26.11.17 - 33. Darmstadt-Cross

EM-Qualifikationen und Deutsches Cross-Cup-Finale locken Elite

von Constanze & Walter Wagner 

Viele weitere Bilder in den Foto-Impressionen im LaufReport HIER

Auf ein rund fünfstündiges Programm durften sich die Besucher des 33. Crosslaufs des ASC Darmstadt am Rande der Heimstättensiedlung im Südwesten Darmstadts freuen.

Aus ganz Deutschland und den Nachbarländern kamen die Protagonisten des rhythmusbrechenden Laufens über Stock und Stein, pardon, über Wiesen und Waldpfade. Über den Nutzen des kräftezehrenden Geländelaufs sind sich Trainer einig, doch im gleichen Maße unbeliebt ist Cross bei Läuferinnen und Läufern, die aber letztlich auf der Bahn und auf schnellen Straßenkursen die Ernte aus dieser Körperschule einfahren.

 

Banner anklicken - informieren
LR-Info zum HAJ Hannover Marathon HIER

Hochkarätige Wettbewerbe sind schon seit Jahren das Gütezeichen des Darmstadt-Cross
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Es waren hochwertige Zweikämpfe zu erwarten, die Leichtathletik-Interessierte sich nicht entgehen lassen wollten. Allen voran sorgte im Vorfeld der direkte Vergleich von Alina Reh und Konstanze Klosterhalfen für Aufsehen, die zwar bei der Cross-EM in Samorin (Slowakei) in der U23 starten, doch zeigen die beiden 20jährigen Ausnahmetalente, dass sie bereits jetzt zur internationalen Spitze der Frauenklasse gehören. Doch bevor das zum Showdown hochstilisierte Duell startete, befeuerte das Rennen der weiblichen Jugend U20 die Zuschauer auf dem Brachland neben dem Rot-Weiss Darmstadt Sportzentrum, das für die Veranstaltung genutzt werden kann.

4200m - weibliche Jugend U18 und U20, Frauen Masters

Erwartet wurde ein Knüller mit gleich mehreren Europameisterinnen aus den Nachwuchsklassen. Vor allem Delia Sclabas aus der Schweiz, 3000m U20-Europameisterin, rechnete man große Chancen auf den Sieg aus. Doch selbst als bekannt wurde, dass die U20-Berglauf-Europameisterin Lisa Oed aus gesundheitlichen Gründen nicht starten würde, war dies keinesfalls gleichbedeutend mit einer Vorentscheidung. Die Eidgenossin fand in der zwei Jahre älteren Miriam Dattke, U20-Vize-Europameisterin über 5000m, eine sie fordernde Gegnerin, die schlussendlich nicht nur das Heft des Handels in die Hand nahm und über weite Teile das Tempo bestimmte, sondern sich im letzten Renndrittel entscheidend absetzen konnte. In 14:29 min siegte die für die LG Telis Finanz Regensburg startende Berlinerin klar vor Sclabas (14:45).

Miriam Dattke und Delia Sclabas (links) führen das Feld der weiblichen Jugend U18 / U20 und der Frauen Masters auf die 4200m lange Strecke Die ersten Verfolgerinnen Linn Kleine (700), Anna Schlosser (708; im Ziel 4. der U18) und Sibylle Gäring (701)

Als Dritte und U18-Siegerin eilte nach 15:02 min Linn Kleine (LGO Dortmund) über die Ziellinie und sicherte sich zudem den Deutschen Crosscup. Seit letztem Jahr betreut sie Jugend-Bundestrainer Pierre Ayadi mit Ausrichtung auf 1500- und 3000-Meter-Läufe. Sie ist auch bereits einmal 10 km gelaufen und dies in 36:08 min.

Auf Langstrecken dürfte die sportliche Zukunft der 2001 geborenen Läuferin liegen, so Ayadi. Stark auch die LG Region Karlsruhe mit der 19jährigen Johanna Flacke als Vierte in 15:03 vor Vereinskameradin Sybille Häring (2. U18), die in 15:12 min Fünfte wurde. Da konnte sich auch LGR-Trainer Günther Scheefer riesig freuen. Die 19jährige Johanna Flacke ist spezialisiert auf den Hindernislauf mit Bestzeiten von 10:41 min über 3000m Hi und 6:52 min über 2000m Hi, wo sie Dritte der Deutschen Jugend-Meisterschaften wurde.

 

Banner anklicken - informieren
LR-Info ING Night Marathon Luxembourg HIER

Trio hinter dem enteilten Führungs-Duo mit Linn Kleine (700), die die U18 gewinnt, Sibylle Gäring dahinter, die 2. der U18 wird und der 3. U20 Johanna Flacke (rechts) Karoline Sophie Löffel läuft auf Rang 3 in der U18 Drei Masters-Läuferinnen liefen im Rennen der jungen Athletinnen. Lokalmatadorin Stefanie Hock gewann mit der W50 die höchste mitlaufende Altersklasse

Gelingt es dem Darmstadt Cross bis in die Schülerklassen hinunter Talente deutschlandweit zum Vergleichswettkampf zusammenzuziehen, sieht dies bei den Mastersklassen leider zunehmend weniger rosig aus.

Nur noch drei Altersklassenläuferinnen wagten sich auf den beinahe komplett einsehbaren Parcours und belegten nur hintere Plätze. Viola Hummel (W40) konnte in 18:13 min noch eine U18-Läuferin hinter sich lassen, danach folgten Stefanie Hock (W50) vom Ausrichter ASC Darmstadt in 18:57 vor Andrea Wetzel (W35; 19:58). Kaum lösbar die Aufgabe wieder verstärkt Läuferinnen der Volkslaufszene zur Teilnahme zu bewegen, so lange das sportliche Niveau in Darmstadt so hoch ist.

 
Banner anklicken - informieren
LaufReport-Info zum Paderborner Osterlauf HIER

Miriam Dattke freut sich über ihren Sieg vor ... ... der Schweizerin Delia Sclabas Die schnellsten des Rennens waren U20-Siegerin Miriam Dattke vor der 2.U20 Delia Sclabas und U18-Siegerin Linn Kleine

4200m - weibliche Jugend U18 und U20, Frauen Masters
  Weibl. Jugend U18 und U20 Frauen Masters
Platz Name Verein Zeit Name Verein Zeit
1
Dattke Miriam (U20) LG Telis Finanz Regensburg 14:29
Hummel Viola (W40)
Sch Hessenhounds 18:13
2
Sclabas Delia (U20) SUI/Gerbersport 14:45
Hock Stefanie (W50)
ASC Darmstadt 18:57
3
Kleine Linn (U18) LG Olympia Dortmund 15:02 Wetzel Andrea (W35) Hügelhoppers Odenwald 19:58
4
Flacke Johanna (U20) LG Region Karlsruhe 15:03  
5
Häring Sibylle (U18) LG Region Karlsruhe 15:12
..7
Löffel Karoline Sophie (U18) Heidmühler FC 15:31

6600m - männliche Jugend U20, Männer Masters und offen

Nach den Vorläufen des Cross-Sprints ging es im Lauf 5 für die U20 wieder um Fahrkarten zur Cross-EM. Diese Klasse dominierte dann erwartungsgemäß das Rennen. Markus Görger vom LAC Freiburg wagte einen schnellen Rennbeginn und attestierte sich am Ende, dass diese Rechnung aufgegangen war. Lediglich Ilyas Yonis Osman von der TV Waldstraße musste sich dem Tempodiktat nicht beugen. Er gewann in 19:53 min. Der 18jährige Somalier kam vor zweieinhalb Jahren nach Deutschland und hat Bestzeiten über 5000m von 14:12,98 min, und 3:53,64 über 1500m.

Das Feld der männlichen Jugend U20, Männer Masters und offen führen die U20-Athleten Markus Görger (400) und Ilyas Yonis Osman auf die 6600m lange Strecke

Markus Görger folgte in 20:22 min vor Mohamed Mohumed, ein weiterer Schützling von Pierre Ayadi, von der LG Olympia Dortmund in 20:41 min. Die Traineranweisung nicht kopflos sondern zurückhaltend zu laufen, bescherte Mohamed Mohumed den Qualifikationsplatz und das Gefühl, gar kein Rennen gelaufen zu sein: "Es war easy." Noch unter 21 Minuten blieben Stefan Schmid (20:46) und Steffen Ulmrich (20:57).

 
Banner anklicken - informieren
LaufReport-Info zum EAM Kassel Marathon HIER

Demian Werminghausen vom LV Pliezhausen ist Schnellster im offenen Männer Rennen Darco Tesic vom SSV Ulm 1846 gewinnt die M40 Gute Sprungtechnik bis in die hohen Altersklassen. Der Sieger der M65 Roland Glück vom TV Hechtsheim neben dem U20 4. Stefan Schmid von SVS-Leichathletik Uwe Bernd von der LG Rüsselsheim gewinnt souverän die M55. Hinter ihm der 3. der M50 Thomas henke vom TV 05 Wetter

Auf Einlaufsplatz 22 kam Demian Werminghausen vom LV Pliezhausen in 21:41 min zum Sieg in der offenen Klasse gefolgt von Florian Totzauer (ASV Darmstadt) in 21:42). Schnellster der Mastersklassen war Uwe Bernd von der LG Rüsselsheim (25:51 - M55) vor den M50ern Matthias Degenhardt vom SV Mühlhausen (26:23) und Lahouari Tirech vom ABC Ludwigshafen (28:28). Roland Glück vom TV Hechtsheim ließ als M65-Sieger noch einige jüngere Teilnehmer hinter sich. Allein 70 Finisher steuerte dieser Lauf zum Gesamtergebnis bei.

Ilyas Yonis Osman vom TV Waldstraße Wiesbaden gewinnt das Rennen und die U20 vor ... ... Markus Görger vom LAC Freiburg und ...
... Mohamed Mohumed von der LG Olympia Dortmund

6600m - männliche Jugend U20, Männer Masters und offen
  Männliche Jugend U20, Männer offen Männer Masters
Platz Name Verein Zeit Name Verein Zeit
1
Osman Ilyas Yonis (U20)
TV Waldstraße Wiesbaden 19:53 Tesic Darco (M40) SSV Ulm 1846 22:28
2
Görger Markus (U20) LAC Freiburg 20:22 Bernd Uwe (M55) LG Rüsselsheim 25:51
3
MohumedMohamed (U20) LG Olympia Dortmund 20:41 Degenhardt Matthias (M50) SV 1899 Mühlhausen 26:23
4
Schmid Stefan (U20) SVS-Leichathletik 20:46 Janowicz Jerzy (M60)
Ukraine 29:12
...22
Werminghausen Demian (1.MO) LV Pliezhausen 21:41 Schmitt Sebastian (M45) Spiridon Frankfurt 30:17
...23
Totzauer Florian (2.MO) ASC Darmstadt 21:42 Glück Roland (M65) TV Hechtsheim 31:05
...27
Bauer Simon (3.MO) TV 1862 Leutershausen 22:03  

6600m - Juniorinnen U23, Frauen

Es wurde der angekündigte Knüller, den sich leider viele regionale Laufsportinteressierte entgehen ließen. Das Aufeinandertreffen Deutschlands bester Nachwuchskräfte war es alleine wert, das Cross-Gelände aufzusuchen. Doch während man etwa in Portugal von Zuschauern bei internationalen Cross-Entscheidungen Eintritt verlangt, was Tausende nicht davon abhält zu kommen, sieht es hierzulande doch anders aus. Cheforganisator Wilfried Raatz war es gelungen das gewohnt hohe Leistungsniveau zu toppen, zu den sportlichen Leckerbissen war auch für das leibliche Wohl zu kleinen Preisen gesorgt. Doch blieben die Crosslauf-Freunde wieder weitgehend unter sich, wenngleich Trainer und Familie und Vereinsangehörige für eine sehr gute Kulisse sorgten.

Im Rennen der U23 und Frauen fesselte von Beginn an der Zweikampf Alina Reh (1851) gegen Konstanze Klosterhalfen die Zuschauer. Betty Chepkwony aus Kenia war die einzige, die den Anschluss halten konnte Ein weiteres spannendes Duell boten Vera Coutellier (1857) und Anna Gehring

Jene Läuferinnen und Läufer die zuhause geblieben waren, denen entging das Spektakel mitzuerleben, das sich nun vor den Augen den Zuschauer abspielte. Konstanze Klosterhalfen und Alina Reh lieferten sich einen Zweikampf, der kaum spannender hätte sein können. Nach einem gemeinsamen dreiwöchigen Trainingslager in Südafrika, kannten beide die Stärken und Schwächen der jeweiligen Gegnerin. Alina Reh drückte sogleich aufs Tempo, doch Konstanze Klosterhalfen ließ sich nicht abschütteln.

 

Banner anklicken - informieren
LR-Info zum Rosbacher Main-Lauf-Cup HIER

Wechsel im Verlauf des Rennens Konstanze Klosterhalfen vor Alina Reh Auf der letzten Runde holt sich Alina Reh den Sieg vor Konstanze Klosterhalfen

Zur Mitte des 6600 m Rennens übernahm Konstanze Klosterhalfen die Führung und stellte rasch einen kleinen Vorsprung von ein paar Metern her. Doch damit waren die Messen noch nicht gesungen. Die bereits hochdekorierten Damen, Konstanze Klosterhalfen vom TSV Bayer Leverkusen, sogar schon Olympia-erfahren und U23-Europameisterin über 1500 m und im Cross, und Alina Reh, SSV Ulm, U23-EM-Zweite über 5000m mit Bestzeiten von 15:10,01 über 12,5 Bahnrunden und dem Ausrufezeichen 1:11:21 h über Halbmarathon, wollten wohl herausfinden, wie das Höhentraining angeschlagen hatte.

Im Frauenrennen ist Jannika John (610) die Zweitschnellste. Neben ihr Christina Gerdes (1854) vom Hamburger SV, die 7. der U23 wird. Hinten mit der 1863 Svenja Pingpank, die 6. der U23. Mit der Nummer 602... ... Deborah Schöneborn, die das Rennen der Frauenklasse gewinnt Ihre Schwester Rabea Schöneborn wird 3. Frau

Tatsächlich konnte Alina Reh den Anschluss nochmals herstellen und ging ihrerseits in Führung und siegte in 21:23 min mit zwei Sekunden Vorsprung. "Die letzten beiden Runden waren unwahrscheinlich hart", gestand Alina Reh. Das U23-DLV-Team nimmt die Goldmedaille in Samorin ins Visier. Hinter der drittplatzierten Kenianerin Betty Chepkwony (22:45) setzte sich Anna Gehring vom Sport-Club Itzehoe nach überwundener Verletzungsodyssee in 23:05 min gegen ihre zukünftige Teamkameradin Vera Coutellier (23:08) beim ASV Köln durch.

In der Frauenklasse siegte mit Einlaufrang 6 Deborah Schöneborn von der LG Nord Berlin in 23:43 min gefolgt von Jannika John (LAC Quelle Fürth, 23:46) und Zwillingsschwester Rabea Schöneborn in 23:51 min.

Der frühere Marathonläufer und heutige Trainer Jürgen Austin-Kerl freut sich mit seinem Schützling Alina Reh Zukünfig Vereinskameradinnen Vera Coutellier (1857) und Anna Gehring Die Stars des 33. Darmstadt-Cross Alina Reh und Konstanze Klosterhalfen. Sie waren der absolute 'Knüller'

6600m - Juniorinnen U23, Frauen
Platz Name Verein Zeit
1
Reh Alina (1.U23)
SSV Ulm 1846 21:23
2
Klosterhalfen Konstanze (2.U23) TSV Bayer 04 Leverkusen 21:25
2
Chepkwony Betty (3.U23) Kenia 22:45
4
Gehring Anna (4.U23) Sport-Club Itzehoe 23:05
5
Coutellier Vera (5.U23) ASV Köln 23:08
6
Schöneborn Deborah (1.F) LG Nord Berlin 23:43
7
John Jannika (2.F) LAC Quelle Fürth 23:46
8
Pingpank Svenja (6.U23) Hannover Athletics 23:49
9
Schöneborn Rabea (3.F) LG Nord Berlin
23:51

9000m - Männer und Junioren U23

Nach den Finalläufen im Cross-Sprint, mehreren Schüler- und Jugendläufen beendete die Langstrecke Männer und Junioren mit dem Lauf über 9000 m das sportliche Treiben mit den stärksten U23 Läufern der Nation, die um die Plätze für die Cross-EM kämpften. In einem hochklassigen Ausscheidungsrennen setzte sich Amanal Petros vom SV Brackwede in 27:24 min durch. Der U23-Vize-Europameister über 10.000 m freute sich, dass es trotz Trainingsrückstand aufgrund der gerade abgeleisteten Grundausbildung bei der Bundeswehr so gut lief.

Im Langstreckenrennen über 9000m stürmten zunächst die Ukrainer Mykola Iukhymchuk und Olekksyl Obukhovskyi (schon aus dem Bild gelaufen) vorne weg Die eigentliche Spitze formierte sich schon bald mit Simon Boch (1), Amanal Petros (re) und Abdi Uya (li)

Zunächst beeindruckte der Blitzstart des Ukrainers Oleksyi Obukhovskyi, der in Sprintermanier loslegte und schließlich 30. wurde. Dies hatte das lauferfahrene Moderatorenduo kommen sehen. Sozusagen aus eigener Kraft wurde der Osteuropäer aufgerollt und es bildete sich zunächst eine mehrköpfige Führungsgruppe, aus der sich die Platzierten schließlich lösten. Nach Petros gelang dies Abdi Uya (Dietzer TSK Oranien) am besten, der in 27:27min Zweiter wurde, und Samuel Fitwi Sibhatu für die LG Vulkaneifel, Dritter in 27:31 min. Hinter diesen U23-Läufern folgte Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg) in 27:43 min, im ersten Jahr Hauptklasse als Männersieger. Ganz zufrieden war der Deutsche 10.000m Meister mit diesem Rennverlauf freilich nicht.

Simon Boch (1), Tim Ramdane Cherif (9) und Filmon Abraham (34) laufen auf die Plätze 1, 2 und 3 im Männerrennen. Links mit der Nr. 56 Jonathan Dahlke, der 6. der U23 wird Patrick Karl läuft als Gesamtfünfter auf Platz 4 in der U23 Ein Platz hinter Patrick Karl wird Kidane Tewolde 5. der U23

Weiter empfahlen sich in der U23 Patrick Karl vom TV Ochsenfurt auf Einlaufrang fünf in 27:48 min und Kidane Tewolde für die LG Olympia Dortmund in 27:56 min, der mit einem Schrei der Befreiung als Sechster die Ziellinie überquerte. Mit Cherif Tim Ramdane (7. in 27:58) und Filmon Abraham (9. in 28:14) war das Männerpodium allein von Athleten der LG Telis Finanz Regensburg besetzt.

Amanal Petros (51) gewinnt das Langstreckenrennen und die U23 vor Abdi Uya (63), der 2. U23 wird Samuel Fitwi Sibhatu holt sich Rang 3 gesamt und in der U23 Simon Boch ist als 4. schnellster Mann

Bei kühlen, aber trockenen idealen Crosslauf-Bedingungen, untermauerte Amanal Petros im Zielinterview die super Strecke, Klasse und Vormachtstellung des Darmstadt Cross. Er bedauerte, dass sich die Crosslauf-Szene nicht noch mehr auf Darmstadt konzentriert, was freilich DLV-hausgemacht ist, war die EM-Qualifikation für Männer und Frauen doch beim Cross in niederländischen Tilburg vergeben. Für die Cross-EM hat er sich Platz 5 vorgenommen. Ob es doch zu einer Medaille reicht? Er hätte nichts dagegen.

9000m - Männer und Junioren U23
Platz Name Verein Zeit
1
Petros Amanal (1.MU23) SV Brackwede 27:24
2
Uya Abdi Dietzer (2.MU23) TSK Oranien 27:27
2
Fitwi Sibhatu Samuel (3.MU23) LG Vulkaneifel 27:31
4
Boch Simon LG Telis Finanz Regensburg 27:43
5
Karl Patrick (4.MU23) TV Ochsenfurt 27:48
6
Tewolde Kidane (5.MU23) LG Olympia Dortmund 27:56
7
Ramdane Cherif Tim LG Telis Finanz Regensburg 27:58
8
Dahlke Jonathan (6.MU23) TV Herkenrath 28:02
9
Abraham Filmon LG Telis Finanz Regensburg 28:14

600m - Cross-Sprint

Gerade für die geübten Langsteckler sind die knappen Sprintentscheidungen eindrucksvoll. Bei den Frauen überzeugte Svenja Sommer vom TV Groß-Gerau als Jugendliche mit der besten Zeit von 1:49,8 min. Mit Carolin Kleyer von der LG Region Karlsruhe in 1:50,3 und Lara Tortell vom TV Rendell in 1:50,7 waren die schnellsten drei Jugendläuferinnen schneller als die Siegerin im Frauenfinale Majtie Kolberg von der LG Kreis Ahrweiler in 1:51,9 min, die allerdings mit Jg. 1999 auch in der Jugendklasse startberechtigt gewesen wäre.

Der 600m Cross-Sprint präsentiert die schnellsten Läufer des Tages. Jammeh Omar gewinnt bei den Männern Niklas Harsy gewinnt wie im Vorjahr den U20-Sprint. Fünfhundertstel hinter ihm läuft Oskar Schwarzer auf Rang 2 Den Sprint der Frauen gewinnt Majtie Kolberg (hier in Schwarz hinter der 3. Denise Krebs), letztes Jahr gewann sie in der U20 Die U20-Klasse entscheidet dieses Jahr Svenja Sommer für sich. Carolin Kleyer und Lara Tortell folgen dicht auf den Rängen 2 und 3

Schnellster Sprinter war Jammeh Omar von der MTG Mannheim in 1:31,3 min vor Alexander Köber von der SG Schorndorf (1:33,9) und Fabian Spinrath (LAV Bayer Uerdingen /Dormagen in 1:34,6 min. Mit 1:34,4 min wurde Jugendsieger Niklas Harsy vom LAZ Gießen notiert vor Oskar Schwarzer vom TV Groß-Gerau (1:34,9) und Joscha Bretschneider vom LV Einheit Cereiz (1:36,1).

600m - Cross-Sprint
Platz Name Verein Zeit Name Verein Zeit
Frauen Männer
1
Kolberg Majtie LG Kreis-Ahrweiler 1:51,9 Omar Jammeh MTG Mannheim 1:31,3
2
Kruse Lea FC Schalke 04 1:53,6 Köber Alexander SG Schorndorf 1846 1:33,9
3
Krebs Denise TV Wattenscheid 01 1:54,1 Spinrath Fabian LAV Bayer Uerd./ Dormagen 1:34,6
Weibliche Jugend U20 Männliche Jugend U20
1
Sommer Svenja TV Groß-Gerau 1:49,8 Harsy Niklas LAZ Gießen 1:34,4
2
Kleyer Carolin LG Region Karlsruhe 1:50,3 Schwarzer Oskar TV Groß-Gerau 1:34,9
3
Tortell Lara TV Rendell 1:50,7 Bretschneider Joscha LV Eiheit Cereiz 1:36,1

Jugend- und Schülerläufe

1300m - Mädchen und Jungen U10 und Mädchen und Jungen U12

Als die Jüngsten 2010 geboren wurden, da hatte der Darmstadt Cross schon eine lange Geschichte, deren Fortschreibung aber in wenigen Jahren von diesen bestimmt werden kann. Immerhin schon 1300 m liefen die Jahrgänge M8/W8 und M9/W9. Joakim Endlich lieferte in 5:00 min die beste Zeit und siegte wie Vereinskameradin Anne Grabosch vom SSC Hanau-Rodenbach, die in 5:11 min gestoppt wurde. Mit je 21 Finishern waren bei den Jüngsten Mädchen und Jungen gleichstark vertreten.

Joakim Endlich gewinnt die M8 Emilio Maccioni (vorne) ist Schnellster der M9 Anne Grabosch ist in der W9 die Schnellste Die W8 gewinnt Jonna Ylvie Schneider

In der U12 siegte bei den Jungen Leo Friedrich (SSF Bonn) in 4:25 min, das Nachsehen hatte um 2 Sekunden Tristan Kaufhold vom erfolgsgewohnten Schulsportclub in Hanau-Rodenbach. Schnellstes Mädchen war Victoria Ogunloye von der TSG Eisenberg in 4:52 min. Nun lag die Athletin des SSF Bonn, Elina Schoenen drei Sekunden zurück. Als Dritte finishte W10-Siegerin Hannah Lösel von der TSG Oberursel in 4:56 min. Mit 40 Mädchen gegenüber 33 Jungs waren in dieser Klasse klar die Damen vorn. Für Elena Matheis von der TSG Eisenberg, 7. der W10, ist Darmstadt ihr Lieblingscross.

Leo Friederich siegt in der M11, hier noch hinter Tristan Kaufhold, der 2. M11 wird Mika Siebenborn gewinnt die M10 Victoria Ogunloye gewinnt die W11, hier noch vor ihr die Siegerin der W10 Hannah Lösel 5 der 7 NachwuchsathletInnen der TSG Eisenberg, die aus der Pfalz zu ihrem Lieblingscross (Aussage Elena) und Lieblingslauf (Aussage Jakob), dem Darmstadt Cross anreisten. V.l. Paula (8.W11), Elena (7.W10), Victoria (1. W11), Jakob (9.M10) und Hannes (4.M11)

1300m - Mädchen und Jungen U10 und Mädchen und Jungen U12
Name Verein Zeit Name Verein Zeit
Mädchen U10 Jungen U10
Grabosch Anne (W9) SSC Hanau-Rodenbach
5:11
Endlich Joakim (M8)
SSC Hanau-Rodenbach 5:00
Schneider Jonna Ylvie (W8)
Bessunger Schule
5:37
Maccioni Emilio (M9)
SC Steinberg 5:05
Mädchen U12 Jungen U12
Ogunloye Victoria (W11) TSG Eisenberg 4:52 Friederich Leo (M11) SSF Bonn 4:25
Lösel Hannah (W10) TSG Oberurse 4:56 Siebenborn Mika (M10) MTV Urberach 4:41

2500m - männliche und weibliche Jugend U14 - das Podium

Vorgezogen zu Beginn der Veranstaltung starteten die U14-Klassen, der Jahrgänge 12 und 13 über 2500 Meter. Hier siegte vom SSF Bonn Tom Clemens in 8:34 min. In der M12 war Hennes Behrens in 8:54 schnellster vom ASC Darmstadt. Mit 18 Jungs und 21 Mädchen zeigt die Leichtathletik leider schon rückläufige Tendenz. Nicht so bei Hannah Rödel vom LC Rehlingen, die in 9:23 min vor der W12-Erstplatzierten Finia Friederich (SSF Bonn) in 9:25 min sowie Annika Buser (9:26) und Luise Eisenmann (9:35) beide von der KSG Gerlingen siegte.

Schnellster im U14 Bewerb ist Tom Clemens (M13) vom SSF Bonn Hennes Behrens vom ASC Darmstadt springt als 5. auf den ersten Platz in der M12 Bei der weiblichen Jugend U14 ist Hannah Rödel (W13) vom LC Rehlingen vorn. Direkt hinter gewinnt Finia Friederich vom SSF Bonn die W12

2500m - männliche und weibliche Jugend U14 - das Podium
Frauen Männer
Name Verein Zeit Name Verein Zeit
W13 M13
Rödel Hannah
LC Rehlingen
9:23
Clemens Tom
SSF Bonn 8:34
Buser Annika KSG Gerlingen 9:26 Dillemuth Jan TV Assenheim 8:46
Eisenmann Luise KSG Gerlingen 9:35 Mertens Tim SSF Bonn 8:46
W12 M12
Friederich Finia SSF Bonn 9:25
Behrens Hennes
ASC Darmstadt 8:54
Herwig Emmanuelle SV 1899 Mühlheim 9:38 Zukrowski Tom SSC Hanau-Rodenbach 9:16
Mikitenko Vanessa
SSC Hanau-Rodenbach 9:43 Kunkel Elias TSG Eisenberg 9:52

2500m - weibliche Jugend U16 und männliche Jugend

In der U16 siegte bei den Mädchen der W15 Olivia Gürth (Diezer TSK Oranien) zeitgleich in 8:54 min vor Charlotte Römer (LAZ Ludwigsburg). Mia Böthern vom SC Itzehoe (8:55) verdrängte Marie Tertsch vom ASC Darmstadt um eine Sekunde vom Podium. Mirjam Beschorner vom SSC Hanau-Rodenbach siegte in der W14 in 9:06 min. Vom gleichen Verein ist Max Grabosch, der als schnellster Junge in 7:46 min deutlich siegte. David Saul vom SV Mühlhausen siegte in 8:28 min in der Klasse M14 auf Einlaufrang 7. Mit 31 zu 27 Finishern behielten weiterhin die Mädchen die Oberhand.

Max Grabosch gewinnt die M15 David Saul ist Schnellster der M14 In der W15 gewinnt Olivia Gürth W14Siegerin wird Mirjam Beschorner

2500m - weibliche Jugend U16 und männliche Jugend U16 - das Podium
Frauen Männer
Name Verein Zeit Name Verein Zeit
W15 M15
Gürth Olivia (W15) Diezer TSK Oranien 8:54 Grabosch Max (M15) SSC Hanau-Rodenbach 7:46
Römer Charlotte (W15) LAZ Ludwigsburg 8:54
Mrochen Bastian (M15)
LG Reinhardswald 8:00
Böthern Mia (W15) Sport-Club Itzehoe 8:55
Jäger Luk (M15)
TSV Penzberg 8:07
W14 M14
Beschorner Mirjam (W14) SSC Hanau-Rodenbach 9:06 Saul David (M14) SV 1899 Mühlhausen 8:28
Böhm Marlene (W14) SSF Bonn 9:08 Belfqih Anas (M14) TSV Schott Mainz 8:35
Behrens Jule (W14) Georg-Büchner-Schule 9:16 Levai Timon (M14) SSF Bonn 8:43

4200m - männliche Jugend U18

Im Lauf der U18 über 4200 m zeigte Anthony Hildenbrand von FC Dörlesberg der Konkurrenz die Hacken. Rasch hatte er einen soliden Vorsprung herausgelaufen und ließ sich von den Verfolgern auch nicht mehr einholen. In 13:31 min überraschte er selbst den Crosscup-Gewinner Marius Abele vom SSC Hanau-Rodenbach, der in 13:42 Zweiter wurde, eine Sekunde vor LG Langgöns-Oberkleen Läufer Dominik Müller.

Im Rennen der U18 über 4200m führt Anthony Hildenbrand (514) vom Start bis ins Ziel Die Verfolgergruppe führen der im Ziel Zweitplatzierte Marius Abele (501) und Drittplatzierte Dominik Müller (537) an

Für Anthony Hildenbrand geht ein erfolgreiches Jahr zu Ende. Drei baden-württembergische Titel hat er gesammelt, über 5000 m, 10 km und im Cross. Bestzeiten von 16:07 min über 5km und 33:33 über 10 km hat der moderne Mehrkämpfer aufzuweisen, dessen Herz für Duathlon und Triathlon schlägt. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich das durchlaufen kann", freute er sich im Ziel.

4200m - männliche Jugend U18
Platz Name Verein Zeit
1
Hildenbrand Anthony FC Dörlesberg 13:31
2
Abele Marius SSC Hanau-Rodenbach 13:42
2
Müller Dominik LG Langgöns-Oberkleen 13:43
4
Gering Julian LG Vogtland 13:51
5
Just Jonas LG Osterode 13:53
6
Förster Tom LG Vogtland 13:58

Fazit

Darmstadt behauptete sich als erste Cross-Adresse in der Republik. Mit den schnellen Siegerehrungen jeweils nach dem Einlauf und selbst den zeitnahen Ehrungen im Deutschen Crosscup punktete die Organisation um Wilfried Raatz von wus media und ASC Darmstadt. Das Moderatoren Duo Markus Philipp und Michael Heist informierten und unterhielten die Zuschauer pausenlos. Selbst ein Stromausfall, der die Werbebogen in sich zusammen sinken ließ, war im Nu Geschichte.

Das eingespielte Moderatoren-Duo Markus Philipp und Michael Heist (links) halfen in Darmstadt zu einem guten Einblick in die Crosslaufszene Kidane Tewolde von der LG Olympia Dortmund und Aaron Bienenfeld (links) vom SSC Hanau-Rodenbach kommen gemeinsam auf den 1. Platz in der U23 im Deutschen Cross-Cup
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Wie der DLV in Zukunft die Leichtathletik fortschreiben wird, ob im eigenen Land oder weiterhin im Ausland Rennen als Qualifikationswettbewerbe vorgezogen werden, wird man sehen. Der neue DLV-Präsident hätte hier eine willkommene Gestaltungsmöglichkeit. Als Cross Country Permit Meeting des Europäischen Leichtathletikverbands könnte sich sogar eine Cross-Europameisterschaft in der hessischen Wissenschaftsstadt anbahnen.

Bericht und Fotos von Constanze & Walter Wagner

Foto-Impressionen im LaufReport HIER
Ergebnisse www.darmstadt-laeuft.de
Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER

LaufReport ist für Leser gratis. Finanzierbar werden die Reportagen dank der eingefügten Bannerwerbung.
Hier im Überblick alle Werbeflächen dieses Beitrags im Miniaturformat direkt zum Anklicken:

© copyright
Die Verwertung von Texten und Fotos, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne Zustimmung der LaufReport.de Redaktion (Adresse im IMPRESSUM) unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.