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Markus Bohmann, der jetzt als Lehrer in der Schweiz - Kanton Aargau - arbeitet, zur neuen Saison 2003: Die Crosslaufsaison ist gut gestartet, in Freiburg bei der Serie war ich immer unter den ersten 2. Ich trainiere nun mit Max Frei und Markus Jenne bei Rolf Luxemburger. Bei der Baden-Württembergischen Cross-Meisterschaft werden wir versuchen den Titel zu holen und bei den Deutschen Cross wollen wir unter die ersten Mannschaften laufen.
Markus Bohmann, der seit neun Jahren in Freiburg lebt, gehört zu den Läufern, die auf allen Strecken im Langstreckenbereich erfolgreich sind. Ob Bahn, Straße, Cross, überall ist er vorne mit dabei. 1996 gewann er in Polen die internationalen deutschen Hochschulmeisterschaft über 10000 Meter. Weitere Medaillengewinne bei deutschen Hochschulmeisterschaften, Titelgewinne bei Landesmeisterschaften, Teilnahme an der Berglauf-Weltmeisterschaft, zahlreiche Siege bei Stadt-, Cross-, Berg- und Volksläufen ergänzen seine Erfolgsbilanz. Neben Einzelerfolgen sammelte Bohmann mit dem USC Freiburg, für den er seit 1995 startet, jede Menge Mannschaftsmedaillen. Zwei deutsche Vizemeisterschaften im Berglauf zählen hier zu den Höhepunkten.
Begonnen hat er jedoch als begeisterter Fußballspieler. „Meine damalige Freundin war eine gute 800 Meter Läuferin. Da ich ihr durch gute Laufleistungen imponieren wollte, bin ich täglich eine halbe Stunde mit Fußballschuhen gelaufen. Nach vier Wochen Training war Bezirksmeisterschaft im Crosslauf. Ich wurde Zweiter. Von da an hat mich der Ausdauersport fasziniert“, erzählt der gebürtige Aalener. Triathlon und Duathlon standen zunächst im Vordergrund. 1993 wurde er bayrischer Juniorenmeister im Duathlon. Beim Sportabitur lief er die 1000 Meter in 2:34 Minuten, danach kam 1993 der Wechsel nach Freiburg. Nach zwei Crossläufen lief er die Freiburger Nacht, und überraschte das Publikum durch seine Unbekümmertheit. Ohne Respekt vor großen Namen lief er von Beginn des Rennens in der Spitzengruppe mit und wurde auf Anhieb Zweiter.
„Nach meinem guten Einstieg bei der Freiburger Nacht habe ich in der Region viele Läufe mitgemacht und festgestellt, dass es mit dem Laufen besser klappt als mit Triathlon und Duathlon. Schon beim Triathlon und Duathlon war ich beim Laufen immer vorne, so war es nur konsequent, dass ich mich langsam auf das Laufen spezialisierte“.
Die ersten großen Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Nach dem Sieg bei den internationalen deutschen Hochschulmeisterschaften über 10000 Meter in Polen 1996, ging er 1997 für ein halbes Jahr nach Neuseeland. „Das war eine interessante Zeit. Ich hatte schnell Kontakt zu vielen Läufern. Die Neuseeländer sind wahnsinnig laufbegeistert. Laufen ist nach Rugby die Sportart Nummer 2“. Er trainierte dort beim neuseeländischen Nationaltrainer Tony Rogers, der 1984 Olympiasechster über 1500 Meter war. In Neuseeland nahm er regelmäßig an Wettkämpfen teil. Hier lief er auch seine noch heute gültige Bestzeit über 10000 Meter von 30:25,4 Minuten und wurde bei den neuseeländischen Meisterschaften Fünfter.
Bei all den vielen Erfolgen blieben jedoch, vor allem auf der Bahn, die ganz großen Zeiten aus. Für viele, die Bohmanns Karriere in den ersten Jahren in Freiburg verfolgten, war klar, dass er über 5000 Meter unter 14 Minuten und über 10000 Meter unter 30 Minuten bleiben müsste.
„Sicherlich wäre über 10000 Meter eine Zeit von unter 30 Minuten drin gewesen. Dafür fehlte mir aber die richtige Einstellung und Konsequenz. Ich hätte auf dieses Ziel hin ein halbes Jahr kontinuierlich trainieren müssen. Ein genauer Trainings- und Wettkampfplan, auch mit Wettbewerben auf den Unterdistanzen wie 1500 Meter und 3000 Meter, wäre notwendig gewesen. Ich hätte während dieser Zeit nicht mal zwischendurch bei Volks- und Cityläufen mitmachen dürfen. Mich fasziniert aber das Laufen in schönen Landschaften und vor vielen Zuschauern in Städten mehr als die Jagd nach Bestzeiten auf der Bahn. In der Natur zu laufen, die Natur gegen sich zu haben, ist eine große Herausforderung. Dabei übt der Berglauf eine besondere Faszination auf mich aus, hier kommen noch die einmaligen Landschaftserlebnisse mit traumhaften Ausblicken in die Bergwelt hinzu“, begründet Bohmann seine Auffassung. „Ich trauere den verpassten Zeiten nicht nach. Allerdings, eine Bestzeit möchte ich doch noch erreichen, ich will noch einmal einen gut vorbereiteten Marathon laufen und dann unter 2:20 Stunden bleiben“, führt er weiter aus.
„Wichtig in all den Jahren war und ist für mich mein Verein. Beim USC Freiburg fühle ich mich sehr wohl. Nicht nur wegen der Erfolge. Wir haben dort eine tolle Gemeinschaft. Die Freundschaften, die ich dort knüpfen konnte, gehen über den Sport hinaus.“
Inzwischen betreut Bohmann,
der seit einigen Monaten seine Prüfungen für das Lehramt erfolgreich absolviert
hat, eine Laufgruppe und versucht auch seine Schüler für die Leichtathletik
zu begeistern. „Das macht mir viel Spaß. Meine Laufbegeisterung auf die Schüler
und andere Lauftreff-Teilnehmer zu übertragen, sehe ich als meine Aufgabe in
der Zukunft an. Ich könnte mir gut vorstellen, die Zusammenarbeit zwischen Schule
und Leichtathletikvereinen zu intensivieren.“
(Beitrag von Winfried Stinn)
| Seine größten Erfolge: |
|---|
| 1. Platz - Internationale deutsche Hochschulmeisterschaft 1996 |
| 2. Plätze - mit dem USC Freiburg bei der Berglauf DM 2000, 2001 |
| 3. Platz - bei der Berglauf DM mit der Mannschaft 2002 |
| Teilnahme an den Berglauf Weltmeisterschaft 2001 |