18./19.10.25 - 53. Int. WolfgangseelaufRekorde am laufenden Band! |
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| von Constanze & Walter Wagner |
Foto-Impressionen vom 27km Klassiker, Marathon, 10km Uferlauf & 5,2km Panoramalauf HIER
Foto-Impressionen vom Walk the Lake & vom Junior-Marathon HIER
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"Es war eine Hammerveranstaltung", resümierte Franz Sperrer. Zum 14. Mal leitete er als Hauptverantwortlicher die geschichtsträchtige Veranstaltung, die er 2012 bei der 40. Auflage vom Erfinder und Premierensieger Franz Zimmermann übernommen hatte. "Ihr habt Großartiges geleistet. Wahnsinn. Tausendfach gab es positive Resonanz", bedankte sich Sperrer bei seinen Helferinnen und Helfern. Und Werner Haas, Vereinsvorsitzender der LG Wolfgang, mit 260 Mitgliedern größter Laufverein Oberösterreichs, fügte beim Abschlusstreffen hinzu: "Die Leute hatten bei der Siegerehrung Tränen in den Augen." |
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| BORN TO RUN - der Slogan auf dem Funktions-Shirt zum 53. Internationalen Wolfgangseelauf, der einmal mehr Läuferinnen und Läufern aus 58 Nationen ein fantastisches Wochenende bot | |
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Ausführliche und einladend präsentierte
Laufankündigungen im LaufReport HIER
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Die sah man dann auch beim Abschlusstreffen, als die Anspannung nach den wochenlangen Anstrengungen von Verantwortlichen abfiel. Doch nicht nur Helfer stellt der Verein, es wird auch vielzählig mitgelaufen. Die LG St. Wolfgang hatte mit Robert Reiter sogar ein heißes Eisen im Rennen. Bei seiner fünften Teilnahme am 27-km-Klassiker wurde der 44jährige in 1:40:20 h, seiner persönlichen Bestzeit, Gesamtfünfter. |
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Anerkennung war ihm gewiss, denn bei der LG sind alle Läufer. Etwa 80 Trainingskilometer pro Woche gibt er an, selten mehr und bis maximal 120 Wochenkilometer. Er arbeitet als CNC-Techniker, läuft seit 15 Jahren und stieß 2019 zur LG St. Wolfgang. Seine Bestzeiten: 33:21 min über 10 km und 1:12:17 h über Halbmarathon. Diese sind längst noch nicht in Stein gemeißelt und werden weiterhin angegriffen, so Reiter, der im Dezember 45 wird.
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| Robert Reiter im roten Trikot der LG St. Wolfgang wird bei seiner 5. Teilnahme Gesamt 5. und gewinnt zudem die M45 |
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Regina Reisinger feierte am 2. Oktober ihren 40. Geburtstag. Was lag da näher als endlich um den Wolfgangsee zu laufen. Für sie ein Debüt, für Papa Josef Wimmer Routine. 15 bis 20 Mal sei er schon dabei gewesen. Genau wusste er es nicht, aber 1:58:30 h ist seine beste Zeit, da war er sicher. Zählt andernorts die Marathon-Bestzeit, hier am Wolfgangsee ist die Zeit für die Seerumrundung das Maß. Mit dem Vorhaben sich am 3-Stunden-Pacer zu orientieren waren sie bestens getimed. Nach 2:56:27 h kam das Vater-Tochter-Gespann, beide bei der LG St. Wolfgang, ins Ziel. Josef Wimmer wechselt im kommenden Jahr in die M70. Da können noch einige Seeumrundungen kommen. |
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Mathias Friesacher aus Deutschlandsberg bei Graz feierte seinen 30. Geburtstag und war Debütant. Auch er bildete mit Vater Johann ein Laufpaar, doch nach dem Falkenstein trennten sie sich. Mathias schaffte die Seerunde in 2:49:45 h und wartete im Ziel auf den Papa und urteilte: "Der Lauf war super." Johann Friesacher aus Stainz war nach 3:22:06 h im Ziel und belegte Platz 72 in der M60. Mathias wurde 151. in seiner Altersklasse und schafft es vielleicht dort schon im nächsten Jahr in die Top100. Der ältere Bruder Valentin zog die Teilnahme am Marathon vor und kam nach 4:37:11 h auf Rang 24 der M30 ins Ziel. |
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Als ältester Teilnehmer aller Zeiten am Wolfgangseelauf war Josy Simon von der LG St. Wolfgang über 10 km gestartet. Noch im September ist der ehemalige Luxemburgische Parlamentsabgeordnete Marathon gelaufen und das im 93. Lebensjahr. Mit 1:19:35 min landete er auf Rang 1680 von insgesamt 1729 Finishs beim Uferlauf. Schon an den Vortagen ehrte er die Kinder bei den Läufen auf der Seepromenade in Strobl. Dort eröffnete der 3. Charitylauf den 53. Internationalen Wolfgangseelauf sportlich. 364 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Strobler Schulen waren aktiv und erlösten eine Spendensumme von 21.500 Euro.
Der Samstag beginnt mit dem "Walk the Lake" in St. Gilgen. Am Mittag folgen die Läufe des Junior-Marathons auf der Seepromenade in Strobl und am Abend heißt es im Pacherhaus in St. Wolfgang "Griaß Eich", ein geselliger, unterhaltsamer und informativer Empfang mit Pasta. Aus dem einst alleinigen 27 km Wolfgangseelauf ist ein kompaktes Programm über drei Tage entstanden.
Um 9 Uhr starteten zum vierten Mal die Wanderer direkt am See beim Strandbad Brunnwild in St. Gilgen. Der Laufrichtung entgegengesetzt, steht den Wanderern ebenso ziemlich bald der Falkenstein im Weg, eine etwa 200 Meter senkrecht in den See stürzende Felswand, die es zu überqueren gilt. Bei Kilometer 5 oben angekommen, dürften nicht wenige Wandersleute sich die Zeit genommen haben, einen Blick auf die Falkensteinkapelle zu werfen oder gar an dem wundersamen Ort einen Moment inne zu halten. Kaum weniger fordernd ist das steile bergab, ehe man in Ried wieder auf Seehöhe gelangt. Nach 8,5 km ist die Start-Ziel-Linie des Wolfgangseelaufs mit automatischer Zeitnahme und erstem offizieller Zielschluss.
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| Der Vereinsausflug der IGL Reutlingen begann mit 30 Teilnehmenden beim Walk the Lake. Insgesamt starteten 44 IGLer auf verschiedenen Disziplinen | |
Verlockend die leckeren Cafés und Restaurants in St. Wolfgang oder dem eigenen Leistungsstand angemessen ließen es 40 Wanderer dabei bewenden, zwei von der IGL Reutlingen, dem württembergischen Laufverein, der für seinen jährlichen Vereinsflug diesmal den Wolfgangsee gewählt hatte. Von 44 aktiven IGLern erhellten 30 in ihren giftgrünen Trikots den Walk the Lake. 18 wanderten sogar die ganze Strecke. Bei den Laufwettbewerben am folgenden Tag stellten sie mit Peter Rall den M80-Sieger über 5,2 km. Michael Röder, Moderator beim vom Verein organisierten Altstadtlauf wurde M70-Vierter über 10 km. Vorstand Horst Jägel, Jahrgang 1963, raste in unter drei Stunden um den ganzen See. Insgesamt 13 IGL-Läufer wurden am Sonntag im Ziel erfasst.
Der Wolfgangseelauf ist mit seinem Spektrum an Teilnahmemöglichkeit besonders gut für Gruppenausflüge geeignet. Ebenso das große Angebot an Hotels und Unterkünften in der touristisch hochentwickelten Region. In den über 400 Beherbergungsbetrieben summieren sich die jährlichen Übernachtungen auf über eine Million. Dennoch ist es ratsam zu besonderen Anlässen wie am Wolfgangseelauf-Wochenende oder zum Wolfgangseer Advent früh zu buchen und die Tage nicht zu knapp zu bemessen. Ausflüge in geschichtsträchtiger Umgebung, nach Bad Ischl, nach Salzburg, auf den Schafberg, aufs Zwölferhorn, auf die Postalm oder an weitere der zahlreichen nahe liegenden Seen drängen sich auf. Dabei gibt es allein um den See herum so vieles zu entdecken.
Für manchen ging es beim Walk the Lake erst nach einer Einkehr weiter. Nach St. Wolfgang ist Strobl die nächste Zwischenstation, wobei der Bürglstein, ein 745 m hoher Fels, wahlweise seeseitig oder landseitig umrundet werden durfte. 14 km zeigt der Schrittzähler in Strobl an, wieder wird die Zeit genommen und kann offiziell der Wanderausflug beendet werden. Dies nutzten tatsächlich 60 Teilnehmer. Es folgte auf dem Weg nach Gschwendt das Naturschutzgebiet Blinklingsmoos und im Ort die nächste Zeiterfassung. Bei 18,5 Kilometern beließen es nur drei.
Der große Rest, und damit 293, hielt nun nichts mehr von der Totalumrundung des Sees ab. Auch die vierköpfige Familie Forthuber aus Braunau, die sich den Abbruch an jedem Zwischenziel offen gehalten hatte, schaffte die 27 Kilometer. Papa Bernhard zudem obendrein den 10 km langen Uferlauf am Sonntag in 54:40 Minuten.
Der Walk the Lake, mit der ungünstigen Premiere bei anhaltendem Niederschlag, befindet sich wie die anderen hinzu genommenen Bewerbe im stetigen Aufwind, hat aber noch Luft nach oben, sofern ein Zuwachs überhaupt noch im Sinne des Veranstalters ist.
Aufgrund der großen Begeisterung des Nachwuchses wurde von der W/M4 bis zur W/M13 eine jahresweise Wertung vorgenommen (jeweils weiblich und männlich). Die Jahrgänge 2012 und jünger (max. 13 Jahre) liefen wieder je Alter von 200 bis 1.200 m und unter dem großen Interesse zahlreicher Zuschauer.
Insgesamt 18 Mal erfolgte das Startkommando von Harald Prohaska, der routiniert die Madeln und Burschen am Start ordnete und im Ziel begrüßte. Mit 502 Zieleinläufen auf dem übersichtlichen Areal eine echte Aufgabe. Zudem galt es für 20 Klassen 60 Pokale zu überreichen und die begehrten Preise der Tombola zu verlosen.
Leider ist aber auch am Wolfgangsee das Zahlenspiel ernüchternd, 175 Finishs in der U4 bis U6 über 200 Meter, gefolgt von 139 Zielerfassungen in der U7 und U8 über 400 Meter und 111 erfolgreichen Teilnahmen der U9 und U10 über 800 Meter, schafften die in den Klassen U11 bis U14 geforderten 1.200 Meter nur noch 77, obendrein überwiegend aus den jüngeren Klassen.
Bei der offiziellen Eröffnung beim Begrüßungsabend im Pacher-Haus, dem Veranstaltungszentrum am Wolfgangsee, ist organisatorisch schon ein ordentliches Stück des Weges zurückgelegt. Wie üblich bildete sich eine lange Schlange an der Pasta-Ausgabe, die dank flotten Vorrückens nicht ungeduldig wurde. Kurdirektor a. D. Hans Wieser genießt sichtlich seine Moderatorenrolle, führt locker durchs Programm und freut sich da bestimmt schon auf seine Zielmoderation am Sonntag. Der Ruheständler studiert ansonsten mit Begeisterung Geschichte und sieht einen Vorteil darin, dass er etwa 9/11 entgegen seiner Kommilitonen noch selbst erlebt hat. Rasant sind die Ehrungen für besonders häufige Teilnahmen vorgenommen. Vom Duo Country Roads unterhaltsam untermalt, klingt der Abend langsam aus. Für die Musiker gibt es noch Pasta. Pfiat Eich und bis morgen.
Mit dem neuen Teilnehmerrekord stößt der Wolfgangsee langsam an Grenzen und wird zusehends zu einer logistischen Meisterleistung. Vier Startorte und ein Ziel. Es gilt nicht nur die eintreffende Autokarawane zu kanalisieren, was in St. Wolfgang besonders schwierig ist, da es von dort keine Möglichkeit zur Weiterfahrt gibt. Die Teilnehmer müssen an ihre jeweiligen Startorte kommen. Unersetzbar ist dabei die organisatorisch eingebundene Wolfgangseer Schifffahrt, die mit ihrer Personenbeförderungsflotte die am Ufer liegenden Ortschaften übers Wasser verbindet.
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| Mit der Wolfgangsee Schifffahrt gelangt man stressfrei zu den diversen Starts | |
Das Zeitfenster für die Kleidertransporte zum Ziel werden immer enger, bedenkt man die Laufzeiten bei den kürzeren Distanz und dass diese zudem in zeitversetzten Blöcken starten. Ertönte noch vor wenigen Jahren das Startkommando an den drei Startorten am See zur gleichen Zeit, geht es beim 10 Km Uferlauf jetzt vier Minuten später los. Zwar trennen sich die Wegstrecken nach dem Überqueren der Ischl, dem Wolfgangseeablauf in Strobl, die Uferläufer laufen rechts um den Bürglstein, während die Panoramaläufer seeseitig über schmale Pfade und Stege den Fels seeseitig umrunden dürfen. Doch galt es zu verhindern, dass die schnellsten Zehner auf den letzten Startblock in Strobl auflaufen. Man darf auf zukünftige Lösungen gespannt sein, aber die Beibehaltung Qualität der vielgelobten Veranstaltung bleibt im Fokus.
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| Der 5,2 km Panoramalauf führt von Strobl, seeseitig am Bürglstein vorbei, in den gemeinsamen Zielort St. Wolfgang | |
5,2 km Panoramalauf von Strobl nach St. Wolfgang
Als der Startschuss um 10 Uhr 30 in Strobl fiel, war der Marathon schon 75 Minuten unterwegs. Erste Meldungen ließen auf besonders schnelle Zeiten hoffen. Ein schnelles Rennen sollte es auch auf der kürzesten Distanz werden, die dank zweier weiterer Startblöcke 748 Zieleinläufe ermöglichte. Unangetastet blieben die Streckenrekorde der damals 13jährigen Anna Baumgartner (19:18) min aus dem Jahr 2014, des in seinen ersten fünf Jahren reinen Frauenlaufs. Tobias Rattinger war 2022 in 16:11 min der bisher schnellste Läufer beim Panoramalauf. Mit Bruder Daniel, dem Vorjahressieger des Panoramalaufs, fehlten beide am Start.
LAC BMD Amateure Steyr hatten mit Moritz Heiml aber wieder einen Sieganwärter gestellt, doch traf der an der Spitze des Rennens auf ebenbürtige Gegner. Schon vor dem Start stand das spätere Podium zusammen, man kennt sich, und hielt Ausschau nach "Gefährdern". Als Sieger entpuppte sich schließlich Christoph Stadler, der für Running Collective in 17:23 min die Einlaufliste mit einer Sekunde vor Lukas Sturm (LAG Genböck Haus Ried) und dem zeitgleichen auf Rang drei klassierten Moritz Heiml anführte. Hinter den drei M20-Läufern folgte M30-Sieger Johann Lehenauer in 17:31 min vor dem U16-Besten Matteo Albert von Tripower Wimberger Freistadt in 17:37 min.
Die 17jährige Emma Scherb, ebenfalls Tripower Wimberger Freistadt und Siegerin der beiden Vorjahre, ließ sich den reinen Hattrick nicht nehmen, musste allerdings erneut schneller laufen um zu gewinnen. Von 21:21 über 20:27 zu 19:43 min lautet ihre Statistik. Noch wackelte der Streckenrekord nicht, rückt aber ins Erreichbare. Zweite und W30-Siegerin wurde Maria Pagalila (LAC Nationalpark Molln) in 19:49 min gefolgt von Katarina Lovrantova aus der Slowakei, 1. W40 in 20:26 min. Auf Rang sechs laufend war Hannah Kichweger vom LCAV Jodl Packaging in 22:15 h 2. WU18. Ihr folgte WU16-Siegerin Marie Unterberger von der LG St. Wolfgang auf dem 7.Rang.
Am letzten Tag der Voranmeldung trug sich die Streckenrekordhalterin (35:56 min) Kerstin Springer von der Union Rohrbach-Berg in die Startliste ein. Die Frage nach ihrem dritten Sieg in Folge besaß aufgrund einer Verletzung aber ein dickes Fragezeichen. Am Ende reichte es in 36:51 min für Rang drei. Den Siegerkranz durfte sich Annika Leineweber umlegen, mit 22 Jahren drei Jahre jünger als Kerstin.
Derzeit studiert Annika noch Medizinische Biologie in Salzburg, kommt aber aus der südhessischen Stadt Viernheim und startet für die MTG Mannheim. Im Anschluss an ihren Bachelorabschluss hofft sie auf ein weiterführendes Sportstipendium in den USA. Mit ihrer Bestzeit von 35:16 min hatte sie den Streckenrekord im Visier und haderte etwas mit ihrer Siegzeit in 36:06 min. 10km sind ihre Lieblingsstecke. Den ersten Kilometer lief sie 3:27 min und hatte nach 4 Kilometern noch immer die Lettin Agata Strausa mit Wohnort Salzburg, Dritte in 36:32 min und W35-Siegerin, sowie Kerstin Springer direkt hinter sich.
Von den insgesamt 1729 im Ziel erfassten, blieben 42 netto unter 40 Minuten, darunter die drei vordertsplatzierten Frauen. 929 Frauen wurden im Ziel erfasst und übertrafen den Männeranteil um über 16 Prozent.
Die Männer kamen auch nicht in den Leistungsbereich des Vorjahressieges von Tobias Rattinger in 31:02 min oder gar an den Streckenrekord von Peter Herzog von 30:44 min aus dem Jahr 2016. Dem Tagesschnellsten Christian Guttenbrunner (M40) aus Linz genügten 34:01min zum Sieg. Nicolas Kellinger von Limodore Runion Altenberg wurde in 34:26 min Zweiter und U20-Sieger. Das Podium komplettierte mit Oliver Pfaffenwimmer von LAC Collective Molln ein weiterer M40-Läufer in 34:32 min. Roland Höll von der LG St. Wolfgang führte in Strobl das Feld klar an, musste sich aber letztlich mit dem vierten Rang in 34:36 min begnügen. Florian Gruber schaffte es für Honeder Naturbackstube als Fünfter im Einlauf und M35-Sieger in 34:58 noch unter 35 Minuten.
Für die längste Distanz müssen die Läuferinnen und Läufer den Wolfgangsee verlassen, denn der Start des Marathons erfolgt an der Trinkhalle der ehemaligen Kaiserresidenz Bad Ischl. Erst nach 15 Kilometern starten sie auf die Strecke des Klassikers, erreichen aber schon vor St. Wolfgang den See. Der Falkenstein stellt sich ihnen erst bei halber Distanz in den Weg. Mit 273 erfolgreichen Teilnahmen übertraf die 14. Austragung sogar alle vorherigen Anmeldezahlen. Hier bewahrheitet sich einmal mehr, dass sich die Ausdauer des Veranstalters auszahlt. Obendrein gab es einen Streckenrekord zu feiern.
Dass das Frauenrennen sehr interessant werden würde, wurde erwartet, ein Rekord aber nicht. Am Start war wieder Renate Veigl vom Wagyusportsteam, Siegerin 2021, 2023 und Vorjahreszweite. Auch die Vorjahressiegerin Tereza Korvasová aus Tschechien war wieder dabei. Diese kamen mit ihren bisherigen Ergebnissen aber nicht in die Nähe des Streckenrekords, den Dr. Veronika Limberger schon 2014 bei ihrem ersten von drei Siegen in 3:13:50 h aufgestellt hatte. Renate Veigl war eine Woche zuvor in Chicago Marathon in 3:15:52 h gelaufen.
Doch drückte überraschend eine 27jährige Deutsche dem Marathon ihren Stempel auf. Maren Hamm stiefelte für Early Birds weit vorne weg und kam nach 3:10:21 h (3:10:16 netto) in neuer Rekordzeit ins Ziel. Renate Veigl folgte auf Rang 2 als W35-Siegerin in 3:21:55 h. Tereza Korvasová lag bis Kilometer 33 auf dem dritten Podiumsplatz, musste dann Anja Weilguni vom SVG Gallneukirchen, wie Maren Hamm Jahrgang 1998, passieren lassen, die in 3:25:08 h Dritte wurde. Tereza Korvasová, die als Wohnort Marquanstein in Österreich nennt, verteidigte den vierten Rang in 3:28:43 h vor der aufkommenden Julia Ecker (LAC BMD Amateure Steyr), Fünfte in 3:29:39 h. 74 Frauen sorgten auf dem fordernden Parcours für einen Frauenanteil von 27 Prozent.
Ähnlich deutlich fiel der Sieg von Markus Schreiner (LAC BMD Amateure Steyr), Jahrgang 1992 aus, der bereits im Vorjahr in 2:49:49 h gewonnen hatte. Bei der 14. Austragung steigerte er sich quasi im Alleingang auf 2:46:49 h blieb aber hinter dem Streckenrekord, den Florian Neuschwander 2019 in 2:41:40 h gelaufen war. Der Tscheche Maxim Semenchukov aus Prag schaffte es als Zweiter noch in 2:56:42 h die 3-Stunden-Marke zu unterbieten und siegte in der M40. Benedikt Rosensteiner von der DSG Union Raiba Pfandl versüßte seinen dritten Gesamtrang in 3:00:30 h mit dem M35-Sieg vor dem viertplatzierten M35-Zweiten Patrick Tröscher in 3:02:53 h. Der sechsmalige Marathonsieger Andreas Pfandlbauer folgte als M45-Sieger in 3:04:31 h knapp vor dem Gesamtsechsten und M50-Sieger Robert Gruber in 3:04:46 h, für den es das erste Rennen nach verlängerter "Coronapause" war. Aufgrund der abverlangten Maßnahmen hielt er sich von Veranstaltungen fern, hat aber das Laufen nicht verlernt.
Wenn der Wolfgangsee zum Laufen ruft, verklingt das nicht ungehört. Zahlreich sind die Nationen aus denen die Teilnehmenden in St. Wolfgang am Start zusammen finden. Viele Traditionsrennen mussten aufgeben, fanden nicht mehr den Geschmack der Laufszene, den auszuloten einem Glücksspiel gleichkommt. Mal ist der Kurs nicht flach oder nicht schnell genug. Mal ist er zu wenig fordernd und zu kurz. Allen Moden zum Trotz gibt es weiterhin den 27 km Klassiker und er feierte bei seiner 53. Austragung mit 2.349 Anmeldungen einen neuen Melderekord und dies, obwohl er viele Jahre alleiniges Laufangebot war. 1960 Teilnehmer erreichten in diesem Jahr bei sehr guten Laufbedingen das Ziel, davon 652 Frauen.
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| Gerade im Mittelfeld ist die Stimmung immer besonders ausgelassen, hat man doch viel mehr Laufgenuss als die schnellen Asse | |
Erstmals fehlten die internationalen Asse vergangener Auflagen, was sich evtl. durch die Höhe des möglichen Preisgeldes erklären lässt. Neu ist, dass es auch auf den anderen Distanzen etwas Preisgeld gibt. Dass dies weder qualitativ und schon gar nicht quantitativ Nachteile brächte, belegen die Ergebnisse der aktuellen Austragung. Mit der Anmeldung der 30jährigen Zwillinge Manuel und Hans-Peter Innerhofer, beide mehrfache Staatsmeister, waren die Favoriten ausgemacht. Beide hatten bei den 3. World Mountain & Trail Running Championships Ende September in den französischen Pyrenäen die Farben Österreichs vertreten, waren jedoch aufgrund von Verletzung bzw. einer in Lafranc zugezogenen Lebensmittelvergiftung auf die eine oder andere Weise etwas in der Vorbereitung gehandicapt gewesen.
Hans-Peter Innerhofer war 2022 Gesamtzweiter geworden und hätte sich bestimmt um einen Rang verbessert, wäre da nicht der drei Minute jüngere Zwillingsbruder Manuel gewesen. Der scheiterte um eine Sekunde an der besten Zeit eines Österreichers, war am Ende immerhin der zweite Österreicher, der beim Wolfgangseelauf unter 1 Stunde 30 geblieben ist. In 1:29:43 h siegte er vor Hans-Peter, der in 1:32:26 h für den Doppelerfolg des LC Oberpinzgau sorgte. Nach Markus Lemp, Sieger der abgespeckten Corona-Austragung 2021, muss man ansonsten bis ins Jahr 1996 zurückblicken, um mit Helmut Schmuck einen Österreichischen Sieger ausfindig zu machen. Selbst der Streckenrekord des 10fachen kenianischen Siegers Hosea Tuei von 1:26:10 h schien greifbar.
Markus Lemp vom LC Sicking, im Vorjahr Zweiter, komplettierte in 1:36:40 h das Siegerpodium, war Schnellster der M35 und erweiterte seine Erfolge am Wolfgangsee: einmal 1., einmal 2., zweimal Zweiter und einmal Fünfter. Der zwei Jahre ältere Vorjahresdritte Andreas Englbrecht (Team Sport Lichtenegger) beendete einen starken Auftritt auf Rang vier in 1:39:47 h. Fünfter wurde der eingangs erwähnte LG St. Wolfgang Athlet und M45-Sieger in 1:40:20 h, Robert Reiter, der auch im September beim Kaiserlauf in Bad Ischl hinter Englbrecht Dritter geworden war.
Bei den Damen glänzte gar nicht überraschend Kirsten De-Baey-Ruszin. Die 35jährige hatte den Kaiserlauf Ende September über Halbmarathon in 1:19:25 h mit 9 Minuten Vorsprung gewonnen. Es gelang, sie auf den anstehenden Wolfgangseelauf aufmerksam zu machen. Die 35jährige, die ursprünglich vom Niederrhein unweit der Niederlande stammt und seit zwei Jahren in der Nähe des Chiemsees lebt, startet für den PTSV Rosenheim/Falkesports, ist erfolgreich im Triathlon, Duathlon und beim Traillauf.
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| Eine schöne Passage bietet das Europaschutzgebiet Gschwendter Moos | ... das nach km 18 bzw. km 33 via Strobl Richtung Zielort St. Wolfgang verlassen wird |
Beachtung fanden ihre zweiten Plätze hinter Laura Hottenrott beim Zermatt Marathon im Juli und beim Jungfrau Marathon im September. Die Fachberaterin für biologische Pflanzenschutzmittel arbeitet im Außendienst und bekommt Arbeit und Training gut unter einen Hut. Den Wolfgangseelauf gewann Kirsten De-Baey-Ruszin in 1:45:14 h, einer der besten Zeiten in der Veranstaltungsgeschichte. Der 35 Jahre alte Streckenrekord der Ungarin Helena Barocsi von 1:40:38 h bleibt weiterhin unerreicht.
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| Zielschuss zum Zielschluss im tosenden Publikumsmeer vorbei an der Wallfahrtskirche St. Wolfgang | |
Zweite wurde Philine Meister Jahrgang 1999, eine weitere deutsche Läuferin der Early Birds. Sie erreichte nach 1:52:39 h das Ziel unweit der Wallfahrtskirche. Theresa Birglechner aus Pucking rettete Österreich Rang drei in 1:54:53 h. Mit Monika Kubai in 1:58:20 h, Mag. Johanna Novak aus Wien in 1:58:22 h W40-Siegerin folgten auf den Plätzen 4 und 5 weitere Österreicherinnen.
Viel zu kurz kommt in dieser Reportage die Freude, die trotzt der Anstrengungen den Läuferinnen und Läufern ins Gesicht geschrieben war. Alexander und Jeannette Liebig aus Heidelberg bleiben in Österreich und hängen ihre Teilnahme am folgenden Wochenende beim dreitägigen Salzburg-Trail an. Jimmy Halfpapp wird dorthin wieder aus Mannheim anreisen.
Aktivurlaube im Salzkammergut muss man eigentlich nicht bewerben und den Wolfgangsee erlebt man sowieso immer wieder gern. Seine wechselvollen Gesichter, wenn die aufgehende Sonne über die Wasseroberfläche scheint und die Berge glühen lässt, wenn am Tag die Schiffe über den See gleiten und wenn des Nachts die Lichter das Ufer erahnen lassen.
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Mit dem Wolfgangseer Advent steht das nächste Highlight am See an und am 17./18. Oktober 2026 schnüren wieder 7.000 ihre Laufschuhe beim 54. Int. Wolfgangseelauf. Bestimmt wieder mit Gruppenwertungen, dem Team-Marathon aus der Zeitaddition eines Teilnehmers über 5,2 km, 10 km und 27 km oder dem Wolfgangsee-Champion, der die Teilnahme am Schafberglauf und beim 27km Klassiker erfordert.
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Bericht von Constanze & Walter Wagner |
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