Rosbacher Main-Lauf-Cup 2017

Die Siegerehrung des Rosbacher Mainlaufcups

Zeit für ein Jubiläum: 20 Jahre Mainlaufcup

Der Frankfurter Römer bietet das feierliche Ambiente, dass die Siegerehrung des Mainlaufcups so besonders macht. Und nie könnte ebendieses Ambiente passender sein als zum zwanzigjährigen Jubiläum der Laufserie. Bereits seit elf Jahren bildet die Siegerehrung im Frankfurter Römer den Abschluss und Höhepunkt des Mainlaufcups nach zehn über das Jahr verteilten Laufveranstaltungen.

Ins Leben gerufen wurde der Mainlaufcup bereits 1998 und ist seither als vorbereitende Wettkampfserie für den Frankfurt Marathon gedacht. Gestartet wird jedes Jahr mit dem Frankfurter Halbmarathon im März, dann geht es vom Frühjahr bis in den Herbst über Seligenstadt, Steinberg, Schwanheim, Hausen, Mühlheim, Neu-Isenburg und Rodheim nach Offenbach, womit die Teilnehmer einmal quer durch das Rhein-Main-Gebiet geführt werden. Auch die Strecken sind sehr vielfältig: mal nur über flachen Asphalt geht es ebenso über enge Waldwege, auf denen einige Höhenmeter gesammelt werden. Der letzte Wertungslauf ist dann weit nach dem Marathon der Silvesterlauf in Frankfurt, womit sich der Kreis schließt. Wer zur Siegerehrung will, muss an mindestens fünf der Veranstaltungen teilnehmen.

Siegerehrung in den Römerhallen.
Let the show begin!
Die Bio-Runner Rhein-Main:
einmal mehr teilnehmerstärkstes Team des Rosbacher Mainlaufcup

Dabei können Punkte gesammelt werden - sowohl in der Gesamtwertung wie auch in jeder Altersklasse gibt es 100 Punkte für den Erstplatzierten, 98 für den Zweiten, 97 für den Dritten usw. In Kombination mit Bonuspunkten für Teilnahmen bei acht oder mehr Läufen und weil fast immer mehr als eine Strecke angeboten wird, sodass der Konkurrenz taktisch ausgewichen werden kann, ergeben sich viele raffinierte Möglichkeiten, die den rein sportlichen Wettkampf aufwerten. Nicht selten wurde schon der ein oder andere Teilnehmer beim Blick auf die finale Rangliste des Laufcups überrascht.

Auch dieses Jahr ging es wieder sehr eng zu, in der Gesamtwertung beispielsweise bei den Frauen. Denn dort haben die beiden Erstplatzierten mit 497 Punkten exakt dasselbe Ergebnis erzielt. Siegerin ist Kerstin Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach), die den Cup bereits 2008, 2009, 2011, 2014 und 2015 gewinnen konnte und mit ihrem diesjährigen sechsten Mainlaufcup-Triumph unangefochtene Rekordsiegerin ist. Und das, obwohl sie im vergangenen Jahr 2017 erst beim fünften Wertungslauf in die Serie einstieg, ein Zeitpunkt, zu dem ihre größte Konkurrentin Lena Becker vom TGV Schotten bereits 478 Zähler gesammelt hatte. Doch Kerstin gelang es, vier Läufe zu gewinnen und einmal dritte zu werden. Lena kam mit ihren besten fünf Läufen auf zwei Siege und drei zweite Plätze, hinzu kommen drei Extrapunkte für neun Teilnahmen. Hätte sie sich im Zuge ihrer Marathonvorbereitung keine Verletzung zugezogen, stünden 10 Teilnahmen zu buche und das Ergebnis sähe anders aus. So musste sie auch auf ihren ersten Marathonstart verzichten. In der U20 startend ist Lena aber noch jung und die Zukunft ist offen!

Tabea und Sara Kiefer im Siegerinterview Lena Becker, Kerstin Bertsch und Franziska Baist, die erstplatzierten Frauen des MLC 2017. Kerstin und Moderator Markus Philipp sind gerade auf der Suche nach Kerstins drittem Kind

Platz drei erlief sich hinter den beiden Franziska Baist vom Team Main-Lauf-Cup. Wie Lena hat auch Franziska im Vergleich zum letzten Jahr eine beachtliche Leistungssteigerung erreicht. Sie steigerte sich nicht nur innerhalb des Cups von 41:28 min und 1:30:02 h auf 39:09 min und 1:25:58 h, sondern erlief sich zudem den hessischen Meistertitel im Halbmarathon. Im letzten Cup noch auf Rang 7 geführt ist das Treppchen eine willkommene Belohnung für die Verbesserung.

Bei den Männern wiederum waren im vorletzten Jahr die Plätze 1 und 2 sowie die Plätze 3 und 4 jeweils punktgleich. Im letzten Jahr waren die Abstände deutlicher. Das lag vor allem daran, dass der Zweitplatzierte von 2016 und Cupsieger von 2015 Aaron Bienenfeld (SSC Hanau-Rodenbach) seinen Schwerpunkt in der Saison 2017 auf schnelle Bahnrennen verlagerte und die Cupwertung hintanstellte. So stand der alleinige Sieger schnell fest: Tilahun Babsa (Spiridon Frankfurt) sicherte sich fünf Siege und erreichte so die Maximalpunktzahl. Dass es, wäre er alle Rennen voll gelaufen, eng hätte werden können, zeigte aber das letzte Rennen des Jahres, als Aaron beim Silvesterlauf knapp vor Tilahun ins Ziel lief. Für die Saison 2018 abzuwarten bleibt, ob Aaron überhaupt in die Wertung eingreift, hat er doch Anfang Januar sein Studium nach Cincinatti, Ohio in den USA verlegt, weshalb er auch an der feierlichen Siegerehrung im Römer nicht teilnehmen konnte. Statt seiner physischen Anwesenheit hatte er ein kleines Video aufgenommen, dass über den Beamer auf die große Leinwand übertragen wurde.

Unerwartetes Wiedersehen: Hanna Schink, die Siegerin der W75,
war in der Grundschule die Sportlehrerin von Manuel Friedrich
Organisator Manuel Friedrich (li.) und Moderator Markus Philipp haben alle Siegerinnen und Sieger geehrt

Im zweiten Anlauf zum Mainlaufcup konnte Markus Heidl (Spiridon Frankfurt), der Vierte aus 2016, sich in diesem Mainlaufcup seinen Platz auf dem Treppchen erlaufen. Mit 483 Punkten lag er am Ende drei Zähler hinter Aaron. Wie die sechs Erstplatzierten Kerstin, Lena, Franziska, Tilahun, Aaron und Markus, die als Gesamtsieger reichlich beschenkt wurden, erhielt jeder, der sich zur Siegerehrung qualifiziert hatte, ein Teilnehmer-T-Shirt und eine Medaille und durfte weiterhin am Buffet zuschlagen. Während am Buffet von allem reichlich vorhanden war, waren die kleineren T-Shirt-Größen leider schnell vergriffen, alsbald gab es nur noch "L" und größer.

Insgesamt waren es im letzten Jahr 136 Läuferinnen, 294 Läufer und 82 Schülerinnen und Schüler, die am Cup teilnahmen. Wieder einige Teilnehmer mehr als im Jahr zuvor - "ein gesundes Wachstum" des größten Laufcups der Region. Die teilnehmerstärksten Teams stellten in der Jugend die LG Rosbach-Rodheim mit 16 Finishern. Dahinter folgten der SC Steinberg (14) und die SG Frankfurt-Nied (8). Bei den Erwachsenen holten sich die Bio Runner Rhein-Main bereits zum fünften Mal den Titel. Ganze 42 Finisher gingen für sie in die Wertung ein. Auf Rang zwei folgte Spiridon Frankfurt (31) und auf Rang drei der SC Steinberg (25).

Ebenso eng ging es bei den Schülern zu. Erste der weiblichen BBF Junior Mainlaufcup-Wertung war schließlich Vanessa Mikitenko vom SSC Hanau-Rodenbach, die sich die Maximalpunktzahl von 120 Punkten sicherte. Vier Siege gingen auf ihr Konto. Ihr folgten die Schwestern Sara und Tabea Kiefer vom SC Steinberg, die punktgleich auf 117 Zähler kamen. In der männlichen Jugendwertung lag am Ende Jonas Costa vom TGS Niederrodenbach mit 115 Punkten vorne. Auf den Plätzen folgten Tristan Kaufhold (SSC Hanau-Rodenbach, 112 Punkte) und Simon Peppler (SG Frankfurt, 111 Punkte).

Abschließend die Wertungen der Altersklassen:
wU10 1. Kaylee Frei
2. Leonie Kottwitz
3. Anne Grabosch
mU10 1. Jakub Vomocil
2. Emilio Maccioni
3. Thorben Laurin Böttcher
wU12 1. Lara Grünewald
2. Aminata Sebor
3. Tessa Sofie Böttcher
mU12 1. Tristan Kaufhold
2. Jan Büchner
3. Philipp Romisch
wU14 1. Tabea Kiefer
2. Vanessa Mikitenko
3. Elena Sigl
mU14 1. Simon Peppler
2. Michal Vomocil
3. Jonah Kaiser
wU16 1. Sara Kiefer
2. Hannah Bienenfeld
3. Nina Beidl
mU16 1. Jonas Costa
2. Raphael Gottweis
3. Jan Rappe
wJU18 1. Ronja Schindel
2. Lisa-Marie Überall
3. Angela Schick
mJU18 1. Navid Adilipour
2. Jan Reifenberger
3. Nico Rauch
wJU20 1. Lena Becker mJU20 1. Felix Kern
2. Keanu Petry
3. Marius Potapczuk
wU23 1. Vivien Lohner, Carlotta Schwarz mU23 1. Tilahun Babsa
2. Aaron Bienenfeld
3. Jean-Pascal Varescon
W20 1. Kerstin Bertsch
2. Franziska Baist
3. Heidemarlen Büttgens
M20 1. Markus Heidl
2. Kalayu Gereziher
3. Florian Saumweber
W30 1. Laura Spranz
2. Marianna Rizzuto
3. Katja Tiefenbacher
M30 1. Florian Deisinger
2. Bastian Liewig
3. Martin Wilck
W35 1. Olja Gaziona
2. Silke Donig
3. Katrin Schäfer
M35 1. Jürgen Weber
2. Florian Kaes
3. Enrico Salomone
W40 1. Alice Romisch
2. Christina Schießer
3. Miriam Kiefer
M40 1. Thomas Wehner
2. Erik von Heyne
3. Dominik Glier
W45 1. Claudia Jehn
2. Vanessa Remendaer
3. Ony Rambelosoa
M45 1. Lars Spielvogel
2. Sigmar Baßmann
3. Büttner Thilo
W50 1. Sigrid Grygosch
2. Doris Fenner
3. Marion Peters-Karbstein
M50 1. Rolf Ciesielski
2. Frank Zimmer
3. Uwe Hauke
W55 1. Marisa Gomez-Ruhland
2. Karin Reeh
3. Rosalba Liederbach
M55 1. Justino Da-Costa
2. Günter Fabian
3. Klaus Meinike
W60 1. Christiane Mohnke
2. Susanne Unah
3. Dorothee Wirth
M60 1. Ulrich Amborn
2. Werner Wörz
3. Wolfgang Häuser
W65 1. Inge Höhne
2. Renate Brings
3. Dagmar Battiany
M65 1. Wolfgang Lingenau
2. Hartmut Wirth
3. Günter Hitzel
W70 1. Ingrid Keim
2. Maren Wieß
M70 1. Conrad Kettner
2. Klaus Höhne
3. Werner Kolb
W75 1. Hanna Schink
2. Sigrid Beck
M75 1. Klaus Best
2. Jürgen Kässner
3. Hartwig Stelling
W80 - M80 1. Hans Wilhelm Müller

Sie alle konnten in den Römerhallen einen geselligen Abend genießen. Das Essen war üppig, vielseitig und lecker. Der Caterer, der "Feinkost" im Namen trägt, machte diesem alle Ehre. Dazu Getränke, so viel man wollte! Dabei konnten in Erinnerungen geschwelgt und neue Pläne geschmiedet werden - denn bald geht es schon in die nächste Runde: der Frankfurter Halbmarathon startet am 11. März 2018!

Bericht und Fotos von Markus Heidl

Info & Anmeldung unter www.mainlaufcup.de

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