Das Team

Auf mehrfachen Leserwunsch geben die LaufReport-Mitwirkenden ihre Identität preis. Das ist aber auch im Sinne der Redaktion, denn unser Team ist vorzeigbar, in jeder Beziehung. Unsere Tastateure, Fotoshooter und Consultanten sind ein Sammelbecken an Erfahrung aus Sport, Beruf und Lebensalltag. Die Akteure der Abteilung "Wort und Bild" stellen sich hier vor.

Simone Dogu

Ich bin 1984 in Stuttgart geboren. Mit 11 Jahren sind wir nach Schleswig-Holstein umgezogen, wo ich weitere 12 Jahre gelebt habe. Studiumsbedingt hat es mich nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau wieder in den Süden gezogen, wo ich in Mainz mein BWL-Studium aufgenommen habe. Den Master habe ich letztes Jahr beendet und seit dem bin ich im Projektmanagement bei der Verlagsgruppe Rhein Main auf dem Mainzer Medienhügel tätig.

Sport habe ich eigentlich immer gemacht. Zum Laufen bin ich jedoch erst spät gekommen. In der Oberstufe mussten wir 8km um einen See laufen, was 30% der Sportnote ausmachte. Da hat mich der Ehrgeiz gepackt.

Über Volksläufe landete ich dann bei der SG TSV Kronshagen/Kieler TB. Später in Mainz startete ich für den LC Bingen, während des Masterstudiums in Ludwigshafen für den ABC Ludwigshafen e.V. Ich war allerdings immer eher der ambitionierte Freizeitläufer. Derzeit laufe ich "just for fun" für die ZDF Sportgruppe, wo wir z.B. 2013 beim Frankfurt Marathon den 4. Platz (von ca. 1.000 Teams) in der Mixed-Wertung belegten.

Birgit Schillinger

Jahrgang (nicht Alter) 63, zwei Kinder (3 ½ und 5 Jahre), die schon durchblicken: „Gell, Mami, du spielst lieber mit uns als Abwasch zu machen?“ Stimmt! Mit Kindern Lachen ist einfach das Schönste. `nen Ehemann gibt´s auch dazu; der radelt pro Jahr so 20.000km und fährt Radmarathons.
Weitere Lieblingsbeschäftigung: Joggen. Maxime: „Ich laufe bei Wind und Wetter, mich hält da nix ab: Denn ich richte mich den ganzen Tag – gerne – nach meinen Kindern, ab und zu auch nach meinem Mann...

Wenn ich mich auch noch nach dem Wetter richten würde, ja, wo kämen wir da hin?!“ Nicht so viel Konsequenz bei dem Rad- und Schwimmtraining, aber im Hinblick auf ein paar kleine Triathlons nützlich.

Außerdem beliebt: Schreiben für LaufReport, Sportmagazine, Tageszeitung, Schülerbuchverlag... (Themen Sport, Kinder, Bücher, Germanistik). Weitere Hobbys: Kunst und Mathematik.

Und die zeitliche Reihenfolge im Rückblick: Leichtathletik seit 1976, Triathlon seit 1990. Bestzeit 10km 39:36 (vor zehn Jahren), heute eher Breitensportniveau. Nach dem Studium (Germanistik und Mathematik) Promotion in Germanistik (über Hans Henny Jahnn, den kaum einer kennt), dann fertige Deutsch- und Mathematiklehrerin am Gymnasium. Zur Zeit Erziehungs“urlaub“. Schreiberfahrung seit 22 Jahren, zunächst für Tageszeitung, dann kam immer mehr dazu, zuletzt die Conny und der Walter mit ihrer guten LaufReport-Idee!

Elke Tischer (Händel)

Schnelligkeit ist es nie gewesen. Ich denke, dass eher mein Durchhaltevermögen und die Lebensphilosophie meiner Eltern "Mit Sport gesund alt werden" dafür sorgten, dass langes Laufen schon immer eine befreiende und keine anstrengende Wirkung auf mich hatte. Die ersten sportlichen Versuche an mir selbst führten mich in den Leichtathletikclub des Nachbardorfes.

Elke Händel im Einsatz Schon als Kind mit dem Vater im Lauffieber

Meinen Vater hatte ich bis dato schon stillschweigend beobachtet: Beim Marathonlaufen, "Körneressen", Trainieren und fand ihn einfach toll. An der Aschenbahn machte er die Beobachtung, dass mich die Konkurrenz auf kurze Distanzen regelmäßig in Grund und Boden stampfte und ich egal ob Hüpfen, Springen oder Laufen, immer das gleiche Tempo bevorzugte. Wenn dann alle Folter-Gerätschaften abgebaut waren, das Stadion leer, liefen wir zwei in der Abenddämmerung noch unsere Runden: Jetzt hatte ich Spaß, Zeit zum Erzählen, Zuhören und alles ohne Atemnot.

Damit ich, mangels Grundschnelligkeit, die Laufschuhe nicht demoralisiert in die Ecke werfe, wurde mir Zugang zum SSC Hanau-Rodenbach verschafft. Unter der Obhut von Harry Arndts Pionierarbeit in Sachen: Lange Strecken auch für Frauen und Kinder, fand ich dort Verständnis und wurde nicht wie üblich für verrückt erklärt. Eine tolle Zeit! Mit vielen Ergebnissen und Erlebnissen.

Erste Erfolge ließen nicht lange auf sich warten:
1. Medaille
Auf der traditionsreichen schnellen Rodenbacher Waldrunde Mit "Mentor" Harry A. Arndt: Lange Strecken auch für Kinder

Heute geht es mir wie Vielen: Zwischen Sitzberuf und Familienleben bin ich für jede Stunde dankbar, die ich für meine Runden abzwacken kann, um mich für eine neue Herausforderung vorzubereiten. Am liebsten im Wald, mit viel bergauf und bergab. Manchmal fehlt nach einem langen Tag auch einfach die Lust und außerdem gibt es ja auch noch andere Sportarten. Die Konkurrenz aus dem Nachbardorfclub hat ihre Laufschuhe schon lange in die Ecke geworfen.

Wenn das kein Grund ist die Lebensphilosophie meiner Eltern, an meine Kinder weiterzugeben... aber das ist gar nicht so einfach.

Antje Krause

Ich bin Historikerin und lebe nun schon seit vielen Jahren in meiner Wahlheimat Marburg, einer beschaulichen, aber schönen Stadt an der Lahn. Meine Wurzeln liegen jedoch in einer ganz anderen Ecke Deutschlands. 1972 geboren, bin ich in einem Dorf im Erzgebirge aufgewachsen.

Nach dem Abitur hat es mich nach Marburg verschlagen, wo ich Geschichte (Hauptfach), Skandinavistik und Vor- und Frühgeschichte
(Nebenfächer) studiert habe. Der Schwerpunkt meiner wissenschaftlichen Arbeit lag in der Hessischen Landesgeschichte. Richtig hängen geblieben bin ich in der Stadt aber hauptsächlich dadurch, dass ich hier meinen Mann kennen gelernt habe.

Nach Beendigung meines Studiums verwirklichte ich zunächst den Traum, ein Auslandssemester in Schweden "nachzuholen" und verbrachte ein schönes und interessantes halbes Jahr in Uppsala. Da es angesichts der leeren öffentlichen Kassen keinen besonders großen Bedarf an Historikern gab und gibt, habe ich zunächst in anderen Bereichen gearbeitet und beispielsweise für LaufReport geschrieben! Seit 2005 arbeite ich in der persönlichen Assistenz Da dies aber kein zufriedenstellender Zustand ist, habe ich mich vor zwei Jahren entschlossen, noch einmal ein Studium
(Erziehungswissenschaften/Sozialpädagogik) zu absolvieren, um für eine Tätigkeit in diesem Bereich qualifiziert zu sein.

Was meine läuferische Laufbahn betrifft, war ich zwar in der Schule schon recht gut, aber niemand (ich auch nicht) ist auf die Idee gekommen, dies in irgendeiner Form voranzutreiben. Vor nunmehr gut zehn Jahren habe ich mit dem Laufen begonnen und festgestellt, dass ich doch etwas Talent habe. Gezieltes, diszipliniertes Training ist nicht so mein Ding und damit tue ich mich auch heute noch schwer, habe aber inzwischen die Notwendigkeit begriffen. Wenn ich es dann einmal durchgezogen habe, standen auch ganz gute Ergebnisse im Raum, so beispielsweise 2009, wo ich meine bisherige Marathonbestzeit lief oder 2011, wo ich den Ehrgeiz entwickelte, endlich einmal unter 40 Min. auf 10 Km zu laufen. Meinen ersten Ultramarathon lief ich 2005, seitdem habe ich mich zu einer recht guten Ultraläuferin entwickelt: Seit 2010 bin ich Mitglied im Deutschen Nationalteam und zwar in beiden Disziplinen, dem 100 Km-Lauf und dem 24h-Lauf. Das ist in Deutschland bislang nicht üblich und wird teilweise auch mit Skepsis gesehen, doch ich kann und will mich nicht für eine Strecke entscheiden. Eine Lieblingsdistanz habe ich nicht, ich laufe alle Strecken zwischen 5 km und 100 km, ob Landschaftslauf oder Stadtlauf, mit gleicher Begeisterung. Die 24h lasse ich bewusst außen vor, die machen mir nämlich keinen Spaß!

Von größten Erfolgen zu sprechen fällt mir angsesichts der Vielzahl von Läufen und Erlebnissen schwer. Aber auf jeden Fall haben die drei EM-Bronzemedaillen im 24h-Lauf und über 100 Km mit dem Team, der Deutsche Meistertitel im 24h-Lauf 2011, das erfolgreiche Absolvieren des Spartathlons, die nunmehr sechs Nationalteam-Einsätze, die "unter 40" in Grießheim, aber auch der Hessentitel in der AK im Crosslauf
2011 oder der nunmehr ewige Streckenrekord beim Bornholmer 100-Km-Lauf einen besonderen Stellenwert in meiner Läufervita.

Bestzeiten:

5 Km:

19:50 (Breidenbach 2009)

10 Km:

39:56 (Grießheim 2011)

10000 m:

41:48,0 (Wetter 2009)

Halbmarathon:

1:29:10 (Frankfurt 2009)

Marathon:

3:07:44 (Frankfurt 2009)

50 Km:

3:50:53 (Marburg 2011)

100 Km:

8:09:38 (Seregno 2017)

6-Stunden:

74,390 Km (Troisdorf 2009)

12-Stunden:

125,042 (Barcelona 2016/ Zwischenergebnis)

24-Stunden:

237,841 Km (Belfast 2017)

Stefanie Hock

Von Beruf bin ich Chemikerin und als Referentin bei der Firma Merck KGaA tätig. Während meines Chemiestudiums begann ich meine journalistische Tätigkeit (1985). Das Interesse am Schreiben war schon - wie das für die Chemie - in der Schule geweckt worden. Ich hatte die ungewöhnliche Leistungsfachkombination Deutsch und Chemie. Insgesamt war ich 8 Jahre lang als freie Mitarbeiterin verantwortlich für die gesamte Leichtathletik-Berichterstattung beim Darmstädter Echo.

Jetzt springe ich ab und an noch für meinen Nachfolger Markus Philipp (revo) ein, der sich inzwischen als Moderator bei rhein-main-tv etabliert hat.

Ich bin verheiratet mit Norbert Hock, der ebenfalls Chemiker ist. Wir haben zwei Kinder. Bereits mit fünf Jahren habe ich mit dem Laufsport begonnen. Zuerst war ich beim SV 98 Darmstadt, seit 1978 gehöre ich dem ASC Darmstadt an - fast alle Leichtathleten wechselten damals aufgrund des Bundesliga-Aufstiegs der Fußballer des SV 98 zum ASC. Am besten gefallen mir Cross- und Geländeläufe mit vielen Steigungen - das liegt auch an meinem Trainingsgebiet im vorderen Odenwald. Ich zähle mich eher zu den Mittelstreckenläufern, obwohl ich die meisten Wettkämpfe über die 10-Kilometer-Distanz absolviere. Ich bin noch nie gerne auf der Bahn gelaufen und die Cross-Saison ist nur kurz - da bleiben nur Stadt- und Straßenläufe als Alternative. Auch Mountain-Biken zusammen mit meinem Mann macht mir großen Spaß, wir haben schon an vielen Mountainbike-Marathons teilgenommen. Ausdauer trainiere ich vorzugsweise auf dem Rad. Auch bei Duathlon-Wettkämpfen war ich schon recht erfolgreich.

Nach einer baby-, erst studien- dann berufs- und hausrenovierungs-bedingten totalen Laufpause zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr begann ich im Januar 1999 wieder mit dem Laufen. In 2001 war ich dann wieder auf dem Leistungsstand, mit dem ich mich verabschiedet hatte.
Außerdem bin ich Geschäftsführerin im asc Darmstadt und begeisterte Gärtnerin.

Constanze Wagner

Geboren 1963 und noch im gleichen Jahr mit dem Laufen begonnen. Die sportliche Variante kam 25 Jahre später dazu. Geboren in Hofheim/Ts. führte mich mein Bewegungsdrang über die Wohnorte Offenbach, Frankfurt, Berlin, Marburg, Mannheim nach Reichelsheim im Odenwald.

Beruflich legte ich auch beachtliche Distanzen zurück. Vom Auslandsfernamt in die Stallungen eines Demeter Bauernhofs, mit einer Vorliebe für Ziegen und Verantwortung für Kühe, Schafe und Pferde. In der Stadt dann immer wieder zurück in die künstlichen Pflichten des Büromiefs, wo mir so wesentliche Aufgaben wie Auftragsabwicklung, Kreditorenbuchhaltung und ähnliches in Industrie und Handel anvertraut wurden, die im Studium der Seeverpackungsvorschriften für China-Transporte gipfelten. Die Erkenntnis, dass ich beim Ultramarathon um den Sieg laufe, hat die Tür zu einer späten Laufkarriere geöffnet.

Meine Teilnahme 1998 bei den Deutschen 100 km Meisterschaften endete nach 7:32:17 h in DLV Jahresbestzeit. Zweimal genoss ich den Zieleinlauf in Biel als Siegerin. Bei der 100 km World Challenge 2000, der inoffiziellen Weltmeisterschaft, wurde ich Dritte in 7:39:35 h hinter Edith Berces und Elvira Kolpakova und errang dabei die Goldmedaille in der Teamwertung mit dem DLV Nationalteam. International fand ich mich in den Top20 Listen wieder. Das änderte mein Leben. Laufschuhe musste ich zwar weiterhin selbst bezahlen, aber wenn ich dabei länger als 24 h unterwegs war, musste das vorab an die Doping-Überwachung für Top20-Athleten in Schweden gemeldet werden.

Mit dem Laufsport verbunden ist mein Interesse an Informationen ums Laufen und mein Ärger über die mangelhafte Beachtung dieses Sports in den Medien. Dies wenigstens regional zu verbessern, war 1989 Anlass für mich, bei LAUFmit einzusteigen, dem ersten regionalen Laufmagazin Deutschlands. Nach drei Jahren war das Team damals jedoch ausgebrannt und froh, als sich ein Nachfolger auftat, der das Magazin bis 1998 am Leben hielt. Die ausgebliebene Unterstützung der Laufveranstalter und die mäßige Anzeigenbereitschaft verdarben uns damals den Spaß an der Arbeit. Die Begeisterung der Leser allein reichte auf Dauer nicht aus. Mit LaufReport machen wir ähnliche Erfahrungen in der alten Region, Baden und Pfalz. Davon sind wir weder überrascht, noch sind wir unvorbereitet. Das neue Konzept greift. Mit Hilfe des Internets erreichen wir eine Informationsverbreitung, die weit über meine kühnste Erwartung hinaus geht und mit dem erstklassigen Team kann eigentlich kaum was schief gehen.

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