Durchgesickert - Nr. 6

Veränderungen und Auffälligkeiten der Laufszene

gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt 

Laufveranstaltungen kommen, gehen, kommen wieder oder zeigen Kontinuität. Im Juli und August wurde über zahlreiche Änderungen in den Medien berichtet. So sind in unserer Auswahl vierzehn neue Läufe verzeichnet, zehn, deren Ende bekanntgegeben wurde, sowie acht, die gravierende Veränderungen erfuhren, vakant wurden, pausieren müssen oder nach einer Pause wieder da sind. Trotz der Fülle handelt es sich nur um eine Auswahl.

 

Neu: Am letzten Tag im August fand der 1. Essener Förderturm-Charitylauf statt. Gelaufen wurde vom Förderturmhaus 2 im Zentrum Essens (siehe Startfoto) zum Förderturmhaus 1 in Altenessen auf einer Distanz von knapp fünf Kilometern. Ziel dieses besonderen Laufes ist es, auf eine private Initiative aufmerksam zu machen. In den beiden Förderturmhäusern werden etwa 150 Grundschulkinder nach der Schule umfassend betreut und gefördert.

Die Kinder bekommen ein gesundes Mittagessen und machen ihre Hausaufgaben unter Aufsicht und Mithilfe kompetenter Erzieherinnen. Danach bietet sich den Förderturmkindern ein abwechslungsreiches und sinnvolles Sport- und Freizeitprogramm. Es handelt sich um eine private Initiative von über 300 Unternehmen aus Essen und Umgebung, die sich aktiv für die Förderung benachteiligter Kinder in der Ruhrmetropole einsetzen. Knapp 330 Läufer nahmen bei der Erstaustragung teil, auf die im Ziel eine feine Verköstigung und eine Afterraceparty wartete. Der Ertrag (viele tausend Euro) wurde an die Initiative gespendet.

Ende: Am 24. September 2017 wird nach 32 Jahren das letzte Mal der Startschuss für den traditionsreichen Ingersheimer Herbstlauf abgefeuert, das meldete einen Monat vor dem Termin die "Südwest-Presse". Als Hauptgrund nennt Roland March vom Veranstalter Turnverein Ingersheim die immer strengeren Auflagen. Immer besser müsse die Strecke abgesichert werden, immer mehr Helfer wären vonnöten, sind aber nicht da. "Das ist schwierig, auch finanziell", erklärt March. Der Verein müsse immer mehr leisten, bekomme dabei aber weniger heraus, beschreibt er die Entwicklung der letzten Jahre. Helfer seien auch jetzt noch dringend gesucht, man habe bislang "50 Prozent der Zusagen", das Werben um Helfer bei dem Lauf sei "sehr zäh", so March. Und noch ein zweiter Grund wird genannt, die großen Veranstaltungen in der Nachbarschaft, etwa der Citylauf in Ludwigsburg, wogegen man nicht ankomme als kleiner Volkslauf. Zum letzten Mal können Interessenten am 24.9. über fünf und zehn Kilometer starten und die Jüngsten an Schülerläufen teilnehmen. Im Hauptlauf sind 160 Höhenmeter von Neckar aus in die Weinberge zu überwinden. Man hofft beim Finale auf 500 bis 600 Teilnehmer, soviel wie im letzten Jahr.

Verändert: "Ganz im Zeichen des Sports steht am Sonntag, 3. September, die Stadt Merzig", meldete am vorletzten Augusttag die "Saarbrücker Zeitung" und fährt fort: "Zum dritten Mal startet der Merziger Sport- und Freizeitverein den dritter Saarschleifen-Land-Lauf und erweitert in diesem Jahr sein Angebot, wodurch Sportbegeisterte die Wahl zwischen insgesamt fünf Strecken haben. Die einzelnen Routen haben Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld und Silvia Schamper gestern im Merziger Rathaus vorgestellt." Das bisherige Programm umfasste Bambini- und Schülerläufe sowie Strecken über 5 und 15 km sowie Halbmarathon. Neu in diesem Jahr ist der Saarschleifen Marathon mit einer neuen, nach DLV-Richtlinien vermessenen Strecke. Damit verfügt das kleinste deutsche Flächenbundesland über einen weiteren Marathonlauf.

Absage und Premiere: Am 25. August, pünktlich um 0:00 Uhr, fand auf dem Flughafengelände bei Linz der erste DHL airport NIGHT RUN statt, das ist einer Pressemitteilung von "nachrichten.at/Oberösterreich" zu entnehmen. Zu absolvieren war ein flacher Rundkurs von fünf Kilometern Länge, für den sich fast zweitausend Läufer angemeldet hatten. Dort, wo sonst Flugzeuge starten und landen, waren eigens für die Läufer die 1700 in den Boden eingelassene Lichter angeschaltet worden, um die versprochene, besondere Atmosphäre zu erzeugen. Beworben wird das Rennen mit dem Motto: "Der ungewöhnlichste Lauf Europas". Am Start waren nicht nur Laufanfänger und Hobbyläufer, sondern auch bekannte Größen der österreichischen Runningszene, so etwa Bernadette Schuster und der nationale Rekordläufer Günther Weidlinger. Vor dem airport NIGHT RUN hatte es auf dem Linzer Airportgelände von 2015 bis 2016 bereits den in der Konzeption verwandten Sparkassen Runaway Nightrun gegeben, dessen Ende schon nach seiner zweiten Austragung überraschend mit der Begründung verkündet wurde, dass es an ausreichender privater wie öffentlicher Unterstützung mangele. Daran hatten bei beiden Events zusammengenommen rund 5000 Läufer teilgenommen, obwohl die Startgebühren (22 bis 34 Euro) für Individualisten für einen 5-km-Lauf seinerzeit alles andere als günstig waren.

Abgesagt: Wie die HNA, die "Hessische-Niedersächsische Allgemeine", am 18. August meldete, wurde der 22. Northeimer Stadtlauf kurzfristig abgesagt. Es fehle an Helfern, hieß es aus Organisatorenkreisen, und auch an Sponsoren. Volker Oetze, Vorsitzender der veranstaltenden Triathlonfreunde Northeim, gab bekannt, dass die Absage des für den 22. September vorgesehenen Laufs zunächst nur für das aktuelle Jahr gelte. Auf der anstehenden Hauptversammlung wolle man dann darüber disputieren, wie es mit dem Stadtlauf weitergehen solle. Es gehe aber noch um mehr, nämlich um den Fortbestand des Vereins, der aktuell 29 Mitglieder habe. Auch eine Auflösung sei denkbar. Hintergrund: Die Schatzmeisterin und der Pressewart hatten ihren Austritt aus dem Verein erklärt. Die Veranstaltung in diesem Jahr sollte die 22. Auflage des Stadtlaufs sein. Der Rundkurs durch die Altstadt sowie die Halbmarathonstrecke an der Rhume hatten Jahr für Jahr immer mehr Teilnehmer nach Northeim gelockt, sowohl Breiten- als auch Leistungssportler. Im vergangenen Jahr hatte es erstmals 1000 Teilnehmer gegeben, die auf unterschiedlichen Distanzen antraten. Nun ist die Zukunft mehr als fraglich.

Premiere: Eine schöne Auftaktveranstaltung gelang im Südharz am 26. August dem ersten Stolberger Schlosslauf. Das meldete die "Mitteldeutsche Zeitung". Mit 350 Finishern zuzüglich einiger Schüler durften die Organisatoren vollauf zufrieden sein. Besonders erfreulich war für sie die Meldezahl in der Kategorie "Wandern", wo fast neunzig Teilnehmer registriert werden konnte. Im Angebot waren Läufe über fünf und zehn Kilometer durch das schöne Naturressort Schindelbruch. Als erste in die Siegerliste des Hauptlaufs trugen sich Max-Lukas Franke und Madeleine Hiep ein. Orgachefin Susanne Kiefer sprach von einem Volkslauf mit Eventcharakter. Es wurde ein Zelt im Schlosshof aufgestellt, eine Pastaparty organisiert und eine Liveband verpflichtet. Nach dem gelungenen Start soll es 2018 die zweite Auflage geben.

Abgesagt: Der Fichtelberg ist mit über 1200 Metern Höhe die höchste Erhebung Ostdeutschlands und eine der schönsten Regionen des Landes. Hier findet der Fichtelbergmarathon statt und auch der Fichtelbergstaffellauf. 2015 hatte er stattgefunden und auch 2016, zuletzt allerdings nur mit zwanzig Staffeln mit je acht Läufern. Nun musste die Auflage für 2017, die für den 12. August angesetzt war, wegen zu geringer Teilnahme abgesagt werden. Der anspruchsvolle Teamwettbewerb, bei dem die einzelnen Läufer Strecken von neun bis achtzehn Kilometer zurückzulegen haben und insgesamt 3000 Höhenmeter bewältigen, erfordert von den Mannschaften erhebliche logistische Anstrengungen, denn ein Shuttleservice zu den Wechselpunkten gibt es nicht und muss von den Teilnehmern selbst organisiert werden. Ob die Absage für den Bewerb das endgültige Aus bedeutet, ist noch offen. Die Absage auf der Veranstalterhomepage ist versteckt kommuniziert worden und äußerst knapp gehalten.

Ende: Das Ende einer traditionsreichen Laufveranstaltung meldete Anfang August das "Westfalen-Blatt" in Bielefeld. Der anstehende vierzigste Internationale Vinsebecker Volkslauf am 6. August werde definitiv der letzte sein. "Wir haben alles versucht, Jüngere für die Übernahme der Organisation zu gewinnen - leider vergeblich", bedauert Orgachef Franz Richter von TuS Teutonia Vinsebeck, dem die Entscheidung nicht leicht gefallen ist, auch weil er von der ersten Stunde dabei war. Schon 1978 hatte die Leichtathletikabteilung mit dem ersten Volkslauf einen überwältigenden Zuspruch erreicht. "1000 Teilnehmer aus ganz Deutschland sorgten anfangs auf einer 25-Kilometer und einer 10-Kilometer Strecke für einen Laufrun", erinnert sich Richter. Vor allem die in Paderborn und Detmold stationierten britischen Soldaten stellten lange Jahre viele Teilnehmer. In den letzten Jahren lag die Teilnehmerzahl jedoch deutlich niedriger, etwa bei 300. Dennoch hätte man den Lauf durchaus weiterführen können, wenn Richter Nachfolger gefunden hätte, denn als Mitglied des Paderborner Hochstiftscups konnte man auf eine stabile Beteiligung setzen. Auch Spitzenläufer, weiß Richter, kamen gerne ins ostwestfälische Vinsebeck. So hält Elias Sansar als zehnfacher Hermannslaufsieger beide Streckenrekorde über 20 und 10 km. Mit etwas Wehmut sehe er daher der letzten Austragung entgegen. Seiner Leichtathletikabteilung werde er aber weiterhin als Spartenleiter zur Verfügung stehen. Letzte Sieger über 20km wurden Matthias Nahen (1:17h) und Sandra Metz (1:31h).

Absage: Sehr kurzfristig musste der für den 26. August angesetzte 28. Hambacher Volks- und Straßenlauf abgesagt werden. Das geht aus einer Meldung des Ausrichters auf der Homepage des Vereins DJK Loewe-Hambach hervor. Dort heißt es: "Wir bedauern, Euch mitteilen zu müssen, dass wir uns in Absprache mit den Behörden dazu entschlossen haben, den Straßenlauf am kommenden Samstag aus Sicherheitsbedenken ausfallen zu lassen. Wir hoffen auf Euer Verständnis. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber das Wohl jedes einzelnen liegt uns am Herzen." Hintergrund sind die für dieses Wochenende zu erwartenden Proteste von Umweltschützern aus ganz Europa gegen den Braunkohleabbau und die Zerstörung von Kultur- und Lebensraum im Rheinland. Das Programm des Traditionslaufs umfasst vom Bambinilauf bis zum Halbmarathon ein klassisches Wettkampfprogramm.

Auf der Kippe: In diesem Jahr fand der Bad Uracher Stadtlauf bereits zum zwanzigsten Mal statt. Es könnte auch das letzte Mal gewesen sein, mutmaßt die "Südwestpresse" in ihrer Ausgabe am 25. August, denn dem augenblicklich siebenköpfigen Organisationsteam mangele es an Mitstreitern. Bei der abgelaufenen Austragung hätte man zwar noch die Veranstaltung stemmen können, heißt es aus Kreisen des Ausrichters, aber wenn auch nur einer der Sektionsleiter ausgefallen wäre, hätte alles kippen können. Orgachefin Barbara Ernst will mit so einem Risiko nicht mehr weitermachen. Wir suchen ja schon seit zwei Jahren nach Leuten, die Verantwortung übernehmen und die achtzig Helfer koordinieren. Aber niemand sei zum Team gestoßen. Seit Wochen läuft eine letzte Öffentlichkeitsaktion, um auf das Problem hinzuweisen, doch nur ein Mann hat sich bisher gemeldet. Sollte das so bleiben, sei der Bad Uracher Stadtlauf Geschichte.

Premiere: "Am 27. August dürfen sich ambitionierte Hobbyläufer auf einen neuen Wettkampf freuen: den ersten ASV Lhoist Eignerbach-Lauf", das meldete die "Westdeutsche Zeitung" wenige Tage vor dem Lauf. Zu absolvieren sind 9,6 Kilometer für Erwachsene und 1,7 Kilometer für Kinder. Die Laufstrecke führt rund um die Eignerbach-Niederungen in Velbert. Los geht's sonntags ab 10 Uhr, der Startschuss für den ersten Lauf fällt pünktlich um 11 Uhr. Start- und Zielpunkt der drei Läufe für Kinder, Frauen und Männer befinden sich auf der Milchstraße in Velbert-Tönisheide. Zum bunten Rahmenprogramm gehören verschiedene Angebote für Verköstigung, Informationsstände, Musik und ein Erlebnis-Parcours. Bei den Eignerbach-Niederungen handelt es sich um ein ehemaliges Sedimentationsbecken, das von der mitveranstaltenden Firma Lhoist Rekultivierung und zu einem attraktive Landschafts-, Erholungs- und Lebensraum von überregionaler Bedeutung umgewidmet wurde. Man hofft auf viele Teilnehmer.

Neu: Von einem neu ins Leben gerufenen Lauf berichtet die "Ostfriesen-Zeitung" in Emden am 22. Juli. Gemeint ist der erste Hinteraner Spendenlauf am 26. August. Organisiert wird die Veranstaltung vom TuS Eintracht Hinte und der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes. Angeboten werden ein Bambinilauf über 800 Meter sowie zwei DLV-vermessene Rennen über fünf und zehn Kilometer, die bestenlistenfähig sind. Unter dem Motto "Laufen für einen guten Zweck" werden alle Erlöse und Spenden weitergereicht an den Verein "Wünschdirwas!" Der Verein ermöglicht Familien mit schwerkranken Kindern, Herzenswünsche zu erfüllen. Damit der Spendenbetrag möglichst hoch werden möge, wird zum Lauf ein umfangreiches Rahmenprogramm für die ganze Familie angeboten. Sein Kommen angekündigt hat auch der aus Film, Funk und Fernsehen bekannte Comedian Markus Maria Profitlich, der Pate des Vereins ist. "Der Verein", so Organisator Ralf Ackmann, "lag uns schon immer sehr am Herzen. Für ihn haben wir schon viele Aktionen veranstaltet." Start ist am Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr. Von dort wird ein fünf Kilometer langer Rundkurs durch die an der Emsmündung liegenden Gemeinde gelaufen, der sehr schnell und flach ist.

Abgesagt: Extrem kurzfristig abgesagt werden musste im Berichtszeitraum der 36. Kölner Stundenlauf der Turn- und Fechtgemeinde 1878 Köln Nippes, der für den 25. Juli angesetzt war. Das berichtete der Verein auf seiner Homepage und das Portal "Köln läuft". Heftige Unwetter über der Dommetropole ließen den Veranstaltern keine Wahl, den Lauf erstmals in seiner langen Geschichte aus Sicherheitsgründen für dieses Mal zu streichen. Das geschah nur wenige Stunden vor dem Start. Die Veranstaltung sollte eigentlich um 17 Uhr mit dem Stundenlauf für Frühstarter beginnen und um 18:30 Uhr mit dem Start für Spätstarter enden. Zusammen mit den Frühstartern sollten auch Zeitläufe für Kinder und Schüler über sechs und fünfzehn Minuten angeschossen werden. Der erfahrene Veranstalter, der auch für den traditionsreichen, gerade durchgeführten Kölner Friedenslauf (17. Juli) und für den Oswald-Hirschfeld-Lauf (3. September) verantwortlich zeichnet, kündigte umgehend an, einen Ersatztermin für den Stundenlauf zu suchen. Zum Zeitpunkt der Absage war der 15. August im Gespräch. Läufer, die von der Absage nichts mitbekommen hatten, durften trotzdem am 25. Juli laufen und erhielten ihre Leistung mündlich mitgeteilt, als Trainingswert sozusagen.

Aus: Das Portal "ONetz" (Oberpfalz) meldet am 17. Juli, dass der Freundschaftsmarathon von Weiden nach Amberg am 17. September zum siebten und letzten Mal stattfindet. Bei der finalen Austragung sind neben dem Marathon auch ein Halbmarathon, ein Staffelrennen (4x10,5km), ein Walkingwettbewerb und ein Run&Bike-Lauf im Angebot. Start ist um neun Uhr in Weiden, zuvor werden die Teilnehmer mit dem Shuttlebus aus Amberg dorthin gebracht. Mit der Siegerehrung um vierzehn Uhr ist die 2011 erstmals durchgeführte Veranstaltung dann Geschichte. Als Gründe dafür nennen die Organisatoren die rückläufige Zahl an Teilnehmern, die steigende Anzahl an Laufveranstaltungen in der Region und die starke Beanspruchung der vielen ehrenamtlichen Helfer. Nach dem Lauf ist auf dem Marktplatz eine zünftige After-Race-Party zum endgültigen Abschied vorgesehen.

Premiere: Von einer neuen Laufveranstaltung setzte die "Neue Woche Hameln" ihre Leser in Kenntnis. Am 11. August ging der erste Wisent-Run im Wildgehege Springe, ein Charitylauf, über die Bühne. Los ging es um 17.30 Uhr mit dem Frischlingsrennen, einem Kinderlauf über 500 Meter für Mädchen und Jungen der Jahrgänge 2007 bis 2015. Eine halbe Stunde später fiel an der Köhlerhütte der Startschuss für den Wisent-Run über drei beziehungsweise sechs Kilometer mit einer oder zwei Runden. Um 19 Uhr startete der Wisent-Run über neun beziehungsweise zwölf Kilometer mit drei beziehungsweise vier Runden. Des Weiteren gab es Wettbewerbe für Walker und Nordic-Walker. Die Wisente werden dieses Geschehen mit Gelassenheit beobachten, hieß es. Wie Spartenleiter Dirk Janßen von Concordia Alversrode mitteilte, ist Ziel der Veranstaltung, den Verein der Freunde des Wisentgeheges eine Spende zukommen zu lassen. Besucher und Läufer hatten am Renntag freien Eintritt, die Obergrenze von 750 Teilnehmer wurde nicht erreicht. Exakt 498 Finisher wurden gezählt.

Neu: Die "Thüringer Allgemeine" kündigt am 15. Juli eine Marathonpremiere an: "Am Sonntag, 6. August, ab 9 Uhr, werden erstmalig im Landkreis Eichsfeld die Teilnehmer am sogenannten Ohmrathon in Worbis auf die Strecken durch das benachbarte Ohmgebirge geschickt." Start und Ziel sei im Ohmbergstadion. Dabei biete der LTV Obereichsfeld als Veranstalter den klassischen Marathon über 42,2 Kilometer, den Dreiviertel-Marathon über 36 km (sic!), den Halbmarathon über 21,1 km sowie den Minimarathon über 4,2 km für die Ausdauerathleten aus nah und fern an. Über die längste Distanz im Marathon müssen die Teilnehmer 860 Höhenmeter bewältigen. Für den Minimarathon erhofft sich der Ausrichter eine rege Beteiligung von Menschen mit Behinderung.

Neu: Innerhalb der traditionsreichen örtlichen Sportwoche, die bereits zum 47. Mal stattfand, wurde nun ein Premierelauf durchgeführt, der erste Wybelsumer Polderlauf. Wybelsum ist ein Ortsteil der ostfriesischen Stadt Emden mit einem eher noch dörflichen Charakter. Der Name der Veranstaltung leitet sich ab vom Windpark Wybelsumer Polder. Ausgeschrieben waren Läufe über fünf und zehn Kilometer sowie ein Walkingwettbewerb (5km). Start und Ziel war am Sportplatz in Wybelsum. Die nicht offiziell vermessene Strecke war aber nach Jones Counter abgesteckt und genau. Die Runde führte durch die Gemeinde und über angrenzende Landschaftswege und war für die Jedermannsläufe einmal, für die Hauptläufer zweimal zu durchkreuzen. Mit rund 230 Teilnehmern war der Ausrichterverein SV Frischauf Wybelsum mehr als zufrieden. Es ist geplant, das Rennen zur Dauereinrichtung werden zu lassen.

Verändert: Der Glacier 3000 Run in Gstaad wartete zu seinem zehnten Jubiläum mit einer interessanten Erweiterung seines Programms auf, meldet das "Langethaler Tageblatt". Zusätzlich zur gewohnten 26 Kilometer langen Laufstrecke stand auch eine Marathondistanz mit 42 Kilometern Länge und 2757 Höhenmetern auf dem Programm. Gegenüber der etablierten Strecke über 26 Kilometer kam für die Marathonis eine Zusatzschleife zum Arnensee hinzu. Zu Beginn und am Ende war die Marathonstrecke mit der Stammstrecke identisch. Die Veranstaltung ging wie immer in der ersten Augustwoche über die Bühne. Noch bis kurz vor dem Termin waren genügend Startplätze zu haben, auch für die Walker und Schüler.

Änderung: Eine Runderneuerung wurde sechs Wochen vor der Austragung für den Siegburger HIT Citylauf beschlossen, meldete das Portal "Laufen in Koeln" am 16. August. Vor allem wurden die Strecken amtlich neu vermessen, hieß es. Grund dafür war die Vergabe der Deutschen Hochschulmeisterschaft und der Nordrhein-Westfälischen Landesmeisterschaft über zehn Kilometer am 24. September. Damit wurde der Volkslauf bestenlistenfähig gemacht und zum Straßenlauf aufgewertet. Das Programm sieht vor, dass zunächst die beiden Meisterschaften in einem Lauf veranstaltet werden, dann gibt es den 10-km-Lauf auch für Hobbyläufer sowie anschließend ein Jedermannslauf über fünf und 2,5 km sowie Kinderläufe.

Neu: Am 15. Juli feierte eine neue kleine Laufveranstaltung Premiere: der erste Sommerlauf von Hochneukirch. Hochneukirch, ein Ortsteil von Jüchen, südlich von Mönchengladbach gelegen, brachte das Event unter dem Motto "Dein Dorf, dein Lauf" an den Start. Im Angebot waren drei Wettbewerbe: ein Kidsrun sowie ein Walkingrennen und ein Jedermannslauf über je fünf Kilometer. Die Strecke für die Erwachsenen wurde vom Organisator auf der eigenen Homepage als weitgehend flach beschrieben mit allerdings einer leichten Steigung bei Halbzeit. Start und Ziel befanden sich im Schmölderpark. Bei der ersten Austragung kamen knapp 140 Läufer und Läuferinnen ins Ziel. Pro Teilnehmer führt der Veranstalter fünfzig Cent an die Kindergärten im Dorf ab.

Abgesagt: Es ist wie verflixt mit dem Grenzlandlauf. Bis 2015 fand die Veranstaltung zwölf Mal in Folge statt, dann aber, 2016, konnte die dreizehnte Auflage nicht wie geplant durchgeführt werden. Mit dem Ausblick, dass dies nur ein Jahr Pause bedeute, wurden die Läufer auf 2017 vertröstet. Doch nun wurde von der "Saarbrücker Zeitung" mitgeteilt, dass der 13. Grenzlandlauf in Überherrn erneut abgesagt werden musste, der für den Freitag, 14. Juli, vorgesehen war: Joachim Rousselange, Orgaleiter der Beruser Leichtathleten, fügte auf Nachfrage hinzu, dass die Ausrichter des Grenzlandfestes, in dessen Rahmen der Lauf ausgetragen werden sollte, einer Verlegung von früher Sonntag auf nun Freitag nicht zugestimmt hätten. Der Sonntag sei für die Hilfskräfte nach dem Festakt am Samstagabend nicht optimal gewesen, da der DLV vorschreibt, dass sonntags das Hauptfeld bis spätestens 10 Uhr gestartet sein muss. Das war ungünstig. Eine weitere Vorschrift besagt, dass freitags das Hauptfeld erst nach 18 Uhr gestartet werden darf. Auch das sei problematisch, da es mit der Festeröffnung zusammenfalle. Dieser Darstellung des Orgachefs habe aber das Festkomitee unter Vorsitz von Arno Zenner widersprochen, so die Zeitung. Die Absage hinge nach Zenner vielmehr mit der späten Konstituierung des Komitees zusammen, das sich just 2017 neu aufgestellte habe. 300 bis 600 Teilnehmer gab es für gewöhnlich für den Lauf. Diese wurden nun erneut vertröstet auf 2018.

Wieder da: Nach einem Jahr Pause versucht die Laufveranstaltung Garchinger Runde einen Neustart, berichtet das Internetportal der "Süddeutschen Zeitung" am 21. Juli. Dazu heißt es: "Der Lauf blickt auf eine relativ kurze Erfolgsgeschichte zurück. Im Jahr 2012 wurde er gegründet. In guten Jahren traten mehr als 450 Läufer auf der 6,5 Kilometer langen Strecke an, um die tausend Zuschauer säumten den Weg, feuerten die Sportler an und genossen das Beiprogramm. Doch um so einen Lauf zu stemmen, braucht es viele freiwillige Helfer, und die hatten die Leichtathletikabteilung und der Hauptverein zuletzt nicht mehr. Deswegen verkündete Organisator Lubos im vergangenen Jahr das Aus." Der Gründer und Koordinator des Laufs kann nun mit einem breiter aufgestellten Team operieren und Neuigkeiten präsentieren. "Die Garchinger Runde", heißt es weiter, "wird am 10. September um 15.30 Uhr am Rathausplatz gestartet werden, eine halbe Stunde früher können schon die Kinder antreten zu ihrem 600-Meter-Lauf. Im Beiprogramm gibt es alte Bekannte und neue Attraktionen. Die Cheerleader der FC-Bayern-Basketballer sind wieder dabei und zwei Sambagruppen." Erstmals sei die Strecke amtlich vermessen und habe für Profiläufer nach fünf Kilometern eine Zwischenzeitmatte liegen. Man hofft auf viele Teilnehmer und noch viele weitere Jahre, wenn diese nun fünfte Auflage gut läuft.

Neu: Einen neuen Hindernislauf soll es in Braunlage im Harz geben, das meldete Anfang Juli das "Göttinger Tageblatt". Die sogenannte Wurmberg-Challenge soll erstmals am 21. Oktober über die Bühne gehen. Als Ort des Geschehens wurde die knapp eintausend Meter hoch liegende Wurmbergalm ausgesucht. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen dem Organisator und passionierten Hindernisläufer Markus Schreier und dem Besitzer der Alm, Ulrich Schwedhelm, berichtet die Zeitung weiter. Zu bewältigen sind für die Schüler 2km, für die Jedermänner 12 km (1 Runde) und für die ganz Harten 24 km (2 Runden). Pro Runde stehen 20 Hindernisse im Weg und 1100 Höhenmeter. Dazu gehören auch über 350 Treppenstufen. Der Lauf wird zu der OCR-Serie zählen, bei der sich die Teilnehmer EM- und WM-Punkte sichern können. Schon nach einer Stunde hätten sich 700 Läufer angemeldet, heißt es. Das Limit sind 1500. Für die Durchführung, so Schreier, habe er allein 24 Genehmigungen einholen müssen. 80 bis 120 Helfer der "Harzer-Keiler" werden für einen reibungslosen Ablauf sorgen. In gewisser Weise ist die Wurmbergchallenge ein Ersatzlauf für den für 2017 abgesagten Harzer-Keiler-Lauf, der seit 2013 immer im Mai stattfand und nun ausgesetzt wurde wegen Terminkollision mit anderen Veranstaltungen. 2018 soll dieser aber wiederkommen. Die Organisatoren der Challange und des Keillaufs sind die gleichen.

Abgesagt: Es sollte eine so schöne Premiere werden, doch drei Tage vor dem Termin wurde der erste Stadtlauf durch Markdorf abgesagt, das meldete die "Schwäbische Zeitung". Weiter heißt es dort: "Am Samstag, 8. Juli, sollten eigentlich Läufer die Innenstadt erobern. Denn als Beitrag zum Jubiläumsjahr haben Turnverein und Markdorf Marketing unter dem Motto 'Markdorf im Lauf der Zeit' einen Stadtlauf geplant. 'Den haben wir mangels Anmeldungen leider absagen müssen', sagt Uwe Schäfer, Vorsitzender des TVM, im Gespräch mit dieser Zeitung." Geplant war ein Paarlauf für Zweierteams, jedoch hatten sich nur 27 Duos angemeldet, man habe aber mindestens 80 Anmeldungen gebraucht. Woran das lag, weiß Schäfer nicht genau. Da könne man nur spekulieren. "Vielleicht haben wir zu wenig Werbung gemacht." Allerdings sei der Lauf etwa beim Stadtfest beworben worden. Zudem seien Vereine und Firmen angeschrieben worden. "Wir hatten gehofft, dass das ausreicht", sagt Schäfer. Angedacht war, den Lauf als besondere Attraktion auf das Datum des Stadtfestes zu legen. Ein Ersatz gebe es aber nicht, man bleibe schon jetzt auf den Vorbereitungskosten sitzen.

Neu: In der Läuferstadt Augsburg gab es ein neues Laufformat, das meldete das Onlineportal "Sport in Augsburg" am 10. Juli. Erstmals wurde in der Fuggerstadt ein reiner Frauenlauf organisiert. Das Datum für den ersten Augsburger Frauenlauf war der 8. Juli. Wie Katja Mayer von der Veranstaltungsagentur KM-Sport Agentur mitteilte, ging es mehr um Spaß beim Sport als um Bestzeiten. Man wollte mehr Frauen in Bewegung bringen und damit etwas Gutes tun, denn zwei Euro des Startgeldes wurden einem guten Zweck (Krebshilfe) zugeführt. Neben Läufen über fünf und zehn Kilometer war ein Walkingwettbewerb angeboten worden sowie ein Kinderlauf, an dem auch Jungs teilnehmen konnten. Start und Ziel war das Rosenaustadion. Los ging es um 17 Uhr. Die Teilnehmerzahl war auf 1000 Läuferinnen begrenzt, teilgenommen haben schließlich rund 850. Beim Kinderlauf hatte es einen kräftigen, aber kurzen Regenguss gegeben, später blieb es trocken.

Premiere: Wie die "Badische Zeitung" am 5. Juli vermeldet, erlebte der Mittsommernachtslauf von Heitersheim eine glänzende Premiere. Annähernd 600 Läufer und Läuferinnen hatten sich angemeldet trotz großer Konkurrenz von etablierten Laufveranstaltungen in der Region. Am 30.6. ging der Lauf erstmals über die Bühne. Auf einem leicht welligen und eckigen Kurs führte der Hauptlauf über zehn Kilometer. Daneben wurden ein Staffelrennen und ein Kids-Run angeboten. Organisiert wurde der Lauf, der im nächsten Jahr seine Fortsetzung erleben soll, vom TV Heitersheim. Als erste Sieger konnten sich Lea Düppe und Yemane Gebrezgher aus Eritrea in die Siegerlisten eintragen. Es gab fast ausschließlich sehr positive Rückmeldungen zum Lauf, zur Organisation und zum Rahmenprogramm, das durchaus Stadtfest-Charakter hatte, freut sich Bürgermeister Martin Löffler. Über 500 Läufer konnten ihren Lauf finishen.

Pause: Wie auf der Homepage des Veranstalters zu lesen war, musste die Stundenlaufserie des VFB Lengenfeld für 2017 komplett gestrichen werden. Zunächst waren nur die beiden Termine am 16. Juni und 7. Juli abgesagt worden, weil es berechtigte Hoffnungen gab, dass die Renovierungsarbeiten im Falkensteinstadion Mitte des Jahres abgeschlossen sein würden. Da sich diese aber weiter verzögerten, wurden auch die beiden letzten Termine am 18. August und 8. September ausgesetzt. Im nächsten Jahr wird die Serie, die seit fast einem Vierteljahrhundert veranstaltet wird, wieder angeboten.

Neu: Wie die "Kreiszeitung" bereits im März berichtete, ist die Premiere eines neuen Laufs angekündigt, der sich den kuriosen Namen Katzenöhrchenlauf von Achim gegeben hat und als Lauf für Tiere firmiert. Als Termin wurde der 6. August genannt, also unmittelbar nach Ende der Sommerferien in Bremen und Niedersachsen. Im Angebot sind drei Läufe über 2,4, 4,8 und 9,6 km sowie ein Walkingwettbewerbe. Wie die Namen der Läufe schon verraten ("Kätzchenlauf, "Katerlauf", "Cats and dogs"-Lauf), steht die Veranstaltung im Zeichen der beliebtesten Haustiere und versteht sich als Aktion fürs Tierwohl. Der Gewinn kommt in vollem Umfang einem örtlichen Tierschutzverein zugute. Der Start in Achim, einer Gemeinde in der Nähe von Bremen, ist um 12 Uhr angesetzt. Gelaufen wird auf einem Rundkurs von knapp zweieinhalb Kilometern, der ein- bis viermal zu durchlaufen ist. Geplant ist ein großes Rahmenprogramm mit Livemusik, Kinderschminken und Fotoaktionen. Zu gewinnen gibt es Dinge, die mit Tieren etwas zu tun haben, etwa einen Katzenbaum. Die Veranstaltung bietet zudem alles, was man von gut organisierten Volksläufen gewohnt ist: Zeitmessung, abgesperrte Strecke, Urkunden, Medaillen.

Neu: Laut einer Meldung des "Donaukuriers" von Mitte August, steht in der Region am 3. September eine neue Laufveranstaltung an, der Hofmühl-Volksfest Halbmarathon in Eichstätt. Auf dem Programm stehen neben der titelgebenden Distanz ein Lauf über elf Kilometer und der Weitner Nachwuchslauf. Ursprünglich waren die Organisatoren des SV Marienstein (Triathlon) davon ausgegangen, dass sich maximal 350 Läufer anmelden würden. Zwei Wochen vor dem Termin allerdings sieht es so aus, als dass man sogar die Schallgrenze von 500 Teilnehmern knacken könnte. Damit steht schon vor dem ersten Startschuss fest, dass die neue Veranstaltung ein großer Erfolg sein wird. Sie findet unter dem Motto "G'loffer werd ... in Eichstätt" statt.

Verändert: Mit einer veränderten Ausschreibung wartet der Augsburger Marathon durch den Siebentischwald auf. Das meldet die "Augsburger Allgemeine" in ihrer Wochenendausgabe vom 19./20. August. Demzufolge sind Einzelstarter nicht mehr zugelassen, sondern nur noch Teams, wobei sich sechs Läufer die 42,2 Kilometer in einem Staffelrennen teilen. Neu ist gleichfalls, dass ein Halbmarathonlauf angeboten wird, der auch nur von Teams im Staffelmodus bestritten werden darf. Drei Akteure gehören zu einer HM-Staffel. Wie die Zeitung in einem breit angelegten, historischen Rückblick auf die Augsburger Marathontradition weiter ausführt, setze dieser Staffellauf nur ungenügend die lange regionale Geschichte über die Königsdistanz fort und sei dieses Jahr in der Stadt sogar das einzige Rennen über die legendäre Strecke. Angefangen hatte die Augsburger Marathontradition mit der Austragung der deutschen Marathonmeisterschaft im Juli 1953. Beim modifizierten Staffelrennen, das 2017 am 3. September durchgeführt wird, haben die Individualisten keine Chance, in der Heimat über die volle Distanz zu starten.

Wieder da: Nach sechs Jahren Pause feierte der Bützower Citylauf mit der 11. Edition am 28. August eine ordentliche Wiederbelebung. Rund 250 Teilnehmer hätten mitgemacht, schreibt die "Bützower Zeitung", besonders viele in den Hauptläufen über 5,4 und 10,8 Kilometer. Als erste Sieger trugen sich Katharina Bohnsack und Paul Bentzel in die Annalen ein. Die Zufriedenheit der Teilnehmer, so hebt der Korrespondent des Blattes hervor, sei außerordentlich gewesen wie deren Reaktionen zeigten. "Cheforganisator Michael Kruse konnte sich auf ein tolles Team von Helfern verlassen", heißt es weiter. "21 Mitstreiter der Feuerwehr, sechs von Schulsanitätsdienst Bützow und viele weitere Freiwillige, unter anderem vom TSV Bützow, und einige Gäste, die ganz spontan noch als Streckenposten agierten, sicherten den reibungslosen Verlauf."

Gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt (31. August 2017)

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Durchgesickert - Nr. 5

Veränderungen und Auffälligkeiten der Laufszene

gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt 

Laufveranstaltungen kommen, gehen, kommen wieder oder zeigen Kontinuität. Im Mai und Juni 2017 wurde über folgende Änderungen (Auswahl) in den Medien berichtet. Durchgesickert informiert nun zum fünften Mal im LaufReport über Veränderungen, Neuheiten und Auffälligkeiten in der deutschen Laufszene - und manchmal auch über die Grenzen hinweg, die in verstreut erscheinenden Print- und Onlinemedien kolportiert wurden, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit.

Neu: Im Ruhrgebiet feiert demnächst ein neuer Lauf Premiere, das meldet das Portal "Laufen im Westfalen". Am 31. August wird der 1. Essener Förderturm-Charitylauf stattfinden. Gelaufen wird vom Förderturmhaus 1 zu Förderturmhaus 2 auf einer Distanz von fünf Kilometern. Zwar findet eine Zeitnahme und Wertung statt, aber beeilen brauche man sich nicht, heißt es, denn das Ziel wird erst nach 75 Minuten geschlossen. Die Strecke führt durch zwei städtische Parks und eignet sich bestens für einen Jedermannslauf. Ziel ist es, auf eine private Initiative aufmerksam zu machen. In den beiden Förderturmhäusern werden etwa 150 Grundschulkinder nach der Schule umfassend betreut und gefördert. Die Kinder bekommen hier ein gesundes Mittagessen und machen ihre Hausaufgaben unter Aufsicht und Mithilfe kompetenter Erzieherinnen. Danach bietet sich den Förderturmkindern ein abwechslungsreiches und sinnvolles Sport- und Freizeitprogramm. Es handelt sich um eine private Initiative von über 300 Unternehmen aus Essen und Umgebung, die sich aktiv für die Förderung benachteiligter Kinder in der Ruhrmetropole einsetzen. Der Ertrag des Laufes wird an die Initiative gespendet.

Neu: Am Freitag, den 30. Juni, feiert der 1. Wember Volkslauf seine Premiere, das meldet die "Rheinische Post" in ihrer Online-Ausgabe. Bereits 460 Anmeldungen wären eingegangen, viel mehr als man zu hoffen gewagt hätte. Mit einigen Nachmeldungen rechnet man sogar damit, die 500er-Marke knacken zu können. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25jährigen Bestehen des Bürgerhauses richtet der Sportverein Germania Wemb in Zusammenarbeit mit Bürgern der Gemeinde und anderen Vereinen den Lauf aus. Auf dem Programm stehen neben einigen Schüler- und Bambiniläufe ein Lauf für Erwachsene über fünf Kilometer, der in zwei Rennen (A und B) unterteilt ist für stärkere Läufer und weniger starke. Der erste Start erfolgt um 18 Uhr, der letzte um 19:45 Uhr. Alle Läufe werden an der Christopherusschule angeschossen und führen durch den Ortskern des Dorfes am Niederrhein. Erfreulich sei, so ein Sprecher der Organisation, dass einige der besten Läufer der Region zugesagt hätten.

Neu: Gleich zwei neue Marathonveranstaltungen erblickten am 4. Juni das Licht der Welt, am Niederrhein der 1. Santander Marathon von Mönchengladbach und in Deutschlands hohem Norden der 1. Flensburg liebt Dich Marathon. Nachdem der Santander Marathon eigentlich schon im Jahr 2016 seine Premiere feiern sollte, aber wegen Unwetter abgesagt werden musste, konnte er nun eine gelungene Premiere feiern. Die ersten Sieger heißen Jan Kaschura (2:45h) und Birgit Schönherr-Hölscher (3:16h). Insgesamt kamen 255 Teilnehmer ins Ziel. Neben der Hauptstrecke wurden noch ein HM und ein Zehner angeboten sowie Staffelrennen und Schülerläufe. Insgesamt konnte der Veranstalter 1800 Finisher zählen, rund vierzig Prozent davon allein im Halbmarathon, die beliebteste Distanz. Auf 1450 erfolgreiche Zieleinläufe kann der Flensburg Marathon bei seiner Premiere zurückblicken, dies aber bei einer deutlich kleineren Angebotspalette als in M'gladbach. Beim Hauptlauf war man im nördlichsten deutschen Bundesland sogar noch erfolgreicher als am Rhein, denn es wurden 321 Zieleinläufe im Marathon gezählt. Auch hier war der HM mit 653 Finishern die beliebteste Distanz. Erste Sieger in Flensburg waren Holger Wollny (2:42h) und Heidi Egeberg (3:19h). Von den Teilnehmern wurde besonders die schöne Strecke gelobt, die lange am Wasser vorbeiführe. Im nächsten Jahr sollen beide Marathonevents ihre Fortsetzung erfahren.

Verändert: Bereits vor Monaten war bekannt geworden, dass die Oldenburger Marathonveranstaltung das namengebende Rennen über die Königsdistanz 2017 nicht mehr anbieten werde. Zu groß seien die Kosten und der Aufwand im Verhältnis zur gleichbleibend niedrigen Beteiligung. Nun meldet die "Nordwestzeitung", dass es Überlegungen gebe, den Marathon nach einem Jahr Pause 2018 wieder ins Programm zu nehmen. Das allerdings sei noch nicht spruchreif. Sicher hingegen ist, dass die Veranstaltung gravierenden Veränderungen unterworfen wird. Die Strecken werden anders konzipiert und müssen daher neu vermessen werden. Außerdem wird der bisher gemeinsam durchgeführte Start von 10 km und HM zeitlich geteilt. Der Halbmarathon wird nun nicht mehr auf einer großen Runde ausgetragen, die in die städtischen Außenbezirke führt, sondern auf einem zweifach zu durchlaufenden Kurs in Innenstadtnähe, wobei eine Zusatzschleife um die Dobbenteiche gelaufen werden muss. Der Citylauf über zehn Kilometer, bisher ausgetragen auf dem Stadtring mit mehreren Runden, nutzt diese Strecke gleichfalls und verliert dadurch für die Zuschauer an Attraktivität, da sie den Rennverlauf nicht mehr so genau verfolgen können. Andererseits: Die Läufer sind aber durch die vielen Überrundungen nicht mehr so belastet. Der Start erfolgt für alle Rennen an der Gartenstraße/Ecke Bismarckstraße, und das Ziel liegt wie bisher auf dem Schlossplatz. Renntag ist der 22. Oktober.

Neu: Gute Nachricht für Lübecker Läufer, das melden die "Lübecker Nachrichten" Mitte Mai: Nach dem am 10. Mai verkündeten Aus für den Lübecker Hanse Run gibt es nun doch wieder ein Laufevent am 24. September in der Hansestadt: Unter dem alten und neuen Namen Citylauf wagt der ausrichtende LBV Phönix einen Neustart. Grund für die Absage war der Rücktritt von Harald Rösch, Organisationschef des Hanse Runs und Vorsitzender der Leihathletik-Abteilung des LBV Phönix, der als Gründe dafür "unüberbrückbare abteilungsinterne Unstimmigkeiten" genannt hatte. Der Lauf findet 2017 dann zum 30. Mal statt, hat also Jubiläum. In den Anfangsjahren hatte er Citylauf geheißen, dann unter Hanse Run firmiert, und kehrt nun zur alten Bezeichnung zurück. Es werden vermessene Strecken über fünf und zehn Kilometer angeboten sowie einige Rahmenwettbewerbe. Ob am Ende wieder ein finanzielles Minus stehen bleibt, das in den vergangenen Jahren durch die Bereitstellung privater Gelder von Harald Rösch ausgeglichen wurde, bleibt abzuwarten. Die neuen Organisatoren rechnen mit einer schwarzen Null.

Abgesagt: Ein traditionsreicher deutscher Marathon geht von Bord. Nach 32. Auflagen streicht der Mendener Marathon die Segel, wie auf der Homepage des Vereins Marathon-Club Menden zu lesen ist. Nähere Gründe, warum die Taue gekappt wurden, werden dort nicht genannt. Zugleich kündigt der Verein an, dass eine neue Veranstaltung ohne die Königsdisziplin vom Stapel laufe, der 1. Mendener Citylauf. Diese Mitteilung war bereits im Mai zu lesen gewesen. Inzwischen, Ende Juni, hat der Citylauf mit rund 800 Teilnehmern seine Feuertaufe bestanden, wie die "Westfalenpost" meldet. Gelaufen wurde auf einem dlv-vermessenen, sehr flachen Kurs in der Mendener Innenstadt. Angeboten wurden Distanzen über Halbmarathon, 10 und 5 km und verschiedene Kurzstrecken für Schüler. In die Veranstaltung integriert ist zudem ein Firmenlauf. Start und Ziel aller Läufe lag am neuen Rathausplatz.

Vor dem Aus: Ein traditionsreicher Marathon im Nachbarland Luxemburg ist wohl Geschichte, wie das Portal "wort.lu" berichtet. Es heißt: "Diesmal ist das Aus wohl definitiv für den Echternacher Marathon. Aus einer Mitteilung des Luxemburger Leichtathletikverbandes geht hervor, dass sich der "Performance Club" als Organisator der Veranstaltung, die am 15. Oktober über die Bühne gehen sollte, zurückgezogen hat. Damit geht eine mehr als drei Jahrzehnte lange Marathontradition in der Abteistadt definitiv zu Ende. Der Echternacher Marathon, der lange Zeit seinen Ruf als 'grüner Marathon' pflegte, erreichte von den Starterzahlen her seinen Höhepunkt im Jahr 2000 mit nahezu 2.000 Teilnehmern, wohlverstanden alle über die 42,195 km lange Strecke. Danach ging es kontinuierlich bergab, ehe das Organisationsteam nach der 31. Ausgabe im Oktober 2011 das Handtuch warf. Damals standen gerade einmal 254 Marathonteilnehmer hinter der Startlinie. Die FLA vergab die Luxemburger Meisterschaften nach Frankfurt, ehe 2015 der "Performance Club" um Nico Peters den Marathon wieder in Echternach organisierte." Da auch 2016 die Meldezahlen überschaubar gewesen seien, habe Peters die Reißleine gezogen. Nun würden Rufe laut, die nationale Meisterschaft nicht nach Frankfurt, sondern zum ING Marathon nach Luxemburg Stadt zu vergeben.

Abgesagt: Wie auf der Homepage des ESV Gremberghoven zu lesen ist, wird der traditionsreiche 10 Meilen Lauf von Köln 2017 nicht stattfinden und auch zukünftig nicht mehr veranstaltet werden. Ohne Nennung von Gründen drückt die Laufabteilung des Vereins ihr Bedauern aus und bedankt sich für die Treue der vielen Starter. Astrid Melitzki, die Cheforganisatorin, hat diesen Entschluss auch gegenüber dem Portal "Köln läuft" bestätigt. Dort ist zudem zu lesen, dass der Kölner Laufveranstalter Helmut Urbach plant, nun in seine Sommerveranstaltung die 10-Meilen-Distanz hinzuzunehmen. Es sei sehr bedauerlich, dass der Gremberghovener Lauf abgesagt wurde, findet er. Er weiß, dass es viele Freunde und Fans dieser selten angebotenen Distanz gibt. Auch mit dem Hintergrund, dass er vor einiger Zeit noch selbst im Frühjahr einen Lauf über die 16,1 Kilometer anbot. Im Verein des LSV-Porz hat man sich daher seine Gedanken gemacht und sich dazu entschieden, im Sinne der Läuferinnen und Läufer so ein Angebot im Sommer aufrecht zu erhalten. Dazu wurde der bisherige Sommerlauf der Köln-Porzer im Naherholungsgebiet Leidenhausen eigens umstrukturiert und um einen Lauf über zehn Meilen ergänzt. Dadurch ändert sich auch der bisherige Streckenverlauf. Start und Ziel befinden sich nun am "Haus des Waldes", einem ehemaligen Gutshof, der in ein Naturmuseum umgebaut wurde. Der angestammte Termin für die zehn Meilen von Köln lag Ende Juli. In terminlicher Nähe wird auch die "Ersatzveranstaltung" stattfinden.

Abgesagt: Es traf die Läufer wie aus heiterem Himmel.., als sie nur vier Tage vor dem geplanten Termin die Absage der Laufveranstaltung erreichte. Eigentlich sollte der Kirbachtal- und Stromberg Extremlauf am 7. Mai zum zwölften Mal über die Bühne gehen, doch am Dienstag vor dem Lauf wurde aus Veranstalterkreisen mitgeteilt, dass er nicht stattfinden werde. Die Beteiligung sei einfach zu gering gewesen, das Interesse schlicht nicht vorhanden, wird Rahel Baumgärtner vom Ausrichter TV Ochsenbach in der "Bietigheimer Zeitung" zitiert. Auch sie sei überrascht gewesen, dass die Anmeldezahlen dieses Jahr so zurückgegangen seien. Das habe aber dazu geführt, sich etwa zwei Wochen vor dem Lauf mit der Frage zu beschäftigen, ob man ihn überhaupt stattfinden lassen will. Normalerweise hätte man die doppelte Anmeldezahl (350 Läufer) vorliegen gehabt, jetzt seien es nur die Hälfte gewesen. Eingebrochen waren die Zahlen schon einmal, als man 2012 wegen des zeitgleichen Heilbronn Marathons den Lauf von Mai in den September verlegte. Als man 2014 wieder in den Mai zurückkehrte, musste man eine unattraktivere Strecke abstecken, weil Genehmigungen fehlten. Das habe auch Läufer gekostet. Ob der Lauf ganz aufgegeben wird oder nur ein Jahr Pause macht, ließ Baumgärtner offen. Gerne wolle man es 2018 noch einmal versuchen.

Abgesagt: Eine der ältesten Läufe im Raum Osnabrück wurde kurzfristig abgesagt, der Internationale Volkslauf von Hasbergen. Beziehungsweise: richtig abgesagt wurde er gar nicht. Denn weder auf der Vereinshomepage wird etwas darüber ausgesagt, noch stand ein Hinweis in der Regionalpresse. Zu erfahren war nur auf den Portalseiten "laufen in Osnabrück" und "Lippe hat was", dass die 37. Auflage, die für den 9. Juni angesetzt war, ausfalle. Auch hier gab es keine näheren Angaben dazu.

Premiere: Eine gelungene Premiere feierte am letzten Apriltag der 1. Wedeler Halbmarathon mit 512 Teilnehmern am Rande von Hamburg, wie der Veranstalter in einer Presseinformation mitteilt. Angeboten waren Läufe über fünf und zehn Kilometer sowie die titelgebende Halbmarathondistanz. Besonders schwierig waren die äußeren Bedingungen, denn auf und hinter dem Deich wehte ein starker Wind, der bis zu fünfzehn Sekunden pro Kilometer gekostet haben könnte, sagte einer der Teilnehmer. Besonders heftig sei es auf dem platten Land hinter Holm gewesen, in den Elbmarschen, wohin die Strecke führt. Etwas Stress habe es auch beim Aufbau und bei der Verlegung des Startbogens gegeben, denn es wird jeweils von anderer Stelle gestartet. Letztlich könne man von einer sehr guten Resonanz sprechen und einer schönen Premiere.

Neu: Einen neuen Lauf wird es am 23. Juni in Nagold geben, wie der "Schwarzwälder Bote" mitteilt. "Zum Veranstaltungsevent des Nagolder Mittsommers am 23. Juni, das der City-Verein und der Werbering organisiert, hat der VfL Nagold gemeinsam mit der Stadtverwaltung den ersten Nagolder Mittsommernachtslauf ins Leben gerufen. "Ich freue mich, dass wir ein gemeinsames Projekt auf die Beine gestellt haben", sagte Hermann Claus, Geschäftsführer des VfL Nagold. Man werde einen Teamwettbewerb anbieten, ein Staffellauf, der erst spät abends gegen 21:30 Uhr gestartet werden soll. Gelaufen wird auf einer 1100 Meter langen Runde, und gewertet würden reine Männer- und Frauenstaffeln und Mixedteams. Vorgesehen sind Mannschaften mit mindestens vier Läufern und Läuferinnen. Der Spaß soll absolut im Vordergrund stehen.

Neu: Am 20. Mai wurde die Erstaustragung der Veranstaltung Biblis läuft durchgeführt. Das meldet das Portal "Echo-online". Mit einem umfangreichen Programm, zu dem unterschiedliche Kinderläufe und ein vermessener Zehner gehören, wurde das neue Laufevent in Bibliser Pfaffenaustadion erfolgreich gestartet. Der Hauptlauf führte über den Weschnitzdamm und in die Pfaffenau. "Das Programm von 'Biblis läuft'", so heißt es weiter, "steht in diesem Jahr im Einklang mit dem Bergsträßer Turnfest am 20. und 21. Mai, doch die Organisatoren der TG Biblis hoffen, dass die Idee gut einschlägt und sie den Lauf im nächsten Jahr weiterführen können, womöglich gekoppelt an das Gurkenfest oder an die Kerwe." Ein Wettbewerb für Showtanzgruppen beendete die Laufveranstaltung.

Unter neuem Namen wieder da: Eine gelungene Premiere gab es Mitte Mai für ein sportliches Highlight im neuen Gewand, den 1. Binzer Bäderlauf auf Rügen. Das berichtete unlängst die "Ostsee-Zeitung". Weiter heiß es: "Am Wochenende trafen sich hunderte Läufer und Läuferinnen bei strahlendem Sonnenschein am Binzer Kurplatz, um beim 1. Binzer Bäderlauf zu starten. 'Einige haben sich heute Morgen noch gemeldet', berichtet Marikke Behrens von der Kurverwaltung. 'Wir haben insgesamt 202 Starter gezählt, das sind mehr als im vergangenen Jahr'. Neben dem neuen Namen 'Bäderlauf' wurde auch die Streckenführung des ehemaligen Promenadenlaufs verändert. Der 10-Kilometer-Lauf startete in Binz, der Halbmarathon führte durch anspruchsvolles Terrain. 'Die Strecke hat tückische Steigungen', so Moderator Maik Juch. 'Den Klünderberg hoch und dann durch die Granitz. Das ist schon anstrengender als die Routen in den vergangenen Jahren'." Besonders froh war man auf der größten Insel der Republik, dass Läufer aus ganz Deutschland gekommen waren. Der Lauf lohnt sich für Weitangereiste als Ziel für ein verlängertes Urlaubswochenende besonders gut.

Verändert: Auf ungewöhnliche Weise versucht der Verein TuSpo Hucklingen seinen Malteser Sommerlauf in Duisburg zu retten, meldet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" am 26. Mai. Man habe dem "Sommerlauf" 2017 einen früheren Termin im Jahr gegeben und wolle ihn in "Frühlingslauf" umbenennen. Ursprünglich war der Lauf immer zur Sommersonnenwende um den 21. Juni angesetzt gewesen, nun war der 27. Mai der Termin. Wie schon bei den Voranmeldezahlen ersichtlich war, konnte der Teilnehmerschwund auch durch die Vorverlegung nicht gestoppt werden. Das wurde dann zur Gewissheit, als der Lauf bei sehr heißen Temperaturen am Samstag nach Christi Himmelfahrt über die Bühne ging. Im Nachgang räumen die Organisatoren auf ihrer Homepage ein, in Kürze ein Sondierungsgespräch führen zu wollen, um zu entscheiden, ob der Lauf Überlebenschancen habe. Wohl vorsorglich wurde die Veranstaltungshomepage ausgesetzt mit dem Hinweis, sie neu gestalten zu wollen. Der Lauf ging am 27. Mai zum zwanzigsten Mal über die Bühne. Möglicherweise war es ein Jubiläum mit finalem Ausgang.

Wieder da: Von der Wiederkehr des geschichtsträchtigen Laufs um die Taakener Ähren berichtet der Bremer "Weser Kurier" in seiner Ausgabe vom 26. Mai. "Der kleine Ort Taaken in der Samtgemeinde Sottrum wird am Sonnabend, 12. August, zum Läufer-Treffpunkt", heißt es dort. "Denn an diesem Tag findet der Volkslauf 'Um die Taakener Ähren' statt. Im vergangenen Jahr hatte die Veranstaltung eine Pause eingelegt. Das neue Organisationsteam arbeitet Hand in Hand mit dem vorherigen Organisator Wolfgang Haase und hofft auf viele Läufer und Zuschauer. In diesem Jahr soll der Staffellauf im Vordergrund stehen. 'Firmen, Familien, Freunde und alle Gruppen zwischen zwei und vier Personen können wahlweise als Zweier-, Dreier- oder Vierer-Teams gegeneinander antreten. Die Teams tragen einen originellen Staffelstab über eine Gesamtstrecke von zehn Kilometern um die idyllischen Taakener Ährenfelder'", heißt es in einer Mitteilung der Organisatoren. Das erfolgreichste Team gewinnt den Wanderpokal.

Premiere: Eine überaus gelungene Premiere feierte laut "Rp-online" der erste Ra(h)ser Run von Viersen. Mit rund 500 Anmeldungen und 444 Finishern waren die Organisatoren der LG Viersen sehr zufrieden. Das neue Laufformat am Niederrhein gehört zudem zur NEW-Laufserie, zu der unter anderem auch der Citylauf von Korchenbroich zählt. Angeboten wurden neben einigen Schülerläufen Rennen über fünf und zehn Kilometer. Als erste in die Siegliste des Hauptlaufs konnten sich die ehemalige deutsche Marathonmeisterin Silke Optekamp und Lucas Fehling aus Mönchengladbach eintragen. Viel Lob zollten die Teilnehmer der Strecke, die toll zu laufen gewesen sei.

Neu: In Freiberg gibt es eine neue Laufveranstaltung, berichtet die "Freie Presse" am 12. Mai. Am 16. Juni findet erstmals der Freiberger Mittsommernachtslauf durch die Altstadt statt. Die Veranstaltung, die um 22 Uhr beginnt, soll Sport, Spaß und Charity verbinden. Organisiert wird der Lauf von der LG Mitlaufgelegenheit. "Der Lauf ist kein Wettkampf, stattdessen stehen der gute Zweck und der gemeinsame Spaß am Sport im Mittelpunkt", erklären die Organisatoren. Die Idee entstand in der Freiberger Refugee-Laufgruppe. Die Organisatoren wollen einem elfjährigen Jungen aus Halsbrücke, der an Lungenhochdruck erkrankt ist, helfen, und auch das Tierheim beim Bau eines neuen Hundeauslaufs unterstützen. "Als Läufer sind wir dankbar für unsere Gesundheit und können es nachvollziehen, was es heißt, sich nicht mehr bewegen zu können", erklären die Organisatoren des Laufes. Eine offizielle Zeitmessung findet deshalb bei diesem Lauf nicht statt. Die Startgebühr von 15 Euro wird als Spende für die beiden Projekte eingesetzt. Geplant sind ein Viertel- und ein Halbmarathon (21,1 km). Start und Ziel sind am Fitnessstudio Mumm am Meißner Ring. Die Strecke führt an Freibergs wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei. Nach dem Lauf wird es ein internationales Buffet für die Teilnehmer geben.

Premiere: Eine gelungene Premiere feierte am 23. Mai bei schönstem Sonnenschein der 1. Oberhausener Firmenlauf viactiv, das meldete die Onlineausgabe der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Mehr als 2200 Teilnehmer aus über 150 Firmen waren zum Auftakt gekommen und erfuhren lautstarke Unterstützung an der Strecke. Strahlende Gesichter der Läufer und sehr zufriedene Organisatoren waren das Ergebnis. Karsten Kruck von "Laufsport Bunert" erreichte als erster das Ziel, schnellste Frau war Annika Vössing vom "Sprungzwei". Bei aller positiven Resonanz gab es aber auch kritische Äußerungen. Diese betrafen vor allem die Enge und der Staub beim Start. Da wollen die Organisatoren im nächsten Jahr ansetzen und die Situation verbessern. Nach dem Lauf gab es noch eine zünftige After-Race-Party.

Unsicher: Ob der traditionsreiche Hildanuslauf in Hilden im September 2017 seine nächste Auflage erleben wird, ist laut "rp-online" unsicher. Denn es wird von den Organisatoren verlangt, für die veränderte Streckenführung eine dafür lizenzierte Fachfirma zu beauftragen oder, dass eine Person aus dem Orga-Team für die Sicherheit haftet. Ersteres sei aber zu teuer, letzteres nicht durchführbar. Nachdem sich im vergangenen Jahr schon ein Finanzierungsproblem angedeutet habe, stehe jetzt fest: Es fehlen mindestens 2000 Euro, um auch die 23. Auflage im September starten lassen zu können. "Wir haben die Anmeldungen online noch nicht freigeschaltet", sagt Florian Frieges von der LG Stadtwerke, die als Unterabteilung des TuS 96 Hilden den Lauf organisiert, "da wir definitiv noch nicht wissen, ob es laufen wird." Der Hildanuslauf war in den letzten Jahren zu einer Institution in der rheinischen Stadt avanciert mit nahezu 1000 Teilnehmern, darunter zwei Drittel Schüler. Jetzt hoffen die Organisatoren auf ein Wunder.

Abgesagt: Der 7. Sommerlauf der Karl-Jaspers-Klinik in Oldenburg, der für den 7. Juni vorgesehen war, wurde abgesagt. Das meldet die Homepage des Zeitmessers "laufmanager.net". Als Grund dafür werden Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes angegeben. Da die Laufstrecke überwiegend durch Waldgebiete führe, wolle man die Gesundheit der Teilnehmer nicht gefährden, heißt es. Der bei regionalen Läufern überaus beliebte Lauf, der Strecken von 1500, 3000, 5000 und 10000 Meter sowie einen Walkingwettbewerb anbietet, findet immer an einem Mittwochabend statt. Die Klinik ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie, hatte zur Behandlung von Patienten auch Ausdauersport als Heilsmaßnahme eingebaut und einen eigenen Trimmpfad angelegt. Auch zahlreiche Mitarbeiter und Ärzte sind selbst Hobbyläufer. 2018 soll die Veranstaltung wieder angeboten werden, heißt es.

Neu: Unter der Überschrift "So etwas hat es noch nirgends gegeben" vermeldet der Bremer "Weserkurier" am 12. Juni einen neuen Lauf, nämlich den ersten Weyher Ortsschildlauf. Am 19. August ab 16 Uhr soll nach dem Willen der sieben Organisatoren, die eigens dafür einen Verein gründeten, die Premiere starten. Insgesamt sollen neun Ortsschilder der in der Nähe von Bremen liegenden Gemeinde angelaufen werden, woraus sich neun Etappen ergeben. Am jeweiligen Etappenziel wird es Verpflegungspunkte geben und können die Staffelstäbe der Mannschaften übergeben werden. Gerne können Läufer auch die gesamte Strecke alleine meistern. Die Distanz soll etwa 33 Kilometer betragen. Man will auf diese Weise zwar einen Volkslauf etablieren, der die Premiere überdauern soll, aber von einem Wettkampfcharakter will man absehen. Deshalb wird es keine offizielle Zeitmessung und keine Wertung geben. Man müsse dann schon selbst seine Zeit stoppen, sagt ein Organisator. Die Idee zum Lauf hatte Daniel Neuber, der viele Jahre den Weyhe-Syker-Crosslauf veranstaltete und nun eine neue Idee zu verwirklichen hofft. 150 Teilnehmer könnten beim Debüt zusammenkommen. Start und Ziel ist der örtliche Zentralsportplatz.

Abgesagt: Wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)" in ihrer Ausgabe vom 8. Juni mitteilt, wurde das Hindernisrennen Rothaus Mudiator Run in Bochum ohne Nennung von Einzelheiten durch den Veranstalter kurzfristig abgesagt, der eigentlich am 10. Juni über die Bühne gehen sollte. Organisatorische Gründe seien maßgeblich, lautete die dürftige Begründung des Ausrichters, der Agentur Bochumer Veranstaltungs GmbH. Das Mudiator Event ist eine seit drei Jahren existierende Hindernislaufserie, die von der Dienstleistungsgruppe CDS in Bötzingen in Baden-Württemberg organisiert wird und die erstmals mit einem 5-km-Rennen im Westpark Bochum Halt machen sollte. Auf ihrer Homepage bittet sie darum, von Anfragen abzusehen, nähere Begründungen erfahren zu wollen. Auch die WAZ erhielt auf Anfrage keine Antwort. Der Sprecher der Bochumer Veranstaltungs GmbH, Andreas Kuchajda, ließ wissen, dass ihm nun die Rückerstattung der Startgelder wichtig sei, die zwischen 19 und 69 Euro liegen, nachdem bereits eine andere Veranstaltung des CDS, die "Pyrogames", im Vorfeld geplatzt sei und dort die angemeldeten Interessenten ihr Geld nicht wiedergesehen hätten. Im Netz sorgte diese erneute Absage zwei Tage vor dem Termin indes für mächtig Ärger und Frustration. Die Teilnehmer fühlen sich, freundlich ausgedrückt, vereimert.

Neu: Am 17. Juni feierte ein neuer Bergmarathon in Südtirol seine glänzende Premiere, der erste Stilfserjoch (Stelvio) Marathon von Prad. Rund 700 Aktive hatten sich zu dem Lauf auf der legendären Passstraße unterhalb des Ortlers angemeldet, um eine Höhendifferenz von über 2300 Meter zu überwinden. An den Marathon ist ein 26 km langer Lauf gekoppelt, der die ersten, weitgehend flachen Kilometer weglässt und auf fast die gleiche Höhendifferenz kommt wie der Marathon. Die kürzere Strecke kann auch marschiert werden bei Jochmarsch-Wettbewerb. Um den Lauf überhaupt ausrichten zu können, hatte sich eigens ein Verein gegründet, der ASV Stelvio Marathon. Das Startgeld beträgt je nach Meldedatum zwischen 70 und 130 Euro und ist für alle drei Wettbewerbe gleich. Eine Teilnehmerbegrenzung gibt es nicht.

Abgesagt: Nach 32 Austragungen ist Schluss mit dem Bergkamener Volkslauf. Diese nüchterne Meldung ist auf der Homepage des TLV Rünthe, dem Ausrichter, zu finden. Dort ist man sich durchaus der langen Tradition der Veranstaltung bewusst, jedoch ließen schwindende Teilnehmerzahlen bei gleichzeitigem Ansteigen der Kosten den Organisatoren keine andere Wahl, als dem Lauf für jetzt und ewig eine Absage zu erteilen, heißt es weiter. Die Veranstaltung war zugleich in die Hellweg-Laufserie integriert, die nun ohne die Bergkamener Beteiligung fortgeführt werden muss.

Abgesagt: Wie aus Veranstalterkreisen des Turn- und Sportvereins Badenweiler zu hören war, musste der 7. Feierabendlauf von Badenweiler aus organisatorischen Gründen abgesagt werden. Er war ursprünglich für Mittwoch, den 24. Mai vorgesehen gewesen. Nähere Informationen wurden nicht bekannt.

Gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt (30. Juni 2017)

Beiträge von Michael Schardt

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Durchgesickert - Nr. 4

Veränderungen und Auffälligkeiten der Laufszene

gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt 

Laufveranstaltungen kommen, gehen, kommen wieder oder zeigen Kontinuität. Im März und April wurde über folgende Änderungen (Auswahl) in den Medien berichtet. Durchgesickert informiert als neue Kolumne nun zum vierten Mal im LaufReport über Veränderungen, Neuheiten und Auffälligkeiten in der deutschen Laufszene - und manchmal auch über die Grenzen hinweg, die in verstreut erscheinenden Print- und Onlinemedien kolportiert wurden, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit.

Wieder da: Wo hat es das schon einmal gegeben? Ein Bürgermeister kämpft für die Ausrichtung eines Laufwettbewerbs und zieht dafür sogar durch die Instanzen bis zum höchsten Gericht. So geschehen im sächsischen Strehla, wo bis 2011 am Abend vor dem 1. Mai ein traditionsreicher Strehlaer Staffellauf mit hohem Spaßfaktor stattfand. Das Rennen wurde teilweise im innerstädtischen Bereich auf der Bundesstraße 182 ausgetragen, um den Läufern und Zuschauern genügend Platz zu bieten und eine sichere Strecke. Doch für 2012 erteilte die zuständige Straßenbehörde der Stadtverwaltung eine Absage und genehmigte die Sperrung der B182 nicht, weshalb die Veranstalter auf eine unbefriedigende Nebenstrecke ausweichen mussten. Als 2013 die Genehmigung ebenfalls ausblieb, zog der damalige Bürgermeister vor Gericht. Sein Nachfolger, Jörg Jeromin, verfolgte den Schritt weiter. Ohne Erfolg allerdings selbst bei höchster Instanz, dem Oberverwaltungsgericht Bauzen. Dessen endgültige Absage erfolgte 2016. Wegen der mehrjährigen gerichtlichen Auseinandersetzung wurde der Lauf von 2013 bis 2016 ausgesetzt. Wie am 20. April 2017 die "Sächsische Zeitung" meldet, ist der Lauf zurück. Am 30. April wird es wieder einen Staffellauf geben, nicht ganz auf der Originalstrecke, aber auf einer sehr ähnlichen. Die Straßenbehörde hat grünes Licht gegeben.

Wieder da: Der Internationale Chemnitzer Citylauf hatte es zwischen 2003 und 2010 schon einmal gegeben, meldet die "Freie Presse" am 19. April, wurde danach aber nicht mehr durchgeführt. Jetzt wurde bekannt, dass die Veranstaltung eine Wiederauferstehung erleben wird, und zwar am 9. September. Veranstalter seien der Lionsclub Wasserschloss und der Chemnitzer Marathonverein, erklärt Mitorganisator Martin Arzt. Das Datum wurde bewusst so gewählt, dass der Lauf mit den Chemnitzer Modenächten zusammenfällt. Damit wird erreicht, dass beide Veranstaltungen voneinander profitieren. Im Zentrum des Laufevents steht ein schneller 10-km-Lauf, der zwischen 19 Uhr angeschossen wird. Man wolle sich um schnelle nationale Läufer bemühen, gibt Martin Arzt kund. In gewisser Weise ersetzt der Citylauf den Chemnitzer Marathon, der bis 2016 neunmal durchgeführt, aber danach eingemottet wurde. Die erhoffte Teilnehmerzahl von 2000 wurde bei den letzten Austragungen weit verfehlt, weshalb es in der Stadt fortan keinen Marathon mehr geben werde.

Abgesagt: Einer der ältesten deutschen Frauenläufe gibt es nicht mehr, das ist auf der Homepage von Adler Langlauf Bottrop zu lesen. Im Mai 2016 fand der letzte, der 20. Bottroper Frauenlauf über fünf und zehn Kilometer statt, jedoch danach sei Schluss, heißt es. Es habe immer sehr viel Spaß gemacht, den Frauenlauf zu organisieren, und man habe immer den Eindruck gewonnen, dass sich die Frauen hier wohlgefühlt hätten. Doch zeige die Entwicklung der letzten zwei Dekaden, dass durch das Aufkommen vieler neuer Frauenläufe die Teilnehmerzahl in Bottrop nur noch rückläufig gewesen sei, weshalb man schweren Herzens sich entschlossen habe, einen Schlussstrich zu ziehen und die 21. Austragung, die für den 7. Mai vorgesehen war, nicht mehr durchzuführen. Ein großes Dankeschön sendet der Veranstalter abschließend an alle Läuferinnen, die dem Frauenlauf über all die Jahre die Treue gehalten haben.

Abgesagt: Noch älter als der Frauenlauf von Bottrop ist der Bensberger Frauenlauf. Er ging 1986 das erste Mal an den Start und war damit der zweitälteste reine Frauenlauf der Republik, gleich nach dem Avon Frauenlauf von Berlin. 2016 dann, zur 31. Edition, teilte das Portal "Laufen in Köln" mit, dass die Organisatoren die Austragung abgesagt hätten, die für den 24. Juni vorgesehen war. Der Eintrag war jedoch mit der Hoffnung verknüpft worden, dass dieser kleine, auf einer Naturstrecke westlich von Köln ausgetragene Frauenlauf nur eine Pause machen würde und 2017 wiederkehren könne. Jedenfalls arbeite der Veranstalter TS 1879 Bergisch Gladbach an einem neuen Konzept für die Zukunft. Details wurden nicht mitgeteilt, auch nicht, ob es nach dem Lauf bei dem freien Besuch aller Teilnehmerinnen bleiben würde in der 5-Sterne-Wellnessoase Mediterrana. Nach jetzigem Stand (Ende April 2017) scheint sich die seinerzeit ausgesprochene Hoffnung nicht zu verwirklichen, denn von einer Fortführung ist auf der Veranstalterhomepage nichts mehr zu lesen.

Neu: Mit einer Überraschung wartet die Ausschreibung des 38. Engadiner Sommerlaufs am 20. August 2017 auf. Denn man hat am Vortag eine neue Disziplin ins Programm genommen, den 1. Vertical Sommerlauf. Handelt es sich beim Hauptlauf (25,2 km) und dem Nebenlauf (11 km) bisher um relativ flache Läufe in hochgelegenem Gelände, wird beim Verticallauf "die spektakuläre Bergkulisse aktiv ins Geschehen miteinbezogen", sagt OK-Präsidentin Anne-Marie Flammersfeld. Es gilt, die Abfahrtspiste der Ski-Weltmeisterschaft vom Ortskern St. Moritz nach oben zu laufen. Dabei stellen sich den Läufern auf einer Strecke von 5,5 km nicht weniger als 1000 Höhenmeter in den Weg mit Neigungen von bis zu 45 Prozent. Das Ziel ist die Plattform des "Freien Falls", wo sich die Skifahrer am Start in die Tiefe stürzen. Start ist samstags um 13 Uhr. Anschließend werden auf der Bergstation die Sieger geehrt und zünftig gefeiert.

Wieder da: Bereits im Jahr 2009 wurde auf dem die Stadt Köln umrundenden Wanderweg "Kölnpfad" ein Ultralauf veranstaltet, der den Namen im dialektgefärbten Titel trug: 171 km öm janz Kölle. Bei der Strecke handelt es sich um einen komplett ausgeschilderten Rundkurs, den man erwandern, erlaufen oder mit dem Fahrrad absolvieren kann. 2010 fiel der Lauf jedoch aus, um ein Jahr später zurückzukommen. Doch brachte die Durchführung 2011 nicht den endgültigen Durchbruch, sondern der Lauf verschwand danach für drei Jahre in der Versenkung. Erst 2015 kehrte er zurück, um 2016 als Partyevent seinen Fortbestand zu bestreiten. Nun steht fest, dass der Lauf 2017 erneut (und vermutlich auch in den Folgejahren) stattfindet, und zwar am 1. und 2. Juli. Das jedenfalls ist der Homepage "koelnpfad.wordpress.com" zu entnehmen. Damit nicht genug. Es gibt ein erweitertes Programm, denn neben dem 171 km langen Ultra und seinem kleinen Bruder über 110 km sowie dem Staffellauf, bei dem sich fünf Läufer die Strecke (je 30 bis 35 km) teilen, gibt es nun auch einen kleinen Ultra über 78 km, der komplett in der Nacht gelaufen wird. Dabei ist das Ziel für alle Teilnehmer das Gleiche, nämlich die Bezirkssportanlage Thuleweg in Köln-Höhenhaus, der Start der Läufe aber differiert, je nach Wettbewerb. Für die 171 km stehen maximal 32 Stunden Laufzeit zur Verfügung. Am Sonntag gibt es zur Mittagszeit dann eine Afterraceparty.

Neu: "Im Rahmen der 16. Auflage des Lichtenwaldlaufs steigt als Premiere die erste Auflage des Schurwald-Marathon über die 42,195 Kilometer", berichtete der "Teckbote" in seiner Onlineausgabe vom 29. März. "'Schon seit drei, vier Jahren schwebt mir vor, einen Marathon zu veranstalten', sagt Organisator Armin Storz vom ausrichtenden TSV Lichtenwald." Aus den reinen Gedankenspielen soll am 9. April Wirklichkeit werden. Rund 80 Läufer hatten sich bis Ende März vorangemeldet, um eine anspruchsvollen Strecke mit 650 Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Soweit die Ankündigung. Inzwischen (Ende April) gehört der 16. Lichtenwaldlauf der Geschichte an. In Nachberichten vermelden die örtlichen Medien: "Es nahmen auf den verschiedenen Distanzen 1200 Läufer teil, darunter 120 Läufer, die bei der Marathonpremiere dabei waren." Auch 2018 soll es wieder einen Marathon geben.

Neu: Marathonläufe in Österreich gibt es gar nicht so viele wie man denken mag. Ein neuer ist nun im Bundesland Kärnten geplant mit einem reichhaltigen Rahmenprogramm, wie das Internetportal "www.i-love-kaernten.at" meldet. "Am 28. und 29. Oktober wird es in der Region Feldkirchen-Ossiacher See mit dem 'I Love Kärnten'-Marathon gleich eine ganze Reihe von Bewerben geben. Von den Juniormarathons über den Lauf der Frauen, den Panoramalauf mit 10 km, den flachen und wunderschönen Halbmarathon um den See, den anspruchsvollen Weingartenlauf (Cross-Lauf mit 27,5 km) bis hin zu einer sehr attraktiven Marathonstrecke. Vom Start am Flatschacher See führt diese bergab durch das Naturschutzgebiet Bleistätter Moor, dann nach Steindorf und anschließend um den gesamten See herum. Nicht nur die Naturkulisse, auch die Höhenlage und die zu erwartenden Temperaturen sind ideal für Läufer, die einen würdigen Saisonausklang auf ihrer Lieblingsdistanz feiern wollen", heißt es in der Werbung.

Wechsel: Nach 21 Jahren ist Schluss mit dem traditionsreichen Safarilauf in Stukenbrock, das meldet die "Neue Westfälische" am 12. April. Mit dem Wechsel des Hauptorganisators sei es nicht mehr möglich gewesen, sich mit dem Safaripark auf akzeptierbare Konditionen zu einigen, hieß es aus Kreisen des Veranstalters FC Stukenbrock. Deshalb biete der Verein nun erstmals den REWE Citylauf, nachdem sich der neue Orgachef Karl Marxcord mit dem neuen Hauptsponsor einig gewesen sei. Der Lauf wird auf einem 2,5 km langen Rundkurs ausgetragen, der mitten durch Stukenbrock verläuft. Einen Halbmarathon wie bislang gibt es nicht mehr. Stattdessen können Besucher und Teilnehmer ein buntes Familienfest am Ausgangs- und Zielpunkt Kruskotten erwarten sowie Walking und Laufwettbewerbe über 5 und 10 km sowie Schülerläufe. Als Termin ist der 19. September vorgesehen.

Neu: Gleich zwei neue Läufe in Köln beziehungsweise in der Nachbarstadt Leverkusen kündigt das Portal "Laufen in Köln" an. Zum einen am Donnerstag, 15. Juni (Fronleichnam) organisieren die Frontrunners Cologne einen Benefizlauf durch den Kölner Stadtwald. Angeboten werden 5 und 10 Kilometer für Einzelpersonen und ein 5-Kilometer-Lauf für Paare. Die Startgebühr beträgt 10 Euro. Sofern Plätze frei sind, ist eine Nachmeldung am 15. Juni noch vor Ort möglich. Start ist für alle Läufe um 13:00 Uhr an den Jahnwiesen. Die Strecke führt durch den Stadtwald. Die Siegerehrung findet direkt nach dem Lauf statt. Der zweite Lauf betrifft die Premiere des Leverkusener Businesslaufs, zu der die Veranstalter mehrere tausend Teilnehmer erwarten. Am 18. Mai richtet der TSV Bayer 04 Leverkusen denselben aus. Um 17:30 Uhr soll an dem Donnerstagnachmittag der erste Startschuss fallen. Im 10minütigen Takt gehen dann weitere Startblöcke auf die Strecke. Insgesamt sind sieben Starts geplant. Die 5 Kilometer lange Laufstrecke ist flach und führt die Teilnehmer, ausgehend vom Vereinsgelände (Kurt-Rieß-Anlage), zur BayArena, die einmal durchlaufen wird, zur Dhünn bis zum Wendepunkt in der Adolfsstraße. Von dort aus geht es zurück in die BayArena, wo der Zieleinlauf mit Verpflegung und anschließender After-Run-Party liegt. Die Strecke ist allerdings nicht DLV-vermessen. Das Startgeld liegt bei 19 Euro. Wer meint, etwas Besonderes zu sein, kann sich mit 24 Euro in den ersten Startblock einkaufen und läuft als VIP-Starter. Hierfür sind maximal 100 Plätze vorgesehen. Eine Zeitmessung wird es geben.

Wieder da: Bis 2014 hat der Polizeisportverein Mannheim den Mannheimer Brückenlauf neunzehn Mal organisiert, dann verschwand die Veranstaltung in der Versenkung. Jetzt meldet sich der Lauf zurück, wie der "Mannheimer Morgen" am 12. April anzeigt. Am 13. Mai soll die Tradition mit der dann 20. Ausführung auf der Originalstrecke wieder aufleben. Vom Start und Ziel am PSV-Gelände im Pfeifferswörth führt die Strecke entlang der Feudenheimer Straße über die Kurpfalzbrücke. Auf der anderen Neckar-Seite geht es zurück bis zur Riedbahn-Brücke und danach über die Schleuse Feudenheim. Der Lauf ist auf 300 Teilnehmer begrenzt, wobei diejenigen kostenfrei mitmachen dürfen, die bereits für den nächsten Mannheimer Dämmermarathon gemeldet sind, erklärt die mitveranstaltende Agentur M3.

Neu: Ebenfalls für Mannheim und auch für den Mai ist der 1. SOPREMA Neckar Run angekündigt. Unter dem Motto "Laufen in den Mai" wird die Veranstaltung am Familientag des TSV 1846 Mannheim über die Bühne gehen und ein breitgefächertes Lauf- und auch sonstiges Aktionsangebot bereithalten. Termin ist Montag, der 1. Mai auf dem Sportgelände am Hans-Reschke-Ufer. Im Mittelpunkt steht dabei ein Lauf über zehn Kilometer, der an beiden Ufern des Neckars entlang führt. Außerdem gibt es einen Minimarathon über 4,2 km für alle Altersklassen. Spezielle Strecken für die jüngsten Teilnehmer werden ebenfalls angeboten, so ein Bambinilauf über 500 m und ein Schülerlauf über zwei km. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr; der Hauptlauf wird um 11:45 Uhr angeschossen. Organisiert wird das Event von der Triathlonabteilung des TSV.

Veränderungen: Gleich mehrere Veränderungen wird es bei der Schaumburger Laufserie geben, meldet die "Schaumburger Zeitung" am 11. April. "Die Schaumburger Laufserie 2017 hat bei ihrer 15. Auflage acht Läufe im Programm", heißt es. Doch der Sparkassen-Bücke-Berglauf des TSV Eintracht Bückeberge, sonst die Eröffnungsveranstaltung, pausiert 2017, wird aber im Jahr 2018 wieder dabei sein. Dafür kehrt ein anderer Lauf zurück. "Große Freude herrschte bei allen Beteiligten der Serie darüber, dass mit dem Schlosspark-Lauf des VfL Bückeburg nach zweijähriger Abstinenz eine große Lücke geschlossen wurde. Weggefallen hingegen sind die lange zur Serie gehörenden Bruno-Petzke-Lauf in Bückeburg, der schon über 30. Ausgaben erlebt hatte, und der Barbarossalauf des MTV Obernkirchen, der dreimal veranstaltet wurde. Beide waren mangels Personal bereits vor zwei Jahren ausgefallen, sollten aber ursprünglich wiederbelebt werden. Das allerdings gelang nicht. Die Teilnahme an mindestens drei der acht Läufe berechtigt zur Teilnahme an der Abschlussveranstaltung. Diese wird traditionell am zweiten Mittwoch im November in der Kundenhalle der Sparkasse in Stadthagen stattfinden.

Neu: Zu einem neuen und ganz ungewöhnlichen Event kommt es am 1. Juni in Bremen. Da steht der erste Bremer Brückenlauf auf dem Programm. Es wird ein regulärer Halbmarathon angeboten und ein Lauf über zehn Kilometer. Zum Gaudi soll es aber bei zwei anderen Formaten kommen: dem 100 Meter Stöckelschuhlauf und dem fünf Kilometer Unterwäschelauf. Bei diesem Wettbewerb sollen die Läufer und Läuferinnen in Unterwäsche oder Badesachen an den Start gehen. Erlaubt ist aber längst nicht alles, wie der Ausschreibung zu entnehmen ist. Da heißt es: "Während der gesamten Veranstaltung sind die Geschlechtsorgane und sekundären Geschlechtsmerkmalen grundsätzlich bedeckt zu halten. Ein Verstoß hiergegen führt zur sofortigen Disqualifikation. Zudem behält sich der Veranstalter in diesem Fall die Erhebung einer Geldstrafe in Höhe von 500 € sowie weitere rechtliche Schritte vor. Die Geldstrafe wird einem wohltätigen Zweck zugeführt.

Abgesagt: Wie die "Badische Zeitung" am 31. März mitteilt, wird es den Hochblauen-Berglauf vorerst nicht mehr geben. Aus Zeitgründen sieht sich das bisherige Leitungsteam nicht mehr in der Lage, den Lauf in der bisherigen Form weiterzuführen. "Wir haben Nachfolger gesucht", sagt Christiane Grimm, Geschäftsführerin des Veranstalters Turnverein (TV) Müllheim. "Doch leider konnten wir keine Ehrenamtlichen für diese zeitintensive Tätigkeit finden." Sollten sich doch noch Laufbegeisterte finden, die den Berglauf wieder aufleben lassen wollen, sei man sofort gesprächsbereit, hieß es aus dem Vorstand. Bisher verlief die 10,5 Kilometer lange Strecke vom Eichwaldstadion in Müllheim über Lipburg bis zum Aussichtsturm auf dem Gipfel des Hochblauens. Die Bergläufer mussten dabei 905 Höhenmeter bezwingen. 1984 war der Lauf erstmals durchgeführt worden; zuletzt waren die Teilnehmerzahlen jedoch stark rückläufig.

Änderung: Wie das Portal "Metropolnews" am 4. März meldet, wird beim Karlsruhe Marathon die Angebotspalette um einen 15-km-Lauf erweitert. "Der Start", heißt es dort, "befindet sich hinter dem Karlsruher Schloss im Schlossgarten und führt durch die Innenstadt über die Günther-Klotz-Anlage und Grünwinkel in die stimmungsvolle Zielarena in der Halle 2 der Messe Karlsruhe. Gestartet wird um 13 Uhr, so dass einerseits die schnelleren Marathon- und Teamläufer/innen davon nicht tangiert werden, andererseits aber für die langsameren Marathonläufer/innen auf dem letzten und weniger dichten Drittel der Marathonstrecke etwas Belebung und Begleitung geboten wird." Die Teilnehmerzahl ist auf 300 Startplätze begrenzt. Der Lauf findet mit Zeitmessung, aber ohne Wertung statt. Es wird eine alphabetische Liste erstellt.

Neu: Wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" am 6. März meldet, geht am 23. Mai der erste Firmenlauf in Oberhausen an den Start. Die Strecke ist etwa 6,5 km lang und beginnt und endet im Stadion Niederrhein. Gelaufen wird auf beiden Seiten des Rhein-Herne-Kanals, vorbei am Gasometer und, als besonderer Clou, durch ein Autohaus. Mitmachen können auch Walker, allerdings ohne Stöcke. Im Anschluss an den Lauf kann bei einer Party zünftig gefeiert werden.

Neu: Wie das "Wedel-Schulauer Tageblatt" am 31. März meldet, wird es in der schleswig-holsteinischen Stadt bald eine neue Laufveranstaltung geben, den ersten Wedeler Halbmarathon. Dieser Lauf, der auch eine 10-km-Strecke anbieten wird, soll "Moin, Moin, Marsch" heißen und stattfinden zwischen zwei 10 km entfernt liegenden Edeka Märkten. Organisator Schölermann sieht in dem Lauf die Chance, die Idee des mittlerweile eingestellten Krankenhaus-Förderlaufs aufzunehmen und daraus eine neue Laufveranstaltung zu machen. Startschuss ist am Sonntag, 30. April, um 10 Uhr in den Welau Arkaden, wo auch das Ziel der 21,1-Kilometer-Strecke ist. Zieleinlauf für die Zehn-Kilometer-Starter ist bei Edeka an der Hauptstraße in Holm. Dort können zudem Kinder und Familien auf zwei und fünf Kilometer lange Strecken gehen. Während die Zielschluss-Party in den Arkaden in Wedels verkaufsoffenen Sonntag übergeht, steigt bei Paulsen in Holm ein Geburtstags-Fest, das bereits am Vorabend mit Bühnenprogramm und zwei Live-Bands beginnt. Für Kleidungs- und Teilnehmer-Transport wird ein Shuttleverkehr eingerichtet. Die beiden Langstrecken sind amtlichen vermessen und bestenlistenfähig.

Neu: Wie das Onlineportal "in.südthüringen.de" meldet, soll im August der erste Sonnenberger Spielzeuglauf an den Start gehen. Organisiert wird er vom Kulturamt der Stadt in Verbindung mit ortsansässigen Sportvereinen und dem Pistorgymnasium. "Am 18. August, ab 18.30 Uhr, sollen zunächst zwei Schülerläufe (1 Runde) zur Austragung kommen.", führt das Portal weiter aus. "Zusätzlich gibt es noch einen vier Kilometer langen Hobbylauf (2 Runden) für Läufer ab Jahrgang 2001 und älter. Starter des Hauptlaufes absolvieren fünf Runden (10 Kilometer); die selbe Streckenlänge ist für den Staffellauf vorgesehen." Schon 2016 hatte es eine Laufpremiere in Sonnenberg gegeben, als der kleine Pistorlauf praktisch Pilotprojekt des Spielzeuglaufs war.

Neu: Am 17. März, einem Freitag, fand die erfolgreiche Premiere des ersten Lichterlaufs von Kleve statt. Der Lauf wurde von Trifun Kleve und dem örtlichen Laufladen Bunert organisiert und zog mit 863 Anmeldungen mehr Läufer an als erhofft. Mit 791 Finishern war die Auslastung sehr hoch, nämlich 91 Prozent. Davon waren rund 300 Läufern bei den beiden Staffelwettbewerben über 4x2,5 km und 2x5 km unterwegs. Außerdem gab es einen Hauptlauf (10km) und einen Jedermannslauf (5 km), die amtlich vermessen waren und deren Zieleinlauf live im Netz verfolgt werden konnte. Mit dem erwirtschafteten Überschuss wird die Lichtanlage an der Joggingstrecke instandgesetzt. Das Laufrevier Niederrhein hat mit der Veranstaltung deutlich an Attraktivität dazugewonnen, hieß es in der örtlichen Presse.

Abgesagt: Acht Jahre lang hatten sich die regionalen Läufe zum Gütersloher Laufcup zusammengeschlossen. Damit ist nun Schluss. Schon 2017 wird es die Serie nicht mehr geben. Das hängt damit zusammen, dass einer der beiden Cheforganisatoren, Wolfgang Vahrenhorst, im Laufe des Jahres von Ostwestfalen aus privaten Gründen nach Augsburg zieht. Das meldete am 23. März "Die Glocke". Vahrenhorst ist auch der Orgachef des Gütersloher Dalkelaufs, der zum Cup gehörte. Dieser allerdings fand in diesem Jahr wie üblich am letzten Märzwochenende unter seiner Leitung statt und erlebte die 35. Auflage. Dessen Fortbestand, so Vahrenhorst, sehe er nicht gefährdet, da unter einigen geeigneten Kandidaten sicher ein Nachfolger für ihn gefunden werden könne. "Manche schauten mir schon jetzt über die Schulter", gab er zu Protokoll. Einzig Sorgen machten die sinkenden Teilnehmerzahlen. Habe man früher schon mal über 1000 Läufer am Start gehabt, sei man nun froh, wenn die 400er-Marke geknackt werde.

Neu: Ein hierzulande noch recht junges Format soll am 18. Juni mitten im Ruhrgebiet bedient werden, meldet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" Mitte April. Dann ist der erste Bochumer Urban Trail in der Universitätsstadt geplant, für den es zwei Monate vor dem Termin schon über 1.200 Anmeldungen gebe. Organisiert wird der Lauf vom ehemaligen Weltklassesprinter Klaus Ehl, der mit über 2500 Startern rechnet. In Benelux sei diese Form des Laufes längst der Renner, sagt Ehl, er werde es nun nach Deutschland holen. Vom Erfolg ist er überzeugt. Der Urban Trail sieht keine Zeitmessung oder ein Ranking vor, sondern steuert viele Sehenswürdigkeiten der Stadt an, ja führt durch Gebäude und sogar das Bermuda Dreieck, ein Kneipenviertel, inklusive Verkostung. Der Lauf ist also eine Kul-Tour, erklärt der Orgachef. Gestartet wird um 9:00 Uhr in Wellen, jede Viertelstunde 500 Leute. Die ersten werden schon im Ziel sein, bevor die letzten loskommen. Zwischen 60 und 90 Minuten wird man brauchen. Der Startschuss erfolgt im Vonovia-Ruhrstadion. Die Streckenlänge beträgt 10 km und soll ein "Best of Bochum" sein.

Neu: Ein großer Erfolg war am zweiten Aprilfreitag (7. 4.) der erste Genthiner Staffellauf, wie die "Volksstimme" in ihrer Ausgabe vom 10. April schreibt. Rund 240 Läufer in 47 Teams hätten daran teilgenommen, viel mehr als erwartet. Der Modus gestalte sich so, dass ein Team mit drei bis fünf Läufern ausgestattet sein kann, die fünf Runden über je 1,6 km laufen müssen, zusammen also neun Kilometer. Die Zusammensetzung sei, was das Alter und Geschlecht anbelangt, frei. Gewonnen hat bei der ersten Austragung das Team der "Weißen Kenianer". Orgachef Carsten Heidel ist sich sicher, dass die Veranstaltung keine Eintagsfliege gewesen ist.

Änderung: Neu ist der Volkslauf im Schleswig-Holsteinischen Henstedt-Ulzburg zwar nicht, denn er findet 2017 schon zum zehnten Mal statt, aber es gibt eine bedeutsame Veränderung zur Jubiläumsausgabe. Denn erstmals haben die Organisatoren einen Marathon ins Programm genommen. Das schreiben die "Kieler Nachrichten" in ihrer Online-Ausgabe. Der Lauf findet an einem normalen Werktag statt, nämlich am Freitag, den 5. Mai. Die Marathonläufer starten bereits um 13 Uhr, die anderen Felder werden ab 15:30 Uhr auf die Strecke geschickt. Gestartet wird im Stadion neben dem Bürgerhaus. Die Strecke führt durch den Bürgerpark, die Marathonis müssen den Rundkurs 32 Mal durchlaufen. Im letzten Jahr nahmen genau 2000 Läufer an der Veranstaltung teil, in 2017 erwarten die Organisatoren eine ähnlich große Beteiligung. Nach den Läufen wird eine große After-Race-Party gefeiert, während der auch die Siegerehrungen vorgenommen werden.

Neu: Einen neuen Lauf gibt es in Bad Kreuznach, den 1. Vinorun Guldental, Sonnenberghütte, der für den 29. April geplant ist. Organisiert wird die Veranstaltung vom Long Distance Run (LDR) Bad Kreuznach e. V.. Neben zwei Kinderläufen und einem Jugendlauf über 2,5 km stellt der Erwachsenenlauf über 8,7 km die Hauptattraktion dar. Zudem gibt es noch eine Weinbergstaffel für drei Läufer in einem Team, von denen jeder die 2,5 km lange Runde absolvieren muss, die einige Höhenunterschiede aufweist. Die Veranstaltung geht zwischen zwölf und fünfzehn Uhr über die Bühne. Eine gute Bewirtung gehört mit zum Programm.

Zusammengetragen von Michael Schardt und am 28. April 2017 in LaufReport veröffentlicht

Beitrag von Michael Schardt

Weitere Beiträge der Rubrik KOLUMNEN

Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER

Durchgesickert - Nr. 3

Veränderungen und Auffälligkeiten der Laufszene

gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt 

Durchgesickert informiert als neue Kolumne nun zum dritten Mal im LaufReport über Veränderungen, Neuheiten und Auffälligkeiten in der deutschen Laufszene - und manchmal auch über die Grenzen hinweg, die in verstreut erscheinenden Print- und Onlinemedien kolportiert wurden.

Es ist schon erstaunlich, wie viele Laufveranstaltungen ihren Status ändern. Traditionelle werden beendet, neue erblicken das Licht der Welt, andere pausieren oder kommen nach einer Pause wieder. Die folgende Auflistung solcher Bekanntmachungen in den Monaten Januar und Februar ist recht umfangreich, aber dennoch nur eine Auswahl.

Abschied: Ein Dino deutscher Straßenläufe erreicht das halbe Jahrhundert und verschwindet danach von der Bildfläche. Das meldet "Mein Anzeiger" aus Thüringen. Da heißt es: "Am Samstag, dem 11. März, begeht der LV Einheit Greiz e.V. mit dem 10-km-Lauf sein 50-jähriges Laufjubiläum. Wenn um 14.30 Uhr die Läufer an der Startlinie vor der Regelschule Ostvorstadt in Greiz-Pohlitz stehen, wird dies gleichzeitig der letzte Greizer Straßenlauf sein. Eine der ältesten Laufserien in Deutschland verabschiedet sich damit aus den Laufkalendern. Deshalb würden sich die Veranstalter vom LV Einheit Greiz freuen, viele der Sportler, die dem Lauf über Jahrzehnte die Treue hielten, in Greiz begrüßen zu können." Der Greizer Straßenlauf war ein Traditionslauf auf dem Boden der ehemaligen DDR und hat die Wende nach einigen Ups and Downs gut überstanden. Zahlreiche Eliteläufer stehen in den Siegerlisten. Nun hat man leider das Ende der Veranstaltung ausgerufen.

Abgesagt: Wie in der "Freien Presse" am 22.2. zu lesen war, wurde die 10. Auflage des Chemnitzer Marathons, der im Mai 2017 über die Bühne gehen sollte, für jetzt und die Zukunft abgesagt. Man habe nie die erforderliche Teilnehmerzahl (2000 Läufer) erreichen können, hieß es aus Veranstalterkreisen. Außerdem sei der Aufwand zu groß. Anstelle des Marathons soll nun ein Nachtlauf mit Distanzen bis 10 km neu begründet werden, der am 9. September über die Bühne gehen und als Internationaler Chemnitzer Citylauf bezeichnet werden soll. Dieses Format hatte es früher auch schon einmal gegeben. Nach sieben Jahren soll es nun wiederbelebt werden.

Neu: Ein neuer Marathon ist für den 24. September dieses Jahres geplant. Dann nämlich soll der 1. Sparkassenmarathon von Heidelberg über die Bühne gehen mit der 42. Deutschen Sparkassenmeisterschaft. 2015 fand die Sparkassenmeisterschaft in Coesfeld statt, 2016 in Plauen/Vogtland, diesmal wird Heidelberg Gastgeber sein. Ausschreibungsbedingungen sind auf der entsprechenden Homepage vorhanden. Es wird neben einem Marathon auch ein HM und ein 10-km-Lauf angeboten. Es gibt für Angehörige die Möglichkeit, als Gäste zu starten.

Veränderungen: Einige Marathonveranstalter haben für 2017 Veränderungen in ihrer Angebotspalette kundgetan. Meistens sind es zusätzliche Programmpunkte, die angekündigt werden. So hat der Hallenmarathon in Senftenberg (Sachsen) seine ursprünglich zweitägige Veranstaltung vom 27. bis 29. Januar auf drei Tage ausgedehnt, um dem Wunsch einiger Läufer nachzukommen, einen Ultralauf über hundert Kilometer ins Programm zu nehmen. Dieser fand nun am Freitag (27.1.) statt. Das Angebot ist ohnehin sehr breit gestreut. Vom Lauf über 1000m über 3000m und 10000m bis zum Marathon und Ultralauf über fünfzig Kilometer sind alle gängigen Streckenformate vorgesehen. Sogar ein Paarlauf über 10km ist dabei.

Noch etwas bescheidener, aber auch mit neuen Streckenangeboten, kommt der Hallenmarathon in Pfohren (Baden-Württemberg) am 12. Februar daher. Das berichtete der Südkurier (12.1.). Der Marathon und der Halbmarathon bleiben zwar das Gelenkstück der Veranstaltung, jedoch will man auch den Läufern eine Startmöglichkeit bieten, die auf kürzeren Strecken zu Hause sind. So haben sich die Organisatoren dazu entschlossen, einen Lauf über zehn und einen über fünf Kilometer aufzunehmen.

Am 20. und 21. Mai findet der 17. i-Welt Marathon in Würzburg statt. Wie viele andere Marathons auch, so nehmen die Organisatoren 2017 erstmals einen Staffelmarathon ins Programm. Sechs Läufer teilen sich dabei die Strecke von 42 Kilometern und starten zusammen mit den Marathonis. Die übrigen Angebote (Kinderläufe, 3km, 10km, HM) bleiben erhalten.

Der Vienna City Marathon hat ebenfalls seit diesem Jahr einen zusätzlichen Lauf ausgeschrieben. Neben der Königsdistanz, dem HM und dem Staffelmarathon (alle sonntags) kann nun in der Österreichischen Hauptstadt Wien auch ein Lauf über zehn Kilometer gebucht werden. Dieser findet allerdings nicht am Marathontag, also am Sonntag, statt, sondern wie die beiden Schülerläufe (2km, 4km) am Samstag. Die Strecke führt vom Riesenrad zum Burgtheater. Termin ist der 22. und 23. April.

Neu: Einen zweiten Anlauf, einen neuen Marathon im Sommer zu platzieren, unternimmt man am Niederrhein mit dem Santander Marathon in Mönchengladbach. Beim ersten Versuch im Juni 2016 hatte ein Unwetter alle Hoffnungen zunichte gemacht. Aus Sicherheitsgründen musste die Premiere abgesagt und um ein Jahr verschoben werden. Am 3. Juni 2017 soll nun der "Marathon mit Eventcharakter" an den Start gehen, wie die "Westfalenpost" unter Berufung auf Martin Jahrmarkt vom Ausrichter Neo Move mitteilt. Diejenigen, die sich im letzten Jahr angemeldet hatten, brauchen jetzt kein erneutes Startgeld bezahlen. Die Organisatoren rechnen mit rund 10.000 Teilnehmern auf allen Strecken, trotz der zeitlichen Nähe zum Duisburg Rhein-Ruhr-Marathon. Der Marathon besteht aus einer 10,5km langen Runde, die vier Mal zu durchlaufen sein wird.

Neu: Einen etwas weiteren Blick in die Zukunft sei riskiert, denn für den 28. April 2019 kündigen die Organisatoren einen neuen und wohl einmaligen Bauhaus Marathonlauf in Weimar an. Das ist der Termin, wenn sich die Gründung des Bauhaus' von Walter Gropius zum hundertsten Mal jährt und ein Museum neu eröffnen wird. Die Durchführung soll dem SCC Berlin in die Hand gegeben werden. Bis es aber soweit ist, sind noch viele Gespräche und Sitzungen nötig. Eine Frontseite auf der Bauhaus-Marathonhomepage gibt es aber schon.

Ebenfalls neu, aber schon für den 15.10.2017 erstmals vorgesehen, ist der 1. Almetal Marathon, der in Büren starten und in Paderborn enden wird. Es soll ein Lauf von Läufern für Läufer sein, bei dem es zwar eine Zeitmessung geben wird, aber es nicht so sehr auf Zeitenhast ankommt. Das Almetal bietet eine schöne, flussnahe Uferstrecke an. Auch einen Halbmarathon wird es geben, der auf halber Strecke starten wird. Organisiert wird die Veranstaltung von 13 verschiedenen örtlichen Lauftreffs und Vereinen. Das Teilnehmerlimit ist auf 200 Starter begrenzt, wie auf der Homepage des Organisationsteams zu lesen ist.

Neu in Wien ist kurze Zeit später ein weiterer Lauf, wie die Stadtteilzeitung "Wien Neustadt" vermeldet, nämlich der Sparkassen Nova City Run. "Gestartet wird am neu renovierten Hauptplatz, wo die Läufer auch ihrem Zieleinlauf zelebrieren werden. Die 7 km Schleife führt mitten durch die Stadt zum Gelände des historischen theresianischen Akademieparks, vorbei am geschichtsträchtigen Wasserturm und durch den Stadtpark. Ein abwechslungsreiches Lauferlebnis ist garantiert." Neben dem Lauf über sieben Kilometer kann man wahlweise auch 14 oder 21 km absolvieren. Der Termin ist auf den 1. Mai festgelegt.

Fusion: Wie die "Rheinische Post" am 16. Januar meldete, werden die beiden großen Düsseldorfer Firmenläufe, die ursprünglich bisher kurz hintereinander im Juni stattfanden, zusammengelegt. Das sind der B2Run und der RUN4Ideas. Bisher fand der Run4Ideas am Rheinufer und rund um die Messe mit Start an der Theodor-Heuss-Brücke und der B2Run in und um die Esprit-Arena statt. Angedacht als Termin sei der 22. Juni, sagten die beiden Manager Stefan Maly und Lars Gerling, mit Start an der Esprit Arena. Man rechne mit ca. 15.000 Teilnehmern, was in der Summe die Starterzahl beider früherer Events ergibt. Damit wird der Düsseldorfer Lauf der zweitgrößte Firmenlauf im bevölkerungsstärksten Bundesland NRW, getoppt nur vom Kölner Firmenlauf.

Wieder da: Wie das Onlineportal "Merkur.de" mitteilt, soll der Dorfener Stadtlauf nach fünf Jahren Pause wiederbelebt werden. Bis 2012 hatte er 14 Mal stattgefunden, wurde dann aber aufgegeben. Jetzt wurde als Termin der 9. Juli genannt. Das bedeutet, dass der Lauf während des Filmfestwochenendes stattfindet. Organisiert wird der Lauf von einem Förderverein, in dem die Stadt und Lauftreffs integriert sind. Vorgesehen sind Distanzen bis 10 km. Man hoffe, so die Organisatoren, den Lauf wieder zur alten Beliebtheit zurückführen zu können.

Neu: Der eine geht, der andere kommt, heißt es jetzt in der Stadt Dorsten, am nördlichen Rande des Ruhrgebiets gelegen. Gemeint ist einerseits der Altstadt-Triathlon, der nun aufgegeben wird, sowie als neue Errungenschaft der erste Dorstener Citylauf, der während des Stadtfestes am 9. Juni über die Bühne gehen soll. Organisiert wird das Ganze von den vier städtischen Leichtathletikvereinen. Zum Programm gehören zwei Schülerläufe sowie zwei Rennen über 2,5 beziehungsweise 5 Kilometer. Fürs erste erhoffen sich die Veranstalter 200 Teilnehmer.

Neu: Die Leichtathletikabteilung des Sportvereins Schwindegg in Bayern, gleichzeitig Stützpunkt der deutschen Ultramarathonvereinigung (DUV), plant am 13. Mai 2017 die Einrichtung eines neuen Sechs-Stunden-Laufs. Das berichten übereinstimmend die "Bayerische Laufzeitung" und das "Oberbayerische Volksblatt" (OVB-Heimatzeitung). Der SV Schwindegg ist ein erfahrener Ausrichter unterschiedlicher Straßen und Volksläufe. Einzelheiten zum geplanten Ultralauf waren momentan nicht zu erfahren.

Pause: Ein Lauf, der seit seinem Debüt 2008 schon viele Veränderungen erlebte, ist der Business-Run powered by CeBIT, kurz CeBITrun. Dazu gehören nicht nur unterschiedliche Streckenangebote, sondern gleichfalls die (nicht gegebene) Kontinuität. Man hatte anfangs als längste Strecke einen HM im Angebot, der später gestrichen wurde. Dann beschränkte man sich auf 10 km mit zusammen vier Runden. Man konnte aber auch nach 1, 2 oder 3 Runden aufhören und bekam eine Wertung. 2009 und 2013 fiel der Lauf aus, was jeweils im Nachfolgejahr weniger Läufer an den Start brachte. Für die diesjährige Auflage im März vermeldet die veranstaltende Agentur Eichel Events auf der Veranstalterhomepage die erneute Absage: "Zur CeBIT 2017 geht der BUSINESS RUN leider nicht an den Start. Aus logistischen und organisatorischen Gründen macht der Lauf durch die Messehallen im Jahr 2017 eine Pause", heißt es da. Dass es wirklich nur eine Pause und nicht etwa eine komplette Aufgabe der Veranstaltung ist, darf man hoffen, da der Lauf auch nach 2009 und 2013 wiedergekommen ist.


Neu: Gleich zu Beginn des Laufjahres 2017, nämlich am 5. Januar, vermeldete das "Solinger Tageblatt" die Einrichtung eines neuen Laufs, des Solinger Lichterlaufs: "Bereits an diesem Samstag veranstalten die Organisatoren des Miss-Zöpchen-Laufs die Premiere eines Lichterlaufs in der Dunkelheit", heißt es dort. Und weiter: "Ab 17.30 Uhr können Strecken von zehn, 7,5 und fünf Kilometern auf der beleuchteten Korkenziehertrasse absolviert werden. Die Starts erfolgen alle fünf Minuten." Kim Armbruster vom Veranstalter erläutert, dass sie auf viele Teilnehmer hoffen würde, um genügend Potential zu haben, die Erstauflage zur ständigen Einrichtung und sogar zu einer Laufserie gedeihen zu lassen. Inzwischen wurde der Lauf am 7. Januar durchgeführt, allerdings zunächst noch ohne Zeitnahme. Ob der Lauf in den nächsten Jahren eine Fortsetzung erfährt, eventuell mit Wettkampfcharakter, wird sich erst im Laufe der nächsten Monate entscheiden.

Neu: Die "Cuxhavener Nachrichten" meldeten Anfang des Jahres, dass am 29. April erstmals der Cuxhavener Giantsrun in der Wingst stattfinden werde. Es handelt sich dabei um einen extremen Hindernislauf über neun bzw. achtzehn Kilometer durch den Wingster Wald mit vierzig künstlichen und naturgegebenen Hindernissen (Reifenstapel, hohe Wände, Matsch) und einer 18-prozentigen Steigung hinauf zum Deutschen Olymp. Orgachef Sören Stinsky durfte sich zum Jahreswechsel schon über 300 Anmeldungen freuen. Insgesamt rechnet er mit rund 1000 Teilnehmern.

Neu: Ein neuer Teamwettbewerb für Familien, Firmen und Vereine, der Genthiner Staffellauf, erblickt am 7. April in Sachsen-Anhalt das Licht der Welt, davon berichtete die "Volksstimme" in ihrer Online-Ausgabe vom 11. Januar. Geplant sei ein Mannschaftsrennen für Dreier- bis Fünferstaffeln, die einen Parcours über 1600 Meter im Genthiner Volkspark zu absolvieren haben. Veranstalter Carsten Heidel bietet aber auch zwei Rennen für Individualisten an. Zum einen können trainierte Läufer die Strecke auch fünfzehn Mal durchlaufen, womit sie auf 24 Gesamtkilometer kommen, oder sie starten unter erschwerten Bedingungen beim "Bierathlon", bei dem sie vor jeder neuen Runde eine Flasche Bier auszutrinken haben. Der neue Lauf findet parallel zum Frühlingsfest statt mit Kirmes und Disco.

Neu ersetzt alt: Neu ist auch der erste Laufenburger Stadtlauf in der Schweiz, der vom SRB Bezirk Laufenburg und der Swiss Cycling Fricktal erstmals am 29. Januar 2017 organisiert wurde. Das Rennen eröffnete gleichzeitig den Fricktaler Laufcup, eine regionale Laufserie, die bisher mit einem Lauf durch die Rheinfelder Altstadt begonnen hatte. Das berichtet die "Neue Fricktaler Zeitung" am 11. Januar. Laut Organisatorin Bernadette Rippstein sei es den Rheinfelder Mitveranstaltern aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich, den Traditionslauf weiter durchzuführen, deshalb löse das neue Format das alte ab. Die Laufstrecken sind 7 oder 5,3 km lang und finden auf einem 1,4 km langen Rundkurs statt. Das Besondere: ist der Sieger im Ziel, endet automatisch der Lauf für alle Überrundeten in diesem Moment.

Wieder da: Nach einem Jahr Pause ist der traditionsreiche Bad Wildbader Thermenlauf wieder da, das berichtete am 11. Januar der "Schwarzwälder Bote". Er wird am 6. Mai stattfinden und die örtliche Laufserie erweitern, den Alb-Nagold-Enz-Cup. Bisher hatte der Cup aus sechs Rennen bestanden, nun kommt mit dem Thermenlauf ein siebtes hinzu. Insgesamt wird es die 17. Austragung werden. Neu ist, dass der Thermenlauf, der bisher stets im September stattfand, von diesem Jahr an im Frühling ausgetragen wird.

Eine Pause von sechs Jahren hat der Büwo-Citylauf in Bützow bereits hinter, wenn er während der diesjährigen Bützower Gänsemarkttagen zurückkehrt. Das meldet die "Bützower Zeitung". "Am Sonntag, 27. August, erfolgt um 9 Uhr der erste Startschuss für insgesamt vier unterschiedliche Wettbewerbe", heißt es da. "Wie der Name verrät, wollen die Organisatoren an die bisherigen zehn Cityläufe nahtlos anknüpfen. Die Stadt hat die organisatorischen Fäden in die Hände der Rostocker Sportagentur Sport-Event von Michael Krause gelegt. Dieser baut auf seine örtlichen Kontakte.

Verlegt: Der Phoenixsee Neujahrslauf in Dortmund sollte ursprünglich am 8. Januar zum vierten Mal stattfinden. Doch aufgrund von Schnee und Eisglätte musste der Lauf abgesagt werden. Über 1100 Voranmeldungen hatte es gegeben. Wie "Dortmund24" online schon zwei Tage später meldete, konnte der Veranstalter in einem Gespräch mit der Stadt Dortmund umgehend einen Ersatztermin präsentieren. Der Lauf könne bereits eine Woche nach dem ursprünglichen Termin am 15. Januar stattfinden, und zwar zur gleichen Uhrzeit um 9:30h. Entgegen des eigentlichen Plans, keine Nachmeldungen zuzulassen, wurde diese Ankündigung aufgehoben. Vermutlich, weil viele der Voranmelder zum neuen Termin verhindert sein würden. Man kann so viele Seerunden wie möglich laufen, allerdings kann man nach 90 Minuten Laufzeit keine neue Runde mehr beginnen. Inzwischen hat der Lauf am Ersatztermin stattgefunden und immerhin noch 707 Finisher gesehen.

Neu: Das Laufprotal "Laufen in Köln" meldete im Januar, dass es am 15. April in der Domstadt eine Premiere geben werde. Dann finde nämlich der erste Kölner Osterlauf statt. Gestartet werde unmittelbar am Fußballstadion des 1. FC Köln, also dem Rheinenergiestadion. Die Strecke führe auf einem 3,3km langen Rundkurs durch den Stadtwald. Ein Start und drei Läufe, lautet die Prämisse. Man könne auf der Strecke entscheiden, ob man eine, zwei oder drei Runden laufen wolle. Das Baukastenprinzip nennt man das. Entsprechend findet man sich später auch in einer der Ergebnislisten wieder. "Selbstverständlich", so Holger Wessels von der veranstaltenden Agentur Pulsschlag, sei die längste Strecke genau 10 km lang, nach DLV-Richtlinie vermessen und damit bestenlistenfähig.

Neu: "Im März geht in Kleve eine neue Sportveranstaltung an den Start. Der 1. Klever Lichterlauf findet am Freitag, 17. März, im Klever Forstgarten statt", meldet die "Rheinische Post" am 13. Januar. Die Idee dazu habe Marco van Beek gehabt, Inhaber von Laufsport Bunert und Vorstandsmitglied beim TriFUN Kleve e.V.. Er kenne den Klever Forstgarten durch viele Laufeinheiten sehr gut und erklärt: "Der Park wird spätestens seit der Erweiterung der Beleuchtungsanlage sehr intensiv von Läufern, Walkern und Spaziergängern genutzt", was eine gute Basis sei. Vorgesehen sind Läufe über fünf und zehn Kilometer und ein Staffelrennen.

Absage und Neugründung: Wie der "Trierer Volksfreund" in seiner Ausgabe vom 17. Januar in einem Übersichtsartikel zur regionalen Laufszene berichtet, habe der seit 1989 existierende Fastnachtslauf in Wasserliesch wegen fehlender Sponsoren endgültig das Handtuch geworfen und die Veranstaltung ersatzlos gestrichen. Helfer zu finden werde für die Lauf-Macher wie in allen anderen Sportvereinen seit Jahren immer schwieriger, hieß es als Begründung. Dafür kehre voraussichtlich den Trierer Hindernislauf als Roman-Run am 20. August nach einem Jahr Pause zurück. Und ein Lauf im Trierer Stadtteil Ehrang sei für 2017 geplant, heißt es dort, von dem die Eckdaten allerdings noch nicht bekannt seien.

Neu: Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" am 25. Januar mitteilt, ist für den 26.8.2017 der 1. Stoberger Schlosslauf mit Strecken über fünf und zehn Kilometer inklusive Schülerläufe geplant. Orgachefin Susanne Kiefer spricht von einem Volkslauf mit Eventcharakter. Es werde ein Zelt im Schlosshof aufgestellt, eine Pastaparty organisiert und eine Liveband verpflichtet. Gelaufen wird im schönen Naturresort Schindelbruch.

Neu: Eine interessante neue Doppelveranstaltung kündigt die Hansestadt Hamburg für den 11. August an, die Nacht der 10.000 Meter an der Hamburger Jahnkampfbahn. Läufer können wählen zwischen einem eher gemütlichen 10-km-Parklauf im Sierichschen Gehölz oder einem 10.000-Meter-Lauf auf der Bahn. Auf der Bahn wird es mehrere Starts ("so viel wie möglich") mit maximal je dreißig Läufern geben, darunter als besondere Höhepunkte auch Eliteläufe für Männer und Frauen unter Flutlicht, zu denen einige der besten Bahnläufer Deutschlands eingeladen werden sollen.

Neu: In diesem Jahr wird erstmals ein Frauenlauf in Augsburg stattfinden, das berichtete die Zeitung "Sport in Augsburg" am 8. Februar. Und weiter: "Am Samstag, 8. Juli, werden rund um das Rosenaustadion bis zu 1.000 Läuferinnen auf die fünf und zehn Kilometer langen Strecken gehen. Damit bekommt Augsburg nach dem Firmenlauf, dem Kuhsee-Triathlon und dem Stadtlauf den nächsten großen Laufevent. Mit dabei am 8. Juli: Augsburgs zweite Bürgermeisterin Eva Weber. Sie ist Schirmherrin des Events."

Neu ist auch der erste Charity-Frühlingslauf in Hamm. Der Lauf feiert am 2. April um elf Uhr seine Premiere und wird für Menschen in Not veranstaltet, wie der "Westfälische Anzeiger" vermeldet. Zu den Organisatoren gehört u. a. der Lionsclub Hamm, die Sparkasse Hamm und der OSC 01 Hamm. Gelaufen wird eine Strecke von 6,6 km mit Start und Ziel an der Waldbühne. Die Veranstaltung ist offen für Läufer und Walker.

Abgesagt: "Im letzten Quartal des Jahres 2016 war schon bekannt geworden, dass die Organisatoren des Pflasterfestlaufs vom TuS Weilnau entschieden hatten, den Lauf nicht mehr auszurichten", berichtet der "Usinger Anzeiger" am 8. Februar. "Die sechs Vertreter des Taunus-Cups hätten nun zudem beschlossen, mit der Ausrichtung des Taunus-Cups 2017 zu pausieren. Daraufhin hätten sich die Mitglieder der Laufabteilung der Usinger TSG nunmehr ebenfalls dazu durchgerungen, die Ausrichtung des Usinger Laurentiuslaufes im Jahr 2017 auszusetzen. Dieser sollte am Sonntag, 10. September, stattfinden. Für die Entscheidung werden zwei Gründe genannt: die immer geringer werdende Anzahl an Teilnehmern und die zunehmende Schwierigkeit, genügend Helfer zu finden.

Wieder da: Es war im Jahr 2006, als der traditionsreiche Rhodolauf in Westerstede das letzte Mal stattfand, damals mit einem Streckenangebot, das bis Halbmarathon reichte. Irgendwann war der Aufwand mit sehr vielen Streckenposten zu groß geworden, und neue Helfer zu rekrutieren gelang nicht. Deshalb musste der Rhodolauf, der im weltgrößten Rhododendrongebiet, etwa 25 Kilometer von Oldenburg entfernt, stattfand, aufgegeben werden. Jetzt, über zehn Jahre später, hat sich eine neue Orgagemeinschaft gefunden, um den Lauf wieder aufleben zu lassen. Allerdings mit dem Unterschied, den HM außen vor zu lassen. So wäre das abgespeckte Programm leichter zu bewältigen. Vorgesehener Termin ist am 10. Juni, dann, wenn die Rhododendren in Blüte stehen.

Wieder da ist auch der Kurt-Weichert-Crosslauf in Süchtelen. Das weiß die "Rheinische Post" am 3.2.17 zu berichten. ‚Nach zwei Jahren Pause wird ein neuer Anlauf genommen, die traditionsreiche Veranstaltung zu etablieren. Hier, wo 1999 sogar die Deutsche Crossmeisterschaft ausgetragen wurde und viele Landesmeisterschaften organisiert wurden, werden am Sonntag, dem 5.2. wieder mehrere Strecken angeboten, darunter die Königsdistanz über sieben Kilometer.'

Unter neuem Namen wieder da ist der frühere Brückenlauf, der vom Polizeisportverein Mannheim viele Jahre organisiert wurde und dann von der Bildfläche verschwand. An dessen Stelle tritt nun der Soprema Neckar Run in Mannheim, der am 1. Mai ein vielfältiges Laufprogramm anbietet mit dem 10-km-Lauf als Hauptrennen. Start und Ziel liegt am Sportzentrum des organisierenden TSV Mannheim, gleich am Fernmeldeturm. Das meldet das Mannheimer "morgen.web". Für alle Altersklassen wird es unter der Federführung der Triathlonabteilung am TSV-Familientag ein vielfältiges Laufangebot geben, das ambitionierte Läufer, Gelegenheitsjogger und Lauf-Anfänger gleichermaßen ansprechen soll", heißt es da. 'An diesem Tag steht die Sportstadt Mannheim einmal mehr im Zeichen des Laufsports', freut sich Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz als Schirmherr.

Und noch ein Lauf ist wieder da, wie die "Westfälischen Nachrichten" in Münster melden. Der Halbmarathon von Münster-Hiltrup hatte wegen Straßenbauarbeiten zwei Jahre pausieren müssen, ohne dass klar gewesen wäre, ob es irgendwann einmal weitergehen würde. Nach einigen Sitzungen des Orgateams und Beratungen war man sich einig, die alte Strecke für immer aufgeben zu wollen und statt derer einen neuen Kurs abzustecken. Es geht nach wie vor am Dortmund-Ems-Kanal lang, bindet aber die Kanalinsel mit ein und schafft eine Verbindung bis nach Amelsbüren. Am 20.8 soll die dann 7. Auflage stattfinden, exakt drei Wochen vor dem Münster Marathon.

Neu: "Am 28. Mai soll die Premiere des 1. Sebastian-Münster-Stadtlaufs von Ingelheim starten", vermeldet die "Allgemeine Zeitung". "Einen regelmäßigen Halbmarathon möchte der im vergangenen Jahr gegründete Verein Ingelheimer Halbe der Stadt schenken und langfristig an das Niveau des Mainzer Gutenberg-Marathons anschließen. Ein ehrgeiziges Projekt, das sich gleich im ersten Jahr große Ziele setzt - man hofft auf 1000 bis 1500 Läufer." Start und Ziel wird das Stadion Blumengarten sein.

Abgesagt: Wie die LGO Bochum auf ihrer Homepage mitteilt, fällt der Lauf um den Ümminger See 2017 aus, weil der Sportplatz geschlossen wird und somit die notwendige Infrastruktur nicht mehr zu Verfügung steht. Der Lauf hätte eigentlich am 10. Juni stattfinden sollen. Offen lässt der Veranstalter, ob es sich nur um einen einmaligen Ausfall handelt, oder der Lauf ganz vom Eventkalender verschwinden wird. Von Alternativen ist auf der Homepage (noch) nichts zu lesen.

Zusammengetragen von Michael Schardt und am 27. Februar 2017 in LaufReport veröffentlicht

Beitrag von Michael Schardt

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Durchgesickert - Nr. 2

Veränderungen und Auffälligkeiten der Laufszene

gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt 

Mit diesen Zeilen wird die neue Rubrik im LaufReport fortgesetzt, die in unregelmäßigen Abständen, aber mindestens sechs Mal im Jahr, über Veränderungen, Neuheiten und Auffälligkeiten in der deutschen Laufszene berichtet, die in verstreut erscheinenden Print- und Onlinemedien kolportiert wurden.

Mit inzwischen 27 Austragungen gehört der Marathon von Bad Pyrmont zu den traditionsreichen kleineren Veranstaltungen über die Königsdistanz. Es handelt sich um einen reinen Landschaftslauf mit einigen hundert Höhenmetern und einem beeindruckenden Zieleinlauf auf der Kurpromenade. 2015 ereilte die treue Fangemeinde jedoch eine Hiobsbotschaft, als sich die Mitteilung verbreitete, dass das Event mangels Helfer abgesagt werden müsse und man nicht wisse, ob es je eine Wiederaufnahme geben würde. Nach enormen Kraftanstrengungen konnte ein Jahr später eine Wiederaufnahme verkündet werden, die an die alten Erfolge und Teilnehmerzahlen anknüpfen konnte. Auch 2017 wird der Bad Pyrmonter Marathon laut Homepage des Veranstalters MTV Bad Pyrmont wieder angeboten. Die Krise scheint überstanden.

Ob es einen ähnlich günstigen Verlauf auch beim Herbstlanglauf "Rund um Hösseringen" und seinem Marathon geben wird, scheint fraglich. Die Veranstaltung, Mitten in der Lüneburger Heide angesiedelt, hat es inzwischen auf 44 Austragungen gebracht, musste aber 2016 aufgrund unsicherer Wetterlage abgesagt werden. Der Lauf, der vom VFL Suderburg organisiert wird, hatte bis 2014 auch einen Marathon im Programm, der aber schon 2015 nicht mehr angeboten wurde, weil er zu viele Helfer beanspruchte. Auch in der Ausschreibung von 2016 war er nicht mehr zu finden und scheint endgültig gestrichen. Ob die Absage von 2016 sogar das Aus der gesamten Veranstaltung bedeutet, scheint laut einem Bericht der Allgemeinen Zeitung Uelzen möglich. Sie titelt: "War das bereits der Anfang vom Ende?" und zitiert die Orgachefin Reiter wie folgt: "Es ist die große Frage, ob dieser Lauf 2017 stattfinden kann. Ich bin beruflich eingespannt, vielen anderen Helfern fehlen Zeit und Motivation. Jeder hat wahnsinnig viel um die Ohren. Die Leute haben irgendwann keine Lust mehr, weil es auf Dauer an die Substanz geht. Und neue Helfer zu finden, ist verdammt schwer."

Neue Hoffnung, eine Marathonveranstaltung wieder aufleben zu lassen, die schon für tot erklärt wurde, könnte sich 2017 für den mit einer attraktiven Strecke ausgestatteten Mittelrhein Marathon mit Zielort Koblenz ergeben. Dieses Event ging 2005 erstmals an den Start und fand bis 2015 elfmal statt, wurde jedoch 2016 aus finanziellen Gründen abgesetzt. Von einer Neuauflage im September 2017 war erstmals in der Koblenzer Lokalanzeiger vom 17.4.16 zu lesen, allerdings geht daraus hervor, dass der Marathon sein besonderes Ambiente verlieren und nicht mehr durch das Weltkulturerbe Mittleres Rheintal führen würde, sondern auf einem zweimal zu durchlaufenden Stadtkurs in Koblenz. Jedoch warnt die Zeitung in Anlehnung an Äußerungen des Veranstaltervereins "Mittelrhein Marathon" und seines Orgachefs Franz-Josef Sürdt bei aller Begeisterung vor "zu viel Euphorie". Die Kosten könnten bei geschätzten 4000 Teilnehmern nur durch die Hilfe eines Sponsors gedeckt werden, den man aber schon gefunden habe. Inzwischen kann man sich für die dann 12. Auflage auf der noch nicht fertiggestellten Homepage schon anmelden. Ob der Name Mittelrhein Marathon beibehalten, oder in Koblenz Marathon umgewandelt wird, ist dort nicht zu erfahren.

Nach 35. Auflagen bis 2014 war der Lipperland Volksmarathon in Humfeld eingestellt worden, erlebte jedoch im November 2016 nach einem Jahr Pause seine Fortführung. Dieser kleine Landschaftsmarathon mit nur einigen Dutzend Teilnehmern wird vom TuS Humfeld organisiert und hat neben der Königsdistanz auch einen Halbmarathon, einen Zehner und einen Schülerlauf im Programm. Der diesjährige Lauf scheint keine kurzfristige Wiederbelebung gewesen zu sein, sondern eine dauerhafte Einrichtung, denn das Anmeldeportal für nächstes Jahr ist bereits geöffnet. - Eine Erweiterung seines Programms gab unlängst ein noch recht junger Überdistanzlauf bekannt : der Taubertal 100 Ultra. (siehe dazu Sonntags Tagebuch Eintragung vom 15.11.16 im LaufReport) Neben verschiedenen, schon bestehenden Ultrastrecken, deren Hauptdistanz bei den ersten drei Austragungen der Lauf über 100 Kilometer war, wird ab 2017 auch die Strecke von 100 Meilen angeboten.

Volksläufe kommen, Volksläufe gehen, oder kommen wieder. Eine wohl endgültige Absage erfuhr dieser Tage der Oldenburger Silvesterlauf, der von Michael Meinke 2009 ins Leben gerufen und seither vom VFL Oldenburg organisiert wurde. Nach nur sieben Auflagen dürfte der Lauf um die Oldenburger Universität damit Geschichte sein. Abgesagt wurde auch der weitaus länger existente Crosslauf der LG Rheine Elte im Januar 2017. Man bedauere diesen Schritt, heißt es auf deren Onlineportal, schließe aber eine Fortführung in der Zukunft nicht aus. Man wolle sich zunächst auf zwei andere Veranstaltungen des Vereins konzentrieren, den Bahnlauf im Jahnstadion und den Sommerlauf durch den Bentlager Wald - und dann weitersehen. Endgültig verschwunden vom Laufkalender ist auch der Wickeder Ruhrauenlauf der DJK Grün-Weiß Werl, der es bis 2015 auf 23. Auflagen brachte. Die Teilnehmerzahlen seien nicht mehr zufriedenstellend gewesen, hieß es aus Vereinskreisen. Diese Veranstaltung, so der Wille der Macher, sollte aber nicht einfach gestrichen werden, sondern durch einen anderen Lauf, eine Neugründung, im gleichen Zeitraum ersetzt werden: durch den ersten Werler Frühlingslauf. Dieser ging mit fast identischem Programm und auf gleichen Strecken wie der Werler Straßenlauf 2016 erstmals an den Start, erreichte aber nicht das Ziel höherer Teilnehmerzahlen. Nach einer Pause ist ein altbekannter Lauf wieder da, aber ohne dass er - wie in Werl - eine Umwidmung erfahren hätten: der Herner Silvesterlauf. In Herne hat der Silvesterlauf eine große Tradition mit 38 Austragungen. Eine Umorganisation des Vereins hatte zu dem Aussetzer in 2015 geführt. Nun nahm der neu gegründete Verein, Leichtathletik Club Westfalia Herne, die Arbeit wieder auf und bietet in gleichem Rahmen den Jahresabschiedslauf unverändert an. Eine unfreiwillige Pause musste auch der Kuhcrosslauf in der Hansestadt Bremen einlegen. Der 2014 an den Start gegangene Kuhcross, durchgeführt vom Verein ATS Bundentor Bremen, der auch den Schokocrosslauf am zweiten Weihnachtstag organisiert, musste 2016 abgesagt werden, soll aber am 19.2.2017 eine Neuauflage erleben.

Abschließend sei noch von drei komplett neuen Volksläufen berichtet. Am 11.12.16 fand im ostfriesischen Apen-Augustfehn der erste Weihnachtsmützenlauf über fünf und zehn Kilometer statt, der eine recht ordentliche Resonanz erfuhr und wohl auch eine Zukunft haben dürfte. Der Organisator ist in der Region kein Unbekannter: Edzard Wirtjes, der seit vielen Jahren überaus erfolgreich das Ossiloop-Etappenrennen durchführt mit annähernd 2500 Teilnehmern. In Apen kooperiert er organisatorisch mit der Gemeinde. Der Lauf soll immer am 2. Adventssamstag stattfinden. Große Freude herrschte am gleichen Tag auch in einem Ortsteil der Stadt Vreden, nachdem der erste Ellewicker Adventslauf über fünf Kilometer erfolgreich über die Bühne gegangen war. Organisiert wurde der Premierelauf vom ASV Ellewick-Crosewick. Ob es in Zukunft bei nur der einen Distanz, die auf einem 2,5km Kurs absolviert und zweimal zu durchlaufen ist, bleibt, soll erst im kommenden Jahr entschieden werden. Sein Debüt feiert außerdem am letzten Tag des Jahres 2016 ein weiterer Silvesterlauf im österreichischen Gmunden. Das dortige Triteam Traunsee hat eine 1,5km lange Runde durch die Innenstadt und am See entlang abgesteckt, die viermal zu durchlaufen ist.

Zusammengetragen von Michael Schardt und am 28. Dezember 2016 in LaufReport veröffentlicht

Beitrag von Michael Schardt

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Durchgesickert - Nr. 1

Veränderungen und Auffälligkeiten der Laufszene

Mit diesen Zeilen wird der Grundstein einer neuen Rubrik im LaufReport gelegt, die in unregelmäßigen Abständen, aber mindestens sechs Mal im Jahr, Veränderungen, Neuheiten und Auffälligkeiten in der Laufszene aufgreift, die in verschiedenen Print- und Onlinemedien bekannt gemacht oder uns direkt zugetragen wurden. Das meiste ist belegt, über manches wird ernsthaft gemunkelt, nichts davon ist leeres Stroh.

Eine dieser Veränderungen, eine bedauerliche ohne Frage, ist die Einstellung eines der traditionsreichsten Volks- und Straßenläufe in Deutschland: der Parklauf "Rund um den Fernsehturm" in Dortmund. Noch vor einigen Wochen konnte man sich auf der Homepage der Veranstaltung für die kommende Auflage, die für den November geplant war, anmelden. Nichts deutete auf das Ende des Events hin. Doch unlängst wurde von den Organisatoren bekannt gegeben, dass es keine weiteren Parkläufe geben wird. Nach einem halben Jahrhundert also ist Schluss, die 50. Jubiläumsausgabe von 2015, über die LaufReport ausführlich berichtete, bleibt somit die letzte.

Der Bericht endete seinerzeit mit der Bemerkung: "Bei einem der ältesten Läufe im Land lief organisatorisch alles wie am Schnürchen. Und am Abend, nach dem Abbau, gönnte sich das Orgateam noch eine zünftige Jubiläumsfeier. Das hatte man sich über die fünf Jahrzehnte auch wahrlich verdient." Hauptorganisator über ein halbes Jahrhundert war Peter Middel gewesen, der gleichzeitig auch dienstältester DLV-Funktionär und Pressewart des Leichtathletikverbandes Westfalen ist. Zur Gründung des Laufs stand im LaufReport-Bericht zu lesen:

"Über die Entstehung des Parklaufs Mitte der sechziger Jahre wird eine Anekdote kolportiert: Vier laufbegeisterte Gymnasiasten hatten sich überlegt, ihr abendliches Lauftraining nicht im Dunkeln, sondern in den beleuchteten Anlagen des Westfalenparks durchzuführen. Allerdings stellte das Eintrittsgeld für die mittellosen Pennäler ein Hindernis dar. Man behalf sich mit einem Trick und sauste ein ums andere Mal am Kassenhäuschen des verdutzten Nachtwächters vorbei und drehte unbehelligt seine Trainingsrunden. Auch aufgestellte Barrieren der pikierten Ordnungskräfte konnten die laufwütigen Jungs nicht aufhalten. Die Balken wurden übersprungen und so sogar für den 3000-Meter Hindernislauf trainiert, wie augenzwinkernd auf der Homepage mitgeteilt wird. Erst als die Wachkräfte einen Hund einsetzten und mit Pistole erschienen, konnte dem Treiben Einhalt geboten werden. Es erfolgte eine polizeiliche Anzeige, in deren Folge die Jungs vor den Leiter des Westfalenparks zitiert wurden. Der allerdings konnte über so viel sportlichen Eifer nur schmunzeln und bot an, in seiner Anlage einen legalen Laufwettbewerb mit richtiger Konkurrenz zu organisieren. Das ließen sich die jungen Athleten nicht zweimal sagen und hoben den Parklauf aus der Taufe. Unter den 'erwischten' Läufern befand sich auch Peter Middel, der sich rühmen kann, bis zur 44. Auflage an allen bisherigen Läufen, den legalen wie illegalen, teilgenommen zu haben. Nach 44 Teilnahmen und fünfzig Jahren Organisationsleitung gehört er auch heute noch zum Team."

Die Teilnehmer des ersten Parklaufs von 1966 trafen sich ein halbes Jahrhundert später wieder zum 50jährigen Jubiläum, um 300 Meter zu absolvieren. Zweiter von links Orgachef Peter Middel

Peter Middel hat nach dem Jubiläum seinen Rückzug aus dem Orgateam mitgeteilt, als sich aus der jüngeren Riege ein Nachfolger fand. Dieser allerdings, so war zu lesen, hat sich kürzlich beruflich von Dortmund nach Potsdam verändert. Da andere Nachfolger nicht zur Verfügung stehen, ist der nach dem Paderborner Osterlauf älteste Volkslauf Westfalens Geschichte.

Vor dem Aus steht auch der Oldenburger Marathon. Der Oldenburger Marathon ging erstmals 2008 über die Bühne und schloss sich später mit dem traditionsreichen Oldenburger Citylauf zusammen - allerdings nicht ohne Streitereien zwischen den beiden Organisatorenteams. Die Macher des Citylaufs fühlten sich überrumpelt, als die Stadt Oldenburg aus verkehrstechnischen Gründen ausschloss, gleich zwei große Laufveranstaltungen im Herbst durchführen zu wollen, und der neu gegründete Oldenburger Marathonverein den Citylauf über 10 km in seine Veranstaltung integrierte (böse Zungen sprachen auch von "einsacken"). Die neue Veranstaltung bot ein breites Programmspektrum vom Kinderlauf über fünf und zehn Kilometer bis hin zu Halbmarathon und Marathon. Während alle Strecken gute bis sehr gute Teilnehmerzahlen erreichten, dümpelte der Marathon mit rund zweihundert Finisher (plus/minus) so vor sich hin. Alle Anstrengungen nutzten nichts. In den Medien war jetzt zu lesen, dass die Veranstalter den Hauptgrund der geringen Resonanz in der Tatsache sahen, dass in der zweiten Runde des zweimal zu durchlaufenden HM-Rundkurses zu wenig auf und an der Strecke los sei. Und für nur so wenige Marathonis sähe man sich zukünftig nicht mehr in der Lage, die aufwendigen Straßensperrungen und Verpflegungsstände aufrechtzuerhalten. Über die Einsamkeit in der zweiten Runde hatten sich die Läufer von Anfang an beschwert, andere hatte schon vor der Planung auf die Problematik einer geringen Beteiligung öffentlich hingewiesen, zumal kurz vor dem Oldenburger Marathon in unmittelbarer räumlicher und terminlicher Nachbarschaft der beliebte Marathon von Bremen über die Bühne geht. Nun zog der Oldenburger Marathonverein die Reißleine und kündigte an, dass am 23.10.2016 der Marathon das letzte Mal im Programm sei. Man wird sich ab 2017 auf die Unterdistanzen konzentrieren mit dem Halbmarathon als längste Laufstrecke.

Der Oldenburger Marathon ist nicht der einzige Marathon im Norden, der von der Bildfläche verschwinden wird bzw. verschwunden ist. Auch der Gorch-Fock-Marathon in Wilhelmshaven gab nach der zehnten Auflage 2015 auf. 2016 hatten Freunde der Veranstaltung jedoch als "Ersatz" wenigstens einen Lauf über zehn Kilometer am angestammten Termin angeboten und durchgeführt. - Einen neuen Marathon bekommt Deutschlands Norden aber auch, denn ganz oben, in Flensburg, regt sich etwas, wie zu lesen war. Der laufbegeisterte Stefan Riedel will in Flensburg wieder einen Marathonlauf mit großem Rahmenprogramm ab 2017 etablieren, nachdem zuletzt 2008 in der nördlichsten deutschen Stadt über die Königsdistanz gelaufen werden konnte. Es habe schon viele Gespräche mit der Stadt, Vereinen, Behörden und Sponsoren gegeben, und ein Termin sei auch schon festgelegt worden: im Juni 2017 soll der erste "Flensburg-liebt-Dich-Marathon" stattfinden.

Am 9. Oktober kam es in Leipzig zu einer singulären Situation, als nur wenige Kilometer voneinander entfernt sowohl der beliebte Halbmarathon von Leipzig, als auch der Marathon von Leipzig nach Halle zeitgleich stattfanden. Die Veranstalter vom Marathon hatten ihren ursprünglichen Termin im September verlassen und sich auf den Termin vom Halbmarathon in Leipzig begeben. Ob das nun mit ein Grund ist, dass der Leipziger Halbmarathon nicht mehr stattfinden soll, ist unbekannt. Auf der Seite des Zeitnehmers Davengo jedenfalls ist zu lesen: "Leipzig Halbmarathon vor dem Aus." Und weiter: "Zu langsam steigende Teilnehmerzahlen machen eine Fortführung wirtschaftlich nicht mehr vertretbar. Einst zum 200-jährigen Jubiläum der Völkerschlacht, unter dem Motto 'Geschichte laufend erleben', initiiert, steht der Halbmarathon Leipzig jetzt vor dem Aus. Das Wachstum der Teilnehmerzahl hat sich in den vergangenen Jahren nicht wie erhofft entwickelt - die für 2016 prognostizierten 3.000 Anmeldungen (es finishten im HM und 10km-Lauf zusammen knapp 3000 Läufer; Anm. der Redaktion) reichen demnach nicht aus, so Organisator Conrad Kebelmann. Eine Fortsetzung des Laufes wäre nur unter Verdoppelung der Startgebühren möglich. Einer solchen Belastung möchte man die Teilnehmer nicht aussetzen. "Wir mussten erkennen, dass die Halbmarathon-Veranstaltung mit unserem Anspruch, den Teilnehmern einen Rund-um-Service zu bieten, und ein Event zu gestalten, dass über den bloßen Lauf hinaus geht, kostenseitig nicht mehr bedient werden kann?, so Kebelmann. "Der HML schreibt bislang einen nicht unbeträchtlichen Minusbetrag pro Jahr und die Gewinnung großer Sponsoren gestaltet sich schwierig."

Gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt (18. Okt. 2016)

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