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Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang bereit für eine Rekordjagd beim BMW BERLIN-MARATHON

Für LaufReport-Leser wird aus Berlin berichten: Herbert Steffny

Zwei Ausnahmeathleten aus Kenia treffen am Sonntag beim 45. BMW BERLIN-MARATHON aufeinander: Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang laufen zum dritten Mal beim schnellsten Marathonrennen der Welt gegeneinander. Die Bestzeit des Olympiasiegers Kipchoge ist mit 2:03:05 Stunden nur acht Sekunden vom Weltrekord entfernt, der frühere Weltrekordler Kipsang ist mit seiner Topzeit von 2:03:13 nur acht Sekunden langsamer. Kipchoge gegen Kipsang im Marathon, das ist als wenn Lionel Messi und Cristiano Ronaldo im Fußball aufeinandertreffen oder sich die Tennis-Stars Rafael Nadal und Roger Federer duellieren.

Bereit für die Rekordjagd: Zersenay Tadese, Eliud Kiphoge, Wilson Kipsang
Fotoquelle: SCC EVENTS/Jiro Mochizuki

Eliud Kipchoge will am Sonntag seine Bestzeit unterbieten und wird auch den Weltrekord angreifen, Wilson Kipsang ist ebenfalls bereit für eine Tempojagd in diesem Bereich. Das Duell der beiden in Berlin geht übrigens schon in die dritte Runde. Bisher steht es 1:1. 2013 gewann Kipsang, im vergangenen Jahr siegte Kipchoge.

Der BMW BERLIN-MARATHON wird am Sonntag um 9.15 Uhr auf der Straße des 17. Juni gestartet (Handbiker und Rollstuhlfahrer starten ab 8.50 Uhr). Mit 44.389 Läufern aus 133 Nationen verzeichnet Veranstalter SCC EVENTS einen Anmelderekord. Der BMW BERLIN-MARATHON formt gemeinsam mit den Rennen in Tokio, Boston, London, Chicago und New York die Abbott World Marathon Majors-Serie (AWMM). Erstmals in Berlin beginnt am Sonntag die neue Serie der AWMM, die dann in einem Jahr auch beim BMW BERLIN-MARATHON enden wird.

Im Männer-Marathon ist Berlin schon lange das Maß der Dinge weltweit. In den vergangenen 15 Jahren wurden auf der flachen Strecke im September ein halbes Dutzend Weltrekorde aufgestellt. Seit 2003 wurde die globale Männer-Bestzeit nur noch in Berlin gebrochen. Seit 2011 wurde zudem die Jahresweltbestzeit immer nur bei BMW BERLIN-MARATHON aufgestellt. Die derzeitige Jahresweltbestzeit lief der Äthiopier Mosinet Geremew mit 2:04:00 in Dubai im Januar. Den aktuellen Weltrekord hält der Kenianer Dennis Kimetto mit 2:02:57 Stunden. Diese Zeit lief er vor vier Jahren in Berlin.

Auch in der Pressekonferenz hielt sich Eliud Kipchoge bezüglich seines offensichtlichen Weltrekordversuches zurück: "Ich habe mich nach meinem Sieg in London im April nur noch auf Berlin fokussiert und kann versichern, dass ich am Sonntag ein gutes Rennen laufen werde. Ich möchte meine persönliche Bestzeit unterbieten", erklärte Eliud Kipchoge, der zehn seiner elf Marathonrennen gewinnen konnte. Schon jetzt wird der Kenianer von vielen als bester Marathonläufer aller Zeiten bezeichnet. Keinen Zweifel an dieser Einordnung gäbe es, wenn er am Sonntag auch den Weltrekord brechen würde. Auf Nachfrage sagte Kipchoge zum Weltrekord nur: "Ja, das wäre natürlich sehr gut, wenn ich ihn laufen würde."

Wahrscheinlich erklärt sich die Zurückhaltung auch damit, dass der 33-jährige Eliud Kipchoge bei zwei Weltrekordversuchen in Berlin Pech hatte: 2015 lösten sich beide Innensohlen seines Schuhs. Unter Schmerzen gewann er trotzdem noch in 2:04:00 Stunden. Vor einem Jahr stoppte schlechtes Wetter die Rekordjagd. Kipchoge gewann mit einem "Regen-Weltrekord" von 2:03:32. Nie zuvor lief ein Athlet bei derart schlechten Wetterbedingungen so schnell. Dass Kipchoge schneller als 2:02:57 rennen kann, hat er im letzten Jahr in Monza bewiesen. Bei einem allerdings irregulären Rennen erreichte er 2:00:25 Stunden.

Der einzige, der Eliud Kipchoge bisher über die 42,195 km bezwingen konnte, war Wilson Kipsang 2013. In Berlin gewann er damals in der Weltrekordzeit von 2:03:13. Der 36-Jährige hat sehr viel Erfahrung und über viele Jahre immer wieder absolute Weltklassezeiten erzielt. Viermal lief Kipsang schon unter 2:04 Stunden - das hat bisher noch kein anderer geschafft, auch nicht Kipchoge.

Wilson Kipsang wird am Sonntag allerdings etwas defensiver laufen als Eliud Kiochoge. "Ich will so ähnlich laufen wie bei meinem Weltrekord 2013. Damals bin ich die zweite Hälfte schneller gerannt als die erste. Am Sonntag möchte ich die Halbmarathonmarke nach 61:30 erreichen", erklärte Wilson Kipsang, der vor einem Jahr in Berlin nach 30 km ausgestiegen war.

Unter jenen Läufern, die voraussichtlich mit Kipsang in einer Verfolgergruppe rennen werden, ist auch der Halbmarathon-Weltrekordler Zersenay Tadese (Eritrea). "Ich möchte am Sonntag meine persönliche Bestzeit unterbieten", sagte Tadese, der bisher noch nicht über 2:10:41 hinausgekommen ist.

Nach verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingten Absagen ist am Sonntag kein deutscher Topläufer am Start.

Topläufer mit Bestzeiten

Eliud Kipchoge KEN 2:03:05
Wilson Kipsang KEN 2:03:13
Eliud Kiptanui KEN 2:05:21
Amos Kipruto KEN 2:05:43
Abera Kuma ETH 2:05:50
Arata Fujiwara JPN 2:07:48
Yuki Sato JPN 2:08:58
Daisuke Uekado JPN 2:09:27
Kohei Ogino JPN 2:09:36

Kenta Murayama JPN 2:09:50
Daichi Kamino JPN 2:10:18
Zersenay Tadese ERI 2:10:41
Shogo Nakamura JPN 2:10:51
Scott Overall GBR 2:10:55
Julius Ndiritu KEN 2:11:21
Fernando Cabada USA 2:11:36
Chalachew Tiruneh KEN 2:11:54
Saidi Juma Makula TAN 2:12:01

SCC-Events Pressemitteilung vom 14. September 2018

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Dibaba jagt Bestzeit beim BMW BERLIN-MARATHON

Es ist das stärkste Frauen-Feld in der Geschichte der Veranstaltung, das am Sonntag bei der 45. Auflage des BMW BERLIN-MARATHON an den Start gehen wird. Angeführt wird es von der wohl besten Langstreckenläuferin aller Zeiten, Tirunesh Dibaba. Die Äthiopierin trifft unter anderen auf die kenianische Titelverteidigerin Gladys Cherono und deren Landsfrau Edna Kiplagat, die zweimal Marathon-Weltmeisterin war. Insgesamt vier Läuferinnen gehen an den Start, die bereits Ergebnisse von unter 2:20 Stunden erreicht haben. Diese Zeit ist nach wie vor eine große Barriere im Frauen-Marathonlauf. Nie zuvor gab es im deutschsprachigen Raum einen Marathon mit einem derartigen Frauen-Feld.

Top-Trio bereit für den BMW BERLIN-MARATHON 2018 (Edna Kiplagat, Gladys Cheron
und Tirunesh Dibaba) - Fotoquelle: SCC EVENTS/photorun

Der BMW BERLIN-MARATHON wird am Sonntag um 9.15 Uhr auf der Straße des 17. Juni gestartet (Handbiker und Rollstuhlfahrer starten ab 8.50 Uhr). Mit 44.389 Läufern aus 133 Nationen verzeichnet Veranstalter SCC EVENTS einen Anmelderekord. Der BMW BERLIN-MARATHON formt gemeinsam mit den Rennen in Tokio, Boston, London, Chicago und New York die Abbott World Marathon Majors-Serie (AWMM). Erstmals in Berlin beginnt am Sonntag die neue Serie der AWMM, die dann in einem Jahr auch beim BMW BERLIN-MARATHON enden wird.

"Ich habe viel vom BMW BERLIN-MARATHON gehört und habe mich erkundigt. Ich weiß natürlich, dass die Strecke sehr schnell ist", sagte Tirunesh Dibaba, die in ihrer Karriere unter anderem drei olympische Goldmedaillen über 5.000 und 10.000 m gewonnen hat, neun WM-Titel sammelte und nach wie vor den 5.000-m-Weltrekord hält. "Der Wechsel auf die Marathonstrecke war kein Problem für mich", sagte die 33-Jährige, die mit ihrer Bestzeit von 2:17:56 Stunden bereits die drittschnellste Marathonläuferin aller Zeiten ist. "Ich habe mein Training im Vorfeld von Berlin verbessert und die Umfänge erhöht. Ich bin sehr gut vorbereitet und möchte am Sonntag meine Bestzeit unterbieten", erklärte die Äthiopierin, der man zutraut sogar in den Bereich des Weltrekordes von 2:15:25 Stunden vorzustoßen, den die Britin Paula Radcliffe seit 15 Jahren hält.

Der BMW BERLIN-MARATHON ist erst das vierte Rennen über die 42,195 km in der Karriere von Tirunesh Dibaba. Keiner ihrer bisherigen Marathonläufe war dabei mit Tempomachern direkt auf sie zugeschnitten. Das wird am Sonntag anders sein. "Pacemaker sind sehr wichtig für eine schnelle Zeit", sagt Tirunesh Dibaba, die mit silber lackierten Fingernägeln zur Pressekonferenz erschien. Angesprochen darauf, dass Silber ja die Farbe des zweiten Platzes sei, antwortete Tirunesh Dibaba lachend: "Nicht am Sonntag - da wird Silber zur Farbe des Sieges!"

Zumindest der 13 Jahre alte Streckenrekord sollte am Sonntag fallen, sofern die Wetterbedingungen mitspielen. 2005 war Japans Olympiasiegerin Mizuki Noguchi in Berlin 2:19:12 Stunden gelaufen und hatte damit nicht nur einen Strecken- sondern auch auch einen Asienrekord aufgestellt, der ebenfalls bis heute unerreicht ist. "Ich rechne damit, dass eine Frau am Sonntag vorneweg läuft und sich dahinter eine Gruppe bildet, die auch noch ein Tempo laufen wird, das auf unter 2:20 Stunden führt", sagte Race-Direktor Mark Milde. Mit der Frau die vorneweg läuft meinte er natürlich Tirunesh Dibaba.

Die stärksten Konkurrentinnen von Tirunesh Dibaba kommen voraussichtlich aus Kenia: Gladys Cherono geht als Titelverteidigerin an den Start. Sie gewann im vergangenen Jahr in 2:20:23 Stunden. Ihre Bestzeit lief sie bei ihrem ersten Sieg in Berlin 2015 mit 2:19:25. "Ich möchte am Sonntag meinen persönlichen Rekord unterbieten", sagte Cherono. Ihre Landsfrau Edna Kiplagat gehört seit vielen Jahren zur Marathon-Weltelite. "Es war schon immer mein Ziel, einmal in Berlin zu starten.. Ich weiß um die schnelle Strecke und will versuchen, meine Bestzeit zu unterbieten", sagte Kiplagat, die bisher 2:19:50 erreichte und zweimal Marathon-Weltmeisterin war (2011 und 2013). Die vierte Läuferin, die mit einer Bestzeit von unter 2:20 Stunden ins Rennen gehen wird, ist Tirunesh Dibabas Landsfrau Aselefech Mergia (2:19:31).

Eine deutsche Läuferin startet im Elitefeld, die bisher weitgehend unbekannt ist: Anke Esser kommt aus dem Freizeitsportbereich. Die Läuferin aus Ostbevern (Nordrhein Westfalen) gehört bisher nicht einmal einem Verein an. Sie verbesserte sich 2017 in Berlin auf 2:43:14 Stunden und peilt nun eine deutliche Steigerung mit einem Ergebnis um 2:35 an.

Elite-Feld der Frauen (inkl. Bestzeiten)

Tirunesh Dibaba ETH 2:17:56
Gladys Cherono KEN 2:19:25
Aselefech Mergia ETH 2:19:31
Edna Kiplagat KEN 2:19:50
Ruti Aga ETH 2:20:41
Mizuki Matsuda JPN 2:22:44
Rei Ohara JPN 2:23:20
Honami Maeda JPN 2:23:48

Andrea Deelstra NED 2:26:46
Inés Melchor PER 2:26:48
Carla Rocha POR 2:27:08
Caterina Ribeiro POR 2:30:10
Ines Montero POR 2:30:36
Rachel Hannah CAN 2:32:09
Anke Esser GER 2:43:14
Miyuki Uehara JPN Debüt

Teilnehmerstatistik BMW BERLIN-MARATHON 2018

44.389

Läuferinnen und Läufer

5.258

BMW BERLIN-MARATHON Inlineskating

180

Handbiker

63

Rennrollstuhl-Athleten

10.089

mini-MARATHON der Schulen

ca. 11.000

GENERALI FRÜHSTÜCKSLAUF

ca. 1.500

Bambinilauf presented by berlinovo

Über den BMW BERLIN-MARATHON

Der BMW BERLIN-MARATHON ist einer der größten Marathons der Welt. Auf der superschnellen Strecke wurden bisher zehn Weltrekorde aufgestellt (3 von Frauen, 7 von Männern). Seit 2003 wurden alle sechs Weltrekorde der Männer auf der Berliner Strecke erzielt, inklusive der aktuellen Marke von 2:02:57 (Dennis Kimetto, siehe oben), aufgestellt vor vier Jahren. 2001 gelang es hier erstmals einer Frau, die Traum-Marke von 2:20 Stunden zu unterbieten. Die japanische Olympiasiegerin von 2000, Naoko Takahashi, siegte damals in 2:19:43 Stunden.

Der BMW BERLIN-MARATHON zählt zur Vereinigung der Abbott World Marathon Majors (AWMM), dem Zusammenschluss der bedeutendsten Marathons weltweit (gegründet 2006). Zur AWMM zählen die Marathonläufe von Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York.

SCC-Events Pressemitteilung vom 13. September 2018

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Tirunesh Dibaba führt Top-Frauenfeld am 16. September
beim BMW BERLIN-MARATHON an

Das beste Frauenfeld seit Jahren ist für die 45. Auflage des BMW BERLIN-MARATHON 2018 am Start. Angeführt wird es von einer der besten Langstreckenläuferinnen aller Zeiten, der Äthiopierin Tirunesh Dibaba. Die 32 Jahre alte Läuferin gewann serienweise Gold bei Olympischen Spielen (dreimal: 2008, 2012) und Weltmeisterschaften (fünfmal: 2003, 2005, 2007, 2013). Dazu kommen vier Titel bei Crosslauf-Weltmeisterschaften. Mit ihrer Bestzeit von 2:17:56 Stunden, erzielt beim Virgin Money London Marathon 2017 ist sie die drittschnellste Frau aller Zeiten über die klassische Distanz. In Berlin will Tirunesh Dibaba zumindest diese persönliche Bestzeit verbessern. Den Weltrekord hält die Britin Paula Radcliffe seit 2002 mit 2:15:25*.

Daneben sind vier weitere Läuferinnen beim BMW BERLIN-MARATRHON am Start, die Bestzeiten unter 2:20 Stunden aufweisen: Gladys Cherono (35, Kenia) kennt die Berliner Strecke, denn sie gewann hier schon 2015 und 2017. Ihre Bestmarke von 2:19:25 erzielte sie vor drei Jahren in Berlin.

Edna Kiplagat (38, Kenia) ist die erfahrenste Marathonläuferin unter den Starterinnen (17 Marathonläufe) und auch die erfolgreichste. Sie war zweimal Marathon-Weltmeisterin (2011 und 2013), einmal war sie Zweite (2017). Außerdem gewann sie 2010 den TCS New York City Marathon, 2014 den Virgin Money London Marathon und 2017 den Boston Marathon. Daneben belegte sie mehrfach zweite und dritte Plätze bei Rennen der Abbott World Marathon Majors, so 2011, 2012 und 2013 in London (3., 2., 2.), 2016 in Tokio (3.) und Chicago (2.).

Mit 14 gelaufenen Marathons kann auch die Äthiopierin Yebrugal Melese (28) auf ausreichend Marathonerfahrung zurückgreifen. 2014 war sie Zweite in Paris, 2015 gewann sie den Prag-Marathon und war Zweite in Chicago, 2017 und 2018 war sie jeweils Dritte in Dubai, den zweiten Platz belegte sie außerdem in Frankfurt (2017). Ihre Weltklasse-Bestzeit von 2:19:36 erzielte sie im Januar 2018 in Dubai.

Aselefech Mergia (33) kommt ebenfalls aus Äthiopien und hat seit 2009 acht Marathonläufe absolviert. Ihre größten Erfolge waren die Bronzemedaille 2009 bei der WM in Berlin sowie drei Siege beim Dubai-Marathon (2011, 2012, 2015), wo sie 2012 ihre Bestzeit lief (2:19:31).

Die Äthiopierin Ruti Aga (24) erzielte ihre persönliche Bestzeit von 2:20:41 als Zweitplazierte beim BMW BERLIN-MARATHON 2017. Eine weitere Weltklasseläuferin ist die Japanerin Mizuki Matsuda (23). Ihr größter Erfolg ist der Sieg beim traditionellen Osaka-Marathon 2018, den sie mit Bestzeit gewann (2:22:44).

*Bei den Frauen werden zwei Weltrekordlisten geführt: eine über Zeiten, die in Rennen erzielt werden, wo ausschließlich Frauen im Wettbewerb sind, sowie eine über Zeiten, wo ein gemischtes Feld unterwegs ist und männliche Tempomacher eingesetzt werden, wie dies in Berlin der Fall ist.

Der BMW BERLIN-MARATHON ist einer der größten Marathons der Welt. Auf der superschnellen Strecke wurden bisher zehn Weltrekorde aufgestellt (3 von Frauen, 7 von Männern). Seit 2003 wurden alle sechs Weltrekord der Männer auf der Berliner Strecke erzielt inklusive der aktuellen Marke von 2:02:57 (Dennis Kimetto, siehe oben), aufgestellt vor vier Jahren. 2001 gelang es hier erstmals einer Frau, die Traum-Marke von 2:20 Stunden zu unterbieten. Die japanische Olympiasiegerin von 2000, Naoko Takahashi, siegte damals in 2:19:43 Stunden.

Der BMW BERLIN-MARATHON zählt zur Vereinigung der Abbott World Marathon Majors (AWMM), dem Zusammenschluss der bedeutendsten Marathons weltweit (gegründet 2006). Zur AWMM zählen die Marathonläufe von Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York.

SCC-Events PRESSEMITTEILUNG VOM 31. JULI 2018

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Bestmarken als Ziel beim BMW BERLIN-MARATHON 2018:

Eliud Kipchoge will es wissen

Beim BMW BERLIN-MARATHON am 16. September 2018 will der Kenianer Eliud Kipchoge (33) zunächst einmal seine persönliche Marathon-Bestzeit unterbieten. Die steht seit 2016 bei 2:03:05 Stunden, erzielt bei seinem Sieg beim Virgin Money London Marathon. Das war gerade einmal acht Sekunden langsamer als der Weltrekord seines Landsmannes Dennis Kimetto (2:02:57) 2014 beim BMW BERLIN-MARATHON. Diese Marke scheint für den vollkommensten Marathonläufer aller Zeiten nicht außer Reichweite, im Gegenteil.

Mit am Start in Berlin ist auch der ehemalige Marathon-Weltrekordhalter Wilson Kipsang (36), ebenfalls aus Kenia, der 2013 bei seinem Start in der deutschen Hauptstadt die Weltrekordzeit von 2:03:23 erreicht hatte.

Kipchoge und Kipsang hatten vor einem Jahr an gleicher Stelle versucht, schneller als 2:03 Stunden zu laufen, scheiterten aber am Dauerregen, der einem solchen Unterfangen abträglich ist. Kipchoge siegte damals trotz widrigster Bedingungen in 2:03:32 Stunden, Kipsang gab das Rennen auf.

Dritter im Bunde im Rennen um den Weltrekord ist der Eritreer Zersenay Tadese, seines Zeichens fünffacher Halbmarathon-Weltmeister sowie Halbmarathon-Weltrekordhalter.

Eliud Kipchoge gilt als der unumstritten beste Marathonläufer aller Zeiten. Er ist amtierender Olympiasieger (Rio 2016), gewann dreimal den Virgin Money London Marathon (2015, 16, 18), zweimal den BMW BERLIN-MARATHON (2015 und 2017) sowie den Bank of America Chicago Marathon 2014. 2013 war er in Berlin Zweiter (beim Weltrekordrennen von Wilson Kipsang, siehe oben). Bei einem Weltrekordversuch unter Spezialbedingungen (wechselnde Tempomacher) auf der Formel-1-Strecke von Monza (Italien) erreichte er im Mai 2017 die Fabelzeit von 2:00:25 Stunden. Am 16. September will er in Berlin zeigen, was unter normalen Wettbewerbsbedingungen und bei günstigem Wetter möglich ist. Kipchoge: "Meine Trainingsvorbereitung ist voll und ganz auf den BMW BERLIN-MARATHON am 16. September ausgelegt. Ich bin zuversichtlich, dass es auf dieser schnellen Strecke und bei hoffentlich günstigen Witterungsbedingungen klappen kann, meine bisherige Bestmarke zu unterbieten."

Wilson Kipsangs beste Leistung über die Marathondistanz ist keineswegs sein Weltrekord aus dem Jahre 2013. Drei Jahre später war er in Berlin sogar zehn Sekunden schneller (2:03:13), und doch reichte es nur zum zweiten Platz hinter dem Äthiopier Kenenisa Bekele, der bei seinem Sieg in persönlicher Bestzeit (2:03:03) Kimettos Weltrekord um sechs Sekunden verpasst hatte.

Der Eritreer Zersenay Tadese (36) ist der Älteste und erfahrenste Läufer der Drei, allerdings auch der mit der geringsten Erfahrung über die Marathonstrecke. Dafür war er überaus erfolgreich auf der Halbdistanz: Sein Halbmarathon-Weltrekord (58:23 Minuten), aufgestellt 2010 in Lissabon, wurde seither nicht mehr erreicht. Seine persönliche Marathon-Bestzeit steht bei 2:06:51, allerdings erzielte er sie in jenem "gemachten" Rennen von Monza im Mai 2017, weswegen sie nicht für Bestenlisten zählt. Am schnellsten war er 2012 in London mit 2:10:41, daneben lief er drei weitere Marathons zwischen 2010 und 2017, zuletzt 2017 in Chicago, wo er in 2:12:19 den achten Platz belegte.

Der BMW BERLIN-MARATHON ist einer der größten Marathons der Welt. Auf der superschnellen Strecke wurden bisher zehn Weltrekorde aufgestellt (3 von Frauen, 7 von Männern). Seit 2003 wurden alle sechs Weltrekord der Männer auf der Berliner Strecke erzielt inklusive der aktuellen Marke von 2:02:57 (Dennis Kimetto, siehe oben), aufgestellt vor vier Jahren. 2001 gelang es hier erstmals einer Frau, die Traum-Marke von 2:20 Stunden zu unterbieten. Die japanische Olympiasiegerin von 2000, Naoko Takahashi, siegte damals in 2:19:43 Stunden.

Aufgrund der hohen Beliebtheit ist der Lauf ist seit 2006 regelmäßig ausgebucht. Bewerberinnen und Bewerber um einen Startplatz registrieren sich im Oktober des Vorjahres; die Startplätze werden zum Großteil per Los ermittelt. Dazu erhalten Reiseveranstalter, Charity-Partner und Sponsoren feste Kontingente. Beim BMW BERLIN-MARATHON 2017 wurden 43.852 Teilnehmer registriert.

Der BMW BERLIN-MARATHON zählt zur Vereinigung der Abbott World Marathon Majors (AWMM), dem Zusammenschluss der bedeutendsten Marathons weltweit (gegründet 2006). Zur AWMM zählen die Marathonläufe von Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York.

Sieger und Platzierte bei den sechs AWMM-Läufen sammeln entsprechend ihrer Platzierung Punkte, deren Addition im Jahres-Turnus je einen Sieger bei Männern und Frauen ergibt. Die Prämie beträgt 250.000 US Dollar. Dazu gibt es seit 2016 eine Serienwertung für Rennrollstuhl-Athleten. Neu ist eine Altersklassen Wertung für Freizeit-Athleten, bei der nach einem Wertungssystem Punkte gesammelt und jeweils Sieger ermittelt werden. Die Serie XII startet bzw. endet beim BMW BERLIN-MARATHON 2018 bzw. 2019.

SCC-Events PRESSEMITTEILUNG VOM 11. JUNI 2018

Deutsche Läuferelite 2019 zu Gast in Freiburg

Freiburg hat den Zuschlag für die Ausrichtung der Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften im kommenden Jahr erhalten. Am Sonntag, den 07. April 2019 werden die schnellsten deutschen Athletinnen und Athleten beim MEIN FREIBURG MARATHON ihre Laufschuhe schnüren, um bei den Deutschen Titelkämpfen im Halbmarathon ihre Sieger*innen zu ermitteln.

Am vergangenen Freitag, den 20. Juli 2018 hat der Verbandsrat des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Nürnberg beschlossen, dass die nächstjährige Austragung in den Süden Deutschlands, nach Freiburg, vergeben wird.

Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM), zeigt sich begeistert: "Es ist uns eine Ehre die besten Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland bei uns in der Schwarzwaldhauptstadt begrüßen zu dürfen. Wir werden alles daran setzen, um ihnen und den vielen tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein einzigartiges Laufevent mit vielfältigem Rahmenprogramm zu bieten."

"Wir freuen uns sehr den Zuschlag für die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften im Rahmen den MEIN FREIBURG MARATHONs erhalten zu haben. Die Entscheidung wertet das größte Laufevent der Region noch weiter auf", resümiert Philipp Krämer, Präsident des Badischen Leichtathletik-Verbandes (BLV).

Der neue Veranstalter, die FWTM, hat gemeinsam mit dem BLV bei der diesjährigen Auflage mit Bravour unter Beweis gestellt, dass die Synergien der beiden Organisationen erfolgreich genutzt und dadurch ein Laufevent der Extraklasse auf die Beine gestellt werden konnte.

LaufReport zum Freiburg Marathon 2018 HIER

Pressedienst des Badischen Leichtathletik-Verbandes vom 25.7.2018

Weltjahresbestzeit und Streckenrekord beim Berliner Halbmarathon

Erick Kiptanui überraschte beim Berliner Halbmarathon mit einem Streckenrekord: Der Kenianer gewann das Rennen mit der Weltklassezeit von 58:42 Minuten und stellte damit auch die Jahresweltbestzeit ein. Der kenianische Newcomer, der am Sonntag erst sein drittes Rennen in Europa lief und dabei seinen dritten Sieg feierte, erzielte auf der schnellen Strecke die fünftbeste je gelaufene Zeit weltweit und verpasste den Weltrekord um lediglich 19 Sekunden.

Erik Kiptanui: Sieger des Berliner Halbmarathon 2018. Erick Kiptanui gewinnt mit Weltjahresbestzeit und Streckenrekord (58:42 Minuten) den Berliner Halbmarathon. Fotoquelle: SCC EVENTS/camera4

In dem von Kenianern dominierten Rennen belegten Kiptanuis Landsleute Emmanuel Kiprono und Richard Mengich in 60:29 beziehungsweise 60:36 die Ränge zwei und drei. Bester deutscher Läufer war Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt), der als Achter eine Zeit von 62:13 erreichte. Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) gelang als 13. mit 63:14 eine persönliche Bestzeit.

Schnellste Frau war die für Grün-Weiß Kassel startende Äthiopierin Melat Kejeta mit 69:04 Minuten. Als Zweite lief die Schweizerin Martina Strähl in 69:29 Schweizer Rekord, Rang drei belegte Anne-Mari Hyryläinen (Finnland) mit 71:04. Die 3.000-m-Hindernis-Europameisterin Gesa-Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) kam im zweiten Versuch erstmals ins Ziel eines Halbmarathons und stellte mit 72:16 eine deutsche Jahresbestzeit auf. Siebente wurde Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt), die mit 72:44 eine persönliche Bestzeit erreichte.

Die schnellste Frau beim Berliner Halbmarathon: Melat Kejeta. Melat Kejata (Grün-Weiß Kassel/ETH) siegt beim Berliner Halbmarathon in 69:04 Minuten. Fotoquelle: SCC EVENTS/Petko Baier

Für die 38. Auflage des einzigen deutschen Halbmarathons mit internationaler Strahlkraft hatten 36.000 Athleten gemeldet. Dies ist eine Rekordzahl für das Rennen, bei dem rund 250.000 Zuschauer an der Strecke standen.

Bereits auf den ersten Kilometern hatten Erick Kiptanui und sein Landsmann Vincent Kipchumba, der als Tempomacher fungierte, einen deutlichen Vorsprung herausgelaufen. Mit Rückenwind erreichten sie die 10-km-Marke in superschnellen 27:32 Minuten - eine Zwischenzeit, die bei gleichbleibendem Tempo ausgereicht hätte, um den Weltrekord von 58:23 Minuten zu unterbieten. "Es war mein Plan, so schnell zu laufen. Denn ich wusste, dass Berlin eine flache Strecke hat", sagte Erick Kiptanui, der vom renommierten italienischen Coach Renato Canova trainiert wird. Nachdem Kipchumba zwischen Kilometer 12 und 13 aus dem Rennen gegangen war und nun Gegenwind herrschte, konnte Kiptanui das Tempo nicht mehr ganz halten. Doch er zeigte eindrucksvoll, dass er das Vermögen hat, zum nächsten kenianischen Top-Marathonläufer zu werden. "Ich werde auf jeden Fall auf der Straße weiter laufen und plane auch ein Marathon-Debüt", sagte Erick Kiptanui, der sich in früheren Jahren zunächst als 1.500-m-Läufer versucht hatte.

Für Homiyu Tesfaye lief es in Berlin nicht ganz so gut wie erhofft. Den avisierten deutschen Rekord von 60:34 Minuten verpasste der 24-Jährige deutlich. Mit 62:13 Minuten lief er aber trotzdem eine ordentliche Zeit. "Ich konnte heute leider nicht meine Trainingsleistungen umsetzen", sagte Homiyu Tesfaye, den zuletzt auch eine Erkältung behindert hatte. "Aber insgesamt bin ich zufrieden, es ist schließlich meine zweitbeste Halbmarathonzeit. Und ich werde auch in der Zukunft weiter Halbmarathon laufen."

Zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg bei den Frauen lief Melat Kejeta mit 69:04 Minuten. "Nach zehn Kilometern habe ich mich nicht mehr so gut gefühlt, denn ich bin etwas erkältet, und zudem hatten wir dann Gegenwind", sagte die seit gut vier Jahren in Kassel lebende Äthiopierin. Sie hat die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt und hofft, mittelfristig für Deutschland starten zu können.

Ein gleichmäßiges, solides Rennen lief Gesa Krause, die auf Platz fünf als beste deutsche Läuferin ins Ziel kam. Vor gut einem Jahr war sie bei ihrem ersten Halbmarathon-Versuch in Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) nicht ins Ziel gekommen. "Ich bin heute gut ins Rennen gekommen, und es hat Spaß gemacht. Aber das ist natürlich nach wie vor Neuland für mich", sagte Gesa Krause, die sich nun wieder auf die 3.000-m-Hindernisstrecke konzentrieren wird. In Berlin will sie im Sommer ihren Europameisterschafts-Titel verteidigen. "Aber es ist durchaus möglich, dass ich wieder zum Berliner Halbmarathon zurückkommen werde", sagte Gesa Krause, die gut die Hälfte der Strecke gemeinsam mit Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) lief. Ihre Trainingspartnerin wurde am Ende Siebte. "Ich bin zufrieden mit meiner Bestzeit, aber es lief nicht so richtig rund. Eigentlich ist es mein Anspruch, eine 70-Minuten-Zeit zu erreichen", sagte Katharina Heinig, die Tochter der früheren Marathon-Weltklasseläuferin Kathrin Dörre-Heinig.

Alle Resultate gibt es hier

SSC Events Pressemitteilung vom 8.4.2018

Hallen-DM Dortmund 2018

Konstanze Klosterhalfen bricht 30 Jahre alten Rekord

Stimmungsvoller Höhepunkt der Hallen-DM in Dortmund war am Sonntag das 3.000-Meter-Finale der Frauen: Konstanze Klosterhalfen brach an ihrem 21. Geburtstag den 30 Jahre alten deutschen Hallenrekord. Hallen-Bestleistungen gab es für Hochspringer Mateusz Przybylko, Langsprinterin Nadine Gonska und Sprint-Queen Tatjana Pinto über 200 Meter.

Es war das perfekte Geburtstagsgeschenk und ein krönender Abschluss zweier ereignisreicher Wettkampftage bei der Hallen-DM in Dortmund: Konstanze Klosterhalfen rannte die 3.000 Meter in einem irrsinnigen Tempo gegen die Uhr - angefeuert wurde die 21-Jährige von 4.000 Zuschauern, die sich von ihren Plätzen erhoben und die Ausnahmeläuferin lautstark auf dem Weg zu einem neuen deutschen Hallenrekord unterstützten. Im Ziel war die 30 Jahre alte Bestmarke von Kathrin Ullrich (8:41,79 min) mit 8:36:01 Minuten um fast sechs Sekunden unterboten.

"Als ich gesehen habe, dass die Deutschen Hallenmeisterschaften an meinem Geburtstag stattfinden, habe ich mich sehr gefreut", sagte Klosterhalfen und bedankte sich beim Publikum in der ausverkauften Helmut-Körnig-Halle. Auf Platz zwei lief Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier; 8:54,08 min), auf Rang drei mit neuer Bestleistung Caterina Granz (LG Nord Berlin; 8:56,29 min), die noch an Titelverteidigerin Alina Reh (SSV Ulm 1846; 9:02,42 min) vorbeiziehen konnte.

DLV Info vom 18.2.2018 - Text: Pamela Ruprecht

Zur kompletten DLV-Meldung im LaufReport HIER

Ras Al Khaimah Halbmarathon

Fancy Chemutai verpasst Weltrekord in RAK um 1 Sekunde

Fancy Chemutai hat beim Halbmarathon in Ras Al Khaimah die beiden Topfavoritinnen überrascht, den Weltrekord jedoch hauchdünn verpasst.

 

Die Kenianerin gewann das insgesamt hochklassigste Frauenrennen aller Zeiten über die 21,0975-km-Strecke in 64:52 Minuten und verfehlte die Rekordmarke damit um nur eine Sekunde. Die 22-Jährige, die im vergangenen Jahr bereits eine Weltklassezeit von 65:36 erreicht hatte, erzielte in den Vereinigten Arabischen Emiraten die zweitbeste je gelaufene Zeit und einen Streckenrekord.

Fancy Chemutai und Mary Keitany sowie Bedan Karoki
Foto: RAK / Victah Sailer

Zweite wurde mit ihrer Landsfrau Mary Keitany, die mit 64:55 lediglich drei Sekunden Rückstand hatte, eine der beiden großen Favoritinnen. Beeinträchtigt durch eine Erkältung konnte die ebenfalls im Vorfeld favorisierte Weltrekordlerin Joyciline Jepkosgei (Kenia) das enorm hohe Tempo nicht ganz mithalten und belegte am Ende Rang fünf in 66:46 Minuten. Auf den Rängen drei und vier erzielten die Kenianerinnen Caroline Kipkirui und Joan Melly mit 65:07 beziehungsweise 65:37 ebenfalls absolute Weltklassezeiten.

Erstmals blieben damit in einem Halbmarathonrennen zwei Läuferinnen unter 65 Minuten. Dass insgesamt vier Athletinnen Zeiten von unter 66 erreichten und sieben in unter 67 Minuten im Ziel waren, ist ebenso einmalig.

Die einzige deutsche Topläuferin in Ras Al Khaimah, Laura Hottenrott (GSV Eintracht Baunatal), belegte in 75:45 Minuten Platz 16.

Absolute Weltklassezeiten erzielten auch die Männer beim bisher bestbesetzten Halbmarathonrennen weltweit: Titelverteidiger Bedan Karoki gewann in 58:42 Minuten und erreichte damit die fünftbeste je gelaufene Zeit über diese Distanz. Der Kenianer, der den neun Jahre alten Streckenrekord seines Landsmannes Patrick Makau um genau zehn Sekunden unterbot, lag nur 19 Sekunden über dem Weltrekord (58:23). Zwei Kilometer vor dem Ziel hatte er sich von seinen Konkurrenten abgesetzt.

 

"Das Wetter war in diesem Jahr besser, daher waren solche Zeiten möglich. Ich hatte vorher nicht erwartet, dass ich so schnell laufen würde", sagte Bedan Karoki. Zweiter wurde der Äthiopier Jemal Yimer mit 59:00 - damit rannte er das schnellste je gelaufene Halbmarathon-Debüt. Rang drei belegte Alex Kibet (Kenia) in 59:06. Sieben Läufer erreichten Zeiten von unter einer Stunde.

Bedan Karoki - Foto: RAK / Victah Sailer

Doch die Frauen stellten die Ergebnisse der Männer in Ras Al Khaimah einmal mehr in den Schatten. Mit Zwischenzeiten von 15:15, 30:34 und 46:07 Minuten lag die von Tempomachern geführte Spitzengruppe an den Kilometerpunkten 5, 10 und 15 jeweils auf Weltrekordkurs. Während Weltrekordlerin Joyciline Jepkosgei nach 13 km nicht mehr mithalten konnte, fiel dann auch die überraschend starke Caroline Kipkirui zurück. Sie hatte zuvor den 10-Meilen-Punkt in 49:29 Minuten in Führung liegend passiert und damit eine Weltbestzeit aufgestellt.

Auf den letzten Kilometern gab es einen Zweikampf zwischen Mary Keitany und Fancy Chemutai, der erst kurz vor dem Ziel entschieden war. Hätten die beiden Kenianerinnen dabei etwas eher die Zieluhr erkennen können, wäre der Weltrekord wohl gefallen. So aber zogen sie etwas verspätet den Endspurt an und die Bestzeit wurde haarscharf verpasst.

"Mein Ziel war es, zu gewinnen. Das habe ich geschafft, daher bin ich sehr froh", erklärte Fancy Chemutai. Wie im Vorjahr musste sich Mary Keitany einmal mehr als Zweite in Ras Al Khaimah knapp geschlagen geben. Für ihre Vorbereitungen auf den London-Marathon, wo sie im April den Marathon-Weltrekord von Paula Radcliffe (Großbritannien/2:15:25) angreifen möchte, ist ihre Zeit jedoch sehr vielversprechend.

Ergebnisse

Männer:

Frauen:

1. Bedan Karoki KEN 58:42
2. Jemal Yimer ETH 59:00
3. Alex Kibet KEN 59:06
4. Jorum Okombo KEN 59:36
5. Morris Gachaga KEN 59:36
6. Wilfred Kimitei KEN 59:40
7. Edwin Kiptoo KEN 59:54
8. Benard Kimeli KEN 60:16
9. Vincent Rono KEN 60:24
10. Lelisa Desisa ETH 60:28

1. Fancy Chemutai KEN 64:52
2. Mary Keitany KEN 64:55
3. Caroline Kipkirui KEN 65:07
4. Joan Melly KEN 65:37
5. Joyciline Jepkosgei KEN 66:46
6. Degitu Azimeraw ETH 66:47
7. Brigid Kosgei KEN 66:49
8. Gladys Cherono KEN 67:13
9. Helen Tola ETH 67:47
10. Naom Jebet KEN 68:22

Weitere Informationen unter: www.rakmarathon.org

Video: https://www.youtube.com/watch?v=QhObwois5VQ&feature=youtu.be

Pressemitteilung Race-News-Service vom 9.2.2018

Karlsruhe glänzt international als Startschuss
der IAAF World Indoor Tour

Mehr als 130 Athleten aus 46 Nationen gingen bei der 34. Auflage des INDOOR MEETINGs Karlsruhe an den Start. Was die Athleten beim Auftakt der IAAF World Indoor Tour auf die Bahn legten, war dann aller Ehren wert. Highlights des Abends waren sicherlich der 1.500 Meter-Lauf, bei der die Äthiopierin Genzebe Dibaba mit ihrer Zeit von 3:57,45 Minuten nur zwei Sekunden an ihrem Weltrekord, den sie 2014 in Karlsruhe aufgestellt hat, vorbeischrammte. Doch auch Deutschlands Laufwunder Konstanze Klosterhalfen begeisterte das Karlsruher Publikum. Ihre Aufholjagd in der Schlussrunde bescherte ihr Rang zwei in einer starken Zeit von 4:04,00 Minuten, was zugleich ihre persönliche Bestleistung bedeutete. Den seit 33 Jahren bestehenden deutschen Hallenrekord verfehlte die 20-jährige Klosterhalfen um nur 36 Hundertstelsekunden.

INDOOR MEETING 2018 Dibaba by Andreas Arndt

Nicht weniger spektakulär war der Stabhochsprung-Wettbewerb, über den im Vorfeld viel gesprochen wurde. Am Ende war es ein überragender Raphael Holzdeppe, der sich mit 5,88 Meter und damit Weltjahresbestleistung nicht nur die Norm für die Hallen-WM in Birmingham sicherte, sondern auch den Sieg beim INDOOR MEETING Karlsruhe vor dem Franzosen und Weltrekordler Renaud Lavillenie. Beide lieferten sich ein packendes Duell um den Sieg. "Es war ein perfekter Abend für mich. Es ist immer schön wenn man ein solches Meeting auf deutschem Boden gewinnen kann.
Die Stimmung hier in Karlsruhe hat dabei auch seinen Teil dazu beigetragen. Das Publikum war super, die Stimmung sensationell", so ein begeisterter Raphael Holzdeppe bei der anschließenden Pressekonferenz.

Einen neuen Asienrekord lief der Chinese Su Bingtian über die 60 Meter der Männer. In rasanten 6,47 Sekunden überquerte Bingtian die Ziellinie vor seiner Konkurrenz um Everton Clarke (6,54 Sekunden) und Yunier Pérez aus Spanien (6,54 Sekunden), die nach Einsicht des Zielfotos Platz zwei und drei unter sich ausmachten.

Während sich beim Weitsprung der Frauen das Geburtstagskind Malaika Mihambo mit 6,72 Meter den Sieg vor Sosthene Moguenara (6,70 Meter) und der Europameisterin Ivana Spanovic (6,61 Meter) sicherte, setzte sich bei den Herren der Cubaner Juan Miguel Echevarria mit einem Sprung auf 7,97 Meter gegen den Lokalmatador Julian Howard (7,78 Meter) durch. Damit sicherte sich mit dem erst 19-jährigen Echevarria der jüngste Athlet beim INDOOR MEETING Karlsruhe 2018 den Sieg im Weitsprung.

Knapp ging es auch bei den 60 Metern der Frauen zu. Da war es Tatjana Pinto, die nach ihrem Sieg beim ISTAF Indoor eine Woche zuvor auch in Karlsruhe mit 7,10 Sekunden die Sprintbahn als Siegerin verließ. Ebenfalls eine Deutsche landete auf Platz zwei. Lisa Meyer sicherte sich in 7,12 Sekunden und damit neuer persönlicher Bestleistung den zweiten Rang hinter einer an diesem Tag zu starken Tatjana Pinto. "Es war definitiv sehr knapp. Ich freue mich das bereits zweite Meeting dieses Jahr gewonnen zu haben - in so einem Weltklasse-Feld. Hier in Karlsruhe ist die Stimmung mega gut. Die Leute machen jede Menge Alarm, das macht richtig Spaß!", so Pinto nach ihrem Lauf.

Bei der dritten Sprintdisziplin, den 60 Meter Hürden der Frauen lautete der Zieleinlauf zweimal Amerika vor Deutschland, oder besser gesagt Sharika Nelvis (7,80 Sekunden) vor Christina Manning (7,81 Sekunden). Eine starke Cindy Roleder meldete sich nach rund siebenmonatiger Verletzungspause mit einer Zeit von 7,84 Sekunden mit Rang drei zurück.

Bei den beiden 400 Meter Zeitläufen der Frauen setzte sich die Schweizer Leichtathletin des Jahres 2017 Léa Sprunger in 52,03 Sekunden gegenüber ihren Kontrahentinnen Anita Horvart und Phil Healy durch. Mit einem erneuten Triumph von Marie-Laurence Jungfleisch in der Karlsruher Leichtathletik-Arena wurde es in diesem Jahr nichts. Jungfleisch übersprang an diesem Tag nur 1,89 Meter, was nicht zu einem Sieg reichte. Diesen sicherte sich die Silbermedaillengewinnerin von Rio Mirela Demireva aus Bulgarien mit 1,95 Meter vor der Vize-Weltmeisterin Yuliya Levchenko (1,92 Meter).

Bei den Männer-Mittelstrecken-Disziplinen war es der Pole Marcin Lewandowski über die 800 Meter, der mit seiner Zeit von 1:46,90 Minuten am Ende den Siegerpokal der Dorotheenhütte entgegennehmen durfte. Ein starker Christoph Kessler von der LG Region Karlsruhe landete auf Rang fünf, seine Zeit von 1:47,80 bedeutete jedoch persönliche Hallenbestzeit.

Die 3.000 Meter der Männer waren wie erwartet eine äthiopische Angelegenheit. Hagos Gebrhiwet absolvierte die 15 Runden in Weltjahresbestleistung von 7:37,91 Minuten vor seinem Landsmann Yomif Kejelcha (7:38,67 Minuten).

Sportdirektor Alain Blondel zog ein begeistertes Fazit: "Karlsruhe hat ein Sportspektakel erlebt. Das Publikum hat die Weltklasse-Leistungen der Athleten mit großartigem Jubel honoriert - wir haben hier in Karlsruhe eine bisher noch nie dagewesene Atmosphäre erlebt." Martin Wacker, Meetingdirektor und Geschäftsführer der ausrichtenden Karlsruhe Marketing und Event GmbH, richtete seinen Dank an die Sponsoren und die zahlreichen ehrenamtliche Helfer: "Ohne die breite Unterstützung der vielen Partner und Sponsoren wäre ein solches Meeting auf einem Weltklasse-Niveau wie wir es in Karlsruhe haben, nicht möglich. Wir haben eine Sportveranstaltung erlebt, die nicht nur die Besucher in der Halle begeistert hat, sondern auch Millionen per Live-Stream weltweit. Das INDOOR MEETING Karlsruhe ist das Aushängeschild des Landes Baden-Württemberg und mit diesem Meeting heute auch ein Aushängeschild für die Sportnation Deutschland. Darauf kann Karlsruhe mächtig stolz sein."

Gerade der Asienrekord von Su Bingtian ließ die Bewegtbildverbreitung auf dem chinesischen Milliarden-Markt in die Höhe schnellen. Zahlreiche Nachrichtensendungen widmeten sich seinem Rekordlauf - wohl wissend, dass hier beim INDOOR MEETING Karlsruhe ein zukünftiger Superstar eine gewaltige Duftmarke gesetzt hat. Ähnliches lässt sich im nordafrikanischen Raum beobachten: Genzebe Dibaba auf allen Kanälen. Für über 100 Millionen Äthiopier ist ihr Lauf mit der zweitschnellsten jemals erreichten Zeit in den heimischen Medien omnipräsent. Aber auch in vielen anderen Ländern auf dem Globus greifen die Nachrichtensendungen auf das von EBU/ESPN zur Verfügung gestellte Material zurück um über die Leistungen der heimischen Athleten zu berichten.

Mit der IAAF World Indoor Tour geht es am 6. Februar in Düsseldorf weiter, bevor nach den Stationen Madrid (8. Februar), Boston (10. Februar) und Torun (15. Februar) am 25. Februar im schottischen Glasgow die Gewinner der IAAF World Indoor Tour 2018 gekürt werden.

Ergebnisse unter www.meeting-karlsruhe.de

Pressemitteilung der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH vom 2.2.2018

STANDARD CHARTERED DUBAI-MARATHON 2018

Tamirat Tola bereit für ein großes Rennen in Dubai

Mosinet Geremew und Roza Dereje gewinnen ein Rennen der Rekorde

Zwei Streckenrekorde und einmalige Resultate gab es beim Standard Chartered Dubai-Marathon, den die Äthiopier Mosinet Geremew und Roza Dereje mit Zeiten von 2:04:00 Stunden beziehungsweise 2:19:17 gewannen. Bei den Männern liefen gleich sieben Äthiopier absolute Weltklassezeiten von unter 2:05 Stunden. Dies ist ebenso einmalig in der Geschichte des Marathonlaufes wie die Ergebnisse der ersten vier Frauen. Zum ersten Mal erreichten gleich vier Läuferinnen in einem Rennen Zeiten von unter 2:20 Stunden. Foto: Colombo / Standard Chartered Dubai Marathon

 

Der 27-jährige Geremew wurde erst am vergangenen Montag als letzter der Topläufer noch nachgemeldet. Vier Tage später war er als Erster im Ziel. Bei fast idealen Witterungsbedingungen lief die Spitzengruppe lange Zeit sogar im Bereich des Weltrekordes von 2:02:57 Stunden. Erst auf den letzten zehn Kilometern, nach dem Ausstieg des letzten Tempomachers, wurde das Rennen an der Spitze etwas langsamer, so dass der Rekord des Kenianers Dennis Kimetto schließlich nicht in Gefahr geriet.

Mosinet Geremew ETH gewinnt in 2:04:00
Foto: Colombo / Standard Chartered Dubai Marathon

In einem dramatischen Finish kämpften auf den letzten 200 Metern noch fünf Läufer um den Sieg. Hinter Mosinet Geremew, der mit seiner Siegzeit von 2:04:00 Stunden zum zehntschnellsten Marathonläufer aller Zeiten wurde, lief der Debütant Leul Gebresilase in 2:04:02 als Zweiter ins Ziel. Dritter wurde Titelverteidiger Tamirat Tola mit 2:04:06 vor dem zeitgleichen Asefa Mengstu. Rang fünf belegte Sisay Lemma in 2:04:08. Die Äthiopier dominierten das Rennen und belegten die ersten zehn Ränge.

Mit ihrer Siegzeit von 2:19:17 wurde Roza Dereje zur siebtschnellsten Läuferin aller Zeiten. Jenseits der 40-km-Marke hatte sich die 22-jährige Äthiopierin aus der vierköpfigen Spitzengruppe lösen können. Ihre Landsfrauen Feyse Tadese (2:19:30), Yebrgual Melese (2:19:36) und Titelverteidigerin Worknesh Degefa (2:19:53) blieben ebenfalls unter 2:20 Stunden.

 

Im Rennen der Frauen liefen die ersten zehn Athletinnen allesamt persönliche Bestzeiten. Bei den Männern gelang dies den ersten Acht. Aufgrund der enorm starken Zeiten hat sich Dubai auch in der Liste der schnellsten City-Marathonrennen der Welt weiter nach vorne geschoben. Gewertet wird hier der Durchschnitt der schnellsten zehn je bei einem Rennen gelaufenen Zeiten. Bei den Männern führt hier Berlin mit 2:03:28,4 Stunden. Dubai hat London überholt und ist jetzt mit 2:04:12,7 Zweiter. Auch bei den Frauen rückte Dubai auf Platz zwei vor (2:19:41,9). Schneller ist nur noch London mit 2:18:25,7. Auf Rang drei liegt jetzt Berlin (2:19:50,5).

Mosinet Geremew ETH gewinnt in 2:04:00
Foto: Colombo / Standard Chartered Dubai Marathon

Beide Sieger kassierten in Dubai mit 200.000 Dollar die höchste Siegprämie, die es im internationalen Marathonlauf zu gewinnen gibt. Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet, starteten in Dubai über 30.000 Läufer.

Ergebnisse

Männer

Frauen

1. Mosinet Geremew ETH 2:04:00
2. Leul Gebresilase ETH 2:04:02
3. Tamirat Tola ETH 2:04:06
4. Asefa Mengstu ETH 2:04:06
5. Sisay Lemma ETH 2:04:08
6. Birhanu Legese ETH 2:04:15
7. Seifu Tura ETH 2:04:44
8. Yenew Alamirew ETH 2:08:56
9. Mekuant Ayanew ETH 2:09:20
10. Berhanu Teshome ETH 2:10:27

1. Roza Dereje ETH 2:19:17
2. Feyse Tadese ETH 2:19:30
3. Yebrgual Melese ETH 2:19:36
4. Worknesh Degefa ETH 2:19:53
5. Haftamnesh Tesfay ETH 2:20:13
6. Gelete Burka ETH 2:20:45
7. Dera Dida ETH 2:21:45
8. Desi Jisa BHR 2:24:05
9. Sembere Teferi ETH 2:24:11
10. Muliye Dekebo ETH 2:26:52

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.dubaimarathon.org

Pressemeldung Race-News-Service vom 26.1.2018

Der Swissalpine erhält eine neue Königsstrecke

Der Swissalpine steht vor dem größten Relaunch in seiner 32-jährigen Erfolgsgeschichte. Anstelle der bisherigen Königsdisziplin über 78 Kilometer (K78) wird am 28. Juli 2018 erstmals ein Irontrail-Wettbewerb über 88 Kilometer (T88) mit Start in St. Moritz und Ziel in Davos ausgetragen.

Der K78, bei der Lancierung des Swiss Alpine 1986 erstmals und seither stets als Königsdisziplin 32 Mal ausgetragen, ist Geschichte. Der Zahn der Zeit hat am Klassiker genagt, die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nahmen 2010 noch 1661 Läuferinnen und Läufer die 78 Kilometer unter ihre Füße, waren es in diesem Sommer nur noch 537. Das entspricht einem Rückgang um 68 Prozent. "Den Hauptgrund sehen wir im Trend hin zum Trail Running", sagt Swissalpine-Chef Andrea Tuffli. "Der K78 widerspricht diesem Trend, weil er auf dem ersten Abschnitt zwischen Davos und Bergün größtenteils über Straßen statt Trails führt. Die Trailszene hingegen gewinnt an Bedeutung; die Läufergemeinschaft findet Begeisterung für den anspruchsvollen Traillauf und die Suche nach Naturerlebnissen abseits asphaltierter Straßen."

Von St. Moritz nach Davos
Das OK durchlief nach der 32. Auflage des Swissalpine einen umfassenden Analyse-, Entwicklungs- und Meinungsbildungsprozess. Nach dem Grundsatz, dass Stillstand gleich Rückschritt bedeutet, entschied es sich für einen einschneidenden Relaunch: Der K78, die bisherige Königsdisziplin, wird aus dem Programm gestrichen und durch einen neuen Irontrail, der über 88,1 Kilometer führt und als T88 bezeichnet wird, ersetzt. Während sich beim K78 Start und Ziel am selben Ort in Davos befanden, wird der T88 in St. Moritz gestartet. Von dort führt er auf einer abenteuerlichen Strecke über St. Moritz Bad, Stazerwald, Pontresina, Chamanna Segantini, Muottas Muragl, Samedan, Val Bever, Fuorcla Crap Alv, Bergün, Darlux, Alp digl Chant, Keschhütte und den Sertigpass nach Davos. Die Gesamthöhendifferenz beträgt 3980 Meter Steigung und 4270 Meter Abstieg. Ab Bergün ist die Strecke fast identisch mit dem bisherigen K78. Wegen zunehmender Rüfengefahr im Val Tuors führt sie ab Bergün zunächst neu über Darlux und danach über bewährte Pfade via Keschhütte und den Sertigpass nach Davos.

Extrazug von Davos zum Start nach St. Moritz
Obwohl der Start der neuen Königsdisziplin in St. Moritz erfolgt, bleibt Davos Zentrum des Swissalpine. Am Samstagmorgen bringt ein Extrazug der Rhätischen Bahn (RhB) die Teilnehmer des T88 von Davos nach St. Moritz. Die Zugfahrt ist im Startgeld inbegriffen. Der Startschuss wird am 28. Juli 2018 um 8.30 Uhr vor dem Rathaus im Zentrum von St. Moritz ertönen. Die maximale Laufzeit beträgt 23:30 Stunden.

Äußerst beliebter Bergmarathon über 42,9 Kilometer
Generell wurde das Programm des Swissalpine überarbeitet und gestrafft. Im neuen Angebot figurieren noch neun verschiedene Wettbewerbe am Hauptwochenende (27. bis 29. Juli 2018) sowie drei beim Prolog im Oberengadin am 21. Juli 2018. Als Alternative zum T88 figuriert der Bergmarathon K43 im Programm. Die Strecke führt wie bisher von Davos durchs Dischmatal auf den Scalettapass, dann auf vielseitigen Wunsch über den Panoramatrail und weiter über den Sertigpass und das malerische Walsertal Sertig zurück zum Ausgangspunkt. Mit seinen 42,9 Kilometern erreicht der K43 praktisch die Marathondistanz.

Ultratrail über 127 Kilometer
Änderungen gibt es auch auf den Ultra-Trail-Distanzen. Der T214 konnte sich auch in diesem Jahr nicht etablieren. Er wird durch den T127 ersetzt. Dieser führt von Samedan durch ein landschaftlich äußerst attraktives Gebiet unter anderem mit Piz Nair, Fuorcla Surlej, Muottas Muragl, Fuorcla Crap Alv, Keschhütte und Sertigpass über insgesamt 127 Kilometer nach Davos. Der Startschuss erfolgt am 27. Juli 2018 um 24.00 Uhr - wenn das Wetter passt bei Vollmond. Nachtschwärmer haben auch die Möglichkeit, den T39 auf dem zweiten Teil des T88 von Bergün nach Davos zu bestreiten; Start zu diesem Wettbewerb ist am 28. Juli 2018 um 20.15 Uhr in Bergün.

Die Strecken aller zwölf Wettbewerbe am Swissalpine 2018 sind einsehbar auf der Homepage unter www.swissalpine.ch

Mediendienst Swissalpine, Chur vom 1.12.2017

Athens Marathon. The Authentic

Samuel Kalalei und Bedatu Hirpa Badane gewinnen Athen-Marathon

Samuel Kalalei und Bedatu Hirpa Badane haben die 35. Auflage des Athen-Marathons gewonnen. Bei warmem Wetter entschied Kalalei einen Zweikampf mit seinem kenianischen Landsmann Milton Rotich, der sieben Kilometer vor dem Ziel nicht mehr mithalten konnte, für sich. Am Tag vor seinem 23. Geburtstag lief Kalalei zum größten Sieg seiner bisherigen Karriere und gewann in 2:12:17 Stunden vor Rotich (2:14:18). Als Dritter komplettierte Jonathan Kiptoo in 2:16:08 das rein kenianische Podium.

Sieger Samuel Kalalei im Ziel - Foto © SEGAS-AMA

In einer sehr knappen Entscheidung war die erst 18-jährige Äthiopierin Bedatu Hirpa Badane mit einer Zeit von 2:34:18 schnellste Frau. Zweite wurde im Panathinaikon-Stadion Alice Kibor, die mit 2:34:22 nur vier Sekunden Rückstand hatte. Ihre kenianische Landsfrau und Titelverteidigerin Nancy Arusei belegte mit 2:34:51 Platz drei.

Eine Rekordzahl von 18.500 Läufern hatte für den Athen-Marathon gemeldet, der auf der Original-Marathonstrecke der ersten Olympischen Spiele von 1896 stattfand. Gelaufen wird auf dem hügeligen Kurs von der Kleinstadt Marathon bis ins alte Athener Olympiastadion.

Bei Schatten-Temperaturen von bereits 20 Grad zur Startzeit wurde klar, dass dies kein Tag war, um den Streckenrekord von 2:10:37 Stunden anzugreifen. Als die Spitzengruppe mitten in dem gut 20 Kilometer langen, bergauf führenden Abschnitt die Halbmarathonmarke in 65:58 Minuten passierte, waren noch fünf Läufer vorne zusammen. Doch schon bald darauf konnten nur noch Kalalei und Rotich mit dem Tempomacher Alfred Cherop mithalten. Der Kenianer führte seine Landsleute in 1:34:20 Stunden über die 30-km-Marke und ging kurz danach aus dem Rennen.

Als es die letzten zehn Kilometer schließlich abwärts nach Athen und in Richtung Stadion ging, liefen Kalalei und Rotich zunächst nebeneinander her. Kurz nach dem 35-km-Punkt gelang es Kalalei dann, sich etwas abzusetzen und den Vorsprung in der Folge zu vergrößern. "Das war kein leichtes Rennen", sagte Samuel Kalalei. "Als ich mich nach 35 Kilometern etwas löste, sah ich, dass mir Rotich nicht folgen kann." Kalalei lief auf der schweren Strecke seine zweitbeste Marathonzeit und verfehlte seinen persönlichen Rekord von 2:11:47 Stunden nur um eine halbe Minuten - das ist sicherlich ein Zeichen dafür, dass er sich auf einem flachen Kurs deutlich verbessern kann. "Ich wusste, dass er gut vorbereitet war. Samuel war im Juni Dritter beim Stockholm-Marathon. Diese Strecke ist auch nicht leicht, so dass wir dachten, dass er hier gut laufen könnte", erklärte sein Manager Marc Corstjens.

18jährige Siegerin Bedatu Hirpa Badane im Ziel - Foto © SEGAS-AMA

Ein spannendes Frauen-Rennen produzierte die schnellsten Zeiten beim Athen-Marathon seit 2010. Drei Läuferinnen erreichten die Halbmarathonmarke nach 1:16:47 Stunden: Badane, Kibor und Titelverteidigerin Arusei, die bergauf laufend einige Führungsarbeit leistete. Aus der Spitzengruppe herausgefallen, war zu diesem Zeitpunkt die Äthiopierin Jemila Wortesa Shure, die das Rennen später aufgab. Das Führungs-Trio blieb bis Kilometer 40 zusammen. Erst auf dem letzten Kilometer fiel die Entscheidung zugunsten von Bedatu Hirpa Badane.

Die 18-jährige Siegerin, die im April ihr Marathondebüt in Madrid als Dritte in 2:34:47 gelaufen war und 2015 bei den Jugend-Weltmeisterschaften über 1.500 m gewonnen hatte, siegte mit einer persönlichen Bestzeit von 2:34:18. Nicht enttäuscht war die knapp geschlagene zweitplatzierte Alice Kibor. "Ich bin froh, Zweite zu sein und habe das Rennen genossen. Die Hügel sind längst nicht so hart wie die in Kenia. Ich werde nach Athen zurückkehren und wieder hier laufen", sagte die Kenianerin.

Ergebnisse, Männer:

1. Samuel Kalalei KEN 2:12:17
2. Milton Rotich KEN 2:14:18
3. Jonathan Kiptoo KEN 2:16:08
4. John Komen KEN 2:16:26
5. Evans Biwott KEN 2:16:36
6. Abdelkarim Boubker MAR 2:16:55
7. Sufa Chala Damessa ETH 2:19:11
8. Konstantinos Gkelaouzos GRE 2:27:21

Frauen:

1. Bedatu Hirpa Badane ETH 2:34:18
2. Alice Kibor KEN 2:34:22
3. Nancy Arusei KEN 2:34:51
4. Ourania Rebouli GRE 2:49:06

Weitere Informationen im Internet unter: www.athensauthenticmarathon.org

Race-News-Service Pressemitteilung vom 12.11.2017

25. Lausanne Marathon

Hrebec verpasst Qualifikationen um 28 Sekunden, Bekele ist phänomenal

Froh und munter feierten ca. 15 000 Läufer die 25. Ausgabe des Lausanne Marathons. Trotz Wind und einigen Regentropfen war es ein schönes Herbstfest zwischen Lausanne und La Tour-de-Peilz. Auf der Titelstrecke, schnitt Laura Hrebec mit 2:40'28 unter ihrem Rekord ab, verpasste jedoch die Qualifikation für die Europameisterschaft 2018 in Berlin um 28 Sekunden; der Äthiopier Dadi Fikru gewann in 2:22'58. Sieger der Halbmarathons waren Jaouad Oumellal (MAR) in 1:09'56 und Aude Salord (FRA) in 1:17'34. Helen Bekele (ETH) toppte den Rekord von Maryam Jamal im 10 Kilometer-Lauf (31'15); Bernard Matheka gewann erneut in 29'24.

Marathon | Grossartig, Hrebec verpasst ihr Ziel um wenige Sekunden

Welch ein spannendes Rennen für die 40-jährige Läuferin aus dem Chablais Laura Hrebec (CS 13 étoiles)! Ihr grosses Ziel war es, sich für die Europameisterschaft in Berlin zu qualifizieren (2:40). Trotz Regen in Vevey und starker Gegenwind auf dem Rückweg, konnte die Siegerin 2012 (02:41'36) das vorgegebene Tempo von 3'47/km einhalten und alle Abschnitte rechtzeitig passieren. Am 40. blieben ihr noch 4 Minuten bis ins Ziel. In 02:40'28 übertraf sie ihren eigenen Rekord aber scheitert um 28 Sekunden für die Qualifikation. Sie zeigte sich jedoch nicht enttäuscht: "Bereits im 30. Abschnitt dachte ich, dass es vorbei war. Es gab viel zu viel Gegenwind. Letztendlich bin ich überrascht, dass ich doch noch so gut abgeschnitten habe." teilte uns die zweifache Schweizer Siegerin des Halbmarathons mit. Der Freiburger Stéphane Demierre hatte ihr gut geholfen. Die Österreicherin Karin Freitag platziert sich Zweite in 02:54'49; die Medizinstudentin aus Chardonne Simone Troxler endet Dritte in 02:55'27.

Bei den Männern gewinnt der Äthiopier aus Winterthur Dadi Fikru (28 Jahre) in 02:22'58. Im Ziel verzog er das Gesicht: "Noch nie habe ich in einem Rennen so gelitten". Zwei weitere Äthiopier vervollständigen das Podium: Tsegaye Molla in 2:26'07 und Masha Haillee Feleke in 2:31'35. Der beste Schweizer ist der Tessiner aus Lausanne Ivano Sedili, 6. in 2:38'38.

Halbmarathon | Der Gewinner des Murtenlaufs im Endspurt besiegt

Ringen um den Sieg des Halbmarathons auf den Ufern zwischen dem frischen Gewinner des Murtenlaufs Wodajo Alemayehu (ETH/Lausanne) und dem Marokkaner Jaouad Oumellal (28 Jahre). Letzterer schaffte es auf den Ersten Platz mit 5 Sekunden Vorsprung in 01:09'56. Aufgrund des Windes fokussierten sich die Konkurrenten auf den Sieg, ohne dabei auf die Stoppuhr zu achten. In diesen schwierigen Bedingungen gelang es dem international renommierten Bergläufer aus Aigle François Leboeuf (CABV Martigny) mit Kraft und Intelligenz ins Ziel zu rennen und den 3. Platz in 01:10'38 zu ergattern.

Bei den Frauen gewann die Französin vom TV Oerlikon Aude Salord (29 Jahre) in 01:17'34; 1'40 vor der russischen Spezialistin des Orientierungslaufs Natalia Gemperle (Hallwil) und 2'18 vor der Bronzemedaille im 5000 Meter-Lauf während der letzten Schweizer Meisterschaften Nicole Egger (LV Langenthal).

10 km | Bekele übertrifft den Rekord der Olympiameisterin Jamal

Phänomenale Vorführung der Äthiopierin vom Stade Genève Helen Bekele (24 Jahre). Die Viertplatzierte im letzten Berliner Marathon mit 02:22 - 20. beste weltweite Leistung des Jahres - raubte fast allen männlichen Spezialisten den Atem und erreichte das Ziel in 11. Position mit einer verblüffenden Zeit von 31'15, 1'12 schneller als die Lausannerin Zenebech Tola in 2003, welche danach unter dem Namen von Maryam Jamal (BRN) Welt- und Olympiasiegerin wurde. Die zugezogene Genferin schafft es auf den 15. Platz der weltweit besten Leistungen 2017. Die Zweite, die Französin Anne Le Cunuder endete in 34'41. Die erste Schweizerin ist die Schweizer Meisterin U23 im 5000 Meter-Lauf Fiametta Troxler (TV Oerlikon), mit dem dritten Platz in 34'57. Das Wunderkind aus Bern Delia Sclabas hat nicht teilgenommen.

Bei den Männern war der Kenianer Bernard Matheka am schnellsten. Nachdem er für diese Strecke im vergangenen Jahr einen Rekord gesetzt hatte, kontrollierte der 29-jährige Läufer aus Malleray das Rennen in 29'24. Sullivan Brunet aus Yverdon (Stade de Genève) endete in 29'37, unter 30 Minuten: "Gar nicht schlecht dafür, dass ich in der letzten Zeit eine Entzündung am Fuss hatte. Ich freue mich immer auf Rennen in der Stadt". Der Marokkaner Anas Saaidou platziert sich Dritter in 29'56.

Pressemitteilung von Michelle Bohin (Cheffe de presse) vom 22.10.2017

25 Jahre ECU im Jahr 2017

Entstehungsgeschichte des Europacup Ultramarathon

Nach dem Mauerfall und vor dem Rennsteiglauf im Mai 1991 trafen sich die Rennsteiglauf-Organisatoren mit Franz Reist dem Gründer der 100 km von Biel und dortiger Organisationschef in Fischen im Allgäu. Dabei wurde eine engere Zusammenarbeit vereinbart.

Parallel dazu wurde in Schwäbisch Gmünd für den 2.11.1991 der Start des "Schwäbische Alb Marathon" mit 44 km über die 3 Kaiserberge vorbereitet. Im April 1991 lernte Erich Wenzel, Organisationsleiter des Alb Marathon, Dr. Hans-Georg Krämer, den Präsidenten des gerade gegründeten GutsMuths-Rennsteiglaufvereins beim Hannover Marathon kennen und lud ihn zum ersten Alb Marathon ein. Beim Rennsteigmarathon fiel die Gmünder Gruppe wohl positiv auf und auch beim ersten Start über die 100 km in Biel mit Quartier in der dortigen Zivilschutzanlage Sahligut.

Am 20./21.09.1991 kam es in Schwäbisch Gmünd zu einem Gesprächstermin von Vertretern des Rennsteiglaufs (Dr. Hans-Georg Kremer und Volker Kittel), der 100 km von Biel (Franz Reist und Nelli Strobel), des Schwäbische Alb Marathon (Erich Wenzel und Holger Scholze). Im Amtszimmer von Oberbürgermeister Dr. Schuster, dem Schirmherrn des Alb Marathon, wurde der Beginn des "Europacup der Supermarathons" nach dem Rennsteiglauf im Mai 1992 und die Geschäftsführung durch den Rennsteiglauf beschlossen. Der offizielle Name der Cupwertung wurde auf Wunsch von Harry Arndt, dem Präsidenten der Deutschen Ultramarathonvereinigung, welche diese Cupwertung sehr begrüßte, in "Europacup der Ultramarathons" abgeändert. Nach Einrichtung der Webseite des ECU unter www.europacup-ultramarathon.eu spielte sich die Form "Europacup Ultramarathon" und die Abkürzung "ECU" ein.

Entwicklung des Europacup Ultramarathon

In jährlichen Arbeitstreffen der Organisatoren der Partnerläufe des ECU in Schwäbisch Gmünd wurden die Kontakte vertieft und nötige Veränderungen und Erweiterungen beschlossen. Nach Erweiterung des ECU auf die 50 km in Mnisek (Tschechien) und 75 km in Celje (Slowenien) wurde der ECU 2002 auf den Jahresablauf umgestellt und erstmals 2002 die Siegerehrung des ECU beim Alb Marathon durchgeführt. Gleichzeitig wurde der Wertungsmodus geändert und nur noch die erfolgreiche Teilnahme an 3 der 5 Wertungsläufe gefordert um als Finisher in die Endwertung zu kommen.

Die Aufnahme eines 50 km Ultramarathons in Krems/ Wachau (Österreich) klappte nur wenige Jahre (2005 bis 2008). Als Nachfolger wurde 2010 der Wörthersee-Trail (Österreich - Mitte September) aufgenommen. Seit 2012 ist der 52 km Trail du Petit Ballon mit Start- und Zielort Rouffach (Frankreich - Mitte März) Wertungslauf.

Der Rennsteiglauf legte im Januar 2015 die Federführung im ECU nieder. Sie wurde vom Alb Marathon übernommen. Gleichzeitig endete die Partnerschaft als ECU-Wertungslauf. Die Ranglistenberechnung beim ECU wurde von Jörg Schreiber (Alb Marathon) auf eine besser verständliche Form umgestellt. Weiteres hierzu ergibt sich auf der Webseite des ECU.

Mit der Neuausrichtung des ECU wurde formuliert: Ziel des ECU ist es Läuferinnen und Läufer aus Europa zusammenzubringen. Sie können durch die Partnerläufe des ECU schöne Landschaften in Europa erleben, neue Kontakte über die alten Grenzen hinweg entwickeln und aufzeigen "Ich laufe für Europa".

Entsprechend dieser Zielsetzung war auch die Europaabgeordnete Dr. Inge Gräßle aus Heidenheim sowie der Gmünder Oberbürgermeister Richard Arnold bei der Siegerehrung 2015 im Refektorium des Schwäbisch Gmünder Kulturzentrums "Prediger" dabei.

Siegerehrung im Europacup Ultramarathon 2015 im Refektorium des Kulturzentrums "Prediger": Moderator Marcel Egerter (Gmünd), Jakob Etter (Biel), Christoph Acker (Rouffach), Werner Stell und Paul Schiele, Europaabgeordnete Dr. Inge Gräßle, Oberbürgermeister Richard Arnold (Gmünd) Gabor Muhari (Ungarn), Klaus Wießner (Gößweinstein), Silke Ahrendts-Konold (Herbrechtingen) und Anja Karau (Tübingen)

2017 kommen jetzt mit dem 48 km Ultra-Trail in Bizau (Bregenzer Wald) und dem 56 km-Lauf in Monschau zwei neue sehr attraktive Wertungsläufe zum ECU.

Siegerinnen und Sieger

Geehrt werden jedes Jahr gleich nach dem letzten Wertungslauf, dem Alb Marathon Schwäbisch Gmünd gegen Ende Oktober, die 3 besten Frauen und Männer sowie jene die alle Wertungsläufe des laufenden Jahres erfolgreich gemeistert haben. Die Ergebnislisten aller Wertungen des ECU sind auf der Webseite www.europacup-ultramarathon.eu veröffentlicht und können dort auch herunter geladen werden.

Fazit zu 25 Jahre Europacup Ultramarathon

Im Juni 1992 hatte Dietmar Knies im Spiridon geschrieben: "Europacup droht vorzeitiges Aus". In der Serie 1993/94 waren es dann 151 Finisher die alle 3 Wertungsläufe (100 km Biel, Alb Marathon und Rennsteigsupermarathon) erfolgreich beendet hatten.

Aufgrund der Ergebnislisten 2011 aller Partnerläufe (mit Trail du Petit Ballon in Rouffach) wurde gezählt wie viele Nationen bei den einzelnen Läufen registriert waren. Es ergaben sich 16 Nationen aus Europa und 5 von außerhalb Europas. Darunter waren insgesamt 52 Läuferinnen oder Läufer aus Tschechien, 146 aus Slowenien, 225 aus Österreich, 431 aus der Schweiz, 449 aus Frankreich und 3102 aus Deutschland.

Eine entsprechende Zählung bei den Partnerläufen 2016 zuzüglich des neuen Partnerlaufs in Monschau (56 km - August) ergab folgende Teilnehmerdaten:
22 Nationen aus Europa und 7 von außerhalb Europas. Darunter waren insgesamt 122 Läuferinnen und Läufer aus Tschechien, 138 aus Slowenien, 94 aus Österreich, 577 aus der Schweiz, 677 aus Frankreich, 1251 aus Deutschland, 13 aus Italien, 58 aus Belgien, 11 aus Luxemburg und je 6 von Großbritannien und Polen.

Pressemitteilung von Erich Wenzel - Leiter Orgateam Alb Marathon und Beauftragter für den ECU

Vor dem Virgin Money London Marathon: Abbott World Marathon Majors mit veränderter Preisgeld-Struktur

Neu: Zuwendungen auch für gemeinnützige Organisationen

Abbott World Marathon Majors (AWMM), die Vereinigung der bedeutendsten Marathonläufe weltweit, ändert die Vergabepraxis des Preisgeldes, das den Läuferinnen und Läufern winkt, die im Ranking-System einer Jahreswertung vorne platziert sind. Wurden bisher ausschließlich die beiden Gesamtsieger belohnt (jeder 500.000 US Dollar), also der Läufer bzw. die Läuferin mit den meisten Punkten aus mindestens zwei Rennen sowie die beiden Sieger der Rennrollstuhl-Wertung (bisher 50.000 für die beiden Sieger), so umfasst die Preisgeldstruktur jetzt die ersten Drei jeder Wertungsklasse: Je 250.000, 50.000 und 25.000 US-Dollar für die ersten drei Männer bzw. Frauen und je 50.000, 25.000 und 10.000 US-Dollar in der Rennrollstuhlwertung.

Zusätzlich setzt AWMM einen Betrag von insgesamt 280.000 US Dollar frei für gemeinnützige Organisationen in den Städten der jeweiligen AWMM-Marathonläufe, also 40.000 Dollar für jeweiligen Standort (der Standort, bei dem die jährliche Serie startet bzw. endet, wird entsprechend zweimal bedacht). Jeder Sieger der jeweiligen Kategorie (Männer, Frauen Lauf bzw. Rennrollstuhl) übergibt dabei einen Betrag von 10.000 Dollar an eine gemeinnützige Organisation vor Ort, die er bzw. sie sich aussucht aus einer Vorschlags-Liste des jeweiligen Marathon-Veranstalters. Beim BMW BERLIN-MARATHON gibt es ein Auswahlverfahren von nachhaltigen Berliner Projekten für Kinder und Jugendliche.

Die neue Regelung tritt mit dem Start der Serie XI in Kraft, die beim Virgin Money London Marathon am kommenden Sonntag (23. April 2017) beginnt.

Eine Wertungsserie umfasst sechs bzw. sieben Rennen (sieben in Jahren mit einem Olympia- oder WM-Marathon).

Mit dem Boston Marathon am vergangenen Montag endete die AWMM-Serie X. Die Sieger in der jeweiligen Kategorie:

Männer: Eliud Kipchoge, Kenia
Frauen: noch offen*
Rennrollstuhl Männer: Marcel Hug, Schweiz
Rennrollstuhl Frauen: Tatjana McFadden, USA

*Da die bis dahin führende Läuferin, die Kenianerin Jemima Sumgong, im Frühjahr bei einer Trainingskontrolle positiv getestet worden war, bleibt die Position der führenden Frau vakant, bis nach Öffnung der B-Probe eine endgültige Entscheidung gefällt worden ist.

Abbott World Marathon Majors

Die AWMM sind gewissermaßen der Grand Slam der internationalen Marathonläufe. Hier sind die bedeutendsten Marathonläufe weltweit vereint: Tokio, London, Boston, Berlin, Chicago und New York sowie die Marathons bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Eine Wertungsserie umfasst sechs bzw. sieben Rennen (sieben in Jahren mit einem Olympia- oder WM-Marathon). Für einen Sieg in einem der Wertungsläufe gibt es 25 Punkte, Platz zwei erhält 16, Platz drei 9, Platz vier 4 und Platz fünf 1 Punkt. Gegründet wurde diese Vereinigung 2006. Die zehnte Wertungsserie endete vergangenen Montag beim Boston Marathon.

Serie XI

23. April 2017

Virgin Money London Marathon

6. August 2017

IAAF WM-Marathon London

24. September 2017

BMW BERLIN-MARATHON

8. Oktober 2017

Bank of America Chicago Marathon

5. November 2017

TCS New York City Marathon

25. Februar 2018

Tokio Marathon

16. April 2018

Boston Marathon

22. April 2018

Virgin Money London Marathon

SCC EVENTS Pressemitteilung vom 19. April 2017

Kathrine Switzer läuft am 17. April den Boston Marathon®

Die Frauenlauf Pionierin feiert 50. Jubiläum ihres historischen Laufs,
der die Frauenlaufwelt veränderte

Port Washington, NY (17.2.2017) 1967 schrieb die US-Amerikanerin Kathrine Switzer mit ihrer Teilnahme am traditionsreichen Boston Marathon Geschichte. Sie beendete - trotz Widerstand des Veranstalters - als erste Frau mit einer offiziellen Startnummer einen Marathon, was zum damaligen Zeitpunkt ausschließlich Männer vorbehalten war. Zum 50. Jubiläum dieses Vorfalls geht Switzer mit ihrer damaligen Startnummer 261 am 17. April in Boston wieder an den Start.

Historisches Foto 1967 © Boston Herald

Als 20jährige Studentin sorgte Kathrine Switzer 1967 für weltweites, mediales Aufsehen. Sie hatte sich mit ihren Initialen K.V. Switzer für eine offizielle Startnummer für eine Teilnahme am Boston Marathon beworben und erhielt die Nummer 261 zugeteilt. Trotz des wutentbrannten Rennleiters, der versuchte sie aus dem Rennen zu zerren, beendete sie das Rennen und widerlegte damit die damals vorherrschende Meinung, Frauen seien für den Ausdauersport nicht geeignet. In den darauffolgenden Jahren etablierte sie sich als erfolgreiche Läuferin, bestritt 39 Marathons und gewann unter anderem den prestigeträchtigen New York City Marathon. In den siebziger Jahren baute sie mit 400 Rennen in 29 Ländern die AVON Frauenlaufserie auf. Damit sicherte sie die Aufnahme des Frauenmarathons ins Olympische Programm. 1984 konnte erstmals eine Marathon Olympiasiegerin gekürt werden. 2015 gründete Switzer das soziale Frauen Laufnetzwerk 261 Fearless, das Frauen weltweit miteinander auf sportlicher Basis vereint.

"Ich freue mich sehr den 121. Boston Marathon mitlaufen zu können", so Kathrine Switzer. "Was vor 50 Jahren ein dramatischer Vorfall war, wurde letztendlich zu einem richtungsweisenden Moment - für mich und für Läuferinnen auf der ganzen Welt. Das Ergebnis sorgte für eine soziale Revolution: heute laufen in den USA mehr Frauen als Männer."

Trotz des missglückten Anfangs hieß der Veranstalter des Boston Marathons, die Boston Athletic Association, fünf Jahre später, 1972, erstmals Frauen als Teilnehmerinnen offiziell willkommen. Damals lief Kathrine Switzer auf Rang drei. Der Boston Marathon sorgte damit für ein nachhaltiges, weltweites Umdenken im Laufsport. "Wir freuen uns sehr Kathrine wieder aktiv im Rennen begrüßen zu dürfen, genau dort, wo der Ursprung der Frauenlaufsport Bewegung liegt", erklärt die B.A.A. Präsidentin Joann Flaminio. "Sie war und ist eine mutige Frau und es ist uns eine große Ehre sie anlässlich dieses geschichtsträchtigen Jubiläums im Ziel in Empfang nehmen zu dürfen."

"Die Reise hat erst begonnen"
Am 17. April begleiten Kathrine Switzer 118 Frauen und sieben Männer aus 20 Nationen, die für Switzer's 261 Fearless Non Profit Organisation Spenden gesammelt haben. Eine von Switzer's Begleiterinnen ist Rosy Spraker aus den USA: "Kathrine durchbrach damals nicht nur die gläserne Decken des Frauenlaufsports. Sie prägte ihn in den vergangenen 50 Jahren entscheidend. Mit dem von uns gesammelten Geld werden wir lokale 261 Fearless Frauen-Laufclubs aufbauen, Lauf-Betreuerinnen ausbilden und soziale Laufprogramme unterstützen - gleich, ob in Massachusetts/USA, Berlin oder Albanien. Wir freuen uns darauf viele Frauen damit erreichen zu können - sei es als Club Leiterinnen oder als Teilnehmerinnen."

Team 261 Fearless Trains for Boston Marathon with Kathrine Switze - Foto © Horst von Bohlen

"Es gibt nur dieses eine 50jährige Jubiläum für dieses eine Rennen, dass unsere Leben verändert hat", erklärt die heute 70jährige Switzer. "Ich trainiere hart und der großartige Spirit meines 261 Fearless Teams gibt mir Tag für Tag Antrieb weiter zu arbeiten. Am 17. April geht es mir nicht um eine bestimmte Zeit - ich möchte feiern, vereinen und dankbarsein für die Möglichkeit, die uns geboten wird. Ich laufe, um diesem Rennen, dieser Stadt, und diesen tausenden großartigen Zuschauern danke zu sagen, die alle zusammen uns Frauen in den letzten Jahrzehnten Kraft und Selbstbewusstsein gegeben haben."

Mehr Information zu Kathrine Switzer erfahren Sie unter www.marathonwoman.com

Pressemitteilung der 261 Fearless, Inc - Edith Zuschmann im Februar 2017

Über 261 Fearless, Inc.
261 Fearless, Inc. ist eine globale gemeinnützige Organisation, die von Frauenlaufpionierin Kathrine Switzer 2015 ins Leben gerufen wurde. Dieses soziale Frauen Laufnetzwerk hat sich als Ziel gesetzt Frauen aus aller Welt - unabhängig ihrer Herkunft, ihres Glaubens und ihrer Fähigkeiten - durch Laufen zu vereinen. Diese Plattform ermöglicht Frauen sich gegenseitig Mut zu machen, zu unterstützen und sich offen freundschaftlich auszutauschen, fern von bewertenden Vergleichen. Dazu dienen lokale Laufclubs, Ausbildungsmöglichkeiten für Frauen, Kommunikationsportale, Veranstaltungen und Merchandising. In Österreich und Deutschland gibt es aktuell neun 261 Club Lauftreffs. Weiteres: www.261fearless.org

Über B.A.A.
Gegründet 1887. Die Boston Athletic Association ist eine Non-Profit Organisation mit dem Auftrag gesunden Lebensstil durch Sport - besonders durch Laufen zu propagieren. Der von der B.A.A. alljährlich ausgetragene Boston Marathon ist der älteste Marathon der Welt. Weiter veranstaltet der Verband lokale Läufe und unterstützt Charity- sowie Laufprogramme. Seit 1986 ist John Hancock Financial der Hauptsponsor des Boston Marathon, der Teil der Abbott World Marathon Majors Serie ist, die die internationalen Städte Marathons in Tokio, London, Berlin, Chicago, und New York City beinhaltet. Mehr als 60.000 Läufer nahmen 2016 an B.A.A. Veranstaltungen teil. Der 121. Boston Marathon findet am Montag, den 17. April 2017 statt. Mehr Informationen finden Sie unter www.baa.org

Erklärung der Redaktion zur Rubrik Presse-Info

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Walter Wagner, verantwortlicher Redakteur & Herausgeber - 23. Mai 2018

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