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Bis 1993 hatte Tanja mit aktivem Sport absolut nichts am Hut. Als sich in ihrer Freizeit Langeweile breit machte, suchte sie nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung. In ihrem Wohnort Marpingen gibt es einen großen Lauftreff und so begann sie dort im Sommer 1993 mit regelmäßigem Joggen (zweimal 1 Std. pro Woche) in der Anfängergruppe. Bereits im November 1993 ließ sie sich zu ihrem ersten Volkslauf überreden, einem Halbmarathon in Kaiserslautern.
Ende 1993 zog sie nach München um und schloss sich dort gleich einem Lauftreff an. Einige der neuen Laufkollegen bereiteten sich gerade auf ihren ersten Marathon vor. Tanja fragte sich nicht lange, ob das nicht auch etwas für sie wäre, joggte von da an etwas länger und stand im Mai 1994 in München am Start ihres ersten Marathons. Nach 3:43 h erreichte sie glücklich das Ziel. Erst ein Jahr später lief sie ihren dritten Volkslauf. Wieder war es der München Marathon. Sie steigerte sich um fünf Minuten.
1996, wieder zurück in Marpingen, wurde ihr Lauffeuer dann richtig entfacht. Sie schloss sich einer schnelleren Trainingsgruppe des LTF Marpingen an. Dort lernte sie ihren heutigen Ehemann Jörg Hooß kennen, ein erfahrener Läufer, der fortan die Planung und Steuerung ihres Trainings übernahm.
Als sich Jörg 1998 für die Deutschen 100 Km Meisterschaften vorbereitete, schloss sie sich bei einem 70 Km Trainingslauf an. Vollkommen unvorbereitet absolvierte sie 50 Km im 5min/Km-Schnitt und das direkt im Anschluss an die Nachtschicht. Das Ausdauertalent war entdeckt. Von der Leistung begeistert, kam die Idee auf, auch Tanja zu der 100 Km DM anzumelden. Sie startete 1998 in Kiel und wurde auf Anhieb Deutsche Meisterin. Diesen Titel verteidigte sie 1999 und 2000 mit Erfolg, wurde 2001 Vizemeisterin und konnte sich nach einem Jahr Ultralaufpause 2003 erneut den Titel im 100 Km Straßenlauf sichern.
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1999, 2000, 2001 und 2003 wurde sie jeweils zu den Weltmeisterschaften für das Nationalteam nominiert und belegte dort in der Einzelwertung die Plätze 4, 13, 4 und 7. Zudem errang sie in der Teamwertung eine Silber- (2003) und zwei Bronzemedaillen (1999 und 2001). Zu ihren größten Erfolgen zählt der Gesamtsieg beim Malta Marathon 1999 und der 8. Platz beim COMRADES Ultramarathon 2000 (89 Km – 6:51 Std.) in Süd-Afrika. |
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Zieleinlauf in Mainz: Tanja und Jörg Hooß |
Den COMRADES nennt sie neben der 100 Km WM von 2001 in Cléder und dem diesjährigen Gutenberg Marathon Mainz zu ihren drei schönsten Lauferlebnissen.
In die Trainingsgestaltung plante Jörg dann eine Unterbrechung der Laufkarriere ein, die im Sommer 2002 mit der Geburt von Tochter Jana gipfelte. Ultramarathon-Strecken waren damit einhergehend kein Thema mehr. Das Training richtete sich auf kürzere Distanzen und noch zum Jahresende 2002 gelang es Tanja über 10 Km eine neue Bestzeit aufzustellen.
2003 konzentrierte sich der Trainingsaufbau zunächst auf einen schnellen Frühjahrsmarathon. Mit dem Ergebnis, 2:45:31 Std. und Platz drei beim Gutenberg Marathon Mainz, wurden alle Erwartungen erfüllt. Im Herbst 2003 feierte sie dann bei den Deutschen Meisterschaften im 100 Km Straßenlauf in Endingen (Siegerin) und bei den Weltmeisterschaften in Taiwan (7. Frau) ein erfolgreiches Comeback auf ihrer Spezialstrecke.
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Leistungsentwicklung von Tanja Hooß 1993 bis 2003 |
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Jahr
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10 Km
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21,1 Km
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Marathon
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100 Km
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1993
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-
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1:41:07
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-
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-
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1994
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-
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-
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3:43:20
|
-
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1995
|
0:42:26
|
-
|
3:38:30
|
-
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1996
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0:38:48
|
1:22:13
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3:01:56
|
-
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1997
|
0:38:08
|
1:25:50
|
2:58:37
|
-
|
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1998
|
0:37:03
|
1:23:52
|
2:54:04
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7:45:39
|
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1999
|
0:37:13
|
1:23:26
|
2:51:40
|
7:38:10
|
|
2000
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0:38:09
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1:22:41
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2:55:17
|
7:48:57
|
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2001
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0:36:35
|
1:21:48
|
2:49:49
|
7:43:40
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2002
|
0:36:20
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1:27:15
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-
|
-
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2003
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0:36:49
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1:20:18
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2:45:31
|
7:47:53
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