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Köln Marathon: Hendrik Pfeiffer steuert dritten Erfolg an

Wie bei der Pressekonferenz am 12. April zum 22. RheinEnergie Marathon Köln bekanntgegeben wurde, wird Hendrik Pfeiffer auch 2018 wieder an den Start gehen. Nachdem er bereits 2015 in der Domstadt den Halbmarathon mit deutschem Juniorenrekord (1:03:43h) gewonnen hatte und im Vorjahr beim Marathon triumphieren und die Norm für die Europameisterschaft in 2:13:39h erfüllen konnte, wird der Wattenscheider am 7. Oktober 2018 in Köln erneut beim Halbmarathon starten und versuchen, den Streckenrekord von Leonard Langat aus 2010 (1:03:00h) zu knacken und damit eine neue persönliche Bestzeit aufzustellen. Köln ist für Pfeiffer ein ausgesprochen gutes Pflaster, auf eine erneute Teilnahme über die Langdistanz verzichtet der Athlet von Trainer Tono Kirschbaum zugunsten eines Starts bei der Europameisterschaft.

Eine Titelverteidigung im Marathon hingegen strebt Vorjahressiegerin Rebecca Robisch (2:42:59h) an, die ihre Zusage bereits gegeben hat. Mit dabei werden auch Laura Hottenrott, die HM-Siegerin von 2016, und Tobias Blum, HM-Sieger 2017, sein, ließ Geschäftsführer Markus Frisch wissen. Weitere Starter für das Elitefeld würden im Mai oder Juni hinzukommen, wenn die großen Frühjahresmarathons gelaufen und die Nominierung für die EM vollzogen sei. Man behalte aber das im letzten Jahr praktizierte Verfahren in jedem Fall bei, keine ausländischen Spitzenläufer mehr zu verpflichten, sondern dem hoffnungsvollen deutschen Langstreckennachwuchs eine Bühne zu geben.

Im Bereich der Teilnehmerzahlen konnte Frisch Positives vermelden. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres lägen über 2000 Meldungen mehr vor, davon entfallen auf Marathon 94 Läufer (insgesamt 3280), auf HM 1546 (7055) und auf den Staffelmarathon 384 (1084). Mit zurzeit 11.419 Meldungen insgesamt liege man 22 Prozent über dem Vorjahresniveau. Frisch geht davon aus, dass bis auf den Marathon alle anderen Wettbewerbe frühzeitig ausgebucht sein werden. Man werde einer größeren Nachfrage, die es vor allem im HM gebe, leider mit Limits begegnen müssen, um den Läufern die gewohnte Qualität bieten zu können. Der HM, Nummer zwei in Deutschland und Nummer sieben in Europa, wird bei 15.000 Teilnehmern gedeckelt, der Staffelwettbewerb bei 1000 Teams. Beim im letzten Jahr eingeführten Schülerlauf über vier Kilometer werde man das Limit um 1000 Läufer erhöhen und damit verdoppeln.

Nachdem der Standort der Marathonmesse in den letzten Jahren mehrfach wechselte und Station im Staatenhaus, in der Lanxess-Arena und in der Wassermannhalle machte, kehrt sie nun zu ihren Anfängen auf den Neumarkt zurück, den zentralen Platz in Köln, wo die Messe schon in den ersten Jahren stattfand. Dort, wo täglich mehr als 100.000 Menschen vorbeikommen, soll sie von nun an einen festen Platz haben. Neu ist auch, dass man sich ab diesem Jahr die Startunterlagen inklusive aller ‚Gifts' gegen einen kleinen Aufpreis in einem schick designten Sonderpaket zuschicken lassen kann. Das würde sehr gut angenommen, hieß es, denn etwa jeder vierte Läufer nutze diese Möglichkeiten schon jetzt. Keine Änderungen gegenüber dem Vorjahr wird es beim Streckenverlauf geben. Es bleibt dabei, dass im Kölner Süden bei Rodenkirchen etwas weiter gelaufen werde als früher, dafür wird im Norden ein Teilstück ausgespart. Die Strecke habe inzwischen eine nahezu optimale Ausformung gewonnen, meinte der Racedirektor, die über beide Hauptdistanzen absolut rekordfähig sein, wie frühere Ergebnisse und Bestleistungen gezeigt hätten.

Unter dem Motto "Deine Stadt - dein Ziel" wird der RheinEnergie Marathon Köln am 7. Oktober zum 22. Mal ausgetragen. Dabei wollen die Organisatoren den Teilnehmern noch mehr Qualität bieten. Unter anderem wird man den Zieleinlauf am Kölner Dom deutlich verbreitern und die Logistik im Hinterzielbereich merklich entzerren. Die Afterraceparty bleibt im Reissdorf, das habe sich bewährt und wäre sehr beliebt.

Für LaufReport berichtete von der Pressekonferenz: Michael Schardt
Foto © Michael Schardt

Kein IWB Basel Marathon 2018

All unseren Läufern in den letzten Jahren müssen wir mitteilen, dass der IWB Basel Marathon 2018 leider nicht stattfinden wird. Im Jahr 2018 wollten wir den Läufern ein noch besseres Erlebnis bescheren. Aus wirtschaftlichen Gründen aber war uns das nicht möglich, was uns dazu bewogen hat, die Veranstaltung 2018 abzusagen. Wir möchten uns bei all unseren Läufern, Freiwilligen, Sponsoren, Behörden und Helfern für großartige Veranstaltungen bedanken. Nochmals vielen Dank und viel Glück bei all Euren sportlichen Abenteuern.

Mitteilung per Newsletter des Veranstalters IWB International Management (Schweiz) Group vom 9.4.2018 - der IWB Basel Marathon war für den 23.9.2018 geplant.

René van Zee sprach mit Sondre Moen

Im Athleten-Hotel Raffl in Leifers bei Bolzano (Bozen) sprach ich mit dem norwegischen Marathonläufer Sondre Moen, der an Silvester am weltbekannten Silvesterlauf, 43. Boclassic, teilnehmen wird. Sondre Moen lief voreinigen Wochen in Fukuoka für viele überraschend einen neuen Marathon-Europarekord in 2:05:48 und verbesserte den alten Rekord des in Kenia geborenen Türken Kaan Kigen Özbilen (2:06:10) klar. Moen hatte dieses Jahr in Hannover den norwegischen Rekord auf 2:10:07. Er beendete das Rennen in Hannover leicht verletzt und dadurch war seine Zeit nicht so gut wie er erwartet hatte.

René van Zee traf Sondre Nordstad Moen in Bozen

Sondre Moen hat schon eine lange Karriere hinter sich. 2008 wurde er in Brüssel Vizeeuropameister im Crosslauf. 2011 wurde er U23-Europameister über 5000m in Ostrava, im gleichen Jahr wurde er Dritter bei der U23-Europameisterschaft im Cross in Velenje. Wegen kleiner Probleme und kleinen Verletzungen stagnierte seine Entwicklung. Einige Jahre später kam doch der Durchbruch. Er trainiert sehr oft in Kenia: voriges Jahr 223 Tage. "Ich bevorzuge Kenia, weil mir das Leben dort am wenigsten Ablenkung gibt. In Flagstaff oder Südafrika ist viel zu viel zu erleben und das ist nicht gut, wenn man optimal trainieren will. Wenn man etwas erreichen will, dann sollte man sich nur auf den Sport fokussieren, in diesen Fall das Laufen."

Viel Unterstützung vom norwegischen Verband bekommt er nicht: 11.000 Euro… "Man verlangt von mir auch noch eine Erklärung, dass ich das Geld wie ausgemacht verwendet habe." Im Schnitt trainiert er 168km pro Woche. "Ich trainiere ab und zu in Europa in Sestriere und St. Moritz." Moen ist davon überzeugt, dass das Trainieren in Kenia nur sinnvoll ist, wenn man längere Zeit bleibt. Mit diesem Höhentraining sollte man früh anfangen. Aber Moen glaubt, dass der wichtigste Faktor ist, dass man nicht abgelenkt wird. "Ich wohne fast immer im Kerio View in Eldoret (Jean Pierre Fourier) oder bei Lornah Kiplagat." Weil sein Magen das Essen in Kenia nicht gut verträgt, wohnt er nicht bei den Kenianern, mit denen er oft zusammen trainiert. Er findet den Crosslauf als Basistraining wichtig, man braucht sich dann nicht auf Zeiten zu konzentrieren. Ich kenne zu viele Leichtathleten, die im Winter Hallenleichtathletik machen und manchmal im Winter besser in Form sind als im Sommer.

2018 plant er auf jeden Fall die Teilnahme an der Halbmarathon-Weltmeisterschaften Ende März in Valencia. Anfang Juni macht er einen Rekordversuch über 10.000 Meter beim Bisletgames in Oslo. Weitere Pläne sind noch nicht sicher. Bei den Europameisterschaften in Berlin schwankt er noch zwischen Marathon und 10.000m. Wenn ich über 10.000m starte, laufe ich im Herbst einen Marathon. Es gibt ein Problem, da ich Schwierigkeiten mit meiner linken Ferse habe, muss ich mich operieren lassen. Zwei Möglichkeiten: Nach dem EM-Marathon oder wenn ich in Berlin 10.000m laufe nach dem Herbstmarathon.

Moen war auch oft in Deutschland am Start, u.a. beim Hannover-Marathon, in Würzburg 10K und beim Paderborner Osterlauf. "Ich finde es interessant in meiner Karriere an vielen Läufen teilgenommen zu haben. Ich denke darüber nach, beim EM-Cross in Tilburg zu starten und die norwegische Mannschaft zu unterstützen."

Seit September 2016 trainiert er beim erfolgreichen italienischen Coach Renato Canova. Die Zusammenarbeit verläuft sehr gut. Machte er früher viele schnelle Trainingseinheiten hintereinander, macht er das jetzt nicht mehr. Seine langen Dauerläufe (einmal pro Woche) sind Qualitätsläufe.

Sondre Moen, ein sehr engagierter Athlet. Bei ihm steht nur das Laufen im Vordergrund. Ein von ihm begeisterter Canova: "Dieses Jahr war er in Sestriere im Trainingslager, mietete sich selbst ein Apartment und trainierte einen ganzen Monat alleine."

René van Zee am 30.12.2017

Vienna City Marathon zum Thema "Sport" in der neuen Regierung:

Wir Veranstalter brauchen im Sport eine Stimme!

Anders als in der Vergangenheit wird im aktuellen Regierungsprogramm dem Thema "Sport" durchaus breiter Raum eingeräumt. Alle, denen der Sport am Herzen liegt, können das nur positiv sehen.

Unverändert bleibt hingegen der engsichtige Fokus auf Verbände und Institutionen des organisierten Sports. Dies ist auch in aktuellen Stellungnahmen der Bundes-Sportorganisation (BSO) zur Regierungsbildung so ersichtlich.

"Der Stellenwert privater Sportveranstalter und die damit verbundenen Chancen werden weiterhin nicht erkannt. Die großen Bewegungsinitiativen der österreichischen Sportszene brauchen jedoch ein intelligentes Mitwirken und volle Unterstützung. Keine einzige jährlich wiederkehrende nationale und internationale Breitensportveranstaltung wird auf Initiative der österreichischen Sportstrukturen organisiert bzw. veranstaltet. Wir Veranstalter, die hunderttausende Menschen zum Sport aktivieren, brauchen eine Stimme, um unseren Anliegen Gehör zu verschaffen", so Wolfgang Konrad, Veranstalter des Vienna City Marathon, der mit jährlich über 42.000 gemeldeten Teilnehmern aus über 120 Ländern größten Sportveranstaltung Österreichs.

Die Revolution in der Bewegungskultur der letzten Jahrzehnte und alle damit verbundenen sozialen und technologischen Innovationen wurden von privaten Initiativen ins Leben gerufen, nicht von den offiziellen Sportinstitutionen. Der Laufsport und andere Bereiche des Ausdauersports haben sich enorm entwickelt und unsere Gesellschaft verändert. Freizeitsportler sind von belächelten Außenseitern zu Vorbildern in unserer Gesellschaft geworden. Laufveranstaltungen sind heute angesehene " Active Lifestyle Events".

Active Lifestyle Veranstaltungen wie der Vienna City Marathon sind auch ideale Plattformen für österreichische Spitzensportler zur Limit-Erbringung für internationale Großveranstaltungen wie Olympische Spiele, Welt- oder Europameisterschaften, oder zur Erbringung nationaler und internationaler Rekorde.

Dennoch haben Active Lifestyle Veranstaltungen im organisierten Sport (BSO, Dach- und Fachverbände) keine Stimme und sind aus der politischen Diskussion ausgeklammert.

Sie werden im Vergleich zu einmalig stattfindenden Veranstaltungen in Bezug auf die Mittelverteilung der öffentlichen Hand unverhältnismäßig bzw. gar nicht berücksichtigt.

Wenn von Sportgroßveranstaltungen die Rede ist, sind stets internationale Meisterschaften gemeint, die nur ein einziges Mal stattfinden, meist nur geringe Nachhaltigkeit aufweisen und häufig mit kostenintensiven Infrastrukturmaßnahmen verbunden sind.

Großveranstaltungen wie der Vienna City Marathon sind sichtbarer Ausdruck und treibende Kräfte der aktiven Sportausübung. Sie mobilisieren hunderttausende Menschen jährlich wiederkehrend zum Sport, sind die Quelle für einen gesünderen und bewussteren Lebensstil, und das ohne Infrastrukturkosten und mit enormen wirtschaftlichen gesundheitlichen und nachhaltigen Effekten. Sie sind der Ausdruck für ein gemeinsames und friedvolles Miteinander unabhängig von Nation, Religion und Hautfarbe, so Wolfgang Konrad in seinen Anliegen an die neue Bundesregierung.

Die großen Bewegungsinitiativen der österreichischen Sportszene benötigen in der Politik eine Vision sowie ein intelligentes Mitwirken. Sie benötigen die volle Unterstützung, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden und die darin verbundenen Chancen für die ganze Gesellschaft wahrzunehmen.

Danke für Ihr Interesse und die Berichterstattung! VCM-Team, Andreas Maier.

VCM-Pressemitteilung vom 18.12.17

Lauf-Wahl leicht gemacht....

Lauftermine bei Lauftreff.de

Im Laufkalender unseres Berliner Partners Lauftreff.de sind weit über 5000 Volkslauf-Veranstaltungen aufgelistet.

Besonderer Service der LaufReport-Partnerseite Lauftreff.de sind ausgereifte Suchmaschinen zur effektiven Auswahl geeigneter Laufveranstaltungen. Die Auswahlangaben sind jeweils verlinkt zu weiteren Infos bzw. zur Veranstalter-Homepage sowie zu verhandenen Laufankündigungen im LaufReport. Die Daten werden laufend aktualisert und auf den neuesten Stand gebracht.

GRR-Ehrungen mit hohem Stellenwert in der Laufszene

Arne Gabius und Alina Reh sind die Straßenläufer des Jahres 2017. Sie werden bei der Jahresmitgliederversammlung in Würzburg (1. bis 3. Dezember) mit einem Sonderpreis für ihre herausragenden Leistungen in der Saison 2017 ausgezeichnet. Für besondere Leistungen im Nachwuchsbereich werden die zweifache U20-Europameisterin Lisa Oed und der U20-EM-Fünfte über 5000 m Markus Görger mit dem GRR-Förderpreis geehrt. Trainer des Jahres ist Lisa Oeds Trainer Sascha Arndt. Den Organisatorenpreis erhält die Agentur eichels: Event GmbH als Veranstalter des HAJ Hannover Marathon, bei dem aktuell auch die deutschen Halbmarathonmeisterschaften integriert sind. Mit dem GRRAward für sein Lebenswerk wird Christoph Herle ausgezeichnet, der 1984 als Olympiafünfter über 10.000 m sein bestes internationales Resultat erzielen konnte.

"Mit der Preisübergabe unterstreicht German Road Races seine Kompetenz für die deutsche Laufszene", so Horst Milde als Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Läufe in Deutschland. "Wir sind stolz darauf, dass es uns von Jahr zu Jahr gelingt, herausragende Leistungen in einem würdigen Rahmen auszuzeichnen. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtig, zu den Zahlen und Medaillentabellen auch Gesichter zu präsentieren, die für die herausragenden Leistungen stehen. Ebenso wichtig ist es uns, die zumeist im Hintergrund stehenden Trainer zu ehren, denn ohne diese unermüdliche Arbeit wären viele Erfolge nicht machbar!"

Erstmals zeichnet German Road Races die Straßenläufer der Saison. Mit zwei U23-Rekorden über 10 km (31:38) und Halbmarathon (1:11:21) konnte dabei Alina Reh, die bereits als Jugendliche zweimal mit dem GRR-Nachwuchspreis ausgezeichnet wurde, ihre Vielseitigkeit auf der Bahn und im Cross nun auch mit herausragenden Leistungen auf der Straße fortsetzen. Arne Gabius ist mit zwei herausragenden Leistungen über die Halbmarathon- und Marathondistanz (1:02:31 in Kopenhagen bzw. 2:09:59 in Frankfurt) nach fast zwei schwierigen Jahren an die Spitze der deutschen Laufszene zurückgekehrt.

Seit 2004 bereits vergibt GRR Förderpreise an talentierte junge Läufer und Läuferinnen, die mit außerordentlich guten Leistungen und Erfolgen national wie auch international schon aufhorchen ließen und damit Perspektiven für die Zukunft aufweisen. Der Förderpreis ist entweder mit einem Zuschuss zur Finanzierung von Trainingslagern und physiotherapeutischen Begleitmaßnahmen dotiert oder mit der Übergabe eines wertvollen Sachpreises verbunden. Die Liste der bereits ausgezeichneten Nachwuchsläufer ist überaus honorig und weist mit zum Beispiel Gesa-Felicitas Krause, Anna Hahner, Corinna Harrer, Katharina Heinig, Alina Reh und Konstanze Klosterhalfen bzw. Martin Grau, Homiyu Tesfaye, Patrick Karl und Markus Görger absolute Spitzenkönner der Szene auf.

Seit 2005 ehrt GRR Trainer, die sich seit Jahrzehnten um die Leichtathletik und den Laufsport im Besonderen verdient machten. Trainer stehen zumeist im Schatten ihrer erfolgreichen Athleten und Athletinnen, aber ohne sie wäre der Erfolg nicht möglich. Ihre Ehrung bedeutet meist eine späte, aber nicht minder wichtige Anerkennung ihrer langjährigen Tätigkeit im Dienst des Sports, der oft auch noch ehrenamtlich geleistet wird. GRR möchte mit dieser Anerkennung allen Trainern, den Helfern und dem Vereinsstab, der sich auch noch um das Wohl der Athleten kümmert, danken und gleichzeitig motivieren, diese Aufgabe weiterhin für die Zukunft der Leichtathletik zu erfüllen. Klaus-Peter Weippert, Heiner Weber, Jürgen Stephan, Kurt Ring, Günther Scheefer oder Günter Zahn stehen für Hunderte von ehrenamtlich arbeitenden Trainern und Übungsleiter in den Vereinen.

2011 hat German Road Races die Ehrung für Organisatoren eingeführt. Ohne Organisatoren, Mitarbeiter oder Funktionäre, ehrenamtlich oder hauptamtlich, würde keine Veranstaltung, kein Lauf, kein Sportfest "über die Bühne" gehen können. Ohne den Einsatz, das Engagement und die Ideen und Initiativen der Organisatoren gäbe es die vielen Läufe und Sportfeste nicht, insofern ist es angebracht, die "Macher" hinter den Kulissen auch öffentlich mit einer Ehrung ein Dankeschön auszusprechen. Neben Friedhelm Boschulte, Gerd Zachäus, Alfred Langenbrunner und Wolfgang Kucklick konnten in den letzten Jahren auch Vereine/ Organisationen wie der SCC Berlin, BMS Die Laufgesellschaft und der Paderborner Osterlauf ausgezeichnet werden.

Der GRR-Award für das "sportliche Lebenswerk" wird seit 2013 vergeben. Wer kennt sie nicht, die Erfolge von Christa Vahlensieck, Hans Grodotzki, Charlotte Teske, Katrin Dörre-Heinig und aktuell von Christoph Herle, die mit herausragenden Ergebnissen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften der Rekordleistungen für Schlagzeilen sorgten. German Road Races möchte hier den "Heroen" früherer Tage eine Bühne geben - und neben den herausragenden sportlichen Leistungen auch das persönliche Erscheinungsbild des Preisträgers würdigen.

GRR Pressemitteilung von Wilfried Raatz vom 19. November 2017

Jürgen Kessing zum neuen DLV-Präsidenten gewählt

Eine Ära geht zu Ende, eine neue beginnt: Jürgen Kessing ist am Samstag beim 47. DLV-Verbandstag in Darmstadt zum neuen Präsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gewählt worden. Der 60-Jährige tritt die Nachfolge von Dr. Clemens Prokop an, der 17 Jahre lang an der Spitze des DLV stand.

Seit 2001 hatte Dr. Clemens Prokop das DLV-Präsidium angeführt, nur Max Danz (1949 bis 1970) war länger Präsident. Der promovierte Jurist aus Regensburg und Vorreiter im Anti-Doping-Kampf übergibt den Verband in der besten wirtschaftlichen Situation seiner Geschichte an seinen Nachfolger Jürgen Kessing. Der Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen wurde am Samstag auf dem Verbandstag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) von den Delegierten mit großer Mehrheit (88,3 Prozent) zum neuen Präsidenten gewählt.

Neuer DLV-Präsident: Dr. Clemens Prokop (re.) übergibt den Staffelstab nach 17 Jahren an
Jürgen Kessing. Copyrights "Benjamin Heller"

Der 60-jährige Familienvater zweier Töchter und frühere Zehnkämpfer beim ABC Ludwigshafen wird fortan die Geschicke des Verbandes leiten. Der in Worms geborene Diplom-Verwaltungs- und Betriebswirt, der unter anderem in der Staatskanzlei von Rheinland-Pfalz und als Bürgermeister von Dessau (2001 bis 2004) tätig war, will an die Errungenschaften von Prokop anschließen.

"Ich habe meine Sozialisation in der Leichtathletik erfahren", sagt der ausgebildete DLV-A-Trainer Sprung, der am Stützpunkt in Mannheim gearbeitet hat. "Ich kann der Leichtathletik durch meine Lebens- und Berufserfahrung viel zurückgeben." Den Anti-Doping-Kampf möchte Kessing weiterführen. "Wir wollen Chancengleichheit für alle." Auch die Erhöhung der Mitgliederzahlen ist eines seiner Ziele.

Dr. Clemens Prokop zum Ehrenpräsidenten ernannt

Prokop wird dem Präsidium mit seiner Expertise als Ehrenpräsident weiter erhalten bleiben und auch als Chef-Organisator der EM in Berlin (6. bis 12. August 2018) das nächste Highlight mitgestalten. Eine seiner größten Errungenschaften war die Verabschiedung des Anti-Doping-Gesetzes im Bundestag, für das sich der 60-Jährige jahrelang stark gemacht hat.

"Der Kampf gegen Doping ist unsere zentrale Herausforderung, ohne einen fairen Wettbewerb wird die Leichtathletik keine Zukunft haben", sagt der bisherige Präsident. "Die Leichtathletik ist ein kultureller Schatz, für den wir Tag für Tag gemeinsam kämpfen müssen."

DLV Medienservice - Meldung vom 18.11.2017

Eliud Kipchoge und Mary Keitany Marathonläufer des Jahres

Eliud Kipchoge und Mary Keitany sind die Marathonläufer des Jahres. Die beiden Kenianer wurden am Freitagabend bei einer Gala in Athen mit dem "AIMS Best Marathon Runner"-Preis ausgezeichnet. Die Gewinner wurden in einer Abstimmung unter gut 400 internationalen Laufveranstaltern ermittelt, die zu AIMS gehören. Die Athener Gala wurde vom internationalen Marathon- und Straßenlauf-Verband AIMS gemeinsam mit dem griechischen Leichtathletik-Verband SEGAS organisiert und live im staatlichen griechischen Fernsehen übertragen. Am Sonntag veranstaltet SEGAS den Athen-Marathon mit einem Rekordfeld von 18.500 Läufern.

 

Eliud Kipchoge mit dem BMR-Preis in Athen 2015
Mary Keitany mit ihrer Familie bei der Gala in Athen
Fotos © SEGAS-AMA

Bereits zum dritten Mal in Folge wurde Eliud Kipchoge als "AIMS Best Marathon Runner" ausgezeichnet. In den vergangenen zwölf Monaten hatte der Kenianer erneut seine Extraklasse bewiesen. Im September gewann er den Berlin-Marathon mit einer Jahresweltbestzeit von 2:03:32 Stunden. Zuvor hatte er Anfang Mai bei einem nicht regelkonformen Rennen auf dem Formel-1-Kurs von Monza die Traum-Barriere von 2:00 Stunden angegriffen. Sensationell blieb er dabei nur 25 Sekunden über dieser Schallmauer.

"Es ist eine große Ehre für mich, zum dritten Mal den AIMS Best Marathon Runner-Preis zu erhalten", sagte Eliud Kipchoge, der aus persönlichen Gründen jedoch nicht in Athen anwesend sein konnte. "Ich war vor zwei Jahren bei der Gala in Athen, und das war eine wunderbare Erfahrung."

Mary Keitany wurde zum ersten Mal Marathonläuferin des Jahres. Sie hatte vor einem Jahr zum dritten Mal in Folge den New York-Marathon gewonnen und triumphierte dann im April beim London-Marathon mit einem Afrikarekord von 2:17:01 Stunden. Diese Zeit ist zugleich ein Weltrekord für reine Frauen-Marathonrennen. "Ich hatte schon 2014 gesagt, dass ich glaube, dass der Weltrekord für reine Frauen-Rennen zu erreichen ist. Das habe ich geschafft", sagte Mary Keitany. Bezogen auf die Weltrekordzeit von Paula Radcliffe (2:15:25 Stunden) hielt sich die Kenianerin zurück: "Ich denke, ich werde versuchen, mich weiter zu verbessern und unter 2:17 zu laufen. Ich weiß nicht, ob 2:15 zu erreichen ist."

Mit dem "AIMS Lifetime Achievement Award" wurde in Athen Rosa Mota ausgezeichnet. Die Portugiesin war 1987 Marathon-Weltmeisterin und gewann ein Jahr später auch beim olympischen Marathon Gold. In Athen hatte sie 1982 den ersten ihrer drei EM-Titel im Marathon gewonnen. Während der Kapstadt-Marathon mit dem "AIMS Green Award" ausgezeichnet wurde, erhielt der Medellin-Marathon den "Social Award".

Der stellvertretende Sportminister Griechenlands, Giorgos Vassiliadis, erklärte während der Gala, die im staatlichen griechischen Fernsehen 90 Minuten lang live übertragen wurde: "Während der letzten Jahre hat sich der Athen-Marathon zu einer der wichtigsten Sportveranstaltungen Griechenlands entwickelt. Er steht für die Legende und die Historie und findet heute weltweite Beachtung. Athen ist die Heimat des Marathons."

Weitere Informationen www.athensauthenticmarathon.org

Pressemitteilung: Athen-Marathon am 11. November 2017



1 Jahr SwissRunners Ticket – ein Erfolg

Dank der Zusammenarbeit zwischen SBB RailAway und den SwissRunners ist seit dem 1. Januar 2017 bei 18 Laufsportveranstaltungen die An- und Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr aus der ganzen Schweiz im Startgeld inbegriffen. Mit dem SwissCityMarathon – Lucerne vom 29. Oktober 2017 fand in diesem Jahr die letzte Laufveranstaltung statt, die dieses kostenlose öV-Billett für die An- und Rückreise, das sogenannte SwissRunners Ticket, anbot. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen: Insgesamt lösten 60’000 Teilnehmende ein SwissRunners Ticket und trugen dadurch dazu bei, die Klimabilanzen der Laufveranstaltungen weiter zu verbessern.

An den 18 Veranstaltungen, die das SwissRunners Ticket inkludierten, nahmen in diesem Jahr mehr als 170'000 Personen teil, was sogar etwas mehr ist als im vergangenen Jahr. Davon lösten 60’000 Personen das SwissRunners Ticket und profitierten von der kostenlosen An- und Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr aus der ganzen Schweiz. Mit der Einführung des SwissRunners Tickets anfangs 2017 haben 18 Laufveranstaltungen eine vorbildliche und einmalige Lösung zur umweltschonenden Anreise an Events geschaffen. Der Transport macht in Bezug auf den gesamten CO2 Ausstoss der Veranstaltungen den grössten Anteil aus. Mit dem SwissRunners Ticket wird genau da der Hebel angesetzt und der CO2 Ausstoss weiter reduziert. Im Durchschnitt reisten in diesem Jahr 36 Prozent der Teilnehmenden mit einem SwissRunners – Ticket und zusätzlich rund 10% mit einem ÖV-Abo klimaschonend mit der Bahn und öffentlichen Nahverkehrsmitteln an die SwissRunners Veranstaltungen.

Auch 2018 wird das SwissRunners Ticket wieder an den grössten und schönsten Schweizer Laufveranstaltungen im Startgeld inklusive sein:

Swiss Snow Walk & Run Arosa 13.01.2018
Bremgarter Reusslauf 24.02.2018
Kerzerslauf 17.03.2018
Zürich Marathon 22.04.2018
20km Lausanne 28./29.04.2018
Luzerner Stadtlauf 28.04.2018
Grand-Prix von Bern 19.05.2018
Auffahrtslauf St. Gallen 10.05.2018
Stralugano 26./27.05.2018
Bieler Lauftage 07.-09.06.2018
Schweizer Frauenlauf Bern 10.06.2018
Aletsch Halbmarathon 24.06.2018
Swiss Alpine Marathon 22.-29.07.2018
Jungfrau-Marathon 07.-08.09.2018
Greifenseelauf 22.09.2018
Morat-Fribourg 07.10.2018
Hallwilerseelauf 13.10.2018
SwissCityMarathon - Lucerne 28.10.2018

Swiss Runners Medientext vom 08.11.2017

GRR stellt gefordertes neues Förderkonzept für den Crosslauf vor

GRR hat im Verbund mit im Laufsport führenden Vereinen, Trainern und Athleten ein Konzept für die Entwicklung des Crosslaufes entworfen - und fordert den DLV zur Erarbeitung eines neuzeitlichen Konzepts für den Mittel- und Langstreckenlauf auf Seit Jahren sind die Ergebnisse bei internationalen Auftritten im Crosslauf (und darüber hinaus im gesamten Laufbereich, Ausnahmen gibt jedoch erfreulicherweise!) eher unbefriedigend. Die Verfasser des Konzepts sehen den Crosslauf mit seinen vielfältigen, leistungsentwickelnden Facetten als wichtige Vorbereitungsstufe für eine erfolgreiche Bahn und Straßenlaufsaison an.

Ein Konzept kann jedoch nur dann greifen, wenn dieses einher geht mit grundsätzlichen Änderungen beim Verhältnis des Dachverbandes zu seinen Athleten/Innen, deren Vereine und den die Arbeit vor Ort leistenden Trainern. Der moderne Leistungssport bringt es aber auch mit sich, dass der traditionelle Begriff des Amateursportlers nicht mehr zielführend ist, so müssen die Rollen der beteiligten Institutionen "Athlet", "Verein" und "Verband" dringend neu geschrieben werden. Deshalb erfolgt zum entwickelten Cross-Konzept, das German Road Races (GRR) e.V. zusammen mit im Laufsport führenden Vereinen, Trainern und Athleten entworfen hat, vorgestellt eine Präambel. Der Dachverband wird zudem aufgefordert, ein neuzeitliches Konzept für den Bereich Mittel- und Langstrecke zu erarbeiten.

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"Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs" kritisiert neue Ausländer-Regel

Vereine werden für ihre Integrations-Arbeit bestraft

Kassel. Schon im letzten Jahr hatte der "Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs e. V." die unglückliche Terminplanung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für die nationalen Meisterschaften im Straßenlauf kritisiert. Geändert, so sehen es die Vorstandsmitglieder des Vereins, hat sich seitdem wenig.

 

Zwar sind die Termine für die Marathon-DM (Frankfurt) und Halbmarathon-DM (Hannover) festgelegt. "Aber für die DM in Hannover am 9. April kann man als DM-Starter noch nicht zu den jetzt günstigen Tarifen melden, da sie in den Hannover-Marathon eingebunden ist, sondern erst später zu teureren", bemängelt Fördervereins-Vorsitzender Winfried Aufenanger (Kassel). "In Frankfurt beträgt die Startgebühr 99 Euro, aber für die integrierten Hessischen Meisterschaften gab es noch nicht einmal eine Siegerehrung", sagte Aufenanger auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins in Kassel.

Unterstützen auch weiterhin junge Athleten: (v.l.) Vorsitzender Winfried Aufenanger, Werner Wirth, Peter Siebel, Werner Grommisch, Nikolaj Dorka, Brigitte Aufenanger und Rosi Siebel vom "Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs".
Foto: Michael küppers /punkt.waldert.küppers.

Die Botschaft des Vereins, der sich seit vielen Jahren vor allem die Unterstützung der deutschen Läufer auf die Fahne geschrieben hat, ist eindeutig: Die Deutschen Marathon-Meisterschaften sollten wieder mehr den kleineren oder mittleren Marathons zugesprochen werden: "Man drängt jetzt die Talente in die großen Marathons, das ist der falsche Weg." Schriftführer Werner Grommisch (Essen): "Wir müssen auch die Prämienausschüttung für die Deutschen Meister attraktiver machen."

Eine andere Entwicklung gehe ebenfalls in die falsche Richtung. Die neue Regel, dass keine Ausländer mit deutschem Startpass mehr bei den Deutschen Meisterschaften gewertet werden, "ist ein falsches Signal", so der Förderverein-Vorstand. Bisher waren zum Beispiel Nicht EU-Staatsbürger bei Deutschen Meisterschaften startberechtigt, wenn sie seit mindestens einem Jahr ihren ständigen Aufenthalt im DLV-Gebiet hatten sowie zusätzlich einen Startpass für einen deutschen Verein besaßen. Gerade Vereine, die sich sehr stark für die Integration einsetzen, werden nun für ihre Initiativen bestraft, auch wenn der DLV diese Kritik in seiner Stellungnahme zur Regeländerung zurückweist. Vor allem für die Mannschaftswertungen könnte das starke Auswirkungen haben. Dass parallel die Regel für die Landesverbände nicht gelte, mache die Sache zusätzlich kompliziert. Möglich also, dass ein Athlet in der Deutschen Bestenliste nur mit Zusatzanmerkung aufgeführt wird, in der Landesbestenliste aber mit seiner Leistung ganz normal. "Das kann so wirklich nicht sein", fordert Winfried Aufenanger, der dabei auch Zuspruch von deutschen Athleten erhält, die sich durchaus weiter offen der Konkurrenz stellen wollen. Auch Martin Grüning, Chefredakteur von "Runner's World", übt in seiner klugen Klartext-Kolumne "Heimlich, still und leise" in der aktuellen Ausgabe scharfe Kritik an der neuen Regel.

Als Erfolg wertete der Förderverein, dass die Olympianormen in diesem Jahr runtergesetzt wurden - nach massiver Kritik zuvor, auch vom Förderverein. Allerdings fiel der Rückblick auf Olympia und die Europameisterschaft (Halbmarathon) nicht zufrieden stellend aus. "Unsere Marathon-Männer haben sich in Rio zwar insgesamt positiv dargestellt", zog Aufenanger Bilanz, "aber in Zukunft sollte man international mal wieder mehr riskieren und eine andere Taktik wählen." Olympiatourismus sollte nicht das Ziel sein, dabei nahm der Förderverein die Leistung von Anja Scherl ausdrücklich aus, die trotz der Doppelbelastung durch Beruf und Sport aus dem Olympia-Straßenlaufteam herausragte.

Auch 2017 unterstützt der "Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs" wieder Athleten mit einem Zuschuss. Hendrik Pfeiffer (23, TV Wattenscheid), der sich nach verletzungsbedingten Olympia-Aus nun auf Tokio 2020 vorbereitet, gilt mit seinen 2:13:11 beim Düsseldorf-Marathon als Mann der Zukunft auf der Königsdistanz und passt mit seinen Ambitionen und seinem Ehrgeiz ebenso in das Förderungsprofil wie Jens Nerkamp (27, PSV Grün-Weiß Kassel), der in diesem Jahr bei der Halbmarathon-EM in Amsterdam sein Nationalmannschaftsdebüt feierte und behutsam im Marathon auf der "Road to Tokio" aufgebaut werden soll. Als Dritte im Bunde kommt U23-Läuferin Franziska Reng (LG Telis Finanz Regensburg) in den Genuss der Förderung. Die 20-jährige Studentin will ebenfalls künftig die Richtung Marathon einschlagen. "Dass wir 2017 drei statt bisher zwei Athleten fördern, zeigt, dass wir uns auch weiterhin stark für den Laufbereich einsetzen werden", betont Winfried Aufenanger, der mit dem Förderverein einen intensiveren Interessensaustausch auf Trainer- und Funktionärsebene fordert.

Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs e.V. - Presse-Info 2.1.2017

Der MÜNCHEN MARATHON erhält den Social Award der AIMS

Weltkongress der Marathonveranstalter ehrt Münchner Engagement für Flüchtlinge

Montag, 7. November 2016 - Für die 2015 ins Leben gerufene Aktion "Laufend integrieren" wird der MÜNCHEN MARATHON am kommenden Freitag in Athen ausgezeichnet. Die Münchner Veranstaltung, die auch 2016 wieder mehr als 20.000 Teilnehmer verzeichnet hatte, wird von der "Association of International Marathons and Distance Races" (AIMS) auf deren Weltkongress mit dem "Social Award" ausgezeichnet. Zu den Geehrten gehören außerdem die lebende Langstreckenlegende Haile Gebrselassie (Äthiopien) für sein Lebenswerk sowie Eliud Kipchoge (Kenia), der 2016 den London Marathon gewann und in Rio de Janeiro auch noch Olympiasieger wurde, und Jemima Sumgong, ebenfalls aus Kenia, der Gleiches bei den Frauen gelang.

Im Marathon geht es nicht nur darum, Spitzenzeiten zu würdigen, sondern auch besondere Initiativen. Die AIMS orientiert sich an den acht Millenniums-Entwicklungs-Zielen der Vereinten Nationen für eine bessere Welt und findet, dass der MÜNCHEN MARATHON sich mit seinen Projekten zur Einbindung von Flüchtlingen. Stichwort "Laufend integrieren" besonders hervor tut.

Im Sommer 2015 war München die erste Anlaufstelle für Menschen gewesen, die vor Krieg und Armut ihre Heimat verlassen hatten, täglich trafen Tausende in Sonderzügen am Münchner Hauptbahnhof ein. Einige Wochen später, beim Marathon-Wochenende, standen sie als Helfer an der Strecke. Einige wagten sich auch selbst auf die Strecken (Marathon, Halbmarathon, 10 KM). Zusammen mit dem Sozialreferat der Stadt München und verschiedenen Hilfsorganisationen hatte der MÜNCHEN MARATHON schnell reagiert und ein eigenes Programm zur Integration von Flüchtlingen in die Laufveranstaltung auf die Beine gestellt.

Der "laufend integrieren"-Lautreff in Aktion
Gernot Weigl und Münchens 3. Bürgermeisterin Christine Strobl bei der Spendenübergabe

"Junge Flüchtlinge waren stets in der Situation gewesen, Hilfe annehmen zu müssen - nun konnten sie etwas zurückgeben", kommentiert Gernot Weigl den Eifer, mit dem die Flüchtlinge sich in die Organisation einbrachten. Gemeinsam mit Vereinsmitgliedern aus bayerischen Vereinen standen sie an den Verpflegungsständen an der Strecke und übernahmen organisatorische Aufgaben im Olympiastadion.

Doch nicht nur als freundliche Helfer prägten Flüchtlinge das Bild des MÜNCHEN MARATHON. 2015 und 2016 nahmen insgesamt 76 Flüchtlinge das kostenfreie Startangebot des Veranstalters an. Zum Programm gehörten eine gezielte Vorbereitung, die im Vorfeld des Marathons auch allen anderen Interessenten offen stand: "Laufend integrieren."

Armbänder mit diesem Motto wurden auf der Marathon-Messe in der Olympiahalle und im Onlineshop angeboten - aus diesem Erlös und Sponsoring-Geldern konnten die Veranstalter im letzten Jahr 30.000 Euro zweckgebunden zur Unterstützung von Flüchtlingen an das Sozialreferat der Stadt München spenden.

"München liefert ein großartiges Beispiel dafür, wie das Laufen helfen kann, die großen humanitären Herausforderungen unserer Zeit anzugehen", sagt Paco Borao, der Präsident der AIMS, in der weltweit über 400 Laufveranstalter organisiert sind. In den Jahren davor hatten etwa der Tokio Marathon oder der "Great Ethiopian Run" den Social Award erhalten.

"Wir haben neue Freunde gewonnen und bewegende Reaktionen der Münchner erfahren", erklärt Gernot Weigl, der Renndirektor des MÜNCHEN MARATHON. Selbstverständlich wird München das Projekt "Laufend integrieren" fortführen. "Wir werden es sogar ausbauen", kündigt Gernot Weigl an. "Ein großes Thema für 2017 wird Inklusion sein. Wir wollen, auch die Integration von Menschen mit Handicap beim MÜNCHEN MARATHON künftig fördern.

www.muenchenmarathon.de

Presse-Info MÜNCHEN MARATHON, ROTWAND | Digitale PR GmbH am 7.11.16

Sportsucht im Marathonsport

 

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat sich Silke Hippler mit dem Thema auseinandergesetzt. "Zur Prävalenz der primären Sportsucht im Marathonsport - eine Online-Befragung" so lautet der Arbeitstitel und auch LaufReport-Leser waren vor Wochen angehalten, an der Befragung teilzunehmen. Mit der Auswertung der Befragung schließt die Arbeit. Eine kurze Zusammenfassung ist ihr voran gestellt. Das Thema weckt aber sicher das Interesse von Läuferinnen und Läufern soweit, dass man es nicht beim Lesen der Zusammenfassung belässt.

Zum Beitrag von Silke Hippler im LaufReport klick HIER

Das Medical Team von SCC EVENTS informiert

Bei Langstrecken-Wettbewerben wie Halbmarathon- oder Marathonläufen bestehe kein höheres Risiko, eine Herzattacke zu erleiden als im sonstigen Leben. Dies wurde jetzt im Rahmen einer Langzeit-Studie in den USA festgestellt, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde (Cardiac Arrest during Long-Distance Running Races).

In die Untersuchung flossen die Daten von 10,9 Millionen Läuferinnen und Läufern ein, die zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 31. Mai 2010 an Marathon- und Halbmarathonläufen in den USA teilgenommen hatten. In diesem Zeitraum erlitten 59 Teilnehmer einen Herzstillstand, 42 davon starben. Von den 59 Betroffenen waren 51 Männer, wobei anzumerken ist, dass in den USA der Frauenanteil bei Halbmarathon- und Marathonläufen deutlich höher liegt als in Europa; teilweise sind dort in etwa gleich viele Frauen wie Männer am Start solcher Veranstaltungen.
Dies bedeutet, dass Herzattacken bei Laufwettbewerben nicht häufiger auftreten als im normalen Leben. "Die Tatsache, dass es sich dabei in der Regel um sportlich aktive Menschen handelt, die auch sonst einen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil pflegen, spielt insofern eine untergeordnete Rolle, als einerseits familiäre Dispositionen (Herzerkrankungen bei Eltern, Geschwistern und nahen Verwandten) und andererseits unerkannte Vorerkrankungen (z.B. koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck) eine wichtige Rolle spielen", erklärte Dr. Lars Brechtel, medizinischer Direktor des BMW BERLIN-MARATHON.

Im Vergleich mit der Studie aus den USA liegt die Häufigkeit für schwere kardiale Zwischenfälle beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON und beim BMW BERLIN-MARATHON, den beiden größten deutschen Laufveranstaltungen ihrer Art, im Vergleichszeitraum zwischen 2000 und 2011 leicht höher. Dies begründet sich einerseits bereits mit dem Hinweis der Autoren, dass die Häufigkeit in ihrer Studie möglicherweise unterschätzt wird, weil nicht alle Zwischenfälle erfasst werden konnten. Auch unterscheidet sich die Geschlechterverteilung der Teilnehmer in den USA deutlich von der in Europa. Während in Berlin ca. 75% der Teilnehmer Männer sind (diese tragen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Zwischenfälle in sich), gehen in den USA etwa gleichviele Männer wie Frauen an den Start. So waren auch in den vergangenen Jahren bei den beiden Berliner Großveranstaltungen ausschließlich Männer von derartigen Vorfällen betroffen.

Auffallend ist, dass das zugrunde liegende Krankheitsspektrum deutlich unterschiedlich ist. Während in den USA insbesondere die hypertrophe Kardiomyopathie - eine genetisch bedingte Herzerkrankung - in ca. der Hälfte aller Fälle für die schweren kardialen Zwischenfälle verantwortlich gemacht wurde, stehen in Berlin typischerweise die Fälle mit Minderdurchblutung des Herzens bedingt durch eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße und die daraus folgenden Herzinfarkte im Vordergrund.

Gegenüber den USA ist die Überlebenschance bei schweren kardialen Zwischenfällen in Berlin jedoch besser, was durch die gute medizinische Versorgungsstruktur und die präventiven Bemühungen des Medical Teams von SCC EVENTS erreicht wird.

Auffallend ist, dass ein Drittel der betroffenen Läufer in den USA in den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf bereits kardiale Symptome aufwies. 17% hatten zudem eine positive Familienanamnese, 10% Anzeichen einer viralen Infektion in den letzten zwei Wochen vor dem Vorfall. Somit wäre eine weitere Reduktion der Zwischenfälle möglich, wenn entsprechende Screening-Angebote wie der PAPS-Test (Persönlicher Aktivitäts- und Präventions-Screening-Test) und entsprechend daraus resultierende sportärztliche Untersuchungen konsequent genutzt werden würden. Ebenso sollte auf einen Start bei Vorliegen eines Infektes in den Wochen vor dem Rennen verzichtet werden.

Der PAPS-Test ist seit Jahren in den Anmeldeprozess bei allen Veranstaltungen von SCC EVENTS integriert und gibt den Teilnehmern erste Hinweise auf ein möglicherweise individuell erhöhtes Risiko. Sportmedizinische Voruntersuchungen können durch diesen Test nicht ersetzt werden. Sie sollten vielmehr von jedem Läufer eigenverantwortlich vor einer Teilnahme an Laufveranstaltungen wahrgenommen werden.

SCC-Pressemitteilung von Thomas Steffens vom 18.01.2012

Nur ein Marathon ist ein Marathon

Ist der "Marathon" im Sinne einer Laufveranstaltung 42.195 Meter lang oder bloß 38 Kilometer? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an, in welcher Sportart man aktiv ist. Im Laufsport ist weltweit eine exakte Streckenvermessung etabliert. Im Triathlon ermöglicht das Regelwerk hingegen Abweichungen von bis zu zehn Prozent. Dem entspricht auf der Marathondistanz eine Kürzung um 4,2 Kilometer! "Triathlonstrecken können nicht als ordnungsgemäß vermessene Distanzen gelten, solange nicht die gleichen Vorgangsweisen wie im Straßenlauf angewandt werden", so Hugh Jones von AIMS, der Vereinigung der Internationalen Marathons und Straßenläufe. Der Vienna City Marathon betont, dass Laufleistungen bei Triathlons deshalb relativiert werden müssen und der Name "Marathon" im Laufsport wie eine Marke positioniert werden soll. ... weiter geht es HIER

PRESSE-INFO VIENNA CITY MARATHON, 4. Oktober 2011

Dokumentarfilmer Michael Schwarz traf Läufer Horst Preisler:

Videoinstallation „Lebenslauf“ – jetzt preisgekrönt

Als Preisler die Anfrage erreichte, ob er bereit sei, an einem solchen Projekt mitzuwirken, war sein erster Gedanke: „Klar, so kann ich doch jungen Menschen helfen, ein solches Projekt zu gestalten.“ Zum Beitrag von Wolfgang W. Schüler im LaufReport klick HIER