der eine 3:23:30h hinlegt. Der Läufer aus dem Brandenburgischen hat auch schon den "langen Kanten" beim Rennsteiglauf absolviert.


Die beste Marathon-Zeit der Werner-Otto-Sportreisen-Gruppe lief Frank-Michael Hertel

Seinen ersten internationalen von insgesamt einem Dutzend Marathons bestritt der 48-jährige Ansgar Lütke-Kappenberg aus Münster
Hans-Georg Gerber (1705) lief nach vier Jahren Pause seinen insgesamt achten Marathon - den ersten internationalen
Der 63-jährige Ulrich Tomaschewski aus Crailsheim ist bereits über 400 Marathons in 17 verschiedenen Ländern gelaufen

Alte Hasen und ausgewiesene Marathon-Sammler sind auch der Schwabe Klaus-Peter Ulmschneider (4:55:02h) und Ulrich Tomaschewski (4:55:14h). Der 63-jährige Tomaschewski hat bereits weit über 400 Marathons ("rund 425, genau gezählt wird erst wieder, wenn der 500. Marathon ansteht"), darunter rund zwei Dutzend Ultras, absolviert. Gelaufen ist der Crailsheimer schon in 17 verschiedenen Ländern und in 15 der 16 deutschen Bundesländer. Reykjavik ist aber auch für ihn eine Premiere, weil ihn Island schon seit Jahren interessiert.

6 Männer im schwarzen Anzug als Begleitschutz für eine blonde Frau Im Feuerwehranzug laufend auf der Halbmarathon-Distanz

Wonders of Nature in "Fire- and Ice-Land"

Island ist nach Großbritannien die zweitgrößte Insel Europas, gleichzeitig die größte Vulkan-Insel der Welt. Dabei hat Island flächenmäßig gerade mal die Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen, im internationalen Vergleich etwa die Größe von Portugal. Und es leben gerade mal 330.000 Menschen auf Island, nur wenig mehr als allein in Karlsruhe. Noch bizarrer wird es, wenn man bedenkt, dass in der Hauptstadt Reykjavik 110.000 Menschen leben, in der Metropolregion Reykjavik 220.000. Also nur ein Drittel der Isländer bevölkert den gesamten Rest der Insel. Im oft menschenleeren Landesinneren leben neben den Island-Pferden vor allem Schafe (450.000) - mehr Schafe mithin als Menschen auf der gesamten Insel.

Auf dem Rückweg die Skyline von Reykjavik im Blick

Die Bevölkerungsdichte liegt also bei bescheidenen drei Einwohnern pro Quadrat-Kilometer, in Baden-Württemberg bei 300. Anders formuliert: ein Isländer hat hundertmal so viel Fläche zur Verfügung wie ein Baden-Württemberger. Überhaupt rechnen die Isländer alles gerne auf die Pro-Kopf-Verteilung um. So sind sie stolz darauf weltweit die größte Dichte an Nobel-Preisträgern zu haben. Mit dem bekannten Schriftsteller Halldór Laxness ist es zwar nur ein einziger, aber wie gesagt: pro Kopf der Isländer….

Streckenteilung für Marathon nach links und Halbmarathon geradeaus Die Zielgerade wurde von zahlreichen Zuschauern gesäumt

Deutsche oder mitteleuropäische Überheblichkeit ist jedoch völlig fehl am Platz. Island hat sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen und einer exponierten Randlage zu einem Land entwickelt, das den Vergleich nicht zu scheuen braucht, uns in der Entwicklung in einigen Bereichen sogar voraus ist. Nicht zur EU gehörend, wurde Island ebenfalls durch die Finanzkrise 2008 schwer gebeutelt. Davon hat man sich wirtschaftlich wieder sehr gut erholt. Überall stehen Baukräne, neue Hotels, Büro- und Wohnhäuser werden gebaut, der Flughafen Keflavik sowie die Besucherzentren etlicher Touristenattraktionen werden erweitert.

Die Arbeitslosigkeit Islands liegt nur noch bei zwei bis zweieinhalb Prozent. Arbeitskräfte, vor allem in der boomenden Tourismusbranche, werden gesucht. Die technische Infrastruktur ist hoch entwickelt. Die Netzabdeckung im gesamten Land, abgesehen von wenigen Flecken im Landesinnern, gut bis sehr gut. WLAN ist fast überall selbstverständlich, zudem kostenlos, selbst in Ausflugs-Bussen. Island gehört zwar nicht der Euro-Zone an, Geld braucht man trotzdem nicht zu wechseln. Mit Kreditkarte kann man an jeder Frittenbude, oder besser gesagt Fish-and-Chips-Bude bezahlen, ob nun das Brötchen beim Bäcker oder die Kugel Eis (hier gerne mit Lakritz oder Salz als isländische Spezialität) in der Eisdiele.

Der Strokkur-Geysir schleudert bis zu 25 Meter hohe Heißwasser-Fontänen in die Höhe Ein Bad im 38 Grad warmen Heilwasser der "Blauen Lagune" ist ein besonderes Erlebnis

Beeindruckend an der Insel ist vor allem die einzigartige Landschaft. Viele Teilnehmer aus dem Ausland nutzten daher die Gelegenheit vor oder nach dem Marathon-Wochenende die Naturwunder Islands, oft auch als Insel von "Fire and Ice" bezeichnet, zu besichtigen. Einige aus der deutschen "Werner Otto Sportreisen"-Gruppe machten sich mit Geländewagen auf den Weg, um das oft schroffe Landesinnere zu erkunden. Geysire und Gletscher, Vulkane und Wasserfälle prägen die Landschaft, die sich auch für Trekking- und Radtouren anbietet.

Von der "Blauen Lagune", einem 38 Grad warmen Thermalbad mit Heilwasser bis hin zum "Golden Circle": mit dem Ort des ältesten Parlaments Thingvellir, dem Wasserfall Gullfoss und dem Geysir können schon im Umland Reykjaviks einige touristische Highlights besichtigt werden. Der originale Geysir ist zwar versiegt, dafür schleudert unmittelbar daneben der Strokkur bis zu 25 Meter hohe und bis zu 100 Grad heiße Wasserfontänen aus der Erde. Von dort ist es nicht weit bis zur Hochlandstraße, die durch das schroffe Landesinnere zwischen zwei Gletscherzügen hindurch Richtung Norden führt. Ob im Geländewagen oder mit dem Bus, die Fahrt auf dieser groben Schotterpiste ist ein Erlebnis, fast schon ein Abenteuer.

Die (Bus-)Fahrt durch das isländische Hochland ist schon etwas abenteuerlich Die Orientierung auf den Straßen und Schotterpisten im Landesinnern kann zuweilen etwas verwirren

Im Norden liegt Akureyri, mit 18.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Islands. Akureyri selbst hat einiges Sehenswerte zu bieten, vor allem ist es aber auch hier die einzigartige Landschaft. Absolute Highlights sind die beiden Wasserfälle, die gelegentlich als "The Beauty and the Beast" bezeichnet werden. Der "schöne" Godafoss ("Götterfall") und der gewaltige Dettifoss, mit fast 200 Kubikmeter Wasser pro Sekunde der mächtigste Wasserfall Europas. Beeindruckend ebenso der Mývatn-See, der auf einem hochaktiven Vulkangürtel liegt, sowie das Lavafeld von Dimmuborgir. Als Touristen-Attraktion gilt auch der "Black Beach", der aus schwarzer Lava bestehende Strand bei Vik an der Südküste Islands.

Der Dettifoss im Norden Islands gilt als mächtigster Wasserfall Europas

Von Süd nach Nord quer durch Island, gleich an mehreren Stellen zu besichtigen, verläuft als geologische Besonderheit und Ursache der ausgeprägten Vulkantätigkeit der Bruch zwischen der amerikanischen im Westen und der eurasischen Erdplatte im Osten Islands. Geografisch und politisch gehört Island zu Europa, aber geologisch gehört der westliche Teil mit Reykjavik zum amerikanischen Kontinent. Insofern könnte man geologisch betrachtet und mit einem Augenzwinkern sogar behaupten, dass die Teilnehmer des Reykjavik Marathons im nord-westlichen Zipfel Europas eigentlich einen US-amerikanischen Marathon gelaufen sind.

Wonders of Nature in Fire- and Ice-Land
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Von all den vielen guten Argumenten für eine Laufreise zum 35. Reykjavik Marathon im August 2018 ist dies aber wohl eher ein sehr spezielles - eher für ausgeprägte Marathon-Sammler mit dem Reiz des Besonderen. Aber der Lauf, vor allem Reykjavik und Island selbst, sind allemal eine Reise wert!

Bericht und Fotos von Axel Künkeler

Foto-Impressionen im LaufReport HIER

Informationen und Ergebnisse www.marathon.is/reykjavik-marathon

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