Durchgesickert - Nr. 10

Veränderungen und Auffälligkeiten der Laufszene

gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt 

Laufveranstaltungen kommen, gehen, kommen wieder oder zeigen Kontinuität. Im März und April wurde in den Medien deutlich weniger über Veränderungen in der Szene berichtet - dennoch ist das hier Gesammelte nur eine Auswahl.

Pause (?): Möglicherweise vor einer Zäsur steht nach der 10. Austragung der 9-Meilen-Lauf von Leverkusen. Darauf macht der "Kölner Stadt-Anzeiger" am 25. April aufmerksam. Der Lauf, der neben der Hauptstrecke auch einen 5-km-Lauf anbietet, Walking-Wettbewerbe sowie Schüler- und Staffelkonkurrenzen, fand und findet immer als "Lauf in den Mai" am 1. Mai am Neulandpark nahe der Leverkusener Rheinbrücke statt. Nun aber sind dort langwierige Bauarbeiten begonnen worden, die schon für die Austragung 2018 eine Streckenänderung nötig machten. Für die nächsten drei Jahre aber kann die Aufhebung der Sperrung nicht noch einmal vorgenommen werden, hieß es von offizieller Seite. Das bedeutet wahrscheinlich, dass der Lauf bis 2022 eine Pause einlegen muss, wenn nicht noch eine alternative Strecke gefunden wird.

 

Denkbar wäre, so Orgachef Matthias Brandes gegenüber der Zeitung, eine vorübergehende Zusammenlegung mit dem 50-km-Lauf am Hitorfer See. Bei der neuen Strecke für 2018 gibt es noch ein kleines Problem: es muss eine wackelnde Pontonbrücke überquert werden. Das darf aber nur im Gehtempo geschehen, damit das Ganze nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Streckenposten sollen überwachen, ob sich die versammelte Läuferschaft daran hält. (Siehe nebenan: Foto vom Veranstaltungsgelände am 1.5.18).

Neu und einmalig: Die Autobahn A33 zwischen Bielefeld und Osnabrück ist für Ostwestfalen so etwas wie der Flughafenbau von Berlin-Brandenburg für die Hauptstadt. Der Bau verzögerte sich Jahr um Jahr und Jahrzehnt um Jahrzehnt, weil Klagen, Planfeststellungsverfahren und Umweltauflagen nicht zu umgehen waren. Jetzt steht die Eröffnung eines wesentlichen Teilstücks kurz bevor, wie das "Haller Kreisblatt" am 11. März meldet, Anlass genug für Organisator Eckhard Klein-Tebbe vom LAC Steinhagen, einen einmaligen Autobahnlauf zu veranstalten. Noch bevor die ersten Autos zwei Tage später über die neue Fahrbahn rollen werden, findet am Ostermontag der erste und einmalige Autobahnlauf von Steinhagen statt. Start ist unter der Brücke der neuen Autobahn in Steinhagen an der Bielefelder Straße. Los geht es um 9:30 Uhr mit dem Inlinerlauf über 16 km; um 11 Uhr findet der Jedermannslauf (5 km) und um 12 Uhr der 10-km-Hauptlauf statt. Dazu gibt es Kinderläufe. Gelaufen wird in Richtung Bielefeld (10km) und Osnabrück (6km). Auch Radfahrer und Fußgänger dürfen vor den Autos auf die Strecke; für sie ist die andere Fahrbahnhälfte während des Autobahnlaufs geöffnet. Eine gastronomische Versorgung ist ebenso vorgesehen. Die ursprünglich erwartete Zahl von 300 Teilnehmer sei deutlich zu gering gewesen. Inzwischen ist der Lauf Geschichte und brachte es auf über 1000 Teilnehmer.

Erweitert: In der "Wetterauer Zeitung" war von einem traditionsreichen Lauf zu lesen, der nach mehr als vierzig Austragungen sein Angebot erstmals um einen Marathonlauf erweitern wolle. Beim 42. Lauf um den Winterstein in Friedberg sollte am 18. März die Königsdisziplin über 42,2 Kilometer ihre Premiere feiern und sich zum sonstigen Wettkampfprogramm, das aus einem hügeligen 30-km-Lauf, einem Zehner, einem Fünfer besteht, gesellen. Nicht nur die 42. Austragung sei für die Hinzunahme des Marathons ein Motiv, sondern auch der Name des Organisatorenvereins, denn der lautet ASC Marathon Friedberg. "Dabei geht es nicht nur Rund um den Winterstein", heißt es in der Meldung. "Der Weg führt hoch hinaus bis zum Steinkopf Gipfel, der mit 518 m Höhe und dem markanten Fernmeldeturm weithin sichtbar über Wetterau, Mainebene und Taunus thront. Bis Kilometer 22 verläuft die Strecke identisch zur 30-Kilometer-Distanez. Für die Teilnehmer des Marathons besteht hier noch die Möglichkeit, sich spontan für die 30 km umzuentscheiden." Soweit die Planung. Wie kurz nach dem Lauf aus einem Bericht von "Laufreport.de" hervorgeht, musste der Marathon wegen des plötzlichen Wintereinbruches abgesagt und der 30-km-Lauf verkürzt und auf einer Wendepunktstrecke ausgetragen werden.

Neu: In den letzten zwei, drei Jahren konnte man sich kaum des Eindrucks erwehren, dass Sechs-Stunden-Läufe immer beliebter werden. Nicht nur, weil in Deutschland der weltweit teilnehmerstärkste Lauf dieser Art in Münster stattfindet, sondern auch, weil zahlreiche neue 6-h-Läufe gegründet wurden. Dem Bestand ist nun ein weiterer hinzuzufügen, wie der Onlinedienst "wa.de" jüngst meldete. Am Förderturm in Bönen soll das Event durchgezogen werden, wo auch der Straßenlauf im Januar stattfindet. Michael Klein, Lauftrainer der Lauffreunde Bönen, plant am 28. Juli den 1. Sechsstundenlauf am Bönener Zechenturm. "Ich rechne schon mit einer Teilnehmerzahl um die 100", sagt der Bönener. 200 könnten kommen, so viel verkrafte die Organisation. Der 1. Bönener 6-h-Lauf werde auf einer 1,3 bis 1,5 km langen Runde gelaufen, fügt Klein hinzu. Er sieht in seiner Veranstaltung die ideale Voraussetzung, für einen Herbstmarathon zu trainieren. Man könne auch große Pausen einlegen, oder eben Kilometer fressen. Jeder wie er mag.

Neu: Von einem neuen Lauf am Niederrhein war zuletzt bei "mein-krefeld.de" zu lesen. Am 12. Mai soll der 1. Krefelder Kulturlauf veranstaltet werden. Dabei handelt es sich um eine organisatorische Kooperation vom Stadtsportbund und der Burg Linn, in der ein historisches Museum untergebracht ist. "Crossover Burg Linn" soll das neue Format heißen. Angeboten werden ein Ultralauf über fünfzig Kilometer, sowie der Burgfräuleinlauf über 25 km, der Ritterlauf über 10 km und ein Volkslauf über 5 km. Geplant ist im Rahmenprogramm, an diesem 12. Mai ein historisches Flair zu erhalten: "Die Rittergruppe Fraternitas Belli wird auf der Burgwiese ein Lager aufschlagen und die Besucher zu Mitmachaktionen einladen", kündigt Dr. Jennifer Morscheiser an, als Museumsdirektorin die "Herrin" auf Burg Linn. Überdies werden sich zur Gaudi des Publikums ein moderner Feuerwehrmann und ein "echter" Ritter in Rüstung einen Wettkampf auf einem Hindernisparcours liefern. Zusätzlich baut das Museum zehn Tische mit römischen Brettspielen auf, die besonders Familien beim "Vorübergehen" spielen können. Als Abschluss ist eine Afterraceparty im historischen Rittersaal geplant, der aber extra Eintrittsgeld kostet.

Bedroht: Wie die "Lausitzer Nachrichten" vermelden, wurde die Durchführung des 5. Brückenlaufs zu Lichterfelde am 15. April durch ein Unwetter bedroht und musste schließlich gestoppt werden. Weiter heißt es: "Zum 5. Mal waren Läufer an das Besucherbergwerk eingeladen, die einmal etwas Außergewöhnliches machen wollten." 'Insgesamt gibt es nur fünf Förderbrücken auf der Welt. Wir sind die einzigen, bei der man sich über ein ehemaliges Tagebaugroßgerät messen kann', erklärte Veranstalter André Speri. 'Bergbaurechtlich könnten wir noch bis 100 Teilnehmer hoch gehen.' Nach einer gründlichen Einweisung und eines Streckenabganges ging es im 30-Sekundentakt auf die Strecke. 'Aufgrund des anrückenden Gewitters haben wir den Start um eine Viertelstunde nach vorn gezogen. Doch das in der Ferne schon sichtbare Gewitter zog genau auf die Förderbrücke zu. Zwar waren zu diesem Zeitpunkt 30 Starter auf der gut 1000 Meter langen Strecke gewesen, doch nur 24 Teilnehmer schafften bis zum Rennabbruch das Ziel auf dem Aussichtspunkt in 74 Metern Höhe. Die restlichen Läufer wurden von den sechs Streckenposten abgefangen und sicher von der Förderbrücke geleitet." Wer wollte, konnte nach dem Gewitter den Lauf doch noch machen oder sich das Startgeld zurückgeben lassen.

Neu: Die Leipziger "Volksstimme" kündigte Anfang März eine neue Laufveranstaltung in Wolmirstedt an, den 1. Ohre Staffellauf. Geplant sind zwei Wettbewerbe, einen für Kinder und einen für Erwachsene, die sich als Viererteams eine Gesamtstrecke von sechs (4x1,5 km) beziehungsweise zehn (4x2,5km) Kilometern teilen. Der Lauf soll am 15. Juni über die Bühne gehen als Auftakt des Wolmirstedter Stadtfestes. Gestartet wird um 16 Uhr mit der Kinderstaffel, eine Stunde später wird der Erwachsenenlauf angeschossen. Der Start ist im Innenhof der Wolmirstedter Schlossdomäne geplant. Das ganze findet statt unter dem Motto "Alles läuft in Wolmirstedt". Im Anschluss an die sportliche Betätigung ist eine Läuferparty geplant.

Neu: Am 9. September, dem internationalen Frauentag, wird es den 1. Siegener Womens-Run geben, das meldet das regionale Portal "expressi.de" Mitte März. In Kooperation mit dem St.-Marien-Krankenhaus und starken Werbepartnern wird der Laufladen "Anlauf Siegen" dieses Event in der Siegarena stemmen. Anlauf Siegen ist u. a. auch für den Siegener "Marathon mit Musik" organisatorisch verantwortlich sowie weitere Laufveranstaltungen. Geplant sind Läufe über 2, 4 und 6,6 km sowie ein Staffellauf über 2x2km. Gestartet wird ab 10 Uhr. Man erwartet etwa 500 Teilnehmer. Ein buntes Rahmenprogramm ist geplant.

Neu: Viele Läufe seien zuletzt in der Region verschwunden, heißt es in einer Ausschreibung für einen neuen Lauf. Deshalb habe man sich zur Durchführung des 1. Gegenbachtallaufs entschlossen. Die Rede ist von der TG Stein, die sich damit dem Trend entgegenstellt, dass immer mehr Läufe aufgeben mussten. Am 5. Mai um 16.00 Uhr sollen die Startschüsse für den gemeinsam stattfindenden Lauf über fünf und zehn Kilometer fallen, sowie um 16:45 Uhr für einen Walkingwettbewerb über 5km. Gelaufen wird zunächst eine Runde auf dem Sportplatz und dann durch das schöne Gegenbachtal, bevor nach der Rückkehr die Fünfer ins Ziel laufen und die Zehner die zweite Runde in Angriff nehmen. Die Strecke weise leichte Steigungen auf, heißt es weiter in der Ausschreibung. Den Reinerlös will die TG Stein für einen guten Zweck spenden. Deshalb gebe es auch keine Preise für die Sieger.

Absage: Der IWB Basel Marathon findet 2018 nicht statt, das geht aus einer Meldung des Veranstalters hervor. Darin heißt es: "All unseren Läufern in den letzten Jahren müssen wir mitteilen, dass der IWB Basel Marathon 2018 leider nicht stattfinden wird. Im Jahr 2018 wollten wir den Läufern ein noch besseres Erlebnis bescheren. Aus wirtschaftlichen Gründen aber war uns das nicht möglich, was uns dazu bewogen hat, die Veranstaltung 2018 abzusagen. Wir möchten uns bei all unseren Läufern, Freiwilligen, Sponsoren, Behörden und Helfern für großartige Veranstaltungen bedanken. Nochmals vielen Dank und viel Glück bei all Euren sportlichen Abenteuern." Geplant war der Marathon für den 23. September.

Absage und Ersatz: Der 7. Paracelsuslauf in Bad Liebenzell mit integrierter Regionalmeisterschaft über fünf und zehn Kilometer wurde für 2018 wegen Straßenbaumaßnahmen abgesagt, teilt der Veranstalter mit. Nachholtermin und Ort müssten neu festgelegt werden. An Stelle des Paracelsuslaufs wurde ein anderes Format öffentlich gemacht, der 1. Paracelsus Fun-Park-Lauf über 4,8 und 9,6 km im Kur- und Sophienpark. Der Termin ist - wie für den Paracelsuslauf ursprünglich vorgesehen - der 21. April ab 13 Uhr. Die Ergebnisse werden in den Laufcup Alb-Nagold-Enz eingehen.

Absage: Wie auf der Homepage des Veranstalters zu lesen ist, findet der 13. Panoramalauf Straubenhardt in diesem Jahr nicht statt. Als Grund wird in der knappen Mitteilung die "wiederholt massiven Schwierigkeit" angegeben, genügend Helfer zu finden. Vorgesehen war der Lauf am ersten Maiwochenende mit einem Halbmarathon als Hauptstrecke sowie einem Zehner, einem Jedermannsalauf und weiteren Schülerläufen. Ob die Veranstaltung nur pausiert oder ganz aus dem Laufkalender verschwindet, darüber sind keine Angaben gemacht worden.

Premiere: Wie die "Kreiszeitung" im niedersächsischen Diepholz am 6. April vermeldet, veranstaltet die SuS Syke zu ihrem einhundertjährigen Vereinsjubiläum den 1. Syker Hackelauf. Als Termin ist der 11. Mai angegeben. Das Streckenangebot reicht von einem Kilometer für die Schüler bis zu zehn Kilometer für die Erwachsenen. Gelaufen wird auf einer 2,5-km langen Stadtrunde, die ein bis vier Mal zu durchkreuzen ist. Das Ziel ist die Belebung der Innenstadt und das Erreichen der Jugend für den Sport. Ob der Lauf eine einmalige Angelegenheit wird oder eine ständige Einrichtung, wird man erst danach entscheiden.

Wieder da: Vier Jahre dauerte die Durststrecke, dann war der Frauenlauf Franken wieder da. Am 17. März diesen Jahres leuchtete das Vereinsgelände des Veranstalters TV 1860 Fürth wieder in einheitlichen Pink. Mehrere hundert Mädchen und Frauen nahmen an dem 2014 letztmalig durchgeführten Event teil. Gestartet wurde in zwei Sektionen, der für den Nachwuchs bis 14 Jahre, und der für die Erwachsenen ab 15 Jahre. Gelaufen wurden Strecken bis sechs Kilometer, aber auf Konkurrenzkampf und Wettkampfzeit hatte man bewusst verzichtet, da Spaß an der Bewegung im Vordergrund stehen sollte.

Änderung: Wie die "Volksstimme" am 3. April meldete, will der Harzgebirgslauf bei seiner 41. Auflage "zurück zur Natur". Am Rande einer neu verabredeten Kooperation zwischen den Lauforganisatoren und der Zeitung wurde die Idee entwickelt, etwas für die Natur zu tun, durch die man laufe. Es heißt: "Wir möchten binnen drei Jahren 10?000 Bäume pflanzen, dafür sind wir derzeit in Gesprächen mit der Nationalpark-Verwaltung", erläutert der Marketingchef des Harz-Gebirgslauf-Vereins. Wenn alles gut gehe, könnten die Läufer in einigen Jahren so durch "ihr eigenes zusammenhängendes Waldstück" in den Bergen joggen. Es ginge nicht mehr darum, immer wieder Teilnehmerrekorde zu brechen. Denn schon bei 3200 Läufern im Ziel schreibe man schwarze Zahlen. Sondern man wolle sich der Natur gegenüber dankbar erweisen. Der Lauf selbst könnte dann noch mehr zu einer Institution in der Läuferszene werden, als er ohnehin schon ist.

Neu: Am 21. April findet der 1. Havelbaudelauf in Hohen Neuendorf statt, wie die "Märkische Allgemeine" im März bekanntgab. Die neue Veranstaltung wird gleich bei der Premiere Teil des traditionsreichen EMB-Energie-Cup Oberhavel sein, einer Laufserie, die zum 11. Mal über die Bühne geht. Um 11 Uhr geht es los mit unterschiedlichen Läufen von 800 Meter für die Jüngsten bis 10,4 km für die Profis. Start und Ziel ist auf der Goethestraße in Hohen Neuendorf.

Wieder da: Ein Jahr hat der Taunus-Lauf-Cup pausiert, nun ist für 2018 ein Comeback geplant, das ist einer Meldung der "Taunus-Zeitung" vom 26.4. zu entnehmen. Dort heißt es: "Timo Mäkitalo ist ein Langstreckenläufer durch und durch, es gibt kaum eine Distanz, die er im Trikot seines Heimatvereins LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain nicht absolviert hat. Als früherer Teilnehmer des Taunus-Cups hat er vor zwei Jahren dann mit Bedauern aus der Taunus Zeitung entnommen, dass die Laufserie nicht weitergeführt werden soll - ist es doch die einzige Möglichkeit für Volksläufer der Region, nicht nur mehrere Rennen zu kombinieren, sondern sich auch in einer Gesamtwertung zu belohnen. Umso freudiger verkündet Mäkitalo pünktlich zur diesjährigen Laufsaison, dass der Taunus-Cup nach einem Jahr Pause wieder startet. Los gehe es bereits am kommenden Sonntag (29.4.) mit dem Skiwiesenlauf des TSV Nieder-Mörlen. Die weiteren Volksläufe, die in die Cup-Wertung einfließen, sind dann in Obernhain (Samstag, 12.5.), Lorsbach (Freitag, 8.6.), Schloßborn (Sonntag, 17.6.) und Neuenhain (Samstag, 1.9.)." Anmelden muss man sich für den Cup nicht, das geht automatisch. Um gewertet zu werden, muss man aber alle Läufe mitgemacht haben.

Aus: Unter der Überschrift "Der letzte Vorhang für den Murrer Volkslauf" kündigt die "Marbacher Zeitung" am 19. April das vorläufige Ende der traditionsreichen Laufveranstaltung an. Es ist die 30. Auflage des Murrer Volkslaufs, die gleichzeitig die letzte sein wird. "Uwe Funk hatte es lange angekündigt, heißt es weiter. Schon lange vor dem Murrer Volkslauf im vergangenen Jahr stand fest: Der Abteilungsleiter der Leichtathleten des SGV Murr und Organisationschef des Volkslaufes sowie sein Team werden nach der diesjährigen Veranstaltung aufhören. 'Wir hatten seither Nachfolger gesucht, aber es hat sich niemand gefunden. Bei einer Sitzung vergangenen Freitag haben wir nun beschlossen, die Suche einzustellen', erklärt Funk. Das bedeutet also, dass der 30. Murrer Volkslauf am kommenden Samstag, den 21.4., bis auf Weiteres auch der letzte sein wird." Die Wehmut, so heißt es, halte sich aber in Grenzen, da die Organisation bei aller Routine auch eine Anstrengung abverlangt habe. Unmittelbar nach der letzten Austragung bestätigt die Zeitung in einer Nachbetrachtung, dass es keine weitere Austragung mehr geben werde. Die Sieger des Halbmarathons heißen Michael Sommer und Lina Kabsch.

Neu: Am 19. April ist der "Rheinischen Post - online" zu entnehmen, dass in Meerbusch neben dem historischen Sommerlauf in Bösinghoven eine weitere Laufveranstaltung am 9. September erstmals vom Stapel laufen soll, der 1. Lanker Lauf. Orgachef Dieter Schmitz vom TSV Meerbusch erklärt in einem Zeitungsinterview, dass man sich mit dem zweiten Event keine Eigenkonkurrenz machen wolle. Das Streckenangebot soll zwar das gleiche sein wie beim Sommerlauf, aber durch die Kooperation mit der örtlichen Gastronomie werde sich ein ganz anderer Charakter ergeben. Der neue Lauf wird das Gemeindezentrum beleben und nicht auf dem Sportplatz stattfinden, wo der Verein die Bewirtung immer selbst initiiere. Neben dem 5- und 10-km-Lauf gibt es Rahmenwettbewerbe. Mit 300 Teilnehmern wäre man beim Debüt sehr zufrieden.

Abgesagt: Von "sz-online" war am 14. März zu erfahren, dass der diesjährige Czorneboh-Lauf in Cunewalde ausfällt. Und weiter heißt es: "Grund für die Absage sind nach Aussage der Organisatoren Schäden, die der Sturm Friederike Mitte Januar im Wald am Czorneboh angerichtet hat. Abgebrochene und umgestürzte Bäume stellen eine Gefahr für die Läufer dar. Die Gemeinde Cunewalde hat nach eigenen Aussagen den Veranstaltern zwar eine Ausweichstrecke auf dem Matschenberg angeboten. Doch diese erfülle nicht die notwendigen Kriterien hinsichtlich Länge, Profil und Wegezustand. Bei der Sport-Veranstaltung stehen drei Lauf- und zwei Trailstrecken zur Auswahl. Letztes Jahr starteten rund 440 Läufer. Die diesjährige Auflage sollte am 7. April stattfinden. Veranstalter des Czorneboh-Laufes ist der CDU-Stadtverband Bautzen".

Neu: Von einer gelungenen Premiere berichtete am 24.4. der "Westfälische Anzeiger" bezüglich eines neuen Laufevents, dem 1. Hammer Maxilauf. Mit rund 1000 Teilnehmern wären die Erwartungen weit übertroffen worden, aber es hätte auch Kritik gegeben, insbesondere an den notwendigen Absperrmaßnahmen. Einen Tag nach dem ersten Maxilauf habe der Sportdezernent Markus Kreuz ein positives Fazit der Laufveranstaltung gezogen, heißt es weiter. "Er hat aber durchaus einige Punkte auf die Liste gesetzt, um den Lauf zu optimieren. Wenig Verständnis zeigt er für Kritik an den Absperrungen. Dass der Maxilauf im kommenden Jahr wieder stattfinden soll, steht außer Frage. 'Der Lauf wird 2019 Anfang Mai stattfinden', so Kreuz. Der genaue Termin müsse noch mit anderen Laufveranstaltungen abgestimmt werden." Verbesserungsbedarf sieht er im Zieleinlauf, wo ein Moderator eingesetzt werden könnte. Kilometerschilder sollen angebracht werden und eine schnellere Zurverfügungstellung der Ergebnisse werde geplant. Viel Lob habe es aber für die Streckenführung gegeben, hebt der Sportdezernent besonders hervor.

Neu: In der nordrhein-westfälischen Stadt, die als größter Kanalkreuzungspunkt der Welt gilt, wird 2018 der 1. Dattelner Schleusenlauf stattfinden. Das meldet der "Lokalkompass" in Olfen. Dazu heißt es weiter: "Kleine und große Lauffans sollten sich den 24. Juni vormerken. An diesem Sonntag ist rund um den Dattelner Kanalknotenpunkt ein großer Volkslauf für alle Generationen und Ausdauerstände aus dem Kreis Recklinghausen geplant. Die Stadt Datteln sowie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung haben die Prüfung der Planungen fast abgeschlossen. Und auch der TV Datteln 09, in dessen 'Heimathafen', dem Jahnplatz am Dortmund-Ems-Kanal, Start und Ziel sowie das Rahmenprogramm angesiedelt sind, hat nach einem einstimmigen Vorstandsbeschluss die entsprechenden Weichen gestellt." Angeboten werden Läufe von 2,5 km und 10,5km. Man rechnet mit über 500 Teilnehmern.

Absage verhindert: "Solch eine Traditionsveranstaltung ausfallen zu lassen - das kam für die Verantwortlichen der Leichtathletikabteilung des BV Garrel und des SV Molbergen nicht in Frage", zitiert die "Nordwestzeitung" die Verantwortlichen. Seit 40 Jahren schon existiere der Internationale Lauf rund um die Thülsfelder Talsperre - einer der ältesten Volksläufe in der Region. Die 41. Auflage drohe auszufallen, weil der bislang veranstaltende Zweckverband Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre keine Kapazitäten sah, den Lauf weiterhin zu organisieren. "So einen Lauf kann man nicht ausfallen lassen", sagt Volker Hermann, Vorsitzender der Leichtathletik-Abteilung des BV Garrel. Deshalb haben der BV Garrel und der SV Molbergen kurzfristig die Organisation dieses Laufs übernommen. Der wird am 22. April angeschossen - eine Woche eher als in den Vorjahren. "Die Anmeldung ist ab sofort möglich", sagt Gustav Müller Vorsitzender der Leichtathletik-Abteilung des SV Molbergen. 700 bis 800 Läufer hätten in den vergangenen Jahren mitgemacht. Auf ein solches Ergebnis hoffe man nun auch.

Wiederbelebt: Unter der Schlagzeile "Wiederbelebt" meldete der "Kölner Stadtanzeiger" die erfolgreiche Rückkehr des Rodenkirchener Laufs durch den Forstbotanischen Garten im Kölner Süden. Knapp 1000 Läufer und Läuferinnen hätten ihr Scherflein dazu beigetragen, dass der früher so beliebte Lauf nach langer Pause wieder die rheinische Laufszene belebt. Die von der Agentur Pulsschlag und dem TV Rodenkirchen organisierte Veranstaltung war am zweiten Märzwochenende über die Bühne gegangen. Mit Läufen über fünf und zehn Kilometer sowie Jugendläufen wurde das übliche Volkslaufprogramm abgedeckt. Als erste Sieger nach dem Comeback trugen sich im Hauptrennen die frühere Marathonspitzenfrau Susanne Hahn (36:37min) und Moritz auf der Heide (32:59min) ein.

Vakant: In einer Mitteilung über die Vereinsversammlung des TV Rheinzabern steht zu lesen, dass die Winterlaufserie wieder sehr gut besucht gewesen sei und vor allem die neuen Einsteigerläufe viele Teilnehmer gezogen habe, dass aber der 45. Osterlauf Rheinzabern möglicherweise keine Fortsetzung erfahren werde. Konkret heißt es: "Bedauerlich ist, dass dieses Jahr der 45. wohl auch der letzte Osterlauf sein wird, da es aus verschiedensten Gründen immer schwieriger wird, diese Veranstaltung ordnungsgemäß durchzuführen. Der Lauf bietet vermessene Strecken über einen, zehn und 21,1 Kilometer an und hatte immer einen sehr guten Zulauf. Der Lauf findet immer am Ostersamstag statt. Ob und wie es weitergeht, ist noch offen.

Erweiterung: Zwei traditionelle Marathonveranstaltungen vermelden im April die Erweiterung ihres Programms. In der "Frankenpost" war Anfang des Monats zu lesen, dass der Fichtelgebirgsmarathon eine dritte Distanz anbietet. Novum sei ein zehn Kilometer langer, anspruchsvoller Rundkurs in Richtung Wendener Stein, heißt es. Dieser starte um 9.30 Uhr in Bad Alexandersbad. Die 42 Kilometerdistanz starte um 9 Uhr als Wendekurs von Bad Alexandersbad nach Leupoldsdorf und zurück. Die 21 Kilometer-Läufer begännen um 11 Uhr in Leupoldsdorf mit dem Ziel Bad Alexandersbad. Die Veranstaltung findet am 14. Juli statt. Hoch im Norden vermelden die "Lübecker Nachrichten", das bei der 11. Auflage des Lübecker Marathons am 14. Oktober 2018 drei neue Wettbewerbe eingeführt werden. Neu wird ein Walkerwettstreit über zehn Kilometer sein und die Möglichkeit, den Marathon als 2er- oder 4er-Mannschaft zu bestreiten.

Premiere: Wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" kurz vor Ostern meldet, wird es im September ein neues Laufformat geben. Es heißt: "Am 2. September kommt ein neuer Jedermannlauf nach Essen, der City-Trail. Neun Kilometer, elf markante Häuser, keine Zeitmessung, aber viel Spaß. Beim City-Trail in Essen joggen die Teilnehmer durch Gebäude. Der City-Trail ist so etwas wie ein Querfeldeinlauf mitten in der Großstadt: vorbei an Pförtnern, über Flure, geradewegs durch Sehenswürdigkeiten. Das Vergnügen ist wichtiger als der sportliche Anspruch. Da wird auch mal Pause gemacht, fotografiert und gestaunt. Das Besondere an dieser Form des Jedermannlaufs ist, dass die Strecke durch markante Gebäude führt. Das Ganze ist als eine Mischung aus Sport und Sightseeing zu verstehen. Am Sonntag, 2. September, wird die Stadttour in Joggingschuhen erstmals auch in Essen möglich sein. Die Veranstalter rechnen mit über 1000 Teilnehmern.

Premiere: Von einer gelungenen Auftaktveranstaltung des 1. Neußer Osterlaufs berichten Lokalzeitungen der Stadt. Der Lauf fand am 31. März erstmals statt und erreichte auf Anhieb eine Teilnehmerzahl von über 500 Läufern und Läuferinnen. Im Angebot waren neben einem Bambinilauf ein Halbmarathon und ein Zehner. Die Rennen, deren Ausgangs- und Endpunkt der Rheinpark war, wurden als Familienveranstaltung geplant und angeboten. Als erste Sieger trugen sich im Halbmarathon Anne Lubjuhn und Nikki Johnstone in die Ergebnislisten ein.

Premiere: Ein erfolgreiches Debüt konnte der 1. Dingelstädter Osterlauf feiern. Das hob die "Thüringer Allgemeine" in einem Nachbericht hervor. Mit rund 300 Teilnehmern war die Beteiligung in vier Rennen erfreulich gut. Im Angebot waren Strecken von 1, 3, 5 und 10 km. Als Organisator trat der LAC Eichsfeld in Erscheinung. "Nachdem im August 2017 der Kanonenbahnradweg von Dingelstädt nach Küllstedt fertiggestellt wurde, entstand für uns Läufer eine sehr flache Laufstrecke. Schnell kamen wir zu dem Entschluss, auf dieser Strecke einen Wettkampf zu organisieren", heißt es auf der Vereinshomepage. Und weiter: "Die alte Bahnstrecke, die am Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, entstand mit der Auflage, keine Steigung über ein Prozent einzubauen. Da eine Bahnstrecke keine engen Kurven hat, hat sie schon zwei Vorteile für eine schnelle Laufstrecke. Start und Ziel befinden sich am Bahnübergang in der Dingelstädter Bahnhofstraße. Der Lauf fand am 31. März statt und wurde als Inklusionsprojekt durchgeführt.

Verändert: Gegenüber der Premiere im vergangenen Herbst wird der Sparkassenmarathon von Koblenz bei der zweiten Auflage im September 2018 auf einer verbesserten Strecke stattfinden, das berichtete unlängst das Portal "news-Koblenz". Konkret heißt es: "Der Ausrichterverein des Koblenzer Sparkassen Marathon hat die neue Strecke für die zweite Auflage am 2. September vorgestellt. Für die von Start bis Ziel touristisch-schöne Stecke gab es von Läufern und Walkern großes Lob. Die 21,2 Kilometer lange, flache Strecke führt durch die Innen- und Altstadt, durch den Schlosspark und um das Deutsche Eck herum, anschließend die Mosel entlang bis zur Kurt-Schumacher-Brücke. Hier überqueren die Athleten den Fluss und laufen dann am Moselstausee entlang zur Balduinbrücke und wieder in die City. 'Wir wollten eine von Start bis Ziel wirklich touristisch-schöne Strecke kreieren', sagt Pressesprecher Rolf Geifes. 'Und das ist uns damit gelungen. Denn flussabwärts laufen die Sportler auf die Festung und den Westerwald im Hintergrund zu. Und sie können beim Schleusen der Schiffe zuschauen. Welcher andere Citymarathon bietet solch eine Kulisse?'" Neben der Königsdistanz stehen Rahmenwettbewerbe auf dem Programm, u.a. HM und 10km.

Gesammelt und zusammengetragen von Michael Schardt (1. Mai 2018) -
Foto © Michael Schardt

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