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Julia Fatton
geb. Alter

geboren 24.04.72

TV Rheinau Mannheim

Bestzeiten

10 km
36:46
2004
21,1 km
1:23:39
2001
42,2 km
2:54:33
2004
100 km
8:41:03
2002
24 h
230,258 km
2010
48 h
367,198 km
2010

So ein Winter ohne Berge, der ist lang....

...aber mit etwas gutem Willen kann man sich auch ein ganz nettes Überbrückungsprogramm zusammen basteln, mit dem man sich dann die Zeit vertreibt, bis endlich wieder die Berglaufsaison beginnt. So habe ich z.B. letzten Winter erstmals die Rheinzaberner Winterlaufserie komplett mitgemacht und bin im Frühjahr Unmengen von 10ern gelaufen.

Der Mannheim-Marathon, den ich zuerst gar nicht wirklich laufen wollte, entpuppte sich während des Laufs sogar als mein ganz persönliches Highlight der Vorsaison.Klar, ein bißchen Nostalgie und heimatliche Gefühle waren schon dabei: ....auf den Straßen der Augusta-Anlage laufen, auf denen ich einst abertausende, verzweifelte Stunden am Steuer des Fahrschul-Autos verbracht habe,.....vorbei an "meinem Fitnesstudio" in Neuostheim,.... über die Kurpfalzbrücke traben und meinem Arbeitgeber winken,......dann wieder - im Geiste um ein starkes Jahrzehnt zurück versetzt - "meine Berufschule" am Neckarufer rechts liegen lassen...

Im Nachhinein muß ich tatsächlich einigen Leuten Recht geben die der Meinung sind, dass man sich so einen Marathon vor der Haustür nicht entgehen lassen dürfe. Natürlich trifft man auch viel mehr Bekannte am Streckenrand an als sonstwo, die mit Anfeuerung nicht geizen.

Aber mal ganz weg von der Gefühlsduselei: so ein Heimatmarathon ist herrlich praktisch!!!

Es entfällt schon mal die Hotelsucherei, das Suchen von Reiserouten mittels Routenplanern mit denen man doch nie ans Ziel kommt, sowie die ewige Fahrerei. Nichts ist einfacher als das Haus zu verlassen, zur Straßenbahnhaltestelle zu laufen und nach 10 Minuten Fahrzeit direkt am Tatort zu sein. Und außerdem: wird's ein guter Lauf, dann hat man Erfolg vor heimischer Kulisse - geht er in die Hose, dann hat man wenigstens kaum Aufwand betrieben.

Inzwischen hat mit dem Liechtensteiner Alpin-Marathon am 5. Juni nun doch schon die Berglaufsaison für mich begonnen. Und über Graubünden und Zermatt geht's demnächst zum Swiss Alpine Davos. Mal sehen ob die Kraft vielleicht noch für das ein oder andere "Läufli" mehr reicht, wie die Schweizer so sagen.....

Julia Alter, 6. Juli 2004


Für das Jahr 2003 hatte ich mir nicht allzuviel vorgenommen. Das war zunächst auch gut so. Beim Alpin-Marathon in Liechtenstein (Mitte Juni) kam ich nach meiner ausgedehnten Winterpause wieder so langsam ins Rollen und dann kam eins zum anderen.....

Der Zermatt-Marathon war schon noch geplant doch danach war in meinem Terminkalender tote Hose. Wollte bloß nicht schon wieder den Fehler machen das ganze Jahr zu sehr zu verplanen. Erfreut über meine gute Verfassung nach Zermatt fing ich schnell an auszuhecken was man sonst noch so anstellen könnte.

Ich lief den Swiss-Alpine plötzlich und unerwartet. 10 Tage davor entschied ich mich für ihn, nachdem ich einen (extrem) langen Trainingslauf halbwegs passabel überstandenen hatte.

Wie immer bei solchen spontanen Geschichten packte mich vom einen auf den anderen Moment ein tierisches Reisefieber - ich wurde unternehmungslustig wie einst im Mai.. Die Vorstellung der Heidi-Landschaft weckte die Vorfreude, gleichzeitig verursachte mein ungewisser Trainingszustand außerordentlichen Nervenkitzel. Zu wenig lange Läufe???

Ich bekam quasi Angst vor meiner eigenen Courage (doch zum Schluß gab es ein Happy End).

Später im Jahr kamen noch diverse andere ungeplante Läufe hinzu und auch der geplante Jungfrau-Marathon.

Was ich damit sagen will?

Eine derartige Jahres-Unplanung ist echt auflockernd und spannend....man weiß nie so genau, wo man als nächstes laufen wird.

Also warum nicht wieder das Jahr 2004 erst mal locker angehen?

Das Rezept ist einfach: Man setze sich ein paar landschaftlich reizvolle Highlights und zwischendurch belohne man sich mit ebenso schönen Landschaftsläufen je nach Lust und Laune und körperlicher Verfassung.

Den Jungfrau-Marathon plane ich wieder ein für’s nächste Jahr und dann lockt noch die Insel La Réunion im indischen Ozean, mit ihrem Grand Raid (Extrem-Ultra-Berglauf) -  das Ganze mit so einem bißchen Urlaub drum herum,.... das wäre fein!

Julia Alter, 03.12.2003