4.4.15 - Old Mutual Two Oceans Marathon Kapstadt

Der schönste Marathon der Welt?

Erster Erfolg Südafrikas seit 14 Jahren

von Axel Künkeler

An Karsamstag fand wieder einmal der Two Oceans Marathon in Kapstadt statt, laut Eigenwerbung der Veranstalter "the world's most beautiful marathon". Der Hauptlauf über 56 Kilometer wird bereits seit 1970 jährlich ausgetragen, obwohl er zunächst nur als Trainingslauf für den ebenfalls in Südafrika stattfindenden 89k-Comrades-Marathon gedacht war. In den 45 Jahren seines Bestehens ist er jedoch von nur 15 Teilnehmern bei der Premiere auf rund 11.000 angewachsen. Mit dem Halbmarathon und zwei Trail Runs bringt es der Event an der Südspitze Afrikas auf offiziell über 28.000 Teilnehmer.

Beim Frauen-Rennen gab es diesmal den ersten Triumph einer Südafrikanerin seit 14 Jahren. Etwas überraschend gewann die 32jährige Caroline Wöstmann in 3:41:23h vor der Russin Nina Podnebesnova (3:44:06h) und ihrer Landsfrau Tanith Maxwell, die bei ihrem Ultra-Debüt mit 3:45:18h überzeugte. Lange Zeit hatte Vorjahres-Siegerin Podnebesnova das Rennen nahezu dominiert, konnte aber im Ziel ihre Enttäuschung kaum verbergen.

Bei dem Versuch, die Ein-Million-Rand-Prämie (ca. 75.000,- Euro) für einen neuen Streckenrekord zu kassieren, hatte sie ein zu hohes Anfangstempo vorgelegt und damit sowohl den Rekord als auch den Sieg verpasst.

Ordentlich Höhenmeter gab es sowohl beim HM als auch beim 56k zu bewältigen 1970 fand der 1. TOM statt - gedacht als Trainingslauf für den Comrades
Nichts für reine Asphalt-Cowboys:
Berglauf & Trail-Run im LaufReport HIER

Die Südafrikanerin, die im Vorfeld schon mit einer TopTen-Platzierung zufrieden gewesen wäre, hielt sich dagegen lange taktisch klug zurück. Am Ou Kaapse Weg etwa in der Mitte des Rennens lag sie noch auf Position 12-13 im weiteren Verfolgerfeld. Doch dann merkte sie, dass sie sich an diesem Tag "absolutely fantastic" fühlte und zog das Tempo an. Läuferin um Läuferin wurden von ihr überholt und etwa fünf Kilometer vor dem Ziel hatte Wöstmann die Spitze übernommen. Nun zahlte sich aus, dass sie seit November 2014 mit Lindsey Parry eine professionelle Trainerin hat.

Die Begeisterung über den unerwarteten Erfolg war der strahlenden Siegerin aus Pretoria im Ziel auf dem Campus der Universität Kapstadt regelrecht ins Gesicht geschrieben. Nun ist der Comrades Ende Mai in Durban ihr nächstes großes Ziel. Mit einem flachen Zehner unter 35 Minuten sucht die Ausdauerläuferin nun aber auch neue Herausforderungen.

Das Panorama von Cape Town mit dem Table Mountain

Lesotho-Läufer dominieren bei den Männern
Ebenfalls den ersten Sieg beim Two Oceans - und das im fünften Anlauf - gab es für Motlokoa Nkhabutlane aus Lesotho in 3:10:27h. Er gewann mit klarem Vorsprung vor Collen Makaza (3:12:41h) aus Zimbabwe und seinem Landsmann Moeketsi Mosuhli, der in 3:13:44h als Dritter den Triumpf der Läufer aus dem kleinen Bergkönigreich perfekt machte. Nkhabutlane hatte in den letzten sechs Monaten intensiv an seinem Tempo gearbeitet. Lange spürte er die Verfolger im Nacken, doch ab KM 46 fokussierte er sich nur noch auf das eigene Rennen. Den entscheidenden Grund für den Erfolg der Läufer aus Lesotho sah er im Teamgeist durch das gemeinsame Lauftraining in der Gruppe.

Rund 16.000 Teilnehmer allein beim HM bildeten eine endlose Läuferschlange
Vor allem an den Steigungen feuerten einige Zuschauer die Läufer an

Der 30-jährige Sieger, der eine Marathon-Bestzeit von 2:14:51h aufweisen kann, hatte in den letzten fünf Jahren mit wechselndem Erfolg am 56k-Two Oceans teilgenommen: 2011 war er in 3:08:49h schon mal als Zweiter auf dem Podest und 2013 finishte er immerhin als Fünfter. Doch das DNF 2012 und Rang 49 im Vorjahr trüben seine Gesamtbilanz, deren ‚Makel' er nun jedoch mit dem überlegenen Sieg wegwischte. Der Streckenrekord der Männer (3:03:44) blieb jedoch ebenso unangetastet wie bei den Frauen (3:30:36). Allerdings sind die Zeiten auch nicht wirklich vergleichbar, da dieses Jahr der Chapman's Peak wegen der Waldbrände zu Jahresbeginn für den Lauf gesperrt war. Die Strecke musste daher statt über die flache Küstenstraße über die Berge am Ou Kaapse Weg geführt werden, wodurch die Höhenmeter sich von gut 500 auf etwas über 1.000 nahezu verdoppelten.

Birdman am Tafelberg - von Base Jump bis Ziplines finden sich alle Trend Sports in Kapstadt
Kapstadt mit dem Tafelberg als Kulisse des Two Oceans-Marathon Haile Gebrselassie war schon beim Friendship Run der gefeierte Star

Respektable Leistungen deutscher Ultra-Läufer
Aus deutscher Sicht ragen die 4:23:19h von Sven Schultz-Bergmann (LC Duisburg) heraus. Der ehemalige Nationalmannschafts-Ruderer belegte damit Gesamt-Rang 313 und Platz 104 in der M35. Es war bereits seine sechste Teilnahme am Two Oceans, wobei er 2011 sogar schon mal unter vier Stunden blieb. In 3:56:51h belegte er damals Rang 156 im Männerfeld. Hinter dem 36-jährigen Sportwissenschaftler und Leistungsdiagnostiker, der als Personal Trainer bei der Essener Bunert-Ausdauerschule arbeitet, folgten als nächste Deutsche Marko Berlin (42) bei seiner fünften Teilnahme in 4:30:20 sowie Konstantin Bosch (28) in 4:33:13.

Bei den Frauen überzeugte vor allem die 36-jährige Stefanie Queren, die in 4:46:54 nur ganz knapp eine Platzierung im Leader Board der 50 schnellsten Frauen verpasste. Die Läuferin des Osnabrücker TB hatte zuletzt mit einer PB von 2:58:43h als vierte Frau und zweitbeste Deutsche beim Köln-Marathon 2014 auf sich aufmerksam gemacht. Den Eiger Ultra Trail in der Schweiz mit 51 KM und 3.100 HM, hat sie 2014 ebenfalls als Vierte erfolgreich absolviert. "Mentale Stärke und viel innere Motivation" sieht die Sportwissenschaftlerin mit Bachelor-Abschluss in Paderborn als eigene Grundlage für ihren Erfolg auf der Langstrecke.

Fun Runner beim Friendship Run
Fun Runner beim Halbmarathon Fun Runners vor dem Start zum HM und 56k

Mit Ann-Kristin Otto, die beim Berlin-Marathon letztes Jahr eine 3:09:34h lief, blieb nur eine weitere Deutsche unter der Vier-Stunden-Marke. Doch auch die Zeiten der 27-jährigen Maja Seidel (5:03:02h) oder von Ulrike Wigger aus Warendorf, können sich wirklich sehen lassen. Die 35-jährige Immobilien-Sachverständige absolvierte ihren ersten Ultra in 5:19:59h. Bisher hat sie mehrere Marathons, darunter alle fünf Majors absolviert, mit einer PB von 3:37h. Ein Ultra mit 1.000 HM war für sie jedoch ungewohntes Terrain, auf das sie sich unter anderem beim Hermannslauf in Bielefeld sowie verschiedenen Trainingsläufen im Teutoburger Wald vorbereitet hat.

Wasserduschen für die Läufer wurden bei den kühlen Temperaturen und Nieselregen eigentlich nicht gebraucht
Auf den letzten sieben Kilometer verliefen HM und 56k auf der gleichen Strecke

Deutsche Frauen Top beim Halbmarathon
Top-Leistungen lieferten auch die deutschen Frauen auf der Halbmarathon-Strecke ab. Mit Svenja Thoes (1:25:29h) und Jara Geissler (1:27:27h) liefen gleich zwei von ihnen unter die Top20. Die 23-jährige Thoes belegte Rang 17 unter 3881 Frauen (14. AK20-39), während die erst 20-jährige Geissler Gesamt-20. wurde. Die Lehramtsstudentin Svenja Thoes startet als Triathletin für LAZ Saarbrücken und wurde bereits Altersklassen-Weltmeisterin 2012 beim Ironman Las Vegas und Altersklassen-Europameisterin auf der Mitteldistanz 2014 Mallorca. Der bislang größte Erfolg der noch jüngeren Jara Geissler, die für die TSG Weinheim an der badischen Bergstraße startet, ist Rang neun bei der Deutschen Halbmarathon-Meisterschaft 2014, als sie ihre PB von 1:26:51 lief. Die Zeiten in Kapstadt sind umso bemerkenswerter als die Halbmarathonstrecke mit einem ständigen Bergauf-Bergab-Wechsel insgesamt rund 340 Höhenmeter aufweist.

Schon vor sechs Uhr im Dunkeln warteten die Läufer auf die ersten Starts
Die erste Stunde waren die Läufer in der Dunkelheit unterwegs

Keine nennenswerte Rolle im Klassement spielten dagegen die deutschen Männer, von denen der 44-jährige Matthias Alexander mit 1:37:49h noch die beste Zeit lief. An der Spitze war es ein ganz enges Finish, das die Südafrikaner Stephen Lesego Mokoka (1:04:00h) bei seinem dritten Erfolg in Serie, Elroy Gelant (1:04:04h) und Joel Mmone (1:04:05) unter sich ausmachten. Auch das Frauen-Rennen war eine rein südafrikanische Angelegenheit: Lebogang Phalula gewann in 1:14:48h vor Mapaseka Makhanya (1:15:08) und Diana Lebo Phalula (1:15:31).

Viele kommen mit Laufreise-Veranstaltern wie Otto Sportreisen
Über 90 Prozent aller 28.000 Anmeldungen kommt ohnehin aus Südafrika; nur gut 2.000 Nennungen stammen aus dem Ausland. Die meisten von ihnen aus Großbritannien (475) und dann schon Deutschland (270), noch vor den nächsten afrikanischen Ländern Zimbabwe und Namibia. Viele deutsche Teilnehmer kommen mit deutschen Laufreise-Veranstaltern, allein knapp 50 von ihnen mit Werner Otto Sportreisen aus Brühl bei Köln. Werner Otto und sein Partner Matthias Gerkum sind schon seit fast 20 Jahren dabei. 1997 fuhren sie erstmals mit einer Reisegruppe zum Two Oceans Marathon und haben sich seither vor allem auf Südafrika spezialisiert.

Die Teilnehmer von Otto Sportreisen am Kap der guten Hoffnung Der Tafelberg als Kulisse für die Friendship Runner von Otto Sportreisen

Mit dem Peninsula Marathon im Januar, dem TOM im April, dem Comrades Ende Mai und dem Cape Town City Marathon im September sind es allein vier Events in Südafrika. Dazu kommen der Victoria Falls Marathon in Zimbabwe sowie verschiedene Marathons vor allem in Europa. Die große Erfahrung, die die beiden in Südafrika inzwischen gesammelt haben, ist Grundlage ihres Erfolges. Fast 50 Teilnehmer beim Two Oceans, die neben der eigentlichen Laufreise nach Kapstadt weit überwiegend den Elf-Stunden-Flug über 9.000 Kilometer allein bis Johannesburg nutzen, um anschließend Südafrika zu bereisen. Entweder auf der Garden Route oder mit einem Trip zu den anderen "Big Five", den Elefanten, Nashörnern, Büffeln, Löwen und Leoparden im Krüger Nationalpark.

Anschlussreisen etwa in den Krüger Nationalpark
Und auch dort bleibt der Otto-Reisegruppe das Glück treu: nicht nur vier der Fünf Großen werden gesichtet. Nur der mit 250 Exemplaren seltene Leopard lässt sich nicht blicken. Auch viele andere Tiere und Tierarten können aus nächster Nähe beobachtet werden. Das Wetter spielt ebenfalls während der gesamten Reise mit. In Südafrika beginnt nach dem heißen Sommer zwar gerade der Herbst, doch der ist zeitweise mit um die 30 Grad und viel Sonne für die aus dem kalten deutschen Winter kommenden die meisten Tage richtig sommerlich.

Zieleinlauf für den souveränen 56k-Sieger Motlokoa Nkhabutlane (Lesotho)
Zweiter wird Collen Makaza (Zimbabwe) Moeketsi Mosuhli als zweiter Läufer aus Lesotho im Ziel auf Rang drei

Und dass der sommerliche Kapstadt-Herbst gerade am Oster-Wochenende zum Lauf eine Pause einlegt, wird aus Läufersicht ebenfalls positiv aufgenommen. Am Karsamstag kühlt sich das Wetter auf deutlich unter 20 Grad ab und am Vormittag sorgt sogar Nieselregen für zusätzliche Erfrischung. Die ersten (Halbmarathon-)Starts sind bereits um 5:50 Uhr, der Ultra startet um 6:30 Uhr. Für die Laufreise-Gruppe bedeutet das, bereits halb vier in der Nacht Aufstehen und Frühstück, um 4:30 Uhr geht es mit dem Bus zum Start, der noch in völliger Dunkelheit erfolgt.

Vor allem beim Halbmarathon bleibt es in der ersten Stunde, für die meisten die Hälfte des Rennens, dunkel. Keine Sehenswürdigkeiten, man läuft sowieso durch Vororte, nicht in der City, aber auch kein Blick aufs Meer. In der zweiten Hälfte wird es zwar hell, aber besonders viel Interessantes gibt es nicht zu entdecken. So langsam die ersten Zuschauer und einzelne Stimmungsnester, Baum bestandene Straßen, einsame Landschaft. Erst auf den letzten, wenigen Kilometern nehmen Stimmung und Zuschauerzahl deutlich zu bis man unter lautem Jubel und Anfeuerungsrufen auf dem Rasen des Uni-Campus die Zielgerade erreicht.

Begeisterung pur bei Caroline Wöstmann über den 1. Erfolg einer Südafrikanerin seit 14 Jahren
Die strahlende 56k-Siegerin Caroline Wöstmann (r.) mit der enttäuschten Zweiten Nina Podnebesnova Haile Gebrselassie gratuliert der 3. Frau über 56k, Tanith Maxwell

Die letzten sieben Kilometer des HM sind identisch mit der 56k-Strecke, die natürlich mehr von der südafrikanischen Landschaft und Ausblicke auf die Two Oceans bietet; obwohl es eigentlich auf beiden Seiten der Kap-Halbinsel nur ein Ozean, jeweils der Atlantik ist. Aber das soll der Welt schönster Marathon sein? Doch über diese Frage lässt sich nicht streiten. Schönheit ist kein objektiver Wert, sondern unterliegt dem individuellen Geschmack. "The world's most beautiful marathon" lässt sich davon unabhängig aber sicher in die Kategorie Werbe-Slogan einordnen.

Herausnahme des Chapman's Peak zwingend und doch enttäuschend
Der Veranstalter kann zwar nichts dafür, aber diesmal leidet die Attraktivität natürlich unter der Sperrung des Chapman's Peak. Aufgrund der jüngsten Waldbrände drohte die Gefahr von Steinschlag an der weltberühmten Panorama-Küstenstraße, wodurch die Organisatoren schweren Herzens die Laufstrecke über den Ou Kaapse Weg legen mussten. Enttäuschend für viele Läufer war es trotzdem. Ganz besonders für den 66-jährigen Gerhard Günther aus Tübingen. Er war bereits vor 14 Jahren erstmals beim Two Oceans. Von 2001 bis 2003 war der Chapman's Peak schon einmal wegen Bauarbeiten gesperrt. Schon damals wurde über den Ou Kaapse Weg gelaufen.

Sabine Langner-Heck und ihr Mann Carsten Heck nahmen am HM teil. Carsten als Vorbereitung auf den Hamburg Marathon Ende April Matthias Gerlach vom SC Güttersbach, Mitorganisator des am 8.8.15 stattfindenden 20. Güttersbacher Volkslauf, war ebenfalls über 56k am Start Der Schweizer Alexander Scherz finishte den 56k in sehr guten 4:49h

Nun kam Gerhard Günther mit seiner Frau Ulrike erneut nach Kapstadt gereist, um endlich das Gefühl von "the world's most beautiful marathon" zu haben. Doch erneut darf er nicht über den Chapman's Peak laufen, wie schon 2001 nicht als er mit 52 Jahren eine 5:39h lief. Doch er tröstet sich damit, als 66-Jähriger in 6:26:11h den 56k erneut mit Bravour gelaufen zu sein. Und damit, dass er die Küstenstraße mit ihren tollen Ausblicken auf den Ozean bei der Busfahrt mit Otto Sportreisen über die Kap-Halbinsel diesmal zumindest befahren hat.

Andere trifft es noch härter: von den 270 deutschen Meldungen gehen über 30 überhaupt nicht an den Start; einige wenige finishen nicht, zumindest nicht im Zeitlimit von sieben Stunden beim Ultra. Zu den Nicht-Startern gehört auch Axel Althoff aus Wolfenbüttel, der den Halbmarathon zur Vorbereitung auf den Hamburg-Marathon nutzen wollte. Doch eine Muskelerkrankung zwingt ihn seit einiger Zeit zu einer Laufpause; auch Hamburg wird er nur als Zuschauer an der Strecke verfolgen können. Ein wenig frustriert ist er schon, aber auch er genießt mit Frau und Tochter die Erlebnisse der zweiwöchigen Südafrika-Reise.

Ulrike Wigger aus Warendorf freute sich, dass sie ihren 1. Ultra erfolgreich finishte LaufReporter Axel Künkeler mit den 56k-Läufern Frank Arenz und seinem Sohn David Arenz
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Carsten Heck dagegen läuft mit Frau Sabine Langner-Heck den Halbmarathon in gut zwei Stunden. Er ist auf den Marathon in wenigen Wochen in seiner Heimatstadt gut vorbereitet. Es wird erst sein dritter Marathon überhaupt. In vier Jahren, wenn die Beiden 56 sind, wollen sie gemeinsam die 56km-Strecke absolvieren. Familiär geht es auch ansonsten in der Gruppe von Otto-Sportreisen zu: Frank Arenz finisht mit seinem Sohn David die 56k in 6:17h. Der Berliner Ulf Wisniewski läuft in 6:09h den 56k, während sein Vater Rainer den Halbmarathon in einer 2:26er-Zeit bewältigt.

Der Two Oceans als Trainingslauf für den Comrades
Die beste Leistung überhaupt in der "deutschen" Laufreise-Gruppe liefert allerdings ein Schweizer ab. Der 43-jährige Alexander Scherz finisht in 4:49:26h. Im Gegensatz zu den meisten Deutschen in der Gruppe, die wie Ulrike Wigger, Irka Strohbach(6:40h) aus Wetzlar oder Detlef Seidel (5:47) aus München ihren ersten Ultra in Kapstadt gelaufen sind, hat der Sportpsychologe aus Basel schon einige Extremläufe hinter sich: den Moutainman in der Schweiz, den Badwater im Death Valley oder mit dem Naturvolk der Tarahumaras durch die Copper Canyons in Mexiko: Born to Run! Für ihn war der Two Oceans Marathon, das was er ursprünglich mal war: ein Trainingslauf für den Comrades Marathon am 31. Mai 2015.

Bericht und Fotos von Axel Künkeler

Informationen und Ergebnisse zum Two Oceans Marathon HIER

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