Der alte Mann und das Mehr

Lauflegende, Laufjournalist und Kultbuchautor des Ultralanglaufs Werner Sonntag ist 90 *

von Wolfgang W. Schüler   

Dass er vor 50 Jahren mit dem Laufsport begann, wäre bereits Anlass gewesen, über ihn zu berichten. Nun folgte am 22. Juni sein 90. Geburtstag. "LLL" möchte man ihm zurufen, jene drei Buchstaben, die seinerzeit für "Langläufer leben länger" standen. Angewendet auf einen Menschen, dessen langer Lebenslauf mit der Vita eines Ultralangläufers einhergeht. Mehr noch, er ist das Gesicht und die Stimme des Ultralanglaufs. Vielen von uns war er Vor-Läufer und Vor-Denker im Überschreiten der Marathondistanz. Viele hielten nach der Lektüre seiner Schriften dergleichen erst für möglich. Viele profitierten von seinem geteilten Erfahrungsschatz und reüssierten - ob bei Läufen über 100 km oder mehr.

Obwohl er quasi spät berufen Läufer wurde, nämlich mit 39 Jahren, gehört er zur ersten Generation der "Volksläufer". Wie er kennen nur wenige die Entwicklung der Modernen Laufbewegung. Als ihr Aktiver, Mitgestalter und Chronist sowie als Schriftsteller hat er selbst Laufgeschichte geschrieben und wurde dafür mit diversen Preisen ausgezeichnet. Dabei verlor er sich nie in Laufinterna, sondern wahrte den Blick über den Tellerrand. Als er einmal gefragt wurde, wie man im Alter fit bleibt, antwortete er: "Erstens: die Ernährung regulieren […]. Zweitens: Bewegung. Drittens: soziale Kontakte pflegen". In seinem Tagebuch im LaufReport schließlich wird die ganze Kraft seines Schauens und Denkens deutlich, sind die Übergänge von Laufen zu Leben fließend.

Werner Sonntag 2015 auf der Brücke in Aarberg bei seiner letzten Teilnahme an den Bieler Lauftage

Werner Sonntag denkt groß und braucht dafür keine großen Worte. Der Widerhall kommt aus der Stille, feinsinnig und mit dem sprachlichen Schliff des erfahrenen Journalisten. Er überzeugt in seinen Ausführungen durch Akribie und Nachdenklichkeit, menschlich durch unermüdliches Engagement und Bescheidenheit. Als Laufautor über Jahrzehnte ist er ein verlässlicher Begleiter und Ratgeber, einer, der es gut mit seinen Lesern meint, ein Lauffreund.

Vom Lehrer zum Journalisten

Geboren wurde Werner Sonntag 1926 in Görlitz, Niederschlesien. Schon damals als Teenager, wie wir heute sagen, schrieb er Tagebuch und hielt eine Welt fest, "in der Töten Lebenszweck zu sein schien, den Granatsplitter unterm Auge, der um wenige Millimeter mein Augenlicht verfehlte, die beiden Granatsplitter in den Beinen". Nach seiner Entlassung aus sowjetischer Gefangenschaft im September 1945 und Rückkehr in seine Heimatstadt folgte eine Ausbildung zum Neulehrer in der sowjetischen Besatzungszone und ein Jahr im Schuldienst. Danach der Wechsel in den Journalismus als Redaktionsassistent bei der "Jungen Welt" und als Verlagsredakteur in Ostberlin. Bis er aus der "Freien Deutschen Jugend (FDJ)" und der "Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)" ausgeschlossen wurde (3) und 1952 die DDR in Richtung Bundesrepublik verließ; "ich fuhr in Berlin aus dem Ostsektor mit dem Fahrrad über die Friedrichstraße zum Halleschen Tor im amerikanischen Sektor". Und machte, wie viele andere vor und nach ihm die Erfahrung: "Niemand hatte auf uns gewartet". Auch ließen sich Kontakte zu Redaktionen schwer an. Schließlich eine Anstellung als Lokalredakteur in Schwäbisch Gmünd. Dort auch Heirat und Geburt des Sohnes.

Vom Laufbeginn

Bis 1991 war Sonntag Zeitungs- und Zeitschriftenredakteur, davon 17 Jahre bei der renommierten "Stuttgarter Zeitung". Daneben wirkte er viele Jahre als Korrespondent der "ZEIT". Wie stressreich gerade der Sonntagsdienst in der Redaktion einer Tageszeitung sein konnte - zu einer Zeit, als es noch keinen Ausgleich zur Sechs-Tage-Woche gab -, erfuhr er am eigenen Leibe: Migräne stellte sich ein. Dr. Dieter Maisch, Neurologe in Kirchheim unter Teck, wusste Rat. Er verordnete seinem Patienten zweierlei, nämlich Medikamente und ausdauernde Bewegung. Unter Berufung auf keinen Geringeren als Dr. Ernst van Aaken, den "Laufdoktor" aus Waldniel, sollte das Training im Laufschritt absolviert werden. Sonntag folgte dem ärztlichen Rat und machte die therapeutisch wertvolle Erfahrung: "Migräne-Anfälle nach Aufnahme des Lauftrainings schwächer, Absetzung von Medikamenten, zur Kupierung eines Migräne-Anfalls genügte ein Glas Bier, schließlich auch kein Migräne-Anfall mehr."

 

Auf eine praktische Anleitung für seinen Selbstversuch hatte Sonntag nicht zurückgreifen können. Die Annahme, von Anfang an so lange und so schnell wie möglich laufen zu müssen, teilte er mit vielen Anfängern seiner Zeit. Der Motivation tat's, gottlob, keinen Abbruch. Vielmehr wirkte die Ankündigung des 1. Stuttgarter Volkslaufs für das Frühjahr 1967 als weiterer, sportlicher Anreiz. Auch hier, beim 10-km-Lauf im Ortsteil Degerloch, ließ Sonntag sich von Anbeginn mitreißen, ging für seine Verhältnisse schnell an, zu schnell. Der Einbruch folgte bei Fuße. Nach anstrengenden 70 Minuten überquerte er die Ziellinie, doch der Ehrgeiz war geweckt. Zusätzlichen Ansporn mag auch die Begegnung mit dem laufbegeisterten Otto Hosse gegeben haben, der im Oktober 1963 den ersten Volkslauf Deutschlands veranstaltet und damit eine Lawine losgetreten hatte.

2008 siegt Werner Sonntag beim Bieler 100 km Lauf in der M80 mit 19:49:14 Stunden

Der Läufer

Bereits 1 Jahr später, 1968, lief Sonntag Marathon, in Baarn/NL und in Bräunlingen-Donaueschingen - "etwas zu früh", wie er heute anmerkt, doch angelockt vom Ambiente der beiden Veranstaltungen: die eine, der 1. Marathon speziell für über 40-jährige, organisiert vom Weltverband der IGÄL (Interessengemeinschaft älterer Langstreckenläufer; heute IGL), die andere, der 1. Volksmarathon im Schwarzwald, "quasi vor der Haustür", wenngleich ein Höhenunterschied von mehreren Hundert Metern zu bewältigen war. In beiden Fällen - der Körper zeigte die Grenzen auf - ging es ums bloße Ankommen.

"Der Mensch geht bis an die Grenze, und offenbar braucht er das."

Nach einigen Marathonläufen in den Beinen fand sich eine neue, "eine Riesenherausforderung": der 100-km-Lauf von Biel/CH. Dr. Maisch hatte Sonntag davon erzählt; als Laufkameraden nannten sich beide längst Dieter und Werner. Doch wie bereitet man sich vor? Einmal trainierte Sonntag bis 60 km am Stück - eine, wie er fand, langweilige Angelegenheit. Am Tag X im Jahre 1972 ging er dann, vorsichtig geworden, bedacht und ökonomisch zu Werke: im Wechsel von Marsch- und Laufschritt. Dennoch hatte er im Ziel "erst einmal die Nase voll" und pausierte 1973 über die Ultradistanz, um danach durchzustarten. Sonntag wurde Stammgast in Biel und Illertissen, lief in Unna und Hamm, hier 1980 auch seine Bestzeit von 9:26:37 Stunden.

Die Entwicklungen im Ultramarathon rissen Sonntag mit. "Als von Natur aus neugieriger Mensch weckten neuartige Veranstaltungen mein Interesse." So startete und "finishte" er z. B. beim 24-Stunden-Lauf in Mörlenbach/Odenwald und 1981 beim "Deutschlandlauf", der von der dänischen zur österreichischen Grenze führte - knapp 1100 km in 20 Tagen, eine wissenschaftliche Studie von Prof. Dr. Klaus Jung. In einen weiteren Extrembereich wies schließlich der "Spartathlon" über 245 km - in Erinnerung an den Botenläufer Pheidippides, der vor der Schlacht bei Marathon von Athen aus losgeeilt war, um die Spartaner um Hilfe gegen die anrückenden Perser zu bitten. Sonntag schaffte die Strecke 1989 und 1990 - als ältester Finisher für viele Jahre und "wie in einer griechischen Tragödie ums Ankommen kämpfend" (Spiridon) - in der Sollzeit von unter 36 Stunden, 1992 noch einmal, doch ohne Wertung, weil mit Zeitüberschreitung. Für Sonntag die Krönung seiner Läuferkarriere.

Auf 339 Marathon- und Ultralangläufe kann er bis heute zurückblicken. Allein in Biel war er über 30 Mal dabei, Dauergast auch beim Rennsteiglauf. Im fortgeschrittenen Alter stellten sich dank soliden Lebens auch vermehrt Altersklassensiege ein. Am klangvollsten sicherlich der Titel bei der - wie Sonntag relativiert - "schwach besetzten" 1. Europameisterschaft der Veteranen im 100-km-Lauf 1993 in Palamos/ESP, wo er Erster in der Altersklasse 60 wurde. Hinzu kamen zwei EM-Bronzemedaillen 1994 in der AK 65 und 1997 in der AK 70.

Laufen als Synonym für Leistung?

Trotz mancher Herausforderung, die Sonntag angenommen hat, war er im Alltag ein Erlebnis- und Genussläufer. "Ernst van Aaken verdanke ich, dass ich ohne Stoppuhr laufe." Dessen Propagierung des sog. "Steady State", in dem Sauerstoffaufnahme und -verbrauch ausgewogen sind, leuchtete ein. Sonntag suchte und fand seinen persönlichen Wohlfühlbereich. Der Gesundheit kam es zugute. Dass jemand, der seit Jahrzehnten extensiv lief, auf die Frage nach etwaigen Verletzungen "nichts Ernstes" antworten konnte, spricht für sich. Eine sportbedingte Arthrose, die eine Ärztin ihm einmal prophezeit hatte, stellte sich nicht ein.

Für Sonntag ist Laufen ein vorzügliches Mittel zur Gesunderhaltung. Gleichermaßen weiß er, nicht erst seit er sich zum Gesundheitsberater (GGB) ausbilden ließ, um den Wert einer umfassenden gesundheitsorientierten Lebensführung. Sich körperlich ausdauernd zu bewegen, sich vitalstoffreich und vollwertig zu ernähren sowie geistig-seelisch aktiv zu sein, all das gehört zusammen. Gesundheit als Leistung, die immer wieder neu erbracht werden muss. Doch wann wäre der Preis der Leistung(en), insbesondere der sportlichen, zu hoch? Dann, wenn nicht (mehr) die Lust an eigenmotivierter Leistung die treibende Kraft wäre, wenn man ein Leben lang Leistungsfiktionen nachjagen würde. Leistung wäre dann pervertiert, wenn sie gesundheits- und sozialschädlich würde. "Das Bekenntnis zur Leistung wird zweifelhaft, wenn nicht mehr über den Sinn der Leistung reflektiert wird. Leistung führt, psychologisch gesehen, zur seelischen und geistigen Verarmung, wenn sie unser Denken und Fühlen völlig ausfüllt."

"Laufen kann ein wichtiger Teil des Lebens sein, wenn wir uns auf diese Weise selbst erfahren."

Sonntag hält die psychischen Wirkungen des Laufens für ebenso wichtig wie die physischen, wenn nicht für noch wichtiger. Es spiegelt sich darin seine persönliche Erfahrung: "Ich laufe, also denke ich." Laufen als ein Nach-innen-Laufen, Wahrnehmung des Selbst, Beschäftigung mit innerseelischen Prozessen. Ein Eintauchen in die "Dimension der Tiefe" jenseits von "höher, schneller, weiter".

Der Laufautor

Sonntag verarbeitete seine Lauferfahrungen schon früh in verschiedenen Beiträgen, ob in "Ich-Identität durch Ausdauerübung" (1976) oder "Meine Eiger-Nordwand: 100 km". Mehr noch berichtete er - insbesondere im Rahmen der folgenden Redaktionsarbeit für verschiedene Laufzeitschriften - über Laufveranstaltungen, Tagungen und aus der Wissenschaft, gab Empfehlungen aus der Langlauf- und Ärzte-Praxis, legte Laufentwicklungen und Trends dar, widmete sich Ernährungs- und laufpsychologischen Fragen, besprach Bücher, portraitierte Läufer und bezog, wo er Interessen der Volksläufer verletzt sah, deutlich Stellung; seine DLV-kritische Haltung ist bekannt.

Nachdem er schon einige Jahre ständiger Mitarbeiter des Laufmagazins "Spiridon" gewesen war, stieg er 1980 zu dessen stellvertretendem Chefredakteur auf. Bis 1983 übte er diese Funktion aus - ehrenamtlich. Danach war er verantwortlicher Chefredakteur von "Condition. Die Zeitschrift für Ausdauersport." Bis 1988 lenkte er deren Geschicke, führte sie aus der Nische eines Vereinsblattes (IGÄL) hin zu einem vollwertigen, monatlich erscheinenden Sportmagazin. Daneben war er Mitarbeiter des Magazins "Volkssport" und ging bis in die 2000er Jahre hinein als Kolumnist im Laufjournal "Runner's World" "den Dingen auf den Grund".

 

Sonntags Tagebuch

Als Walter Wagner, der 2002 das Laufjournal "LaufReport" ins Netz stellte, Sonntag fragte, ob dieser für ihn schreiben könne, lautete die Antwort "ja". Der Befragte gesteht, schlecht "nein" sagen zu können. Bei seinen Überlegungen nach dem Was und Wie seiner Mitarbeit kam er auf eine für ihn neue Idee, die sich gerade durch ein Online-Magazin realisieren ließ: die eines Lauftagebuchs. Seit Oktober 2002 macht Sonntag nun seine Einträge, etwa einmal pro Woche, nur selten von einer Pause unterbrochen. Auch 10 Jahre nach seinem Einstand vermerkte er: "Der Stoff geht beim Laufen offenbar nicht aus."

Am Rande des 2006 nach dem München Marathon

Die Laufbücher

Man darf darüber spekulieren, warum von Sonntags Laufbüchern das erste sein bekanntestes wurde. Es erschien 1978 und sollte zunächst schlicht "Hundert Kilometer Biel" heißen. Ein literarischer Versuch über das Laufen, geschrieben von einem Läufer selbst - eine Zäsur. Sonntag, der für seine "Nabelschau in doppelter Fußgängergeschwindigkeit" (M. Steffny) Absagen von verschiedenen Verlagen erhalten hatte, war schließlich im Spiridon-Verlag unter gekommen. "Irgendwann musst du nach Biel" wurde unter Läufern zum geflügelten Wort und unterstrich die Bedeutung der Stadt im Kanton Bern als Mekka der Ultralangläufer. Das Werk ging in mehrere Auflagen und ist längst ein Klassiker der Laufliteratur, ein Kultbuch.

 

1979 erschien im Falken-Verlag "Spaß am Laufen. Jogging für die Gesundheit" - Sonntags "erstes seriöses Laufbuch", wie er schmunzelnd ausführt. Als eines der ersten (deutschsprachigen) Anleitungsbücher für Laufanfänger/innen beschrieb es - Klappentext -, "wie man zum vollen Laufvergnügen gelangt, was man beachten muß und wie sich gesundheitsschädliche Fehler vermeiden lassen." Im Vorwort stellt der Autor klar: "Den Spaß haben Sie nicht sofort. Wenn Sie es klug anstellen, haben Sie einen Anflug davon nach der ersten Viertelstunde, nämlich ein Wohlgefühl, das Sie beflügelt, anderntags wieder zu laufen. Es kommt auf Sie selbst an: Wenn Sie übertreiben, bleibt Ihnen nur die >Lust am Leiden> (>Spiegel< über Dauerlauf); wenn Sie bei Ihrem Lauftraining die Ratschläge erfahrener Läufer befolgen, die, als sie begannen, keine Ratschläge erhalten haben, können Sie dahin kommen, was andere anzweifeln, nämlich >Spaß am Laufen< (>Spiegel< im zweiten Lauf-Artikel) zu haben." "Spaß am Laufen", welches das Gros der Läufer/innen ansprach, wurde Sonntags weitverbreitetstes Buch, nicht nur nachaufgelegt, sondern auch in mehrere südeuropäische Sprachen übersetzt.

 

1985 legte er mit "Mehr als Marathon" das erste "Handbuch für Ultralangläufer" (Meyer & Meyer Verlag) vor. Ein Buch "zur Standort-Bestimmung, als Argumentationshilfe, zur Vorbereitung auf den ersten Ultralanglauf und zum Nachschlagen zahlreicher, noch niemals in dieser Form gebündelter Informationen, Gedanken und theoretischer Ansätze" (Klappentext). Einer dieser Ansätze bestand darin, den Ultralanglauf in ein tiefenpsychologisches Modell (nach Freud) einzuordnen. Das Buch, dem 1986 ein zweiter Band mit einem Verzeichnis und Beschreibungen von Ultralanglauf-Veranstaltungen in Europa und Nordamerika folgte, wurde ebenfalls nachaufgelegt und avancierte zum Standardwerk.

Wiederum im Falken-Verlag veröffentlichte er 1988 "Fit mit Laufen", ein Anleitungsbuch für Laufanfänger in 7 Stufen. Es stellt eine Art Update seines Vorgängers "Spaß am Laufen" (Die 10 Laufschritte) dar und wartet mit vielen ansprechenden Lauffotos auf, jetzt in Farbe.

Ebenfalls 1988 nahm Sonntag seine Leser in "Herausforderung Marathon. Reportagen, Erfahrungen, Ratschläge" (Pietsch-Verlag) mit zu interessanten Lauf-Ereignissen, u. a. nach Boston und New York, nach Biel und Athen-Sparta. Verschiedene Aspekte des Marathons und Ultramarathons behandelte er mit touristischem und zeitgeschichtlichem Hintergrund und schuf so ein Dokument der modernen Laufentwicklung.

1996 erschien "Laufende Vorgänge. ‚Irgendwann mußt du nach Biel' und andere literarische Texte über das Laufen" (Eigenverlag Laufen und Leben). Das Buch vereint ein gutes Dutzend Sonntag-Geschichten und - wegen der anhaltenden Nachfrage - eine Neuauflage des Erstlingswerkes. Es endet mit der Satire "Betreffs Einführung eines Laufpfennigs".

 

2008 legte Sonntag "Bieler Juni-Nächte. Der 100-km-Lauf von Biel/Bienne. Facetten eines Laufjubiläums - Ein Ratgeber für Erststarter" (Eigenverlag Laufen und Leben) vor. Anlass war die 50. Auflage des Laufs. Auch wenn zwischen Sonntags erstem und jetzigem Biel-Buch 30 Jahre liegen: Biel hat Sonntag nie losgelassen, weder laufend noch schreibend. Aber wie berichtet man zum halben Jahrhundert-Jubiläum über den Hunderter? Als Sonntag - so seine Erkenntnis und sein Bekenntnis - "nicht mehr objektiv". "Im Detail natürlich kritische Anregungen, aber ohne die Distanz des kühlen Beobachters". Die "Bieler Juni-Nächte" sind ein sehr persönliches Buch, im Grunde eine Liebeserklärung. Das macht sie einzigartig.

Auf andere Art hätten zahlreiche andere Autoren schreiben können, auf diese nur er. Und so schöpft der Autor aus den verschiedenen Rollen, in denen er Biel begegnet ist, situativ wie über den Tag hinaus, von Mal zu Mal wie über Jahrzehnte: als Tourist, Sportler und Journalist, als Teilnehmer und teilnehmender Beobachter, als Chronist und Analyst, als persönlicher Kenner agierender Personen (Weggefährten, Sieger, Veranstalter) - eben als Insider. Und da ihm selbstredend die weitere Zukunft der Veranstaltung am Herzen liegt, beschäftigt ihn (auf nicht weniger als 12 Seiten) die Frage: Wie könnte es weitergehen?

Ende 2013 wartete er mit "Mehr als Marathon. Wege zum Ultralauf" (Sportwelt-Verlag) auf, das bereits im Frühjahr 2014 in die 2. Auflage ging". Das 266seitige Werk gibt des Autors immenses Wissen und großen Erfahrungsschatz zum Laufen jenseits der Marathondistanz wieder und versteht sich als eine Art Handreichung von Amateur zu Amateur. Dabei wird auf ausgeklügelte Trainingspläne verzichtet, vielmehr die psychologische Vorbereitung in den Vordergrund gestellt.

Rezensenten

Ob als Ratgeber, Chronist oder Literat - Werner Sonntag weiß in allen Funktionen zu überzeugen. "Sachverständig" und "brillant" sind gängige Attribute, die Rezensenten ihm zuschreiben. Und: "Von allen Laufliteraten ist er, zusammen mit Günter Herburger, sicher der literarischste" (condition). Nicht umsonst sind einige seiner anspruchsvollen Laufbeiträge und -reportagen in der "Stuttgarter Zeitung", "Die Zeit", "Geo" und "Stern" erschienen.

Runner's World-Redakteur Urs Weber, der "Laufende Vorgänge" für die DLZ-Rundschau rezensierte, macht auf einen weiteren, für Läufer aber wesentlichen Aspekt aufmerksam: "Da ist ein Einverständnis zwischen Autor und Leser, das wohl nur Läuferfreunde kennen, die seit Jahren nebeneinander hertraben und sich ohne Worte verstehen; hier wird es in Worte gefaßt."

Bücher anderen Inhalts

Sonntag hat zwar mit dem Laufen sein journalistisches bzw. schriftstellerisches Thema gefunden, aber auch zu verwandten und anderen Themen Bücher vorgelegt. 1978 erschien sein "Gruß von der Bahn. Die Eisenbahn auf alten Postkarten", 1979 der "Wanderführer Stuttgart mit Schönbuch", 1981 "Oldtimergrüße. Das Automobil auf alten Postkarten", 1995 der "Marco Polo-Reiseführer Allgäu" und 2002 "Kampfes Lust. Über die Erotik der Körperbewegung im Zweikampf. Beschreibung einer Szene" (662 S.). Zusammen mit Ilse Gutjahr (zugleich Herausgeberin) legte er 2004 "Sport und Vollwerternährung. Vollwertig Sport treiben" (emu-Verlag) vor; er selbst ging auf gut 100 Seiten auf die entsprechenden Zusammenhänge ein, dabei betonend: "Sport allein genügt nicht.".

Der Ideengeber

Als 1974 die Lauftreffs offiziell aus der Taufe gehoben wurden, gründete Sonntag den ersten Lauftreff in Stuttgart, und zwar im Ortsteil Degerloch. Er war davon überzeugt, dass eine solche Einrichtung "eine Strategie der Lebensbewältigung" vermitteln und ein "Ort sozialer Begegnung und im optimalen Fall auch gegenseitiger Hilfe" sein kann. 5 Jahre lang leitete er den Treff im Degerlocher Wald und kümmerte sich besonders um die Anfänger.

Dass 1975 der 1. Schönbuch-Marathon durch den TSV Leinfelden und der Leichathletikgemeinschaft Filder veranstaltet wurde, ging mit auf Sonntag zurück, der an dessen Gründung beteiligt gewesen war. Den Anlass gab das 75-jährige Jubiläum des TSV Leinfelden im gleichen Jahr. Die Marathonstrecke führte durch das Siebenmühlental auf dem 1960 bis 1961 angelegten Bundeswanderweg durch das Aich- und Schaichtal bis vor Dettenhausen an der B 27, wo der Wendepunkt war.

Im Gegensatz zu vielen anderen Volksläufern, denen er begegnete, und die sich vorrangig an Zieleinlaufzeiten orientierten, verhielt Sonntag sich distanziert zu läuferischen Zeitdiktaten. Ihm war mehr an einer Alternative zum Laufen als Leistungssport gelegen, an einer Betonung des Lauferlebens. 1976 organisierte er den wohl ersten und nicht kommerziellen "Touristiklauf". Dieser führte über zwei Tage von Laupheim über Bad Waldsee (Übernachtung) nach Kreßbronn auf dem damals neuen Donau-Bodensee-Radwanderweg. Der Lauf war nach heutigen Maßstäben "schrecklich improvisiert" (Sonntag), jedoch von besonderem landschaftlichen Reiz. Bewältigt wurde er von 9 Gleichgesinnten, ohne Startgebühr und ohne Wertung.

 

Ein weiteres Bemühen war das um die Errichtung eines Museums, in dem die Geschichte des Laufens aus sportlicher und kultureller Sicht dokumentiert wird. Als Ort eines solchen Laufmuseums schwebte Sonntag seinerzeit Arolsen vor, Stadt in Nordhessen, die sich anschickte Ausdauersportzentrum zu werden. Da war von einem Sportmuseum in Berlin noch nicht die Rede gewesen. Das Engagement wurde gegenstandslos, als schließlich das AIMS-Museum eröffnete.

Auch dies darf Erwähnung finden in einer Zeit, in der - zertifiziert von der Bundesanstalt für Arbeit - erste lauftherapeutische Angebote für (Langzeit-) Arbeitslose gemacht werden, um sie zu unterstützen, Motivation aufzubauen, die körperliche Befindlichkeit zu verbessern und eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu befördern: Sonntag machte bereits im April 1998 in seiner damaligen Kolumne in "Runner's World" den Vorschlag, Arbeitslose laufen zu lassen. Damals konnte man für solche Vorschläge noch Häme ernten.

Mitgliedschaften

Sonntag ist Gründungs- und Ehrenmitglied der "Deutschen Ultramarathon-Vereinigung" und des "100 Marathon Clubs". Ebenso ist er dem "Rennsteiglaufverein" und der "Gesellschaft für Gesundheitsberatung" verbunden.

Schon bevor die "Deutsche Ultramarathon-Vereinigung" am 29.12.1985 gegründet wurde, gehörte er dem "Koordinierungsausschuss der Deutschen Ultralangläufer" an, der sich anschickte, eine Dachorganisation der Ultralangläufer vorzubereiten. In der "duv" selbst bekleidete er das Amt des Pressewarts.

Anlässlich des 1. Bad Lippspringer Symposiums "Gesundheitsförderung durch Lauftherapie" im April 1997 - wissenschaftlicher Leiter: Prof. Dr. Alexander Weber -, wurde Sonntag auch Mitglied im Deutschen Lauftherapiezentrum (DLZ). Der Weg erschien vorgezeichnet. Bereits 1981 hatte er in dem Beitrag "Stopp den falschen Propheten" ausgeführt: "[…] dass mir - wie so vielen - das Laufen, das ich ursprünglich aus gesundheitlichen Gründen begonnen hatte, psychisch außerordentlich geholfen hat; ich bezeichne es als Psychohygiene, und ich bin überzeugt davon, dass man es therapeutisch nutzen kann […]"

Sonntag schrieb nicht nur einen großen Beitrag über das Symposium für die Laufzeitschrift "condition" ("Therapeuten in Laufschuhen") und für die "FAZ" ("Dauerlauf ist gut für die Seele und fördert die geistige Fitneß"), sondern auch das "Geleitwort" für den Symposiums-Band "Hilf dir selbst: Laufe!", Paderborn 1999 (Hrsg.: A. Weber). Er hielt am 04.04.2003 vor angehenden Lauftherapeuten/innen den Hauptvortrag bei der feierlichen Eröffnung ihres Aus- und Weiterbildungskurs XIII - nachzulesen in der DLZ-Rundschau, Heft 29 ("Medizinische Moden. Ein Beitrag zur Bewusstseinsschärfung"). Weitere Beiträge von ihm finden sich in den DLZ-Publikationen "Warum Cooper Aerobics erfand", Regensburg 2005 (Hrsg.: A. Weber & W. W. Schüler) und "Laufen und Lauftherapie. Ein Lesebuch", Regensburg 2006 (Hrsg.: A. Bonnemann, J. Grell & K. Richter).

Auszeichnungen

Gewürdigt wurden Sonntags (Lebens-) Leistungen in Form von Ehrenmitgliedschaften, z. B. - und obwohl diesen Berufsgruppen nicht angehörig - im "Deutschen Verband langlaufender Ärzte und Apotheker", und "Preisen". Im Jahr 2003 ist er mit dem Medien-Award des München-Marathons ausgezeichnet worden. Es kamen 2006 der Adolf-Weidmann-Preis der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung und 2014 der Horst-Milde-Award des Forums für Sportgeschichte, dem Förderverein des Sportmuseums Berlin hinzu. Letzter wurde ihm in einer Feierstunde in Anwesenheit u. a. von Berlins Sport-Staatssekretär Andreas Statzkowski und Peter Hanisch, dem Ehrenpräsidenten des Landessportbundes Berlin verliehen.

Eine Ehrung anderer Art wurde ihm 2006 anlässlich seines 80. Geburtstages zuteil: eine Festschrift der "duv" (Redaktion: Jens Lengelsen). "Irgendwann warst du in Biel" heißt es da in Abwandlung des Titels seines Erstlingswerkes, mit zahlreichen Erlebnisberichten von Absolventen des Bieler 100ers aufwartend.

Gesundheitliche Rückschläge

Erst im hohen Alter erlitt Sonntag gesundheitliche Rückschläge. So musste er
im Februar 2006 eine läuferische Zwangspause einlegen, weil eine Gefäßverengung des Herzens zunehmend Probleme bereitete und eine Bypass-Operation notwendig wurde. Den Klinik- und Kuraufenthalt hat er gut überstanden. Nach der Entlassung nahm er erneut das Bewegungstraining auf und arbeitete sich auf die Ultralangstrecke zurück.

Mitte Oktober 2015 erlitt er einen Schlaganfall. Und hatte auch hier Glück im Unglück: Ehefrau Marianne und der herbeigerufene Notarzt reagierten schnell und richtig. "Bereits nach Tagen begann die Rehabilitation mit Gehübungen. Als der Physiotherapeut erfuhr, ich sei Läufer gewesen, kommentierte er: ‚Das merkt man!' Heute [31.10.2015] habe ich mit zwei Wanderstöcken einen Kilometer zurückgelegt. […] Wie geht's weiter? Jetzt erst einmal drei Wochen Rehabilitation in Bad Urach. Dankbar bin ich, dass ich in einem Lande lebe, in dem ich kompetent therapiert und sozial gesichert rehabilitiert werden kann."

Vom Laufen zum Gehen - oder: von der Altersanpassung der Bewegung

Werner Sonntag ist weiter ausdauernd unterwegs - nunmehr walkend. "Meine Geschwindigkeit ist in den Jahren immer weiter gesunken. Mit 86 habe ich aufgehört zu laufen. Seitdem gehe ich nur noch - im langsamen Wandertempo." Ob er das Laufen vermisse, wurde er gefragt. "Natürlich, aber es ist nicht so, dass mir das Leben vergällt wäre. Der Rückgang des Leistungsvermögens ist der Lauf der Dinge. Ich […] bin froh, dass ich noch lebe."

 

Bereits 2008 hatte er festgestellt: "Marathon in M80 ist eine Gratwanderung geworden." Und 2011, mit 85 Jahren: "Ich erkenne, dass ich ein neues Stadium erreicht habe, das des Aufgebens. DNF - "did not finish" - kommt zwar auch schon in den besten Jahren vor, aber wer hartnäckig genug ist, im Wettbewerb zu bleiben, erlebt es wohl schließlich als Regel." Da war sein Zukunftswunsch - wie der einiger anderer großer Altersläufer (Horst Preisler etc.) - "eine Liberalisierung des Zielschlusses". Weil ein Marathonlauf unter 5 Stunden eine Altersfrage ist und für Läufer seines Alters nicht mehr zugänglich. Für sie sei es "kein angenehmes Gefühl, so gegen die Uhr laufen zu müssen", ja, disqualifiziert zu werden.

2009 nach zwei Teilstrecken

Zu guter Letzt

Wer Werner Sonntag begegnet ist, weiß um dessen zuvorkommendes und bescheidenes Auftreten. Um einen Menschen, der viel zu sagen hat, und ebenso gut anderen zuhören kann. Einen, der nicht viel Aufhebens um seine Person mag. Doch er wird, als öffentliche Person und an einem Tag wie heute, nicht umhin kommen, sich an seinen Leistungen messen zu lassen - jenen, die er für sich und für andere erbracht hat. Er ist und bleibt ein Vorbild dafür, was man bis ins hohe Alter noch körperlich und geistig stemmen kann.

Auf Lob hat er einmal mit folgenden Worten reagiert: "Ein Vorzug hohen Alters ist, dass es dann kaum noch Menschen gibt, die sich an die Schwächen und die Fehler des Überlebenden erinnern können. So kommt es, dass einem im Alter
Bewunderung zufließt. Davon sollte man sich nicht im mindesten blenden lassen."

An anderer Stelle äußerte er: "Gewiß doch, ich bin nie ein schneller Läufer gewesen. Andere haben auf die Zahl meiner Marathonläufe geblickt, sich innerlich verneigt oder selbst meine Zahl um einige übertroffen. Nach meinen 24-Stunden-Läufen bin ich gefragt worden, und zum Bestehen des Spartathlons ist Hochachtung gezeigt worden. Gut, aber den Western States bin ich nicht gelaufen und auch nicht auf Réunion, ich habe keinen Europalauf mitgemacht und erst recht nicht die USA durchquert. Es ist mein Läuferleben gewesen. Es gibt keinen Anlaß, es bedauern oder an ihm korrigieren zu wollen."

Werner Sonntag ist am 22. Juni 2016 90 Jahre; er wechselt sozusagen die Alterklasse. Herzlichen Glückwunsch hierzu, ergebenen Dank für alles und viel Gutes im neuen Lebensjahrzehnt!

Anhang: Bibliografische Auswahl von Beiträgen Sonntags in anderen Buchpublikationen
(1985) In: STEFFNY, M. (Hrsg.): Lauf-Lyrik. Erkrath
(1991) Lauftreff - "nur" ein Treffen zum Laufen? In: WILLI WEYER AKADEMIE (Hrsg.): Perspektiven der Laufbewegung. Frankfurt a. M., S. 48-51
(1993) In: KUHLMANN, D. (Hrsg.): Das LaufLESEbuch. Aachen
(1994) Vom Volkslauf zum Citymarathon. In: BECKER, U. (Hrsg.): Leichtathletik im Lebenslauf. Bericht vom Breitensport-Kongreß des Deutschen Leichtathletik-Verbandes vom 23. bis 25. Oktober 1992 in Mainz. (Edition Leichtathletik, Bd. 8) Aachen, S. 367-370
(1999) Geleitwort. In: WEBER, A. (Hrsg.): Hilf dir selbst: Laufe! Das Paderborner Modell der Lauftherapie und andere Konzepte für langfristig gesundes und erfolgreiches Laufen. Paderborn, S. 10-12
(2000) Empirische Aspekte einer Psychologie für Ultralangläufer. In: ZIEMAINZ, H., SCHMIDT, U. & STOLL, O. (Hrsg.): Psychologie in Ausdauersportarten. Butzbach-Griedel, S. 108-122
(2000) In: VÖLZING, P.-L. (Hrsg.): Athen. Literarische Spaziergänge. Frankfurt a. M.
(2004) Wem der Marathon zu schnell und zu kurz ist. In: KRÄMER, H., ZOBEL, K. & IRRO, W. (Hrsg.): Marathon. Ein Laufbuch in 42,195 Kapiteln. Göttingen, S. 237-243
(2004) Laufen im Alter? Im Alter laufen! Zwischen Jugendlichkeitswahn und Methusalem-Komplott. In: KRÄMER, H., ZOBEL, K. & IRRO, W. (Hrsg.): Marathon. Ein Laufbuch in 42,195 Kapiteln. Göttingen, S. 308-313
(2005): Dieter Kleinmann: Arzt, Läufer und laufmedizinischer Generalist. In: WEBER, A. & SCHÜLER, W. W. (Hrsg.): Warum Cooper Aerobics erfand. Regensburg, S. 153-162
(2006): Wie alles so gekommen ist. Ganz persönliche Erinnerungen aus der Vorzeit des Deutschen Lauftherapiezentrums. In: BONNEMANN, A., GRELL, J. & RICHTER, K. (Hrsg.): Laufen und Lauftherapie. Regensburg, S. 40-43
(2013) Mit den eigenen Schwächen fertig werden. In: KUHLMANN, D. (Hrsg.): Lit. Berlin-Marathon. Texte von der Strecke. Eine Anthologie. Hildesheim, S. 26-27

Der Verfasser

Wolfgang W. Schüler (Wiesbaden) fand ebenfalls 1967 zum Volkslauf, aber 9jährig. Zu seinen ersten gekauften Laufbüchern gehörten "Irgendwann musst du nach Biel" und "Spaß am Laufen". Seitdem ist ihm Werner Sonntag als Autor ein wichtiger Laufbegleiter und Ratgeber. Als Lauftherapeut und Dozent für Lauftherapie (DLZ/D, IART/USA) ist Schülers Lieblingssatz aus der Feder des Jubilars: "Laufen ist nicht nur eine geographische, sondern auch eine psychische Ortsveränderung".

*

Der Beitrag stellt eine Überarbeitung, Erweiterung und Aktualisierung von "Das Wort zum Sonntag" (Autor: Wolfgang W. Schüler) dar, das zum 80. Geburtstag von Werner Sonntag in 2006 im LaufReport sowie in der DLZ-Rundschau (Heft 35) erschienen war.
Literaturliste zu zitierten und entlehnten Textstellen beim Verfasser

Fotos: Wolfgang W. Schüler und LaufReport-Archiv

Zur Vorstellung des gesamten LaufReport-Teams
Weitere aktuelle Beiträge im LaufReport klick HIER

© copyright
Die Verwertung der Texte und Fotos, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne vorherige Zustimmung der LaufReport Redaktion unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.