4.11.17 - 38. Rodgauer Winterlaufserie in Rodgau-Jügesheim

Es stellt sich vor: der JSK Rodgau

von Markus Heidl

Wer auf der Homepage des TGMSV Jügesheim geschaut hat, hat sich im Vorfeld der Jügesheimer Winterlaufserie gewundert: eigentlich sind die Informationen zu den perfekt organisierten Läufen doch immer top-aktuell? Dort aber fand man nur Ergebnisse und Ausschreibung vom letzten Jahr.

Der aufmerksame Leser bzw. Zuhörer war sich aber schnell bewusst, dass er schlicht auf die dem Browser bekannte Internetseite geklickt hatte und erinnerte sich, dass die Rede schon länger von einem Vereinszusammenschluss war. Einzelne Jügesheimer Vereine gibt es nicht mehr, nun also organisiert der JSK Rodgau die Jügesheimer Winterlaufserie, an der sich aber (fast) nichts geändert hat.

 

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Start zur 38. Rodgauer Winterlaufserie Für die kommenden 9,5 km entschwinden die Läufer im herbstlichen Wald zwischen Jügesheim und Dietzenbach
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Dadurch braucht es die Ausschreibung eigentlich auch nicht. Die Informationen sind bekannt, lediglich der Link zur Meldung ist hilfreich. Der erste Samstag jeden Monats von November bis Februar ist Pflicht für eingefleischte Winterlaufserienteilnehmer sowie Läuferinnen und Läufer, die auf einer äußerst schnellen und bestenlistenfähigen Strecke ihre Bestzeit angreifen wollen.

Und gerade dort gibt es auch heuer wieder eine Neuerung: eine neue Strecke. Nachdem man im vergangenen Jahr von Straßenbaumaßnahmen kurzfristig zu einer Wendepunkstrecke gezwungen worden war, wurde diese der Vergleichbarkeit halber für die gesamte Serie beibehalten. Der eine war davon mehr, der andere weniger begeistert. Schließlich gab es eine Abstimmung, ob die Strecke beibehalten werden sollte oder nicht. Die Umfrage ergab ein eindeutiges Ergebnis von 75 %, die sich für die Zukunft einen Rundkurs wünschten.

 

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Veranstaltungschef Detlev Gumbmann sprang dieses Mal als Streckenkommentator ein Die frisch gebackenen Waffeln haben mittlerweile Kultstatus erreicht

Start und Ziel sollte aber weiterhin auf der Tartanbahn sein. Zum einen, dass es dadurch für die Zuschauer angenehmer werde, die nun die ersten 300 m des Rennens mitverfolgen und einen ganz kurzen Weg zur Kaffee- und Kuchentheke (die sich vor allem durch die frisch gebackenen Waffeln auszeichnet) haben. Es wird jetzt nämlich am Ende der Gegengeraden gestartet und dann - für Bahnläufer ungewohnt - mit dem Uhrzeigersinn eine Dreiviertelrunde auf der Bahn gelaufen, um dann das Stadion auf der bekannten Route zu verlassen. Nach etwa 2,5 km geht es dann rechts in den Wald und auf die Rundkursstrecke von vor zwei Jahren. Die letzten 5 km sind nach wie vor gleich: schnurgerade durch den Wald, um auf dem letzten Kilometer, weil leicht abschüssig, nochmal richtig schnell zu sein. Es ist eine Strecke, die wie gemacht für Bestzeiten ist, und dabei abwechslungsreich genug, dass es auch dem Genussläufer nicht langweilig wird.

Sadike Sultan (1068) und M55-Sieger Markus Zerres (1078) auf den letzten 800 m Belete Muteta (1083) und Manuel Ruhland (1143) kurz nach Kilometer 9 im herbstlichen Wald

Zum anderen wird vermieden, vorne auf der Straße zu laufen. Dadurch muss sich kein Helfer mit Autofahrern herumschlagen, die genau um 15 Uhr zur Waldfreizeitanlage oder zurück fahren wollen. Wobei es an Hilfsbereitschaft nicht mangelt. Erst kürzlich, um für den hoffentlich niemals eintretenden Ernstfall das nötige Wissen und die Praxis zu haben, nahmen 20 freiwillige Helfer der Langlaufabteilung des JSK Rodgau an einem Erste-Hilfe-Kurs teil. "Unsere Streckenposten im Wald sind mit einem Erste-Hilfe-Set ausgerüstet und hinter dem letzten Läufer fährt das Rettungsfahrzeug mit zwei Rettungssanitätern um jederzeit schnell Maßnahmen ergreifen zu können, sollte das einmal nötig sein", so Veranstaltungschef Detlev Gumbmann.

Johanna Schneider siegt in der U18 Die schnellen Jungs vom TUS Griesheim begleiten Vereinskollegin Corinna Müller auf den letzten 150 m Sandra Lamprecht (1090) siegt in der W40 und Hannah Bienenfeld (241) gewinnt die U16

353 beim ersten Durchgang im Ziel

Bei mit etwa 15° C, leichter Bewölkung und trockenen Bodenverhältnissen idealen Laufbedingungen waren es schließlich um 15 Uhr gut 350 Läuferinnen und Läufer, die sich im Sportzentrum tummelten und gespannt auf die neue Strecke waren. Wie immer bunt gemischt.

Mit dem Startschuss war es Julius Hild vom SSC Hanau-Rodenbach, der in Jügesheim einmal mehr zeigen wollte, wie schnell er laufen kann. Nach dem ersten Kilometer war er dem Feld leicht enteilt, machte dann aber ab etwa dem zweiten Kilometer mit seinen Verfolgern gemeinsame Sache. So waren es Christophe Krech (TV Schriesheim), Julius, Tobias Zöller (Triathlon Team DSW Darmstadt) und Abdelkabik Zaroual Aadel von der LG Eintracht Frankfurt, die die Führungsgruppe bildeten.

 

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In der Verfolgung liefen Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) und IRONMAN Sweden Sieger (2014) Horst Reichel (Triathlon Team DSW Darmstadt) sowie das restliche Feld.

Schnellste Frau beim 1. Durchgang der 38. Rodgauer Winterlaufserie ist Kerstin Bertsch Franziska Baist läuft auf Rang 2 Nadja Heininger wird 3.

Dort schnell unterwegs waren die Sieganwärterinnen der Frauenwertung: Geburtstagskind Kerstin Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach), die auf den Tag genau vor 22 Jahren das erste Mal in Jügesheim an den Start ging, Franziska Baist (SKG Bad Homburg), Nadja Heininger von der TSG Kleinostheim, Tatjana Rauhut sowie Seriensiegerin von 2015 Nina Vabic (Laufteam Gelnhausen).

 
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Nina musste aber bereits nach der Hälfte des Rennens Tempo herausnehmen, weil sie plötzlich Nasenbluten bekam. So waren die Abstände im Ziel recht deutlich: Kerstin gewinnt nach 37'39 vor Franziska (38'29) und Nadja (39'28). Tatjana bleibt zum ersten Mal unter 40 Minuten (39'46), Nina folgt knapp darüber (40'07).

Christophe Krech vom TV Schriesheim gewinnt den 1. Durchgang der 38. Rodgauer Winterlaufserie U20-Sieger Julius Hild vom SSC Hanau Rodenbach wird 2. 700 m vor dem Ziel ist Abdelkabik Zaroual Aadel von der LG Eintracht Frankfurt noch einen Schritt vor Tobias Zöller vom Triathlon Team DSW Darmstadt, der 3. wird

Bei den Männern sind aus der Vierergruppe zwei Duelle geworden. Ganz vorne kann sich Christophe (32'14) mit neun Sekunden Vorsprung gegen Julius (32'23) durchsetzen, 30 Sekunden nach dem Sieger folgt Tobias (32'44) mit wiederum fünf Sekunden Vorsprung vor Abdelkabik (32'49).

Die neue Strecke kam gut an Mit frühabendlicher Sonnenuntergangsstimmung endete der 1. Durchgang der 38. Rodgauer Winterlaufserie
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Insgesamt kommen 353 Läuferinnen und Läufer ins Ziel - und loben die Strecke. Darauf lässt sich doch aufbauen! Wir können gespannt sein, wie viele Bestzeiten im Laufe der Serie noch fallen werden.

Bericht von Markus Heidl
Fotos von Thomas Guthmann - www.lauf-fotos.de

Ergebnisse www.jskrodgau.de

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