18.11.17 - 41. Seligenstädter Winterlaufserie - 1. Lauf

Läufer-Trio vom SSC Hanau-Rodenbach dominiert beim Serienauftakt

Prominenter Besuch von Familie Leder

von Reinhold Daab

Nach dem überaus erfolgreichen Verlauf der 40-jährigen Jubiläums Winterlaufserie 2016/17 mit zwei neuen Streckenrekorden über 10 km präsentierte das Lauf und Tria Team von SPV. 1912 e.V. Seligenstadt in diesem Jahr zur 41. Austragung gleich zwei Neuerungen. Die Veranstaltung in Seligenstadt zählt neben den Winterlaufserien in Goldbach und Jügesheim zu den beliebtesten und überregional bekanntesten Serien und konnte sich auch in diesem Jahr über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. Statt bislang zwei Schülerläufe über 1 km gab es nur noch einen Lauf, wobei gleichzeitig auch das Alter auf die Jahrgänge 2005 (bislang 2001) und jünger herabgesetzt wurde. Wer also älter als 12 Jahre alt war und in Seligenstadt laufen wollte, musste sich wohl oder übel für die 5 km Strecke anmelden, was tatsächlich auch einige Kinder getan haben.

Am 3. Samstagnachmittag im November, Dezember, Januar und Februar eines jeden Winters knallt seit 40 Jahren der Startschuss zur Seligenstädter Winterlaufserie
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Erstmals gibt es in diesem Jahr auch über 5 km eine Serienwertung mit Siegerehrung. Zwar wurde auch schon in der Vergangenheit eine eher inoffizielle Serienauswertung vorgenommen, jedoch ohne Siegerehrung. Dadurch wurde für die Teilnehmer ein neuer Anreiz gesetzt, was sich letztlich mit 142 Anmeldungen positiv bemerkbar machte. Etwa die Hälfte der 5 km Teilnehmer, nämlich genau 78, haben bereits für die Serie gemeldet, alle anderen können dies beim zweiten Wertungslauf im Dezember noch nachholen.

Anders als bei anderen Serien wird in Seligenstadt nicht die Gesamtzeit für die Serienwertung zugrunde gelegt. Es werden die drei besten Platzierungen zusammengerechnet und der Läufer und die Läuferin mit der niedrigsten Gesamtpunktzahl gewinnt die Serie. Dreimal Platz eins bedeuten 3 Punkte. So einfach ist das.

Statt bislang zwei Schülerläufen gibt es bei der Winterlaufserie 2017/18 nur noch einen Lauf für die Jahrgänge ab 2005 und jünger. Vorneweg Luis Fox (990), der den Schülerlauf und die M10 über 1 km gewinnt Annalena Hamburger ist schnellste Schülerin (1. W10) und vertritt erfolgreich die Farben der SSC Hanau-Rodenbach Erstmals gibt es auch über 5 km eine offizielle Serienwertung, 142 Teilnehmer nehmen die herbstliche Laufstrecke in Angriff

Die Winterlaufserie in Seligenstadt war schon immer ein gutes Pflaster für den erfolgreichen Nachwuchs des SSC Hanau-Rodenbach. Am Samstag waren indes beim Schülerlauf über 1 km nur wenige Teilnehmer vom SSC am Start, leer ausgehen sollten sie dennoch nicht. Wie ich erfuhr, war der Großteil beim Crosslauf in Wiesbaden, um sich auf den Darmstadt Cross in einer Woche vorzubereiten und einzustimmen.

Spannend war der Schülerlauf allemal, denn Luis Fox vom TSV Heusenstamm und Paul Lewerenz (2. M10, Eintracht Frankfurt) lieferten sich ein hart umkämpftes Duell um den Sieg. Am Ende hatte Luis in 3:44 min. (1. M10) mit einer Sekunde Vorsprung ganz knapp die Nase vorn. Nach den beiden schnellsten Jungs holte sich Annalena Hamburger vom SSC Hanau-Rodenbach in 3:53 min. den Sieg bei den Mädchen. Es sollte nicht der einzige Sieg des SSC an diesem Tag bleiben. Mit 31 Schülerinnen und Schülern war die Teilnehmerzahl durchaus noch ausbaufähig.

Die schnelle Jugend vom SSC Hanau-Rodenbach dominiert den 10 km Hauptlauf und der spätere Sieger Julius Hild hat kalte Hände Torben Koch gewinnt den 5 km Lauf (1. MHK) und bleibt als Einziger unter 17 Minuten 5 km Siegerin Nadja Heininger (1. WHK) hat bereits beim ersten Lauf den Grundstein zum Seriensieg gelegt

Im Vorfeld hatte ich beim Studium der Starterliste bereits gesehen, dass sich prominenter Besuch in Seligenstadt angekündigt hatte. Die ehemalige Profi Triathletin Nicole Leder war zusammen mit der 19-jährigen Tocher Mia für den 5 km Lauf angemeldet. Am Samstag erblickte ich im Sportzentrum neben den Beiden überraschend auch noch Lothar Leder, der Teilnehmer seiner Laufgruppe über 10 km begleiten wollte. Mia hingegen verzichtete aus Solidarität mit ihrer Freundin kurzfristig auf einen Start, weil diese sich am Vortrag am Knöchel verletzt hatte. Besonders traurig schien sie aber nicht zu sein, sie verfolgte die Rennen mit ihrer Freundin im Start- und Zielbereich.

Der 5 km Lauf wurde um 14:20 Uhr zehn Minuten vor dem Hauptlauf gestartet. Das Teilnehmerfeld war mit 142 Teilnehmern gut besetzt, was sicher auch der erwähnten Neuerung geschuldet war. Von Beginn an setzte sich eine Gruppe junger Läufer an die Spitze, die auch den Tagessieg unter sich ausmachen sollten.

Für den Zweiten über 5 km, Tobias Erbacher, stehen die Zeichen auf Sieg (2. MHK) Maximilian Hammann sorgt als Dritter über 5 km (1. MJA) für ein erfolgreiches Abschneiden von TuS Griesheim M50-Sieger Markus Riefer wird Vierter über 5 km und liegt in der Serienwertung in Lauerstellung Steffen Rupp gewinnt als Sechster über 5 km die M30

Nur wenige Teilnehmer kleiner war das Feld beim Hauptlauf über 10 km, das zehn Minuten später die Verfolgung der 5 km Läufer aufnahm. Kaum waren die letzten der 135 Teilnehmer am Hauptlauf im Wald verschwunden, tauchte auch schon der schnellste 5 km Läufer auf der Lichtung, etwa 500 m vor dem Ziel, auf. Es war Torben Koch von TuS Griesheim, der bei seinem Sieg in 16:59 min. (1. MHK) als einziger unter 17 Minuten blieb. Zweiter wurde Tobias Erbacher von Tria TV Bad Mergentheim in 17:13 min. (2. MHK). Platz drei wiederum ging an den Vereinskameraden des Siegers, Maximilian Hammann (17:25 min., 1. MJA, Rea Card Triathlon Team TuS Griesheim).

Emil Held ist mit Jg. 2004 einer der Jüngsten beim 5 km Lauf und für sein Alter ganz schön schnell (1. W12), dahinter Peter Riedl (4. M50) W14-Siegerin über 5 km wird Clara Sauter, Lutz Kettner gewinnt die M55 In der AK75 gehen die Siege über 5 km an Nadine Höß ... ... und Heinz Sitzmann

Damit ist bereits nach dem ersten Wertungslauf ein äußerst interessanter Kampf um den Seriensieg entbrannt, denn Erbacher und Hammann belegten im vergangenen Jahr bei der (inoffiziellen) Serie die Plätze zwei und drei hinter Lucas Braun, ebenfalls TuS Griesheim, der sich am Samstag mit Platz fünf (17:50 min., 3. MHK) begnügen musste. Ein Wörtchen um den Seriensieg mitreden will sicher auch M50-Sieger Markus Riefer, der knapp geschlagen Vierter wurde (17:37 min., SSC Hanau-Rodenbach), aber jederzeit für eine Überraschung gut ist und in Lauerstellung liegt.

Bei den Frauen strebt Nadja Heininger eine erfolgreiche Titelverteidigung an und hat bereits nach dem ersten Rennen die Zeichen auf Seriensieg gestellt. Bei ihrem Tagessieg in 19:03 min. (1. WHK, TSG Kleinostheim) verpasste sie eine 18er Zeit nur äußerst knapp, was sie im Nachhinein doch etwas wurmte. Aber sie hat ja noch drei Mal Gelegenheit, eine schnellere Zeit zu erzielen. Dicht im Nacken saß der Siegerin eine sichtlich gut gelaunte Melanie Konstanze Buhtz vom Offenbacher LC, die mit dem zweiten Platz in 19:14 min. (1. W35) sehr zufrieden war und mir vor dem Start stolz von ihrer neuen persönlichen Bestzeit von 2:58 Std. beim Frankfurt Marathon berichtete.

Melanie Konstanze Buhtz freut sich über Platz zwei beim 5 km Lauf (1.W35). Noch größer war ihre Freude über ihre neue Marathon Bestzeit von 2:58 Stunden Spannender Kampf um Platz drei über 5 km. Ruth Wolf hat hier und auch im Ziel die Nase vorn und gewinnt die W45 vor Nicole Leder. Hinter den beiden läuft M45-Sieger Michael Ehehalt Claudia Hille gewinnt die W50 über 5 km Claudia Fiebig-Keller 1964 TV Hergershausen 2. w50 2sec dahinter

Hart umkämpft war Platz drei. Etwa 500 m vor dem Ziel lagen die W45-Kontrahentinnen Ruth Wolf (TSG Kleinostheim) und Nicole Leder (Team Erdinger Alkoholfrei) noch eng beisammen, aber auf dem letzten Teilstück konnte sich Ruth etwas absetzen und sich in 19:59 min. Platz drei und den Sieg in der W45 vor Nicole (20:07 min.) sichern. Noch enger ging es um den W50-Sieg zu, hier rettete Claudia Hille in 21:24 min. (SSC Hanau-Rodenbach) gerade einmal zwei Sekunden Vorsprung auf Claudia Fiebig-Keller vom TV Hergershausen ins Ziel.

Über 5 km prägten die schnellen Läufer von TuS Griesheim das Rennen, aber noch viel, viel dominanter war die Jugend vom SSC Hanau-Rodenbach über 10 km. Das deutete sich schon wenige Meter nach dem Start an und war bereits nach der ersten Runde Gewissheit. Am Anfang konnte sich nur Anthony Hildenbrand unter das Dreigestirn vom SSC mischen, war dann aber in der zweiten Runde nicht mehr in der Lage, dem extrem starken Trio Paroli zu bieten. So kam es wie es kommen musste, Julius Hild vom SSC Hanau-Rodenbach holte sich in 33:05 min. (1. MJA) einen klaren Start- und Ziel-Sieg und seine beiden Vereinskameraden Marius Abele (33:38 min., 1. MJB) und Jakob Thömig (34:04 min., 2. MJA) machten den 3-fach Triumph des SSC komplett. Das war eine starke Vorstellung, Trainer Sascha Arndt konnte hoch zufrieden sein. Anthony Hildenbrand vom FC Dörlesberg verlor in der letzten Runde über zwei Minuten auf den Sieger, ihm blieb schließlich nur der undankbare vierte Platz (35:43 min., 2. MJB).

Die Hände sind inzwischen warm, so dass dem Start-Ziel-Sieg von Julius Hild über 10 km nichts mehr im Wege steht (1. MJA) Die beiden Vereinskameraden Marius Abele (209; 1. MJB) und Jakob Thömig (213; 2. MJA) sorgen über 10 km für einen 3-fachen Triumph des SSC Hanau-Rodenbach Anthony Hildenbrand kann mit dem schnellen Trio in der zweiten Runde nicht mehr mithalten und wird Vierter über 10 km (2. MJB)

Die Führung in der Serienwertung übernahm M35-Sieger Jürgen Weber aus Niederrodenbach, er war nach 37:26 min. als Fünfter im Ziel. Ob er mit dieser Zeit jedoch auch ein Sieganwärter für die Serie ist, wird sich beim zweiten Lauf im Dezember zeigen, wenn vermutlich noch einige schnelle Läufer für die Serie nachmelden.

Bei den Frauen ist in der Serienwertung nach dem ersten Lauf noch alles offen. Interessanterweise hatte von den zehn schnellsten Läuferinnen nur eine für die Serie gemeldet und das war mit Gisela Lammers ausgerechnet eine der ältesten Teilnehmerinnen. Dass sie mit Platz zehn in 50:16 min. (1. W60, TV Hergershausen) die Führung in der Serienwertung übernahm, damit hatte Gisela wohl am allerwenigsten gerechnet.

Die M50 über 10 km gewinnt Hans Dietmar Jäger ( 266), Thomas Wehner 53) wird 2. M40 Leonie Poetsch gewinnt den 10 km Lauf (1. W30) und bleibt als einzige Frau unter 40 Minuten Zweite über 10 km wird Leonie Gieser (1. WHK), hinter ihr aber im Ziel vor ihr im "Lilien-Trikot" Pascal Martens (4. MJA) Platz drei über 10 km geht an Anna Lisa Hawlitschek (2. WHK)

Die anderen schnellen und jüngeren Läuferinnen gaben wohl ein einmaliges Gastspiel in Seligenstadt, allen voran die klare 10 km-Siegerin Leonie Poetsch von TuS Griesheim, die nicht nur ihren siegreichen männlichen Vereinskameraden über die 5 km Strecke nacheiferte, sondern in 39:59 min. (1. W30) als einzige Läuferin die 40-Minuten-Marke unterbot, wenn auch denkbar knapp. Mit fast 1 ½ Minuten Rückstand wurde Leonie Gieser von der LG Bensheim Zweite (41:22 min., 1. WHK). In glatten 42 Minuten ging Platz drei an Anna Lisa Hawlitschek (2. WHK, MTV Kronberg).

Jürgen Weber wird Fünfter über 10 km (1. M35) und übernimmt die Führung in der Serienwertung Gisela Lammers wird Zehnte über 10 km, gewinnt die W60 und übernimmt die Führung in der Serienwertung Erfolgreiches Ehepaar über 10 km, Hartmut Wirth gewinnt die W65 und Ehefrau Dorothee wird 2. W60
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Spätestens beim zweiten Wertungslauf am dritten Samstag im Dezember wird sich herauskristallisieren, wie sich der bereits jetzt schon interessante Kampf um den Seriensieg über 5 km entwickelt und wer tatsächlich noch in die Serienwertung über 10 km eingreifen wird, für die bislang nur 56 Teilnehmer gemeldet sind. Da ist im Dezember in der Tat noch viel Luft nach oben.

Bericht und Fotos von Reinhold Daab
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