Durchgesickert - Nr. 7

Veränderungen und Auffälligkeiten der Laufszene

gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt 

Laufveranstaltungen kommen, gehen, kommen wieder oder zeigen Kontinuität. Im September und Oktober wurde über zahlreiche Änderungen in den Medien berichtet. Trotz der Fülle handelt es sich nur um eine Auswahl.

Neu: Aus einem örtlichen Touristeninformationsblatt der fränkischen Schweiz geht hervor, dass am Samstag, dem 29. September 2018, am Sankt Michaelistag also, eine neue Marathonveranstaltung geplant ist, der 1. Brauereimarathon in Litzendorf. Neben dem Marathon wird auch ein Halbmarathon, ein Zehner sowie eine Marathonstaffel und ein Kinderlauf angeboten. Start und Ziel liegen auf den Litzendorfer Tanzwiesen; die Starts erfolgen zwischen 9:00 und 10:15 Uhr.

 

Diese Laufveranstaltung soll nicht nur den Sport in den Mittelpunkt rücken, sondern auch touristisch auf die fränkische Schweiz, oder, wie man auch sagt: fränkische Toskana aufmerksam machen. Die Gegend sei immer noch ein Geheimtipp, wie es auf der Veranstalterhomepage heißt. Zum inkludierten Begleitprogramm des Marathons gehört am Vortag eine "Kloß' mit Soß'-Party", sodann eine Afterraceparty am Samstag mit großen Buffet sowie ein Fest am Folgetag des Laufs mit fränkischen Spezialitäten.

Wegen des Sturmtiefs Herwart wurden u.a. auch die Braunschweiger Lauftage mit dem Braunschweig Marathon abgesagt. Das bunte Haus in Braunschweig ist von James Rizzi gestaltet und heißt offiziell Happy RIZZI House- Foto © Michael Schardt

Optional kann man am Sonntag auch den Brauerei-Wanderweg begehen, der Besuche in kleinen familienbetriebenen Brauereien und Gasthäusern ermöglicht. Für alle Läufer (außer 10km) steht eine reichhaltige Verköstigung während des Laufs bereit mit landestypischen Leckereien in fester und flüssiger Form. Nur wenige Kilometer von der Universitätsstadt Bamberg entfernt, scheint der fränkische Biermarathon in etwa den Weinmarathon von Medoc zum Vorbild zu haben.

Absage: Wie die "Hannoversche Allgemeine" wenige Tage vor dem Lauf mitteilt, musste der Volkslauf um den Altwarmbüchener See für dieses Jahr kurzfristig abgesagt werden. Grund dafür sei der Sturm Xavier gewesen, der am Donnerstag vor dem Termin (7.10.) die Laufstrecke verwüstet und unpassierbar gemacht habe. Zahlreiche Bäume seien entwurzelt worden, teilt der Veranstalter TuS Altwarmbüchen mit, eine kurzfristige Räumung sei nicht möglich. "Wir wollen auch kein Risiko eingehen, wenn noch weitere Bäume umfallen oder Äste runterfallen", heißt es weiter. "Die Gemeinde Isernhagen hat den Weg aus Sicherheitsgründen auch gesperrt." Abteilungsleiter Hartmut Fischer bittet um Verständnis und teilt mit, dass der 17. Volkslauf im nächsten Jahr wieder stattfinden werde, und zwar am 13. Oktober.

Premiere und Ende: Am 15. Oktober kam es zur Erstaustragung des ersten Weilerswister Airfield Runs. Das meldete der "Rheinische Anzeiger". Hintergrund dieser Neugründung ist, dass die Gemeinde dem veranstaltenden SC Weilerswist das Gelände am Swisterberg weggenommen hat, wo bisher der Kottenforst Villagelauf ausgetragen wurde. Und das bis 2016 insgesamt dreißig Mal. Damit stand der rührige Verein plötzlich ohne Lauf da, aber man wollte sich damit nicht abfinden. Man begab sich auf die Suche nach einem neuen Gelände und wurde fündig am kleinen Flugplatz für Leichtflugzeuge zwischen Groß Vernich und Schwarzmaar. "Nach dem Aus des Kottenforst-Villelaufes haben wir eine Task-Force gegründet", sagt Pressesprecher Marcus Platt, "die den Auftrag hatte, eine neue Laufveranstaltung rund um Weilerswist zu finden. Jetzt konnten wir am 15. Oktober den '1. Weilerswister Airfield-Run' durchführen". Das der Lauf einen neuen Namen bekommen würde, war klar. Auf dem Programm standen zwei Kinder und ein Teenielauf mit integrierter Schulmeisterschaft sowie Läufe über 5,5 und 10,5 km. Es handelt sich bei der Laufstrecke um einen Kurs auf Feldwegen um den Flugplatz, zu dem beim Debüt über 350 Läufer und Läuferinnen ins Ziel kamen. Die ersten Sieger beim Hauptlauf waren Michaela Nicht und Markus Mey.

Pause (?): Kurz vor Austragung des Nordwalder Allerheiligenlaufs am 29.10. berichten die "Westfälischen Nachrichten" davon, dass die Veranstaltung möglicherweise 2018 eine Pause machen muss. Denn an der Straße, wo Start und Ziel und das Meldebüro liegen, werden bald großflächige Baumaßnahmen durchgeführt. Ob der Lauf dann ein Jahr aussetzt oder zwischenzeitlich mit seinem Equipment umzieht, sei noch nicht sicher. Außerdem hat Cheforganisator Gottfried Grond angekündigt, dass er nach 2018 aufhören werde, nachdem er über 25 Jahre im Orgateam tätig war und vor allem die technische Seite betreut hatte. Wie es 2018 und danach weitergehen wird, soll bei internen Gesprächen geklärt werden.

Vor dem Aus: Wie die "Ostthüringische Allgemeine" am 30. September meldet, könnte die 10. Austragung des Saale-Rennsteig-Marathons der vorletzte gewesen sein. Die Strecke von Uhlstadt nach Schmiedefeld, auf der bei der Jubiläumsaustragung am 24.9. gleich drei Streckenrekorde aufgestellt worden waren, steht vor dem Aus. Zwar werde es 2018 noch die elfte Austragung am 30. September geben, danach sei aber definitiv Schluss. Das bestätigt auch der veranstaltende LAV Saale-Rennsteig Verein in Verbindung mit den kooperierenden Saalfelder LV e.V., LAC Rudolstadt e.V., SV Stahl 90 Schmiedefeld e.V. und weitere 12 helfende Vereine auf der Veranstalterhomepage, ohne aber die Beweggründe zu nennen. In einem Zeitungsinterview ist vom Orgachef jedoch zu erfahren: "Wir haben auch in den letzten Jahren bei weitem nicht die Teilnehmerzahlen erreicht, die wir uns wünschen und bei denen sich der ganze Aufwand auch rechnet", sagt Frank Thomas vom LAV Saale-Rennsteig. In diesem Jahr hoffte man auf 300 Starter auf allen Strecken, 208 kamen letztlich. "Und das, obwohl wir zum Jubiläum verschiedene Geschenke für die Läuferinnen und Läufer hatten, außerdem einen Fotoservice anboten." Die Schuld liege bei den Läufern, meint ein selbstkritischer Teilnehmer in einem Eintrag in den sozialen Medien. In Anspielung auf den Berlin Marathon meint dieser, es könne nicht sein, dass bei einer parallel ausgetragenen Veranstaltung die Startplätze ausgelost werden müssten und man bei einem perfekt organisierten Landschaftslauf die Tore geschlossen werden müssten.

Absage und Premiere: 2015 fand der traditionsreiche Malterdinger Dreikönigslauf zum 23. und gleichzeitig letzten Mal statt. Die Austragung 2016 wurde kurzfristig abgesagt mit dem Hinweis, dass es keine Wiederaufnahme geben würde. Über die Bewegunggründe und die Einführung eines neuen Laufes gibt der Abteilungsleiter Peter Berg der "Badischen Zeitung" Auskunft. Da heißt es: "Für die Absage des Dreikönigslaufs gibt es zwei entscheidende Gründe. In den letzten Jahren haben wir bemerkt, dass die Beteiligung immer geringer und auch die Läufer älter wurden. Außerdem wurde es immer schwerer, zu diesem Termin ausreichend Helfer zu finden, welche uns bei der Durchführung der Veranstaltung unterstützen konnten. Deshalb mussten wir umdenken. Trotz der Abschaffung des Dreikönigslaufs wollten wir dennoch weiterhin einen Lauf austragen." So sei dem Verein die Idee gekommen, so Berg weiter, den ersten Malterdinger Weinleselauf auszuschreiben. Man habe einen Testlauf 2016 durchgeführt anlässlich des Gemeindejubiläums, und da der Zuspruch sehr gut war, erlebe der neue Lauf nun am 1. Oktober offiziell sein Debüt. Im Angebot seien Kinderläufe und Rennen über fünf und zehn Kilometer.

Doch kein Ende: Fünfzig Austragungen hatte es bis einschließlich 2016 vom Gersthofener Silvesterlauf gegeben mit zuletzt über 1800 Teilnehmern, doch dann stand plötzlich das Aus der beliebten Veranstaltung im Raum, weil altgediente Mitglieder des Organisationsteams ihren Rückzug angekündigt hatten und die örtliche Leichtathletikabteilung äußerte, fortan die Traditionsveranstaltung nicht mehr organisieren zu können. Das war der Stand der Dinge für das bayerische Sao Paulo am Anfang des Jahres 2017, rekonstruierte die "Augsburger Allgemeine" nun noch einmal die damalige Situation. Doch im Laufe des Jahres bildete sich in der Bevölkerung, bei vielen Sportler aus Nah und Fern und sogar bei den Stadtvätern so etwas wie ein Kultur- und Traditionsbewusstsein. Der Silvesterlauf gehört einfach zu Gersthofen, hieß es, es sei geradezu eine soziale Verpflichtung, diese Traditionsveranstaltung fortzuführen. So sah es der Vorsitzende des TSG Gersthofen, Hinrich Habenicht, und stellte sofort Überlegungen zur Erhaltung an. Dann schaltete sich auch Bürgermeister Michael Wörle ein: "Das geht gar nicht!", sagte er, "der Silvesterlauf ist eine Marke für Gersthofen mit überregionaler Bedeutung und muss bleiben." Nach vielen Gesprächen und Sondierungen konnte dann eine Form gefunden werden, den Lauf weiter durchzuführen. Bei der 51. Auflage wird es einige organisatorische Änderungen geben, aber es wird kein Aus, und nicht mal eine Pause geben. Denn auch genügend Helfer stehen wieder zur Verfügung.

Premiere: Die "Westfalenpost" meldet Mitte Oktober, dass im Südsauerland ein neues Laufformat geplant ist, der Rhein-Weser Panoramalauf in Oberhundem. Als legitimer Vorgänger dieser Veranstaltung fungierte bis 2016 der Rhein-Weser Nordic-Walking-Lauf, nun sei das Angebot für Läufer erweitert worden, erklärt der ausrichtende Sportclub Oberhundem, der Termin am zweiten Oktoberwochenende aber bliebe bestehen. Es handelt sich um eine Trailrun-Veranstaltung mit unterschiedlichen Streckenlängen von 5 über 10 und 15km bis Halbmarathon. Als vorletzter von acht Läufen gehört der Panoramalauf zum Sauerland-Trailcup. Außerdem sind zwei Läufe für Bambini und Schüler geplant. Los geht es um 12 Uhr in der Nähe des Kurgartens am Haus des Gastes.

Vakant: Am 30. September meldet die "Volksstimme", das der beliebte Mönchlauf in Halberstadt wohl vor dem Aus stehe, nachdem erst vor wenigen Wochen das 25-jährige Jubiläum gefeiert werden konnte. Lothar Ahrens und Ehefrau Roswitha, die sich beim Veranstalter MSV Eintracht Halberstadt immer sehr für den Lauf engagiert hatten, hätten Gründe für die überraschende Entwicklung genannt: "Überraschend kommt das vielleicht für die Teilnehmer", sagt Ahrens, "für die Mitglieder der Laufgruppe ist es das nicht. Bei der letzten Wahlversammlung vor zwei Jahren im Januar 2016 wurde bereits von uns angekündigt, dass wir kürzer treten wollen und ein Nachfolger für die Leitung der Laufgruppe und damit für die Weiterführung des ‚Mönchlaufes' gesucht wird." Letztlich sei es nicht gelungen, langfristig Nachfolger für die Durchführung zu finden. Das Ehepaar möchte jedenfalls nicht mehr in der ersten Linie stehen, zumal sie 76 und 75 Jahre alt seien. Endgültig soll über die Zukunft des Mönchlaufs bei der bald anstehenden Hauptversammlung im Januar 2018 entschieden werden. Bedauerlich sei es, wenn der Lauf endgültig abgesagt werden müsse, da die Entwicklung der Teilnehmerzahlen bis zuletzt überaus positiv gewesen sei. Aber leider will offenbar keiner den Hut aufsetzen, bedauert Ahrens. Die Laufgruppe im Verein soll aber weiterhin bestehen bleiben.

Wieder da und aus: Wie der "Bremer Weserkurier" meldete, dürfte dem Hamberger Herbstlauf nach der diesjährigen Austragung das Aus drohen. Nachdem dieser Lauf bereits im letzten Jahr aus organisatorischen Gründen ausgefallen war, wurde diese nun am 23. September nachgeholt. Allerdings fand der Lauf nicht - wie üblich - in Lübberstadt statt, sondern wurde zum TSV Steden/Henningst verlegt, der als Helfer mit einsprang. Die Organisatoren, der Lauftreff Bornheide um Manfred Kück, wollten den Lauf als 15. Edition zumindest für 2017 noch retten. In 2018 werde es aller Wahrscheinlichkeit nach dieses Event nicht mehr geben, ließ Mitorganisator Michael Thiel wissen, fünfzig Prozent des Erlöses des Jedermannslauf wurden aber wieder an gemeinnützige Einrichtungen weitergegeben. Neben Kinderläufen und Walkingstrecken bildeten der Zehner und der Halbmarathon die Hauptläufe. Als letzte Gewinner des HM trugen sich Frank Themsen und Kerstin Boettjer in die Siegerlisten ein.

Neu: Der bestehenden Laufserie des Elbe-Ohre-Cups gehört seit diesem Jahr ein neuer Lauf an, der im kleinen Örtchen Parchem über die Bühne ging: der Parchener Fiener Cross. Das meldete die Agentur alpha-report.de. Es handelt sich um einen Crosslauf, der am 3. September veranstaltet wurde und auf fünf Distanzen knapp 200 Finisher sah. Angeboten wurden neben einem Kinderlauf und Wandern Läufe über 3km, 6km sowie der Hauptlauf über 11 km. Als erste Sieger werden Erik Müller und Marie Weinmann genannt. Start war an der Klapperhalle in Parchen um neun Uhr.

Neu: Am 22. September hatte eine neue Laufveranstaltung Premiere, der erste Frohburger Dreieckslauf. Das meldet das "Leipziger Volksblatt". Auf einem normalerweise Motorrädern und Sidecars vorbehaltenen Kurs gingen rund 200 Läufer auf unterschiedliche Strecken von 300m für Bambini bis zehn Kilometer für Erwachsene, jedoch nicht so viele wie Orgachef Jörg Köhler erwartete. Bekannt ist Frohburg seit vielen Jahrzehnten bei Motorradfans für hochkarätigen Motorsport, für das Frohburger Dreiecksrennen, nach dessen Vorbild sich nun auch die Laufveranstaltung mit "Dreieckslauf" benannte. Die Läufe waren terminlich unmittelbar vor dem Motorsportsonntag angesiedelt. Als Premierensieger über zehn Kilometer trugen sich Kristin Zimmermann mit einer 37er und Andre Kirmes mit einer 36er Endzeit in die Siegerlisten ein. Nur sieben Frauen und 32 Männer waren in Hauptrennen dabei.

Zu Ende: Am 24. September fand in Zell am Hamersbach der 15. Brandenkopf-Berglauf statt. Das ist einem Bericht von Winfried Stinn im "LaufReport" vom 24.9. zu entnehmen. Wie Organisationschef Alfred Siegesmund bekanntgab, wird es wohl die letzte Austragung gewesen sein. Denn um den Lauf weiterführen zu können, sei eine Mindestteilnehmerzahl von 200 Läuferinnen und Läufern nötig. Jedoch standen trotzt bester Witterungsbedingungen nur 110 Teilnehmer an der Startlinie, womit ein weiterer Berglauf im Schwarzwald, der auch zu einer örtlichen Berglaufserie gehört, von der Bildfläche verschwindet. Orgachef Siegesmund erkennt darin eine allgemeine Entwicklung: "Es hat sich unsere Vermutung bestätigt, dass der Berglauf rückläufige Teilnehmerzahlen hat. Beruhigend für uns, dass es nicht an unserer Organisation und Durchführung lag. Das Wetter war bis zur Siegerehrung gut. ... Deshalb haben wir heute einen Schlussstrich unter die Ära Brandenkopf-Berglauf gezogen. Der 15. Brandenkopf-Berglauf war der letzte. Unsere Konzentration liegt nun voll auf dem TrailRUN21, den wir im Frühjahr ausrichten. Dort sehen wir die Zukunft, was sich in den ersten drei Ausgaben bestätigt hat. Es wächst eine neue Generation an Läufern heran."

Neu: Nun hat auch eine Outdoor-Bekleidungsfirma die Laufbewegung als günstigen Werbeträger für eigene Produkte entdeckt, das geht aus einer Pressemitteilung auf der Homepage des Unternehmens Jack Wolfskin hervor. Dort heißt es: "Die Veranstaltung in Kooperation mit dem TV 1844 Idstein findet am 23.9.2017 am Sportplatz Zissenbach statt. Los geht es um 9.45 Uhr mit einem Warm-Up für alle Teilnehmer, das von Outdoorgym Gründer Felix Klemme geleitet wird. Anschließend startet die 10 Kilometerdistanz mit 184 Höhenmetern um 10.00 Uhr. Die 5-Kilometer-Distanz-Teilnehmer machen sich 15 Minuten später auf den Weg, ihre Strecke über 92 Höhenmetern zu bezwingen. Der Lauf endet für alle Teilnehmer wieder an der Sportanlage, wo auch die Siegerehrung stattfinden wird. Die Hälfte der Anmeldegebühren werden an die VITOS Teilhabe gemeinnützige GmbH in Idstein gespendet." Der erste Idsteiner Wolfsrun wurde von 188 Läufern gefinisht, die überwiegende Zahl über die lange Strecke.

Premiere: Von einem weiteren von einer Firma veranstalteten Lauf ist zu berichten. Am 16.9. feierte das erste Ostfriesische Lauf- und Walkingfest in Burhave seine Premiere. Dazu der Veranstalter: "Seit vielen Jahren nehmen Beschäftigte und Mitarbeiter der WfbM Aurich-Wittmund gGmbH an den Laufveranstaltungen bei uns im Norden teil. Jedes Jahr steigt die Zahl unserer Laufwilligen und damit der Gedanke, eine eigene Veranstaltung zu initiieren. Wir möchten allen Bewegungsfreudigen die Möglichkeit bieten, auf verschiedenen Strecken an diesem Event teilzunehmen, wobei der Spaß im Vordergrund steht. Für Besucher und Teilnehmer wird ein unterhaltsames Rahmenprogramm auf unserem Gelände der Harlinger Werkstatt in Burhafe geboten. Angeboten waren Läufe über verschiedene Strecken bis maximal 10 km. Wie im Nachgang berichtet wird, war das Vorhaben ein voller Erfolg mit deutlich über 400 Teilnehmern, insbesondere aus Betrieben, in denen Menschen mit Behinderung arbeiten. Die Schnellsten erzielten beachtliche Zeiten. Sieger über 10km wurde Johannes Wiltfang mit einer Zeit von 33:25min.

Absage: Dem Online-Portal "Laufen in Westfalen" war im September zu entnehmen, dass der Internationale Hellweglauf Unna-Lünern, der am 8. Oktober über die Bühne gehen sollte, abgesagt worden ist. Der Vorstand des veranstaltenden TVE Lünern habe sich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, heißt es auf der dortigen Homepage. Und weiter: Nach reiflichen Überlegungen sowie langen Diskussionen mit dem Gesamtvorstandsteam hat man sich dazu entschlossen, dass der Hellweglauf nicht mehr stattfindet wird. "Wir haben diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen und können die mögliche Enttäuschung der Läuferinnen und Läufer über die Absage nachvollziehen, aber eine monatelange Vorbereitungszeit für das ehrenamtliche Vorstandsteam sowie der Einsatz von über 70 freiwilligen Helfern am Laufwochenende wurden zuletzt nicht belohnt", so die Aussage des Vorstandes. Im Angebot des Laufes, der zur Hellweg-Laufserie gehört, waren ein HM, ein Zehner und ein Jedermannslauf sowie Rahmenwettbewerbe. Er wäre 2017 in seine 19. Auflage gegangen. Die Entscheidung dürfte wohl das endgültige Aus der Serie bedeuten.

Premiere: Am 16. September ging die erste Austragung des wi-Fellbacher Stadtlaufs über die Bühne, wie die "Stuttgarter Zeitung" berichtet. Rund vierhundertfünfzig Läufer gingen über die unterschiedlichen Wettbewerbe auf die Strecke, die vom Bambinilauf bis zum 7,5-km Hauptlauf reichten. "Der vom Wohn- und Gewerbeimmobilienspezialist Wohninvest organisierte Laufwettbewerb wurde zwischen dem Parkrestaurant des SV Fellbach und der Lutherkirche ausgetragen", heißt es weiter. Kooperationspartner seien der Verein Stadtmarketing sowie der SV Fellbach gewesen. Der Laufkurs war so ausgerichtet, dass alle Läufer die wesentlichen Sehenswürdigkeiten der Innenstadt passieren. An der 1,5 Kilometer langen Runde lagen beispielsweise die Schwabenlandhalle, die Lutherkirche sowie die Musikschule. Die Streckenführung weist dabei eine Besonderheit auf: Pro Runde ist die Tiefgarage des Rathauses je einmal zu durchqueren. Der Lauf fand für einen guten Zweck statt, denn von jedem Startgeld geht ein Teil an den SV Fellbach für seine Nachwuchsarbeit. Erster Sieger war der dreifache deutsche Meister Lukas Eisele. Der Lauf soll eine ständige Einrichtung werden.

Neu: Am 7. Oktober ist in Halle in Westfalen der sogenannte Reformationslauf geplant, das meldete bereits im Juni das "Haller Kreisblatt". Möglichst sollen 500 Läufer daran teilnehmen, denn die Reformation ist 500 Jahre alt. Entsprechend der Jahreszahlen werden Startnummern von 1517 bis 2017 ausgegeben. Im Angebot sind zwei Kinderläufe und drei Läufe über 3, 5 und 10 km. Die Veranstaltung wird mit einer Andacht um 10 Uhr beginnen und mit der Siegerehrung am frühen Nachmittag enden. Organisiert wird der Lauf von der Kirchengemeinde Halle, die zum Reformationsjubiläum eine Lutherfigur aus Plastik an den Start stellen wollen, die von verschiedenen Läufern über die Strecke getragen werden soll. Entstanden ist die Idee durch das gemeinsame Hobby der drei Organisatoren. Pfarrer Christian Stephan, der Presbyter Matthias Jörke und Friederike Hegemann nahmen im vergangenen Jahr gemeinsam am "Gipfelsturm"-Lauf in Osnabrück teil und entschieden sich spontan, den Reformationslauf aus der Taufe zu heben. Ob es eine einmalige Sache bleibt oder es eine Fortsetzung 2018 geben wird, ist noch nicht bekannt.

Vakant: Einer ungünstigen Zukunft scheint die Heiligenröder Bahnlaufserie entgegenzusehen, wenn man die zuletzt arg schwindenden Teilnehmerzahlen betrachtet. Das geht aus einer Mitteilung des "Nordhessencup-Laufblogs" hervor. Insbesondere die Beteiligung beim 10.000m Lauf habe stark abgenommen. Die Serie, die jährlich viermal im September über die Bühne geht, findet bereits seit 31 Jahren statt und bietet von 800m bis 10.000m unterschiedliche Distanzen für Jugendliche und Erwachsene an. Wer an der Cup-Serie teilnimmt, muss wenigsten drei Ergebnisse nachweisen (Schüler zwei). Die drei besten Zeiten fließen - umgerechnet in Punkte - in die Gesamtwertung ein. Als besonderer Service werden die Zeiteinläufe per Videokamera dokumentiert. Seit nunmehr 2012 sind die Teilnehmerzahlen rückläufig. Waren anfangs um die 500 Läufer bei den vier Veranstaltungen dabei, waren es 2016 nur noch gut 300. Sollte sich diese Tendenz fortsetzten, dann werde die 32. Austragung 2017 wohl die letzte sein, warnt Organisationsleiter Volker Göbel. Die Entscheidung liege bei den Läufern.

Premiere: Eine gelungene erste Austragung konnte der Kasseler WVC-Volkslauf am 3. September feiern, wie die veranstaltende Wassersportvereinigung Cassel auf ihrer Homepage meldete. Neben Läufen für Bambini und Schüler waren Hauptläufer über 5,2 10,2 und 20,5 km im Angebot, wobei die längste Strecke aus zwei identischen Runden bestand. Alle Strecken waren als Wendepunktkurse auf dem schönen Europaradweg R1 entlang der Fulda konzipiert. Bei der ersten Austragung, die innerhalb der Laufserie "Nordhessencup" stattfand, kamen über 400 Läufer und Läuferinnen ins Ziel. Nach dem erfolgreichen Debüt soll der Lauf zu einer ständigen Einrichtung werden.

Wieder da: Wie die "Dresdner neuesten Nachrichten" berichten, kehrte ein Lauf zurück in die Elbmetropole. "Nach einem Jahr Pause konnten die Dresdner am Samstag wieder 'Quer durch die Heide' laufen", heißt es. "Vom Forstsportplatz in Weixdorf aus ging es auf Strecken zwischen 500 Metern und 22,5 Kilometern mitten durchs Landschaftsschutzgebiet. Die Läufe starteten jeweils gegen 14 Uhr. Erwartet wurden mehr als 400 Teilnehmer." Zum Programm gehörten des Weiteren Läufe über 15 und 7,5km. Auch Walken und Kinderläufe wurden angeboten. Der sogenannte QdH-Run, der Lauf quer durch die Dresdner Heide, fand am 16. September bereits zum 41. Mal statt.

Verändert: Die Zeit der Experimente beim Hamburg Marathon scheint noch nicht vorbei. Dem "Hamburger Abendblatt" zu Folge wird es einige Neuerungen geben. Nachdem man bei der Austragung 2017 einen neuen Frauenwettbewerb kreiert hatte, bei dem zwei Läuferinnen den Marathon als Staffel absolvieren, hatte man diesen Wettbewerb nach seiner gelungenen Premiere gleich wieder aus dem Programm geworfen. Statt dieser auf 500 Paare limitierten Konkurrenz kündigt der Veranstalter für die 33. Edition 2018 die Einführung eines Halbmarathons an, der auf 3333 Startplätze begrenzt ist. Der Halbmarathon wird am 29. April über die Bühne gehen und eine Stunde vor den Marathonis um 8:30 Uhr angeschossen werden. Die Strecke verläuft fast zu hundert Prozent auf der des Marathons, spart aber auch in Richtung Westen und Norden wesentliche Teile aus. Der neue Wettbewerb erhält einen eigenen Start-Ziel-Bereich, ganz in der Nähe des Start-Ziel-Bereichs des Marathons. Neu außerdem: die Handbiker fahren erstmals nur den Halbmarathon, statt den Marathon. Mit dieser Veränderung gibt Hamburg als einer der letzten noch verbliebenen großen Marathonveranstaltungen die Position auf, keinen HM einzuführen.

Premiere: Am 9. September feierte ein neuer Ultralauf seine erfolgreiche Premiere, der erste Südthüringen-Trail mit Startpunkt in Suhl. Das geht aus einer Meldung von "br.-timing" hervor. Angeboten waren der Heldentrail über 65 km mit 2491 Höhenmeter, dann der Riesentrail über 47,5km mit 1932 Höhenmeter, der über zwei Varianten gelaufen werden konnte, sowie der Wichteltrail über 17,4km mit 559 Höhenmeter. Starten durfte man nur, wenn man die Pflichtausrüstung mitführte, u. a. ein Mobilfunkgerät. Wer den Heldentrail schaffte, konnte sich 4 Punkte für die Qualifikation des UTMB gutschreiben lassen; drei Punkte gab es bei Bewältigung des Riesentrails. Deutlich über 400 Akteure hatten sich vorangemeldet, 364 kamen ins Ziel. Den Heldentrail gewannen David Mendelski in 6:53h und Ramona Sonja Römer in 7:58h.

Wieder da: Nach einem Jahr Pause gingen die Sportler beim 13. Fehmarn Lauf am 2. September wieder an den Start, das meldete das Onlineportal der "Lübecker Nachrichten". Und weiter heißt es: "Der Start des einstmals beliebten Laufes wurde um 14:30 Uhr auf einer vollkommen neuen Strecke durchgeführt. Die Laufstrecke führt nicht mehr durch die Burger Innenstadt zum Südstrand in Burgtiefe. Dafür wurden in der Vergangenheit immer viele Streckenposten und andere Helfer benötigt. 2016 musste der Fehmarn-Lauf sogar ganz abgesagt werden, weil zu viele Unterstützer damals durch die Premiere des Kitesurf World Cup am Burger Südstrand anderweitig stark eingebunden waren." Gestartet wurde auf dem Sportplatz an der Inselschule in Burg. Im Angebot waren zwei neue Strecken, der Lauf über zwanzig Kilometer und eine Doppelmeile über 3,2 km. Mit rund 300 Teilnehmern im Ziel übertrumpfte der Lauf 2017 das Vorjahresergebnis knapp. Veranstalter des Laufes ist der SV Fehmarn.

Neu: Der "Schwarzwälder Bote" berichtet von einem neuen Lauf in der Gemeinde Horb, der am 9. September über die Bühne ging. Die Rede ist vom ersten Neckar-Sport City Run. Im Angebot waren ein Walkingwettbewerb und der Hauptlauf über 10 km. Die Beteiligung war jedoch nicht sehr groß. Nur 60 Läufer und 21 Walker gingen auf die Strecke. Schnellste Frau über 10 km war Nazli Hacibayramoglu, flottester Mann Mark Weichert. Die Zeitung spricht davon, dass Horb schon länger das Eldorado für Langstreckler am Neckar sei. Charlotte Kittel, Inhaberin des Sportfachgeschäftes "Neckar-Sport-Horb", habe deshalb zusammen mit der City Initiative "Horb Aktiv" - neben anderen Events in der Gemeinde - nun den "1. Neckar-Sport City Run" aus der Taufe gehoben.

Neu: Das Online-Portal "Laufen in Osnabrück" kündete bereits im August eine neue Laufveranstaltung an, den ersten Gesmolder Kirmeslauf am 16. September. Im Programm seien Läufe über 800 Meter (Bambini), 1600 Meter (Laufanfänger), sechs Kilometer (Jedermannslauf) und neun Kilometer (Hauptlauf). Auch Walker könnten an den Rennen teilnehmen. Das Startgeld sei mit zwei Euro für Kinder und vier Euro für Erwachsene betont moderat gestaltet worden. Wie der Veranstalter SV Viktoria Gesmold mitteilt, sei "bereits 2016 die Idee entwickelt worden, zu Kirmes eine Laufveranstaltung zu organisieren. Damals wurde diese Idee allerdings wieder verworfen: Der Neubau des Kunstrasenplatzes beanspruchte zu viele Ressourcen des Vereins, um parallel noch eine funktionierende Veranstaltung zu Kirmes auf die Beine zu stellen. Die Idee wurde allerdings nicht grundsätzlich verworfen, ein Organisationsteam wurde gebildet und die erforderlichen Genehmigungen und Unterstützung eingeholt. So steht nun 2017 der 1. Gesmolder Kirmeslauf auf dem Plan."

Premiere: Sehr erfolgreich verlief die erste Austragung des Eichstätter Halbmarathons am 2. September, das meldet der "Donau-Kurier". Weiter heißt es: "Dass 270 Halbmarathon-Läufer und 240 auf der Kurzstrecke dabei waren, freue auch die Verantwortlichen des SV Marienstein, der die Veranstaltung maßgeblich vorbereitet hatte. 'Das war eine super Idee, und dass sich so viele angemeldet haben, ist einfach nur Wahnsinn', sagte SVM-Vorsitzender Arnulf Neumeyer kurz vor dem Start." Der Lauf, der sich etablieren soll, sei eine echte Bereicherung für das Volksfest. Neumeyer lobte indes auch die Helfer: "Über 100 Vereinsmitglieder sind bei der Vorbereitung und Durchführung aktiv.' Den Startschuss für beide Läufe gab Wiesenkönigin Franziska Pröll - allerdings ohne Pistole: Sie zählte den Countdown nach unten.

Gefährdet: Um drei der nordhessischen Bergläufe sieht es offenbar nicht gut aus. Das geht aus Mitteilung verschiedener Zeitungen und Portale hervor, unter anderem aus dem "Nordhessencup-Laufblogs". Vakant sei zum einen der Herkules-Berglauf in Kassel, der eventuell dieses Jahr, bei seiner 28. Austragung am 21. Oktober, zum letzten Mal stattfinde. Nach Abgabe der Organisation von Winfried Aufenanger, dem Orgachef des Kassel Marathons, berate der austragende Verein zurzeit, ob die Veranstaltung fortgeführt werden könne. Die diesjährige Austragung sei zwar noch kurzfristig ausgeschrieben worden, stehe aber nicht in den gedruckten Laufkalendern. Auf einer 6,2 km langen Hauptstrecke sind dort 390 Höhenmeter zu bewältigen. Bereits verschwunden aus den Laufkalendern sei zum zweiten der Berglauf auf dem Bergmannspfad, berichtet die "Hessisch-Niedersächsische Zeitung". Zuletzt war der anspruchsvolle Lauf durch den Reinhardswald 2015 ausgetragen und vom VFL Veckerhagen organisiert worden. Die vorläufig letzte Durchführung war die 18. Auflage. Die Strecke, auf der mehrfach auch die Berglaufmeisterschaften stattfanden, war rund fünf Kilometer lang. Eine Wiederbelebung der Veranstaltung scheint unwahrscheinlich. Nicht unproblematisch ist zum dritten die Lage des Meißner Berglaufs, wie die "HNA" am 20.8.2017 meldete. "Gut, dass wir bei unserem Meißner-Berglauf auch die hessischen Meisterschaften mit ausrichten durften, sonst hätte sich die Veranstaltung nicht gelohnt", resümierte der erste Vorsitzende des Ski-Clubs Meißner (SCM), Peter Eberhardt, die 20. Auflage dieser Veranstaltung. Denn außer den Meisterschaftsteilnehmern hätten nur dreißig andere Läuferinnen und Läufer sowie Radfahrer die Herausforderung dieses schweren Wettkampfes angenommen. Bei idealen Laufbedingungen erklommen insgesamt nur 120 Aktive den Meißner.

Vor dem skizzierten Hintergrund muss man sich um die Berglaufszene in Nordhessen ernsthaft Sorgen machen.

Verändert: Wie der "Mannheimer Morgen" im September meldet, wird es bei der vierten Auflage des Ultralaufs Taubertal100 eine Angebotserweiterung geben. Am 7. Oktober stünde erstmals neben den übrigen Distanzen (100km, 71km, 50km) ein 100-Meilen-Lauf auf dem Programm. Die Strecke sei relativ flach, heißt es, sie müsse aber innerhalb von 26 Stunden absolviert sein. Die Veranstalter rechnen mit einem hochkarätig besetzten Feld und insgesamt mit bis zu 250 Läufern auf allen vier Strecken. Mit dabei wird der Holländer Jan Albert Lantink sein, der die 100 Meilen in weniger als 13 Stunden beenden will. Auch die Weltrekordhalterin im 6-h-h-Lauf, Nele Alder-Baerens, wird im Taubertal an den Start gehen. Ihr genügen 100 km. Inzwischen ist der Lauf Geschichte. Lantink konnte sein ehrgeiziges Ziel nicht verwirklichen, Alder-Baerens siegte bei den Frauen.

Neu: Es gibt einen neuen Sechs-Stundenlauf im Saarland. Das war einer Aufstellung des Portals "Race Results" und der Veranstalterhomepage "www.urwaldlauf.de" zu entnehmen. Die Rede ist vom 1. Sechs Stunden Urwaldlauf, der am 30. September vor den Toren Saarbrückens stattfand. Gelaufen wurde auf einer Runde von knapp 1900 Metern Länge über Waldwege und Sigletrails. Auf jeder Runde waren 44 Höhenmeter zu überwinden, was, auf eine Marathonlänge summiert, fast 1000 Höhenmeter ausmacht. Startpunkt war die Urwaldscheune Neuhaus um 10 Uhr. Auch ein späterer Einstieg ins Rennen war möglich. Das Startgeld betrug moderate zehn Euro. Der Erlös kommt Naturprojekten für Kinder und Jugendlichen zugute. Vor dem Lauf fand noch ein Bambinirennen statt. Elektronische Zeitmessung und Rundenzähler gehörten zum Service, ebenso eine üppige Verpflegung. Der Name "Urwaldlauf" ist nicht ganz unbekannt, denn im ostfriesischen Zetel gibt es ein Rennen dieses Namens bereits seit einigen Jahren. Urheberrechtsprobleme sind wohl nicht zu befürchten.

Premiere: Die Zabelsteinrunners vom TSV Westheim bilden seit 2014 eine lockere Laufgruppe, in der auch viele Kinder sportlich aktiv sind. In diesem Jahr sind sie mit dem Vorhaben an die Öffentlichkeit getreten, die erste eigene Laufveranstaltung zu organisieren, den ersten Zabelstein-Run. Wie in einer Pressemitteilung des Vereins zu lesen ist, standen Läufe über Halbmarathon, 11km und 5,6km auf dem Programm sowie zwei Kinderläufe auf dem Programm. Als Termin wurde der 1. Oktober angegeben mit dem ersten Start um 9:15 Uhr auf dem Sportgelände des Vereins. Beim Hauptlauf, der amtlich vermessen ist, waren 400 Höhenmeter zu bewältigen. Bis zum Meldeschluss Ende September hatten sich rund 400 Teilnehmer angemeldet, knapp 150 für den Halbmarathon.

Premiere: Am 8. Oktober kam es zum ersten Pflungstädter Rückwärtslauf, wie aus der Meldung des Portals RaceResults hervorgeht. Auf dem Programm standen Läufe über 600m, 2,5 und 3,8 km. Insgesamt kamen 85 Läufer ins Ziel. Im Lauf über 3,8km blieb nur einer unter zwanzig Minuten, das war Tobias Hegemann aus Kleinostheim, der 18:38min brauchte. Die Frauenwertung gewann Irene Bell in 23 Minuten.

Absagen: Sehr kurzfristig, nämlich ein Tag vor dem Event, mussten die Cross Days in der Döberitzer Heide am 28. und 29. Oktober in der Sielmann Naturlandschaft, zwischen Berlin und Potsdam gelegen, abgesagt werden. Dazu hieß es auf der Veranstalterhomepage des SCC Berlin weiter: "Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes prognostiziert für das Veranstaltungswochenende unter anderem starke Orkanböen innerhalb des gesamten Veranstaltungsgebietes. Eine zeitliche Verschiebung ist aus organisatorischen Gründen im Planungs- aber auch Wetterverlauf nicht sicher und kann daher nicht als Alternative angeboten werden. Die Sicherheit unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer steht für uns an erster Stelle, so der Geschäftsführer von SCC EVENTS, Christian Jost. "Wir haben großes Verständnis für die Enttäuschung der Starterinnen und Starter der Cross Days, die intensiv trainiert und sich wie wir uns auf die Veranstaltung gefreut haben", ergänzt Jost. Die Teilnehmer wurden per Mail über die Absage informiert. Bezüglich des weiteren Vorgehens erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ende der nächsten Woche zusätzliche Informationen per Mail."

Wegen dem Sturmtief Herwart wurden auch die Braunschweiger Lauftage mit dem Braunschweig Marathon abgesagt. Das meldete die Braunschweiger Zeitung einen Tag nach dem geplanten Termin. Es waren nicht die Veranstalter, die die Reißleine zogen, sondern die Behörden, die kurzfristig die Lauftage verboten hatten. "Wir hätten den Lauf gerne durchgeführt", hieß es indes auf der Veranstalterhomepage am gleichen Tag. Einen Nachholtermin werde es nicht geben.

Gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt (31. Oktober 2017)

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