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Das Jahr lief ganz gut an mit der Rheinzaberner Winterlaufserie. Die 15 und 20 Km war ich ganz gut gelaufen. Zwar hatte ich bei den 20 km eine Zeit unter 1:06 angepeilt, aber mit 1:06:27 h ließ sich auch leben. Zumal es an der Platzierung im Gesamtklassement nichts verändert hätte. Ein zweiter Platz hinter Klaus Klein ist immer zu vertreten, wenn man bedenkt, daß die Konkurrenz in Rheinzabern immer stark ist.
Dann ging es nicht so recht weiter mit guten Leistungen. Es kamen die Crossläufe und Meisterschaften. Es wollte nicht so recht laufen. Im Training ging es eigentlich ganz gut. Aber vielleicht war es das auch, vielleicht habe ich gemeint, wenn ich im Training hart laufe, kann ich es auch gleich im Wettkampf? Habe nie richtig regeneriert und so kam was auch kommen musste, die Leistungen waren einfach nicht die erhofften.
Es ging weiter mit den Straßen und Bahnläufen. Es rollte einfach nicht. Wieder waren die Ergebnisse schlechter als gewollt. Vielleicht war auch alles zu viel, nebenher die Schule, arbeiten, lernen und laufen? Aber ich bin ja auch nicht der Einzige dem es so geht. Ich musste irgendwie damit klarkommen.
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Die Trainings konnte ich in meinem Verein nur noch donnerstags absolvieren. Samstags und dienstags zu den schnellen Tempoeinheiten fehlte ich. Also musste ich mein Training umstellen. Ich trainierte allein in Ladenburg auf der Bahn Tempointervalle. Anfangs waren die Zeiten richtig deprimierend 400 m Runden in 76 sek. Und ich war völlig fertig. Viele Gespräche mit meinem ehemaligen Trainer und sehr guten Freund Günter Wolff haben an alte Trainingsmethoden erinnert. |
Was früher gut war sollte ja heute nicht schlecht sein.
Nach einigen Trainings merkte ich dann, dass da wieder was ging. Ich lief auf der Bahn. Machte Wettkämpfe, wie ich es vorhatte für dieses Jahr. Nach kurzer Zeit stellte sich endlich auch wieder der Erfolg ein. Die 5000 m bei den Regionalmeisterschaften habe ich gewonnen. Wegen der geringen Wettkampferfahrung auf der Bahn wusste ich gar nicht mehr wie sich 12,5 Runden so anfühlen. War aber trotzdem superzufrieden, auch mit der gelaufenen Zeit.
Nach mehreren Läufen über 5000m stand dann das beste Ergebnis der 2003 Saison von 15:30 min. Leider hatte ich nie einen guten Lauf erwischt, in dem ich auch mal im Windschatten mitlaufen durfte. Es ergab sich einfach kein richtig gutes Rennen.
Auf der Straße ging es auch wieder aufwärts. Mit Anfangszeiten von knapp über 33 Minuten kamen bereits Zweifel auf, ob sich das schnelle Tempotraining irgendwann mal niederschlagen würde. Würde ich auch mal wieder über 10 km schneller laufen können? Es verging noch eine ganze Zeit. Ich hatte im Sommer ein paar Erfolge und das an enorm heißen Tagen. Ich wunderte mich selbst über mich, dass ich die Temperaturen so wegstecken konnte. Vielleicht als Trainingsergebnis, mich immer wieder überwinden und weitermachen, auch wenn wir zeitweise die Lust dazu vergangen war.
Im Sommer entschloss ich mich dann, auch mal wieder einen Marathon einzuplanen. In Frankfurt sollte dieser Saisonhöhepunkt sein. Ich richtete mein Training alleine auf diesen einen Lauf aus. Alle Straßenläufe, die in die Vorbereitung passten, nahm ich mit. Die Zeiten wurden auch auf den kürzeren Distanzen während der Marathonvorbereitung immer schneller. Und so kam es, dass ich meine 10 km Straßenzeit auf 32:01 min verbesserte, bei den Baden-Württembergischen Straßenlaufmeisterschaften einen 5. Platz einlief und mit unserer Vereinsmannschaft den Vizetitel holte. Supererfolg wie ich finde. Dafür, dass es aus dem Marathontraining resultierte, war ich echt zufrieden.
Die Zuversicht für Frankfurt nahm zu. Ich hatte mir eine Zeit zwischen 2:28 h und 2:30 h vorgenommen. Mein Ergebnis letztendlich war 2:30:54 h. Ich war schon zufrieden, aber leider war der Lauf ziemlich einsam für mich. Ich hatte mein Tempo gut im Griff, aber eine Gruppe, in der ich mich mal verstecken konnte, fehlte mir. Meine Bestzeit konnte ich um fast 3 Minuten verbessern. Alles in allem, nach den Anfangsschwierigkeiten, war es doch eine saubere Saison.
Die Saison wäre nicht so gut verlaufen, wenn nicht in meinem Umfeld alles passen würde. Dazu zähle ich auch meinen Verein, TV 1893 Rheinau in Mannheim, wo ich einen starken Rückhalt habe und wo ich mich wohl fühle, was eine wichtige Grundlage für gute Leistungen ist. Bedanken will ich mich bei Günter Wolff, der mich mental immer wieder aufbaut und zu guten Leistungen motiviert. Auch will ich mich für eine gute Zusammenarbeit mit meinem Arbeitgeber und Sponsor der MVV Energie bedanken.
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Und ich freue mich auch auf die nächste Saison mit der MVV Energie, die hoffentlich an die Erfolge aus 2003 anknüpft. Für den geplanten Start beim MPL Marathon Mannheim mit dem Ziel unter 2:30 h zu laufen und für viele weitere Wettkämpfe werde ich eine Menge Energie brauchen. Fotos: LaufReport Archiv |
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