Durchgesickert - Nr. 10

Veränderungen und Auffälligkeiten der Laufszene

gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt 

Laufveranstaltungen kommen, gehen, kommen wieder oder zeigen Kontinuität. Im März und April wurde in den Medien deutlich weniger über Veränderungen in der Szene berichtet - dennoch ist das hier Gesammelte nur eine Auswahl.

Pause (?): Möglicherweise vor einer Zäsur steht nach der 10. Austragung der 9-Meilen-Lauf von Leverkusen. Darauf macht der "Kölner Stadt-Anzeiger" am 25. April aufmerksam. Der Lauf, der neben der Hauptstrecke auch einen 5-km-Lauf anbietet, Walking-Wettbewerbe sowie Schüler- und Staffelkonkurrenzen, fand und findet immer als "Lauf in den Mai" am 1. Mai am Neulandpark nahe der Leverkusener Rheinbrücke statt. Nun aber sind dort langwierige Bauarbeiten begonnen worden, die schon für die Austragung 2018 eine Streckenänderung nötig machten. Für die nächsten drei Jahre aber kann die Aufhebung der Sperrung nicht noch einmal vorgenommen werden, hieß es von offizieller Seite. Das bedeutet wahrscheinlich, dass der Lauf bis 2022 eine Pause einlegen muss, wenn nicht noch eine alternative Strecke gefunden wird.

 

Denkbar wäre, so Orgachef Matthias Brandes gegenüber der Zeitung, eine vorübergehende Zusammenlegung mit dem 50-km-Lauf am Hitorfer See. Bei der neuen Strecke für 2018 gibt es noch ein kleines Problem: es muss eine wackelnde Pontonbrücke überquert werden. Das darf aber nur im Gehtempo geschehen, damit das Ganze nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Streckenposten sollen überwachen, ob sich die versammelte Läuferschaft daran hält. (Siehe nebenan: Foto vom Veranstaltungsgelände am 1.5.18).

Neu und einmalig: Die Autobahn A33 zwischen Bielefeld und Osnabrück ist für Ostwestfalen so etwas wie der Flughafenbau von Berlin-Brandenburg für die Hauptstadt. Der Bau verzögerte sich Jahr um Jahr und Jahrzehnt um Jahrzehnt, weil Klagen, Planfeststellungsverfahren und Umweltauflagen nicht zu umgehen waren. Jetzt steht die Eröffnung eines wesentlichen Teilstücks kurz bevor, wie das "Haller Kreisblatt" am 11. März meldet, Anlass genug für Organisator Eckhard Klein-Tebbe vom LAC Steinhagen, einen einmaligen Autobahnlauf zu veranstalten. Noch bevor die ersten Autos zwei Tage später über die neue Fahrbahn rollen werden, findet am Ostermontag der erste und einmalige Autobahnlauf von Steinhagen statt. Start ist unter der Brücke der neuen Autobahn in Steinhagen an der Bielefelder Straße. Los geht es um 9:30 Uhr mit dem Inlinerlauf über 16 km; um 11 Uhr findet der Jedermannslauf (5 km) und um 12 Uhr der 10-km-Hauptlauf statt. Dazu gibt es Kinderläufe. Gelaufen wird in Richtung Bielefeld (10km) und Osnabrück (6km). Auch Radfahrer und Fußgänger dürfen vor den Autos auf die Strecke; für sie ist die andere Fahrbahnhälfte während des Autobahnlaufs geöffnet. Eine gastronomische Versorgung ist ebenso vorgesehen. Die ursprünglich erwartete Zahl von 300 Teilnehmer sei deutlich zu gering gewesen. Inzwischen ist der Lauf Geschichte und brachte es auf über 1000 Teilnehmer.

Erweitert: In der "Wetterauer Zeitung" war von einem traditionsreichen Lauf zu lesen, der nach mehr als vierzig Austragungen sein Angebot erstmals um einen Marathonlauf erweitern wolle. Beim 42. Lauf um den Winterstein in Friedberg sollte am 18. März die Königsdisziplin über 42,2 Kilometer ihre Premiere feiern und sich zum sonstigen Wettkampfprogramm, das aus einem hügeligen 30-km-Lauf, einem Zehner, einem Fünfer besteht, gesellen. Nicht nur die 42. Austragung sei für die Hinzunahme des Marathons ein Motiv, sondern auch der Name des Organisatorenvereins, denn der lautet ASC Marathon Friedberg. "Dabei geht es nicht nur Rund um den Winterstein", heißt es in der Meldung. "Der Weg führt hoch hinaus bis zum Steinkopf Gipfel, der mit 518 m Höhe und dem markanten Fernmeldeturm weithin sichtbar über Wetterau, Mainebene und Taunus thront. Bis Kilometer 22 verläuft die Strecke identisch zur 30-Kilometer-Distanez. Für die Teilnehmer des Marathons besteht hier noch die Möglichkeit, sich spontan für die 30 km umzuentscheiden." Soweit die Planung. Wie kurz nach dem Lauf aus einem Bericht von "Laufreport.de" hervorgeht, musste der Marathon wegen des plötzlichen Wintereinbruches abgesagt und der 30-km-Lauf verkürzt und auf einer Wendepunktstrecke ausgetragen werden.

Neu: In den letzten zwei, drei Jahren konnte man sich kaum des Eindrucks erwehren, dass Sechs-Stunden-Läufe immer beliebter werden. Nicht nur, weil in Deutschland der weltweit teilnehmerstärkste Lauf dieser Art in Münster stattfindet, sondern auch, weil zahlreiche neue 6-h-Läufe gegründet wurden. Dem Bestand ist nun ein weiterer hinzuzufügen, wie der Onlinedienst "wa.de" jüngst meldete. Am Förderturm in Bönen soll das Event durchgezogen werden, wo auch der Straßenlauf im Januar stattfindet. Michael Klein, Lauftrainer der Lauffreunde Bönen, plant am 28. Juli den 1. Sechsstundenlauf am Bönener Zechenturm. "Ich rechne schon mit einer Teilnehmerzahl um die 100", sagt der Bönener. 200 könnten kommen, so viel verkrafte die Organisation. Der 1. Bönener 6-h-Lauf werde auf einer 1,3 bis 1,5 km langen Runde gelaufen, fügt Klein hinzu. Er sieht in seiner Veranstaltung die ideale Voraussetzung, für einen Herbstmarathon zu trainieren. Man könne auch große Pausen einlegen, oder eben Kilometer fressen. Jeder wie er mag.

Neu: Von einem neuen Lauf am Niederrhein war zuletzt bei "mein-krefeld.de" zu lesen. Am 12. Mai soll der 1. Krefelder Kulturlauf veranstaltet werden. Dabei handelt es sich um eine organisatorische Kooperation vom Stadtsportbund und der Burg Linn, in der ein historisches Museum untergebracht ist. "Crossover Burg Linn" soll das neue Format heißen. Angeboten werden ein Ultralauf über fünfzig Kilometer, sowie der Burgfräuleinlauf über 25 km, der Ritterlauf über 10 km und ein Volkslauf über 5 km. Geplant ist im Rahmenprogramm, an diesem 12. Mai ein historisches Flair zu erhalten: "Die Rittergruppe Fraternitas Belli wird auf der Burgwiese ein Lager aufschlagen und die Besucher zu Mitmachaktionen einladen", kündigt Dr. Jennifer Morscheiser an, als Museumsdirektorin die "Herrin" auf Burg Linn. Überdies werden sich zur Gaudi des Publikums ein moderner Feuerwehrmann und ein "echter" Ritter in Rüstung einen Wettkampf auf einem Hindernisparcours liefern. Zusätzlich baut das Museum zehn Tische mit römischen Brettspielen auf, die besonders Familien beim "Vorübergehen" spielen können. Als Abschluss ist eine Afterraceparty im historischen Rittersaal geplant, der aber extra Eintrittsgeld kostet.

Bedroht: Wie die "Lausitzer Nachrichten" vermelden, wurde die Durchführung des 5. Brückenlaufs zu Lichterfelde am 15. April durch ein Unwetter bedroht und musste schließlich gestoppt werden. Weiter heißt es: "Zum 5. Mal waren Läufer an das Besucherbergwerk eingeladen, die einmal etwas Außergewöhnliches machen wollten." 'Insgesamt gibt es nur fünf Förderbrücken auf der Welt. Wir sind die einzigen, bei der man sich über ein ehemaliges Tagebaugroßgerät messen kann', erklärte Veranstalter André Speri. 'Bergbaurechtlich könnten wir noch bis 100 Teilnehmer hoch gehen.' Nach einer gründlichen Einweisung und eines Streckenabganges ging es im 30-Sekundentakt auf die Strecke. 'Aufgrund des anrückenden Gewitters haben wir den Start um eine Viertelstunde nach vorn gezogen. Doch das in der Ferne schon sichtbare Gewitter zog genau auf die Förderbrücke zu. Zwar waren zu diesem Zeitpunkt 30 Starter auf der gut 1000 Meter langen Strecke gewesen, doch nur 24 Teilnehmer schafften bis zum Rennabbruch das Ziel auf dem Aussichtspunkt in 74 Metern Höhe. Die restlichen Läufer wurden von den sechs Streckenposten abgefangen und sicher von der Förderbrücke geleitet." Wer wollte, konnte nach dem Gewitter den Lauf doch noch machen oder sich das Startgeld zurückgeben lassen.

Neu: Die Leipziger "Volksstimme" kündigte Anfang März eine neue Laufveranstaltung in Wolmirstedt an, den 1. Ohre Staffellauf. Geplant sind zwei Wettbewerbe, einen für Kinder und einen für Erwachsene, die sich als Viererteams eine Gesamtstrecke von sechs (4x1,5 km) beziehungsweise zehn (4x2,5km) Kilometern teilen. Der Lauf soll am 15. Juni über die Bühne gehen als Auftakt des Wolmirstedter Stadtfestes. Gestartet wird um 16 Uhr mit der Kinderstaffel, eine Stunde später wird der Erwachsenenlauf angeschossen. Der Start ist im Innenhof der Wolmirstedter Schlossdomäne geplant. Das ganze findet statt unter dem Motto "Alles läuft in Wolmirstedt". Im Anschluss an die sportliche Betätigung ist eine Läuferparty geplant.

Neu: Am 9. September, dem internationalen Frauentag, wird es den 1. Siegener Womens-Run geben, das meldet das regionale Portal "expressi.de" Mitte März. In Kooperation mit dem St.-Marien-Krankenhaus und starken Werbepartnern wird der Laufladen "Anlauf Siegen" dieses Event in der Siegarena stemmen. Anlauf Siegen ist u. a. auch für den Siegener "Marathon mit Musik" organisatorisch verantwortlich sowie weitere Laufveranstaltungen. Geplant sind Läufe über 2, 4 und 6,6 km sowie ein Staffellauf über 2x2km. Gestartet wird ab 10 Uhr. Man erwartet etwa 500 Teilnehmer. Ein buntes Rahmenprogramm ist geplant.

Neu: Viele Läufe seien zuletzt in der Region verschwunden, heißt es in einer Ausschreibung für einen neuen Lauf. Deshalb habe man sich zur Durchführung des 1. Gegenbachtallaufs entschlossen. Die Rede ist von der TG Stein, die sich damit dem Trend entgegenstellt, dass immer mehr Läufe aufgeben mussten. Am 5. Mai um 16.00 Uhr sollen die Startschüsse für den gemeinsam stattfindenden Lauf über fünf und zehn Kilometer fallen, sowie um 16:45 Uhr für einen Walkingwettbewerb über 5km. Gelaufen wird zunächst eine Runde auf dem Sportplatz und dann durch das schöne Gegenbachtal, bevor nach der Rückkehr die Fünfer ins Ziel laufen und die Zehner die zweite Runde in Angriff nehmen. Die Strecke weise leichte Steigungen auf, heißt es weiter in der Ausschreibung. Den Reinerlös will die TG Stein für einen guten Zweck spenden. Deshalb gebe es auch keine Preise für die Sieger.

Absage: Der IWB Basel Marathon findet 2018 nicht statt, das geht aus einer Meldung des Veranstalters hervor. Darin heißt es: "All unseren Läufern in den letzten Jahren müssen wir mitteilen, dass der IWB Basel Marathon 2018 leider nicht stattfinden wird. Im Jahr 2018 wollten wir den Läufern ein noch besseres Erlebnis bescheren. Aus wirtschaftlichen Gründen aber war uns das nicht möglich, was uns dazu bewogen hat, die Veranstaltung 2018 abzusagen. Wir möchten uns bei all unseren Läufern, Freiwilligen, Sponsoren, Behörden und Helfern für großartige Veranstaltungen bedanken. Nochmals vielen Dank und viel Glück bei all Euren sportlichen Abenteuern." Geplant war der Marathon für den 23. September.

Absage und Ersatz: Der 7. Paracelsuslauf in Bad Liebenzell mit integrierter Regionalmeisterschaft über fünf und zehn Kilometer wurde für 2018 wegen Straßenbaumaßnahmen abgesagt, teilt der Veranstalter mit. Nachholtermin und Ort müssten neu festgelegt werden. An Stelle des Paracelsuslaufs wurde ein anderes Format öffentlich gemacht, der 1. Paracelsus Fun-Park-Lauf über 4,8 und 9,6 km im Kur- und Sophienpark. Der Termin ist - wie für den Paracelsuslauf ursprünglich vorgesehen - der 21. April ab 13 Uhr. Die Ergebnisse werden in den Laufcup Alb-Nagold-Enz eingehen.

Absage: Wie auf der Homepage des Veranstalters zu lesen ist, findet der 13. Panoramalauf Straubenhardt in diesem Jahr nicht statt. Als Grund wird in der knappen Mitteilung die "wiederholt massiven Schwierigkeit" angegeben, genügend Helfer zu finden. Vorgesehen war der Lauf am ersten Maiwochenende mit einem Halbmarathon als Hauptstrecke sowie einem Zehner, einem Jedermannsalauf und weiteren Schülerläufen. Ob die Veranstaltung nur pausiert oder ganz aus dem Laufkalender verschwindet, darüber sind keine Angaben gemacht worden.

Premiere: Wie die "Kreiszeitung" im niedersächsischen Diepholz am 6. April vermeldet, veranstaltet die SuS Syke zu ihrem einhundertjährigen Vereinsjubiläum den 1. Syker Hackelauf. Als Termin ist der 11. Mai angegeben. Das Streckenangebot reicht von einem Kilometer für die Schüler bis zu zehn Kilometer für die Erwachsenen. Gelaufen wird auf einer 2,5-km langen Stadtrunde, die ein bis vier Mal zu durchkreuzen ist. Das Ziel ist die Belebung der Innenstadt und das Erreichen der Jugend für den Sport. Ob der Lauf eine einmalige Angelegenheit wird oder eine ständige Einrichtung, wird man erst danach entscheiden.

Wieder da: Vier Jahre dauerte die Durststrecke, dann war der Frauenlauf Franken wieder da. Am 17. März diesen Jahres leuchtete das Vereinsgelände des Veranstalters TV 1860 Fürth wieder in einheitlichen Pink. Mehrere hundert Mädchen und Frauen nahmen an dem 2014 letztmalig durchgeführten Event teil. Gestartet wurde in zwei Sektionen, der für den Nachwuchs bis 14 Jahre, und der für die Erwachsenen ab 15 Jahre. Gelaufen wurden Strecken bis sechs Kilometer, aber auf Konkurrenzkampf und Wettkampfzeit hatte man bewusst verzichtet, da Spaß an der Bewegung im Vordergrund stehen sollte.

Änderung: Wie die "Volksstimme" am 3. April meldete, will der Harzgebirgslauf bei seiner 41. Auflage "zurück zur Natur". Am Rande einer neu verabredeten Kooperation zwischen den Lauforganisatoren und der Zeitung wurde die Idee entwickelt, etwas für die Natur zu tun, durch die man laufe. Es heißt: "Wir möchten binnen drei Jahren 10?000 Bäume pflanzen, dafür sind wir derzeit in Gesprächen mit der Nationalpark-Verwaltung", erläutert der Marketingchef des Harz-Gebirgslauf-Vereins. Wenn alles gut gehe, könnten die Läufer in einigen Jahren so durch "ihr eigenes zusammenhängendes Waldstück" in den Bergen joggen. Es ginge nicht mehr darum, immer wieder Teilnehmerrekorde zu brechen. Denn schon bei 3200 Läufern im Ziel schreibe man schwarze Zahlen. Sondern man wolle sich der Natur gegenüber dankbar erweisen. Der Lauf selbst könnte dann noch mehr zu einer Institution in der Läuferszene werden, als er ohnehin schon ist.

Neu: Am 21. April findet der 1. Havelbaudelauf in Hohen Neuendorf statt, wie die "Märkische Allgemeine" im März bekanntgab. Die neue Veranstaltung wird gleich bei der Premiere Teil des traditionsreichen EMB-Energie-Cup Oberhavel sein, einer Laufserie, die zum 11. Mal über die Bühne geht. Um 11 Uhr geht es los mit unterschiedlichen Läufen von 800 Meter für die Jüngsten bis 10,4 km für die Profis. Start und Ziel ist auf der Goethestraße in Hohen Neuendorf.

Wieder da: Ein Jahr hat der Taunus-Lauf-Cup pausiert, nun ist für 2018 ein Comeback geplant, das ist einer Meldung der "Taunus-Zeitung" vom 26.4. zu entnehmen. Dort heißt es: "Timo Mäkitalo ist ein Langstreckenläufer durch und durch, es gibt kaum eine Distanz, die er im Trikot seines Heimatvereins LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain nicht absolviert hat. Als früherer Teilnehmer des Taunus-Cups hat er vor zwei Jahren dann mit Bedauern aus der Taunus Zeitung entnommen, dass die Laufserie nicht weitergeführt werden soll - ist es doch die einzige Möglichkeit für Volksläufer der Region, nicht nur mehrere Rennen zu kombinieren, sondern sich auch in einer Gesamtwertung zu belohnen. Umso freudiger verkündet Mäkitalo pünktlich zur diesjährigen Laufsaison, dass der Taunus-Cup nach einem Jahr Pause wieder startet. Los gehe es bereits am kommenden Sonntag (29.4.) mit dem Skiwiesenlauf des TSV Nieder-Mörlen. Die weiteren Volksläufe, die in die Cup-Wertung einfließen, sind dann in Obernhain (Samstag, 12.5.), Lorsbach (Freitag, 8.6.), Schloßborn (Sonntag, 17.6.) und Neuenhain (Samstag, 1.9.)." Anmelden muss man sich für den Cup nicht, das geht automatisch. Um gewertet zu werden, muss man aber alle Läufe mitgemacht haben.

Aus: Unter der Überschrift "Der letzte Vorhang für den Murrer Volkslauf" kündigt die "Marbacher Zeitung" am 19. April das vorläufige Ende der traditionsreichen Laufveranstaltung an. Es ist die 30. Auflage des Murrer Volkslaufs, die gleichzeitig die letzte sein wird. "Uwe Funk hatte es lange angekündigt, heißt es weiter. Schon lange vor dem Murrer Volkslauf im vergangenen Jahr stand fest: Der Abteilungsleiter der Leichtathleten des SGV Murr und Organisationschef des Volkslaufes sowie sein Team werden nach der diesjährigen Veranstaltung aufhören. 'Wir hatten seither Nachfolger gesucht, aber es hat sich niemand gefunden. Bei einer Sitzung vergangenen Freitag haben wir nun beschlossen, die Suche einzustellen', erklärt Funk. Das bedeutet also, dass der 30. Murrer Volkslauf am kommenden Samstag, den 21.4., bis auf Weiteres auch der letzte sein wird." Die Wehmut, so heißt es, halte sich aber in Grenzen, da die Organisation bei aller Routine auch eine Anstrengung abverlangt habe. Unmittelbar nach der letzten Austragung bestätigt die Zeitung in einer Nachbetrachtung, dass es keine weitere Austragung mehr geben werde. Die Sieger des Halbmarathons heißen Michael Sommer und Lina Kabsch.

Neu: Am 19. April ist der "Rheinischen Post - online" zu entnehmen, dass in Meerbusch neben dem historischen Sommerlauf in Bösinghoven eine weitere Laufveranstaltung am 9. September erstmals vom Stapel laufen soll, der 1. Lanker Lauf. Orgachef Dieter Schmitz vom TSV Meerbusch erklärt in einem Zeitungsinterview, dass man sich mit dem zweiten Event keine Eigenkonkurrenz machen wolle. Das Streckenangebot soll zwar das gleiche sein wie beim Sommerlauf, aber durch die Kooperation mit der örtlichen Gastronomie werde sich ein ganz anderer Charakter ergeben. Der neue Lauf wird das Gemeindezentrum beleben und nicht auf dem Sportplatz stattfinden, wo der Verein die Bewirtung immer selbst initiiere. Neben dem 5- und 10-km-Lauf gibt es Rahmenwettbewerbe. Mit 300 Teilnehmern wäre man beim Debüt sehr zufrieden.

Abgesagt: Von "sz-online" war am 14. März zu erfahren, dass der diesjährige Czorneboh-Lauf in Cunewalde ausfällt. Und weiter heißt es: "Grund für die Absage sind nach Aussage der Organisatoren Schäden, die der Sturm Friederike Mitte Januar im Wald am Czorneboh angerichtet hat. Abgebrochene und umgestürzte Bäume stellen eine Gefahr für die Läufer dar. Die Gemeinde Cunewalde hat nach eigenen Aussagen den Veranstaltern zwar eine Ausweichstrecke auf dem Matschenberg angeboten. Doch diese erfülle nicht die notwendigen Kriterien hinsichtlich Länge, Profil und Wegezustand. Bei der Sport-Veranstaltung stehen drei Lauf- und zwei Trailstrecken zur Auswahl. Letztes Jahr starteten rund 440 Läufer. Die diesjährige Auflage sollte am 7. April stattfinden. Veranstalter des Czorneboh-Laufes ist der CDU-Stadtverband Bautzen".

Neu: Von einer gelungenen Premiere berichtete am 24.4. der "Westfälische Anzeiger" bezüglich eines neuen Laufevents, dem 1. Hammer Maxilauf. Mit rund 1000 Teilnehmern wären die Erwartungen weit übertroffen worden, aber es hätte auch Kritik gegeben, insbesondere an den notwendigen Absperrmaßnahmen. Einen Tag nach dem ersten Maxilauf habe der Sportdezernent Markus Kreuz ein positives Fazit der Laufveranstaltung gezogen, heißt es weiter. "Er hat aber durchaus einige Punkte auf die Liste gesetzt, um den Lauf zu optimieren. Wenig Verständnis zeigt er für Kritik an den Absperrungen. Dass der Maxilauf im kommenden Jahr wieder stattfinden soll, steht außer Frage. 'Der Lauf wird 2019 Anfang Mai stattfinden', so Kreuz. Der genaue Termin müsse noch mit anderen Laufveranstaltungen abgestimmt werden." Verbesserungsbedarf sieht er im Zieleinlauf, wo ein Moderator eingesetzt werden könnte. Kilometerschilder sollen angebracht werden und eine schnellere Zurverfügungstellung der Ergebnisse werde geplant. Viel Lob habe es aber für die Streckenführung gegeben, hebt der Sportdezernent besonders hervor.

Neu: In der nordrhein-westfälischen Stadt, die als größter Kanalkreuzungspunkt der Welt gilt, wird 2018 der 1. Dattelner Schleusenlauf stattfinden. Das meldet der "Lokalkompass" in Olfen. Dazu heißt es weiter: "Kleine und große Lauffans sollten sich den 24. Juni vormerken. An diesem Sonntag ist rund um den Dattelner Kanalknotenpunkt ein großer Volkslauf für alle Generationen und Ausdauerstände aus dem Kreis Recklinghausen geplant. Die Stadt Datteln sowie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung haben die Prüfung der Planungen fast abgeschlossen. Und auch der TV Datteln 09, in dessen 'Heimathafen', dem Jahnplatz am Dortmund-Ems-Kanal, Start und Ziel sowie das Rahmenprogramm angesiedelt sind, hat nach einem einstimmigen Vorstandsbeschluss die entsprechenden Weichen gestellt." Angeboten werden Läufe von 2,5 km und 10,5km. Man rechnet mit über 500 Teilnehmern.

Absage verhindert: "Solch eine Traditionsveranstaltung ausfallen zu lassen - das kam für die Verantwortlichen der Leichtathletikabteilung des BV Garrel und des SV Molbergen nicht in Frage", zitiert die "Nordwestzeitung" die Verantwortlichen. Seit 40 Jahren schon existiere der Internationale Lauf rund um die Thülsfelder Talsperre - einer der ältesten Volksläufe in der Region. Die 41. Auflage drohe auszufallen, weil der bislang veranstaltende Zweckverband Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre keine Kapazitäten sah, den Lauf weiterhin zu organisieren. "So einen Lauf kann man nicht ausfallen lassen", sagt Volker Hermann, Vorsitzender der Leichtathletik-Abteilung des BV Garrel. Deshalb haben der BV Garrel und der SV Molbergen kurzfristig die Organisation dieses Laufs übernommen. Der wird am 22. April angeschossen - eine Woche eher als in den Vorjahren. "Die Anmeldung ist ab sofort möglich", sagt Gustav Müller Vorsitzender der Leichtathletik-Abteilung des SV Molbergen. 700 bis 800 Läufer hätten in den vergangenen Jahren mitgemacht. Auf ein solches Ergebnis hoffe man nun auch.

Wiederbelebt: Unter der Schlagzeile "Wiederbelebt" meldete der "Kölner Stadtanzeiger" die erfolgreiche Rückkehr des Rodenkirchener Laufs durch den Forstbotanischen Garten im Kölner Süden. Knapp 1000 Läufer und Läuferinnen hätten ihr Scherflein dazu beigetragen, dass der früher so beliebte Lauf nach langer Pause wieder die rheinische Laufszene belebt. Die von der Agentur Pulsschlag und dem TV Rodenkirchen organisierte Veranstaltung war am zweiten Märzwochenende über die Bühne gegangen. Mit Läufen über fünf und zehn Kilometer sowie Jugendläufen wurde das übliche Volkslaufprogramm abgedeckt. Als erste Sieger nach dem Comeback trugen sich im Hauptrennen die frühere Marathonspitzenfrau Susanne Hahn (36:37min) und Moritz auf der Heide (32:59min) ein.

Vakant: In einer Mitteilung über die Vereinsversammlung des TV Rheinzabern steht zu lesen, dass die Winterlaufserie wieder sehr gut besucht gewesen sei und vor allem die neuen Einsteigerläufe viele Teilnehmer gezogen habe, dass aber der 45. Osterlauf Rheinzabern möglicherweise keine Fortsetzung erfahren werde. Konkret heißt es: "Bedauerlich ist, dass dieses Jahr der 45. wohl auch der letzte Osterlauf sein wird, da es aus verschiedensten Gründen immer schwieriger wird, diese Veranstaltung ordnungsgemäß durchzuführen. Der Lauf bietet vermessene Strecken über einen, zehn und 21,1 Kilometer an und hatte immer einen sehr guten Zulauf. Der Lauf findet immer am Ostersamstag statt. Ob und wie es weitergeht, ist noch offen.

Erweiterung: Zwei traditionelle Marathonveranstaltungen vermelden im April die Erweiterung ihres Programms. In der "Frankenpost" war Anfang des Monats zu lesen, dass der Fichtelgebirgsmarathon eine dritte Distanz anbietet. Novum sei ein zehn Kilometer langer, anspruchsvoller Rundkurs in Richtung Wendener Stein, heißt es. Dieser starte um 9.30 Uhr in Bad Alexandersbad. Die 42 Kilometerdistanz starte um 9 Uhr als Wendekurs von Bad Alexandersbad nach Leupoldsdorf und zurück. Die 21 Kilometer-Läufer begännen um 11 Uhr in Leupoldsdorf mit dem Ziel Bad Alexandersbad. Die Veranstaltung findet am 14. Juli statt. Hoch im Norden vermelden die "Lübecker Nachrichten", das bei der 11. Auflage des Lübecker Marathons am 14. Oktober 2018 drei neue Wettbewerbe eingeführt werden. Neu wird ein Walkerwettstreit über zehn Kilometer sein und die Möglichkeit, den Marathon als 2er- oder 4er-Mannschaft zu bestreiten.

Premiere: Wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" kurz vor Ostern meldet, wird es im September ein neues Laufformat geben. Es heißt: "Am 2. September kommt ein neuer Jedermannlauf nach Essen, der City-Trail. Neun Kilometer, elf markante Häuser, keine Zeitmessung, aber viel Spaß. Beim City-Trail in Essen joggen die Teilnehmer durch Gebäude. Der City-Trail ist so etwas wie ein Querfeldeinlauf mitten in der Großstadt: vorbei an Pförtnern, über Flure, geradewegs durch Sehenswürdigkeiten. Das Vergnügen ist wichtiger als der sportliche Anspruch. Da wird auch mal Pause gemacht, fotografiert und gestaunt. Das Besondere an dieser Form des Jedermannlaufs ist, dass die Strecke durch markante Gebäude führt. Das Ganze ist als eine Mischung aus Sport und Sightseeing zu verstehen. Am Sonntag, 2. September, wird die Stadttour in Joggingschuhen erstmals auch in Essen möglich sein. Die Veranstalter rechnen mit über 1000 Teilnehmern.

Premiere: Von einer gelungenen Auftaktveranstaltung des 1. Neußer Osterlaufs berichten Lokalzeitungen der Stadt. Der Lauf fand am 31. März erstmals statt und erreichte auf Anhieb eine Teilnehmerzahl von über 500 Läufern und Läuferinnen. Im Angebot waren neben einem Bambinilauf ein Halbmarathon und ein Zehner. Die Rennen, deren Ausgangs- und Endpunkt der Rheinpark war, wurden als Familienveranstaltung geplant und angeboten. Als erste Sieger trugen sich im Halbmarathon Anne Lubjuhn und Nikki Johnstone in die Ergebnislisten ein.

Premiere: Ein erfolgreiches Debüt konnte der 1. Dingelstädter Osterlauf feiern. Das hob die "Thüringer Allgemeine" in einem Nachbericht hervor. Mit rund 300 Teilnehmern war die Beteiligung in vier Rennen erfreulich gut. Im Angebot waren Strecken von 1, 3, 5 und 10 km. Als Organisator trat der LAC Eichsfeld in Erscheinung. "Nachdem im August 2017 der Kanonenbahnradweg von Dingelstädt nach Küllstedt fertiggestellt wurde, entstand für uns Läufer eine sehr flache Laufstrecke. Schnell kamen wir zu dem Entschluss, auf dieser Strecke einen Wettkampf zu organisieren", heißt es auf der Vereinshomepage. Und weiter: "Die alte Bahnstrecke, die am Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, entstand mit der Auflage, keine Steigung über ein Prozent einzubauen. Da eine Bahnstrecke keine engen Kurven hat, hat sie schon zwei Vorteile für eine schnelle Laufstrecke. Start und Ziel befinden sich am Bahnübergang in der Dingelstädter Bahnhofstraße. Der Lauf fand am 31. März statt und wurde als Inklusionsprojekt durchgeführt.

Verändert: Gegenüber der Premiere im vergangenen Herbst wird der Sparkassenmarathon von Koblenz bei der zweiten Auflage im September 2018 auf einer verbesserten Strecke stattfinden, das berichtete unlängst das Portal "news-Koblenz". Konkret heißt es: "Der Ausrichterverein des Koblenzer Sparkassen Marathon hat die neue Strecke für die zweite Auflage am 2. September vorgestellt. Für die von Start bis Ziel touristisch-schöne Stecke gab es von Läufern und Walkern großes Lob. Die 21,2 Kilometer lange, flache Strecke führt durch die Innen- und Altstadt, durch den Schlosspark und um das Deutsche Eck herum, anschließend die Mosel entlang bis zur Kurt-Schumacher-Brücke. Hier überqueren die Athleten den Fluss und laufen dann am Moselstausee entlang zur Balduinbrücke und wieder in die City. 'Wir wollten eine von Start bis Ziel wirklich touristisch-schöne Strecke kreieren', sagt Pressesprecher Rolf Geifes. 'Und das ist uns damit gelungen. Denn flussabwärts laufen die Sportler auf die Festung und den Westerwald im Hintergrund zu. Und sie können beim Schleusen der Schiffe zuschauen. Welcher andere Citymarathon bietet solch eine Kulisse?'" Neben der Königsdistanz stehen Rahmenwettbewerbe auf dem Programm, u.a. HM und 10km.

Gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt (1. Mai 2018) - Foto © Michael Schardt

Durchgesickert - Nr. 9

Veränderungen und Auffälligkeiten der Laufszene

gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt 

Laufveranstaltungen kommen, gehen, kommen wieder oder zeigen Kontinuität. Im Januar und Februar wurde in den Medienüber besonders viele Veränderungen berichtet - nicht zuletzt jahreszeitbedingt.

Absage: Die wohl größte Laufveranstaltung, die im Januar und Februar dem Sturmtief Friederike zum Opfer fiel, war der 26. Marathon von Bad Salzuflen.

 

Dieser sollte am 24. Februar über die Bühne gehen. Die Absage erreichte die Öffentlichkeit erst vierzehn Tage vor dem Termin über verschiedene Portale, denn zunächst hatten die Organisatoren noch eine Sondergenehmigung für ihre Veranstaltung zu erwirken versucht. Die Behörden, die ein generelles Betretungsverbot der Wälder bis Ende Februar verordnet hatten, lehnten den Antrag jedoch mit dem Hinweis ab, dass die Gefahren zu groß seien.

So ist auf der Veranstalterhomepage seit dem 9. Februar zu lesen: "Mit großem Bedauern müssen wir den 26. LC 92 Bad Salzuflen Marathon absagen. Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW erteilt keine Genehmigung für die Veranstaltung im Bad Salzufler Stadtwald. Trotz intensiver Bemühungen ist es nicht gelungen eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden. Für die Fachleute vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW ist das Umfeld der Strecke nicht sicher genug, um die notwendige Befreiung vom "Betretungsverbot" zu erteilen. Vorstand, OrgaTeam-Mitglieder, alle Helferinnen und Helfer hoffen aber, dass Ihr 2019, dann am 23. Februar, wieder dabei seid. Für Vorstand und OrgaTeam Klaus Tatenhorst."

Premiere: Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Turnvereins wird der erste Dornholzhausener Halbmarathon gegründet, teilte die "Taunuszeitung" am 21. Februar mit. Fraglos werde dies für die Gemeinde der sportliche Höhepunkt des Jahres. Es sei ein Rennen, heißt es weiter, das es wirklich in sich habe und über 445 Höhenmeter aufweise. Für die Veranstalter werde es zum Großprojekt auswachsen. "Die anspruchsvolle Strecke führt vom Sportzentrum Nord-West über die Saalburg und den Hirschgarten. Initiator ist TVD-Mitglied und Ex-Fußballer Stefan Aiello. ... Seit drei Jahren schon trainiert Aiello jeden Montagabend eine Laufgruppe und entwickelte aus diesem Training heraus die Idee für einen Halbmarathon. 'Ich wollte das wirklich schon lange auf die Beine stellen", sagt er, und das 100-jährige Bestehen des TV Dornholzhausen, dessen Mitglied er ist, habe "geradezu danach geschrien, das Projekt jetzt endlich zu verwirklichen, als Geburtstagsgeschenk des TVD an sich selbst sozusagen". Noch stehen nicht alle Einzelheiten des Events fest, doch scheint es möglich, den Wunschtermin zu realisieren. Das wäre der 21. August, ein Samstag. Am Rahmenprogramm werde noch gebastelt, heißt es. Ein sechsköpfiges Team um Aiello hält die organisatorischen Fäden in der Hand.

Absage: Nach dreiunddreißig Auflagen bis 2017 wurde der Dortmunder Citylauf, der am 9. September stattfinden sollte, für 2018 abgesagt, wie das Portal "Laufen in Westfalen" jetzt bekanntgab. Der Veranstalter, die LGO Dortmund, lässt zwar durch Vorstandsmitglied Stephan Engster mitteilen, dass es sich hierbei streng genommen nicht um eine Absage, sondern lediglich um die Feststellung handele, dass man den Citylauf als Veranstalter nicht weiter durchführen werden und ihn in neue Hände übergeben könne, doch kann er keinen Nachfolger benennen. Insofern steht zu befürchten, dass die Abgabe der Organisation gleichbedeutend mit dem endgültigen Aus des Traditionslaufes ist. Engster selbst weist in seinem Statement darauf hin, dass sich die Zeiten gewandelt hätten. Damals habe der Citylauf ein Alleinstellungsmerkmal besessen, heute gäbe es viele Alternativveranstaltungen. Mit dem Fernsehturmlauf, der 2017 aufgegeben wurde, verliert die Ruhrmetropole innerhalb von nur anderthalb Jahren zwei ihrer bedeutendsten und ältesten Laufveranstaltungen.

Aus: Recht kurzfristig wurde die Absage eines der traditionsreichsten Marathonläufe in Deutschland vom Veranstalter auf der Homepage abgesagt. Nach 45 Austragungen steht offenbar der Nord-Ostsee Sparkassen-Wintermarathon von Husum vor dem Aus. Offiziell heißt es auf der Veranstalterpage des LAV Husum: "Leider müssen wir Euch mitteilen, dass der Wintermarathon und der Winterhalbmarathon am 3. März in diesem Jahr ausfällt. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass das Interesse an dieser Veranstaltung rapide abgenommen hat und der derzeitige Stand der Meldungen so ist, dass es weder den Helferinnen und Helfern, noch den Sponsoren gegenüber zu verantworten ist, diese Veranstaltung durchzuführen. Wir bedauern dies sehr und bitten um Euer Verständnis." Der Marathon, der immer Anfang März und diesmal am 3.3. über die Bühne gehen sollte, hatte im letzten Jahr nur noch 67 Finisher. Es scheint unwahrscheinlich, dass die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen wird.

Aus: Wie "echo-online" für den Kreis Groß-Gerau am 9. Februar mitteilte, wird es keine weitere Auflage der Laufnacht von Trebur geben. "Nach neun erfolgreichen Jahren ist die Ära zu Ende", berichtet das Blatt. Und weiter: "In der Abteilungsversammlung informierte der Vorstand darüber, dass die Laufnacht im vergangenen November die vorerst letzte dieser Art war. Das besondere Lauferlebnis in den Abendstunden im Treburer Ortskern war bereits zu seiner Premiere im Jahr 2009 gefragt. Schnürten hier bereits mehr als 500 Teilnehmer die Laufschuhe, so entwickelte sich die Veranstaltung in den Folgejahren weiter und konnte in den letzten Jahren stets zwischen 900 und 1100 Teilnehmer an die Startlinie locken. Während am Veranstaltungstag bis zu 100 Helfer hinter und vor den Kulissen für einen stets reibungslosen Ablauf sorgten, lastete jedoch das Gros der Aufgaben und die Organisation das ganze Jahr über auf nur wenigen Schultern. Absagen für die Organisation gaben letztendlich den Ausschlag, die erfolgreiche Veranstaltung nicht mehr durchzuführen, berichtet die Abteilung. Der Fokus hinsichtlich eigener Veranstaltungen werde zukünftig zunächst auf dem Treburer Crosslauf sowie dem Abendsportfest im Stadion Trebur liegen."

Gerettet: Erfreuliche Nachrichten gab es in der "Ludwigsburger Kreiszeitung" über den Bürgerfestlauf in Freiberg zu lesen, dessen Weiterbestehen als stark gefährdet galt. Denn schon im Oktober 2016 hatte es im selben Blatt geheißen, dass "das drohende Aus der beliebten Veranstaltung" anstehe. Nach der 12. Austragung wurde diese "tatsächlich als die letzte verkündet". Jetzt heißt es: "Das Ende soll es damit doch noch nicht gewesen sein. Denn mit Roy Fischer will ein alter Bekannter der hiesigen Sportszene die Veranstaltung weiterführen." Konkret: "Das Ende der Veranstaltung wollte Bürgermeister Dirk Schaible indes nicht einfach so hinnehmen. Er nahm Kontakt mit Roy Fischer auf, der als Veranstalter des dortigen Citylaufs fungiert. Fischer ließ sich nicht lange bitten, zumal er gemeinsam mit Stephan Ellenbeck die Tempomacher Event GmbH gegründet hat, mit dem Ziel, Sportevents zu veranstalten. Da sich die Tempomacher Event GmbH verstärkt um die Nachwuchsarbeit kümmern will, passe die Freiberger Laufveranstaltung perfekt zu den Organisatoren." Als Termin für 2018 wurde der 20. Juli auserkoren. Inhaltlich soll sich am Freiberger Bürgerfestlauf nichts verändern.

Premiere: Mitte Januar meldete die "Westdeutsche Allgemeine" in ihrer Online-Ausgabe, dass ein neuer Lauf in Hamm geplant sei: der sogenannte erste Hammer "Maxilauf", der ein riesiges Event werden soll. Am 22. April, ab 12:15 Uhr, gehen zunächst die Gesundheitsläufer über fünf Kilometer an den Start, hiernach wird ein Staffelmarathon mit bis zu sechs Läufern angeschossen, und etwas später noch ein Halbmarathon sowie der kostenlose Bambinirun. Start und Ziel liegt für alle Läufe an der Pauluskirche. Der Staffelmarathon kann auch von Einzelläufern absolviert werden; er ist ebenso vermessen wie der Halbe. Gelaufen wird auf einer Halbmarathonrunde, die teilweise am Kanal und an der Lippe entlangführt und diese mehrfach quert. Als Veranstalter treten die Stadt Hamm und mehrere Kooperationspartner auf.

Abgesagt: Wie der LA-Verband Nordrhein mitteilt, wurde der letzte Lauf der dreiteiligen Winterlaufserie im Bergisch-Gladbacher Stadtteil Bensberg durch den Veranstalter SG Bockenberg abgesagt. Grund dafür war das Sturmtief "Burglind", das den Waldbereich Hardt derart verwüstet hat, dass die dritten Läufe der 48. Winterlaufserie nicht durchgeführt werden können. Auf der Vereinshomepage heißt es weiter: "An mehr als dreißig Stellen liegen meterhoch Bäume auf den vorgesehenen Wegstrecken. Im Bereich Haus Hardt ist nur der Zugang aus Richtung Herkenrath offen, andere Zuwege sind komplett gesperrt. Alternativen gibt es nicht; es gibt keine durchgehend offenen Wegstrecken. Die Aufräumarbeiten werden Monate dauern. Im Bedarfsfall können auch keine Rettungswagen eingesetzt werden." Die Abschlussveranstaltung der Serie war für den 13. Januar vorgesehen mit Strecken von rund 11,7 und 7,1 Kilometer Länge. Die beiden ersten Serienteile waren am 25. November und 8. Dezember über die Bühne gegangen mit kürzeren Distanzen. Die Serienwertung besteht nun nur noch aus zwei Läufen. Die Siegerehrung fand wie geplant am 13.1., um 14:30 Uhr statt, auch ohne dass vorher gelaufen wurde.

Neu: Nun hat auch die Reviermetropole Duisburg einen Neujahrslauf, der am 6. Januar seine gelungene Premiere feierte. Darüber berichteten verschiedene Portale und Medien. Nach dem Vorbild des Phoenixlaufs in Dortmund wurde eine Rundstrecke an sechs Duisburger Gewässern ausgesucht, die innerhalb eines Zeitrahmens so oft durchlaufen werden kann, wie möglich. Die einzelne Runde ist 3,2 Kilometer lang; nach neunzig Minuten konnte keine neue Runde mehr begonnen werden. Knapp 900 Läufer gingen bei der Premiere an den Start, wobei die beliebteste Rundenzahl "2" lautete. Acht Männer und eine Frau schafften es, sieben Runden zu vollenden. Sie liefen damit etwas mehr als einen Halbmarathon. Organisiert wurde der Lauf von der in Neuss ansässigen GID-Projects GmbH & Co. KG Agentur.

Neu: Mit gutem Erfolg ging ein weiterer Neujahrslauf am 6. Januar an den Start, der Ludwigshafener Neujahrslauf, was einem Bericht des Fachjournals "LaufReport" vom gleichen Wochenende zu entnehmen war. "Raketenmäßig" sei der Auftakt gewesen, heißt es dort. Und weiter: "Die Premiere des Ludwigshafener Neujahrslaufes legte mit 225 Teilnehmern einen Traumstart hin. Nach knapp hundert Voranmeldungen hatte der Veranstalter, der Verein 'Sandbox Warriors', nicht mit so vielen Nachmeldungen - bei trübem Nieselwetter - gerechnet." Außerdem: "Der Neujahrslauf ist dann auch der Auftakt für eine neue Dreier-Serie mit Karlsstern und Maudach. Am Ende wird für jeden Teilnehmer, der alle drei Läufe mitgemacht hat, ein T-Shirt" ausgegeben. Die angebotene Strecke war 6,3 km lang. Schnellster Läufer war Tobias Hahn (LSV Ladenburg) in 22:41 Minuten. Schnellste Frau des Tages war Yvonne Jung (RC Vorwärts Speyer), die in 26:59 Minuten gewann.

Neu: Einen neuen Frauenlauf nach dem Vorbild von Linz und Wien wird es in Österreich geben. Der erste Welser Frauenlauf. Das gab Anfang Januar der Onlinedienst von "nachrichten.at" bekannt. Dieser Frauenlauf wird in die bereits bestehende Laufveranstaltung in Wels integriert. Es heißt: "Ein starkes Damen-Trio zieht die Fäden: Nach der erfolgreichen Vorjahres-Premiere als Organisatorinnen des Welser Halbmarathons konnten nun Eva Kroboth und Barbara Trillsam die Welser Unternehmerin Andrea Felbermayr für ihre Ideen gewinnen. Am Sonntag, 18. März, findet daher beim Welser Halbmarathon (21,1 km) und beim eww-Power-Run (7,1 km) erstmals der Felbermayr-Frauenlauf statt - über fünf Kilometer. Kroboth rechnet mit bis zu 300 Teilnehmerinnen ab dem 16. Lebensjahr. Gelaufen wird auf einem 2,5km langen Rundkurs, der zweimal absolviert werden muss.

Mehrere Absagen (Zusammenfassung): Das Sturmtief Friederike, das am Donnerstag, den 18. Januar, insbesondere über die Mitte Deutschlands hinwegtobte, zeigte nicht nur für den Salzuflen-Marathon Wirkung, sondern für manch andere Laufveranstaltung, insbesondere in NRW vor allem am nachfolgenden Wochenende. Manche Kommunen und Behörden reagierten gelassen, andere sprachen Empfehlungen aus, Waldgebiete nicht zu betreten, wieder andere verordneten strikte Verbote. Während beispielsweise die Winterlaufserie in Hilden wie geplant stattfinden konnte, musste man in der Nachbargemeinde Nettetal den Lauf aussetzen. Besonders bedauerlich war, dass der Lauf um den Halterner See im südlichen Münsterland dran glauben musste. Er wurde zeitnah abgesagt, wie die "Halterner Zeitung" schon am Freitag mitteilte. Es wäre ein kleines Jubiläum gewesen - die zehnte Auflage, die nun auf 2019 verschoben wurde. Wie die Zeitung weiter ausführt, habe der zuständige Kreis Recklinghausen alle Waldgebiete bis zum 28. Januar gesperrt, weshalb der Laufverein Spiridon Haltern keine andere Wahl gehabt habe, den Lauf abzusagen. Dies sei vor allem deshalb so bedauerlich, da sich zum Jubiläum noch nie so viele Läufer vorangemeldet hätten wie diesmal. Ein Ausweichtermin stehe wohl nicht zur Verfügung, da die Seelandhalle, die man für die Veranstaltung brauche, fast rund ums Jahr besetzt sei. Es ist nach 2011 schon die zweite wetterbedingte Absage des Rennens. - Nicht besser erging es dem 26. Hinsbecker Waldlauf. Sturmtief Friederike, so heißt es auf der Homepage des örtlichen Sportvereins VFL, habe auch auf den Hinsbecker Höhen seine Spuren hinterlassen, wo die Laufstrecke angesiedelt sei. Die Stadt Nettetal habe den Zugang zu den betroffenen Waldgebieten untersagt. Man bemühe sich zwar um einen Ausweichtermin, sage aber vorsorglich schon mal "Auf Wiedersehen" bis zum 19. Januar 2019. - Einen traurigen Orgachef Helmut Klauke vom TV Flerke hat das amtliche Verbot hinterlassen, welche ebenfalls das Betreten aller Waldgebiete im Kreis Soest untersagt hatte, weshalb die sechste Auflage des Crosslaufs in Welver kurzfristig abgesagt werden musste. Nach dem Sturm "Friederike", so heißt es in einer Mail an alle Starter, habe das Forstamt Rüthen per ordnungsbehördlicher Verordnung das Betreten sämtlicher Wälder verboten. Da der Crosslauf durch Waldgebiete führe und es keine alternative Strecke gebe, müsse man das Rennen absagen. Die Startgelder würden umgehend zurückgezahlt. - Dass Friederike auch länger als nur auf das nachfolgende Wochenende wirkt, musste man beim TSV Dieringhausen erfahren. Denn die für den 2. März geplante Jubiläumsveranstaltung des Crosslaufs Meerhardt Extreme in Gummersbach Dieringhausen musste abgesagt werden, wie das Portal "laufen-in-koeln" berichtet. Das Waldgebiet, in dem sich die Laufstrecken befinden, gleiche einem riesigen Trümmerfeld. Die Aufräumarbeiten würden Monate in Anspruch nehmen. Der TSV Dieringhausen hoffe nun, das 10-jährige Jubiläum am Samstag, den 2. Februar 2019 nachholen zu können, heißt es weiter. Doch auch daraus wurde nichts, wie sich später herausstellte. Die Sperrung der Crossstrecke wurde für den gesamten Februar beschlossen. Auch der Crosslauf in Höxter-Lüchtringen, eigentlich für den 4. Februar geplant, fiel einer Sperrung zum Opfer. Das meldete das Portal "Laufen in Westfalen". Mit Spätfolgen des Sturmtiefs hatte man besonders im Kreis Soest zu kämpfen, denn der erste Teil des Soester Cross- und Waldlauf mit Läufen über 6,6 und 1,5km, der eigentlich am 17. Februar über die Bühne gehen sollte, musste für dieses Jahr abgesagt werden. Die Forstbehörden hatten das Waldgebiet, wo der Lauf abgehalten werden sollte, für noch mehrere Wochen als gefährdet eingestuft. Ob es einen Ersatztermin geben wird, ließ der Organisatorverein LC Soester Boerde auf der Homepage zunächst noch offen. Der für den 4. März angesetzte 42. DJK-Heidelauf in Coesfeld wurde unerwartet gleichfalls Opfer des Orkans, wie "az-Online" meldet. Der Lauf könne am vorgesehenen Termin "leider nicht stattfinden", heißt es. Und weiter: "Trotz intensiver Bemühungen der DJK-Leichtathletik-Abteilung und der Forstverwaltung Varlar muss das Laufevent aufgrund der am Baumbestand entstandenen Schäden leider abgesagt werden. Gut zwei Wochen vor der Veranstaltung war dies für das Leichtathletik-Vorstandsteam mit seinem Abteilungsleiter Fabian Dasbach gewiss keine leichte Entscheidung. Allerdings betont Dasbach ausdrücklich: 'Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Wenn möglich, möchten wir den DJK-Heidelauf im Herbst diesen Jahres nachholen'!"

Gefährdet: Ob es eine 16. Auflage des Uedemer Volkslaufs geben wird, steht in den Sternen. Wie die "Rheinische Post" in ihrer Onlineausgabe Ende Januar berichtete, könnte die Veranstaltung in der niederrheinischen Gemeinde vor dem Aus stehen. Deshalb wurde zeitnah eine öffentliche Krisensitzung einberufen, in der der Vorstand des veranstaltenden Laufvereins und Bürgermeister Rainer Weber nachdrücklich an die Bevölkerung appellierten, den Volkslauf nicht sterben zu lassen. Schon Webers Vorgänger im Amt, Ex-Bürgermeister Werner van Briel, war ein laufbegeisterter Lokalpolitiker und 2003 Gründungsmitglied des Vereins Uedemer Volksläufer, die das Event seither auf die Beine stellen. Nun aber sähe es nicht gut aus für das Rennen und den Verein selbst. Denn der habe nur dreißig Mitglieder, von denen einige nicht vor Ort seien und nicht mithelfen könnten. Tue sich nichts, dann würde der Verein bei der kommenden Jahreshauptversammlung aufgelöst. So weit soll es aber nicht kommen. Deshalb der Aufruf an alle örtlichen Vereine und die Einwohner, beim Volkslauf zu helfen. Immerhin nehmen regelmäßig hunderte Läufer, Walker und Skater daran teil. Entscheidend soll jetzt eine weitere Sitzung im Februar sein, die die Frage beantwortet, ob der Uedemer Volkslauf wie geplant am 16. Juni durchgeführt werden kann.

Erweiterung: Zum 16. Mal fand am 7. Januar der Kevelaer Marathon statt, wieder mit über 300 Finishern und einem neuen Streckenrekord bei den Männern, den Nikki Johnstone von der ART Düsseldorf in 2:31:53h aufstellte. Wie "RP-online" am Folgetag berichtet, feierte bei diesem Event, das bisher nur aus der Königsdistanz bestand, der Staffelmarathon eine gelungene Premiere. Man habe mehr Teilnehmer aus der Region anziehen wollen, hieß es aus Veranstalterkreisen. Das sei gelungen, bestätigte Orgachef Peter Wasser. Mit 26 Staffeln am Start und rund 120 Staffelläufern konnte man zufrieden sein. Für die Teams bestand die Möglichkeit, mit mindesten zwei Akteuren teilzunehmen, höchstens allerdings mit sieben. Das bot sich an, denn in Kevelaer besteht der Marathon aus sieben Runden von sechs Kilometern Länge. Am Ende hatte eine Zweier-Mannschaft die Nase vorn. Heinz van Dongen vom TSV Weeze und sein Kumpel Christoph Schulte-Werflinghof vom GSV Geldern machten gekonnt gemeinsame Sache und bewältigten die 42,195 Kilometer in 2:39,13 Stunden. Bei den Frauen gewann die junge Carolin Joeken in ihrem erst zweiten Marathon in 3:00:46h.

Neu: Einen Blick voraus wirft die "Sächsische Zeitung" in ihrer Ausgabe vom 23. Januar. Darin wird ein neuer Lauf angekündigt und ein Interview mit dem Orgachef Lars Franke, ehrenamtlicher Vorsitzender der örtlichen DLRG, abgedruckt. Es geht um den 1. Heidenauer Citylauf, der erstmals am Freitag, den 6. April über die Bühne gehen wird und sich damit neben den Heidenauer Neujahrslauf gesellt. Man habe schon länger einen Citylauf geplant, so Franke, und man wolle damit eine Alternative für die Laufszene im Frühjahr bieten, die Form nach dem Winter zu überprüfen. Man habe sich bewusst für eine Abendveranstaltung entschieden, damit die Läufer im Laternenschein ihren Lauf absolvieren können. Auf die Frage, wie viele Teilnehmer er sich erhoffe, bleibt der Orgachef bescheiden: es wäre schön, wenn sie dreistellig würde. Angeboten wird der Hauptlauf über 10 km sowie einige Nebenwettbewerbe.

Premiere: Ein neues, sportartenübergreifendes Konzept für einen Spaßlauf kündigt die niedersächsische Agentur Eventcats für den 1. Juli an, eine Art Duathlon, bestehend aus Golfen und Laufen. Gestartet wird die mit "Golf'n'Run" betitelte Veranstaltung unmittelbar vor den Toren des Golfclubs Verden in Niedersachsen. Zunächst soll auf einem fünf Löcher umfassenden Kurs gegolft werden, anschließend eine fünf Kilometer lange Laufstrecke absolviert werden. Der beste Golfer startet als erster ins Rennen, die anderen Golfer müssen pro Fehlschlag zwanzig Sekunden länger auf den Start warten (Frauen 10sek pro Fehlschlag). So erhoffen sich die Veranstalter, dass nicht der beste Läufer, sondern der beste Golfläufer gewinnt. Ein Start als Duo - einer golft, einer läuft - ist auch möglich. Das ganze wird als "nordische Kombination" der etwas anderen Art aufgefasst. Nähere Einzelheiten sollen demnächst noch bekanntgegeben werden.

Änderungen: Zu gravierenden Konzeptionsänderungen sehen sich die Macher des Schweriner 5-Seenlaufs veranlasst, wie das Portal "schwerin-lokal.de" im frühen Januar berichtet. "Gemeinsam mit Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier stellten die Ausrichter der größten Laufveranstaltung der Region gestern ihr neues Konzept vor", heißt es dort: "Start und Ziel für die fünf unterschiedlichen Laufstrecken über die Halbmarathon-Distanz, 15, 10 und 5 Kilometer sowie eine 1852 Meter lange 'Seemeile' wird künftig der Bertha-Klingberg-Platz am Rande des Schweriner Schlossgartens sein. 'Der Abriss der Stadionbrücke, Bauarbeiten am Nordufer des Lankower Sees und bereits absehbare Vorhaben wie die Sanierung der Rogahner Straße oder der vierspurige Ausbau der B321 haben uns bewogen, das Konzept unseres traditionsreichen Laufs auf den Prüfstand zu stellen. Statt fortlaufender Provisorien in den kommenden Jahren haben wir nun die Streckenführung und die Konzeption komplett überarbeitet. Wir haben mit Unterstützung der Stadt landschaftlich und läuferisch attraktive Alternativen gefunden, die für eine Kontinuität in den nächsten Jahren stehen', so der Leiter des Organisationsbüros für den Fünf-Seen-Lauf Dietmar Büch." Konkret heißt dies für die 34. Auflage im Juni 2018: Der 30-km-Lauf wird zugunsten eines Halbmarathons gestrichen, der 5-km-Lauf und die Seemeile kommen hinzu. Es werden nicht mehr fünf Seen angelaufen, wovon der Lauf seinen Namen hat, und das schwere Teilstück am Schluss fällt weg. Man wird abwarten müssen, wie die Teilnehmer auf diese Runderneuerung reagieren.

Änderung: Aus einem Silvesterlauf soll ein Nikolauslauf werden, das berichtete am 28. Dezember 2017 die "Augsburger Allgemeine Zeitung". Gemeint war der kurz bevorstehende 14. Silvesterlauf in Dießen. "Es gibt keinen Tag in Deutschland, an dem mehr Läufe durchgeführt werden als an Silvester", nannte Organisator Johannes Dornhofer gegenüber der Zeitung die hauptsächliche Begründung. Die Konkurrenz sei so groß, dass er sich entschlossen habe, auf das Nikolauswochenende auszuweichen. "Wir bieten hier eine Nettozeit für die Läufer an, das gibt es nicht mal beim Stadtlauf in Landsberg." Das allerdings habe auch seinen Preis: "Wir haben unsere Kosten und wollen dafür eine halbwegs entsprechende Teilnehmerzahl." Doch diese sei in den vergangenen Jahren eher rückläufig gewesen. Heuer haben sich bislang rund 60 Teilnehmer angemeldet, "aber da kommen noch die Nachmeldungen", sagt Dornhofer. Der Silvesterlauf, der inzwischen seine letzte Austragung erlebt hat und Geschichte ist, wird seine Wiederauferstehung am 9. 12. 2018 unter neuem Namen "Nikolauslauf" erleben. Ob sich dann mehr als gut 100 Teilnehmer einfinden werden, wäre dem Orgateam zu gönnen.

Debüt: Auf der Homepage des Sportvereins Fortuna Wirdum 90 in Ostfriesland ist zu lesen, dass für den 8. Juni, 17:30 Uhr, eine neue Laufveranstaltung geplant ist: der 1. Wirdumer Meedenlauf. Dieser soll in der traditionellen Wirdumer Sportwoche stattfinden und zwei Strecken im Angebot führen, einen Schülerlauf über 1000 Meter und einen Erwachsenenlauf über fünf Kilometer. Start und Ziel befindet sich auf dem Sportplatz der kleinen Gemeinde. Der Verein ist kein Neuling auf dem Gebiet von Laufveranstaltungen, richtet er doch seit fast einem Vierteljahrhundert den bekannten Störtebekerlauf in Marienhafe am Ostermontag aus sowie Anfang März einen Crosslauf, der schon über vierzig Auflagen erlebte.

Zwei Absage: Wie auf der Homepage des Deutschen Sportclubs Grafenberg in Düsseldorf zu lesen ist, mussten der Ostparklauf und der Cross- und Waldlauf für 2018 (und wohl auch für die folgenden Jahren) abgesagt werden. Ursprünglich sollte der Crossauf am 27. Januar über die Bühne gehen. Der Ostparklauf war für den Oktober geplant. Als Begründung gibt der Verein an, dass die Leichtathletikabteilung zu wenig Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer erfahre, weshalb die Läufe nicht mehr in der gewohnten Qualität durchgeführt werden könnten. Schon 2015 hatte die "WZ-online" in einem Nachbericht gefragt, ob dies der letzte Ostparklauf gewesen sei, da es zu wenig Hilfe von der Stadt geben würde und die Teilnehmerzahl nicht hoch genug sei. Doch kam die Absage durch den Veranstalter erst zwei Jahre später. Im Verzeichnis des Leichtathletikverbandes Nordrhein taucht der Crosslauf hingegen weiterhin mit konkretem Datum (27.1.18) auf, obwohl er nicht stattfinden wird. Immerhin hatte es der Ostparklauf auf 46, der Crosslauf auf 39 Austragungen gebracht.

Premiere: Der erste Sonntag im Wonnemonat Mai ist der Termin für eine neue Laufveranstaltung. Am 6. Mai wird der 1. Staßfurter WoBau-Lauf über die Bühne gehen, wie die "Volksstimme" in ihrer Onlineausgabe Mitte Januar berichtet. Staßfurt, ein Ort mit 30.000 Einwohner, liegt südlich von Magdeburg in Sachsen-Anhalt und ist vor allem als Salzstadt bekannt. Namensgeber ist die in Staßfurt ansässige Wohnungsbaugesellschaft, die zusammen mit dem Magdeburger Laufladen als Organisator auftritt. Angeboten werden kostenfrei Schüler- und Anfängerläufe über eine Stadtrunde von 1,5km sowie ein Fünfer und ein Zehner. Der Lauf versteht sich in erster Linie als Breitensportveranstaltung, bietet aber auch ambitionierten Sportlern einen Anreiz teilzunehmen, da es sich um eine äußerst schnelle Strecke in der Innenstadt handelt. Gleichzeitig gehört der Lauf zur Solvay-Laufserie. Start und Ziel liegt am Bürgerinformationszentrum. Los geht es um 10 Uhr mit den Schülerläufen.

Neu: Für Ostersamstag wird auf der Homepage des niedersächsischen Leichtathletikverbandes ein neuer Lauf angekündigt, der 1. Osterlauf Emtinghausen. Organisiert wird die Veranstaltung von der neuen Agentur Eventcats, die im vergangenen Herbst auch schon mit dem 1. Katzenöhrchenlauf in Langwedel auf sich aufmerksam machte und bei letzterem nun einen Halbmarathon hinzufügen wird, der im September 2018 bei der zweiten Auflage neben dem Zehner und Fünfer angeboten wird. Beim Osterlauf in Emtinghausen geht es nicht darum, eine bestimmte Strecke in einer möglichst guten Zeit zurückzulegen, sondern ein Läufer (oder eine Staffel) soll zu einem einen Kilometer entfernten Platz laufen, dort ein Ei aufsammeln, zurückzulaufen und es in seine Eierbox legen. Gewonnen hat derjenige, der innerhalb von zwei Zeitstunden die meisten Eier in der Box hat. Als Gewinn darf jeder und jedes Team die Eier behalten, die er erobert hat. Der Lauf ist in den traditionellen Ostermarkt der kleinen Gemeinde integriert, die in der Nähe von Verden, südlich von Bremen, liegt.

Premiere: Von einem neuen Laufformat berichtet das "Wiesbadener Tagblatt" in einer Januarausgabe. Gemeint ist der 1. Wiesbadener Energyrun, der für den 3. Februar angesetzt sei und vom Förderverein Stiftung Deutsche Sporthilfe Wiesbaden organisiert werde. Vorgesehen seien zwei Rennen, eines für Erwachsene über fünf Kilometer, das auf einer Wendepunktstrecke stattfindet, sowie eines für Kinder über 2,5 km, das nur die erste Hälfte der Strecke nutzt und an einem anderen Punkt endet. Startzeiten sind 11 Uhr und 11:15 Uhr an der Brita-Arena. Der Energyrun, so das Tagblatt weiter, bilde in gewissem Maße den Auftrag zu einem Sporttag, an dessen Ende erstmals in der Rhein-Main-Congresshalle der Ball des Sports stattfinde.

Neu: Mit Ausnahme vielleicht von laufaffinen Studenten wurde fast unbemerkt von der sonstigen Lauf-Öffentlichkeit bereits 2017 ein neuer Universitätslauf an der RWTH Aachen gegründet, der in den Studentenlaufcup von Nordrhein-Westfalen integriert wurde. Bei seiner Premiere war der Zuspruch im Vergleich zu anderen Campusläufen noch bescheiden, soll aber nun, am 20. April größer werden. Das schreiben die "Aachener Nachrichten" in einem Vorbericht. Und weiter: Der erste Startschuss des 2. Aachener Campuslaufes falle um 17 Uhr. Zur Auswahl stünden erneut drei Strecken: Beim "FunRun" soll auf einer Strecke von 4,6 Kilometern der Spaß an erster Stelle stehen. Der "FitnessRun" über neun Kilometer erfordere mehr Ausdauer. Als Team können die Sportler beim Staffellauf an den Start gehen. Hier werde die Gesamtstrecke von 9,2 Kilometern in vier gleich große Abschnitte unter den Mannschaftsmitgliedern aufgeteilt. Das Anmeldeportal sei bereits geöffnet.

Absage: Der Winternachtslauf in Bad Lauterberg, der am 26. Januar stattfinden sollte, wurde von der veranstaltenden Agentur Event- und Werbeparnter Hickmann sport's & more auf der eigenen Homepage abgesagt. Als Begründung wurde zu geringe Beteiligung angegeben. Am gleichen Wochenende hatte die Agentur die Trail Run Harz Days angesetzt, die gleichfalls abgesagt wurden, diesmal allerdings ohne Begründung. Man hatte dort die Daten und Fakten des dreitägigen Programms einfach nur durchgestrichen. Zum Programm sollten tägliche Wintertrailruns im Orientierungsmodus mit Checkpoints an verschiedenen markanten Stellen und Gipfeln gehören, wobei man in Zweierteams ohne vorgegebene Streckenführung zu agieren hatte. Das Wochenende war so konzipiert, dass die Teilnehmer am Ort übernachten und die Mahlzeiten gemeinsam einnehmen würden sowie andere Aktivitäten, wie etwa Wellnessmaßnahmen - angeboten bekommen hätten. Ob auch hier eine zu geringe Anmeldezahl vorlag, ist nicht bekannt.

Neu: Eine neue Laufveranstaltung im September wirft bereits ihre Schatten voraus, der Stadtlauf in Groß-Bieberau. Das meldete "echo-online" (Darmstadt-Dieburg) im Februar. "Die Vorbereitungen für den ersten 'Grossbieberun' läuft" am Donnerstag, den 6. September, sind in vollem Gange", heißt es. "Der Startschuss für das Breitensportereignis, das als Volkslauf anerkannt ist, fällt um 19 Uhr in der Sudetenstraße neben dem Marktplatz. Bei dem Lauf, bei dem neben Mannschaften aus Firmen, Behörden und Vereinen auch Freizeitgruppen und Einzelstarter mitmachen können, geht es eher um den Spaß an der Bewegung als um Zeiten und Höchstleistungen. Das Ziel sei", so ein Organisator, "die Groß-Bieberau und weitere Kommunen in der Region zur gemeinsamen Aktivität zu bewegen und somit ein gemeinsames Erlebnis zu feiern. Nach dem Stadtlauf sind Teilnehmer wie Besucher zum geselligen Beisammensein bei Musik und Angeboten der lokalen Gastronomie im großen Innenhof der Haslochbergschule eingeladen.

Premiere: Am 3. Februar fand zum ersten Mal der Intersport-Wohleben-Winterlauf statt mit Start und Ziel am Sportgelände des SV Weidach. Das berichtete das Portal "www.infranken.de". Neben einem Schülerlauf wurden gemeinsam der Hauptlauf über 9,6km und der Jedermannslauf über 4,6 km angeschossen. Dabei sei die flache, schnelle Strecke schon von der Winterlaufserie her bekannt gewesen, die nun durch den Winterlauf in einem reduzierten Format ersetzt wurde. "Da die Veranstaltungsdichte in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat, hat sich die Triathlonabteilung des TV 1848 Coburg dazu entschlossen, nur noch einen Lauf stattfinden zu lassen", heißt es. Als erste Sieger trugen sich Christian Oppeln (32:35min) und Christine Schrecker (44:33min) in die Listen ein. Im Hauptlauf waren neunzig Läufer und Läuferinnen dabei.

Debüt: Wie die "Augsburger Allgemeine" Anfang Februar schreibt, werde es am 24. Juni erstmals zu einem Stadtlauf in Wemding bei Nördlingen kommen. Auf Initiative der Laufgruppe Märchenwald werde es beim diesjährigen Marktplatzfest die Premiere eines Citylaufs für Klein und Groß geben, heißt es weiter. "Die Vorbereitungen des motivierten Teams rund um Norbert Krompass sind bereits am Laufen. Bis zum 1. März muss das Grundgerüst stehen - ab diesem Tag beginnt die Anmeldephase, die bis zum 17. Juni dauert. In Abstimmung mit Kulturreferent Josef Barta und Judith Strohhofer, die für die Planung des Marktplatzfestes verantwortlich sind, wird der 1. Wemdinger Stadtlauf in das Marktplatzfest integriert, um einen Mehrwert für beide Veranstaltungen zu schaffen. Am Abend des Laufes findet auch die Siegerehrung auf der Bühne am Marktplatzfest statt." Geplant seien mehrere kurze Distanzen sowie der Hauptlauf über sechs Kilometer.

Pause: Die Veranstaltung 24h-Lauf am Seilersee in Iserlohn wird 2018 nicht stattfinden. Darauf weist das Portal "Laufen in Westfalen" hin. Der Veranstalter Stefan Weigelt schreibt dazu: "Zehn Jahre lang wurde der Lauf mit großem Erfolg durchgeführt. Bernd Nuß, der Initiator und Hauptorganisator, hat dabei in den letzten Jahren eine tolle Arbeit geleistet. Mit der Organisation eines solchen mittlerweile zur Großveranstaltung gewachsenen Laufes kamen auch immer mehr Verpflichtungen hinzu, die u. a. zuletzt zur Gründung des Vereins "Laufen am Seilersee" führten. Bernd hat mittlerweile knapp 70 Lebensjahre hinter sich, und wer will es ihm verdenken, dass auch für ihn einmal der Punkt kommt, an dem er sich aus dem Veranstaltungsgeschehen zurückziehen muss. Daher müssen wir schweren Herzens den bereits angekündigten Lauf vom 21.4.2018 leider absagen. Stattdessen wird die 11. Auflage am 04. Mai 2019 stattfinden. Wir haben uns sehr gefreut, dass unser Hauptsponsor, die Stadtwerke Iserlohn, bereit sind, ihre Unterstützung auch weiterhin fortzusetzen!"

Erweiterung: Das Portal "mein-amadeus.de" meldet Ende Januar, dass eine Aufstockung der Landschaftslaufserie Trails 4 Germany für den Sommer 2018 geplant sei. Drei aus dem letzten Jahr bekannte Veranstaltungsorte seien wieder dabei, drei neue kämen hinzu, so die Aussage. Weiter führt das Blatt aus: "Die Talsperre Pöhl im Vogtland, die sauerländische Lennestadt und der Naturpark Taunus sind die neuen Stopps ... Aus dem Vorjahr dabei sind Albersweiler, Blaubeuren und Kulmbach. Los geht ?s am 6. Mai 2018 im Vogtland, wo die neugeschaffene nationale Laufserie SALOMON Trails 4 am Stausee Pöhl gastiert. Das Finale geht wie im Vorjahr am 21. Oktober in Kulmbach im Frankenwald über die Bühne." Bei den bewährten Distanzen würde es bleiben, heißt es weiter. Die Kurzstreckler laufen etwa zehn Kilometer, die Langstreckler rund das Doppelte. Das Anmeldeverfahren habe schon begonnen.

Absage: Nach den Turbulenzen um den bisherige Organisator des Braveheart Battle Hindernislaufs, das PAS-Team mit Sitz in Bad Kissingen, das Ende November vorläufige Insolvenz anmelden (zu den Hintergründen siehe "Durchgesickert 8") und mehrere Läufe canceln musste, scheiterte nun auch eine Rettungsaktion für die Großveranstaltung in Bischofsheim. Das meldet das Blatt "in Franken" Mitte Februar. Es habe Gespräche von mehreren Personen mit dem Insolvenzverwalter gegeben, die den Extremlauf für 2018 retten wollten, u. a. auch mit Christoph Zitzmann und Jörg Lindemann, den neuen Inhaber der Markenrechte am Battle. Doch seien alle Versuche, das Event doch noch am 10.3. stattfinden zu lassen, an organisatorischen und finanziellen Erwägungen gescheitert, vor allem aufgrund des Termindrucks. Wie und ob es 2019 nach einer einjährigen Zwangspause weitergehen wird, bleibt abzuwarten.

Neu: Dass die Teilnahme an einem Volkslauf kostenlos ist, findet sich nicht alle Tage. Beim ersten Internationalen Frauenlauf in Borna ist aber genau das der Fall. Wie "Radio Leipzig" in einer Kurzmeldung mitteilt, könne jede Frau am 5. Mai mitmachen, egal ob Breitensportlerin oder Profiläuferin. Männer hingegen, das betont die Stadt ausdrücklich, dürfen nicht starten, seien aber als Zuschauer besonders gern gesehen. Angeboten werden Läufe über zwei und fünf Kilometer, die auch für Walkerinnen offen sind. Außerdem finden ein Mutter-Tochter- und ein Staffellauf mit drei Läuferinnen statt. Los geht's am Breiten Teich um zehn Uhr.

Aus und Premiere: Nachdem der Fastnachtslauf in Wasserliesch im letzten Jahr nach 33 Auflagen endgültig die Segel gestrichen hat, können sich die Läufer im Saarland seit 2018 über einen anderen Karnevalslauf freuen. Wie der "Volksfreund" am Rosenmontag verkündet, wurde die Veranstaltung Saarburg läuft aus der Taufe gehoben, veranstaltet vom TuS Fortuna Saarburg am Fasenachtssamstag. Das Besondere des Laufes sei, so die Zeitung weiter, dass jeder Läufer unterwegs entscheiden könne, ob er nur eine oder bis zu fünf Runden des 2 km langen Kurses laufen wolle. Als erste Sieger über 10 km konnten sich Chiara Bermes (41:02min) und der ehemalige deutsche Jugendmeister Dominik Werhan (34:07min) in die Siegerliste eintragen.

Aus: Wie die "Marbacher Zeitung" am 23. Februar meldet, wird die dreißigste Auflage des Murrer Volkslaufs die letzte sein. "Dass das derzeitige Organisationsteam des Murrer Volkslaufs nach der 30. Auflage am 21. April diesen Jahres aufhören wird", so die Zeitung, "ist bereits seit mehr als einem Jahr bekannt. Seitdem läuft die Suche nach Freiwilligen, die das Zepter bei der Laufveranstaltung in die Hand nehmen möchten. Doch bis heute, zwei Monate vor dem Jubiläumslauf, ist keine Nachfolge in Sicht. Es zeichnet sich damit das Aus für den Volkslauf ab - er geht beim Jubiläum in seine wohl letzte Runde. 'Mir fehlt der Glaube, dass sich noch etwas tut', sagt Uwe Funk, Volkslauf-Organisationschef beim SGV Murr, auf Nachfrage". Im Angebot seien wieder der Halb- und Viertelmarathon, dazu Läufe über 5,2 Kilometer sowie für Schüler über 2000, 1000 und 450 Meter. Bekannt sei der Volkslauf für seine hügelige Strecke zwischen Murr, Pleidelsheim und Höpfigheim. Es besteht die letztmalige Möglichkeit, diese kennenzulernen.

Neu: Das Portal "laufen in westfalen" teilt mit, dass am 18. März der 1. 6-h-Lauf in Herne Premiere feiern wird. Ausrichter ist das Team Camerone. Startzeit ist um 10 Uhr an der Akademie am Mont-Cenis-Platz 1. Die Teilnehmerzahl ist auf 51 Starter begrenzt, eine Nachmeldemöglichkeit wird nicht eingeräumt. Der Lauf wird auf einem dlv-vermessenen Rundkurs ausgetragen, der 5163 Meter lang ist.

Neu: Am 25. Februar fand der erste SCB-Berlin Teufelsbergrun statt. Auf dem Programm standen unterschiedliche Distanz von 2,7 km über 5,6 km bis 8,7km, bei denen zwischen 67 und 167 Höhenmeter zu überwinden waren. Der Zieleinlauf lag auf dem Teufelsberg auf einer Höhe von 120 Metern und lockte mit einem schönen Blick über die City. Rund 240 Läufer hatten sich bei recht hohen Startgeldern vorangemeldet, allerdings nur vier für die Kurzstrecke. Erste Sieger wurden Alexa Gusenburger (41:11min) und Luis Hallmuth (30:59min).

Veränderungen: Einen Ausblick auf die Westerwälder Laufszene gibt in einem Vorbericht die Netzausgabe von "ww-online". Darin geht es um Veranstaltungen, die zum sogenannten Wäller-Laufcup gehören oder gehörten. Insgesamt seien für das Jahr 2018 zehn Rennen in die Serie integriert, von denen man vier absolviert haben muss, um in die Wertung zu kommen. Neu dabei sei der 1. Westerwaldsteiglauf, der am 3. Oktober geplant sei. Diesen Lauf habe man mit Hilfe des TV Westerburg und der Verbandsgemeinde Westerburg ins Leben gerufen, da zwei andere Veranstaltungen abgesagt worden seien und wohl nicht mehr stattfinden würden. Dazu das Blatt weiter: "Die Anzahl der Veranstalter hat im Laufe der Jahre mehrmals gewechselt, und auch für 2018 gibt es hier Bewegung, weil zwei Veranstalter aus dem letzten Jahr - hauptsächlich aus Helfermangel - ihre Veranstaltung abgesagt haben. Den Oberwaldlauf in Selters und den Töpfermarktlauf in Ransbach-Baumbach gibt es bis auf weiteres nicht mehr." Um die Attraktivität des Cups zu erhöhen, hat man nun eine Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung im November geplant, bei dem es ein warmes Buffet geben werde, sowie die Anfertigung eines individuellen Laufcupshirts, das man für 20 Euro ordern könne. Ob die Laufserie weiter bestehen wird, ist fraglich. WW-online führt zum Schluss aus: "Auf dem Kreistag am 13. Januar im Hachenburger Schloss wurde auch die weitere Zukunft des WLC angesprochen. In den letzten Jahren kamen jeweils etwa 60 Teilnehmer in die Wertung, und es stellt sich die Frage, ob eine Fortführung des mit dem WLC verbundenen Aufwands über 2018 hinaus Sinn macht bei dieser Größenordnung - hierzu werden sich dann im Herbst alle Beteiligten an einen Tisch setzen und das Thema diskutieren."

Gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt (28. Februar 2018) -
Foto © Michael Schardt

Beiträge von Michael Schardt

Zu den älteren Beiträgen klick HIER

KOLUMNEN - Übersicht im LaufReport

Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER

© copyright
Die Verwertung von Texten und Fotos, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne Zustimmung der LaufReport.de Redaktion (Adresse im IMPRESSUM) unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.

Datenschutzerklärung