5.11.17 - 47. TCS New York City Marathon

Flanagan gewinnt New York Marathon

Kamworor besiegt Kipsang - 50.766 Finisher im Nieselregen

von Herbert Steffny

Die US-Amerikanerin Shalane Flanagan machte ihre Landsleute stolz. Nach 40 Jahren siegte bei den Damen in 2:26:53 Stunden erstmals wieder eine Einheimische. Die 36-Jährige Olympiazweite von Peking 2008 über 10.000 Meter distanzierte in einem starken Finale die Favoritin und dreifache New York Siegerin Mary Keitany aus Kenia. Bei den Männern konnte der Doppel-Weltmeister im Halbmarathon und im Crosslauf Geoffrey Kipsang Kamworor den Tokio Marathon Sieger 2017 und Ex-Weltrekordler Wilson Kipsang in 2:10:53 Stunden knapp besiegen. Bei günstigen Temperaturen um 13 Grad, wenig Wind und Nieselregen bummelten die Eliteläufer zunächst und entschieden die Rennen jeweils im Finale mit einer schnelleren zweiten Hälfte. Über 50.000 Teilnehmer, darunter rund 1.300 Deutsche beteiligten sich am weltgrößten Marathon durch die fünf Stadtteile New Yorks.

Die Wolkenkratzer am Columbus Circle, kurz vor dem Ziel, taten wie geheißen. Bei Nieselregen waren die Bedingungen aber gar nicht so schlecht (Foto, Copyright: Herbert Steffny)

Elitefeld – Klasse statt Masse

Der Superstar der diesjährigen Auflage des New York City Marathons war zweifelsohne Mary Keitany. Dreimal in Folge hatte die kleine Kenianerin aus Iten in Kenia hier gewonnen und bereits im Frühjahr in London gezeigt, dass 2017 ihr Jahr sein könnte. Mit der Empfehlung des dort aufgestellten Weltrekordes von 2:17:01 Stunden in einem reinen Frauenrennen, durfte man erwarten, dass sie den seit 14 Jahren überfälligen Streckenrekord von Margret Okayo (2:22:31 Stunden) unterbieten würde. Doch Keitany, bekannt dafür schnell anzulaufen, nahm bei der Pressekonferenz der Spekulation etwas den Wind aus den Segeln als sie ankündigte nur auf Sieg zu laufen. Aus ihrem Fehler von 2011, als sie in Weltrekord-Pace anrannte und im Central Park abgefangen und noch auf Platz vier durchgereicht wurde, hat Keitany längst gelernt. Es wäre im Erfolgsfalle ihr vierter Sieg in Folge. Nur Grete Waitz, die neun Mal in Manhattan gewonnen hatte, kann dies mit fünf konsekutiven Siegen toppen.

Der Star des Tages war die US-Amerikanerin Shalane Flanagan, die mit ihrem Sieg zur Nationalheldin aufsteigen dürfte
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)

Landsfrau und Doppel-Marathon-Weltmeisterin Edna Kiplagat (Bestzeit 2:19:50 Stunden), gewissermaßen Nachbarin von Keitany in Iten, kam mit der Empfehlung des Boston Marathon Sieges nach New York. Die US-Amerikaner hofften natürlich auf einen Podiumsplatz von Shalane Flanagan, die 2014 in Berlin mit 2:21:14 Stunden als Dritte ihren Hausrekord aufstellte. 2010 lief sie im Central Park bereits auf Platz zwei ein. Tempomacher gibt es seit Jahren offiziell nicht mehr und bei der Einladungspolitik achten US-amerikanische Veranstalter vermehrt darauf nicht zu viele Afrikaner einzuladen. In New York trifft man fast immer auf dieselben Helden der vergangenen Jahre. Dadurch wachsen natürlich die Chancen der einheimischen Stars, deren Beste in New York mit einem zusätzlichen nationalen Preisgeldsystem angelockt werden. Immerhin 25.000 Dollar winken für den schnellsten US-Amerikaner bei den Damen und Herren.

Insgesamt 805.000 Dollar gab es zu verdienen - hinzu kommen Zeitboni, Antrittsgelder und US-Prämien:

1. Pl.$100.000

2.Pl. $ 60.000

3.Pl. $ 40.000

4.Pl. $ 25.000

5.Pl. $ 15.000

6.Pl. $ 12.500

7.Pl. $ 10.000

8.Pl. $  5.000

9.Pl. $  2.500

10.Pl. $ 2.000

Masters:
$3.000, $2.000, $1.000

 

Die Frauenspitze lag beim New York Marathon bei km 22 hinter der Pulaski Bridge noch dicht beieinander. Zweite von links leicht verdeckt die spätere Siegerin Shalane Flanagan. In Führung die Favoritin Mary Keitany (Foto, Copyright: Herbert Steffny)

Ghebreselassie zum zweiten Mal?

Bei den Männern trauten viele Experten dem Marathon Weltmeister von 2015 Ghirmay Ghebreselassie aus Eritrea die Wiederholung seines Vorjahreserfolges zu. 2016 gewann er überlegen in exzellenten 2:07:51 Stunden auf dem fast 400 Höhenmeter aufweisenden Kurs durch die fünf Stadtteile Staten Island, Brooklyn, Queens, Bronx und Manhattan. Das Leben sollte ihm sicherlich der vierfache Cross- und Halbmarathon Weltmeister Geoffrey Kipsang Kamworor schwer machen. Der Kenianer gewann noch keinen Marathon und finishte vor zwei Jahren hier aber als Zweiter. Doch dem ehrgeizigen Läufer, der auch erstklassige Bahnzeiten aufzuweisen hat, ist mehr zuzutrauen. Der Schnellste im Feld mit einem Hausrekord von 2:03:13 Stunden meldete erst spät nach. Ex-Weltrekordler Wilson Kipsang, der bei uns in den vergangenen Jahren Berlin und Frankurt gewann, stieg vor fünf Wochen in Berlin etwas unvermittelt nach 30 Kilometern aus. Vielleicht hatte der Sieger von 2014 da bereits als Alternative den lukrativen Start in New York im Hinterkopf. Der Marktwert des Tokio Marathon Siegers 2017 (2:03:57 Stunden) dürfte darunter aber gelitten haben.

Von Äthiopiens Läufergarde musste man den zweifachen Boston Marathon Gewinner Lelisa Desisa (Bestzeit 2:04:45 Stunden), der in New York bereits zweimal Zweiter wurde und den Boston Sieger 2016 Lemi Berhanu (Bestzeit 2:04:33 Stunden) auf der Liste haben. Die beiden traten keineswegs bescheiden auf. Desisa mauerte nicht gerade, als er einen Sieg ankündigte und Berhanu strebt eine 2:06er Zeit an, was in New York normalerweise ebenfalls für einen Sieg reicht.

Die Weltrekordinhaberin Paula Radcliffe war als TV-Kommentatorin wieder mit auf der Strecke. Am Vortag lief sie den 5km-Lauf in 18:38 Minuten mit (Foto, Copyright: Herbert Steffny)

Noch mehr Sicherheitsmaßnahmen

Das Wetter war die Tage zuvor noch recht warm, so dass Menschenmassen im Centralpark flanierten und die Sonne genossen. Rechtzeitig zum Renntag kühlte es glücklicherweise morgens auf nur noch 10 Grad Celsius ab. Bei bedecktem Himmel, nur leichtem Wind von Nordosten und mit der Chance für leichten Nieselregen wurde die Damenelite um 9.20 Uhr traditionell seit 15 Jahren eine halbe Stunde vor den Top-Männern und dem über 50.000 Köpfe zählenden Heerschar der Freizeitläufer mit Durchschnittsalter 41 Jahre vom Fort Wadsworth über den 60 Meter hohen Anstieg der Verrazano Bridge geschickt.

Überschattet wurde der New York Marathon fünf Tage zuvor durch ein Terrorattentat, bei dem neun Menschen von einem Fahrzeug auf einem Radweg tödlich überrollt wurden. Das führte, obwohl es keine direkte Warnung zum Marathon gab, zu weiter verstärkten Sicherheitsmaßnahmen. Dreimal mehr Polizeipräsenz, auch in Zivil, Helikoptereinsatz, Scharfschützen auf Dächern, blockierte Straßen und Bombenschnüffelhunde waren u.a. die Folge der Ereignisse. An manchen Streckenabschnitten hatte man im Gegensatz zum Vorjahr den Eindruck, dass mehr Sicherheitskräfte als Zuschauer an der Strecke standen. Nicht gerade erfreulich, wenn man ernsthafter darüber nachdenkt.

Info: alle historisch erzielten Top-10-Plätze Deutscher beim New York Marathon

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Elite-Frauen mit gemütlichem Beginn

Mary Keitany, auf die scheinbar nahezu alle Kontrahentinnen wie die Kaninchen auf die Schlange starrten, begann verhalten im Pulk. Ihr Ziel war strategisch die Titelverteidigung, ansonsten wollte sie mal abwarten, wie sie sich im Rennen fühlt. Die Triathletin Sara Dossena aus Italien durfte anfangs eine Weile 10 Meter vor dem Feld brillieren. Mit einem sehr gemütlichen Tempo in Richtung 2:42 Stunden liefen zwei Dutzend Damen über die Fünf-Kilometer Marke (19:25 Minuten). Angesichts der guten Bedingungen nur ein lockeres Warmlaufen. Dann wurde es ein wenig flotter, aber bis Halbmarathon (76:18 Minuten) an der Pulaski Bridge lief immer noch ein Pulk von 15 Damen miteinander.

Die wahre Entscheidung bahnte sich erst auf den letzten Kilometern in den Hügeln des Central Parks an, als Flanagan bei Kilometer 40 hart attackierte. Die letzten 2,195 Kilometer lief die 36-Jährige in rasanten 7:00 Minuten mit bis zu 3:01 Minuten pro Kilometer und siegte unter dem frenetischen Jubel das Massen in moderaten 2:26:53 Stunden. Die zweite Hälfte lief Flanagan in 1:10:35 Stunden. Dem hatte selbst Mary Keitany erstaunlicherweise nichts mehr entgegenzusetzen. Sie führte ihre leichte Formschwäche auf ein "Frauenproblem", was am Vortag eingetreten sei zurück. Ihr blieb lediglich der zweite Platz mit 61 Sekunden hinter der Amerikanerin. Das Podium komplettierte die Äthiopierin Mamitu Daska in 2:28:08 Stunden. Edna Kiplagat hatte im dritten Marathon des Jahres, nach Boston Sieg und WM Vizemeistertitel vielleicht nicht mehr ganz die Reserven und wurde in 2:29:36 Stunden Vierte.

Edna Kiplagat verfolgt im Central Park. Für die Doppelweltmeisterin war es bereits der dritte Marathon 2017. Vielleicht fehlten dann doch die Kräfte für einen Platz auf dem Podium (Foto, Copyright: www.herbertsteffny.de)

"Make America proud again!"

Der Oberpatriot im Weißen Haus Donald Trump hätte seine Freude! "Ich wollte meine Familie und die Nation stolz machen. Das ist der Moment von dem man sein ganzes Leben träumt", so die Siegerin nach dem Zieleinlauf. 40 Jahre dauerte die Durststrecke bei den Frauen bis "Stars and Stripes" wieder ganz oben wehen durfte. Der Anspruch in ihrer Familie ist sicherlich sehr hoch. Ihre Mutter war unter dem Namen Cheryl Bridges 1971 die Marathon Weltrekordinhaberin mit 2:49:40 Stunden, der zwei Jahre hielt. Ihr Vater Jeff Flanagan lief ebenfalls Marathon mit einer Bestzeit von 2:18 Stunden. Bei Shalane waren die Gene sicherlich günstig gemischt worden. Am nächsten Vormittag standen bereits TV-Auftritte in renommierten Shows wie ABC für die neue Nationalheldin auf dem Programm. "Ich hatte unterwegs immer Zweifel, aber ich riss mich zusammen und sagte mir: Du musst das jetzt hier machen! Die Fans an der Strecke drehten durch und das gab mir Energie. Als erstes habe ich nach dem Rennen ein Stück guter New York Pizza gegessen", offenbarte Flanagan im Interview. Alleine 125.000 Dollar Preisgeld konnte Flanagan für sich verbuchen. Da dürfte auch schon mal mit Champagner gefeiert werden!

Na also, es geht doch auch "gegen" Afrika: Es war ein Super-Jahr für die US-Amerikaner(innen):

Die Kipsangs in spannendem Finale

Das Männerrennen startete um 9.50 Uhr nur ein wenig schneller als die Damenkonkurrenz. Aber 32:00 Minuten bei 10 Kilometern ist für dieses Kaliber auch nur ein müdes Vorspiel. Entsprechend rannten auch hier bei Halbmarathon (1:06:12 Stunden) noch alle Favoriten zusammen. Es schien als ob hier wie im letzten Jahr Ghirmay Ghebreselassie wieder auf die Tube drücken würde. Er reduzierte die Spitzengruppe zwar vorübergehend auf ein Quintett, aber bei Kilometer 35 war das Rennen überraschenderweise für den jungen Eritreer beendet. Bis zur Entscheidung warteten die streckenkundigen Kontrahenten bis Kilometer 37. Geoffrey Kipsang Kamworor lief bergan in den Central Park eine harte Meile in 4:44 Minuten und schon waren außer ihm nur noch Wilson Kipsang und die beiden Äthiopier Lemi Berhanu und Lelisa Desisa im Spiel. Bei Kilometer 40 schlug Kamworor mit einer 4:31er Meile (=2:48min/km) noch härter zu und distanzierte die beiden Äthiopier und auch Landsmann Wilson Kipsang bereits um fast 50 Meter.

Titelverteidiger Ghirmay Ghebreselassie übernahm nach Halbmarathon resolut die Spitze, stieg dann aber später aus
(Foto, Copyright: www.herbertsteffny.de)

Doch der erfahrenere Kipsang erwies sich erneut als ein zäher Kämpfer und gab sich noch nicht geschlagen. Auf der Zielgeraden unter den Tribünen bei Tavern on the Green pirschte sich der Sieger von 2014 nochmal bedrohlich bis auf zwei Sekunden an den Youngster heran. Doch es reichte nicht mehr und Geoffrey Kipsang Kamworor, das vielseitige Talent, konnte überglücklich erstmals einen Marathonsieg für sich verbuchen. Und das in New York! Die mäßige Zeit von 2:10:53 Stunden spielt dabei, wie so oft in New York, keine Rolle.

 

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Die beiden Äthiopier mussten sich entgegen ihrer Ankündigungen mit den Plätzen drei und vier zufrieden geben, für Desisa im vierten Anlauf der dritte Platz auf dem Treppchen, aber für einen Sieg reichte es wieder nicht. Der Eritrea-stämmige Schweizer Rekordler Abraham Tadesse gab mit seinem fünften Platz in 2:12:01 Stunden seine Visitenkarte ab. Im Ziel war dann schnell große Lücken festzustellen. Nur 12 Läufer blieben unter 2:20 Stunden!

Geoffrey Kipsang Kamworor sprengte im Central Park bei Kilometer 40 die Spitzengruppe. Wilson Kipsang (links) kam ihm aber nochmals in Finish ganz nahe (Foto, Copyright: www.herbertsteffny.de)

Statistik der 50.766 Finisher

Der Marathon ist für "Big Apple" ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor und bringt der Stadt Jahr für Jahr rund eine halbe Milliarde Dollar ein. In diesem Jahr beendeten 50.766 Läufer, rund 600 weniger als im Rekordjahr 2016, das Rennen. Damit bleibt New York aber weiter die klare Nummer eins, was die Teilnehmerzahl angeht. Der Frauenanteil ging mit 41,5 Prozent gegenüber den Vorjahren (bis 42,5 Prozent) weiter leicht zurück, liegt damit aber noch weit über den deutschen Zahlen (19-25%). Die durchschnittliche Finisherzeit ingesamt betrug 4:39:07 Stunden, bei den Frauen lag sie bei 4:53:01 Stunden, die Männer benötigten durchschnittlich 4:25:14 Stunden. Das ist allerdings fast eine halbe Stunde langsamer als in Berlin (Frauen 4:27:31 Stunden, Männer 3:58:53 Stunden), wo der Zielschluss bei 7:00 Stunden liegt. In den USA frönt man durchaus dem Trend, den Marathon auch zu walken. Dabei handelt es sich natürlich nicht mehr um einen Marathonlauf. Rekordhalter könnte hierbei der Honolulu Marathon sein, wo im Vorjahr der Letzte über 16:00 Stunden benötigte.

Der New York Marathon 2017 nach Altergruppen aufgelistet - Durchschnittsalter ist 41 Jahre blau = Frauen, grün = Männer (Quelle: NYC Marathon)

Als erster Deutscher kam mit einer etwas schnelleren zweiten Hälfte der Lübecker Dennis Mehlfeld auf Gesamtrang 120 in 2:38:33 Stunden ins Ziel. Schnellste deutsche Frau unter rund 1.300 Finishern war in einem gleichmäßig eingeteilten Rennen Anja Gruber in flotten 2:51:11 Stunden auf Rang 35 in der Damenwertung. In der Altersklasse W60 sorgte die Leipzigerin Adelheid Noebel-Schultz aus unserer InterAir Reisegruppe für den einzigen deutschen Sieg mit guten 3:35:33 Stunden. Die Schweizer konnten mit dem Erfolg von Roger Schnyder (M55 2:49:53 Stunden) und dem unverwüstlichen früheren Weltklasse-Ultra- und Bergläufer Peter Camenzind (M65 3:03:15 Stunden) sogar zwei AK-Siege verbuchen. Der älteste Finisher war der 82-jährige Manfred Ritter aus St. Gallen in flotten 5:25:27 Stunden. Bei den Damen benötigte die bereits 84-jährige Ginette Bedard aus den USA 6:12:53 Stunden. Unter den bekannten Größen vergangener Jahre lief auch wieder die 70-jährige Katherine Switzer mit, die einst beim Boston Marathon eine der Vorkämpferinnen für den Frauen Marathon war. Sie benötigte 4:48:21 Stunden. Ihre erste Teilnahme beim New York Marathon liegt 43 Jahre zurück.

Ex-Weltrekordler Wilson Kipsang aus Kenia meldete nach seinem Ausstieg in Berlin kurzfristig nach und wurde noch Zweiter Mary Keitany war die Verliererin des Tages. Die mit in London gelaufenen 2:17:01 Stunden Weltjahresschnellste wurde nach drei Siegen in Folge diesmal "nur" Zweite Der Schweizer Tadesse Abraham liefert mit Platz fünf in 2:12:01 h eine ordentliche Leistung ab Für die US-Amerikaner ging es auch um ein Extra-Preisgeld von $25.000. Hier führt noch bei seinem letzten Marathon Meb Keflgzhigi vor Abdirahman. Letzterer holte sich aber die Prämie
(4 Fotos Copyright: www.herbertsteffny.de)

5k-US-Meisterschaften im Rahmenprogramm

Im Rahmen des New York Marathons wurden die Fünf-Kilometer US-Meisterschaften ausgetragen. Die Elite-Männer und Frauen, die sich immerhin für den Sieg 12.000 Dollar erlaufen konnten, starteten vor dem traditionellen Fun-Run der tags vor dem Marathon stattfindet. Was früher kostenlos im Marathon integriert war und "Frühstückslauf" oder "Lauf der Nationen" hieß, ist nun das „Dash to the Finishline“ Fünf-Kilometer Rennen, das immer weniger dem früheren Charakter mit verkleideten Spaßläufern in nationaler Tracht ähnelt, sondern mehr ein eigenständiges kostenpflichtiges Ereignis geworden ist.

Ein mexikanischer Indianer in Manhattan. 124 Nationen laufen beim New York City Marathon. Die Italiener stellen mit rund 3.000 Läufern das größte Kontingent (Foto, Copyright: www.herbertsteffny.de)

Die US-Meisterschaften gewann bei den Damen überlegen Molly Huddle in 15:24 Minuten. Im letzten Jahr belegte sie bei ihrem Debüt noch den dritten Platz über die volle 42,195 Kilometer Distanz. Bei den Männern hatte in einem Massenspurt zuletzt der Kenia-gebürtige Shadrack Korir in 13:57 Minuten die Nase vorne. Die ersten Sechs lagen dabei nur zwei Sekunden auseinander. Unter den 10.873 Freizeitläufern tummelte sich mit Paula Radcliffe auch die immer noch amtierende Marathonweltrekordlerin, die mit 43 Jahren in 18:38 Minuten auf Rang 180 einlief. Am Renntag berichtete sie für die Live-TV Übertragung als Expertin von der Strecke.

Die 10 schnellsten Frauen und Männer des TCS New York City Marathon 2017
Frauen Zeit Männer Zeit
Shalane Flanagan (USA)
2:26:53
Geoffrey Kamworor (KEN)
2:10:53
Mary Keitany (KEN)
2:27:54
Wilson Kipsang (KEN)
2:10:56
Mamitu Daska (ETH)
2:28:08
Lelisa Desisa (ETH)
2:11:32
Edna Kiplagat (KEN)
2:29:36
Lemi Berhanu (ETH)
2:11:52
Allie Kieffer (USA)
2:29:39
Tadesse Abraham (SUI)
2:12:01
Sara Dossena (ITA)
2:29:39
Michel Butter (NED)
2:12:39
Eva Vrabcova (CZE)
2:29:41
Abdi Abdirahman (USA)
2:12:48
Kellyn Taylor (USA)
2:29:56
Koen Naert (BEL)
2:13:21
Diane Nukuri (BDI)
2:31:21
Fikadu Girma Teferi (ETH)
2:13:58
Stephanie Bruce (USA)
2:31:44
Shadrack Biwott (USA)
2:14:57
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Anm.d.Red.: Herbert Steffny lief 1984 in 2:16:22 auf Platz 3 beim New York City Marathon

Für LaufReport berichtete aus NYC: Herbert Steffny
Text und Fotos Copyright: Herbert Steffny

Herbert Steffny im Internet www.herbertsteffny.de
Info & Ergebnisse www.tcsnycmarathon.org

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