26.10.19 - 29. Sparkassen Alb Marathon Schwäbisch Gmünd

Schön schwer und brutal schön: Die Strecke, die Landschaft, das Wetter

Perfekter Abschluss für den scheidenden Organisationsleiter Erich Wenzel

von Constanze & Walter Wagner 

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Mit dem 29. Alb Marathon der DJK Schwäbisch Gmünd geht die Ära Erich Wenzel langsam zu Ende. 29 Durchführungen fanden unter seiner Verantwortung statt, den runden Geburtstag hat er seinen Nachfolgern als Starthilfe überlassen. Als 1991 der Alb Marathon erstmals ausgetragen wurden, sorgte er für reichlich Diskussionsstoff in der Laufszene. Ein Lauf über 44 km, wie in seinen ersten sieben Jahren, zählte nicht als Marathon und nicht wenige Ultramarathonis empörte es, dass eine solch kurze Distanz als Ultramarathon gelten solle. Die Streckenlänge war dem Umstand geschuldet, dass unbedingt alle drei Kaiserberge ins Programm sollten. Die Dreikaiserberge sind noch immer der limitierende Faktor. Zeugenberge, die mehr oder weniger einsam aus der Landschaft ragen, haben nun einmal viele, meist steilere Anstiegs- und Abstiegsmeter.

 
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Die Alb Marathon Macher, das Vater-Sohn-Gespann Matthias (links) und Erich Wenzel. Der 30. Alb Marathon wirft seine Schatten voraus
Nichts für reine Asphalt-Cowboys:
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1998 wurde der lange Kanten auf 50 km verlängert, war damit DUV-Cup-fähig. Mit der Teilstrecke bis hinauf zum Rechberg wurde im gleichen Jahr eine Alternativdistanz von rund 25 km hinzugenommen, bei der mit dem 720 m hohen Stuifen der höchste Kaiserberg ausgespart wurde.

 
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Der in den Anfangsjahren parallel stattfindende Crossduathlon, bei dem die ersten 26 km per Bike bewältigt wurden und der die Teilnehmerzahl des reinen Laufs im Premierenjahr übertraf, fand mit einem Unfall ein jähes Ende, das zu einem Lehrstück für Schadensersatz wurde. Die DJK Schwäbisch Gmünd verzichtete zwangsläufig auf die Fortsetzung dieses beliebten, risikoreichen Wettbewerbs.

Die 50km Führungsradfahrer auf dem Mountainbike OHNE Elektroantrieb. Thomas (li) ist das 6te Mal dabei, Philipp das 1te Mal Der erste Bürgermeister von Schwäbisch Gmünd Dr. Joachim Bläse war auch läuferisch mit von der Partie. Er rannte den ersten Part der Staffel TV-Lindach Lauftreff, die nach 4:41:25 auf Platz 24 ins Ziel einlief Kurz nach dem Start in der Stauferstadt führt die Strecke an der spätromanischen Johanniskirche vorbei über den Marktplatz

Mit dem Wechsel von Start- und Ziel ins Stadtzentrum fand der Alb Marathon eine Aufwertung, dessen Fortsetzung 2011 auf der Kippe stand, da eine Streckengenehmigung auf Göppinger Gemarkung einmalig nur noch für diese Austragung erteilt wurde.

Von Erich Wenzel, selbst noch immer gern als Läufer dabei und mit Inbrunst treibende Kraft bei der Fortsetzung des vereinenden Europa-Cup für Ultramarathon, wird man zum 30. Alb Marathon sicher noch einige der zahlreichen Anekdoten zu hören bekommen, die der kurz nach der Wiedervereinigung entstandene Lauf, ähnlich der traditionsreichen Harzquerung in Sachsen-Anhalt und auch dem Rennsteiglauf in Thüringen, erbracht hat.

 
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Mit Rückblick auf den Hohenstaufen, dem ersten der drei Kaiserberge, folgt mit dem Weg auf den Asrücken ein Zwischenanstieg

Strahlende Sonne lachte dem scheidenden Organisationsleiter und den Teilnehmern ins Gesicht und sollte den Läuferinnen und Läufern der 29. Auflage mehr als erhofft zu schaffen machen. Der Lauf Ende Oktober hat freilich schon alles an Bedingungen erlebt, Regen, Graupelschauer, Schnee, Kälte und Matsch. Dieses Jahr also ein goldener Oktobertag, der die Nachfrage an den Versorgungsständen enorm steigerte. Dem gemeinsamen Start über die beiden Distanzen waren die Genussläufer eine Stunde vorausgeeilt.

Die Renaissance dieser Teilnahmemöglichkeit für langsamere, sonst am Zielschluss scheiternde Läuferinnen und Läufer hat Nachahmer gefunden, brachte dem diesjährigen Monschau Marathon auf Anhieb 213 Zielerfassungen von Genussläufern. In Schwäbisch Gmünd waren nur 21 mit Genuss erfolgreich, optimal auf beide Strecken verteilt. In der Eifel ist die Genießer-Variante dadurch perfektioniert, dass sich die Genussläufer zudem mit den Teilnehmern am 56 km langen Ultramarathon vermischen. Der 74jährige Erich Wenzel zählte in Monschau zu den Teilnehmern des Ultramarathons, der als Wertungslauf zum "ECU" zählt.

 
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Reichhaltig versorgt auf dem Asrücken am Versorgungsstand von der DJK Sportgemeinschaft Schwäbisch Gmünd mit Tim, Liv + Papa Christoph, Nils, Heiko und Marie geht es weiter Richtung Rechberg, dem zweiten der Dreikaiserberge 25km Genussläufer Cristoph Rolland von der DJK Weiden erreicht als erster den Asrücken bei km 21. Nach 2:37:22 im Ziel, war er vor 10 Jahren schon mal beim 50iger mitgelaufen - doch heute war Genuss angesagt

Gmünder Tagespost Rechberglauf - die Berglauf-Langdistanz

Der Start erfolgt wie bei allen Läufen in der Bocksgasse zwischen Prediger, dem ehemaligen Dominikanerkloster und heutigen Kulturzentrum, und der romanischen Johanniskirche, deren unbekannte Bauzeit meist auf 1210 bis 1230 angegeben wird. Über den von barocken Bauwerken umringten Marktplatz gehen die Läuferinnen und Läufer auf die Strecken. Über erwärmende Kilometer im Remstal geht es im Beutental weiter, vorbei am Stammhaus der Staufer, dem Wäscherschloss, nach Wäschebeuren und um den ersten Kaiserberg herum, endlich auf den 684 m hohen Hohenstaufen. 17 km sind hier auf der Habenseite, zunächst steil bergab, die Ortschaft am Rand tangierend geht es über den Asrücken weiter zum Hohenrechberg, dem Ziel des Rechbergslaufs auf 708 m üNN.

Der 50km Vorjahressieger Benedikt Hoffmann von der TSG Heilbronn führt das 25km Rennen an Gebrengus Luel folgt auf Rang 2 vor ... ... Alessandro Collerone vom Sparda-Team-Rechberghausen, auch gleichzeitig Startläufer des siegreichen Staffelteams Naturheilpraxis Sonja Höpfner Helmuth Zekel vom LAC Essingen folgt auf Platz 4

Eine beliebte Anlaufstelle für Begleiter und Beobachter ist der Asrücken, der erste Mutmaßungen auf den Rennausgang ermöglicht. Wer allerdings aus den Reihen der Ultramarathonis vorzeitig nach 25 km das Rennen beendet, von 780 Höhenmetern und zuschauerfreundlichen Temperaturen gesättigt, um den Rückweg per Bustransfer anzutreten, dies steht freilich nach rund 21 Kilometern noch nicht eindeutig in den Gesichtern.

Ganz vorne lief unangefochten der 50km-Sieger aus dem Vorjahr, Benedikt Hoffmann von der TSG Heilbronn. Dessen Ausdauerfähigkeit mit einem Deutschen Meistertitel in 6:48:15 h über 100 km 2017 oder seinem Marathonsieg in Essen im Vorjahr, keine 14 Tage vor dem Alb Marathon belegt. Seine Nominierung ins DLV-Team für die im November in Argentinien ausgetragene Berglauf-Langstrecken-Weltmeisterschaft war für den vielseitigen Läufer Anlass, seinen Sieg über 50 km nicht zu verteidigen. Auf halber Distanz schien er auch nicht das Letzte aus sich herauszuholen.

 
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Die Schweizerin Daniela Tarnutzer aus Uster führt das 25km Feld bei den Frauen an Anja Schnekenburger vom TF Feuerbach folgt auf Platz 2 vor ... ... Kristina Sendel und ... ... der nimmermüden Katharina Esswein

Auf den Sieg von Benedikt Hoffmann hatten fliegend Ummeldende selbstverständlich keinen Einfluss, der dominierte das Rennen in schnellen 1:35:26 h. Bis Kilometer 12 begleitete Luel Gebrengus den 34jährigen Gymnasiallehrer für Biologie und Chemie, der seine WM-Vorbereitung bei einem Trainingslager im Schwarzwald mit 200 Wochenkilometern abschließt. Luel Gebrengus folgte schließlich in respektvollem Abstand nach 1:38:41 h über die Ziellinie auf dem Kirchberg, einem der beiden Rechberggipfel. Alessandro Collerone vom Sparda Team Rechberghausen musste nach einer Falschleitung ein paar hundert Zusatzkilometer abrufen, kam aber in 1:48:15 h als Dritter noch aufs Siegerpodest.

Im 50km Rennen führt auf dem Weg zum Asrücken bei km 21 Matthias Baur vor Richard Schumacher Andreas Thumm folgt zunächst als 3. 50km Vorjahressiegerin Suse Spanheimer hat bei den Frauen schon früh die Führung übernommen

Schnellste Rechbergläuferin war Daniela Tarnutzer aus Uster. Sie plante unter zwei Stunden zu bleiben, was ihr in 1:58:50 h eindrucksvoll gelang. In der Schweiz trat sie schon als Nachwuchsmeisterin ins Rampenlicht, damals auf verschiedenen Sprintdistanzen. Probleme mit der Achillessehne führt sie auf ihren Sprinterlaufstil zurück, doch ist die nun 36-Jährige auch auf Asphalt schnell. Ihre IAAF Athletenseite nennt 2:51:44 h und 1:19:47 h als Marathon- bzw. Halbmarathonbestzeiten, beide im italienischen Carpi in der Provinz Modena gelaufen. "Der Lauf war ein bisschen bergiger, aber die Strecke war super. Es war warm, aber zum Schluss wurde es windig", lauten ihre Eindrücke nach dem Lauf. Etwa ab Wäschebeuren setzte sich die Siegerin von Anja Schnekenburger ab. Die zweimalige Gewinnerin des 50 km Alb Marathons, die junge Mutter ist vielen auch unter ihrem Mädchennamen Maurer bekannt, wurde für TF Feuerbach in 2:00:33 h Zweite. Kristina Sendel von MaliCrew Bayreuth komplettierte in 2:03:58 h das Podium.

Nach Berg Nummer 2, dem Rechberg, geht es nochmals hoch hinauf mit Panoramablick

Alb Marathon Schwäbisch Gmünd mit Überraschungssieger

Noch einmal 25 Kilometer erwartet die Langstreckler, die unterhalb der Burgruine, die auf dem Schlossberg weit übers Land ragt, dem zweiten Gipfel des Hohenrechbergs, durch den Ort Rechberg laufen und ihren Weg zum 757 m hohen Stuifen fortsetzen, bei herrlichem Wetter immer wieder abgelenkt von faszinierenden Fernsichten über die Alblandschaft. Nun schlägt die Stunde des Entwicklungsingenieurs Andreas Thumm, der an den bisher führenden Richard Schumacher und Matthias Baur vorbeizieht. 13 Tage nach dem Schwarzwald Marathon, wo er in persönlicher Bestzeit von 2:42:20 h Vierter wurde, lief der Startläufer der Staffel #albtraum aus Metzingen bei Tübingen einfach weiter, was ausdrücklich erlaubt ist. In 3:27:24 h konnte er bei seiner vierten Alb Marathon erstmals den Sieg feiern. Aufgefallen ist er in dieser Saison bereits als Sieger des Ermstalmarathon und beim Transalpine Run, wo er mit Stephan Schwarz den 6. Rang bei den Männerteams belegte.

Den Rechberg hinter sich geht es hinauf Richtung Berg Nummer 3 - dem Stuifen

Ab der Reiterleskappel bei Kilometer 35 waren die Wärme, der Fön, die Verträglichkeit der vielen Getränke Thema. Richard Schumacher vom Sparda-Team Rechberghausen lief es von Anfang an nicht wirklich, der Puls stieg, der Kreislauf wankte. Im Ziel stand er unter dem Eindruck des schwer erkämpften zweiten Ranges in 3:43:11 h, bei seinem zweiten Sieg war er in 3:20:28 h deutlich schneller. Ganz abgeschlossen ist die Saison aber noch nicht, gern würde er beim Nikolauslauf in Tübingen starten, hofft über die Tauschbörse noch einen Startplatz zu ergattern. Elf Jahre jünger als die vor ihm liegenden M35ger ist Matthias Baur, der für Salomon Running den dritten Rang in 3:46:53 h behauptete. Mike Gold von #albtraum100, M40-Sieger in 3:56:29 h, und Alex Sellner von der LG Passau, M45-Sieger in 3:58:45 h blieben noch unter vier Stunden.

Nach der Überquerung des Stuifen liegt Andreas Thumm beim 50km Lauf in Führung Richard Schumacher folgt mit Abstand auf Platz 2 Suse Spanheimer liegt bei den Frauen nach wie vor in Führung

Suse Spanheimer verteidigt Vorjahressieg unter neuem Namen

Sie ist quasi Lokalmatadorin mit Wohnsitz bei Würzburg. Aufgewachsen ist die Heilbronn geborene selbstständige Werbefachfrau in Schwäbisch Gmünd, dort steht ihr Elternhaus und bei ihrer Teilnahme lief sie für WWG Autowelt, wo ihr Papa Geschäftsführer ist. Die Geschwister sind mittlerweile über Europa verstreut, aber eine mehrköpfige Abordnung der Familie war an der Strecke vertreten. Die freute der lockere Lauf von Suse, die von Beginn an in Führung lag. Sie hatte sich kurzfristig zum Saisonabschluss zur Teilnahme entschieden, bei komplett anderen Wetterbedingungen als im Vorjahr. Sie findet die Strecke unheimlich schön, mag die kleinen Trailpassagen und lobte die tolle Stimmung an der Strecke. Gern wäre sie unter 4 Stunden geblieben, doch etwas Tribut zollte auch sie dem zu schönen Wetter und siegte in 4:03:44 h. Ihr Vorjahressieg, noch als Suse Hagelauer, gelang ihr gleich bei ihrem überhaupt ersten Ultramarathon. In diesem Jahr machte sie bereits als Transalpin Run Siegerin mit Ida-Sophie Hegemann (Salomon Running Team) Schlagzeilen.

Pamela Veith vom TSV Kusterdingen hat sich auf Position 2 vorgearbeitet
Die Polin Sylwia Zakrzewski-Heiter läuft für Team AR Sport auf Rang 3 Auf Rang 5 läuft Katja König vom SC Önsbach, der sich für seinen Vereins-Jahresausflug den Alb Marathon ausgesucht hat und diesen mit dem Sieg in der Mannschaftswertung abschließen kann

Nach 27 Kilometern verbesserte Pamela Veith an diesem Tag letztmals ihre Position im Rennen und erreichte in 4:19:59 h als Zweite und W45-Siegerin das Ziel. "Bis Kilometer 40 lief es gut. Das lange Bergab ist schwer", so das Fazit der Läuferin des TSV Kusterdingen, die in diesem Jahrzehnt vier Deutsche Meistertitel im 100 km Lauf errang und aktuell noch an einer schweren Sturzverletzung laboriert. Sylwia Zakrzeweski-Heiter von AR-Sport büßte als letzte Läuferin einen Platz gegen Pamela ein und wurde in 4:22:28 h Dritte und Erste der W40. Parallele zum Vorjahr, als sie zunächst in Führung liegend Zweite wurde.

Beim Europacup der Ultramarathons siegten Thomas Miksch vom TV Kempten und Heidi Abendschein von der LG Bad Waldseer Lauffieber

Die weiteren Ränge gingen an Sandra Kötzle von der LG Mauerweg Berlin in 4:32:34 h (2.W45) und an Katja König vom SC Önsbach in 4:45:09 h (1.W35). W55-Siegerin Heide Abendschien von der LG Bad Waldseer Lauffieber folgte auf Rang 6 in 4:46:48 h, gefolgt von Gerlinde Herr von der DJK Schwäbisch Gmünd, die in 4:52:46 h die W60 gewann.

Umicore 10 km Lauf mit spannendem Duell

Gar nicht mit den Kaiserbergen bekommen es die 10 km Läufer zu tun, der 2008 ins Programm aufgenommen wurde. In diesem Jahr sorgten Joseph Katib, Christoph Wallner und Hannes Großkopf für ein schnelles Rennen, das zu einem Streckenrekord führte. Joseph Katib von der LG Braunschweig verbesserte diesen auf 32:11 min, hielt den 15 Jahre jüngeren Christoph Wallner von der LG Region Karlsruhe auf Distanz, der in 32:28 min Zweiter wurde, ebenso Hannes Großkopf vom Sparda-Team Rechberghausen, der mit 32:34 min Platz drei belegte. Das Trio verfügte über einen gewaltigen Vorsprung auf die Folgenden.

Ahmad Jola vom Sanwald Laufteam lief bei seinem ersten Marathon- bzw. Ultralauf mit 4:37:38 auf Platz 35. In Stuttgart lebend und arbeitend, kam der 26jährige Westafrikaner aus Gambia vor 3 Jahren nach Deutschland. Er fand es super, aber die Berge waren schon schwer ... Den dritten der zu überlaufenden Dreikaiserberge, den Stuifen hinter sich mit Blick auf den 1. Hohenstaufen (links) und den 2. Rechberg (rechts) geht weiter zur Reiterleskapelle Zielempfang mit Medaillenübergabe in Schwäbisch Gmünd vor der spätromanischen Johanniskirche

Bei den Frauen wiederholte Annalena Hofele vom Sparda-Team Rechberghausen in 38:28 min ihren Vorjahressieg (39:35) und verbesserte ebenfalls den Streckenrekord. Ihr folgte Annika Seefeld von der LG Staufen in 40:45 min und W40-Siegerin Tanja Schröder von hsb running team in 40:58 min.

Andreas Thumm erreicht als Sieger das Ziel des 29. Sparkassen Alb Marathon Schwäbisch Gmünd Der Sieger von 2015 und 2016 Richard Schumacher vom Sparda-Team Rechberghausen wird Zweiter Matthias Baur läuft etwas zurück auf den 3. Rang

Die Liste der Sieger und Platzierten ist umfangreich und kann hier nicht in Altersklassen und Mannschaftsresultaten wiedergegeben werden. 41 Stafetten mit bis zu 10 Teilnehmenden brachte es auf 287 Läuferinnen und Läufer. Komplettiert wurde das Lauffest mit Jugend- und Schülerläufen, die bei über 21 Grad viele Interessierte an die Rennstrecke lockten, die auch die Straßencafés bevölkerten. Es gab viel Lob und Erich Wenzel konnte sich mit einer rundum gelungenen Veranstaltung verabschieden. Als 75jähriger wird er seinen bereits feststehenden Nachfolgern nicht gänzlich verloren gehen und in seiner bescheidenen Art seinen Teil zum weiteren Gelingen des Alb Marathons beitragen.

Kurz vor dem Zieleinlauf der Frauensiegerin räumt die Feuerwehr Schwäbisch Gmünd nach 3:54:15 auf Rang 5 im 50 km Stafettenlauf das Ziel Suse Spanheimer kann ihren Vorjahressieg wiederholen, schaffte es zwar nicht unter die angestrebte 4 Stunden Marke, aber verbesserte sich zum Vorjahr von 4:12:56 auf 4:03:44

Als Naturlauf ist der Alb Marathon eigene Wege gegangen, hat sich aber immer an Wettkampfregeln gehalten und mit etwas Preisgeld Leistungsläufer zur Teilnahme bewegt. Dass mit 298 Finisher beim 50 km Lauf auch das schöne Wetter keinen starken Zuwachs brachte, ist bedauerlich, der Aufwand für diese Strecke ist doch enorm. Dass Läufer die Natur wieder für sich entdecken, das geistert wie ein Strohhalm durch die Szene, an den man sich klammert. Ohne Kinder- und Schülerläufe wurden 1219 Teilnehmer*innen gezählt, die den Genuss des goldenen Oktobertages voll ausschöpfen konnten. Damit wurde der Vorjahreswert in etwa gehalten, im Mittel dieses Jahrzehnts liegt der Teilnehmerwert aber bei 1400.

50km Sieger treffen aufeinander: Andreas Thumm (links) nahm das erste Mal 2010 beim Alb Marathon teil, damals wurde er in 4:39 h 92ter. Der elffache Sieger Jürgen Wieser, war 2010 das letzte Mal dabei, 1999 lief er mit 3:12:47 Streckenrekord, der mittlerweile auf leicht geänderter Strecke auf 3:07:25 verbessert wurde Der 10km Sieger Joseph Katib von der LG Braunschweig und die 10km 2. bei den Frauen Annika Seefeld von der LG Staufen kennen sich vom Berglauf. 2015 war Katib Deutscher Berglaufmeister und Seefeld gewann Mannschafts-Gold bei der EM in Portugal Das Siegerpaar des 29. Sparkassen Alb Marathon Schwäbisch Gmünd Suse Spanheimer und Andreas Thumm vor der Johanniskirche Ein letztes Mal führte Erich Wenzel (rechts) als Cheforganisationsleiter die Siegerehrungen im Prediger durch
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Organisationschef Erich Wenzel und seinen vielen Helfer aus diversen Vereinen, den unterstützenden Hilfs- und Ordnungsdiensten sei versichert, der Alb Marathon ist ein Juwel, der zwar in keine gängige Schublade passt, aber genau deshalb in jeder Läufervita vorkommen sollte, und sei es als in die Tage gekommener Genussteilnehmer. Für Trail-Läufer mag er zu asphaltig sein, für Straßenläufer zu trailig, für Ultras zu kurz und Marathonis zu lang, ein schönes Naturerlebnis ist er allemal und Schwäbisch Gmünd als Austragungsort eine schöne Stadt in einem wunderschönen Landstrich gelegen. Den neuen Organisationsleitern ist bereits bei der 30. Austragung zu wünschen, dass sie die Früchte der Arbeit von Erich Wenzel ernten können und der 50 km Lauf wieder über die 500er-Marke klettert.

Fotos von Constanze & Walter Wagner

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